Mehlwurm-Zucht

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Pfiffikus
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Hallo Christina,

das gezeigte Exemplar ist aber nicht mehr so neu?
Stadtfarmerin hat geschrieben: So 10. Mai 2020, 20:22 Nach dem Foto ist der Babywurm dann ins Aquarium gewandert. Ich wollte schauen ob er den Fischen schmeckt.
Bei meinen Fischen stelle ich fest, dass es mit dem Geschmack keine Probleme gibt. Sie werden sehr gierig verzehrt.

Stadtfarmerin hat geschrieben: So 10. Mai 2020, 20:22 Und er schmeckt! Eine neue Lebendfutterquelle hat sich da aufgetan.
Aber es gibt ein anderes Problem, das ich in den letzten Tagen feststellen muss. Im Bild ist eine Kotwurst zu sehen, die auf dem Teich schwamm. Drei Würmer kuscheln nebeneinander.

Verdaut_7020.jpg
Verdaut_7021.jpg

Bin mir sicher, dass Du nun auch ganz sorgfältig die Würste in Deinem Aquarium untersuchen wirst.



Pfiffikus,
der nun überlegt, in welcher Zubereitungsart die Mehlis künftig an die Fische gegeben werden sollten
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Stadtfarmerin
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Stadtfarmerin »

Hallo Pfifikus,

es gibt bestimmt noch kleinere Mehlis, nur die kann ich dann mit bloßem Auge nicht mehr erkennen. Geschweige denn aus ihrem Schälchen pulen.

Zu dem Problem, dass die Mehlis unverdaut von den Fischen wieder ausgeschieden werden: Oh man. Da kann man ja nur sagen: Harte Schale, weicher Kern. Scheinbar kann der Fischmagen diese harte Schale nicht verdauen... tja, und nun? (irre)
Viele Grüße
Christina
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Kolinahru »

An Pfiffikus: Ich hoffe doch die sind tot?
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Pfiffikus
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

In der Tat haben sie sich während des Fressvorganges tödliche Verletzungen zugezogen.


Pfiffikus,
der diese Art des Ablebens eines Insekts als artgerecht ansieht
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Kolinahru »

Na stell dir vor die besiedelten deine Fische von innen... ich hab eindeutig zu viele Horrorfilme gesehen
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Pfiffikus
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Kolinahru hat geschrieben: Di 12. Mai 2020, 06:45 Na stell dir vor die besiedelten deine Fische von innen...
Die Gefahr erscheint mir sehr gering.
Schon beim Eintauchen ist Wasser, später im Verdauungstrakt wird der Sauerstoff viel zu knapp für eine Besiedlung mit Mehlwürmern.
Schon nach einigen Minuten unter Wasser geht bei ihnen das Licht aus.


Pfiffikus,
der sie meist schon einige Minuten vor der Fütterung mit Wasser benetzt, damit sie nicht auf der Oberfläche schwimmen
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Leider ist auch von einem Rückschlag zu berichten.

Bei Globus gab es solche stapelbare Schalen, in die sofort Käfer und Larven Einzug gehalten haben. Letztere haben das Stapeln gut überstanden. Aber die Käfer in der untersten Schale hatten zu wenig Luft, die durch die Spalten an der Seite gekommen sind. Viele von ihnen haben es leider nicht überlebt. Nach dem Öffnen entwich ein unangenehmer Geruch, der auch die Katze veranlasst hat, einstweilen nicht mehr am Stammplatz zu ruhen.

Nun ja, traurig für die Käfer, traurig für mich. Doch die Proteine waren nicht verschwendet. Es war ein ballaststoffreiches Fischfutter.


Neuerdings werden diese Boxen immer nach 90° gedreht, um sie zu stapeln. Jetzt kommt wieder genügend Luft hinein.

Kisten_6993.jpg



Übrig geblieben sind diese lebendigen Käfer, etwa noch 6000 Stück.

Lebend_7022.jpg
Lebend_7023.jpg


Pfiffikus,
der sich von denen viele viele Eier erhofft
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Stadtfarmerin »

Hallo Pfiffikus,

das ist eine gute Idee mit den um 90° gedrehten stapelbaren Kisten. So lässt sich eine kleine Zucht platzsparend unterbringen. Vielleicht mache ich das auch so in der Art.

6000 Käfer sind doch eine gute Basis für deine Zucht. Ich sehe hier mittlerweile, was ca. 200 Tiere schon an Nachkommen erzeugen können. Wenn die Larven etwas größer sind, dann sieht man erstmal wie viele das sind!
Viele Grüße
Christina
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Es ist Zeit für ein Update.

Es wurde schon lange nach einer praktikablen Möglichkeit gesucht, tote und lebendige Käfer voneinander zu trennen. Anfangs habe ich das noch mit einem Löffel praktiziert. Doch wenn man Tausende Käfer besitzt, die man zum Eierlegen veranlasst, ist mir das zu zeitaufwändig. Da muss es effektivere Möglichkeiten geben.

Nachdem das Substrat mit den Eiern abgesiebt wurde, habe ich eine Mischung aus lebendigen und toten Käfern. Letztendlich bin ich bei einem Verfahren gelandet, bei dem die Käfer sich selbst selektieren.


Das Oberteil einer Eierpackung wird am Rand etwas abgeschnitten, damit dieser nicht so hoch ist. (Ich will die Kisten ja stapeln!) Die seitlichen Löcher werden von innen mit Klebeband abgeklebt. Der Unterbau besteht aus zwei glatten Fleischsalatschalen aus Plastik.

Kaefer_7913.jpg
Kaefer_7912.jpg

In eine solche Schale kann man Tausende Käfer einfüllen, so dass es eine wabernde Masse ist. Innerhalb der Schale gibt es nichts zu fressen, nur Käfer. Aber rings herum duftet es nach frischem Futter und Leckerlies. Wer kann, verlässt schnellstens die Eierpackung und krabbelt zur Nahrungsquelle. Für Käfer ist der Sprung hinab nicht weiter riskant.
Wer aber einmal in die Kleie hinab gesprungen ist, kann an dem Plastikunterbau nicht wieder nach oben krabbeln, auch nicht aus Neugier oder Langeweile.

Am nächsten Tag haben die allermeisten Käfer verstanden, was ich von ihnen wollte. Nur noch wenige von ihnen sind lebendig in der Eierpackung. Ein flüchtiger Blick reicht aus, um zu beurteilen, ob dieser oder jener Käfer noch mit dem Löffel gerettet werden sollte. Bei Käfern, die nur noch wenige Beine haben, lohnt es sich kaum. Manche bewegen nur noch die Fühler und erscheinen sehr müde. Da lohnt es auch kaum. Die meisten von ihnen sind aber tot.
Alle Käfer, die noch in der Schale verblieben sind, dienen nun als gern genommene Proteinquelle für die Fische.



Pfiffikus,
der mit diesen Pappschalen viel Zeit einspart
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Zuvor hatte ich schon andere Sachen probiert. Alle Käfer wurden in die eine Ecke dieser Schale geschüttet.

Challenge_6995.jpg

Anschließend lief die Käfer-Challenge. Gedacht hatte ich, dass die lebendigen Käfer ausreißen würden, während die anderen liegen bleiben. Das funktionierte nicht.

Challenge_6996.jpg

Nicht wenige Käfer gerieten in Panik. Die verkrochen sich in dem Haufen toter Käfer. Andere nahmen Reißaus, doch sie schoben dabei einige tote Kollegen vor sich her, so dass diese nicht in ihrer Ecke blieben. Und letztendlich gab es Rückkehrer, die sich nach einer Runde wieder in der Ecke einfanden.
Lebendige und tote Käfer lassen sich damit nicht zuverlässig trennen.



Pfiffikus,
der diese Idee wieder verworfen hat
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