Mehlwurm-Zucht

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Pfiffikus
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Im Kellerregal mit den Mehlwurm-Babies leben nicht nur diese. Da gibt es auch Zitterspinnen. Hier zeige ich Euch ein besonders dreistes Exemplar.

Kanker_6901.JPG
Kanker_6902.JPG
Kanker_6903.JPG

Dieses freche Untier hat sich tatsächlich einen Mehlwurm aus der Zucht geangelt, der etwa 8cm über seinen Geschwistern hing und ausgesaugt wurde.



Pfiffikus,
der der Spinne erst mal klar machen musste, dass sie sich diese Proteine nur mal kurz geborgt hat
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Sophie0816
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Sophie0816 »

:D :lol:
doedae
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von doedae »

Hallo Pfiffikus

Wow, kaum zu glauben dass ich gerade 20 Forum-Seiten durchgelesen habe 😂.
Naja während 4.5h im Regio-Zug in Italien kann man sowas schon mal machen.

Danke für die Ausführungen, deine Versuche sind sehr spannend!

Eine (nein zwei) kleine Bemerkungen kann ich mir als Biologie-Lehrerin nicht verkneiffen. Leider ohne Quote (ich krieg das am Handy irgendwie nicht hin).

Zur Diskussion wo dein Thread genau platziert werden soll: Nein, Würmer sind die Mehlwürmer eben nicht - auch wenn sie so heissen. Oder hast du an einem deiner Judels schon mal Beine entdeckt? Das spricht biologisch gesehen schon mal klar gegen einen Wurm. Trotzdem finde ich ist dein Thread unter "Tagebuch" gut untergebracht.

Bevor du anfängst deine Mehlwürmer zu verspeisen will ich nur darauf hinweisen, dass diese vom Zwergbandwurm befallen sein könnten. Also unbedingt gut erhitzen vor dem Essen. Wobei du sie ja wahrscheinlich sowieso nicht roh zu dir nehmen wolltest ;).

Ich bin gespannt auf weitere Ergebnisse, bleibe aber vorerst mal noch bei meinen Judels.

Übrigens verwenden wir in der Schule für das Handling von Insekten und ähnlichem Federpinzetten. Die wären vielleicht auch was, um die Puppen sanfter auszusortieren.

Liebe Grüsse
doedae
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Pfiffikus
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Hallo doedae,

danke für das Feedback. Dann waren die Mühen der Dokumentation hier nicht umsonst.

doedae hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 15:14Zur Diskussion wo dein Thread genau platziert werden soll: Nein, Würmer sind die Mehlwürmer eben nicht - auch wenn sie so heissen.
Die Einordnung dieser Insektenlarven innerhalb des Tierreiches stand für mich nie in Frage. Vielmehr hatte ich anfangs mal die Frage gestellt, ob dieses Thema hier im Forum überhaupt interessant sei, in dem es üblicherweise um wirkliche Würmer geht.


doedae hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 15:14Bevor du anfängst deine Mehlwürmer zu verspeisen will ich nur darauf hinweisen, dass diese vom Zwergbandwurm befallen sein könnten.
Diese Bemerkung hat mich doch sofort veranlasst, ein wenig zu googeln. Natürlich habe ich auch schon einige ausgewachsene Mehlwürmer lebendig gekostet und verspeist. Während sie frittiert relativ leer und hohl sind, da der Wasseranteil entweicht, spürt man beim Verzehr des lebendigen Wurmes mehr vom Fleisch.
Praktisch verfalle ich jetzt nicht in Panik. Weder die Käfer, noch meine Mehlwürmer hatten jemals Zugang zu menschlichen Ausscheidungen. Die können also keine Eier gefressen haben. Und gerade die Kohorten, aus denen ich mal Würmer naschen würden, die bekommen niemals irgendwelche Sachen zu fressen, die ich nicht selbst verzehren würde. Gefangene Insekten, Spinnen, Styropor oder andere Nahrungsbestandteile sind nur den Mehlwürmern vorbehalten, die nicht für menschlichen Verzehr vorgesehen sind.

doedae hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 15:14Übrigens verwenden wir in der Schule für das Handling von Insekten und ähnlichem Federpinzetten. Die wären vielleicht auch was, um die Puppen sanfter auszusortieren.
Ach, der Löffel lässt sich schon ganz gut handhaben. Und wenn es passt, lassen sich damit auch gleich zwei oder drei Puppen bewegen.



Pfiffikus,
der erstmal nicht in eine solche Pinzette investieren wird
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Stadtfarmerin »

Hallo, nun gibt's auch mal wieder ein kleines Update von meiner Mehlwurmzucht:

Ich habe sie aufgegeben. Die Hühner meiner Nachbarin haben sich über die Leckerlis gefreut.

Das hat folgenden Grund: wir haben, nach 2 jähriger Suche, eine schöne Wohnung gefunden. Sind von der Stadt raus aufs Land gezogen.

Unsere Wohnung hat auch 2 Balkone, und ich hab immer davon geträumt, dann auch mal Wachteln auf dem Balkon halten zu können (und sie mit Mehlwürmern aus meiner eigenen kleinen Zucht zu füttern). Das Problem ist nur, dass es 2 Südbalkone sind, wo von Mai bis September die Sonne hinknallt. Also nix mit Wachteln. Naja, also die hätten sich über die Mehlis sehr gefreut. Aber man kann nicht alles haben, dafür kann ich dann auf den Balkonen richtig schön gärtnern.

Für meine kleinen Aquarienfische sind die Mehlis einfach zu groß. Ok die Babys gehen, aber so richtig gut wurden sie dann auch nicht angenommen.

Und die Mehlis selber essen? Also ich kann's nicht, bisher jedenfalls. Da ist dann der Ekel irgendwie doch zu groß.

Dazu kam, dass ich es irgendwie auch nie so richtig hingekriegt hab mit dem Füttern der Mehlis. Es gab immer eine "Basis" aus Haferflocken und zerkleinerten harten Brot. Dazu noch was frisches. Ich hab immer darauf geachtet dass es nicht zu feucht war. Trotzdem ging die Feuchtigkeit oft auf die Haferflocken und Semmelbrösel über, und es hat geschimmelt, oder zumindest gemüffelt. Das hab ich irgendwie nie richtig in den Griff bekommen, und fand dann die Behälter mit den Würmern und Käfern teilweise etwas eklig.
Viele Grüße
Christina
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Hallo Christina,

schon klar. Wenn man keine Abnehmer für die Mehlis hat und selber auch keinen Appetit zeigt, hat eine Zucht natürlich wenig Sinn.

Stadtfarmerin hat geschrieben: Sa 21. Nov 2020, 10:55 Und die Mehlis selber essen? Also ich kann's nicht, bisher jedenfalls. Da ist dann der Ekel irgendwie doch zu groß.
Hier habe ich eine Empfehlung: Wenn es wieder mal Stadtfeste, Weihnachtsmärkte oder dergleichen geben sollte, schau mal nach Buden, an denen Insektensnacks verkauft werden. Hier bei uns ist einer dabei, der kandierte Kekse mit einigen Mehlwürmern belegt feil bietet. So einen Happen gönne ich mir auch hin und wieder.

Zum Probieren als Appetitshappen würde ich es Dir schon mal ans Herz legen.


Wenn ich dann den Preis von 2,50€ für die paar Mehlwürmer und den Keks sehe, dann denke ich wohltuend an die Menge Mehlis, die ich im Keller habe.


Pfiffikus,
der sich freut, wie reich er geworden ist
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von FrauSonja »

Halls Pfiffikus,

habe mit Interesse deine Zucht- und Fütterungsversuche gelesen.
Was mich sehr interessieren würde, altes Frittierfett ist ja immer ein großes Problem zum Entsorgen, ob das die Melis verarbeiten könnten?
Vielleicht eine Idee für einen neuen Fütterungsversuch!
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Hallo Frau Sonja,
FrauSonja hat geschrieben: Sa 5. Dez 2020, 09:45Was mich sehr interessieren würde, altes Frittierfett ist ja immer ein großes Problem zum Entsorgen, ob das die Melis verarbeiten könnten?
diese Frage ist ja recht interessant.

Praktisch mag ich das erst mal nicht probieren. Wir dürfen zwar davon ausgehen, dass die Mehlis auch das Fett nicht verschmähen werden. Wir sollten davon ausgehen, dass sie dieses Fett auch verstoffwechseln können. Alles andere würde mich wundern.
Als Alleinfutter käme es wahrscheinlich weniger in Frage, denn für den Aufbau von Proteinen wird ja Stickstoff gebraucht, der im Fett nicht enthalten ist. Wie viel davon in den Verunreinigungen des gebrauchten Fettes ist, weiß ich natürlich auch nicht.

Praktisch weiß ich überhaupt nicht, wie sauber die Mehlwürmer mit diesem Futter umgehen. Wie stark wird das Fett in der Mehlwurmschale verteilt und verschmiert. Insbesondere möchte ich ja alle paar Wochen das Zeug absieben und den Kot als Dünger und als Dendrobena-Futter nutzen. Da habe ich überhaupt keinen Bock, mir das Küchensieb mit Fettresten zu verschmieren.
Aus diesem Grunde teste ich das lieber nicht.


Pfiffikus,
der immer irgendwelche Dinge finden wird, die man den Mehlis alternativ vorsetzen könnte
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Trulllla »

Ich füttere die Vögel hier mit in Öl gtränkten Haferflocken. Natürlich kein ranziges Öl oder Frittierfett, um Rückfragen gleich vorzubeugen. Das ist aber dann mitnichten eine Sauerei sondern geht ganz prima, ohne dass etwas verklebt.
Aber falls du das Experiment doch starten willst, dann wäre das vielleicht eine Möglichkeit, je nachdem ob sich dein übliches Futter dafür eignet, es mit Öl zu tränken oder zu vermischen.
Was die Ölmenge angeht, die man so verfüttern kann.... naja, da wäre dann noch Verbesserungspotential.
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Pfiffikus
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus »

Inzwischen habe ich zum Wohle der Singvögel eine kleine Schale angebracht, in der ich ihnen mehrere lebendige Mehlwürmer kredenzt habe. Zu meiner Verwunderung wurden diese Tiere, die ich aus Sicht der Vögel für sehr lecker halte, nicht angerührt.

Heute hat es geschneit, ich werde heute noch einmal welche anbieten...


Pfiffikus,
der die übrig hat, weil er im Winter kaum Mehlwürmer an die Fische verfüttern sollte
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