Bokashi mit Brottrunk

Bokashi: Das kompostieren mit effektiven Mikroorganismen (EM)
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Wurmtraum
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Re: Bokashi mit Brottrunk

Beitrag von Wurmtraum » So 20. Okt 2019, 06:32

Ich hatte meinen 1. Bokashi, welcher bestimmt 6 Wochen im Eimer fermentierte, in eine durchlöcherte Mörtlewanne und mit Blumenerde abgedeckt zum vererden getan.
Da wir in unserer Wohnanlage keinen Kompost haben wurde eben die Mörtelwanne verwendet.
Gerochen hab ich nur was als ich den fertigen Bokashi öffnete. Danach eigentlich nicht mehr. Hab die Wanne aber auch weiter weg von den Balkonen im Garten gestellt.
Die Tage kommt der nächste Eimer auch in die Mörtelwanne und wird wieder mit Blumenerde abgedeckt.

Mein Brottrunk ist auch nicht so richtig sauer geworden und hat auch ganz schön getrieben als ich die 1. Flasche öffnete. Hin und wieder nehm ich etwas verdünnt in ein Glas zum trinken um dem faden Wasser ein bischen Geschmack zu geben. Ich hab noch 4 volle Flaschen und hoffe das es mir keine im Schrank sprengt wie beim Holundersaft der zum gären angefangen hatte weil zuwenig Zucker darin war oder nicht heißgenug abgefüllt wurde.

Ein paar meiner jugendlichen Würmer kriechen, wenn es stärker oder länger regnet, gerne aus dem Wurmturm.
Früh morgens, bevor ich zur Arbeit geh, bin ich mit Stirnlampe und Kehrschaufel bewaffnet auf unserem Balkon unterwegs und sammle die Teenies ein um sie sicher in den Turm zurück zu bringen.
Dabei ist mir aufgefallen das sich mehrere Würmlein dem Bokashieimer zuwenden und versuchen in den in den Eimer zu kommen. Die werden magisch von dem Bokashi angezogen. Scheinbar riechen die das fermentierte Material. Die hängen wie Kletten unter dem Deckerand.
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Re: Bokashi mit Brottrunk

Beitrag von freestyle » Di 12. Nov 2019, 17:32

Kleines Up-date - für meine Bokashi benutzt ich jetzt nur noch kleinere Eimer von max. 5 Litern. Ich lasse ja keine Flüssigkeit ab und bei 10 Liter Eimern bleibt steht dann zuviel in der Flüssigkeit.

Bei den kleinen Eimern habe ich keinen so unangenehmen Geruch festgestellt. Momentan stehen vier kleine Eimer und fermentieren vor sich hin. Mit dieser Lösung komme ich super klar.
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Re: Bokashi mit Brottrunk

Beitrag von Wuseline » Sa 7. Dez 2019, 00:16

Dann stimmt definitv was mit deinem Brottrunk nicht. Meine Gläser hatten auch alle Unterdruck, ich habes in original Weckgläser stehen gehabt mit Gummiring und Klammern, aber sehr hoch befüllt, denn das entstehende Co2 sorgt dafür, dass es haltbar ist, jeglicher Sauerstoffkontakt lässt es quasi zersetzen, daher offene Gläser immer in den Kühlschrank. Entstehender Druck kann hier entweichen, das finde ich wichtig, dass es passiert erkenne ich auch am Unterdruck.

Hast du denn den Brottrunk mit gekauften Brottrunk geimpft und fermentieren lassen ? Es ist am einfachsten zu impfen, um Fehlgärung zu vermeiden. Die meisten Anleitungen im Internet machen genau das nicht. Viele sind gar nicht fermentiert, wie echter Brottrunk. Für nachfolgende Neuerstellung kann man problemlos dann den eigenen verwenden zum impfen des Neuen.

Ich hab quasi Brot in Wasser aufgekocht, abgesiebt, abkühlen lassen - dann mit gekauften Brottrunk geimpft, die Menge weiß ich nicht mehr so recht, 80 ml auf 1 L?, Noch Melasse\ Rübensirup (wobei Melasse besser ist) dazu einiges, schon viel, auf 1 L vielleicht 80-100 gr ?, Enthält Mineralien und Futter für Mikroben, Dann 3-4 Tage offen stehen lassen, dann abgefüllt. Länger würde ich es nicht lassen, weil sonst könnte vielleicht alles Futter für die Mikroben aufgebraucht sein, dann würde es schneller inaktiv werden. Ich merke sofort dass es aktiver wird, bei Luftkontakt, verströmt Geruch und man merkt auch im Eimer, dass in kurzer Zeit was passiert. Auch der Brottrunk der Monate im Schrank im Glas stand, war ohne Änderung , hat auch schnell gesprudelt. Und war richtig sauer. Sauerteig muss man ja auch regelmäßig füttern, den kann man ohne Futte auch nicht ewig lang fermentieren, da gehenbdie Mikroben zurück, welche Säure auch bilden.
Einige Male hab ich zuviel Essensreste rein und Schlachtabfälle und scheinbar zu wenig gesprüht, es hat gestunken, ich hab dann unverdünnten Brottrunk darauf und nach wenigen Tagen hat es nicht mehr gestunken. Sondern schön Apfelweinmäßig. Vielleicht sollte man Brottrunk dann bei solchen Dingen die man einbringt, weniger stark verdünnen.

Zum Vergleich mach doch mal ein Eimer mit gekauften Brottrunk, ich verdünne es ca 1:50., Eine Flasche hält da ewig, hier findet man es selten bei Rewe, immer bei Rossmann, DM, in der Supplemente Abteilung.

Stinken solls nicht. Der Eimer riecht wie gegorener Apfelwein. Der Geruch strömt auch leicht durch den Garten wenn man es im Kompost nicht abdeckt, legt sich aber schnell.

Ja, durch zuviel Flüssigkeit im Eimer kann es auch faulen, was dann nicht am Brottrunk liegt. Da sollte man etwas einbringrn, was Feuchtigkeit aufnimmt, zb Pappe. Wir fermentieren ja die Strohpellets mit dem Frettchenkot, und kein Eimer stinkt hier, auch nicht nach dem Fermentieren, die Strohpellets nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf, teilweise miss ich es etwas feuchter führen, damit es nicht zu trocken wird.
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Re: Bokashi mit Brottrunk

Beitrag von Wurmtraum » So 8. Dez 2019, 06:34

Da ich bei meiner ersten Brottrunk-Brauerei mehrere 0,7 l Bügelverschlußflaschen füllen konnte, gehe ich etwas großzügiger in der Verwendung um. Ich verdünne den Brottrung nicht, sondern sprühe unverdünnt über das frische Material im Bokshieimer.
Ich habe eben erst 2 x 15 l Eimer zum vererden geschickt. Einer der Eimer hatte schon auch etwas unangenehm gerochen.
Das mit dem Geruch liegt doch eher daran das rein nur alle anfallende Küchenabfälle darin landen und kein saugendes Einstreu.

Ich werde jetzt über den Winter doch auch den Versuch starten und Katzenstreu aus Holzpellets mit zu verwerten.
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