Bokashi Vererdung

Bokashi: Das kompostieren mit effektiven Mikroorganismen (EM)
Björn
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Björn » Di 29. Jan 2019, 12:43

Update: Kein Schimmel mehr, Würmer wieder unter der Erde. Tippe also auch auf: Schimmel=Lecker
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Pfiffikus » Di 29. Jan 2019, 17:36

Also von der gräulichen Farbgebung her schließe ich auf die Sorte, die ich beim Graben im Garten finde. Kompostwürmer sind eher dunkelrot gefärbt.


Pfiffikus,
der außerstande ist, die genaue Art zu bestimmen
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Trulllla » Di 5. Mär 2019, 22:21

Danke für deine Ausführungen, Björn. Bei uns ist es auch so, dass einer in der Familie sehr empfindlich ist, was Gerüche angeht. In vermutlich einer Woche werde ich meinen ersten Vererdungsversuch beginnen, und werde berichten.
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Re: Bokashi Vererdung - wann ist er reif und wie verwende ich ihn?

Beitrag von Trulllla » Mi 1. Mai 2019, 11:49

Ich habe noch mal ein paar Fragen.
Ich habe nun vermutlich vererdeten Bokashi (die Geruchsentwicklung war übrigens ok, zumal ich die Tonne etwas entfernt vom Haus aufgestellt habe. Es ist unten in der Tonne ziemlich feucht bis nass, also eigentlich wäre ein Abfluss gut.
In dem vermeintlich vererdeten Bokashi sind noch viele Brocken drin, und wenn ich die zerdrücke, kommen Farben und evtl ein wenig Struktur des Ausgangsmaterials noch zum Vorschein. Ist das richtig so, oder braucht der noch länger? Die Würmer mögen ihn so schon gerne.
Kann ich den vererdeten Bokashi einfach unten in meinen Pflanztopf (für die Terrasse) geben, oder gibt das Sauerei?
Ich merke, dass ich doch ziemlich ungeduldig bin, was Bokashi und Wurmhumus angeht, und nachdem ich die Tomatenpflanzen vermutlich schon mit unreifem Wurmhumus überfüttert habe, möchte ich jetzt nicht das gleiche mit dem Bokashi erleben.
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Björn » Sa 4. Mai 2019, 12:18

Hallo,
ich muss zugeben, dass ich gerade ähnliche Erfahrungen mit der Bokashistruktur mache.
Die Pflanzen stört das soweit nicht. Meine Tomatenpflanzen sind inzwischen über 1 Meter hoch und blühen freudig, die Erdbeeren kann ich bald ernten. Würde ich also zumindest als Teilerfolg ansehen.

Trotzdem stört mich persönlich die Struktur. Ich will Erde, keinen Matsch. Daher sieht meine aktuelle Planung vor 2 "Zwischenstationen" einzubauen.
Bisher sieht mein System ja so aus (Ein Punkt entspricht ca 1 Monat Zeit):

1. Bokashi-Eimer 1 nach und nach füllen. Das dauert bei unserer inzwischen 5-köpfigen Familie ca. einen Monat.
2. B-Eimer 2 füllen, B-Eimer 1 reift in der Zeit nach und wird noch regelmäßig entwässert.
3. Inhalt von B-Eimer 1 ins Erdfass einarbeiten und B-Eimer 1 dann wieder nach und nach füllen, B-Eimer 2 reift nach, usw.

Meine neue Idee sieht jetzt vor:
1. s.o.
2. s.o.
3. Inhalt von B-Eimer 1 kommt in einen (schon vorhandenen) verschließbaren Müll-Eimer 1 (mülleimer "23L" mit Drehdeckel. Heißt zwar 23L, fasst aber um die 50 Liter. Muss man nicht verstehen) und darf einen weiteren Monat unter Luftabschluss reifen. B-Eimer 1 wird wie gehabt gereinigt und verwendet.
4. Der Inhalt von M-Eimer eins wandert in M-Eimer 2 ( Muss ich noch anschaffen. Soll auch so einer werden wie M1).
Dieser wird (natürlich vor der ersten Nutzung) mit der Bohrmaschine mehrfach durchlöchert und im Boden eingegraben, so das nur noch der Deckel raus schaut. Dann dürfen all die netten Bodenorganismin die in meinem Erdfass fehlen ihre Arbeit machen und das Ganze zu Erde weiter verarbeiten. Und erst danach kommt das Ganze ins Erdfass.
Und da ein M-Eimer Platz genug für 2 B-Eimer hat kann ich das ganze sogar noch mit Rasenschnitt und sonstigem strecken. Der Deckel oben drauf soll verhindern, dass Nährstoffe bei Regen ausgewaschen werden, und dass diese Ecke des Gartens nach Kompost riecht.
..weswegen eine herkömmlicher Kompost bisher am Veto meiner Frau scheitert.

Klingt in Textform irgendwie komplizi erter und Aufwändiger als ich es mir vorstelle.

Das ist aber alles wie gesagt ein Experiment auf Basis meines Verständnisses natürlicher (und eben durch Bokashi etc beschleunigter) Abbauvorgänge. Ich vermute, dass -weiß aber eben nicht, ob- es so funktioniert wie ich mir das vorstelle. Werde aber hier auf jeden Fall berichten, und eventuell auch mal Fotos rein stellen, wenn ich die Zeit finde.

Am Thema Zeit scheitert bisher auch leider immer noch der Bau einer eigenen Wurmbox
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Trulllla » Sa 4. Mai 2019, 17:08

Danke für deinen Bericht, Björn!
Wie hast du denn den Bokashi für die Tomaten verwendet? Hast du die Tomaten im Boden, und den Bokashi dazu gegeben? Meine sind nämlich in Kübeln, und ich frage mich, ob das da auch so gut funktioniert. Die Wurzeln können ja weniger gut dran vorbeiwachsen, wenn der Bokashi noch nichts für sie ist.
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Björn » Sa 4. Mai 2019, 17:11

Hab die Tomaten auf der Fensterbank vorgezogen und dann draußen in Erde aus dem Fass gepflanzt. Für schon bestehende Pflanzungen hab ich mir so eine Setzhilfe für Blumenzwiebeln geholt. Einfach ein Stück Erde ausstechen, Bokashi ins Loch, und Erde wieder drauf. Mit frischem Bokashi soll man so 10 cm Abstand zur Pflanze halten
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Wuseline » Do 30. Mai 2019, 18:27

Ich hab so s chöne waldähnliche Erde bekommen.
Von Herbst bis Februar grub ich spatentiefe Gräben ins Beet und gab Wachtelmist ( vorkompostiert da Tiefstreu) mit Bokashi in die Gräben, schichtweise fest getreten, mit Em besprüht, mit Erde gedeckelt, angegossen.

Ich stelle eine Art Brottrunk her , das ist " mein Em". Bokashi riecht immer nach Apfelwein. Vorw. Kommen die Frettchen Hinterlassenschaft rein und wenig Gemüsekram. Knochen auch.
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Björn » Sa 6. Jul 2019, 19:35

Update:
Heute war es soweit, mein ganzer Aufbau sollte wieder eine Station aufrücken, und die erste "fertige" Charge den eingegrabenen Eimer verlassen.....

Bloß ist da nix fertig. Vermutlich habe ich die Stelle falsch gewählt. Eine recht tote, trockene Stelle unter einem alten Flieder. da war wahrscheinlich von vornherein zu wenig Leben im Boden. Ein gepflegtes Beet wäre wohl besser gewesen.

Aber... es gibt auch positive Nachrichten. Der Eimer hat das allgemeine Umfeld verbessert. Zum ersten Mal seit Jahren wächst an der Stelle sogar Gras. Auch wenn im Eimer noch nicht alles fertig ist, sieht man doch eindeutige Fortschritte in Richtung Erde.
UUUUUND ich hab Regenwürmer. Monster Regenwürmer. So,groß wie Blindschleichen, und so dick wie ein kleiner Finger.
Ich werde das also erstmal laufen lassen.
Ich weiß nur noch nicht wie ich weiter mache. Immerhin sind alle Eimer voll und ich muss einen ausleeren.
Vielleicht grabe ich einfach mal ein Loch im Beet und sehe was passiert wenn ich den Kram einfach mal so verbuddel.

Aktuell bin ich etwas ratlos.


Und während ich alles mögliche versuche um das Zeug zu vereerden bevor es ins Fass wandert.... hat das Fass wieder aufgehört zu stinken und ich habe dort die Tage 1a krümelige schwarze Erde entnommen. Mit ganz fabelhaftem Wasserspeichervermögen.

Hm... vieleicht ist es doch an der Zeit eindlich eine Wurmkiste zu bauen
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Re: Bokashi Vererdung

Beitrag von Trulllla » Sa 6. Jul 2019, 20:02

Vielleicht lässt du einfach den Zwischenschritt mit dem eingegrabenen Eimer?
Ich habe, von dir ermutigt, auch damit angefangen, und vererde den Bokashi direkt mit alter Erde in einer Regentonne. (hab ich glaube ich schon mal geschrieben.)
Das einzige, was man noch verbessern müsste, ist, dass es unten echt nass werden kann, aber ansonsten vererdet es super in der Regentonne. Wegen der Nässe setze ich manchmal noch einen zweiten Vererdungsschritt dazwischen in einem Speiskübel, da sind dann auch schon Kompostwürmer mit drin, und dann kommt es in meine Kübel auf der Terrasse. Aber direkt in die Erde ginge ja auch.

Was mich wundert: Die Judels im Speiskübel, die mit vererdetem Bokashi gefüttert werden, sind deutlich dicker und größer als die in der Wurmkiste. Sie haben mehr Platz, sie kriegen über den Bokashi vermutlich viel Protein. Nudelreste, Brotkanten etc... kann es daran liegen? Oder sollten sie in der Kiste genauso dick und fett sein?
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