Kompostierbare Becher

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von *Ces* » Do 23. Aug 2018, 09:23

Mich interessiert jetzt mal, was eher zerkleinert wird. Der Maiskolben oder die halbe Kokosnuss.

Da kann der Becher sich hinten anstellen
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Trulllla » Do 23. Aug 2018, 13:52

*Ces* hat geschrieben:
Do 23. Aug 2018, 09:23
Mich interessiert jetzt mal, was eher zerkleinert wird. Der Maiskolben oder die halbe Kokosnuss.

Da kann der Becher sich hinten anstellen
Nicht im Ernst, oder :D
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Trulllla » Do 23. Aug 2018, 20:24

Das zum Thema:
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018- ... -recycling
für den, den es interessiert.
Zitat:
Wer denkt, er könne Bioplastik problemlos auf dem eigenen Komposthaufen verwerten oder in die Natur werfen, damit es sich dort zersetzt, irrt. Die Stoffe lassen sich meist nur unter spezifischem Druck und bestimmter Temperatur kompostieren, wie sie in einer professionellen Kompostieranlage gelten. Nur brauchen sie dafür länger als andere Kompostprodukte, die sich in der Regel in weniger als einem Monat zersetzen – und damit länger als für den Kompostierprozess vorgesehen.
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von *Ces* » Do 23. Aug 2018, 21:45

Danke für den Artikel,
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Wurm-Bine » Fr 24. Aug 2018, 13:37

Ja, fand ich auch interessant. Und der Experte heißt Wurm...
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Pfiffikus » Fr 24. Aug 2018, 20:44

Wurm-Bine hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 13:37
Ja, fand ich auch interessant. Und der Experte heißt Wurm...
Experte oder Lobbyist mit einem für unsereins wohlklingendem Namen?

Wer den Artikel interessant findet, möge ihn auch bitte einfach mal kritisch und vor allem unvoreingenommen lesen. Wer es noch nicht bemerkt hat: Seit Anfang diesen Jahres hat die deutsche Industrie ein Problem.
Umweltschützer sehen "Verbrennungsexzesse"
Seit China keinen Plastikmüll aus Deutschland mehr annimmt, werden bis zu 70 Prozent des Altplastiks verbrannt. Im SPIEGEL zeigen sich Kritiker entsetzt.
Steht hier.
China stoppt Abfallimporte
Wohin jetzt mit unserem Müll?
Seit Beginn des Jahres importiert China keine Abfälle mehr. Nun sitzt Deutschland auf 560.000 Tonnen unrecyceltem Plastik. Doch es gibt einen Ausweg.
Steht hier.

Und seit dem Frühjahr läuft verstärkt eine Hetzkampagne gegen jegliche Arten von Plastik. Merkt Ihr was?

Inzwischen wurden einige Produkte in Frage gestellt oder verboten. Nur: Kann mir irgendwer mal ein realistisches Szenario beschreiben, wie ein Wattestäbchen von einem deutschen Badezimmerschrank ins Meer gelangen soll? Selbst, wenn jemand eine Verstopfung riskieren würde und die Wattestäbchen ins Klo werfen würde, selbst dann wäre in der Kläranlage Endstation.
Also warum in aller Welt verbieten die Eurokraten Wattestäbchen aus Plastik?


Wohnt jemand in Hamburg? Wohnt jemand in Bremen oder am Niederrhein? Kann da mal jemand nachschauen, wie viel Plastikmüll die Elbe, die Weser oder der Rhein ins Meer spülen?
Ja, es treibt viel Plastik in den Meeren herum. Viel zu viel! Dieser Meinung bin ich auch. Aber dieser Müll kommt doch nicht (oder nur zu einem winzigsten Teil) aus Deutschland! Warum in aller Welt wird hier in Deutschland wieder ein solcher Aktionismus veranstaltet?
Erinnert Ihr Euch noch an die olympischen Bilder aus Rio? Dort wird Plastik in den Ozean gespült. Dort müsste man ansetzen, wenn es den Akteuren um den Umweltschutz gehen würde. Geht es aber nicht, denn die Lobbyisten machen sich für ein Wirtschaftsförderungsprogramm stark.


Pfiffikus,
der sich weiterhin die Ohren mit Wattestäbchen aus Plastik putzen wird
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Trulllla » Fr 24. Aug 2018, 22:41

Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 20:44
Wurm-Bine hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 13:37
Ja, fand ich auch interessant. Und der Experte heißt Wurm...
Experte oder Lobbyist mit einem für unsereins wohlklingendem Namen?

Wer den Artikel interessant findet, möge ihn auch bitte einfach mal kritisch und vor allem unvoreingenommen lesen. Wer es noch nicht bemerkt hat: Seit Anfang diesen Jahres hat die deutsche Industrie ein Problem.
Umweltschützer sehen "Verbrennungsexzesse"
Seit China keinen Plastikmüll aus Deutschland mehr annimmt, werden bis zu 70 Prozent des Altplastiks verbrannt. Im SPIEGEL zeigen sich Kritiker entsetzt.
Steht hier.
China stoppt Abfallimporte
Wohin jetzt mit unserem Müll?
Seit Beginn des Jahres importiert China keine Abfälle mehr. Nun sitzt Deutschland auf 560.000 Tonnen unrecyceltem Plastik. Doch es gibt einen Ausweg.
Steht hier.

Und seit dem Frühjahr läuft verstärkt eine Hetzkampagne gegen jegliche Arten von Plastik. Merkt Ihr was?
Nee, nee...
das macht doch gerade keinen Sinn. Der Artikel ist keine Hetzkampagne gegen Plastik, und wenn er eine wäre, umso besser. ;)
Es ist eine Artikel über die Materialien, die Plastik ersetzen sollen, zum Beispiel Bioplastik, und dass die nicht automatisch besser sind als Plastik. Das ist doch das Gegenteil, von dem, was du schreibst.
Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 20:44
Inzwischen wurden einige Produkte in Frage gestellt oder verboten. Nur: Kann mir irgendwer mal ein realistisches Szenario beschreiben, wie ein Wattestäbchen von einem deutschen Badezimmerschrank ins Meer gelangen soll? Selbst, wenn jemand eine Verstopfung riskieren würde und die Wattestäbchen ins Klo werfen würde, selbst dann wäre in der Kläranlage Endstation.
Eben nicht, sie sind zu klein. Sie werden entwerder separat entfernt, was natürlich kostet, oder sie werden nicht entfernt und landen im Meer in den Fischen und als Mikroplastik wieder bei uns:
https://www.cottonbudproject.org.uk/how ... there.html
Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 20:44
Also warum in aller Welt verbieten die Eurokraten Wattestäbchen aus Plastik?
Ob Wattestäbchen und Strohhalme jetzt der große Knaller sind.... eher nicht, aber warum dagegen sein? Wo ist das Problem, sie gegen Papierstäbchen auszutauschen die verrotten? Das Produkt existiert doch schon.

Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 20:44
Wohnt jemand in Hamburg? Wohnt jemand in Bremen oder am Niederrhein? Kann da mal jemand nachschauen, wie viel Plastikmüll die Elbe, die Weser oder der Rhein ins Meer spülen?
Ja, es treibt viel Plastik in den Meeren herum. Viel zu viel! Dieser Meinung bin ich auch. Aber dieser Müll kommt doch nicht (oder nur zu einem winzigsten Teil) aus Deutschland! Warum in aller Welt wird hier in Deutschland wieder ein solcher Aktionismus veranstaltet?
Erinnert Ihr Euch noch an die olympischen Bilder aus Rio? Dort wird Plastik in den Ozean gespült. Dort müsste man ansetzen, wenn es den Akteuren um den Umweltschutz gehen würde. Geht es aber nicht, denn die Lobbyisten machen sich für ein Wirtschaftsförderungsprogramm stark.
Wenn Dänemark mit der Pro-Kopf-Menge an Plastikmüll auf Platz 19 der Welttrangliste ist, dann wird Deutschland nicht weit sein, schätze ich.
Wir verbrauchen Unmengen an Plastik. Wenn wir das dann ins Ausland zum Verbrennen exportieren, und es gelangt dort in die Umwelt, dann waren wir das nicht, oder was? Außerdem ist es mir viel zu einfach zu sagen, die anderen machen mehr Müll, dann brauche ich doch nichts zu ändern.
Dass das eigene Land nur zu einem kleinen Teil beteiigt ist, könnte vermutlich jedes Land sagen. Die Summe macht's.
Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 20:44
Pfiffikus,
der sich weiterhin die Ohren mit Wattestäbchen aus Plastik putzen wird
Hast du auch noch 5 Paletten Glühbirnen im Keller? ;)
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Pfiffikus » Sa 25. Aug 2018, 08:21

Moin Trulla,
Trulllla hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 22:41
Nee, nee...
das macht doch gerade keinen Sinn. Der Artikel ist keine Hetzkampagne gegen Plastik, und wenn er eine wäre, umso besser. ;)
Es ist eine Artikel über die Materialien, die Plastik ersetzen sollen, zum Beispiel Bioplastik, und dass die nicht automatisch besser sind als Plastik. Das ist doch das Gegenteil, von dem, was du schreibst.
Ja, Du hast Recht. Dieser Artikel hetzt nicht gegen das Plastik. da hätte ich mal ausführlicher lesen sollen. Doch interessant ist er allemal.

Trulllla hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 22:41
Eben nicht, sie sind zu klein. Sie werden entwerder separat entfernt, was natürlich kostet, oder sie werden nicht entfernt und landen im Meer in den Fischen und als Mikroplastik wieder bei uns:
https://www.cottonbudproject.org.uk/how ... there.html
Nun, ich bin jetzt nicht so des Englischen mächtig. Aber was ist denn das für eine Seite? Kann es sein, dass hier wirklich gehetzt wird? Gegen Wattestäbchen?
Wer hat denn solche Siebe in der Wasserleitung nach dem Klo?
In Kläranlagen findet am Anfang eine mechanische Reinigung statt. Auch mit Sieben. An dieser Stelle ist für das Wattestäbchen Endstation. Du könntest zwar die Stäbchen durch ein Sieb hindurch fädeln. Aber das macht doch niemand. Da steht niemand in der Kläranlage und hilft den Wattestäbchen durch Siebe. Und wenn die Dinger durch die Strömung heran ans Sieb getrieben werden, so werden die sich quer stellen und an den Sieben hängen bleiben.
Du glaubst mir nicht? Probiere es bitte selbst aus! Es müssen keine gebrauchten Stäbchen sein, Neue gehen auch. Du musst sie nicht nass machen. Du kannst die Schwerkraft nutzen, um die Strömung zu simulieren. Nach Deinem Test kannst Du die Dinger der normalen Verwendung zuführen.
Nimm Dir ein Nudelsieb oder irgendeinen anderen Gegenstand mit Löchern! Du findest schon etwas. Und Lass einfach eine Hand voll Wattestäbchen auf dieses Sieb fallen und schau nach, wie viele von den Stäbchen da durch fallen. Bitte berichte uns!
Anschließend kannst Du denselben Test mit einem seeeehr grobmaschigen Sieb machen. Nimm Dir einen ALDI-Einkaufswagen und lass die Stäbchen mal von oben durchdieses sehr grobe Sieb rieseln! Bitte berichte uns, ob Wattestäbchen im groben Sieb hängen geblieben sind!

Nächste Hürde für das Wattestäbchen - wir dürfen davon ausgehen, dass es auf dem Wasser schwimmt. Aber alles, was auf dem Wasser schwimmt, wird in einer Kläranlage abgeschöpft. Sogar Pollen! Alle Gegenstände, die absinken, werden in der Anlage sedimentiert. Ein Wattestäbchen hätte auch hier keinerlei Chance, durch zu flutschen.

Nach dieser mechanischen Reinigung wird unser Abwasser einer biologischen Reinigung zugeführt. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, hier wird zum Beispiel mit Belebtschlammflocken gearbeitet.
https://www.lenntech.de/bibliothek/schl ... stoffe.htm
Nach der Biostufe werden diese sehr filigranen Flocken wieder ausgefiltert, denn die werden noch gebraucht und dem frischen Abwasser wieder zugeführt. Du kannst Dir selbst ausmalen, welche Chance da ein Wattestäbchen hätte, da durch zu flutschen, wenn selbst diese Flocken zurück gehlaten werden.
Die Klärwerke haben Grenzwerte, wie viele Feststoffe sie in den Vorfluter abgeben dürfen und diese werdenüblicherweise eingehalten.
Muss ich noch mehr zur Seriösität dieser Seite schreiben?


Trulllla hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 22:41
Ob Wattestäbchen und Strohhalme jetzt der große Knaller sind.... eher nicht, aber warum dagegen sein? Wo ist das Problem, sie gegen Papierstäbchen auszutauschen die verrotten? Das Produkt existiert doch schon.
Hm. Du erinnerst Dich jetzt bitte an den interessanten Artikel über die Sinnhaftigkeit von Ersatzstoffen für Plastik. Und trotzdem habe ich nichts dagegen einzuwenden, wenn Du für Dich entscheidest und Plastik vermeidest.
Ich habe mir noch nicht die Mühe gemacht, die Preise für Plastikstäbchen und für andere Materialien zu vergleichen.
Selbstverfreilich landet in unserem Haushalt kein einziges Wattestäbchen in der Toilette. Denn die Dinger könnten sich in ungünstigen Fällen sogar in einer DN110mm-Abwasserleitung verkeilen oder verhaken. Das würde schlimmstenfalls zu einer Verstopfung führen. Aus diesem Grunde landen bei mir, bei unserer Familie alle Wattestäbchen in der Mülltüte. Und wenn nicht, (bat) ! Da spielt es bei uns überhaupt keine Rolle mehr, woraus die Dinger bestehen, sie werden ganz garantiert nicht im Meer landen.


Trulllla hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 22:41
Wir verbrauchen Unmengen an Plastik. Wenn wir das dann ins Ausland zum Verbrennen exportieren, und es gelangt dort in die Umwelt, dann waren wir das nicht, oder was?
Nö. Es ist schon besser, wenn das Zeug hier in Deutschland verbrannt oder anders verwertet wird, mit deutschen Emissionsschutzgesetzen - wenn es sich nicht stofflich verwerten lässt.

Trulllla hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 22:41
Außerdem ist es mir viel zu einfach zu sagen, die anderen machen mehr Müll, dann brauche ich doch nichts zu ändern.
Also ich sage das nicht. Oder hast Du das irgendwo gelesen? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Brasilianer oder Afrikaner sogar weniger Plastikmüll produzieren, als wir. Also zieht diese Begründung gar nicht.

Was ich aber tatsächlich schreibe: Diese Länder beseitigen ihren anfallenden Müll lange nicht so konsequent, wie unsereins. Und aus diesem Grunde ist es in diesen Ländern eine hervorragende Idee, mit Müllvermeidung zu beginnen, Plastiktüten zu verbieten usw., denn dort wären sie in der Tat eine Gefahr für Meereslebewesen. Dort nützt es etwas.

Und ob ich, ob unsere Familie noch etwas ändern muss? Wir sorgen konsequent dafür, dass Plastikmüll ebenso wie jeder andere Müll weder in der Kanalisation, noch in der freien Natur landet, sondern ordnungsgemäß der Müllbeseitigung zugeführt wird. Unsere Lebensweise ist keine Gefahr für die Meere und mit dieser Begründung, nicht mit der von Dir konstruierten Begründung, müssen wir kaum etwas bei uns ändern.


Themenfremd:
Trulllla hat geschrieben:
Fr 24. Aug 2018, 22:41
Hast du auch noch 5 Paletten Glühbirnen im Keller? ;)
So viele sind es nicht. Und viele der Lampen, die wir haben, sind inzwischen mit LED-Beleuchtung ausgestattet.
Aber nicht alle - warum auch? Wir haben da zum Beispiel ein Gästeklo im Garten. Meist wird es tagsüber benutzt. Weißt Du, wie oft da Licht angemacht wird? Vor einigen Jahren hatten wir mal eine Diskussion über Sinn und Unsinn eines Glühlampenverbotes. Bei dieser Gelegenheit haben wir überschlagen, dass eine LED in diesem Klo mehr als 1000 Jahre brauchen würde, uns ich durch den eingesparten Strom zu amortisieren. Für diesen Anwendungsfall, für Lagerräume im Keller, die nur selten betreten werden, halten wir selbstverständlich noch einen Vorrat Glühlampen bereit. Aber keine 5 Paletten!



Pfiffikus,
der sich lieber an den Stellen Mühe gibt und anstrengt, an denen es tatsächlich Sinn hat


P.S. Mal ganz im Vertrauen: Hast Du schon einmal eins dieser Produkte auf der linken Seite verwendet?
https://utopia.de/galerien/alternativen ... roplastik/
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von *Ces* » Sa 25. Aug 2018, 12:14

Hallo ihr beiden, es macht echt Spaß euch beiden zu folgen ...
Ich fand den Artikel interessant, da man fenkt, dass diese Bio-Becher echt gut sind. Aber wenn diese größtenteils dich verbrannt werden bringt es eh nix.

Hier mal ein kleiner Erfahrungsbericht aus dem Urlaub.

Wir waren in Ruhpolding und waren total erschrocken, dass der Vermieter in einer Kammer 5 Behälter zum trennen aufgestellt hat:

-Tetrapacks
-Dosen
-Plastikflaschen
-Glasmüll
-Restmüll (gelber Sack)
Dies müsste man selbstständig zu Machen Wertstoffhofbringen. Mir erschließt sich aber nicht, warum da so eine große Trennung erfolgte.
Mich hat aber das kommen und gehen auf dem Hof gewundert.

Im Keller gab es noch eine Papier- und Restmülltonne.

Aber was war mit dem Biomüll? Der gehörte zum normalen.

Da fragte ich mich, in wie weit Mülltrennung Sinn macht und wo es verbessert werden müsste.

Auch haben wir festgestellt, dass megaviel Verpackungsmüll angefallen ist. Aber wo will man sparen?
Dtl. Hat ja auch viel mit Gesetzen zu tun, wo zwecks Hygiene es manchmal gar nicht ohne geht.

Ich weiß es gibt die Unverpackt-Läden. Aber günstig sind die nicht wirklich. Und in den Supermarkt sind die Umsetzungen nicht möglich.

Warum ist Umweltfreundlichkeit gleich so teuer?

Auch habe ich festgestellt, das es in bayern viele Getränkemärkte mit mit Mehrwegflaschen gibt. In Berlin man die aber dann schon fast sucht.
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Eberhard » Sa 25. Aug 2018, 12:49

Ohne auf Einzelheiten einzugehen, hier wird zum Beispiel mit Belebtschlammflocken gearbeitet.
Steht in den bunten Prospekten auch, wie lange die Mikroorgansimen auf den zu behandelden Schlamm wirken? Das es welche gibt, ist ja kein Kunststück. Ob es die benötigten für bestimmte (neue!) Stoffe in ausreichender Anzahl gibt, dann schon eher. Da müsste allerdings mikrobiologisch untersucht werden, was etwas Aufwand erfordert: Mikroskoptechnik, die ausreichend vergrößert und artensortiert zählen kann sowie Menschen, die Mikroben nach Arten unterscheiden können sowie wissen, was welche Mikrobe so anstellt, tut und frisst.
Aber alles, was auf dem Wasser schwimmt, wird in einer Kläranlage abgeschöpft.
Was passiert mit dem Abgeschöpften?
Und aus diesem Grunde ist es in diesen Ländern eine hervorragende Idee, mit Müllvermeidung zu beginnen
Bei den an Masse Hauptproduzenten und Exporteuren von Müll ist das natürlich unnötig? Da wird entsorgt. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Warum sich die EU als Erstes auf Trinkröhrchen und Wattestäbchen konzentriert, ist nicht nachvollziehbar. Vielleicht will man der belasteten Industrie nicht wirklich weh tun. So wie heute Größenordnungen an Lebensmitteln "produziert" werden, um gleich weggeworfen zu werden, betrifft das viele weitere Dinge, auch Plastikprodukte. Kaufen, Ansehen, Wegwerfen, "Entsorgen".

Was bedeutet denn "Entsorgen"? Das dann auch unter dem Aspekt, dass ein Phillipino, Inder oder Buschmann das gleiche Menschenrecht auf Lebensstandard hat wie ein Mitteleuropäer, also auch (theoretisch) pro Kopf genau so viel Ressourcen zu verbrauchen und Müll zu erzeugen.
müssen wir kaum etwas bei uns ändern
Na ja ...

Klar ist unsere Umwelt im Vergleich zu ein par Jahrzehnten davor sauberer geworden, aber doch nicht alleine. Vorreiter waren nicht die Industrie und die auf Zeit gewählten Vorlksvertreter, sondern einige Menschen mit unbequemen Ideen und Forderungen sowie das allgegenwärtig gewordene Problem der Umweltbelastung (unmittelbare und sichtbare Folgen). Heute haben wir das Gleiche, nur auf einem etwas höherem Niveau.
Den billigen und sauberen Atomstrom wollte jeder, den Atomabfall will man aber nicht unter seinem Garten. Und wenn die anderen dann diesen Abfall nicht abnehmen, hat es sich mit billig, den sauber ist das nicht, und der Entsorgungskünstler hat so seine Probleme, die Sorgen anderer zu zerstreuen.
Das Märchen von den sauberen Autos hat in den letzten Monaten auch einige neue Kapitel erhalten.

Ich könnte hier auf weitere widersprüchliche und problematische Aussagen eingehen, aber das wird zu weitläufig.

Deshalb zurück auf Anfang: Kompostierbar klingt erst mal gut und ist von der Idee her wünschenswert. Erwartungen müssen aber auch erfüllt werden. Wird das praktikable Realität, oder bleibt es bei einer Marketingidee?

Was immer hilft: Den Müll, den man nicht erzeugt, muss man nicht loswerden.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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