Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
bluelion
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von bluelion » Do 28. Apr 2011, 07:54

Nach meinem Beitrag im Wumtagebuch möchte ich mich auch hier beteiligen. Danke übrigens für die netten Willkommensgrüße dort und per PM. Von mir kommt schon noch einiges, habe ich mir zumindest vorgenommen.

1. Was füttert Ihr? (Schwerpunktmäßig)
Salat, Karotten, Kartoffelschalen, Spargelabschnitte, Obst, Kaffeesatz, was saisonal verfügbar ist.

2. Sammelt Ihr die Abfälle über einen gewissen Zeitraum oder gebt Ihr alles frisch zu?
Ja und ja. Wenn die Farm wieder etwas vertragen kann, kommt es auch mal frisch vom Tisch hinein, sonst sammle ich im Vorsammeleimer aus dem Shop

3. Verarbeitet Ihr das Futter in irgendeiner Form? (Pürrieren, klein schneiden, kompostieren, Heißrotte, vorkauen etc.)
Kartoffelschalen werden meist getrocknet (die Restwärme nach einer Grillsession eignet sich da gut) und klein geschnitten, Kaffeefilter wird ausgeleert, der Filter grob zerrissen. Einfrieren um die Zellstruktur zu zerstören hab ich einmal gemacht. Tja und da liegt das Futter immer noch im Gefrierschrank (irre) , da ich immer reichlich hatte.

4. Mischt Ihr Zeitungen und Kartons unter das Futter oder gebt ihr sie extra zu?
Der Dokumentenvernichter bekommt mehr zu tun, danach wird gewässert und wieder ausgedrückt. Die Zeitung/Pappe kommt dann locker über das Futter.

5. Wie oft füttert Ihr? (Täglich, wöchentlich)
alle 1-2 Tage

6. Welche Mengen füttert Ihr?
was grad anfällt, habe aber nicht den Eindruck, dass es zu viel ist, da ich immer wieder die Riechprobe mache.

7. Füttert Ihr Mineralmix (oder ähnliches) gleichzeitig mit dem normalen Futter oder getrennt?
Mineralmix laut Beipackzettel, Sand, Eierschalen und, wenn wieder mal ein Sack leer ist, den Rest Holzkohlestaub.

8. Wie bringt Ihr das Futter auf? (Dünne, flächendeckende Schicht; streifenweise, wechselnde Orte, Mund-zu-Mund-Fütterung etc.)
Abwechselnd links, rechts. Stellt man sich seitlich vor die Farm hinten/vorne ;)

9. Sonstige Besonderheiten?
Meine Frau sagt: "Du spinnst"!
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Wurmbär » Do 28. Apr 2011, 08:48

@ bluelion

bin mir nicht sicher, ob man Deiner Frau widersprechen soll, kann darf ...

Habe mir diesen Thread nochmals durchgelesen und dabei festgestellt, dass sich mein eigenes Fütterungsverhalten bis auf Ausnahmen ........ ganz schön geändert hat. ... :lol:

Es gibt keine Breichen mehr, es wird flächenmäßig und -deckend gefüttert ...

Allerdings werden ausgesuchte Fütterungsmittel vom Biohof mitgenommen .... und die Pülverchen werden immer aufwendiger. Der Innenkübel wird landschaftsmäßig gestaltet ... :? je hügeliger die Oberfläche, desto mehr Luft kann dran ...

Gruß
Wurmbär
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von bluelion » Do 28. Apr 2011, 09:28

Wurmbär hat geschrieben:bin mir nicht sicher, ob man Deiner Frau widersprechen soll, kann darf ...
Natürlich darf man (s)einer Frau nicht widersprechen, es wäre eh zwecklos :)X . In diesem Fall hat sie aber wohl recht. Die gefrosteten Küchenabfälle hat sie auch schon gefunden und konnte sich ihren Kommentar auch nicht verkneifen. Mir fiel dabei nur das Schild in einer Studenten WG ein: "Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert" :idea:

Mein aktuelles Fütterungsverhalten ist aber sicherlich eine Momentaufnahme. Die Farm läuft ja erst frisch an. Ich bin mir sicher, dass ich die Intensivbetreuung zurückfahren werde, wenn die Farm komplett eingefahren ist.

Was ich so mitbekomme gefällt es meinen Würmern doch recht gut. Flüchtlinge hatte ich bisher nur drei. Die waren alle im Wurmteebottich. Zwei konnte ich retten und wieder einsetzen, einer war schon in der Zersetzung. Ich störe nicht übermäßig, darum konnte ich den einen wohl auch nicht mehr retten. Es ist auch gut möglich, dass es nur Verirrte waren. Die anderen tummeln sich stets unter den eingebrachten Abfällen. Ich habe wohl Glück mit meinen gehabt und wohl nicht viel falsch gemacht.

Der Forscherdrang ist aber auch bei mir vorhanden. Ich habe Zugriff auf einen pH-Meter und werde da mal einige Messungen im Substrat vornehmen. Ebenso ist die Fotografie mein großes Hobby, da werde ich wohl noch einiges dokumentieren. Aber erst lass ich ihnen mal ihre verdiente Ruhe.

Liebe Grüße
Stefan
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Wurmbär » Do 28. Apr 2011, 09:38

bluelion hat geschrieben:Natürlich darf man (s)einer Frau nicht widersprechen, es wäre eh zwecklos . In diesem Fall hat sie aber wohl recht. Die gefrosteten Küchenabfälle hat sie auch schon gefunden und konnte sich ihren Kommentar auch nicht verkneifen.
Die gefrosteten Abfälle sind mir als Notreserve sehr wichtig. Es könnte auch einmal sein, dass wenig zu füttern anfällt, dann greife ich auf tiefgefrorene Dinge zurück. Übrigens kann man diese ab und zu etwas antauen lassen und dann wieder einfrieren ... es steht nach dem endgültigen auftauen (und bitte erst danach in die Wurmbox geben) sehr viel schneller zur Verfügung .... Des weiteren stehen mir auch getrocknete Kartoffeln usw. zur Verfügung. Frau muß diesbezüglich einfach vorbeugen ...
bluelion hat geschrieben:Ebenso ist die Fotografie mein großes Hobby, da werde ich wohl noch einiges dokumentieren.
Da freut sich jeder hier im Forum .... :D

Gruß
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von dynamind » Do 28. Apr 2011, 16:08

Ich glaube ich habe hier noch nichts geschrieben. Hier mein Fütterungsverhalten (hat sich jetzt auch langsam stabilisiert).

Ich sammle alle erstmal in einem der praktischen Eimer hier aus dem Schopp (die mit Aktivkohlefilterlüftung) und achte darauf, dass es mir im Eimer nicht fault, durch Zugabe von reichlich Pappe und durch ständiges Umrühren.
Das kommt rein:
- Kaffeesatz aus der Espressokanne (ich gebe zu jeder Kaffeegabe ca. 10% Gartenkalk dazu)
- Pappe (wenn mir dicke Pappe oder Wellpappe in die Finger kommt sammle ich die immer)
- das ein oder andere Küchentuch, je nachdem ob Wurmtaugliches aufgewischt wurde
- Ein Schluck Wurmtee um die Mikroben anzusiedeln
- Gemüse: Schalen von allem was geschält wird, alte Äpfel und Tomaten, Bananenrest und Schalen, Kraut und Möhren usw. KEINE Zwiebeln, kein Lauch, kein Knoblauch, keine Zitrusfrüchte.

Die Reste aus dem Reiskocher gebe ich immer direkt in die Farm und zwar als dünne Schicht, dass es keine anaeroben Stellen gibt.

Das Material aus dem Eimer gebe ich in der Farm auf Pappestücke und darüber lege ich - wenn vorhanden - noch etwas Hanfmatte.

Wenn mir der Sammeleimer anaerob umkippt gebe ich es in meinen Thermokomposter.
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Würmli » Mi 4. Mai 2011, 11:24

Hallo,

also bei mir gibt es was Küchenmäßig anfällt an wurmverträglichem Futter. Dazu Bartagamenkack mit Futteresten und Küchenrollenblättern (vom einsammeln)

Wir sind zwei Leutchen, da gebe ich immer täglich was an Abfall kommt in die Farm. Wenn durch Besuch oder Vorratskochen mehr anfällt bleibt´s erst mal im Sammeleimer und geht dann in den Komposter (da leben seit ein paar Wochen auch 500 Judels) :D

Nö, verarbeitet wird nichts, die Würmer sollen ihre Vorkauer anpeitschen. (bat)

Zeitung, Küchenrolle oder Karton nehme ich als Unterlage beim Gemüseputzen, die wandert dann natürlich mit auf den Speiseplan. Extra gibt es dann nichts mehr.

Jeden bis jeden zweiten Tag.

Was da ist.

Wenn ich dran denke gibt´s noch eine Hand Mix extra.

Mund zu Mund füttern ist nicht - was in meinem Mund ist bleibt da auch :P Ansonsten lege ich das Futter in die Lücken, so das eigentlich die Fläche bedeckt ist.

Wenn ich meine das meine Pflanzen Wurmtee brauchen kippe ich 2-3 Liter Wasser durch, dann gibt es allerdings auch einen Eierkarton extra. :roll:

LG Elke
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Wurmbär » Mi 4. Mai 2011, 11:40

Würmli hat geschrieben:Mund zu Mund füttern ist nicht
Schade, das hätte ich mal gern gesehen ... :lol: :lol: :lol:

Gruß
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von kiko63505 » Mi 4. Mai 2011, 15:25

Hallo Elke,
Nö, verarbeitet wird nichts, die Würmer sollen ihre Vorkauer anpeitschen.

sehr gute Einstellung, wenig Arbeit mit guten Ergebnissen dürfte das Ergebnis sein.
kiko
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von *Annayake* » Mi 1. Jun 2011, 13:08

Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer
Da ich diese Idee sehr sehr hilfreich finde kommt auch von mir ein Betrag.
Die Einführung der Müllgebühren sowie der Mangel an einer Biotonne fürs Haus haben mich nach einer Möglichkeit suchen lassen, den Biomüll besser zu entsorgen. Außerdem bin ich der Meinung, dass man der Natur wenigstens einen Teil der Ressourcen wieder zurückgeben sollte, die man ihr entzieht. Wohne zwar mitten in der Stadt aber den Wurmhumus werde ich entweder nach Hause in den Garten bringen oder in den Wald. Wir selbst haben keinen Balkon und keinen Garten.

Hardware: WormCafé in Betrieb seit 23.03.11

Typ A: Das Breichen ist des Würmchens Lust allerdings nur weil die Farm neu ist, und ich dachte, dass mir die Würmer verhungern wenn ich ihnen nicht anfangs das Leben erleichtere. Außerdem gehöre ich zu den Ungeduldigeren unter den Menschlein. Bis heute 07.04.11 habe ich also den Mixer zweimal angeschaltet. Bald, wenn ich dann alle anderen Lebewesen wie Springschwänze und Co sehe, werde ich auch zu B übergehen - hoffe ich jedenfalls.

Inzwischen ist der 21.04.11 gefüttert wurde auch das erste Mal Blattsalat (Reste natürlich) Diese liegen nun seit ein paar Tagen als Ersatz für die bereits aufgefutterte Hanfmatte obendrauf. Habe sogar die ersten Wurmeier im Substrat entdeckt. Das macht mich recht froh, denn dann kann es ihnen nicht so schlecht gehen. Dennoch fällt es mir schwer unseren Biomüll noch in den Restmüll zu geben weil noch immer nicht alles aufgefuttert wird. Gesichtet habe ich schon seit ein paar Tagen diese Kugelmilben und Milben die sich ganz schnell bewegen (Raubmilben?)

Die Kiste ist nun auch vom Wohnungsflur in den Hausflur umgezogen worden, ganze 6 Meter wurde die Kiste bewegt und führte dazu, dass gleich 6 Würmer die Wanderung antraten. Aber tags darauf war der Käse wieder erledigt. Mal sehen, wann sich die Nachbarin das erste Mal beim Verwalter beschwert, dass wir eine Wurmkiste im Haus stehen haben.

B. Ich schnipple also bin ich…
Inzwischen 01.06.11 habe ich die zweite Ebene in Betrieb genommen. Mittlerweile schnipple ich auch nur noch. Langsam stelle ich fest, dass das Aufheben des Futters in einer Tüte nicht so ganz einfach ist bei Sommerlichen Temperaturen. Schnell sind Fruchtfliegen da, und das mache ich dann nicht mehr in die Box. Daher bin ich dazu übergegangen Futter, das zwischengelagert werden muss, da zu viel einfach ins Eiswürfelfach zu stecken. Angeblich macht einfrieren das Futter ja auch schneller verwertbar?? Das muss ich erst noch überprüfen. Nach wie vor traue ich mich nicht größere Mengen Futter einzubringen.

1.Was füttert Ihr? (Schwerpunktmäßig)

Alles was in der Küche an Abfällen anfällt. U.a. Karottenschalen, Karottenkraut, Champignonabfälle, Obstschalen (Kiwi, Banane, Apfel), jede Menge losen getrockneten Tee und Kaffeesatz, Kartoffelschalen (sind recht widerspenstig gibt’s da eine Idee wie man sie schneller verarbeitet bekommt, außer der Mixer?) Blattsalatreste, quasi alles außer Zitrusfrüche, Knoblauch und Zwiebeln.

2. Sammelt Ihr die Abfälle über einen gewissen Zeitraum oder gebt Ihr alles frisch zu?

Momentan, da ich ja noch nicht zu viel füttern kann, da die Farm noch am Anfang ist, sammele ich eine Woche und setze dann den Brei mit Wasser an, weil das Zeugs irgendwie recht trocken ist und der Mixer es sonst nicht klein bekommt (wohlgemerkt hab die Supermarke der Mixer)
Update: 01.06.11
Nach wie vor sammle ich kleingeschnittenes in einer Tüte, und lege sie, wegen der Fliegen in den Kühlschrank bzw ins Gefrierfach.

3. Verarbeitet Ihr das Futter in irgendeiner Form?

Kleinschnippeln, dann eine Woche in einer Tüte sammeln (bin schon gespannt wie das wird wenn es mal warm wird…) und dann ab in den Mixer. (Wie gesagt, ich hoffe, dass ich das bald nicht mehr brauche, wenn das Ökosystem mal steht.

4. Mischt Ihr Zeitungen und Kartons unter das Futter oder gebt ihr sie extra zu?

Ja, wenn das Breichen fertig ist kommt, damit es nicht zu feucht wird, noch Pappe dazu (Eierschalenkarton oder Toilettenpapierrollen säuberlich kleingerupft). Außerdem noch ein paar gröbere Küchenabfälle der Belüftung wegen.

5. Wie oft füttert Ihr?

Noch wöchentlich einmal. Hoffe dass sich das mit der Zeit ausdehnen lässt auf dann wenns anfällt.

6. Welche Mengen füttert Ihr?

Ca. 400g trocknes Zeugs…

7. Füttert Ihr Mineralmix (oder ähnliches) gleichzeitig mit dem normalen Futter oder getrennt?

Mineralmix bis er aufgebraucht ist, dann kommt Bentonit und Kalk aus dem Baumarkt zum Einsatz. Achso für den Anfang habe ich den Würmern auch noch extra Wurm-Wachs-Pulver mitbestellt. Ich gebe alles auf einmal in die Box. Der Mineralmix braucht ja viel Feuchtigkeit um zu quellen und mit dem Breichen zusammen passt das dann ganz gut.
Mineralmix habe ich nun nur noch in die Neue Ebene gemacht, da ich dort ein wenig Anzuchterde reingetan habe die sauer sein soll. Außerdem auch normalen Gartenkalt.

8. Wie bringt Ihr das Futter auf?

Breichen wird auf der vorderen Hälfte des Behälters dünn ausgestrichen und ganz vorsichtig mit dem Substrat vermengt. Futtern, schmatzen kann man sogar hören ;-)
Ich befüttere immer nur eine Hälfte, für den Fall dass mit dem Substrat mal was schief geht, dann ist zumindest die andere Hälfte noch ganz. (bzw nicht schlecht geworden)

9. Sonstige Besonderheiten? Nein
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von dynamind » Fr 10. Jun 2011, 10:56

Ich experimentiere gerade mit neuem Futter. Ich habe durch eine Pflanzenbestellung eine grössere Menge Stroh bekommen. Das Stroh packe ich in meinen "Vorgammel" Biomülleimer (mit Aktivkohlelüftungsschlitz) und kippe reichlich Wurmtee dran (den ich reichlich habe, weil ich als es so heiss war immer ordentlich Wasser über die Farm geschüttet hatte). Dann kommt noch was an Kaffee so anfällt rein und das ein oder andere Küchentuch oder Pappstück. Als es sehr feucht wurde habe ich auch noch Mineralmix und Gesteinsmehl reingeschüttet. Ich achte darauf, dass es im unteren Bereich nicht fault oder gärt (durch umrühren). Nach einer Woche habe ich es den Würmern reingekippt und sie haben es sofort gut angenommen und surfen munter durch das feuchte Stroh. Das ist auf jedem Fall auch eine gute Zwischenschicht, weil das Stroh wirklich locker bleibt und Sauerstoff an alles ran kommt. Das Stroh selber ist wahrscheinlich gar nicht so die tolle Futterquelle, aber vielleicht ist es ein guter Nährboden für Pilze und Bakterien (relativ sicher sogar).
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