Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

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Wurmtraum
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Wurmtraum » Do 10. Okt 2019, 04:38

@Doris
mit dem Futter geht es mir auch so :-(
Ca. alle 4 Wochen hab ich einen ca. 15 l Senfeimer voll mit Bokoshi.
Nun ja der Bokashi wird später in meinen Pflanztrögen verwertet.
Bist auch im Bokashi-Forum?
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Gao
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Gao » Do 10. Okt 2019, 05:28

Also zu den Mengen die man verfüttern kann hab ich was beizutragen :)
Bin ja schon länger am rumtesten für ein grösseres Projekt.
Effektiv rechne ich mittlerweile mit einem gesunden Bestand von min 3k Würmer pro Person um das anfallende Biomaterial zeitnah zu verarbeiten ohne das die Haltung kippt durch zuviel eingebrachtes Material.
Dieses Verhältnis hat sich über Zeit herausgearbeitet mit der Zusammenarbeit mit Familien in der Nachbarschaft.
Es braucht wirklich eine Menge Judels...
Das Vorkompostieren must ich aufgeben ist schwer zu kontrollieren wie die Judels auf das Material reagieren.
Ne handvoll kann schon reichen um das kleine Biosystem zu kippen.
Bei grösseren Outdoor Haltungen kein Problem da können sie sich an angenehme Stellen zurückziehen aber auf beschränktem Platz ist das schwierig.

Gruss Gao
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Wurmtraum » Fr 11. Okt 2019, 04:37

@Gao
was meintes du mit 3k Würmer?
3 Kg Wummasse?
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Gao
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Gao » Fr 11. Okt 2019, 05:45

Rund 3000 Judels :)
Mit der Menge setze ich meine Fässer an also die minimale Startmenge.
Ein Fass pro Haushalt/Person.
Läuft jetzt schon ne Weile und bis jetzt kommen sie gut hinterher.
Bei früheren Anläufen hab ich mit weniger angefangen und das ging immer ewig bis die geliferten Abfälle 1:1 eingebracht werden konnten.
Werden mit der Zeit mehr aber unteralb dieser Menge kommen sie kaum hinterher.
Da staut sich das Futter sonst wochenlang an bis sie sich aureichen vermehrt haben.
Braucht man natürlich schon einiges an Volumen in der Wurmhaltung um so viele zu halten.
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Trulllla
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Trulllla » Fr 11. Okt 2019, 08:38

Hi, schreibt gerne was zur Umsatzmenge auch hier: http://wurmwelten.de/forum/viewtopic.ph ... 9&start=10.
Kann ich die letzten drei Beiträge dorthin verschieben?
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von 's Biberweibchen » Sa 12. Okt 2019, 00:45

Ich habe mir als Wurmkistenneuling gleich 3 unterschiedliche Wurmkisten nach eigener Vorstellung gebaut und die erste wird in Kürze bezogen von Würmern aus dem Angelladen. Die zweite wird dann ordentlich mit Würmern etc bestückt, die ich bei Wurmwelten bestellen werde. Und die dritte wird als Reserve erstmal warten bis voraussichtlich Januar.

Meine Vorstellung von einer Wurmkiste ist die, dass sie in den Wohnraum integrierbar sein sollte und entsprechend habe ich sie entworfen und gebaut. Aber die erste der drei ist keine Kiste im eigentlichen Sinn, sondern eine Zusammenstellung von 3 Eimern (lebensmittelecht!) inklusive Abstandhaltern aus Plastikverpackung aus dem Lebensmittelhandel, wobei drei dieser Abstandhalter aus Mais sein sollen, also biologisch abbaubar.
Außerdem habe ich bisher unbenutzte Fliegengitterreste passend zugeschnitten und jeweils über die Böden gelegt. Da diese Lebensmitteleimer aus dem Pommesbudenbetrieb sowieso Deckel haben, habe ich einen davon rundherum verkleinert, mit Löchern und obendrauf ebenfalls mit Fliegengitter versehen. Den abgeschnittenen Rand habe ich dann an diesen Deckel als Griff montiert mit einer Schraube. Und schließlich habe ich auch all die Luftlöcher am oberen Rand jedes Eimers ebenfalls mit Fliegengitterresten "verschlossen", was mir die Möglichkeit gab, sehr viele Luftlöcher zu machen. Sollten die zu zahlreich sein, kann ich sie entweder von außen verschließen, oder einen neuen gebrauchten Eimer in einer Pommesbude erbetteln.

Ich bin gespannt wie das mit meinen Wurmkisten funktioniert und ob ich damit erfolgreich Würmchen halten kann. Jedenfalls ist mein erklärtes Ziel, in der Region, in der ich nun seit etwa 6 Monaten lebe, Wurmkisten bekannt zu machen. Bisher habe ich festgestellt, dass hier niemand, wirklich absolut NIEMAND (!) jemals von sowas wie einer Wurmkiste gehört hat. Selbst beim Angelverein und bei den Kleingärtnern ist diese Möglichkeit der Wurmhaltung und Wurmkompostierung unbekannt.
Um die Verwendung von Wurmkisten zu fördern, muss ich also selber erstmal erfolgreich sein auf diesem Gebiet, und zwar auch mit einfachen und frugalen Mitteln. Zwar stieß meine Kräutertheke im Haus (ich besorgte, pflanzte und pflege und jeder im Haus darf ernten) bisher auf Unverständnis, so weiß ich nicht wie die Wurmidee ankommen wird, aber ich mache auf jeden Fall weiter mit der Konditionierung meiner Umwelt. XD
Sobald ich mit der Verbreitung der Wurmkomposteridee Erfolg habe, habe ich bereits das nächste Wurmkistenprojekt im Kopf geplant. Selbstverständlich werde ich auch darüber berichten, sofern hier jemand an diesem Thema interessiert ist.

Ich wünschte mehr Leute würden, so wie die TE, sich erst genau informieren und dann einfach mal loslegen mit den bereits vorhandenen Mitteln, oder leicht zu besorgenden Materialien.
Pfiffikus
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Pfiffikus » Sa 12. Okt 2019, 11:57

's Biberweibchen hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 00:45
Ich habe mir als Wurmkistenneuling gleich 3 unterschiedliche Wurmkisten nach eigener Vorstellung gebaut und die erste wird in Kürze bezogen von Würmern aus dem Angelladen.
Wenn Du reich bist, kannst Du das so machen. Andernfalls kannst Du dasselbe machen, wie der Angelladen. Du zählst einfach aus Deinem zweiten Eimer 25 Stück ab und verwendest sie für den ersten Eimer. Der andere Eimer wird das kaum bemerken, wenn die aus 1000 Stück fehlen.
's Biberweibchen hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 00:45
Außerdem habe ich bisher unbenutzte Fliegengitterreste passend zugeschnitten und jeweils über die Böden gelegt.
Und was soll sich darunter befinden? Und wir sind gespannt, wie tragfähig die Gaze auf Dauer sein wird.


Du hast oben Luftlöcher gemacht und dann mit Gaze verschlossen? Warum hast Du nicht gleich das Innere des Deckels herausgeschnitten und die gesamte Fläche mit Gaze bedeckt? Das hätte ich als einfacher angesehen.
Die Würmer brauchen eigentlich keinen Deckel. Die Nahrung fressen sie von unten her an. Diesen Deckel kannst Du trotzdem drauf setzen, um den Fliegen und anderem Getier den Zugang zu verwehren.


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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von 's Biberweibchen » Sa 12. Okt 2019, 12:54

Pfiffikus hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 11:57
's Biberweibchen hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 00:45
Ich habe mir als Wurmkistenneuling gleich 3 unterschiedliche Wurmkisten nach eigener Vorstellung gebaut und die erste wird in Kürze bezogen von Würmern aus dem Angelladen.
Wenn Du reich bist, kannst Du das so machen. Andernfalls kannst Du dasselbe machen, wie der Angelladen. Du zählst einfach aus Deinem zweiten Eimer 25 Stück ab und verwendest sie für den ersten Eimer. Der andere Eimer wird das kaum bemerken, wenn die aus 1000 Stück fehlen.
's Biberweibchen hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 00:45
Außerdem habe ich bisher unbenutzte Fliegengitterreste passend zugeschnitten und jeweils über die Böden gelegt.
Und was soll sich darunter befinden? Und wir sind gespannt, wie tragfähig die Gaze auf Dauer sein wird.


Du hast oben Luftlöcher gemacht und dann mit Gaze verschlossen? Warum hast Du nicht gleich das Innere des Deckels herausgeschnitten und die gesamte Fläche mit Gaze bedeckt? Das hätte ich als einfacher angesehen.
Die Würmer brauchen eigentlich keinen Deckel. Die Nahrung fressen sie von unten her an. Diesen Deckel kannst Du trotzdem drauf setzen, um den Fliegen und anderem Getier den Zugang zu verwehren.


Pfiffikus,
der seine Dendrobenas ganz ohne Deckel kultiviert
Die Zusammenstellung einer Wurmbox mittels Eimern ist quasi ein Versuchsaufbau, der schließlich als praktischer Nachweis zur Unterstützung meiner Argumentation und als praktisches Beispiel unter mehreren dienen soll.
Das sind 3 Eimer, die ineinander gestapelt sind, mit Abstandshaltern dazwischen. Die Löcher im Boden sollen dazu dienen, dass die entstehende Flüssigkeit in den untersten Eimer ablaufen kann. Die Fliegengittergaze darüber soll verhindern, dass die Würmchen mit hinunter flutschen und womöglich "ertrinken". Wenn der mittlere Eimer voll ist, also die Oberkante der Abstandshalter erreicht ist, lege ich im obersten Eimer das Futter rein, um die Würmer nach oben zu locken.
Diese Fliegengittergaze ist der Rest eines für Balkontüren bestimmten Fliegenschutzes. Er ist tatsächlich reißfest und hat den Praxistest seitens ACD-Welpen bereits bestanden, weird also voraussichtlich nicht reißen. Schließlich sind ja nur die Löcher im Boden damit überbrückt, aber eben mit einem Stück Stoff im Umfang des jeweiligen Eimers.

Luftlöcher habe ich rundherum unterhalb des oberen Randes eingestanzt und anschließend mit diesem Fliegengitter versehen, so wie es auch in diversen Beschreibungen von Fachleuten empfohlen wird zur Abwehr von unerwünschter Insektenmigration.
Aus demselben Grund habe ich auch einen zweiten Innendeckel mit Löchern und Fliegengitter gefertigt. Falls es im Sommer zu heiß sein sollte, kann ich den oberen Deckel ganz abnehmen und außerdem gekühlte Akkupads darauf legen, um für Kühlung zu sorgen.Hätte ich den Deckel rausgeschnitten, wäre der Zweck dieses zweiten Deckels verfehlt. ;-)
Abgesehen davon, sind zwar die Hunde wurmkistentauglich, aber die wild lebende Elster, die mich manchmal in der Wohnung besuchen kommt, ist es vermutlich nicht. Als Mensch trage ich die Verntwortung für das Wohlergehen all dieser Tiere und da lasse ich es nicht einfach drauf ankommen. Bereits jetzt habe ich ganz plötzlich ein komisches Gefühl dabei, wenn ich dran denke, da ich eigentlich ab und an einen eigenen Wurm an den Haken packen wollte. :oops:

Reich bin ich nicht, sonst hätte ich fertige Wurmkisten gekauft und mir vermutlich gar nicht erst eigene Gedanken zum passenden Bau und Einbau gemacht.
Meinem Eimerexperiment setze ich bloß 20 Würmer aus dem Angelladen aus, davon kann ich also keine 25 Würmer abzählen. Meine zweite Wurmbox wird erst nächsten Monat bezogen mit Würmern von Wurmwelten, die dann zusammen mit weiteren benötigten Produkten bei mir eintreffen werden. Ich nahm hier vor allem Bezug auf die Box aus Eimern, weil der Thread den Titel "Minimalisten-Wurmkiste oder Use what you have" trägt.

Meine Würmchen werden in der Küche leben, die zugleich Esszimmer ist. Außerdem mögen Würmer es dunkel und nicht taghell. Mitunter stromern die ja auch neugierig rum in der Kiste, wie ich von vielen Leuten bereits hörte und bei Fachleuten lesen konnte. Noch bin ich ausschließlich auf das Wissen angewiesen, das ich mir aus Büchern, Dokumentationen und Unterhaltungen mit bereits aktiven Wurmhaltern aneignen kann. Zur Haltung und Zucht von Hunden und unterschiedlichen, auch seltenen Echsen weiß ich jedenfalls erheblich mehr aus eigener Praxis als von der Wurmhaltung in der Wohnung. :lol: Noch zumindest. :D
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Wurmtraum » Sa 12. Okt 2019, 14:50

Hallo s´Bieberweibchen,

herzlich willkommen in diesem Forum.

Ich hatte im Juni mit minimaler Anzahl an Würmern aus dem Angelladen begonnen.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht das Kompostwürmer viel viel günstiger bei Wurmwelten zu erwerben gibt :-(
Die weitere Erkenntnis war das ich viel zu wenig Würmer für mein Vorhaben von einer gut laufenden Wurmfarm hatte.
Also hab ich mich in diesem Forum kreuz und quer durchgelesen. Toll und auch amüsant sind die Tagebücher welche mich inspriert haben zur Wurmturmfarmerin zu werden.
Mein erster Wurmturm aus Euroboxen bekam weitere Gesellschaft und wurde nachträglich nochmals mit über 1000 Dendros bestückt.
Seit einigen Wochen hab ich einen zweiten Wurmturm mit über 1000 Eisenia andrei.
Auch das sind eigentlich auch noch zu wenig um den ganzen Biomüll zu verwerten! Dazu gibt es noch einen Bokashi.

Es heißt ja in diesem Tread "Use what you have".
Und ich hatte zwei Euroboxen 30x 40x 22 cm zum starten!
Der Baumarkt hatte auch noch welche im Angebot :-) 30x 40x 12 cm.
Es sollte ja meinen Gedanken nach erst im Küchenschrank gezüchtet werden. Da es in dieser Zeit recht heiß war, war das auch ok. Als dann paar wenige Würmlein auf Wanderschaft gingen hab ich die Kisten auf den Balkon.
Mein Mann war mir sehr dankbar dafür :-)
Das kleine Format der Kisten hat sich im nach hinein als recht praktikabel bezüglich dem entstehenden Gewicht des Inhalts erwiesen.

Kannst du von deinen Eimern Fotos hier einstellen?
Schöne Grüße,
Wurmtraum
Pfiffikus
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Re: Minimalisten Wurmkiste oder "Use what you have"

Beitrag von Pfiffikus » Sa 12. Okt 2019, 14:54

's Biberweibchen hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 12:54
Reich bin ich nicht,
...
Meinem Eimerexperiment setze ich bloß 20 Würmer aus dem Angelladen aus,
Wenn Du magst, kann ich Dir je 30 oder 50 Dendrobenas spendieren.



Pfiffikus,
der gerade mitbekommt, dass die Würmer dazu nur wenige Kilometer reisen müssen
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