Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

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Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von bigsur » So 10. Feb 2019, 09:27

Bei uns fallen saisonbedingt viele Papierabfälle in Form von Taschentüchern an. Gelesen habe ich, dass das Verfüttern in der Wurmkiste wegen der chemischen Behandlung suboptimal ist.

Auf den Verpackungen steht "chlorfrei" gebleicht, wie und womit gebleicht wurde ist unklar.

Ungern würde ich die Tücher im Restmüll entsorgen, eine Variante wäre sicher der Komposthaufen im Garten.

Wie geht Ihr mit größeren Mengen weichem Papierabfall um?
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Trulllla
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von Trulllla » So 10. Feb 2019, 10:10

die sind dann mW mit Sauerstoff gebleicht. Ist heute in Deutschland wohl Standard.
Probelmatisch könnte höchstens sein, dass sie so zusammenbappen, und feste nasse Knäuel bilden. Was sagen die anderen? Ich fände das nämlich auch eine tolle Art der Entsorgung, habe mich aber bisher nur mit kleinen Mengen getraut.
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von Eberhard » So 10. Feb 2019, 16:52

größeren Mengen
... heißt was in Zahlen? Ein Kubikmeter in der Woche?

Papier, wenn es denn noch Papier ist und nicht irgendein Ersatzstoff aus etwas ganz anderem, besteht im wesentlichen aus Zellulose (Holz). Das ist sehr geeignet zu Kompostierung in Mischung mit Stickstoffhaltigem wie Mist. Wenn man anderenorts Stadtmüll kompostiert, würde ich mich auch an Taschentücher herantrauen, wenn die bestimmungsgemäß eingesetzt wurden.
Bei einem etwa 20-prozentigen Anteil an allem würde ich mir also gar keine Sorgen machen, wenn man einmal das richtige Leben eingepflanzt hat.
Mit freundlichem Glück Auf!
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von bigsur » So 10. Feb 2019, 21:13

Eberhard hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 16:52
größeren Mengen
... heißt was in Zahlen? Ein Kubikmeter in der Woche?
In unserer Familie grassiert der Schnupfen und entsprechend fallen viel mehr Taschentücher als sonst an :)

... für die Wurmfarm sind es auf einen Schlag wahrscheinlich zu viele. Auch dem Bokashi sollte man laut "Lehrbuch" ja nicht zu viele unter mischen. Vielleicht führe ich den größeren Anteil dem Sauerteigexperiment zu.
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von Pfiffikus » So 10. Feb 2019, 23:01

bigsur hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 09:27
Auf den Verpackungen steht "chlorfrei" gebleicht, wie und womit gebleicht wurde ist unklar.
Dann wurde möglicherweise Ozon verwendet. Oder noch wahrscheinlicher ist Wasserstoffperoxid. Das ist der Stoff, der Blondinen noch blonder macht.
Ob der chlorfreie Hype etwas bringt - naja, das wäre ein anderes Thema.


bigsur hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 09:27
Wie geht Ihr mit größeren Mengen weichem Papierabfall um?
Da würde ich mich der Empfehlung von Eberhard anschließen. Von den Tüchern wird, nachdem sie von anderen Abfällen überdeckt worden sind, in einigen Wochen ohnehin nix mehr da sein.

Den Zellstoff kannst Du als gute Ergänzung zum Wurmfutter ansehen. Und was aus Deiner Nase kam, das dürften die Würmer eher als nahrhaften Snack aufschlürfen.


Pfiffikus,
der nur die Tücher ins Klo spülen würde, in denen Reste von Nasenspray und solchem antibakteriellem Zeug gelandet sind
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von bigsur » So 10. Feb 2019, 23:15

Pfiffikus hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 23:01
Auf den Verpackungen steht "chlorfrei" gebleicht, wie und womit gebleicht wurde ist unklar. Dann wurde möglicherweise Ozon verwendet. Oder noch wahrscheinlicher ist Wasserstoffperoxid. Das ist der Stoff, der Blondinen noch blonder macht.
Ob der chlorfreie Hype etwas bringt - naja, das wäre ein anderes Thema.
Ja - das ist eine Frage, die einen immer wieder beschäftigt und man kommt wohl leider um "Kompromisse" nicht umhin.

Gleiches gilt für die Frage nach behandelten oder nicht behandeltem Obst.

Womit wurde es behandelt? Gewachst, gespritzt? Ist der Stoff schädlich für den entstehenden Wurmhumus, bzw. das was darauf gedeihen wird?

Würmer werden ja in größerem Stil für die Dekontaminierung von mit Schadstoffen belasteten Böden verwendet und müssen anschließend entsorgt werden.
In der Wurmkiste bekommen sie ja überwiegend bestes und vollkommen unbelastetes Futter - ich nehme an, dass durch die "Verdünnung" auch kein größeres Risiko besteht, dass am Ende nennenswert belasteter Humus heraus kommt.
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von Silvaner » Mo 11. Feb 2019, 08:31

Mal etwas "nicht hilfreiches" :)X . Bei uns gibt es nur Taschentücher aus Baumwolle, die nach Gebrauch gewaschen werden ;)
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von perdita » Mo 11. Feb 2019, 09:42

Na so was ! Ich dachte ich wäre die einzige, die noch Stofftaschentücher benutzt. Auch bei Schnupfen, denn daß man sich immer wieder mit dem Taschentuch ansteckt halte ich für eine "fake news", wie man etwas falsches heute nennt.
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von Pfiffikus » Mo 11. Feb 2019, 11:28

Silvaner hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 08:31
Mal etwas "nicht hilfreiches" :)X . Bei uns gibt es nur Taschentücher aus Baumwolle,
Die dürften die Würmer auch relativ lecker finden.


Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass die etwas länger als Abdeckung dienen können, als Hanfmatten
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Re: Große Mengen an Papiertaschentüchern in der Wurmkiste entsorgen

Beitrag von Eberhard » Mo 11. Feb 2019, 11:35

entsprechend fallen viel mehr Taschentücher als sonst an
Also ein Kubikmeter ist es nicht?

Wenn es Dir für den Moment zuviel ist, dann werfe den Überschuss in einen verschließbaren Plastikeimer und mische auch gleich etwas lebende Erde ein. So hast Du neben der Lagerung auch gleich eine Vorkompostierung, bei Möglichkeit kannst Du dann das Lager nach und nach auflösen.

Wer darauf sieht, vor Ort anfallende Stoffe selber aufzubereiten, wird recht häufig in die Situation kommen, dass man von dem einen zuviel und von dem anderen zuwenig hat. Meine Fichtenreisighaufen im Kubikmeterbereich haben auch so eine Wirkung, die jetzt nicht mich, aber andere sichtbar verwirrt.
Wenn man das Zuviel gleich wegwirft, wird genau das ein par Wochen später fehlen und womöglich mit Extraaufwand neu besorgt. Also wird man sich doch eigentlich nur Gedanken darüber machen müssen, eine Lagerhaltung zu organisieren, die dann zusätzlich gewünschte Wege wie Verrottung schon mal so gut wie möglich einleitet und die verfügbaren anderen Stoffe schon einbringt, z.B. das Zuviel an Gemüse.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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