Wurmmama hat geschrieben:Klar geht das! Die werden unter Feuchtigkeit schnell glitschig und dann... sind sie weg
Wenn ich Champignons putze, sind die Überreste nach ein paar Tagen verstoffwechselt.
Hallo Wurmmama,
die Fruchtkörper der Pilze bestehen nicht aus miteinander verwachsenen Zellen wie jedes "anständige" Gewebe, sondern aus einem dreidimensionalem Geflecht von Pilzfäden (Hyphen). Dieses "Scheingewebe" (Plektenchym) ist natürlich lange nicht so stabil wie ein echtes Gewebe. Der Durchmesser der einzelnen Hyphen liegt lediglich bei 2 - 100 Mikrometer (1 Mikrometer = 0.001 mm), ein sehr filigranes System also. Der Wassergehalt liegt bei 95%, nur aus diesem Grund können die Fruchtkörper fast im Zeitraffer wachsen. Interessanterweise bestehen die Zellwände der Hyphen aus Chitin, dem gleichen Polysacharid das die Panzer der Gliederfüßler (Arthropoden) bildet (d.h. bei Insekten, Tausendfüßern, Krebsen und Spinnentieren).
Pilze sind einfach ganz anders!
LG Werner