BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Worma » So 28. Jun 2020, 11:24

Wie sind eure Erfahrungen mit Zucchini auf Balkon und Terrasse? Ich hab bisher eher frustige gemacht, denn ich hatte letztes Jahr eine verschwindend geringe Ernte. Diesmal hab ich zwei Pflanzen gepflanzt, da ich mir überlegt habe, dass ja, um eine weibliche Blüte zu bestäuben, zum gleichen Zeitpunkt eine männliche blühen muss, und nur so eine Frucht entstehen kann. Bisher gab es bei meinen zwei Pflenzen keinen Tag, wo das passiert wäre. Deshalb hoffe ich immer noch auf die erste Zucchini des Jahres.

Wieviele Pflanzen habt ihr zusammenstehen und wie ist euer Erfolg?
Sonnige Grüße
Worma
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Eberhard » So 28. Jun 2020, 13:28

Zucchini auf Balkon und Terrasse?
Eine Zucchini braucht Platz. Auf einem Balkon kann ich mir das schlecht vorstellen, wenn man da von Mindestpflanzabständen von 1,5 Metern spricht. Eine ausgewachsene Pflanze braucht einen entsprechenden Radius um sich herum.

Ich selber habe in einem (Normal)Garten 9 Pflanzen am Start. Die Pflanzstellen wurden im Frühjahr markiert und das Umfeld dann schon ab Anfang April mit vorgezogenen Kopfsalat und Roten Beten bepflanzt. Da bin ich derzeit beim allmählichen Ernten, so wird dann auch Platz geschaffen für die sich allmählich ausbreitenden Zucchinis. In Lücken dazwischen gibt es auch Ringelblumen und Studentenblumen mit Mehrfachfunktion (pflanzliche Vielfalt, Bodenverbesserer, Gründüngung und Masse für den Kompost, Bodenbedeckung, bunte Ansicht).
In entstehenden Lücken werden dann noch Buschbohnen gesteckt.

Geerntet habe ich gestern zum zweiten Mal und da auch schon 2 Exemplare mit etwa 25 Zentimetern Länge in der Familie verschenkt.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Sophie0816 » So 28. Jun 2020, 13:53

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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Sophie0816 » So 28. Jun 2020, 15:54

Worma hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 11:24
Wie sind eure Erfahrungen mit Zucchini auf Balkon und Terrasse? Ich hab bisher eher frustige gemacht, denn ich hatte letztes Jahr eine verschwindend geringe Ernte. Diesmal hab ich zwei Pflanzen gepflanzt, da ich mir überlegt habe, dass ja, um eine weibliche Blüte zu bestäuben, zum gleichen Zeitpunkt eine männliche blühen muss, und nur so eine Frucht entstehen kann.
Wieviele Pflanzen habt ihr zusammenstehen und wie ist euer Erfolg?

Ich habs letztes Jahr schon mal versucht. Da hat mir ein Schädling die Pflanze schneller aufgegessen, als sie wachsen konnte.
Dieses Jahr ließ ich mich doch noch mal motivieren, nachdem ich meinen Balkon mehrmals mit EM ausgesprüht hatte und hoffte, dass die Schädlinge nun keine Lust mehr hatten zu bleiben. :)
Ich hab eine Pflanze, die ich an einem Stab hochbinde.
Zum Thema Bestäubung hab ich mich an diesem Video orientiert: https://youtu.be/rMC3ogK0ppo

Es wächst gerade die zweite Frucht.
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Worma » So 28. Jun 2020, 16:27

Eberhard hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 13:28
Ich selber habe in einem (Normal)Garten 9 Pflanzen am Start. Die Pflanzstellen wurden im Frühjahr markiert und das Umfeld dann schon ab Anfang April mit vorgezogenen Kopfsalat und Roten Beten bepflanzt. Da bin ich derzeit beim allmählichen Ernten, so wird dann auch Platz geschaffen für die sich allmählich ausbreitenden Zucchinis. In Lücken dazwischen gibt es auch Ringelblumen und Studentenblumen mit Mehrfachfunktion (pflanzliche Vielfalt, Bodenverbesserer, Gründüngung und Masse für den Kompost, Bodenbedeckung, bunte Ansicht).
In entstehenden Lücken werden dann noch Buschbohnen gesteckt.
Das ist natürlich ein super Vorgehen, wenn man den Platz dazu hat. Beneidenswert! Und erreicht dann eine Größenordnung, die eher für die Großfamilie gedacht ist?!? ;)
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Worma » So 28. Jun 2020, 16:30

Sophie0816 hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 15:54
Ich habs letztes Jahr schon mal versucht. Da hat mir ein Schädling die Pflanze schneller aufgegessen, als sie wachsen konnte.
Dieses Jahr ließ ich mich doch noch mal motivieren, nachdem ich meinen Balkon mehrmals mit EM ausgesprüht hatte und hoffte, dass die Schädlinge nun keine Lust mehr hatten zu bleiben. :)
Ich hab eine Pflanze, die ich an einem Stab hochbinde.
Zum Thema Bestäubung hab ich mich an diesem Video orientiert: https://youtu.be/rMC3ogK0ppo
Das mit dem Hochbinden find ich eine schlaue Idee, mach ich dir nach. Danke für den Tipp mit dem Bestäuben.
Geht das wohl auch mit einer männlichen Blüte, die schon einen Tag alt ist?
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Sophie0816 » So 28. Jun 2020, 18:13

Worma hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 16:30
Danke für den Tipp mit dem Bestäuben.
Geht das wohl auch mit einer männlichen Blüte, die schon einen Tag alt ist?
Probiere es aus und verrate es uns. :)
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Eberhard » So 28. Jun 2020, 22:47

Größenordnung, die eher für die Großfamilie gedacht ist?!?
Um mal auf den Thementitel hinzuweisen: Bio soll ja nicht nur zum Angucken und Freuen und Kosten dienen, sondern mal richtig Grundlage für Ernährung sein.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Sophie0816 » Mo 29. Jun 2020, 13:51

Eberhard hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 22:47
Größenordnung, die eher für die Großfamilie gedacht ist?!?
Um mal auf den Thementitel hinzuweisen: Bio soll ja nicht nur zum Angucken und Freuen und Kosten dienen, sondern mal richtig Grundlage für Ernährung sein.

Das interessiert mich auch, Eberhard. Wieviele Personen versorgst du mit deinem Garten, mit wieviel Quadratmeter?
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Eberhard » Mo 29. Jun 2020, 16:46

140 Quadratmeter im Garten plus knapp 30 Quadratmeter Außenbereich, letzterer überwiegend für Kartoffeln und Kürbis, der Kürbis darf dann in die Wiese wachsen, weil er sehr viel Platz braucht.
Das Ganze für einen 1-Personen-Haushalt, so als halber Selbstversorger.
Da sind dann auch ein paar Erdbeeren und Bohnen und Tomaten und einige Kräuter zum Würzen und für Tee und weiteres dabei. Mit manchem will man ja auch über den Winter kommen.
Selber esse ich gerne und viel Gemüse, nicht aus Ideologie, sondern weil es mir wirklich schmeckt - und da kann man sich satt essen ... Gestern gerade war ich zum Grillen mit Wildschweinbratwürsten, und mit meinen Schüsseln Kopfsalat, Roten Beten und Erdbeeren sah es gleich viel bunter aus. Nur etwas Brot und Nudelsalat zu den Würsten würde mich unruhig machen.

Etwas Ideologie ist dabei, wenn ich lieber selbstangebautes Gemüse habe als irgendwo gekauftes:
Gesundungsreihe: Boden – Pflanze – Tier und Mensch
Dabei geht es dann nicht nur um Sekundärstoffe, die keiner kennt und deren Fehlen man vielleicht erst nach Jahren/Jahrzehnten an irgendwelchen Wehwehchen feststellt, sondern es ist nachgewiesen, dass insbesondere die moderne Massenproduktion dazu geführt hat, dass Gehalte an Nähr- und Mineralstoffen und Vitaminen gegenüber dem Stand Ende zweiter Weltkrieg dramatisch abgenommen hat, so als Zahlen 20 ... 80 Prozent.

Und wenn man dann Futter isst statt Heilpflanzen, ist es dann schon wieder normal, sich seine Vitamine und Mineralien aus der Apotheke zu holen.

Vielleicht auch erwähnenswert: Auf die Gartennutzfläche sollte man dann noch etwa 10 Prozent für den Kompostplatz aufschlagen.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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