BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Themen rund ums biologische Gärtnern sind hier richtig. Auch Fragen um Wurmhumus werden hier beantwortet.
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Wurmtraum
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Wurmtraum » So 21. Jun 2020, 05:11

@Kolinarhu
Die Radieschen haben eine kleine Knolle.
Ich zieh, so wie ich die ersten Knollenbildungen sehe welche etwas über die Erdoberfläche herausragen, zum testen heraus. Wenn die dann groß genug sind wird jeden Tag etwas geerntet und dann gibt es fast keine die plötzlich zum "schießen" beginnt und so dann irgendwann zum Blühen kommt.
Wenn die Pflanze blüht und du das Pflanzbehhätnis nicht benötigst bzw. auch genug Platz hast dann kannst ja später die Samen für nächstes Jahr sammeln.
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Wurmtraum » So 21. Jun 2020, 05:17

Ich hatte auch Blattläuse an meinen Kürbisplanzen.
Gemisch aus Schmierseife und Wasser gemacht, in eine Sprühflasche eingefüllt und betroffene Stellen gut eingesprüht. Das ganze sooft wiederholt bis die kleinen Biester weg waren.

Zur Zeit explodiert die Anzahl von jungen Ackernacktschnecken. Kleine und helle Tierchen. Gefräßig ohne Ende.
Ich bin Jägerin ohne Jagdschein :-) und beschütze meinen Salat.
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Stadtfarmerin » So 21. Jun 2020, 09:22

Wurmtraum hat geschrieben:
So 21. Jun 2020, 05:04
@Stadtfarmerin
Das Pilzsrubstrat schaut ja richtig gut aus.
Du hast das alles ohne die keinfreie Prozedur so hinbekommen?
Könntest du Deinen Start und den Werdegang deiner bisher so erfolgreichen Zucht in einem extra Thread schildern?
Gerne würde ich das auch versuchen.
Hab gestern Pilze zum ansetzen besorgt.

Danke! Also noch habe ich ja keine richtig eigen gezüchteten Pilze geerntet. Bin aber mittlerweile optimistisch dass das auch noch klappt.

Steril / keimfrei arbeite ich absolut nicht. Meine Hände wasche ich halt immer gut und den Platz an dem ich arbeite. Gefäße und Gerätschaften werden mit kochendem Wasser überbrüht, dann nochmal kurz kalt, bevor sie zum Einsatz kommen, das war's. Also sauber ja, steril nein.

Einen neuen Thread etwa zum Thema "Unsterile Pilzzucht" könnte ich natürlich schon machen. Allerdings habe ich hier ja schon viel beschrieben. Dann wäre es wohl am Besten wenn die entsprechenden Beiträge in den neuen Thread verschoben werden oder? Ist das gewünscht und von der Moderatorenseite her machbar?

Finde ich toll dass du auch anfängst mit Pilzzuchtversuchen! Ich wünsche dir schonmal viel Erfolg dabei, wir können uns hier gerne austauschen. Welche Pilze hast du denn gekauft?

Wenn du heute schon anfangen willst, dann am einfachsten mit unbedruckter Pappe. Klopapierrole, Kartonage, egal. Kleinrupfen, überbrühen. Dann nimmst ein paar ebenfalls überbrühte Marmeladegläser. Da machst mit einer Gabel Pappestücke rein bis der Boden leicht bedeckt ist. Nun vom Inneren des Pilzstiels kleine Stücke rausschneiden und auf die Pappe legen. Dann nochmal ne loseSchicht Pappe drüber. Danach (wichtig!) überschüssiges Wasser aus dem Glas leeren. Deckel auflegen, nicht zudrehen wegen Sauerstoff. Ab in einen dunklen warmen Küchenschrank oder so und abwarten. Vielleicht kannst du dann schon übermorgen sehen dass den Pilzstückchen ein "Fell" gewachsen ist.
Viele Grüße
Christina
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Worma » So 21. Jun 2020, 19:38

(beet) Liebe Schneckenjäger*innen (ich gehöre auch zu euch, denn die Viecher habe mich schon oft sehr geärgert),

kennt ihr den Unterschied zwischen einer Nacktschnecke und einem Schnegel? Die erstere ist ständige Quellen von Gärtner*innen-Ärger. In diesem Ärger hab ich oft auch die Schnegel getötet und erst nach etlicher Zeit kapiert, dass diese ja eigentlich meine Verbündeten sind! Zu ihrem Schaden sehen sie den gefräßigen Wegschnecken sehr ähnlich und man/frau muss genau hinschauen, um den Unterschied zu erkennen.
Das lohnt sich aber, denn die Schnegel "(...) sind überwiegend Pilz-, Flechten-, Algen- und Aasfresser, oder sie fressen totes Pflanzenmaterial, seltener frisches Pflanzenmaterial. Unter den Schnegeln ist derzeit kaum eine Art bekannt, die so große Populationen aufbaut, dass Nutzpflanzen spürbar geschädigt werden. Über den Tigerschnegel (Limax maximus) ist sogar bekannt, dass dieser andere Nacktschneckenarten vertilgen kann. Weil Schnegel, unabhängig von ihrer Größe, die Eier anderer Schnecken und deren Nachkommen fressen, sind sie vor allem in Gemüsegärten als Nützlinge und nicht als Schädlinge anzusehen.[7]" [https://de.wikipedia.org/wiki/Schnegel)

Im Netz sind etliche Bilder zu finden, auch zu Unterschieden zwischen den beiden Tierarten.
In diesem Sinne: Schont die Schnegel und verbündet euch mit ihnen!

P.S.: Ich selbst versuche zu erkennen, wo das Atemloch sitzt. Bei den Schnegel ist es weiter hinten als bei Wegschnecken. Das für mich beste Erkennungsmerkmal ist aber die Geschwindigkeit, mit der sich die Tiere fortbewegen. Schnegel sind eindeutig schneller!
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Trulllla » Mo 22. Jun 2020, 10:03

(gut)

Ehrlich gesagt, habe ich den Unterschied auch erst hier im Forum gelernt. :)X
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Trulllla » Mo 22. Jun 2020, 10:10

Eberhard hat geschrieben:
Mi 3. Jun 2020, 18:36
Margarete Langerhorst zu Schnecken
Ich mag das weder abtun noch ohne weiteres glauben, aber ich frage mich, wie sich die "mit ausreichend Humus keine Schnecken" -These mit der Tatsache verträgt, dass sich Schnecken in meiner Wurmkiste befinden? Da ist doch Humus pur?

Nach dem Beitrag von Worma zu den Schnegeln muss ich aber vielleicht doch noch mal genauer drauf achten. Bisher kenne ich nur Tigerschnegel, aber vielleicht waren die hellen Viehcher, die ich in der Kiste hatte, auch Schnegel.


edit: @Worma, das mit dem Atemloch ist ein guter Hinweis. Ich habe noch diese Seite hier gefunden:
https://www.schneckenprofi.de/redak/sch ... arten.html
Leider fehlen Fotos, die gibt es dafür hier:
http://www.schnegel.at/index.html?/arte ... niger.html
(sicher gibt es bessere Seiten, die ich auf die Schnelle nicht gefunden habe)
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Stadtfarmerin » Mo 22. Jun 2020, 10:27

@Worma: danke für deinem Beitrag zu den Schnegeln! Die kenne ich bisher nur aus dem Wald und hab sie immer für eine gefleckte Farbvariante der "roten Schnecke" gehalten. Sehr interessant, auch dass das Nützlinge im Garten sind. Muss man sich mal merken.

Zur Düngung von Tomaten mit natürlichen Mitteln, den meisten davon Küchenanbfälle, habe ich eine informative Seite gefunden: https://www.tomaten.de/natuerliche-duen ... r-tomaten/

Ganz zum Schluss wird hier noch das nährstoffreiche Aquarienwasser als Tomatendünger erwähnt. Klar, das mache ich ja bisher bei den Zimmerpflanzen auch so wenn ich bei den Aquarien Wasserwechsel mache. Da wird erstmal ausgiebig gegossen, und den Pflanzen tut es wirklich gut. Mittlerweile gibt es ja auch die Aquaponic. Dort wachsen die Pflanzen wie bei der Hydroponic mit den Wurzeln im Wasser statt in Erde. Nur sind bei der Aquaponic halt die Fische im Wasser und liefern den Dünger, statt ein Flüssigdünger.

Jedenfalls habe ich das gestern erstmal zum Anlass genommen, die Tomaten und Paprika mit Aquarienwasser zu gießen.
Viele Grüße
Christina
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Pfiffikus » Di 23. Jun 2020, 08:47

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der Schwanz. Bei Schnegeln trägt er einen spitzen Rücken, eine Art Kamm. Bei Wegschnecken fehlt dieser.


Pfiffikus,
bei dem diese Tiere mehrere Jahre lang in der Wurmfarm lebten und sich vermehrten
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Worma » Di 23. Jun 2020, 19:47

:D Danke für die Rückmeldungen zu meinen Gedanken zu den Schlegeln!
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Re: BioGärtnern aus Obst und Gemüse- und mit Wurmhumus

Beitrag von Sophie0816 » Fr 26. Jun 2020, 19:59

Stadtfarmerin hat geschrieben:
Do 18. Jun 2020, 20:21
Brennesseljauche klingt prinzipiell auch gut. Ich find Brennesseln eh klasse! Da hab ich allerdings echt Bedenken wegen dem Geruch... Ich meine irgendwo muss ich die Jauche ansetzen und dann müffelt die vor sich hin. Nee das lass ich besser mal. Aber vielleicht könnte ich aus frischen Brennesseln einen Tee kochen und mit diesem düngen.
Ich hab die Jauche auf dem Balkon angesetzt und den Eimer mit einem Tuch abgedeckt. Das ging dann mit dem Geruch. Übel war es, als ich sie dann umgefüllt habe. Das in meiner Wohnung zu tun, war keine gute Idee. (irre) :D Aber auf dem Balkon konnte ich das wegen dem Geruch nicht machen. Da hätte ich auf die Straße gehen müssen.
Also ich kann deine Bedenken nachvollziehen, Christina.


Stadtfarmerin hat geschrieben:
Do 18. Jun 2020, 20:21
Wurmtee habe ich gerade keinen, aber Wurmhumus könnte ich regelmäßig geben. Reicht das den Tomaten und der Paprika von den Nährstoffen? Das sind ja Starkzehrer.

Jetzt habe ich ein paar Erfahrungen. Allerdings mit Zucchini. Die Paprika und Tomate brauchen noch nichts. Zucchini ist jedoch auch ein Starkzehrer.
2 Esslöffel Wurmhumus hat sie gar nicht gemerkt. Das braucht wohl mehr. Auch 100ml verdünnte Brennesseljauche war anscheinend zu wenig. Die Tasse voll Indoorkompost fand sie stattdessen gut und bekommt wieder etwas mehr Farbe. :)
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