Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Nicht sicher in welches Forum Deine Frage gehört? Hier passt alles rein! Nicht nur Kompostwurmiges...
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Eberhard
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Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Eberhard » Mi 19. Sep 2018, 09:44

Wer gerne neu- oder umdenkt, wer gerne etwas mehr das Leben und damit zusammenhängende Vorgänge verstehen will, wer einfach gesünderen und ertragreicheren Boden in seinem Garten möchte, der kann sich richtig neuen Input aus dem nachfolgend verlinkten Youtube-Kanal holen.

Permakultur-Koller

Vorsicht: Es können ganze Weltbilder ins Wanken kommen, Lehrbücher neu geschrieben werden.

Persönliche Bemerkung von mir: Ich bin auch ein wenig in EDV-Programmierung tätig. Dort setzt man große und komplexe Programme gerne aus einzelnen, in der Funktion bewährten Bausteinen zusammen. Solche Bausteine kann man aber auch kopieren oder ausbauen und in weitere Programme einbauen.
Im Maschinenbau und Autobau ist es praktisch genau so. Da hat man standardisierte Elemente (Schrauben, Bolzen, Winkel, ...) und kann daraus beliebige Maschinen bauen, einzelne Elemente austauschen (Reparatur), kaputte Autos "ausschlachten" und Elemente daraus einer weiteren Nutzung zuführen.
Unter diesem Gesichtspunkt ist es verführerisch naheliegend und logisch, dass die Natur schon lange genau so mit dem Leben verfährt. Große Organismen sind zusammengesetzt aus kleinen Organismen (Mikroben), die dann nicht mehr als Einzelwesen auftreten, sondern vergesellschaftet zu Organellen, Zellen, Organismen. Sie machen aber Gleiches oder Ähnliches wie die Einzelwesen. Bei Tod des Superorganismus leben diese Mikroben (in Anteilen) weiter, können den Gesamtverband wieder verlassen und wieder als Einzellebewesen auftreten oder in einen neuen Organsimus über- und aufgehen. Glaube oder gar Wissen um ewiges Leben erhält auf diesem Wege eine neue Basis.
Wenn dann alles so eng zusammenhängt, die Mikrobe im Boden und der Wurm und der Mensch und einiges dazwischen - da dürfte sich für den einen oder anderen auch die Frage nach dem Wie des Zusammenlebens neu stellen
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Pfiffikus » Sa 22. Sep 2018, 00:06

Glück Auf Eberhard!
Eberhard hat geschrieben:
Mi 19. Sep 2018, 09:44
Wer gerne neu- oder umdenkt, wer gerne etwas mehr das Leben und damit zusammenhängende Vorgänge verstehen will, wer einfach gesünderen und ertragreicheren Boden in seinem Garten möchte, der kann sich richtig neuen Input aus dem nachfolgend verlinkten Youtube-Kanal holen.
Habe ich gemacht. Bequem in den Sessen gesetzt, eine Schale Chips vor mir stehen, ein Getränk in der Hand und nun habe ich mir Folge 1 angeklickt.

Uups, die Chips fielen mir fast aus der Schale, wie sich der Herr in das Thema reingesteigert hat. Von entspanntem Video-Erlebnis keine Spur mehr.

Nun ja, man kann geteilter Meinung sein, ob das Chlorophyll lebt, wenn es aus dem frischen Gras kommend durch die Kuh gewandert ist. Ich will noch nicht einmal in Frage stellen, ob Chlorophyll selber überhaupt leben kann.
Echt nachvollziehbar ist auch seine These, dass die Kuh lebendige Zellen verschlingt. Ob die Pflanzenzellen die Darmpassage überleben, nachdem die Kuh die für ihre Ernährung nötigen Nährstoffe rausgezogen hat, halte ich mindestens für fraglich. Aber natürlich enthält Kuhdung lebende Zellen - Mikroben aus der Darmflora. (Egal, was die Kuh gefressen hat)
Nachvollziehbar ist auch die Aussage, dass Zellen bzw. Gewebe durch ein Kochen abgetötet wird.
Nachvollziehbar wäre auch die These, dass Kraftfutter ("Kunstfutter"), das durch den Extruder gepresst wurde, keine lebenden Bestandteile mehr enthält.

Wenn der aber behauptet, dass "Genmanipulierter Mais alles tot und alles kaputt gemacht" sei, da lässt in meinen Augen die Seriosität und Glaubwürdigkeit sehr nach. Selbst frisches Gras ist in seinen Augen wertlos, wenn es zuvor mit NPK-Dünger versorgt worden ist. Warum sollen da keine lebenden Zellen drin sein?

Hier der Schenkelklopfer, bei dem einige Chips zu Boden fielen:
"Chlorophyllkörner befreien sich aus den Zellen, aus den Graszellen und fangen wieder an, ihre alte Kraft zu regenerieren und produzieren Generation nach Generation neue Grünalgen auf der Wiese. Und damit wird die Wiese geimpft oder versorgt mit lebender Substanz..."
Chlorophyll befreit sich also aus dem Kuhdung und wird zu Grünalgen, zu einer komplett anderen Pflanzenart aus einer völlig anderen Pflanzenfamilie?
Wie nun? Frisst die Kuh als nächstes Grünalgen oder wie können sonst "Generation nach Generation neue Grünalgen" entstehen.

Also ich beobachte in allen möglichen Gewässern, in Aquarien und anderen Gefäßen, dass Grünalgen in der Lage sind, ihr Chlorophyll vollständig selbst zu produzieren. Die haben nie und nimmer Kuhdung nötig! Wenn die auf einer Wiese wachsen würden, bräuchten sie keine Kuh.

Was ich bisher immer dachte: An Land leben zum Beispiel Algen in Form von Flechten. Auf einer grünen Wiese sind die aber eher selten zu finden. Und Grünalgen wiederum haben einen ganz ganz anderen Lebensraum, in dem sie in der Regel keinen Kontakt zu Kühen, sondern eher zu Fischen pflegen.


Nun ja, sehen wir die Reihe mal eher als Esoterik an. Sagt er ja selber, dass die Wissenschaftler es nicht begreifen.



Pfiffikus,
der jetzt die Schale mit den Chips in Sicherheit bringt, bevor er dem Herrn noch eine Chance mit Teil 2 geben wird
Zuletzt geändert von Pfiffikus am Sa 22. Sep 2018, 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Pfiffikus » Sa 22. Sep 2018, 00:23

In der zweiten Folge wird dargestellt, dass Mikroben, Zellen und Zellbestandteile nach dem Tode nicht mineralisiert werden, sondern sich in einem Kreislauf der lebenden Substanz bewegen. So so.

Nur frage ich mich an dieser Stelle, wie die lebenden Zellen - ich habe heute viel Salat und Obst verzehrt, in dem die Zellen noch lebendig gewesen sind - meine Darmwand passiert haben sollen, um mich zu ernähren.

Also ich bin jedenfalls heilfroh, dass meine Haut, meine Darmwand und mein Immunsystem das Eindringen von fremden Zellen wirksam verhindern kann. Denn es wollen nicht nur "umgeweste" gutartige Zellen und begehren Einlass, um mit mir Symbiose zu betreiben. Vielmehr treffen wir tagtäglich auf Milliarden von Mikroben, die nichts lieber vernaschen würden, als unser Menschenfleisch.
Dank an mein Immunsystem, dass es normalerweise keine Mikroben eindringen lässt. Denn wenn es doch hin und wieder mal welchen gelingt, dann werde ich üblicherweise krank. Und meine Ernährung funktioniert eben trotzdem, weil die Zellbestandteile in ihre einzelnen Stoffe aufgelöst werden und in einer wassergelösten Form durch die Darmwand diffundieren. Naja, die Diffusion funktioniert schon in etwa so, wie es der Herr beschreibt, nur nicht als bewusster Vorgang, sondern als direkte Folge eines Konzentrationsgadienten.


Pfiffikus,
der gerade erschüttert feststellt, dass gar keine lebenden Zellen mehr in seinen Chips enthalten sind
Eberhard
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Eberhard » Sa 22. Sep 2018, 12:28

Ja, jeder hat seinen eigenen Stil, mit Informationen umzugehen, auch abhängig von der eigenen Motivation, eigenem Wissen und eigenen Denkgewohnheiten. Mancher hält auch schon eine Meinung oder Glauben für Wissen, ungeachtet dessen, dass eine persönliche Wahrnehmung etwas sehr anderes sein kann als objektive Realität. Die Erde ist eine Scheibe. Denn wenn sie eine Kugel wäre, würden wir beim Drehen runterfallen, und das passiert ja nicht.

Irgendwie ist ja das Thema Mikroorganismen. Um da etwas zu sehen, müsste man sich mit einem guten Mikroskop bewaffnen, außerdem müsste man wissen, was man tut und was man da sieht. oder aber man glaubt bis zum Gegenbeweis denjenigen, die zu dem Genannten in der Lage sind. An DNS glauben ja auch einige, ohne sich persönlich von deren Existenz und Wirken überzeugt zu haben ...

Es ist also möglich zu wissen bzw. zu recherchieren, dass Algen nicht nur als zu entsorgende Klumpen im Wasser zwischen den Fischen schwimmen, sondern auch IM Boden leben und dort 10, 20 Prozent (Zahlen schwanken) des Bodenlebens ausmachen. Sie können auch dort assimilieren, also leben (und sich vermehren) und mit Hilfe von Lichtenergie Kohlenhydrate und Sauerstoff erzeugen und somit Leben im Boden antreiben, und das in Tiefen bis 30 / 50 Zentimeter (auch da schwanken Zahlen).

Es wäre auch eine Möglichkeit, den Begriff Chlorophyll (Stoffgruppe) durch Chloroplasten auszutauschen und seine Überlegungen und Schlussfolgerungen damit weiterzuführen. Daraus: "1883 postulierte der deutsche Botaniker Andreas Franz Wilhelm Schimper die symbiotische Entstehung der Chloroplasten ..." - also so neu sind solche Erkenntnisse auch nicht. Man kann aber auch dieses als unbrauchbare Werbung abtun, um sich nicht mit irgendwelchen Fakten seine eigene hohe Meinung kaputtmachen zu lassen.

Zusammenfassend: Mir liegt es fern, überzeugen zu wollen, schon weil ich selber suchend und nicht wissend bin. Wie jeder für sich mit Gedankenanstößen umgeht, ist seine persönliche Sache. Es wird verschieden sein.

Warum muss ich jetzt an einen Ausspruch eines ehemaligen Kollegen denken: "Versuche mal, einem Ochsen Englisch beizubringen. Der macht Muh."
Mit freundlichem Glück Auf!
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Eberhard » Sa 22. Sep 2018, 21:37

Wenn der aber behauptet, dass "Genmanipulierter Mais alles tot und alles kaputt gemacht" sei, da lässt in meinen Augen die Seriosität und Glaubwürdigkeit sehr nach.
Lassen wir mal einen Praktiker sprechen:

Gottfried Glöckner / Ein Landwirt packt aus

Wie steht es jetzt mit Seriösität, wie steht es jetzt mit Glaubwürdigkeit?
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Pfiffikus » Sa 22. Sep 2018, 22:58

Glück Auf Eberhard,
Eberhard hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 12:28
Ja, jeder hat seinen eigenen Stil, mit Informationen umzugehen, auch abhängig von der eigenen Motivation, eigenem Wissen und eigenen Denkgewohnheiten.
das ist hier nicht zu übersehen.


Eberhard hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 12:28
Es ist also möglich zu wissen bzw. zu recherchieren, dass Algen nicht nur als zu entsorgende Klumpen im Wasser zwischen den Fischen schwimmen, sondern auch IM Boden leben und dort 10, 20 Prozent (Zahlen schwanken) des Bodenlebens ausmachen. Sie können auch dort assimilieren, also leben (und sich vermehren) und mit Hilfe von Lichtenergie Kohlenhydrate und Sauerstoff erzeugen und somit Leben im Boden antreiben, und das in Tiefen bis 30 / 50 Zentimeter (auch da schwanken Zahlen).
Ja, das kannst Du gerne glauben, ich eben nicht. Das ist Dein Artikel. Und jeder unserer Leser möge sich selbst ein Bild von dieser These von den unterirdischen Algen machen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Algen nicht im Boden leben können.
Allenfalls können einige langlebige Algensporen im Boden längere Zeit überleben. Aber mehr geht da nicht.
Um dort zu assimilieren, um Kohlehydrate und Sauerstoff zu erzeugen, würden die Algen Licht benötigen. Doch im Boden, in diesen Tiefen, die Du genannt hast, gibt es kein verwertbares Licht, im Lebensraum der Regenwürmer ist es zappenduster. Wie sollen die Algen dort im Boden Sauerstoff und Kohlehydrate produzieren?
Der Boden ist voll von Mikroorganismen, auch in größerer Tiefe. Aber das sind andere Gattungen als Algen.

Wenn die unter die Erde geraten, sterben sie ab, werden von Mikroben und Regenwürmern gefressen. So habe ich mit Hilfe von Algen, die allerdings im Teich gewachsen sind, jahrelang schön viele dicke fette Leckerlies gezüchtet.

Eberhard hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 12:28
Es wäre auch eine Möglichkeit, den Begriff Chlorophyll (Stoffgruppe) durch Chloroplasten auszutauschen und seine Überlegungen und Schlussfolgerungen damit weiterzuführen. Daraus: "1883 postulierte der deutsche Botaniker Andreas Franz Wilhelm Schimper die symbiotische Entstehung der Chloroplasten ..." - also so neu sind solche Erkenntnisse auch nicht. Man kann aber auch dieses als unbrauchbare Werbung abtun, um sich nicht mit irgendwelchen Fakten seine eigene hohe Meinung kaputtmachen zu lassen.
Diese Gedanken würde ich ungern als unbrauchbar abtun. Ganz sicher sind sie auch keine Werbung. Lege mir bitte nicht sowas in den Mund!
Nur muss man eben im Hinterkopf behalten, dass die Wissenschaftler heute wesentlich hochauflösendere Mikroskope zur Verfügung haben, als es 1883 der Fall war. Und Physik, Chemie, Medizin und viele andere Wissenschaften haben zwischenzeitlich gewaltige Fortschritte gemacht und so manche Aussage, die Herwig Pommeresche bestreiten möchte, nachvollziehbar bewiesen. Einen Teil davon darf unsereins gerne dazulernen - oder wenigstens akzeptieren.


Eberhard hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 12:28
Mancher hält auch schon eine Meinung oder Glauben für Wissen, ungeachtet dessen, dass eine persönliche Wahrnehmung etwas sehr anderes sein kann als objektive Realität. Die Erde ist eine Scheibe. Denn wenn sie eine Kugel wäre, würden wir beim Drehen runterfallen, und das passiert ja nicht.
Genau so ist es.

Und so lange die hier verbreiteten Thesen so eklatante Widersprüche enthalten, so lange glaube ich immer noch, dass die Erde eine Kugel ist, so halte ich die von Astro Alex geposteten Fotos nicht für einen Fake, der von einer Verschwörung ausgeheckt wurde.
Aber trotz alledem habe ich nichts dagegen, wenn Du an den Wissensstand von 1883, an die Scheibe und an die unterirdischen Algen glauben möchtest. Ehrlich!


Eberhard hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 21:37
Lassen wir mal einen Praktiker sprechen:

Gottfried Glöckner / Ein Landwirt packt aus
Langsam! Langsam!
Heute habe ich mir erstmal vorgenommen, den Teil 3 von Herwig Pommeresche reinzuziehen. Und da lieferst Du weitere fast zwei Stunden Videomaterial?
Dass das Internet neben seriösen Informationen auch voll von solchen esoterischen Meinungen ist, weiß ich ja bereits.


Pfiffikus,
der noch unschlüssig ist, welches Getränk er sich heute zu den Chips gönnen sollte
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Pfiffikus » Sa 22. Sep 2018, 23:40

Nö, umgeschaltet, anderes Programm. Nach dem 5. Film habe ich aufgehört.

https://www.youtube.com/watch?v=45vAFnGKx0M
und dann das
https://www.youtube.com/watch?v=HVZasmzXZsY


Pfiffikus,
der die Zeit lieber für diese Clips nutzen wird
Eberhard
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Eberhard » Sa 22. Sep 2018, 23:52

Doch im Boden, in diesen Tiefen, die Du genannt hast, gibt es kein verwertbares Licht, im Lebensraum der Regenwürmer ist es zappenduster. Wie sollen die Algen dort im Boden Sauerstoff und Kohlehydrate produzieren?
Der Glaube, andere Lebewesen würden nur genau die gleichen Wellenlängen an elektromagnetischer Strahlung verwerten und benötigen, die wir Menschen als sichtbares Licht wahrnehmen, ist doch Blödsinn. Wie kommt man nur darauf? Das Brett vor dem Kopf schön eng genommen?
Schon übliche Pflanzenlampen verwenden ein recht abgewandeltes Lichtspektrum. Eine Infrarot-Strahlung spürt man sogar als Mensch, auch wenn es zappenduster ist.
die hier verbreiteten Thesen
Wie schon mal gesagt: Ich hinterlege meine Aussagen vielfältig mit Quellen, mit denen man sich eigenständig auseinandersetzen kann, und sei es als Stichwortgeber für folgende weitergehende Eigenrecherchen. Das macht aber richtig Arbeit.
Du kommst dagegen komplett ohne Quelllen aus, sondern erzählst nur, es wäre nicht so, das glaubst Du nicht usw.
Und natürlich hat Deine unbekannte Persönlichkeit unter einem Nickname eine Höchstglaubwürdigkeit und angenommene Vollkompetenz. Du kannst ja beispielsweise der Lebensleistung von Herwig Pommeresche, die im Abspann der Kurzfilme angedeutet wird und woraus dieser seine Aussagen bezieht, WAS entgegensetzen? NULL.

Deine Diskussionen empfinde ich nicht als - sagen wir - wissenserweiternd, sondern nur als Gequatsche und Zeitverschwendung. Vermutlich kann man das als Unterton bei mir heraushören.
Pfiffikus,
der die Zeit lieber für diese Clips nutzen wird
Natürlich passt Kernfusion genau in dieses Thema (Wenn Argumente ausgehen, quatsche eben etwas anderes. Hauptsache schlau reden. Vielleicht merkt es keiner.). Am besten starte mit dem Einbau im Koi-Teich. Eine strahlende Zukunft wird Dir gewiss sein.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Pfiffikus » So 23. Sep 2018, 23:44

Glück Auf Eberhard,
Eberhard hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 23:52
Der Glaube, andere Lebewesen würden nur genau die gleichen Wellenlängen an elektromagnetischer Strahlung verwerten und benötigen, die wir Menschen als sichtbares Licht wahrnehmen, ist doch Blödsinn. Wie kommt man nur darauf? Das Brett vor dem Kopf schön eng genommen?
Naja, ich will Dir mal erläutern, warum das mit infrarotem Licht nichts wird.
Es leuchtet ja ein, dass für die Photosynthese die Moleküle von CO² und H²O wieder zerrissen werden müssen. Für Wasser gilt eine Bindungsenthalpie von -286 kJ/mol in den Tabellen. Für CO² habe ich diesen Wert gefunden: −393 kJ/mol (Quelle)
Nebenbei bemerkt: Das ist die Energie, die später mal wieder frei wird, wenn diese Kohlehydrate wieder verbrannt/verstoffwechselt werden.

a) Wenn man diesen Wert durch die 6,022 · 10²³ Moleküle in einem Mol dividiert, ergibt das einen gewissen Wert, der naturgegeben und unveränderlich ist. Dieser Betrag ist nötig, um ein einzelnes Molekül zu spalten und den Sauerstoff freizusetzen.
b) Die Energie, die in einem Lichtquant (Photon) enthalten ist, kannst Du aus dem Planckschen Wirkungsquantum und der Wellenlänge errechnen.
Bild
Je größer die Wellenlänge wird, je (infra)röter die Strahlung wird, desto weniger Energie enthält das Lichtquant.

Wenn man nun a) mit b) vergleicht, so wird man merken, dass langwellige Strahlung immer weniger Energie mit sich bringt. Und bei einer gewissen Wellenlänge reicht die Energie eben nicht mehr aus, um Photosynthese zu betreiben.

Auch eine Mikrowelle und ein Mobilfunkmast sendet eine elektromagnetische Strahlung aus, die man als seeeehr langwelliges Licht betrachten könnte. Aber es ist nicht das Brett vor meinem Kopf, sondern ein ganz nüchterner Vergleich der Energie, der mich überzeugt, dass keine Grünalge und auch keine andere Pflanzenart in der Lage ist, mit dieser Strahlung in einer Mikrowelle oder unter einem Mobilfunkmast Photosyntese zu betreiben.

Eberhard hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 23:52
Eine Infrarot-Strahlung spürt man sogar als Mensch, auch wenn es zappenduster ist.
Ja klar. Aber wenn meine Haut von nur wenigen Millimeter Boden bedeckt wird, spüre ich auch von Infrarotstrahlung nichts mehr. Wasser absorbiert infrarote Strahlung sehr gut.
Und jeder, der mal in ein Bergwerk oder in einen ordentlichen Keller einfährt, weiß wie viel langwellige Handystrahlung noch da unten ankommt.


Nun gibt es noch einige andere Faktoren, die mit den Eigenschaften von Chlorophyll zu tun haben. Die führen dazu, dass vor allem blaues und auch rotes Licht für die Photosynthese verwendet wird. Da Du mir selber nicht vertraust, verweise ich mal auf die Seite von Ulrich Helmich.
http://www.u-helmich.de/bio/stoffwechse ... farbe.html
Auch wenn Du Dich nicht weiter damit beschäftigen willst, schau Dir wenigstens die Abbildung 3 an! Wie verläuft die Kurve rechts von den 700 nm Wellenlänge? Dass es im unsichtbaren Bereich nicht noch einen Hochpunkt geben kann, habe ich oben schon begründet. Damit begründet allein dieses Diagramm, dass es keine unterirdischen Grünalgen geben kann.
Schon übliche Pflanzenlampen verwenden ein recht abgewandeltes Lichtspektrum.
Stimmt. Die werden idealerweise so abgestimmt, dass sie nur wenig grünes Licht, welches die Pflanze nur schlecht verwerten kann. Dafür wird mehr blaues und rotes Licht emittiert. Damit wird eine bessere Energieeffizienz erreicht. Normale Tageslichtlampen würden Energie mit grüner Strahlung verschwenden.

Du kommst dagegen komplett ohne Quelllen aus, sondern erzählst nur, es wäre nicht so, das glaubst Du nicht usw.
Ja selbstverständlich ist es mein gutes Recht, mir die Taschen zuzubinden und gut zu sortieren, womit ich sie mir füllen lasse. Ja selbstverständlich hast Du dasselbe Recht mit allen Informationen von mir, von Herwig Pommeresche oder von wem auch immer, selbst zu entscheiden, ob Du sie glaubst oder nicht. Gerne darfst Du auch hier rein schreiben, ob Du mir glaubst, oder nicht.
Und jeder Leser unseres Disputes darf ebenso selbstverständlich entscheiden, ob er an unterirdisch lebende Grünalgen glaubt oder nicht.


Du hast natürlich Recht, dass ich hier kaum Quellen angegeben habe. Aber wenn Du danach fragst, dann kann ich Dir gerne verraten, dass uns während meines Studiums der Professor Schröder und der Professor Hesse die Grundlagen der Physik rüber gebracht haben.
Und in der Wissenschaft ist es üblich, dass man sich nicht nur durch irgendwelche Quellenangaben oder Professorentitel Glaubwürdigkeit verschafft. Vielmehr wurden uns während der sehr interessanten Vorlesungen unzählige Experimente gezeigt, mit denen die vermittelten Naturgesetze untermauert wurden.

Nimm als Beispiel das Diagramm, das von Ulrich Helmich veröffentlicht wurde. Du musst ihm nicht glauben, nur weil ich seine Seite verlinkt habe. Du musst ihm auch nicht deshalb glauben, weil er eine Webseite mit diesen Sachen veröffentlicht hat. Das sind allenfalls Indizien. Vielmehr hat er nachvollziehbar beschrieben, wie es jedermann möglich ist, das Absorptionsspektrum einer Alge selbst zu veranschaulichen.
Du brauchst nur ein paar Grünalgen und aerobe Bakterien, schon kannst Du den Engelmannschen Versuch selbst nachvollziehen. Und das verleiht wesentlich mehr Glaubwürdigkeit, als irgendein Professorentitel.

Wie schon mal gesagt: Ich hinterlege meine Aussagen vielfältig mit Quellen, mit denen man sich eigenständig auseinandersetzen kann, und sei es als Stichwortgeber für folgende weitergehende Eigenrecherchen. Das macht aber richtig Arbeit.
Eben das habe ich ja getan. Ich habe mir an diesem verregneten Wochenende ein paar Momente Zeit genommen und war gespannt, was uns Herwig Pommeresche zu sagen hat. Aber der Herr mag von seiner Sache überzeugt sein, er mag Dich überzeugt haben. Aber er konnte mich nicht davon überzeugen, mein Weltbild über den Haufen zu werfen. Es kommt eben auch auf die Qualität der Quellen an.


Und natürlich hat Deine unbekannte Persönlichkeit unter einem Nickname eine Höchstglaubwürdigkeit und angenommene Vollkompetenz.
Quatsch! An dieser Stelle muss ich Dir energisch widersprechen. Wo habe ich das geschrieben?
Damit Du es nicht überliest, schreibe ich es hier noch einmal: Jeder Leser dieser Beiträge hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob er Dir oder mir glauben möchte. Jeder Leser möge selbst entscheiden, wer überzeugender und vor allem logischer argumentiert hat. Ich jedenfalls will niemandem ausreden, an unterirdisch lebende Grünalgen zu glauben. Doch ich nehme mir das Recht heraus, meine Meinung zu diesem Thema hier zu schreiben und zu begründen. Und dasselbe Recht hast Du auch. Nicht mehr und nicht weniger.



Pfiffikus,
der hofft, dass unsere Diskussion hier nicht zu langweilig wird
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Re: Herwig Pommeresche - Kurzfilmreihe

Beitrag von Gartenfee4711 » Mo 24. Sep 2018, 12:05

Hallo ihr Beiden, ne, langweilig nicht. Aber ich bin nur durchschnittlich intelligent und das hier ist ne Stufe zu hoch für mich. Klingt ja wie eine Stunde an der Uni.
Ich glaub auch, man kann sich heut mit sooo vielen Infos zu tausenden Themen zuballern und sicher ist nicht alles davon immer richtig. Muß halt jeder seine Nische finden und selbst entscheiden, was davon für ihn nützlich ist.
Ich stöbere gern auf Seiten, wo die Leute auch praktisch Ergebnisse vorweisen können und gute wie schlechte Erfahrungen teilen. Bis zu den Chips kann ich folgen- die werd ich mir auch besorgen. :)X
Hauptsache, ihr haut euch nicht die Köppe ein, wollen ja noch mehr von euch lesen. (wave) . Liebe Grüsse die Gartenfee
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