Kuhdung zu wumhumus?

Fragen zu Komposthaufen? Haben Sie einen Haufen Pferdemist der entsorgt werden muss?
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cporcher
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Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von cporcher » Sa 23. Feb 2019, 10:39

Hallo Zusammen,

wir haben ca 30t Rinderdung (nur Heu Fütterung) mit Stroh 50:50 in der Zeit von Ende November bis Anfang April. Nicht alles auf einmal sondern alle ca zwei Wochen eine Schicht.

Würde eine Kompostierung mit mistwürmern zu wurmhumus funktionieren? Ohne kompostbereiter umsetzen etc. Und bis zur nächsten stallzeit (Ende November)?

Wir haben leider keinen Platz zum lagern sonst.

Vielen Dank und Grüße
cporcher
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von Wurmcolonia » Sa 23. Feb 2019, 11:25

Hallo cporcher,
herzlich (willkommen) im Forum.

Als Stadtmensch kenne ich mich mit Kuhdung oder Pferdeäpfeln nicht so aus, weiß aber trotzdem, dass das ein hervorragendes Wurmfutter ist.

Ob du aber die Menge verarbeiten kannst, kann ich nicht einschätzen. Ich habe allerdings den Verdacht, dass du eine ziemlich große Menge Würmer dafür brauchen würdest.

Außerdem wird auch das Thema "Heissrotte" eine große Rolle spielen. Dazu habe ich einen alten Thread gefunden:

http://www.wurmwelten.de/forum/viewtopi ... &hilit=Kuh

Vielleicht hilft dir dieser ja schon etwas zum Einstieg in das Thema. Und möglicherweise findet sich hier im Forum ja auch noch jemand, der sich mit dem Thema auskennt?

Wurmige Grüße und ein schönes, sonniges Wochenende
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von Pfiffikus » Sa 23. Feb 2019, 11:27

Hallo cporcher,

herzlich willkommen im Forum!
cporcher hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 10:39
wir haben ca 30t Rinderdung (nur Heu Fütterung) mit Stroh 50:50 in der Zeit von Ende November bis Anfang April. Nicht alles auf einmal sondern alle ca zwei Wochen eine Schicht.
Also verstehe ich das richtig? Der Dung verbleibt im Stall und es entsteht von Woche zu Woche eine immer dicker werdende Schicht Mist?


Würde eine Kompostierung mit mistwürmern zu wurmhumus funktionieren? Ohne kompostbereiter umsetzen etc. Und bis zur nächsten stallzeit (Ende November)?
Versuch macht kluch!
Also nach meiner laienhaften Meinung sollte es völlig unschädlich für die Rinder sein, wenn Du Dir im Herbst, am Beginn der Saison einige Tausend Kompostwürmer (Eisenia f. oder Dendrobena) bestellst und diese gleichmäßig im Stall verteilst. (Kann mir gut vorstellen, dass Dir Jasper bei solchen Abnahmemengen einen Spezialpreis machen kann.?) Diese dürften sich dann im Mist verkriechen und mit ihrer Arbeit und mit ihrer Vermehrung beginnen. Hoffentlich werden nicht so viele von ihnen tot getrampelt!

Es ist auch gut möglich, dass einige Würmer von selbst aus Nachbars Garten oder Misthaufen den Weg in Deinen Stall finden. Nur werden sie sich dann wohl kaum zahlreich genug vermehren können, um diese Mengen zu verarbeiten.

Wir alle werden vor Dir ehrfürchtig den Hut ziehen. Denn wohl keiner von uns hat eine Wurmfarm von dieser 30t-Dimension am Laufen.


Im Oktober wirst Du sehen können, wie viel von dem Mist zu Kompost verarbeitet worden ist. Und Du wirst entscheiden müssen, ob Du aus dem entstandenen Erdhaufen einige Tausend Würmer für die kommende Saison sammeln möchtest oder ob Du lieber wieder Nachschub bei Jasper bestellst.


Pfiffikus,
der trotz alledem vorher noch die Meinung des zuständigen Veterinärs Deines Vertrauens einholen würde
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von Trulllla » Sa 23. Feb 2019, 12:10

Einen Spezialpreis für eine große Menge Würmer gibt es schon unterm Stichwort Pferdemistentsorgung.
https://wurmwelten.de/shop/?cat=c11_Pfe ... ermer.html
Ich würde mich auch von Jasper (dem Wurmwelten-Shop-Inhaber) beraten lassen. Vielleicht hat er da schon Erfahrung.
Ich würde aber vermuten, der Mist wird aus dem Stall entfernt...
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von cporcher » Sa 23. Feb 2019, 12:14

Danke für die schnelle Antwort.
Ich habe einen Unterstand auf den regelmäßig frisches Stroh kommt aber Matratze bleibt bis April....wenn das passt. Der andere Unterstand zieht mit den Rindern und dieser Anfall würde extra anfallen und kommt auf einen Haufen oder kann weg in nen anderen betrieb. Wie es wurmtechnisch geht. Im April kommen die Tiere auf die Weide und zurück bleiben im „besten Fall“ 30t Mist. Auf zwei Haufen.

Dieser soll bis Ende November umgewandelt sein. Ich dachte ich mache eine Schicht, Würmer drauf, eine Woche später nächste Schicht, usw bis alles auf einem Haufen ist. Abgedeckt mit Vlies oder in dem Unterstand.

Ich habe leider Nur die Möglichkeit komplett Kompost oder alles weg und das möchte ich auf keinen Fall.

Würde das gehen? Wurmmasse wird gekauft.
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von Trulllla » Sa 23. Feb 2019, 12:17

Wir haben hier vermutlich alle zuwenig Ahnung von Rinderzucht...
Willst du die Würmer dann nur saisonal, im Sommerhalbjahr einsetzen, oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Auf jeden Fall die Heissrotte im Blick behalten, und wie gesagt, ich würde Jasper mal kontaktieren. Er ist wohl über Whatsapp gut erreichtbar.

Und ich glaube, er experimentiert auch gerne mal. :)
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von cporcher » Sa 23. Feb 2019, 12:55

Ich würde die Würmer entweder mit dem fertigen wurmhumus auf die baumscheiben ausbringen und im April neue bestellen oder im Keller einen Teil durchbringen und mit Garten und Haushalt“müll“ füttern. das ist alles nicht nicht zu Ende gedacht.

Ich hatte schonmal eine Anfrage gestellt aber noch keine Antwort bekommen und deswegen über das Forum mein Glück probiert:)
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von Eberhard » Sa 23. Feb 2019, 22:13

30 Tonnen Mist von Heu und Stroh fressenden Rindvieh (kein Kraftfutter, keine Scheißerei wegen fehlgeleiteter Verdauung) - Du Glücklicher. Wieviel ist das in Kubikmetern?
Kuhdung wird auch im Gartenmarkt angeboten, und scheinbar gibt es Käufer dafür.

Ich habe da auch keine eigene Erfahrung, nur etwas angelesen. Die Wurmkompostierung in Vollständigkeit sehe ich ähnlich wie die Vorredner kritisch. Die Mengen an Würmern musst Du erst einmal haben und dann auch behalten, immerhin gibt es auch Freunde, die auf ein derartiges Futterangebot auch anspringen werden und optimistische Planungen ganz schnell durchkreuzen können.

Ich würde primär auf normale Verrottung setzen und die Würmer nur als Zusatzarbeiter betrachten bzw. als Dienstleistende für einen verarbeitbaren Anteil.
Mit Stroh, Heu und Dung hast Du schon die wesentlichen Zutaten (C, N). Wünschenswert wäre ein Zumischung von etwa 20-30 Prozent Mineralischem. Das muss kein Mineralmix sein, etwas minderwertige Erde tut es auch schon. Nach Vorhandensein etwas Holzasche, Kalk, Urgesteinsmehl zugeben, und wenn Du dann noch Pflanzenkohle hättest, würde das zum einen den tätigen Mikroben Lebensraum geben und zum anderen Nähstoffe (Stickstoff) binden, so dass von Haus aus weniger Gerüche durch entweichenden Ammoniak entstehen und der Kompost andererseits reichhaltiger sein wird.

Hervorragend wäre, wenn man diese Zuschlagstoffe zeitgleich mit dem Einstreuen von Stroh einbringt. Man spart sich das spätere Mischen, vor allem aber bessert sich bereits das Stallklima, und der Rotteprozess kann unmittelbar starten, womit Du schon einen zeitlichen Vorlauf erhältst.
Mit dem Verlagern des Mistes auf den Haufen hast Du dann eine erneute Durchmischung sowie Belüftung, so dass Du dann kaum noch weitere Arbeit haben müsstest außer der Regulierung der notwendigen Feuchte.
Daneben wäre für eine Rotte und ein gutes Ergebnis daraus ein vielfältiges Mikroleben gut. Etwas Laub vom vergangenen Herbst (ein Stück Laubwald), zerkleinerter Altputz von einem alten Gebäude, das Moos aus dem Rasen (Anteil Wiese), ein paar Sägespäne, Kehrricht, Rasenschnitt, Grünzeug von urbanen wachstumsfreudigen Pflanzen (Holunder, Haselnuss, Brennnessel, Beinwell, Maistöcke, Schafgarbe, stark riechende Kräuter, Schnitt von der Ligusterhecke uva.) - aus dem Misthaufen wird ein Wertstoffplatz. Etwas Altkompost zur Mehrung hilfreicher Zersetzer ist auch immer eine gute Idee.

Recht oft fällt so etwas bei einem selber oder in unmittelbarer Nachbarschaft an. Mit etwas Vorplanung und Lagerhaltung kann man dann dann entspannt und relativ arbeitsarm loslegen. Und es gibt wirklich Nachbarn, die einem bei der Bereitstellung solcher Materialien gerne helfen, schon weil sich eigene Wege und eigener Aufwand bei der "Entsorgung" deutlich einschränken lassen.

Ich bin also der Meinung, mit solchen herkömmlichen Maßnahmen kommst Du hinsichtlich eines guten Rottezustandes im gewünschten November recht nahe. Die Wurmkompostierung wäre dann ein Zubrot entsprechend der da bestehenden Möglichkeiten.

Oben schrieb ich, dass ich keine Erfahrung zur Kompostierung von Kuhmist habe. Ich habe allerdings mittlerweile Erfahrungen und Erfolge bei der Kompostierung von Fichtenreisig im Kubikmeterbereich, und das ist als Ausgangshauptstoff deutlich schlechter gestellt.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von hajo31 » Fr 22. Mär 2019, 09:46

wir haben 30 Rinder , alles wird won Würmern verarbeitet , es dauerte vor 2 Jahre bis bis ausreichend Würmer vorhanden waren aber jetzt plant et wurnderbar
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Re: Kuhdung zu wumhumus?

Beitrag von Trulllla » Fr 22. Mär 2019, 18:44

cporcher hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 12:55
Ich würde die Würmer entweder mit dem fertigen wurmhumus auf die baumscheiben ausbringen und im April neue bestellen oder im Keller einen Teil durchbringen und mit Garten und Haushalt“müll“ füttern. das ist alles nicht nicht zu Ende gedacht.

Ich hatte schonmal eine Anfrage gestellt aber noch keine Antwort bekommen und deswegen über das Forum mein Glück probiert:)
Hallo cporcher,
Ich weiß nicht, ob du inzwischen mehr Infos bekommen hast, hier jedenfalls mal der Link zum Whatsapp-Support von Wurmwelten: https://www.wurmwelten.de/whatsapp-support/
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