Dicke fette Maden in der Wurmkiste

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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von SuMiXaN » Mo 29. Jul 2019, 14:46

Wurmwelten hat zwei Arten von Pellets, den Mineralmix und das Wurmfutter. Beide sind nicht zwingend erforderlich.

Der Mineralmix liefert, wie der Name schon sagt, benötigte Mineralien für die Würmer. Man kann ihn ersetzen. Das ist aber aufwendig, verursacht im Normalfall vergleichbare Kosten und ist es für den Hausgebrauch in den meisten Fällen nicht wert.

Das Wurmfutter enthält neben Getreide auch Melasse. Die Würmer fressen das Futter zwar ebenfalls aber der Haupt-Nutzen scheint die Förderung der Bakterien und damit der Rotte zu sein. Das ist besonders nützlich, wenn man einen Teil des Wurmhumus entnimmt und danach mit verbrauchter Erde oder einem Kokosblock die Wurmkiste wieder auffüllt. Das neu eingebrachte Substrat wäre dann recht steril, die Würmer verteilen die Bakterien aus dem verbliebendem Wurmhumus in dem neuen Substrat und das Wurmfutter fördert dann deren Wachstum und die Zersetzung von weiteren Küchenabfällen. Es ist ebenfalls nicht notwendig, lohnt sich aber beim Aufsetzen einer neuen Wurmkiste oder nach starken Eingriffen.

Beide Arten von Pellets können auch genutzt werden um zu feuchte Stellen zu bekämpfen. Sie speichern Wasser bevor sie gefressen werden.

Gruß
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Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von Mydranix » Do 22. Aug 2019, 16:58

also ich denke das ist ne ente.

aber es kann sein. mir ist bekannt dass vor ein paar jahren auch schon welche in nem netzt von einem fischer steckten.
das war im kleinen belt bin ich in der meinung, kann es jetzt aber icht genau sagen.
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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von Wurmtraum » Fr 23. Aug 2019, 06:15

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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von 's Biberweibchen » Fr 11. Okt 2019, 21:37

Wenn ich Maden in der Mülltonne habe, streue ich etwas Kieselgur auf Boden und Wände. Das trocknet die Maden aus. Daher gehe ich davon aus, dass das nicht das Mittel der Wahl ist bei einer Wurmkiste. Aber vielleicht hilft das bei der Beseitigung möglicher Fliegeneier und Maden im Mülleimer, so dass von dort aus keine Migration hin zur Wurmkiste mehr passieren kann.
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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von Trulllla » Sa 12. Okt 2019, 11:18

Danke für den Tipp, s`Biberweibchen (obwohl ich noch gar nicht weiß, was Kieselur überhaupt ist :oops: ). In der Biotonne habe ich die nämlich auch, zumindest im Sommer.

Bei der Wurmkiste hätte ich dann aber die Befürchtung, dass es auch die Judels austrocknet.
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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von Gao » Sa 12. Okt 2019, 11:43

Hab da mal bisle rumgegoogelt zum Kieselgur..
Nen direkten Bezug zu Erdwürmern konnt ich auf Anhieb nicht finden.
Den Beschreibungen nach würde ich das aber weder auf den Kompost noch zu den Würmer ins Fass geben.
zb das:
Die Mikro-Körnchen sind sehr scharfkantig und perforieren schnell den äußeren Schutzpanzer der Insekten. Die kleinen Lästlinge und Schädlinge trocknen dadurch schnell aus und sterben ab.
Wenn das Zeug Chitin-Panzer durchdringt will ich ned wissen was das mit den Judels macht. :?
Echt innteressant hab bisher auch noch nie davon gehört :oops:

Um zu minimieren das man was einschleppt reichen auch paar Tage bei -20 Grad im Tiefkühler für das Futter ;)
Zuletzt geändert von Gao am Sa 12. Okt 2019, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von 's Biberweibchen » Sa 12. Okt 2019, 12:06

Trulllla hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 11:18
Danke für den Tipp, s`Biberweibchen (obwohl ich noch gar nicht weiß, was Kieselur überhaupt ist :oops: ). In der Biotonne habe ich die nämlich auch, zumindest im Sommer.

Bei der Wurmkiste hätte ich dann aber die Befürchtung, dass es auch die Judels austrocknet.
In die Wurmkiste würde ich Kieselgur auch nicht tun. Aber in der Restmülltonne vor allem im Hochsommer, oder im Abfalleimer sorgt Kieselgur wegen seiner austrocknenden Eigenschaften wie gesagt dafür, dass Maden und Eier von Schädlingen vernichtet werden. In Ställen kann das auch eingesetzt werden gegen Milben, Flöhe, Zecken und dergleichen. Zusätzlich hat Kieselgur auch entkeimende Eigenschaften, weshalb vor allem Hühnerställe regelmäßig damit versorgt werden. Milben, egal ob Grasmilben oder Hausstaubmilben, kann man ebenfalls sehr gut damit bekämpfen, oder auch Ohrmilben zum Beispiel bei Katzen und Hunden. Innerlich mit Wasser eingenommen wirkt es antiparasitär, also gegen Würmer, was ein deutlicher Hinweis ist, dass es NICHTS in einer Wurmkiste zu suchen hat.
Kieselgur ist im Grunde sehr fein gemahlener Kies aus Flussbetten, der Hauptbestandteil Silizium. Bei Hautproblemen, die von bakterieller Besiedlung begleitet werden, so auch bei nässenden und nicht heilenden Wunden, kann man Kieselgur ebenfalls äußerlich auftragen ohne Schaden zu nehmen. Trocken aufgetragen im Fell unserer Vierbeiner, oder auf unseren Köpfen, sorgt Kieselgur für kräftigeren Haarwuchs und für seidigen Glanz. ;-) Es reinigt eben auch verstopfte Poren und bindet Giftstoffe. Aber was Mensch und allerlei Tierarten gut tut, schadet eben anderen und nicht nur Parasiten, bzw. Schädlingen.

Also, wie ich zuvor im vorigen Beitrag schon schrieb, kannst Du damit sehr gut die Fliegenlarven und Maden im Abfalleimer loswerden, denn auch etwaige Eier werden davon beseitigt. In Terrarien, Aquarien, Wurmkisten usw. sollte das nur zur desinfizierenden Reinigung Einsatz finden, wenn KEINE Tiere drin leben, und danach auch sehr ordentlich ausgespült werden, um keinesfalls Reste drin zu belassen.
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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von Gao » Sa 12. Okt 2019, 12:11

Hattest in nem andere Thread ja gefragt wegen dem Einsatz beim Kompost.
Wenn du den Kompost später zum verfüttern brauchen wilst ist hald die Frage wieviel davon im Kompost verbleibt und dann bei den Würmern landet...

ps. Tob dich ruhig aus mit deiner Schreibwut freu mich immer was zu lesen zu haben hier ;)
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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von 's Biberweibchen » Di 15. Okt 2019, 11:00

Ist Kieselgur nicht auch im Urgesteinsmehl vorhanden? Und ist das also der Grund weshalb man das Urgesteinsmehl o vorsichtig zufügen sollte?
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Gao
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Re: Dicke fette Maden in der Wurmkiste

Beitrag von Gao » Di 15. Okt 2019, 13:01

's Biberweibchen hat geschrieben:
Di 15. Okt 2019, 11:00
Ist Kieselgur nicht auch im Urgesteinsmehl vorhanden? Und ist das also der Grund weshalb man das Urgesteinsmehl o vorsichtig zufügen sollte?
Hmm schwierige Frage..
Das Spektrum von Urgesteinsmehlen ist ja riesig könnte schon sein das es Sorten gibt wo Kieselgur bei ist.
Wäre mir bis heute aber noch nicht untergekommen.
Ist auch um ein vielfaches teurer als das Steinmehl.
Das eine ist biologischen Ursprung (fossile Kieselalgen Diatomeen) und das andere schlichtes Gestein (meist Diabas/Basalt) also vulkanischen Ursprungs.
Die Hauptwirkung von Kieselgur wird ja durch die extreme kleinen scharfen Partikel verursacht.
Kieselalgen bestehen zum größten Teil aus amorphem (nicht-kristallinem) Siliciumdioxid. Das ist ein sehr porenhaltiges Material dessen Partikel, egal wie fein man sie vermahlt, immer scharfkantig sind.
Gesteinsmehl wird kaum so fein gemachlen und wäre auch wenn nicht scharf.
Vlt haben wa ja hier iwo nen Geologen der sich noch besser auskennt :?
Der Grund wiso man beim Urgesteinsmehl aufpassen muss ist weil der PH Wert dadurch beeinflusst wird.

Gruss Gao (wave)
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