Katzenhaare als Futter

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Re: Katzenhaare als Futter

Beitrag von Pfiffikus » Fr 8. Jun 2018, 09:48

Rumbleteazer hat geschrieben:
So 3. Jun 2018, 22:24
mir fressen die Würmchen die Haare vom Kopf ^^. Die lieben Haare über alles. Eine Hand voll ist innerhalb von Tagen verputzt.
Darf ich mal ganz ganz indiskret sein?

Wie lang trägst Du denn Dein Haar bzw. wie lang sind die Haare, die Du den Würmern vorsetzt?


Pfiffikus,
der das bei der nächsten Gelegenheit auch mal probieren wird
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Re: Katzenhaare als Futter

Beitrag von Wurm-Bine » Fr 8. Jun 2018, 10:13

Ich hab mich nicht getraut zu fragen, aber meine Vermutung wäre auch Richtung Haarlänge gewesen. Ich kann ca. 30cm lange Proteinquellen bieten. Die binden dann den fertigen Humus schön zusammen. Seit ich sie klein schneide, kann ich sie im fertigen Humus auch nicht mehr ausmachen. Sind einfach zu kurz dafür.
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Re: Katzenhaare als Futter

Beitrag von Pfiffikus » So 10. Jun 2018, 09:27

Rumbleteazer hat geschrieben:
Fr 8. Jun 2018, 14:39
Ich gehe im Jahr zwei mal zum cutten. Einmal im Frühjahr... wenn kein Frost mehr droht, und einmal im Spätsommer. Über den Winter hin müssen die Haare mindestens schulterlang sein.
Die nächste Frage: Hast Du schon mal, zum Beispiel mittels eines Zahnstochers, geprüft, ob in den Wurmausscheidungen noch Fasern oder Haare zu finden sind? Feinste kurze Katzenhaare wären wahrscheinlich schwer wiederzufinden. Aber solche Haare wie Deine...

Frauenhaar kommt für solche Tests mit lebenden Würmern wohl kaum in Frage. Mir graust es, wie viel Chemie sich so manche Frau in die Haare schmiert.
Ich kann es mit meinen Haaren nicht wirklich testen.


Pfiffikus,
bei dem bei jedem Schnitt immer nur wenige Millimeter anfallen
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Re: Katzenhaare als Futter

Beitrag von Eberhard » So 10. Jun 2018, 11:50

Die Wissenden unter Euch sollten aber nicht so tun, als würden die Würmer alles direkt und unmittelbar verspeisen, von wegen Haarlänge und so und dann dem "Stuhlausgang".
Da sind in jedem Substrat jede Menge anderer Lebewesen zugange. Ich würde behaupten, da sind dann nicht nur Zuträgerdienste zur Wurmfutterbereitung dabei, sondern da finden auch lösgelöst völlig eigene Verwertungsvorgänge statt und zwar in Massen.
Wenn ich meine Komposthaufen anschaue: Die müssten angesichts der relativ geringen Würmerzahl in ihrer Umsetzung stehenbleiben. Tun sie aber nicht. Ergo: Würmer sind Ergänzungsspieler.
Mit freundlichem Glück Auf!
Eberhard
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Re: Katzenhaare als Futter

Beitrag von Pfiffikus » So 10. Jun 2018, 20:57

Eberhard hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 11:50
Die Wissenden unter Euch sollten aber nicht so tun, als würden die Würmer alles direkt und unmittelbar verspeisen, von wegen Haarlänge und so und dann dem "Stuhlausgang".
Genau so denke ich auch.
Ich halte es zwar nicht für ausgeschlossen, dass die Würmer diese Haare gleich selber verspeisen. Nur mit dieser Warnung kann ich nicht so viel anfangen:
Rumbleteazer hat geschrieben:
So 3. Jun 2018, 22:24
Ich weis ja nicht, wie es bei euch aussieht... mir fressen die Würmchen die Haare vom Kopf ^^. Die lieben Haare über alles. Eine Hand voll ist innerhalb von Tagen verputzt. Aber auch hier... zu viele Proteine.
Da es sich in der Hauptsache um Keratin (Horn) handelt, dürften diese Proteine im Laufe einer Darmpassage noch nicht für den Wurm verfügbar werden. Horn zersetzt sich nur langsam und ist deshalb sehr schwer verdaulich.
Nicht auszuschließen ist, dass die Haare leicht fettig sind und den Würmern aus diesem Grunde munden. Der am Haar heftende Talg wäre für die Würmer in der Tat sofort verfügbar.

Rumbleteazer hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 11:57
In der oberen Kiste sind die Harre zu gut 70% verdaut.

In der nächst tieferen Ebene sind die Faserstoffe nicht mehr auffindbar.
Ja diese Worte passen schon besser in mein Weltbild. Die Haare zersetzen sich eben nur langsam. Aber infolge der geringen Stärke von Haaren passiert die Zersetzung schneller, als bei Hornspänen oder gar bei Hörnern, die im Ganzen vergraben werden. Und infolge dieser Geschwindigkeit ist das enthaltene Protein nur sehr langsam verfügbar - dabei dürfte das Haar den Wurm schon lange wieder verlassen haben.

Rumbleteazer hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 11:57
Asseln fressen auch gerne daran rum.
Zweifellos! Für sie dürfte es ebenso schwer sein, das Keratin selbst direkt zu verdauen. Doch die Asseln könnten die Haare sogar zerkauen. Selbst, wenn das Horn chemisch noch nicht aufgeschlossen ist, dürfte für Dich mit dem Mikroskop nicht mehr viel von den zerkauten Haaren zu sehen sein.



Wie dem auch sei - jetzt habe ich eine Handvoll meiner eigenen Haare (Aluminiumblond, 5mm lang, chemisch völlig unverseucht) sicher gestellt. Vorgesehen ist es, davon einige Köder im Garten und in der Wurmfarm auszulegen und zu beobachten.


Pfiffikus,
der sehr gespannt ist, wer diese Haare zu sich nehmen wird
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