Californische Rotwürmer

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
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*Ces*
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Californische Rotwürmer

Beitrag von *Ces* » Mi 30. Mai 2018, 10:53

Hallo zusammen, (wave)

hat jemand Erfahrung mit den Californischen Rotwürmern?

Habe eine Nachfrage beim Lieferanten gestellt und folgende Antwort bekommen:

(Meine Anfrage: :?

Ich will eine Wurmbox anlegen, welche zum verwerten von Biomüll ist.
Sind die Californischen Rotwürmer auch dafür geeignet? Oder sind das eher Kompostwürmer wie die Dendros (starkes Fluchtverhalten).)

Alle 3 Arten sind für die Wurmbox geeignet. Geflüchtet wird nur , wenn das Klima nicht i.O ist. Meist beim Starten der Wurmkiste. Es wird algemein empfohlen mit Kokoserde zu starten. Nur die hat einen hohen Salzgehalt und muss recht lange gewaschen werden. Salz unter 1%
.

Was haltet ihr davon?

Danke schon mal vorab für die Hilfe

Ves
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Re: Californische Rotwürmer

Beitrag von Wurmcolonia » Mi 30. Mai 2018, 15:38

Hallo Ces,

da es sich bei dem Namen "Californische Rotwürmer" um einen sogen. volkstümlichen Namen handelt, wäre es wichtig zu erfahren, welchen wissenschaftlichen Namen dieser Wurm hat. :?:

Stephan Kloppert hat dies auf seiner Website erklärt: http://www.worm-composting-help.com/rot ... aufen.html

Er meint, mit dem o.g. Namen könnte der „Lumbricus rubellus„ oder „Eisenia fetida„ gemeint sein. Der erste Wurm ist ein Regenwurm und kein Kompostwurm. Mir ist nicht bekannt, dass der in einer Wurmfarm gehalten werden könnte. Eisenia fetida ist eine der Kompostwurmarten, der auch als "Stinkwurm" oder "Mistwurm" bekannt ist, aber sicher auch noch andere volkstümliche Namen hat, und sich für eine Wurmfarm bestens eignet. Es ist daher wichtig zu erfahren, welcher Wurm (der wissenschaftliche Name!) sich hinter dem Californischen Rotwurm tatsächlich verbirgt.

Ich habe übrigens seit gut zwei Jahren Dendros. Nur ganz am Anfang sind mir mal einige wenige ausgebüxt und wollten die Umgebung erkunden (cry) . Nachdem sie sich in meinen Kisten eingelebt hatten, ist keiner mehr auf Wanderschaft gegangen :)X . Wenn allerdings mehr als eine eine mittlere einstellige Zahl Wümer auf den Wänden rumkriechen (wall) , weiß ich, dass sie Futter suchen. Dann gebe ich ihnen etwas, das sie schnell verwerten können (z.B. Haferflocken oder ausnahmsweise auch mal Mehl oder ein anderes Leckerli :D ) und etwas das sie kurze Zeit später verwerten können (z.B. Salatblätter) und alles ist gut. Das kommt aber relativ selten vor.

Wurmige Grüße
Wurmcolonia
Kompostwürmer, die kleinen Meister des Recyclings.
Otto, der Kompostwurm, erzählt von seinem Leben in der Wurmkiste auf https://wurmcolonia.blogspot.de
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Re: Californische Rotwürmer

Beitrag von Rumbleteazer » Mi 30. Mai 2018, 17:53

Grüßgucksi Ces (Namen vergessen *schäm*),

grundsätzlich lassen sich die meisten Würmer halten. Einige Arten sind anfängerfreundlich, andere sind eher für Profis gedacht.

Als pflegeleicht sehe ich Fedita und Andrei. für Fortgeschrittene die Hortensis und für Vollprofis die Tauwürmer (davon gibt es in Deutschland bis jetzt nicht eine Farm). Für Experten z.B. den Smaragdwurm.

Zu den Regenwürmern in den USA: es gibt dort keine einheimischen Regenwürmer. Die Populationen sind in der letzten Eiszeit vernichtet worden. Alle Würmchen, die es derzeit dort zu finden sind, stammen aus Europa. Somit gibt es keinen Californischen Rotwurm ;)

Ich hatte in meinem Archiv noch einen Interessanten Artikel passend zum Thema gefunden (ja, ich befasse mich sehr intensiv mit unseren kleinen Freunden). Ich geb hier mal den Link zum besten, zum kopieren ist das zu viel.

Viel Spaß beim lesen, Dirk

https://www.mdr.de/wissen/umwelt/regenw ... v-100.html
Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.... die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.

Man schimpft mich Dirk, aber auf Olli höre ich auch ;)
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Re: Californische Rotwürmer

Beitrag von *Ces* » Mi 30. Mai 2018, 18:31

Danke für eure Antwort.

Habe auf der Facebookseite von „Havelwurm“ folgende Information gefunden.
„Im Augenblick arbeiten wir an unserer Sonderkultur Rote Kalifornier . Mit ihrer tiefroten Farbe und einer Größe von bis zu 12cm ziehen sie mit den Dendros gleich, werden aber nicht so dick. Sie sind sehr,sehr lebendig am Haken und kommen mit der Sommerhitze super klar. Wer auf Aale fischt kommt an ihm nicht vorbei.“
Gehe dann mal davon aus, dass es dann für Fortgeschrittene eher was ist. Aber schön sehen sie aus.

Und wenn alles gut geht und ich es lange Pflege, werde ich, wenn ich in Rente gehe mir die Smaragdwürmer zulegen. (In 20-25 Jahren 😂😂😂)

Schönen Abend euch noch

Ces
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Re: Californische Rotwürmer

Beitrag von Rumbleteazer » Mi 30. Mai 2018, 22:27

Aale zieht man mit Tauwürmern oder Gründlingen ;)
Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.... die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.

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Re: Californische Rotwürmer

Beitrag von Rumbleteazer » Fr 1. Jun 2018, 14:59

Die Smaragdwürmer... Ja, die würden mich ja auch reizen. Nur ist eine Entnahme aus der Natur eine schwere Straftat, die nicht unter 99 Jahre Haft bestraft wird *gg*. Ich muss mich da mal schlau machen, ob man da eine Sondergenemigung bekommen kann.
Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.... die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.

Man schimpft mich Dirk, aber auf Olli höre ich auch ;)
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