Hundekot und Würmer

Gibt es Probleme in der Wurmfarm? Möchtest Du Deine Can-o-Worms verbessern oder Dein Wurm Cafe säubern? Hier gibt es Tips und Fragen auf häufige Antworten!
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Hundekot und Würmer

Beitrag von blackrosemuc » Sa 4. Aug 2018, 11:47

Liebe Gemeinschaft,
ich bin neu hier und habe folgende Frage: Meine drei großen Hunde produzieren doch ziemlich viel Kot. Bisher habe ich ihn in die Kleinkläranlage geworfen (mein Haus ist nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen). Für den Restmüll, der nur alle 14 Tage geleert wird, sind die Mengen zu viel. Jetzt habe ich gelesen, dass man mittels Kompostwürmern den Kot verwerten könnte. Auf den normalen Kompost soll man ihn wohl eher nicht werfen.

Nun meine Frage: Wie fange ich an? Ich habe erst mal 250 Stück Würmer bestellt, und zwar die hier:
https://www.amazon.de/dp/B01KCC9WAO/ref ... 01_TE_item
Sind das überhaupt die richtigen Würmer?

Eine Wurmbox ist mir zu teuer, die kostet ja um die 100 Euro. Könnte man das auch mit Plastik-Blumentöpfen machen? Wie sollte ich das genau aufbauen? Ein wenig Grünzeug und Küchenabfälle mit rein?

Und ganz wichtig: Wie verhindere ich, dass sich Fliegen drüber hermachen? Wir haben hier am Land etliche und ich brauche nicht noch mehr davon.

Danke für eure Tipps.
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von Rüdiger » Sa 4. Aug 2018, 12:25

Ja, dass klappt. Du musst mal schauen ob du einen passenden Behälter irgendwo findest.

Schaue mal unter "Dog Poop Composter" so in der Art kannst du das Machen. Deckel gegen Fliegen. Ab und zu kann man den Würmern etwas Zellulose füttern, ansonsten sind Tierexkremente deren natürliches Habitat. Nur Wühl-, Spitzmäuse und Maulwürfe sollten nicht in den Komposter gelangen, weil die mögen wiederum die Würmer gerne fressen.
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von blackrosemuc » Sa 4. Aug 2018, 12:33

Das sind die Dinger, die man eingräbt, oder? Geht das nicht auch oberirdisch, sodass man das Ergebnis verwenden kann? Wühl-/Feldmäuse und Maulwürfe haben wir hier sehr viele und auch Raben (Krähen?), die sich über Würmer sicher freuen.

Das hier habe ich gerade gefunden:
https://pethelpful.com/dogs/Composting-Dog-Waste

Also einfach eine Kunststofftonne, Löcher rein, Deckel drauf. Er schreibt, man kann Grasschnitt druntermischen. Das ist sehr praktisch, da ich eine große Wiese habe und oft nicht weiß, wohin damit. In einer Ecke liegt noch ein ganzer Haufen, der allerdings schon bis zu zwei Jahre alt ist. Ob man den dafür auch noch verwenden kann?

Und soeben noch das hier gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=8RK2mm0wJxM
Bestimmt sauteuer, aber die Idee ist doch ganz gut. Könnte man auch selber bauen. Aber da bräuchte man mehr als nur eine, weil man an den Humus ja nicht rankommt und die Tonne irgendwann voll ist. Oder tragen die Würmer den Humus nach draußen? :D
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von Rüdiger » Sa 4. Aug 2018, 16:18

Die Trockenmasse von Hundekot ist doch sehr gering. Entsprechend wenig Humus wird da als Volumen verbleiben. So das eine größere Tonne wahrscheinlich reichlich mehr als ein Jahr braucht bis sie voll ist.

Gras kann regelmäßig aber nur in geringen Mengen zugegeben werden. Da sonst eine Heißrotte entsteht.
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von blackrosemuc » Sa 4. Aug 2018, 17:20

Du meinst, die Würmer arbeiten das so schnell um? Wie gesagt, es kommen täglich von drei großen Hunden die Haufen dazu. Ah ja, und Heißrotte überleben die Würmer nicht. Leuchtet mir ein.
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von Rüdiger » Sa 4. Aug 2018, 17:48

Man rechnet so die Hälfte der Wurmbiomasse wird täglich an Futter umgesetzt. In so einer Tonne mit reichlich 100 Litern haben bestimmt mal 6.000 Würmer Platz. Das sind dann (6.000 x 0,4g / 2) 1.200 g pro Tag die umgesetzt werden.
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von Rüdiger » Sa 4. Aug 2018, 17:49

Man rechnet so die Hälfte der Wurmbiomasse wird täglich an Futter umgesetzt. In so einer Tonne mit reichlich 100 Litern haben bestimmt mal 6.000 Würmer Platz. Das sind dann (6.000 x 0,4g / 2) 1.200 g pro Tag die umgesetzt werden.
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von Wurmmann » Sa 4. Aug 2018, 18:03

Man rechnet so die Hälfte der Wurmbiomasse wird täglich an Futter umgesetzt. In so einer Tonne mit reichlich 100 Litern haben bestimmt mal 6.000 Würmer Platz. Das sind dann (6.000 x 0,4g / 2) 1.200 g pro Tag die umgesetzt werden.
Das muss ich allerdings korrigieren. ;)
Diese Angaben kommen aus dem Labor. Ich würde das nochmal halbieren und daran denken, dass die Temperatur immer stimmen muss.
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von Pfiffikus » Sa 4. Aug 2018, 23:25

Eine Sache sollte noch erwähnt werden: Sofern Deine Hunde mit einer Wurmkur entwurmt werden, musst Du Dir eine Zeit lang eine andere Möglichkeit suchen, den Kot zu entsorgen.


Pfiffikus,
der keine Erfahrungen zur Karenzzeit beisteuern kann
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Re: Hundekot und Würmer

Beitrag von blackrosemuc » So 5. Aug 2018, 14:35

@Pfiffikus: Meine Hunde bekommen keine Wurmkur und auch keine Antibiotika. Es gibt bessere Wege.

Ich habe gestern noch das Loch gebuddelt und einen großen Eimer (ungefähr die Größe eines Farbeimers) ohne Boden und mit Löchern versehen versenkt. Mir ist eingefallen, dass das auch Vorteile hat: Im Winter friert es nicht so schnell ein und im Sommer bleibt es kühl. Ob das ausreicht, damit die Würmer überleben, wird sich zeigen. Oder seht ihr da schlechte Chancen? Ich möchte das ungern im Haus machen.

Und die ersten zufällig gefundenen Würmer habe ich heute auch schon eingesiedelt. Ca. 3 kg Kot sind schon im Eimer, mit ganz wenig Grasschnitt. Hoffentlich leben die Helferlein noch. Das ist echt spannend. Die Löcher sind auch alle unterhalb der Erde, damit Fliegen keine Chance haben.

Wenn der Eimer zu klein wird, kann ich ja einen zweiten anlegen. Also 1.200 Gramm klingt klase und müsste gut hinkommen. Aber dann braucht's tatsächlich mehrere Eimer oder eine große Tonne. Versuch macht kluch.

Da fällt mir noch eine Frage ein: Irgendwo stand, man solle unten eine Drainageschicht aus Kies anlegen. Ich habe das gemacht, bin aber nicht sicher, ob das so gut war. Von unten können dann ja keine Würmer kommen. Außerdem ist unser Boden sehr lehmig. Aber vielleicht ist es gerade dann sinnvoll? :?:

Mein Nachbar meinte, man solle Branntkalk drüberstreuen, damit erstens Keime getötet werden und zweitens würde der weitere Würmer anlocken.

Und gerade stellt sich mir die Frage: Wozu eigentlich einen durchlöcherten Eimer verbuddeln? Wäre es nicht sinnvoller, einfach ein Loch zu graben und möglichst dicht zu verschließen wegen der Fliegen? :?:
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