Kompostierbare Becher

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
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's Biberweibchen
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von 's Biberweibchen » Fr 11. Okt 2019, 22:56

Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 11. Okt 2019, 22:25
Hallo, sei uns willkommen im Forum!
Dankesehr! ;-)
Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 11. Okt 2019, 22:25
Pfiffikus,
der sie trotzdem den Plastikmaterialien vorziehen würde, weil für diesen Plastikersatz weniger fossile Rohstoffe verwendet werden
Korrekt. Darum bin ich bemüht, möglichst plastikfrei zu leben. Und was ich an Plastik verwende, das wird so lange wie nur irgendwie möglich auf die unterschiedlichste Weise benutzt. In meinem Umfeld achte ich ebenfalls auf entsprechende Veränderungen mit aktiver Handlungsweise.
Zum Beispiel habe ich bei der Tafel vor Ort angeregt, dass die ausgegebenen Plastikbehälter sauber zur Wiederverwendung zurückgebracht werden, ich stelle Brotbeutel für die Tafel aus Stoffresten und Garnresten her, ich lege selbst ausgedachte Bastelanleitungen für nicht bei der Tafel wiederzuverwendende Verpackung aus und zwar vorwiegend für Plastikbecher. Die örtliche Tafel gibt keine Konserven aus, sondern hauptsächlich frisches Obst und Gemüse, was mir bei meinen Aktionen sehr entgegenkommt. Auch bei Arbeitgebern stoße ich Naturschutzverhalten an und biete praktische Empfehlungen.

Wenn Leute erstmal erkennen, was eigentlich los ist, dann werden sie in der Regel auch aufmerksamer. Und wenn diese Leute auch noch sehen, was sie selbst leicht zu verändern vermögen, dann brauchen sie nur eine gewisse Zeit der Konditionierung.
Meine inzwischen erwachsenen Kinder lachen immer noch über meine Ansagen, die sie während ihrer gesamten Kindheit begleitet haben, so zum Beispiel "das kann man noch zum Basteln verwenden" oder "es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung". Erstere Aussage ist inzwischen in meiner Familie ein geflügeltes Wort; zweitere nervt mich mitunter heutzutage, wenn mich meine Kinder unbedingt von daheim und meinen Tätigkeiten weglocken wollen. :-D

.... OMG! Bitte verzeiht meinen Wortreichtum, das ist wohl einer meiner Fehler. :-/
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Gao
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Gao » Sa 12. Okt 2019, 05:31

Naja.. Man kann es auch anders herum sehen.
Die Hestellung solcher Ersatzprodukte verbraucht einiges an Energie und Rohstoffen.
Sind nicht ohne Grund einiges teurer als die Kunstoffprodukte.
Beim aktuellen Strommix im Industriebereich werden da wohl eher mehr fossile Rohstoffe verbraucht.
Auch stammt wohl kaum viel der Rohstoffe aus lokalen Quellen viel zu teuer..
Viel günstiger das Material aus Übersee zu importieren.
Dazu kommt auch noch das wertvolle Anbauflächen verschwendet werden.
Die Energie die beim Anbau verbraucht wird kommt noch dazu. Diesel für die Traktoren, Wasser usw..
Genau dasselbe wie mit dem "Bio-Sprit" Haupsache wir fühlen uns besser dabei.
Raps/Palmöl und dergleichen ist für die Bauern ein sicheres Einkommen im Gegensatz zu vielem anderem.
Das man mit einem Bruchteil der so verschwendeten Flächen alle hungernden Menschen auf der Welt ernähren könnte ist da leider nebensächlich (wall)
Guter Ansatz auf jeden Fall aber beim heutigen Stand ein reiner Marketing Gag.
Mit dem Zeug tun wir dem Planeten bestimmt nichts gutes :lol:
Solange wir Rohöl für Treibstoff fördern fällt der Kunstoff sowieso an.
Wenn der Kunstoff anständig entsorgt/recycelt wird ist es für mich die bessere Wahl zumindest im Moment.
Zuletzt geändert von Gao am Sa 12. Okt 2019, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Trulllla » Sa 12. Okt 2019, 11:22

's Biberweibchen hat geschrieben:
Fr 11. Okt 2019, 22:56

.... OMG! Bitte verzeiht meinen Wortreichtum, das ist wohl einer meiner Fehler. :-/
Na, aber! Wir sind doch hier zum quasseln. Ich glaube, wir alle freuen uns hier über aktive Forumsteilnehmer.
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Re: Kompostierbare Becher

Beitrag von Pfiffikus » Sa 12. Okt 2019, 12:13

Gao hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 05:31
Beim aktuellen Strommix im Industriebereich werden da wohl eher mehr fossile Rohstoffe verbraucht.
Also bei Euch in der Schweiz nicht. Da ist zum großen Teil Wasserkraft im Mix enthalten. In Deutschland ist das von der Topografie her nicht realisierbar.

Raps/Palmöl und dergleichen ist für die Bauern ein sicheres Einkommen im Gegensatz zu vielem anderem.
Solange das Öl für Lebensmittel, Kosmetik und dergleichen eingesetzt wird, stimme ich Dir zu. Diese Mengen kann unser Planet produzieren. Selbst solche Dinge wie Verpackungsersatz halte ich für vertretbar, denn mengenmäßig sollte das zu stemmen sein.
Doch Pflanzenöl oder Bio-Ethanol für Treibstoffe zu verwenden, das ist der absolute Klimakiller. Eben um noch weitere Anbauflächen zu schaffen, sind ja in diesem Jahr einige Regenwälder in Brasilien in Flammen aufgegangen.

Die Verwendung von Pflanzenfett als Treibstoff halte ich nur dann für geboten, wenn es sich um recyceltes Frittenfett handelt.

Wenn der Kunstoff anständig entorgt/recycelt wird ist es für mich die bessere Wahl zumindest im Moment.
Die thermische Verwertung ist eine sehr vernünftige Methode, diese Kunststoffe sinnvoll zu verwerten.
Habe in dieser Woche diese Anlage mal besichtigen können. Das war sehr aufschlussreich! Dort wird rund um die Uhr verschiedener Müll verbrannt. Angeschlossen ist ein Kraftwerk, in dem die entstehende Energie verstromt wird. Nur hat(te) man dort ein Problem. Immer in solchen Situationen wie heute, wenn sowohl Wind, als auch Sonne viel Energie liefern und die Netze verstopfen, wird ein solches Wärmekraftwerk einfach raus gehauen. Dann bleibt nur noch, die Umwelt zu heizen, denn die müssen die Verbrennungswärme irgendwie los werden. Schade drum!



Pfiffikus,
der es ganz dringend für geboten hält, dass in Deutschland möglichst viele Elektrolysestationen gebaut werden, in denen aus überschüssigem Strom Wasserstoff erzeugt wird
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