Mehlwurm-Zucht

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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Stadtfarmerin » Sa 3. Aug 2019, 08:03

Hallo Pfiffikus,

toll was du dir so alles ausdenkst, um dir die tägliche Arbeit mit den Würmern, Larven und Käfern zu erleichtern! Sollte ich wirklich wieder einen Zuchtversuch starten (das wäre dann ab Anfang September nach meinem Urlaub), werde ich sehr gerne auf deine Methoden zurückgreifen. Danke!

Warum hat sich die Haltung der Käfer auf Gaze nicht bewährt? Ist das nicht deshalb gut, weil dann die Eier nach unten fallen und von den Käfern nicht gefressen werden? Wie löst du jetzt dieses Problem? Oder ist es überhaupt keins?
Viele Grüße
Christina
Pfiffikus
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Sa 3. Aug 2019, 10:20

Hallo Christina,
Stadtfarmerin hat geschrieben:
Sa 3. Aug 2019, 08:03
Warum hat sich die Haltung der Käfer auf Gaze nicht bewährt?
ich habe das Substrat mit den Eiern getrennt von dem aufbewahrt, bei dem die Käfer direkt mit den Kleien Kontakt hatten. Da kamen eindeutig weniger Babies heraus. Also lassen wir diese Haltungsform künftig sein.

Stadtfarmerin hat geschrieben:
Sa 3. Aug 2019, 08:03
Ist das nicht deshalb gut, weil dann die Eier nach unten fallen und von den Käfern nicht gefressen werden?
Das war der eigentliche Grund für die Haltung auf der Gaze. Nur fiel eben nicht viel durch.

Stadtfarmerin hat geschrieben:
Sa 3. Aug 2019, 08:03
Wie löst du jetzt dieses Problem? Oder ist es überhaupt keins?
Die rote Kiste mit Gaze war ohnehin zu klein für eine vierstellige Anzahl Käfer geworden. Inzwischen dient eine große Plastikkiste als Liebeslaube, die am Boden mit Kleien bestreut und mit halben Eierpackungen bestückt ist. Aus dieser Kiste lässt sich das Substrat relativ einfach wöchentlich entnehmen.
In den Schachteln, die das Ablagesubstrat vom Juni enthalten, wuselt es in der Zwischenzeit recht ordentlich - Tausende Babies! Also wozu sollte ich mir die Mühe machen, größere Gazeboxen zu basteln?



Pfiffikus,
der bei Bedarf die ungenügende Haftung des Heißklebers auf der Plastikschachtel gewiss irgendwie in den Griff bekommen hätte
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » So 4. Aug 2019, 12:13

Etwa einen Monat nach dem letzten Tag, an dem die Elterntiere Eier ins Substrat legen konnten, haben alle Wurmbabies eine Größe erreicht, in der sie sich mit dem Küchensieb absieben lassen. In diesem Alter von vier Wochen kann ich sie endlich von den Exkrementen ihrer Eltern und den eigenen Exkrementen erlösen.
Hier im Eimer sind diese Hinterlassenschaften neben einigen Exuvien zu sehen.
Exuvien_4835.jpeg

Übrig bleiben die gröberen Teile des Substrates, die noch nicht gefressen worden sind. Die Kleinen Würmer im Substrat sind nur schwer zu erkennen.
Babiegroesze_4838.jpeg

Hier habe ich mal einige Exemplare im Größenvergleich zu einer Haferflocke zu einem Fototermin gebeten.
Babiegroesze_4837.jpeg

An dieser Stelle muss ich noch etwas richtig stellen. Vor einigen Wochen hatte ich darüber berichtet, dass sich die gekauften Mehlwürmer innerhalb eines größeren Zeitraumes von mehreren Wochen verpuppt haben. Das hatte ich darauf zurück geführt, dass sich unter den gekauften Tieren eine Mischung mit unterschiedlichem Alter befindet. Das muss nicht so sein.
Hier habe ich mal eine zufällige Auswahl von Mehlwürmern zum Foto gebeten, bei denen die Eiablage zwischen dem 21.5. und dem 27.5. stattgefunden hat. Es kann demnach nur einen Altersunterschied von einer Woche geben. Doch die Größen- und Entwicklungsunterschiede sind recht groß.
Divers_5477.jpeg


Pfiffikus,
der nur die Tiere für eine Weitervermehrung verwenden wird, die sich besonders schnell entwickeln
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Do 8. Aug 2019, 01:27

Heute gab es bei den Zweibeinern Gurke zu essen. Die Zweibeinerin mag sie nicht mit Schale essen, so waren Gurkenschalen übrig.

Die Käfer stürzten sich gierig darauf und begannen sofort, Lücken hinein zu fressen. Das Schmatzen war deutlich hörbar.
Gurke_5498.jpeg

Auch die Jünglinge nahmen das Wasser spendende Futter gerne an.
Gurke_5500.jpeg

Natürlich darf man davon nur so viel füttern, wie noch an demselben Tag verzehrt wird. Das geht hier in Ordnung. Ich rechne nicht damit, morgen noch etwas davon zu sehen.


Pfiffikus,
der die Schalen andernfalls zu den Dendrobenas legen würde, bevor sie schimmeln können
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Do 8. Aug 2019, 13:39

Meine heutige Kontrolle der Kisten hat ergeben: Die Käfer haben im Wesentlichen das helle Fruchtfleisch der Gurke verspeist. Es liegen vor allem dunkelgrüne Teile der Gurkenschalen in der Kiste. Natürlich ist in dieser kurzen Zeit noch nichts verschimmelt. Also werden sie im Laufe des Tages und der kommenden Nacht auch noch die dunkelgrünen Teile der Schalen zu verzehren haben.


Pfiffikus,
der sich schon auf viele neue Eier in der nächsten Kohorte freut
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Fr 16. Aug 2019, 10:05

Die Produktion von Nachwuchs muss anstrengend sein. Jedenfalls schwächeln einige Elterntiere und es hat inzwischen schon zahlreiche Todesfälle gegeben. Sollten die Toten hier in der Kiste verbleiben? Eigentlich nicht.
Selektion_5533.jpeg

Auf Grund der großen Anzahl der Tiere habe ich allerdings keinerlei Lust, die Toten mittels Pinzette oder Finger herauszulesen. Da kenne ich abwechslungsreichere Beschäftigungen. Also wurde die Gelegenheit genutzt, als die Eier wieder abgesiebt worden sind. Im Nudelsieb verblieben nur die Käfer, Tote und lebendige Exemplare.

Dieses Mal wurden sie nicht direkt zurück in ihre Kiste gekippt. Vielmehr wurden sie auf diese Untertasse entlassen. Runter klettern mussten sie selbst.
Selektion_5536.jpeg

Nach einigen Stunden waren nur noch wenige Käfer auf der Untertasse.
Selektion_5541.jpeg

Leider haben sie einige Leichen vom Teller runter geschubst. Und es waren noch nicht alle lebendigen Käfer nach unten geklettert. Die Selektion war also nicht vollständig - in beiden Richtungen.
Es waren danach nur noch wenige Nachzügler manuell vom Teller herunterzustupsen - trotz alledem eine enorme Arbeitsersparnis!


Pfiffikus,
der das in der kommenden Woche mit einem größeren Teller wiederholen wird
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Fr 16. Aug 2019, 10:15

Im Übrigen fand ich in den Schachteln, in denen die Mehlwürmer mit Kleie gefüttert werden, einige solche Fusseln. Es waren jeweils runde, weiche Gespinste.
Raupe_5545.jpeg

Diese habe ich nun mal etwas genauer inspiziert. Im Inneren lebt jeweils eine weiße Raupe. Die Kleie wurden ringsherum zusammengeklebt, wie bei Köcherfliegen. Ich habe keine Ahnung, wessen Kinder das sind - auf jeden Fall werden das keine Mehlkäfer. Ich habe auch keine Ahnung, ob ich die Eier von denen schon mit den Kleien gekauft habe oder ob die Eier hier in unserem Keller gelegt worden sind. Und ebenso wenig kann ich sagen, ob sich diese Larven von Getreideresten oder von Mehlwürmern ernähren.


Pfiffikus,
der einige Exemplare beobachten wird, bevor sie als Fischfutter dienen
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Di 20. Aug 2019, 22:47

Unter den Käfern geht es nicht immer liebevoll zu. Hier sieht man ein Mobbingopfer, welches zwar noch lebte, allerdings auf dem Teller verblieben war.
Mobbing_5542.jpeg
Mobbing_5544.jpeg

Mit seinen wenigen verbliebenen Beinen konnte er (oder sie) sich nicht mehr aufrichten oder vom Teller krabbeln.


Pfiffikus,
der das Tier manuell in die Kiste gesetzt hat
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