Bioerde als Anfangssubstrat?

Gibt es Probleme in der Wurmfarm? Möchtest Du Deine Can-o-Worms verbessern oder Dein Wurm Cafe säubern? Hier gibt es Tips und Fragen auf häufige Antworten!
Geckopfote
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Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von Geckopfote » Mo 5. Aug 2019, 15:46

Hallo zusammen, (wave)

so, die selbstgebaute Wurmkiste aus Holz ist fertig und die Würmer kommen morgen an (500 Stück)
Jetzt möchte ich die Kiste vorbereiten mit Pappe und Erde. Ist es OK, wenn ich eine Schicht Bioerde
für Tomaten benutze? Man möchte ja nichts falsch machen am Anfang und den Würmern ein gutes
Zuhause bieten :)

Danke für eure Antwort.
SuMiXaN
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von SuMiXaN » Mo 5. Aug 2019, 16:37

Hallo Geckopfote,

Ich kann keine allgemeine Aussage zu Bioerde als Substrat machen. Denke da gibt es auch große Unterschiede. Es sollte Erde sein die nicht zusätzlich mit NPK-Dünger versehen ist. Das sollte normalerweise auf der Verpackung stehen. Falls man die Möglichkeit hat, sollte man vorgereiften Kompost als Substrat nehmen, andernfalls hat sich Graberde oder Kokossubstrat bewährt.
Falls die Kiste in der Wohnung stehen soll, könnte man sich mit Kompost nervige Mitbewohner in die Wurmbox holen. Ich habe es selbst nie ausprobiert aber einige schwören darauf den Kompost einmal anzufrieren bevor er in die Kiste kommt. Das soll Fliegen etc. abtöten ohne alle Mikroorganismen vollständig zu vernichten.

Ich wünsche dir einen guten Start mit deiner Wurmkiste und vorallem viel Geduld!
SuMiXaN
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von Geckopfote » Di 6. Aug 2019, 06:37

Danke für deine Antwort :)

Ist mit Kokossubstrat diese Blöcke gemeint, die man mit Wasser einweicht und diese dann quellen?
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von SuMiXaN » Di 6. Aug 2019, 10:29

Hi,

Ja genau die meine ich. Die sind ungedüngt, haben einen neutralen PH-Wert und die Würmer fressen sich einmal komplett durch ihre Kokoserde und verwandeln sie zu Wurmhumus. Nachteil dieser Kokosblöcke ist, dass sie vollkommen steril sind. Die Würmer brauchen ein bisschen Bodenleben damit die Futterverwertung gut läuft. Das Substrat in welchem die Würmer geliefert werden enthält alle wichtigen Mikroorganismen aber es wird dauern bis diese sich ausreichend vermehrt haben. Das ist einer der Hauptgründe für vermehrte Wanderlust unter den Würmern zu Beginn einer neuen Wurmkiste.

Gruß SuMiXaN
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von Geckopfote » Di 6. Aug 2019, 11:38

Kriechen die denn die Wände noch? :?
Ansonsten muss ich hoffen, dass der aufliegende Deckel wirklich gut verschließt :)
SuMiXaN
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von SuMiXaN » Di 6. Aug 2019, 13:49

Kompostwürmer können viele Hindernisse überwinden. Sie können Wände hochkriechen, sich unter dem Deckel fortbewegen und durch sehr kleine Löcher zwängen. Eine wirklich 100%tig ausbruchssichere Wurmkiste zu bauen und trotzdem für genug Sauerstoff zu sorgen ist schwierig. Normalerweise bleiben die Würmer in der Kiste. Sie verlassen die Kiste nur wenn es ihnen dort nicht gefällt oder lebensbedrohliche Umstände herrschen. Am Anfang einer Wurmkiste gibt es immer wieder neugierige Würmer die einen noch tolleren Ort zum leben suchen ;)

Zu den häufigsten Ursachen von Wurmwanderung oder Flucht gehören: Steriles Substrat, natürlicher Erkundungsdrang, Fäulnis (zu viel Futter/zu feucht), Trockenheit, Futtermangel, Mineralmangel, extreme Temperaturen, PH-Werte unter 6 oder über 8.

Bei einer Wurmkiste im Haus würde ich dazu raten sich Gartenkalk (z.B Baumarkt) und den Mineralmix von Wurmwelten zu besorgen. Gartenkalk ist besonders nützlich wenn man Kaffeefilter samt Inhalt füttert. Der Kaffee lässt das Substrat versauern und kleine Mengen Kalk steuern gegen. Der Mineralmix sorgt dafür das die Würmer alle Mineralien haben die sie für ein gesundes Leben und die Fortpflanzung benötigen. Die Verarbeitung von Küchenabfällen durch die Würmer lassen das Substrat ebenfalls versauern, der Kalk im Mineralmix verhindert das. Gartenkalk muss man nur als Zusatz geben wenn man viele saure Dinge verfüttert wie den bereits erwähnten Kaffee oder Obst.
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von Geckopfote » Di 6. Aug 2019, 15:17

Danke für deine Antwort 8-)
Gartenkalk habe ich sogar noch reichlich da von meinen Schnecken, die ich mal gehalten habe :D

Ich habe hier jetzt auch schon viel im Forum gelesen und werde dadurch irgendwie immer unsicherer :roll:
Hier mal mein Plan.... Ist das so richtig?
Zuerst eine Schicht angefeuchtete Wellpappe und Zeitungspapier. Dann ca. 3 cm Kokoserde. Dann die Würmer samt dem mitgelieferten Substrat in eine Ecke geben und erst mal 3 Tage komplett in Ruhe lassen und nicht füttern.
Dann in ganz kleinen Mengen anfangen zu füttern und erst was neues drauf, wenn das alte weg ist.

Soll ich tagsüber vielleicht den Deckel offen lassen, damit die Würmer nicht flüchten? Nicht das ich nach einem Arbeitstag abends nach Hause komme und die ganze Küche ist voller toter Würmer :shock: . Oder bleiben die dann wirklich in der Kiste. Vertraue der Sache noch nicht so ganz :D . Ich habe leider keine Lampe, die ich Nachts brennen lassen kann, müsste dann also den Deckel schließen und das beste hoffen.
Im Net habe ich von jemandem gelesen, dass es nach 2 Monaten soweit ist, dass das Futter aus der 1. Woche dann verwertet ist. Braucht das am Anfang wirklich soooo lange? Und das die Würmer in der ganzen Zeit versuchen zu flüchten?
Dann werde ich mir die Tage noch den Mineralmix bestellen und in der Apotheke PH-Streifen kaufen. Und dann einfach hoffen, dass es in 2-3 Monaten anfängt richtig zu laufen.
Mache mir auch etwas Sorgen wegen der Holzkiste. Anscheinend verwenden die meisten hier Plastikkisten, wo sie den Wurmtee ablaufen lassen. Klar, Holz atmet und kann das besser "verdauen", aber Schimmel brauche ich nicht wirklich, da ich dagegen allergisch bin :(
Als Anfänger ist man immer so super ahnungslos und voller Sorgen :roll:
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von Wurmcolonia » Di 6. Aug 2019, 16:24

Geckopfote hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 15:17
...
Ich habe hier jetzt auch schon viel im Forum gelesen und werde dadurch irgendwie immer unsicherer :roll:
Hier mal mein Plan.... Ist das so richtig?
Zuerst eine Schicht angefeuchtete Wellpappe und Zeitungspapier. Dann ca. 3 cm Kokoserde. Dann die Würmer samt dem mitgelieferten Substrat in eine Ecke geben und erst mal 3 Tage komplett in Ruhe lassen und nicht füttern.
Dann in ganz kleinen Mengen anfangen zu füttern und erst was neues drauf, wenn das alte weg ist.

Soll ich tagsüber vielleicht den Deckel offen lassen, damit die Würmer nicht flüchten? Nicht das ich nach einem Arbeitstag abends nach Hause komme und die ganze Küche ist voller toter Würmer :shock: . Oder bleiben die dann wirklich in der Kiste. Vertraue der Sache noch nicht so ganz :D . Ich habe leider keine Lampe, die ich Nachts brennen lassen kann, müsste dann also den Deckel schließen und das beste hoffen.
Im Net habe ich von jemandem gelesen, dass es nach 2 Monaten soweit ist, dass das Futter aus der 1. Woche dann verwertet ist. Braucht das am Anfang wirklich soooo lange? Und das die Würmer in der ganzen Zeit versuchen zu flüchten?
Dann werde ich mir die Tage noch den Mineralmix bestellen und in der Apotheke PH-Streifen kaufen. Und dann einfach hoffen, dass es in 2-3 Monaten anfängt richtig zu laufen.
Mache mir auch etwas Sorgen wegen der Holzkiste. Anscheinend verwenden die meisten hier Plastikkisten, wo sie den Wurmtee ablaufen lassen. Klar, Holz atmet und kann das besser "verdauen", aber Schimmel brauche ich nicht wirklich, da ich dagegen allergisch bin :(
Als Anfänger ist man immer so super ahnungslos und voller Sorgen :roll:
Hallo Geckopfote,
erst einmal ein herzliches (willkommen) im Forum.
Als Anfänger macht man sich oft ganz viele Sorgen. Die sind aber fast genauso oft unbegründet.
Wie du für deine Würmer ihr neues Zuhause vorbereiten möchtest (oder bereits vorbereitet hast), sieht wirklich gut aus. Das machen viele Wurmhalter so.

Ich hoffe, deine Würmer sind inzwischen angekommen und haben ihre Reise gut überstanden. Sie brauchen jetzt erst einmal Ruhe, weil die Reise recht stressig für sie ist. Du kannst ihnen schon Futter hinlegen, musst du aber nicht. Mit dem Substrat, in dem sie gereist sind, haben sie normalerweise auch Futter mitbekommen, so dass sie nicht sofort auf neues Futter angewiesen sind. Dass es zwei Monate braucht, bis sie das Futter aus der 1. Woche gefressen haben, kann ich mir nur so erklären, dass dieses Futter ausgesprochen schwer für sie verwertbar war.

Um die Würmer in der Kiste zu halten, reicht auch schon eine kleine LED-Lichterkette oder LED-Lampe aus. Viel Licht braucht es nicht, um sie vom Flüchten abzuhalten. Alternativ kannst du tagsüber den Deckel offen lassen. Du musst dann allerdings noch mehr auf ausreichende Feuchtigkeit im Substrat achten. Nach dem was ich gelesen habe (selbst habe ich zwei Plastikkisten) neigen Holzfarmen schneller zum Austrocknen, da sie atmungsaktiv sind. Trockenheit vertragen unsere kleinen Freunde nicht, da sie zum Atmen Feuchtigkeit für ihre Haut benötigen. Sie würde unweigerlich zur Wurmflucht führen.

Die Eingewöhnungszeit braucht eine Weile, das ist immer so und ganz normal. Es kann sogar sein, dass die Würmer zuerst einmal weniger werden bevor eine deutliche Vermehrung stattfindet. Auch das ist (leider) normal, da die älteren (adulten) Würmer die Umgebungsänderung oft nicht gut überstehen, dafür aber so viele Kokons wie möglich ablegen, um die Erhaltung ihrer Art zu sichern.

Ich wünsche dir viel Spaß, eine interessante Zeit und gaaaanz viel Geduld mit deinen neuen Mitbewohnern.

Wurmige Grüße
Wurmcolonia
Kompostwürmer, die kleinen Meister des Recyclings.
Otto, der Kompostwurm, erzählt von seinem Leben in der Wurmkiste auf https://wurmcolonia.blogspot.de
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von SuMiXaN » Di 6. Aug 2019, 17:28

Hallo Geckopfote,

Ich wollte dich nicht verunsichern. Im Grunde ist eine Wurmkiste ne super leichte Angelegenheit, besonders wenn man einen guten Start hinlegt! Das du dich informierst ist schon die halbe Miete. Ich versuche deine Fragen mal übersichtlich zu beantworten.

Vorbereitung der Kiste für die Würmer:
Die feuchte Wellappe und/oder Zeitungspapier sind schonmal ein guter Anfang. Den Kokosblock kannst du ruhig ganz verwenden. Die Kombination aus Pappe+Kokossubstrat sollte eine 10cm Schicht bilden. (es geht auch weniger, aber das ist ne gute Orientierung) Falls die Schicht höher ausfallen sollte ist das überhaupt kein Problem. Jetzt noch schnell die Feuchtigkeit testen: Man nehme eine Hand voll Substrat, drückt diese Fest in der Hand zusammen und schaut wie viel Wasser austritt. Es tritt kein Wasser aus: zu trocken! Es fließt durch deine Hände: zu nass! Es treten ein paar Tropfen aus: perfekt! In Zukunft darauf achten das Kokons und Würmer nicht zerdrückt werden. Danach kannst du die Würmer zusammen mit dem mitgeliefertem Substrat an eine beliebige Stelle in die Wurmkiste geben.
Wenn es zu feucht ist misch ein bisschen mehr Wellpappe unter, falls es zu trocken ist einfach ein bisschen Wasser auf die Oberfläche geben und am nächsten Tag erneut testen.

Fütterung:
Die Würmer werden sich am Anfang durch die Kokoserde und die Wellpappe futtern. Dabei verteilen sie auch gleich die Mikroorganismen aus dem mitgeliefertem Substrat. Das bedeutet das deine Würmer am Anfang noch nicht viel Futter benötigen. Ich würde entweder jetzt schon Küchenabfälle sammeln und die ein paar Tage feucht halten bis die Würmer in die Kiste einziehen oder direkt wenn die Würmer angekommen und eingezogen sind anfangen zu füttern. Das Futter benötigt gerade am Anfang ein paar Tage bis die Würmer es verdrücken können und damit kann man jetzt beginnen oder wenn die Würmer ankommen. Vieles an möglichem Futter kann innerhalb weniger Tage von den Würmer verschlungen werden, einige Dinge brauchen aber sehr lange. Je nachdem wie frisch und hart das Futter ist. Am Anfang kann man ruhig öfter und dafür in kleineren Mengen füttern. Meine Faustregel ist: Sobald meine Würmer das zu letzt gegebene Futter bearbeiten (sich darin, darunter oder darauf tummeln) und man merkt wie es zusammensackt, kann man neues nachlegen. Man sollte darauf achten, dass keine dicke Futterschicht entsteht. Darunter könnte sich Fäulnis bilden welche du nicht riechen willst und deine Würmer nicht ertragen wollen. Wie lange die Würmer benötigen um das Futter zu verarbeiten hängt von zu vielen Faktoren ab um pauschal von zwei Monat auszugehen (Futtermenge, Temperatur, Feuchtigkeit vom Futter, ob man eine Abdeckung benutzt, Wurmanzahl usw.)
Bei mir ist das Futter oft innerhalb einer Woche weg, Ausnahmen bilden z.B harte Strünke von Salat oder Kohl.

Wurmwanderung/Flucht und Licht:
Der Anfang kann frustrierend sein, muss er aber nicht. Sofern die Wurmkiste in einem hellen Raum steht, sollten tagsüber keine ausbrechen (höchstens Einzelfälle). In der Nacht sieht das dann schon anders aus. Ich würde dir wärmstens ans Herz legen irgendeine Lampe zu nutzen (LED Lichterkette, Zimmerlampe, Schreibtischlampe). Bei manchen hört die erhöhte Wanderschaft schon nach 3 Tagen auf, andere plagen sich zwei Wochen damit rum, wieder andere verstehen gar nicht warum ihre Würmer von Anfang an Zuhause blieben. Ich hoffe natürlich das du zu letzteren gehörst, kann es aber nicht garantieren. Am Tag ist es nicht nötig den Deckel offen zu lassen, im Gegenteil die Würmer dürfen ja die gesamte Kiste erkunden und sollen dabei lernen das außerhalb das "böse" Licht ist ;)
Es ist wahrscheinlich das der ein oder andere Wurm entkommen und durch Austrocknung sterben wird. Durch dieses Risiko muss man mit einer Indoor-Kiste leider durch. Aber in der Natur passiert sowas auch, vor ein paar Tagen habe ich einen großen vertrockneten Tauwurm mitten auf dem gepflastertem Weg durch unseren Garten gefunden. Er hätte jederzeit in die Ritzen des Weges oder im Beet verschwinden können, ka was den geritten hatte (irre)

Holz vs. Plastik:
Zu dem Thema kann ich im Detail nicht viel besteuern. Ich weiß nur das beide Materialien Vor- und Nachteile für eine Wurmkiste haben. Holz kann schimmeln und verrottet, Plastik kann für Staunässe und Fäulnis sorgen. Gibt bestimmt noch mehr Unterschiede. Schimmel sollte es nur innerhalb der Kiste geben wo es feucht ist. Sofern der Schimmel außerhalb der Kiste ist, zeugt das normalerweise von zu nassem Substrat. Ich habe gelesen das Holzkisten einen großen Vorteil zur Regulierung der Feuchtigkeit haben. Einfach weil das Material Wasser aufnehmen und wieder abgeben kann.

Schimmel:
In meinen Wurmkisten kommt es nur selten zu schimmel. Wenn du eine Anfälligkeit für Schimmelsporen hast, dann würde ich wenig Mehl, Brot usw. verfüttern. Das neigt zum schnellen Schimmeln. Schimmel in der Kiste ist für die Würmer nicht schlimm, er hilft dabei das Futter zu zersetzen und wird dann zusammen mit den Küchenabfällen von den Würmern gefressen. Falls es schimmelt ist das meist ein Indikator für zu viel Futter, also besser eine kleine Pause einlegen. Persönlich mache ich mir die Mühe nicht, aber von Wurmwelten wird geraten den Schimmel knapp unter der Oberfläche zu vergraben. Dann bist du den Schimmelsporen nicht weiter ausgesetzt, sie bleiben im Substrat und damit in der Kiste.

Wurmtee:
Dieses Thema ist stark von der eigenen Kiste und dem Futter für die Würmer abhängig. Manche haben nie Wurmtee und müssen ihr Substrat in regelmäßigen Abständen wieder anfeuchten, andere kämpfen eher mit Feuchtigkeit, Staunässe und verstopften Abflüssen in ihren Plastikkisten. Ich würde es mal so sagen: Es ist unwahrscheinlich das du dir deine persönliche perfekte Wurmkiste beim ersten Mal gebaut hast :D
Ich hab im Moment 2 große Styroporkisten (eine Kammer), 1 kleine Styroporkiste (eine Kammer), einen großen Eimer (eine Kammer) und seit kurzem einen Urbalive (gekaufter Indoor Wurmkomposter mit 2 Kammern + Ablaufebene) bisher halte ich keine der Möglichkeiten für perfekt.

Da schreib ich einen soooo langen Text und dann kommt mir Wurmcolonia mit vielen Informationen zuvor. Pech für mich, gu für dich...ne weitere Meinung kann nicht schade :D Ich lass meinen Text jetzt einfach so wie er ist.

Hoffe ich konnte dir Sorgen nehmen und den ein oder anderen Tipp geben.
SuMiXaN
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Re: Bioerde als Anfangssubstrat?

Beitrag von Geckopfote » Di 6. Aug 2019, 18:13

Wow, ihr seid echt klasse. Vielen lieben Dank für solch ausführliche Antworten (danke)

Die Würmlies sind leider noch nicht gekommen. Der Status der Sendung ist leider unverändert (Daten wurden an DHL übermittelt). Hoffe einfach, sie stehen jetzt nicht erst 2 Tage da rum, bis sie überhaupt abgeholt werden :?

Das mit der Licherkette ist eine ganz gute Idee. Der Deckel schließt eigentlich ganz gut und ist schwer. Meint ihr, sie kommen da trotzdem raus?
Reicht es, wenn ich 1x am Tag lüfte? Denn Löcher habe ich jetzt keine in die Kiste gemacht. Das war in der Anleitung nicht vorgesehen. Hoffe das ist kein Problem?
Es ist eine horizontale Doppelkammerkiste mit dem Maßen 80x40x40 (LxBxH). Sie haben also pro Seite 40cm Platz.

Ich bin ab Freitag übers Wochenende weg. Nicht gerade ideal. Hoffe sie kommen morgen, dass ich 1 Nacht zum testen habe, ob sie dort raus kommen. Ansonsten wäre das wirklich sehr suboptimal :?
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