Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

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Nidi
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Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von Nidi » Mo 12. Aug 2019, 08:31

Hallo!

Nachdem ich ein paar Dinge zur Wurmkiste gesehen/gelesen habe, denke ich jetzt darueber nach, mir eine Kiste zu bauen. Wuerdet ihr mir vielleicht mit euren Erfahrungen beim Entscheidungsprozess helfen? :)

1. Ich wuerde lieber eine Kiste selber bauen anstatt zu kaufen. Mir ist es z.B. wichtig, dass die Kiste sich (auch nicht nur) in die Umgebung als ein Moebelstuck einfuegt. Darum tendiere ich zum Holzdesign anstelle von Plastik -
Vergleichbar mit dem Hocker https://wurmkiste.at/ (den kann man kaeuflich erwerben)
oder dem Pflanzenkistendesign https://schrotundkorn.de/lebenumwelt/le ... bauen.html ).

Habt ihr euch darueber beim Design/Kauf gedanken gemacht? Und wie seht ihr das heute?

2. Plastik hat Vorteile. Es ist z.B. leicht auszuwaschen (z.B. bei Madenbefall). Ausserdem, mache mir Sorgen um die Geruchsentwicklung und die allgemeine Sauberkeit mit der andauernden hohen Feuchtigkeit. Wenn ihr nen Thread habt, oder eure Erfahrungen im Bezug auf Geruch und Sauberkeit (auch nach laengerem Gebrauch) teilen wuerdet, waere ich euch sehr dankbar. :)

Bei der Hocker-Wurmkiste habe ich gelesen, es riecht nach Wald... Wenn das stimmt, waere das ja mehr als gut, aber mich wuerden ein Paar mehr Antworten interessieren. :D

3. Allgemein habe ich sowohl vertikale Systeme gesehen (von oben nach unten), als auch horizontale Systeme (das Gitter trennt eine linke und eine rechte Kammer).
Gibt es da schon nen Thread drueber (vielleicht inkl. Vor-und Nachteilen)?

So, das sind erstmal meine kleinen globalen Nachfragen. Ich wuerde mich ueber Antworten und Kontakte freuen und bin schon echt gespannt. Danke!

Euch noch nen schoenen Tag!
Nidi
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von SuMiXaN » Mo 12. Aug 2019, 16:39

Hallo Nidi,

Ich habe mir beim Bau meiner DIY-Kisten keine Gedanken um das Design gemacht. Allerdings sind meine Wurmkisten Einkammer-Systeme und stehen auf Rollbrettern unter einer Küchenarbeitsplatte (nicht in der Küche sondern unter einer Dachschräge). Meine Kisten sind aus Styropor und dabei ohnehin nicht der hübscheste Anblick. Ich züchte die Würmer hauptsächlich zum Angeln und die Kisten erfüllen ihren Zweck, auf Dauer oder wenn ich sie in der Küche unterbringen wollen würde, wäre mir ein schöneres Aussehen ebenfalls wichtig.

Holz vs. Plastik:
Ich denke nicht das ein Material dem anderen überlegen ist. Holz verrottet irgendwann und kann anfangen zu schimmeln (wird aber von den Würmern gefressen). Gerade am Anfang neigt eine Holzkiste eher zur Trockenheit, dafür kann sie später gut Wasser aufnehmen oder abgeben wenn das Substrat zu nass oder zu trocken wird. Das funktioniert mit Plastik natürlich nicht. Flüssigkeit in der Kiste kann höchstens nach unten durch einen Ablasshahn entweichen. Falls etwas verstopft sein sollte kann es zu Staunässe und Fäulnis kommen. Wenn du kein Problem mit Heimwerken und Basteln hast und ein schönes Design willst, dann würde ich zu Holz tendieren.

Hygiene und Geruch:
Eine gut eingespielte und mit Erfahrung geführte Wurmkiste riecht angenehm und stellt keine besondere Gefährdung im hygienischen Sinn dar. Dauerhaft diesen Zustand zu erhalten benötigt ein wenig Erfahrung. Gerade am Anfang kann es öfter mal zu Schimmel, Fruchtfliegen, Dungmücken, Maden, unangenehmen Gerüchen usw. kommen. Für all diese Probleme gibt es im Forum viele hilfreiche Tipps und sie stellen auf Dauer keine unlösbare Aufgabe dar. Wenn man die Wurmkiste riecht ohne den Deckel zu öffnen stimmt im Normalfall etwas nicht.

Wurmwanderkasten & Wurmkiste:
Der Wurmwanderkasten (2 Kammern nebeneinander) wird häufig in einem Beet oder als Ersatz für einen Komposthaufen angelegt. Man füttert erst in eine Kammer, sobald diese voll ist wird in die zweite Kammer gefüttert. Die Würmer wandern dann von einem Kasten zum anderen und nach einiger Zeit kann man den Wurmhumus aus der ersten Kammer entnehmen. Wichtig beim Wurmwanderkasten ist, dass die Würmer die Trennwand zwischen den Kammern überwinden können (z.B Lochziegel) und das sie Kontakt zum Erdboden haben (Lochziegel können hier ebenfalls verwendet werden). Ein Schutz nach unten hin sorgt dafür das weder Maulwürfe noch Wühlmäuse sich am reichgedeckten Wurmtisch bedienen.
Die Wurmkiste ist eher für die Wohnung geeignet. Man baut einen Turm aus mehreren Kisten die nacheinander aufgesetzt werden wenn die erste Ebene voll ist. Normalerweise ist die unterste Ebene eine reine Auffangebene für den sogenannten Wurmtee (Flüssigdünger). Im Boden der einzelnen Kammern müssen Löcher sein damit die Würmer nach oben zu ihrem neuen Futter wandern können und überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann. In vielen Fällen wird ein Abstandshalter eingebaut damit das Gewicht der oberen Kiste nicht voll auf die Unteren drückt (das erleichtert den Würmer die freie Bewegung). Der Deckel sollte möglichst kleine aber zahlreiche Löcher enthalten damit die Kiste mit Sauerstoff versorgt wird aber möglichst wenig Würmer flüchten können. Gerade in der Anfangszeit sind die Würmer sehr neugierig. Das hört auf sobald die Würmer sich wohl fühlen und sich eingerichtet haben. Man kann auch ein großes Loch machen und dieses mit Fliegengitter oder ähnlichem ausbruchssicher machen. Eine Wurmkiste besteht aus einer Auffangebene für den Wurmtee und meistens 3-4 Arbeitsebenen für die Würmer. 2 Arbeitsebenen würden theoretisch reichen, aber bei 3 oder 4 Ebenen ist der Humus reifer und enthält immer weniger Würmer. Diese wandern auf Grund von Futtermangel irgendwann nach oben.

Man kann zu den einzelnen Punkten sicherlich noch viel mehr schreiben, aber ich denke das ist schonmal ein guter Überblick und hilft dir vllt. bei deiner Entscheidung.

Gruß
SuMiXaN
Nidi
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von Nidi » Mo 12. Aug 2019, 19:46

Hallo SuMiXaN,

danke für deine schnelle und ausführliche Antwort. Ich weiß es wirklich zu schätzen, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich habe mich wirklich darüber gefreut und nehme deine Nachricht als Entscheidungshilfe. :D Ich kopiere zur Übersichtlichkeit deine Kapitelüberschriften ;).

Beim lesen deiner Nachricht war ich erleichtert, dass meine Anfangsidee von einer "sich als Möbel integrierenden Wurmkiste" nicht als kompletter Humbug abgetan wurde... Die fertige Kiste muss tatsächlich in der Wohnung stehen; einen Garten habe ich nicht, nur einen Balkon - also, Flur oder Küche/Wohnzimmer sind die wahrscheinlichsten Wurmkistekandidaten.

Holz vs. Plastik:
Außerdem freuen mich deine Erklaerungen zur meiner "Holz vs.Plastik"-Feuchtigkeitsgrad.
SuMiXaN hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 16:39
Gerade am Anfang neigt eine Holzkiste eher zur Trockenheit, dafür kann sie später gut Wasser aufnehmen oder abgeben wenn das Substrat zu nass oder zu trocken wird. Das funktioniert mit Plastik natürlich nicht. Flüssigkeit in der Kiste kann höchstens nach unten durch einen Ablasshahn entweichen. Falls etwas verstopft sein sollte kann es zu Staunässe und Fäulnis kommen.
Hygiene und Geruch:
Leuchtet ein - und bestätigt mich in der Hoffnung, dass es ein Holzdesign wird :D (ich finde es einfach auch schöner und wenn keine elementaren Nachteile damit verbunden sind, umso besser).
SuMiXaN hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 16:39
Für all diese Probleme gibt es im Forum viele hilfreiche Tipps und sie stellen auf Dauer keine unlösbare Aufgabe dar.
Ich habe tatsächlich schon einige sehr konkrete Problembeschreibungen gelesen (z.B. Fruchtfliegen, Maden, herumwandernde Würmer etc.) und wollte es in meinem ersten Beitrag bewusst etwas global halten im Bezug auf Sachen, die ich vielleicht schon bei dem Bau der Kiste beeinflussen kann. :)
SuMiXaN hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 16:39
Wenn man die Wurmkiste riecht ohne den Deckel zu öffnen stimmt im Normalfall etwas nicht.
Eine gute Richtlinie! Danke.

Wurmwanderkasten & Wurmkiste:
Wenn der Wurmwanderkasten tatsächlich im Beet am nützlichsten ist, fällt er für mich leider weg. Ich wollte zwar am liebsten wirklichen Humus haben (fuer die oben genannten Balkonpflanzenkaesten, von denen es noch mehr werden sollen), aber kann den Wurmwanderkasten nicht in/auf ein Beet stellen.
SuMiXaN hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 16:39
Eine Wurmkiste [...] 2 Arbeitsebenen würden theoretisch reichen, aber bei 3 oder 4 Ebenen ist der Humus reifer und enthält immer weniger Würmer.
Das beantwortet tatsächlich einer der vielen Fragen. :)
Bei der Wurmkiste ist die totale Höhe erstmal kein vorrangiges Problem; jedoch habe ich mich gefragt wie das mit dem Volumen im Verhältnis zur Anzahl der Kisten Aussieht:
Die Abmasse der einzelnen Kiste (Höhe, Breite und Tiefe) beeinflusst das totale Fassungsvermögen, wobei ich annehme, dass es so eine Art optimales, ausgeglichenes Verhältnis zwischen Luft, Lebensmittelresten, Erde, Anzahl Würmern gibt (z.B. eine zu Hohe Kiste hat viele aufeinandergestapelte Lebensmittelreste zur Folge, wodurch der Verarbeitungsprozess benachteiligt wird, weil die Reste zu schnell schimmeln). Ich hoffe, dass ich mich einigermaßen verständlich ausdrucken konnte.Hast du (oder jemand anders) Infos dazu?

Danke nochmal für deine Mühe.

Liebe Grüsse,
Nidi
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von Wurmpiercer » Mo 12. Aug 2019, 19:51

Ich finde die Kiste von Schrot und Korn ganz gut. Einziger Knackpunkt ist das Fach für den Wurmtee, es gibt keinen Ablass und zur Kontrolle müssen die Etagen runter genommen werden. Ich würde da unten eine Klappe an der Seite einbauen die Zugang zu einer Kunststoffkiste ermöglicht welche den Wurmtee auffängt. Eine 40x30 Eurobox z.B, die Holzrahmen kann man dann entsprechend größer bauen. Auch sind Rollen eine gute Sache, für schmutzige Arbeiten kann man die Farm auf die Terrasse rollen.
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von SuMiXaN » Mo 12. Aug 2019, 23:15

Hallo Nidi,

Freut mich das ich dir schon ein bisschen helfen konnte. Ich versuche mal noch ein paar Missverständnisse bzw. weitere Fragen zu beantworten.

Es ist egal ob es ein Wurmwanderkasten oder eine Wurmkiste wird. Beide produzieren den beliebten Wurmhumus. Die Wurmkiste mit mehreren Ebenen kann darüber hinaus Wurmtee abwerfen welcher in der untersten, sonst freien Ebene aufgefangen wird. Das lässt sich bei einem Wanderkasten schwer umsetzen. Man sollte sich allerdings keinen zu großen Illusionen hingeben: Wurmtee entsteht nur in wenigen Wurmkisten, die Meisten haben Schwierigkeiten ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen genug Feuchtigkeit für Wurmtee und verhindern von Fäulnis hinzubekommen. Das macht aber nix, Wurmhumus lässt sich wunderbar in Wasser auflösen und wird somit zu Wurmtee.

Kistengröße:
Zu diesem Thema gibt es hier im Forum sehr unterschiedliche Meinungen. Ich versuche mal ein paar Basics aufzuzählen damit du eine Idee bekommst was wichtig ist.
Wurmhumus ist am Ende sehr dicht, speichert viel Wasser und wiegt dementsprechend viel. Eine riesige Kiste, bzw. große Arbeitsebene klingt am Anfang toll, aber man muss sie auch noch heben können. Eine Mörtelwanne voll trockener Erde wiegt schon ziemlich viel, wenn die Erde dann noch enorme Mengen Wasser speichert wirds sehr schwer.
Für eine hohe Wurmanzahl und eine gute Verwertung von Futter ist eine große Oberfläche wichtiger als eine besonders hohe Ebene.
Viele oder besonders hohe Ebenen sorgen dafür das die Würmer immer einen Rückzugsort haben, wenn an der Oberfläche (dort wo gefüttert wird) etwas nicht stimmt. Ein größer angelegtes System kann Probleme besser ausgleichen (hohe/niedrige Temperaturen, Sauerstoffmangel, Staunässe, Fäulnis) Wenn du nicht genug Futter für eine große Kiste hast, ist das gar nicht schlimm. Die Würmer werden sich nicht weiter vermehren als es Platz bzw. Futter gibt.
Du kannst ruhig mal in den Shop von Wurmwelten schaun, dort gibt es verschiedene Wurmkisten die für eine gewisse Anzahl von Personen vorgeschlagen sind. Vllt. hilft das ja auch bei der Entscheidung bzgl. der Größe.

Starten einer Wurmkiste in Kürze:
Futter für die Würmer gibt es im Normalfall immer nur an der Oberfläche. Man beginnt mit der Wurmtee-Ebene und der ersten Arbeitsebene. Die Wurmtee-Ebene bleibt frei und hat normalerweise einen Ablasshahn unter den man einen Auffangbehälter stellen kann. In die Arbeitsebene kommt das Anfangssubstrat (z.B vorgereifter Kompost, Kokoserde, oder sonstige Erde ohne NPK Dünger) mit Zellstoff (Zeitung, Wellpappe etc.) und dort kommen die Würmer samt mitgeliefertem Substrat drauf. Dann fängt man mit kleinen Futtermengen an und wartet ersteinmal ab ob und wie schnell etwas passiert. Wenn die Würmer anfangen das Futter zu zersetzen kann man nachlegen. Erwarte am Anfang keine zu schnellen Ergebnisse...es wird eine Zeit dauern. Sobald die Arbeitsebene voll ist und ein großteil des letzten Futters verarbeitet ist (man kann durchaus einen Futterstop einlegen), kommt die nächste Arbeitsebene obenauf. Von jetzt an wird nur noch in die zweite Arbeitsebene gefüttert. In der Unteren ist aber noch kein fertiger Wurmhumus und sie wird noch eine Zeit lang vor Würmern wimmeln. Nach und nach werden die Würmer hochwandern, die letzten Jungwürmer unten schlüpfen, ebenfalls aufsteigen und einen schönen krümeligen Wurmhumus hinterlassen der dann entnommen werden kann. Wenn man früh erntet können noch viele Würmer und Kokons vorhanden sein. Das ist aber nicht schlimm, deine Kiste wird die Verluste schnell ausgleichen. Bei Zimmerpflanzen kann es dann vorkommen das man mal einen Wurm darin findet. Drei Arbeitsebenen haben sich recht gut bewährt als Ausgleich zwischen wirklich reifem Humus, wenig verbliebenen Würmern und tolerierbarer Wartezeit. Wer wirklich wenig Würmer "verlieren" will, der greift oft zur vierten Ebene. Aber da habe ich keine persönliche Erfahrung. Ich hatte bisher, wie bereits geschrieben, nur Einkammer-System. Erst vor kurzem erwarb ich ein System mit mehreren Ebenen und die Wurmkiste ist noch nicht so weit.

Füttern:
Am Anfang gibt man immer nur eine dünne Schicht Futter und beobachtet die Würmer und wie gut sie das Futter annehmen. Es sollte keine dickere Schicht als 2-3cm entstehen. Gerade in der Anfangsphase würde ich dazu raten immer nur einzelne Stellen oder die halbe Oberfläche in der obersten Ebene mit Futter zu versorgen. Dadurch hast du einen besseren Überblick wie schnell das Futter zersetzt und angenommen wird. Schimmel ist ein guter Indikator für zu viel Futter, Gestank beruht meistens auf Fäulnis (zu viel Futter/zu wenig Sauerstoff). Einige Lebensmittel neigen aber zu Geruch beim zersetzen (Kartoffelschalen, Kohl)
Wenn du ein Gefühl für die Futtermenge und Mischung zwischen Küchenabfällen und Zellstoff entwickelt hast, kann man auch größere Mengen und damit seltener füttern.

Das erstmal von mir, falls noch was ist einfach weiterfragen ;)
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von Trulllla » Di 13. Aug 2019, 19:20

Ich habe noch einen Kommentar zum Thema Wurmkiste in der Wohnung / als Möbelstück.
Nach meinen eigenen Erfahrungen würde ich damit zumindest nicht beginnen. Am Anfang, bis man Erfahrung gesammelt hat, kann einiges schief laufen. Von Wurmflucht, über unangenehmen Geruch bis zu unerwünschten Mitbewohnern. Ich war zeitweise (und bin es noch) ganz froh, dass ich die Kiste ab und an nach draußen stellen konnte. Zum Beispiel um Schmetterlingsmücken loszuwerden. Mag sein, dass es von Anfang an gut läuft, aber viele von uns machen solche Erfahrungen. Klar, man will die Kiste nicht die ganze Zeit rumtragen, dazu wird sie auch zu schwer, aber die Option würde ich mir offen lassen. Und du hast ja einen Balkon. :)
Einen Hocker komplett aus Holz wird draußen kein Problem sein, aber der Stoffbezug den man teils sieht, könnte Nachteile mit sich bringen.
Keller geht natürlich auch, im Prinzip.
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von Wurmcolonia » Di 13. Aug 2019, 20:44

Trullas Bemerkung zum Thema "Mobilität der Wurmfarm" sollte man immer im Hinterkopf behalten. Entweder man hat einen Standort für die Farm, wo sie auf jeden Fall immer bleiben kann, egal ob es draußen sehr heiß oder sehr kalt wird, d.h. der Standort muss auch eine dann eine angenehme Temperatur für die Würmer bieten. Außerdem darf es an dem Standort nicht stören, wenn die Würmer "ungebetene Gäste", z.B. von Fliegen oder Mücken bekommen. Eine echte Wurmflucht darf dort auch nicht zu einer Katastrophe z.B. für Nachbarn werden, weil sie z.B. in den Nachbarkeller flüchten (für Würmer und ihre Besitzer ist eine echte Wurmflucht natürlich immer eine Katastrophe (cry) ).

Die genannten Szenarien (und es gibt sicher noch weitere, die ich noch nicht bedacht habe) haben mit dem Alter einer Wurmfarm nichts zu tun. Sie können in jedem Alter auftreten.

Eine schwere Wurmfarm könnte man evtl. mit Rollen versehen oder auf ein Rollbrett stellen. So hat man zumindest eine begrenzte Mobilität und könnte sie z.B. in einen anderen Raum schieben.
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von Trulllla » Di 13. Aug 2019, 20:49

Wurmcolonia hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 20:44
Die genannten Szenarien (und es gibt sicher noch weitere, die ich noch nicht bedacht habe) haben mit dem Alter einer Wurmfarm nichts zu tun. Sie können in jedem Alter auftreten.
(danke)
Puh! Und ich dachte es liegt an mir. :oops:
(Warum sehen eigentlich die Smileys so anders aus? so gelb und verzerrt und unscharf?)
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Re: Bau einer Wurmkiste und Neu hier ;)

Beitrag von Wurmcolonia » Di 13. Aug 2019, 21:09

Trulllla hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 20:49
(Warum sehen eigentlich die Smileys so anders aus? so gelb und verzerrt und unscharf?)
Ich hätte eher gedacht, dass du etwas über die Veränderungen weißt. Sie sehen seit kurzer Zeit immer wieder anders aus. Verzerrt und unscharf sehen sie an meinem Laptob aber nicht aus.
Wobei ich die grünen Smileys lieber mag als die gelben. Ich finde es auch besser, wenn sie einheitlich aussehen. Das gibt für meinen Geschmack ein besseres Gesamtbild des Forums. Wenn es eine Abstimmung geben sollte, bin ich für die grünen Smileys.
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