Holz der Wurmkiste droht zu brechen

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wurmneuling1991
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Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von wurmneuling1991 » Do 28. Nov 2019, 16:34

Hallo ihr Lieben,

ich dachte eigentlich mit dem Material Holz sei ich nun mit all der bisherigen Erfahrung am Endziel angekommen. In einem vorigen Thread hab ich ja bereits geschrieben, auf Holz umzusteigen. Hatte dann im Inet nochmal die Anleitung gefunden, wo Leimholz empfohlen wurde. Also bin ich ab zum Baumarkt und hab Leimholz Fichte genommen (allerdings kein Sperrholz).... ich hab Stärke 18mm genommen und eine 50cm x 32cm x 30 cm große bzw eher kleine Box gebastelt. Die Seiten nun fast halbrund, Deckel auch, Seiten generell auch hier und da angebrochen und das schlimmste ist: der Boden (der übrigens ein übrig gebliebenes unbehandeltes Sperrholzregal ist wie ich nun verstehe) ist mittig durchgebrochen, die beiden Teile um den Riss sind halbrund verbogen und drücken daher etwas aneinander. Wenn jedoch die Seiten selbst sich weiter verbiegen, ziehen sie mir vllt auch die Bodenhälften auseinander ... jedenfalls droht das ganze zu brechen und den Haufen Würmer in der Küche werd ich psychisch nicht überleben ☹️

Ich würd mich daher sehr auf Tipps freuen, wie ich das ganze noch retten kann und vor allem ob es nun wirklich nur an der Holzart liegt (also ob ich hätte Sperrholz nutzen müssen, wobei der Boden ja Sperrholz ist und dennoch brach)
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von Gao » Do 28. Nov 2019, 17:34

Das man da noch was retten kann bezweifle ich stark..
Am besten als Lehrgeld abhacken und nächstes mal besser machen. :D

Hab einige Jahre im Holzbau gearbeitet. Wintergärten und so.
Leimholz/Sperrholz ist generell prolematisch in Verbindung mit Feuchtigkeit.
Man kann zwar die Auswirkungen durch imprägnieren mit Leinöl oder heissem Wachs vermindern aber das hilft nur wenig.
Druckimprägniertes Holz oder anderer chemische Massnahmen würd ich meiden.
Schwierig zu sagen wie die Judels drauf reagieren. :?
Da würde ich eher auf massives Hartholz setzen wenns lange halten und in Form bleiben soll.
Eiche, Ahorn, Buche, Nussbaum etc.
Seekiefer kommt auch gut mit Feuchtigkeit klar und ist ned so teuer.
Je länger das Holz trocken gelagert wurde desto formstabiler ist es.
Definitiv aber kein Leim/Sperrholz. :lol:
Wenn nen Schreiner in der Nähe hast würd ich mal nach Resten fragen so kommt man zu kleinem Preis oder sogar gratis zu hochwertigem Vollholz.
L-Beschläge an den Ecken würden zusätzlich helfen das ganze in Form zu halten.
Ach und nächstes mal vorbohren dann spaltet sich das Holz weniger beim Schrauben ;)
Das Verleimen der Kanten wäre sicher auch sinnvoll. (Holzleim kaltwasserfest oder Epoxy)

Ka wo du deine Anleitung her hattest muss mich aber schon sehr wundern über die Empfehlungen. (irre)

Gruss Gao (wave)
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von wurmneuling1991 » Fr 29. Nov 2019, 11:09

Ohje gut - oder besser nicht gut 😂 vielen Dank! Harthölzer lassen sich leider in unserem Baumarkt nur in Form dicker küchenarbeitsplatten erwerben. Das ist mir zu dick und zu groß. Schreiner klingt gut - da werd ich mal im inet schauen, was wir so in der Nähe haben. Aber könnte man da nicht iWie entgegenwirken im Jetzt-Zustand? Vllt Kiste leeren, innen trocknen lassen und dann außen nass machen damit die sich iWie zurückbiegt? 🤔 und dann mit welchen Ecken/leisten die Form festigen?
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von Gao » Fr 29. Nov 2019, 12:20

Leider nicht..
Das Holz ist für diese Anwendung einfach nicht geeignet.
Besonders der Sperrholzboden das Zeug fault einfach durch.
Man hätte präventiv mit Leinöl arbeiten können aber das hätte die Sache nur verzögert.
Kanst das ganze ja schredern und den Würmern verfüttern :)=
Wenns bei euch im Baumarkt kein Vollholz zu kaufen gibt ist der Schreiner die beste Lösung.
Kaufe schon länger nur über den Schreiner Holz das Baumarktzeug taugt ned viel.
Ist auch ned wirklich teurer und die Beratung vom Fachmann ist auch was Wert. ;)
Und sonst.. Bauholz ist in der Regel auch recht hochwertig und das liegt ja fast überall rum.. 8-)
Mit anständigem Holz hält das dann auch paar Jahre!
Nachm Ernten gut auswaschen trocken lassen danach mit Leinöl behandeln dann kanst das Teil noch deinen Enkeln vererben. :lol:
Schrauben, Beschläge, etc am besten Edelstahl die rosten dann auch ned durch.
INOX Holzsenkkopfschrauben mit nem Tropfen Holzleim ins vorgebohrte Loch dann arbeiten sie sich auch ned über die Zeit raus.

Gruss Gao (wave)
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von Pfiffikus » Fr 29. Nov 2019, 21:29

Hallo,

mein herzliches Beileid zu diesem Misserfolg.
wurmneuling1991 hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 16:34
jedenfalls droht das ganze zu brechen und den Haufen Würmer in der Küche werd ich psychisch nicht überleben ☹️

Ich würd mich daher sehr auf Tipps freuen, wie ich das ganze noch retten kann und vor allem ob es nun wirklich nur an der Holzart liegt
Muss es denn wirklich Holz sein? In der Küche? Willst Du das russische Roulette wirklich spielen?

Natürlich gibt es Hölzer, die Du auch länger verwenden könntest. Da denke ich zum Beispiel an tropische Edelhölzer. Aber muss das sein? Gewiss nicht!


Ein gewisses Möbelhaus hält sehr praktische Gefäße bereit, die Dich ganz sicher nicht finanziell ruinieren werden.

Samla.jpg


Pfiffikus,
der Dir dann die Möglichkeit in Aussicht stellt, auch seitlich ein wenig Einblick in das unterirdische Geschehen nehmen zu können
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von Gao » Fr 29. Nov 2019, 23:49

Habe auch lang mit Holz rumexperimentiert...
Die praktischen Vorteile von Kunstoff überwiegen einfach.
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von wurmneuling1991 » Sa 30. Nov 2019, 20:11

Hallo Pfiffikus, hallo Gao,

ich hab vor dem Sommer meinen Wurmkompost in Plastik Euroboxen gestartet. Hatte eigentlich nur Nachteile davon:

- die Kiste ist ständig zu nass auch ohne jegliche Wasserzufuhr (die Lüftung reicht einfach nicht aus obwohl meine maximal war)
- die Feuchte wird zwar gut inne gehalten, aber wegen den feuchten Wänden, kriechen die Judels ständig da rum und finden leider zu oft den Weg nach draußen (es wurde mir/meinem Mann zu eklig auf dem Balkon und zu Hause ginge das mal gar nicht)
- das ständige Problem mit Judels im Auffangbecken/später Auffangnetz...

Im Grunde genommen würd ich bei all dem (sicher würden mir noch mehr Sachen einfallen) sagen, dass Kunststoff einfach nicht atmet und das erklärt auch schon vieles. Mit dem Holzsystem wird permanente Lüftung bei ständiger Dunkelheit im Innenraum gewährleistet, von allen Seiten inkl. Boden veratmet das Holz die abgegebene Nässe/Feuchte und behält trotzdem ausreichend inne- egal wie weit man sich reinbuddelt - die Feuchte des Substrats ist einfach ideal. Und der beste Nebenvorteil ist: die oberen Wandbereiche verbleiben trocken - im Gegensatz zum Kunststoff, wo sich ständig Kondensat befindet - die Würmer meiden diesen trockenen, rauen Bereich und bleiben selbst bei schlechten Bedingungen (hatte mal einen Gammelpfirsich darin) schön drinnen. Und da sie hier nicht weglaufen könnte ich die Kiste ins Haus holen wo 1. im Winter weiter gearbeitet wird und 2. im Sommer keine todestemperaturen herrschen wie auf dem Balkon. Der Verzug ist das einzige ärgerliche Problem, das ich gern bewältigen würd, jedoch bin ich nicht mehr vom Holz weg zu überreden 😁
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von wurmneuling1991 » Sa 30. Nov 2019, 20:18

Da muss man noch erwähnen dass beim Pladtik wegen dem generellen Nässeproblem viel zu viel Einwirkung erforderlich ist (ständig nachschauen, ob nicht zu nass und ggfl Papier untermischen; am besten auch regelmäßig alles durchmischen; bei Hitze auf Kühlung achten+die Würmer kriechen wie verrückt da raus usw usw)
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von Pfiffikus » So 1. Dez 2019, 00:50

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 20:11
jedoch bin ich nicht mehr vom Holz weg zu überreden 😁
Es liegt mir völlig fern, Dich zu irgendwelchen Dingen zu überreden, zu nötigen oder drängen. Die Anzahl der Plastikkisten, die verkauft werden, ist mir ebenso schnuppe, wie das verkaufte Holz Deines Lieblingstischlers. Und so bilde ich mir ein, dass ich Dir relativ unvoreingenommen von meinen Erfahrungen berichten kann. Diese habe ich mit meinen Dendrobena-Kisten (aus Plastik) gemacht. Es ist eben das Schlimme an unseren Erfahrungen, jeder hat nur seine eigenen.

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 20:11
- die Kiste ist ständig zu nass auch ohne jegliche Wasserzufuhr (die Lüftung reicht einfach nicht aus obwohl meine maximal war)
Dieses Problem habe ich gelöst, indem ich in den Kisten unten eine Schicht von gebrochenen Nussschalen eingebracht habe, die jegliche Feuchtigkeit aufnimmt und Luft von unten an das Substrat heran führt. Das hast Du auf den Bildern sicherlich gesehen.

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 20:11
- das ständige Problem mit Judels im Auffangbecken/später Auffangnetz...
Wieso Problem?
Wenn sich ein Wurm einmal nach unten zwischen die Schalen verzieht, dann darf er das. Und er hat jederzeit die Möglichkeit, nach dem Bade an den Nussschalen wieder nach oben zu klettern. Wie oft das geschieht, bekomme ich aber nicht mit.

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 20:11
- die Feuchte wird zwar gut inne gehalten,
Wenn Du auf einen (dicht schließenden) Deckel verzichtest, wirst Du die Feuchtigkeit los. Umgekehrt heißt das, dass viel Sauerstoff in die Kiste eindringt.
Im Gegenteil, ohne mein Zutun trocknet die Farm langfristig aus. Nasse Wände haben meine Kisten nicht. Täglich muss ich die Kisten mit ein paar Spritzern Wasser befeuchten, damit nicht alles austrocknet. Dendrobenas haben es ja gern ein wenig feuchter. Und das Befeuchten halte ich für weniger umständlich, als eine zu feuchte Farm wieder zu trocknen.
Letztendlich steht in jeder der beiden Kisten ein Rohr, mit dem ich bis auf den Boden der Kiste schauen kann. Damit sehe ich, ob sich am Boden der Kiste Feuchtigkeit sammelt und ob ich ein paar Tage lang auf die Bewässerung verzichten muss.

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 20:11
Mit dem Holzsystem wird permanente Lüftung bei ständiger Dunkelheit im Innenraum gewährleistet
Lüftung habe ich bei mir auf Grund des fehlenden Deckels ausreichend. Dunkelheit gibt es im Keller trotzdem reichlich.
Praktisch sollte es bei Dir im Haus kaum ein Problem darstellen, wenn es täglich mal hell und nachts wieder dunkel wird. Die in der Natur vorkommenden Kompostwürmer verkriechen sich auch tagsüber.

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 20:11
aber wegen den feuchten Wänden, kriechen die Judels ständig da rum und finden leider zu oft den Weg nach draußen (es wurde mir/meinem Mann zu eklig auf dem Balkon und zu Hause ginge das mal gar nicht)
Dann schau mal im Forum nach dem von mir entwickelten Elixier. Bei Wurmfarmen in Wohnräumen halte ich das für ein MUSS damit die Akzeptanz der Farm innerhalb der Familie gar nicht erst zu diskutiert werden braucht.


Pfiffikus,
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Re: Holz der Wurmkiste droht zu brechen

Beitrag von Wurmtraum » So 1. Dez 2019, 08:18

Hallo Wurmneuling 1991,

ich finde es echt schade um Zeit und die Mühe die du in deine Holzkiste gesteckt hast. Mit der Art des Holzes, welches du verwendest hast, wurdest du nicht gut beraten.
Gao hat dir sehr gute Tipps gegeben für einen Neubau einer Wurmkiste, um welchen du nicht drum herum kommen wirst.
Wie auch Pfiffikus schon erwähnte, macht ein jeder von uns seine eigenen Erfahrungen mit den verschiedenen Arten der Wurmbehausungen.
Ich bin mit meinen Wurmtürmen aus Euroboxen sehr zufrieden.
Von der Optik würde mich auch eine Holzkiste reizen.
Weihnachten naht und Frau hat noch so manchen unerfüllten Wunsch an ihren Hobbybastler :-))))
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