Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

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Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Wurmofant » Fr 3. Jan 2020, 19:13

Hallo,

seit dem 17.12.19 besitze ich wegen Amazons "Kunden haben auch angesehen" ein Wurm Cafe, obwohl ich eigentlich nur einen simplen Kompostmülleimer kaufen wollte.
Ich habe dann hier das Wurm Cafe mit Starterset gekauft und alles nach Anleitung aufgebaut und eingerichtet. Das Trum steht bei mir im Badezimmer (20°). Wie empfohlen habe ich die ersten drei Tage keinen Deckel aufgesetzt, sondern den Behälter mit einer LED Lampe beschienen. Erwartungsgemäß ist kein Wurm geflüchtet.
Nach diesen drei Tagen habe ich das Licht ausgemacht und den Deckel benutzt. Am nächsten Morgen lagen 2-3 Würmer im Bad herum - kamen nicht weit, aber waren noch lebendig - zurück in die Kiste.
Im Auffangbehälter waren nochmal etwa 10 Würmer in den Ecken verkrochen. Diese habe ich ebenso zurück in die oberste Ebene befördert.
Leicht geschockt :shock: habe ich den Deckel wieder entfernt und die LED Lampe drüber gehängt. Nach 1-2 Tagen wieder Deckel und gleiches Spiel - ein paar Würmer waren entkommen. Nun habe ich das Wurm Cafe etwas genauer untersucht und festgestellt, dass die Behälter teilweise richtig viel Spiel haben und große Zwischenräume aufweisen (2-3mm). Von einem Produkt das für den Betrieb in der Wohnung geeignet ist, hätte ich mehr erwartet. Auch der Deckel, lässt sich gut 2mm in alle Richtungen bewegen. Nach dem Aufsetzen des Deckels muss ich nun jedesmal darauf achten, dass dieses Spiel auf alle Seiten gleichverteilt ist, also links 1mm, rechts 1mm usw. Andernfalls ist auf einer Seite zu viel Spiel und es kann geflüchtet werden.
Generell haben die Ecken der zusammengesteckten Behälter auch zu viel Spiel (1-2mm). Außerdem sind die Behälter nicht gerade, sondern irgendwie bauchig, so dass sich auch dort teils erhebliche Zwischenräume bilden (fast 3mm).
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Das Wurm Cafe ist der verbesserte Nachfolger der WurmFactory. Jetzt sind 25 Jahre Erfahrung in diesem Modell.
Ich kenne die WurmFactory nicht, aber nach 25 Jahren Erfahrung hätte ich wirklich was besseres erwartet. Von der beworbenen Passgenauigkeit bin ich sehr enttäuscht :evil:
:idea: Hier noch meine Vorschläge für ein WurmCafe 2.0:
  1. Absolut dicht, Passgenauigkeit verhindert Flucht zu 100% Vielleicht eine Garten-Edition mit Lücken wie jetzt und von mir aus gerne eine teurere Indoor Variante mit extremer Passgenauigkeit. Das Teil so wie es jetzt ist, werde ich keinem für die Wohnung empfehlen.
  2. Kleinere Löcher im Deckel aberdafür mehr davon. Warum sind oben im Deckel so Riesenlöcher und an den Behältern seitlich so winzige?
  3. Keine erhabenen Ecken/Gänge im Auffangbehälter, wo sich Würmer verkriechen können. Bild Der große Berg in der Mitte sollte das einzige sein, das höher liegt.
  4. Leichtes Gefälle im Auffangbehälter, so dass sich Flüssigkeit beim Hahn sammelt
  5. Feinmaschiges Gitter an Auslassstelle, damit keine Würmer ertrinken können.
Nungut, es ist nunmal so wie es ist. Ich habe mir vor dem Verreisen über die Weihnachtsfeiertage eine Knetdichtmasse gekauft und damit die Ritzen abgedichtet - hat funktioniert und es ist trotz "Licht-aus" kein Wurm entkommen. Genau so über Silvester/Neujahr. Aber der Aufwand die Knetdichtung anzubringen und wieder zu entfernen ist tierisch hoch - ich will alle paar Tage in den Auffangbehälter schauen.
Bild

Momentan versuche ich es mit einer Tesa Fensterdichtung (P-Profil). Die habe ich an den eingesteckten Behälter klebt, so dass sie von oben auf den Rand des unteren Behälters drückt und ihn somit abdichtet. Nach einer Nacht noch kein Entkommen.
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Abgesehen von den Fluchtmöglichkeiten bin ich zufrieden mit dem Wurmkompostieren :)

Ich kann bis heute ein leises Matschen und Knacken hören, ich denke die Würmer sind gesund und sehr aktiv. Bei den meisten kann ich im Hinterlaib auch so gelbliche Pünktchen sehen - ich habe hier irgendwo gelesen, dass das Fetteinlagerungen sein sollen und ein gutes Zeichen ist. Durch die viele Kokoserde und die Matte ist der untere Behälter eigentlich schon voll. Gefüttert habe ich bis heute, Kopfsalat, Paprika, Pappe, Kaffeesatz, Tomaten, Eichenlaub, Möhrenschale mit Grün, Apfelschale, 1 Bananenschale, 1 halbe leicht angefaulte Orange (ich weiß, nicht zu viel Saueres). Irgendwo dazwischen ist eine Hanfmatte, die dermaßen durchwurmt und instabil ist, dass ich sie gar nicht mehr rausnehmen und obenauflegen kann. Es stinkt und schimmelt nix, die Feuchtigkeit stimmt wohl. Gut einen Liter Wurmtee habe ich in den zweieinhalb Wochen seit Start entnommen.

Fragen :?:
  • Warum nennt ihr die Würmer Judels? Woher kommt der Begriff?
  • Wie gesagt ist mein erster Behälter fast "voll" (seit 17.12.), so dass der Inhalt schon die Stege auf denen der nächste Behälter aufsetzen soll ein bisschen überragt. Ich habe noch kein Gefühl dafür, wann man am besten eine neue Ebene anfängt. Mein Dilemma ist, wenn ich noch mehr in den ersten Behälter fülle, passt der obere nicht richtig rein und es entstehen wieder Fluchtlücken. Wenn ich stattdessen einen neuen Behälter aufsetze, sackt vielleicht der Inhalt des unteren noch so zusammen, dass ein für die Würmer unüberwindbarer Zwischenraum entsteht - wenn es das denn gibt?
  • Ich habe bisher 1-2 tote erwachsene Würmer entdeckt, aber drin liegengelassen - ich denke bei 1000 Würmern Initialbesetzung wird im Schnitt fast täglich einer sterben, wenn das stimmt, dass die 2-3 Jahre alt werden.
  • In den letzten Tagen sind mir vermehrt so rotbraune Krabeltiere aufgefallen - sind recht flott unterwegs - keine Ahnung was die sind - kommen vieleicht aus dem Eichenlaub. Kennt die jemand?
    Bild
Gruß & Dank
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Trulllla » Fr 3. Jan 2020, 20:33

Lieber Wurmofant,
(willkommen)
herzlich Willkommen hier im Forum und Glückwunsch zu deinem Wurm Café! Da bist du ja wie die Jungfrau zum Kinde gekommen.
Hier werden sich sicher noch einige melden, die viel Erfahrung haben. Mir sind aber direkt zwei Dinge aufgefallen:

1) ein Wurmcafe bzw jegliche Wurmkiste sollte nicht dicht sein. Wenn es so dicht ist, dass die Würmer nicht rauskommen, dann ist es auch fast luftdicht. Du glaubst ja nicht, durch was für dünne Ritzen die sich quetschen können. Würmer brauchen zum Leben aber auch…eben: Luft. Ist so üblich unter Judels. Wenn du dich hier mal durchs Forum liest, wirst du merken, dass es häufiger mal vorkommt, dass die Judels unterm Deckelrand hängen, weil zu wenig Sauerstoff vorhanden ist.
Es ist zwar nicht so schön, die Würmer jetzt im Badezimmer zu haben, aber wenn sie sich erst mal eingelebt haben, und sie alles haben, was sie brauchen, dann brauchen sie auch nicht raus. Also nicht abdichten, sonst hast du nachher ganz viele Leichen.

2) Du hast in den letzten 2,5 Wochen die erste Eben gefüllt. Deswegen, und nachdem du beschrieben hast, was du da alles reingegeben hast (zugegebenermaßen kenne ich die Maße nicht), habe ich den starken Verdacht, dass du die Judels gerade überfütterst. Weniger ist mehr, besonders am Anfang. Sonst wird das Zeug gammelig, fault, stinkt, und da fühlen sich selbst die Judels nicht mehr wohl.
Ein Liter Wurmtee innerhalb von 2,5 Wochen spricht auch eher für eine ziemlich nasse Kiste, oder was sagen die anderen? Ich hatte in den letzten 2 Jahren nicht so viel. Auch wenn gerade alles gut aussieht, das kann sich schnell ändern. Vor allen Dingen ändert es sich unten in der Kiste, wo du es nicht so schnell bemerkst.

Wieviel haben sie vom Futter denn schon umgesetzt? Sobald die Würmer richtig futtern, wird sich das Volumen auch schnell reduzieren.

Viele Grüße und viel Erfolg,
Trulllla
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Wurmcolonia » Fr 3. Jan 2020, 22:21

Hallo Wurmofant,

auch von mir ein herzliches (willkommen) im Forum.

Zunächst einmal eine einfache Antwort zu der Bezeichnung "Judels" für unsere Würmer. Dieser Begriff ist vor vielen Jahren hier auf dem Forum kreiert worden, da die Wurmis ja Zwitter und daher gleichzeitig Jungs und Mädels sind. Aus der Kombination beider Begriffe wurde "Judels".

Was die fertigen Wurmfarmen angeht, so kenne ich mich damit nicht aus. Ich habe nur zwei einfache Wurmkisten bestehend aus Kisten aus dem Baumarkt. Sie haben auch Deckel, die (absichtlich) nur lose aufliegen. Dadurch gibt es in den Kisten eine bessere Sauerstoffversorgung. In der Anfangszeit waren meine Dendros recht erkundungslustig. Ich habe daher versucht meine damals einzige Kiste ausbruchsicher zu machen. Sie hatte bereits zwei starke Klammern mit denen man den Deckel befestigen konnte. Die Judels kamen unter dem Deckel durch. Darauf habe ich noch 6 mit Wasser gefüllte Marmeladengläser auf dem Deckel verteilt, um den Deckel zu beschweren. Aber auch da haben sie sich drunter durchgequetscht. Frag mich nicht wie? Sie können sich unglaublich dünn machen und kommen daher durch die schmalste Ritze. Also, eine Behausung für Judels ausbruchsicher zu machen, dürfte fast unmöglich sein . Nach einiger Zeit wurden sie ruhiger und weniger erkundungslustig und bleiben nun zumeist freiwillig zu Hause :)X .

Mit dem Füttern wäre ich am Anfang zurückhaltender, wie Trulla auch schon ausgeführt hat. Bei unseren Kleinen heiß die Devise "Eile mit Weile", nur Geduld. Es braucht alles seine Zeit und man kann nichts erzwingen oder beschleunigen. Das ist in Bezug auf unsere Wurmis eine der größten Herausforderungen für uns Menschen.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß und viele interessante Erfahrungen mit deinen Würmern. Wenn du Fragen hast, melde dich hier und wir werden dir gerne helfen, wenn wir können.

LG Wurmcolonia
Kompostwürmer, die kleinen Meister des Recyclings.
Otto, der Kompostwurm, erzählt von seinem Leben in der Wurmkiste auf https://wurmcolonia.blogspot.de
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Wurmofant » Sa 4. Jan 2020, 14:56

Danke für die freundliche Begrüßung und die Erklärungen. :)
Mir ist klar, dass meine Würmer atmen müssen. Ich nehme aber an, dass der Sauerstoffvorrat in der Kiste für ein paar Tage ausreicht, wenn ich alle paar Tage den Deckel aufmache. Zudem haben die Behälter Belüftungslöcher, es ist also nie vollig abgedichtet.
Wenn einzelne Würmer es durch die vorgesehenen Belüftungslöcher schaffen sollten, ok, dann akzeptiere ich das. Aber bitte nicht durch unbeabsichtigte Ritzen. Von mir aus kann man den gesamten Behälter ringsum mit tausenden winziger Belüftunglöcher spicken, aber die formbedingten Fluchtritzen gehören weg!

Da ihr das Wurm Cafe nicht kennt, hier Bilder von den Lüftungslöchern.
Der Deckel hat vier Lochfelder. Jedes einzelne Loch hat einen Durchmesser von ca. 1,5mm. Da kann ich mir gut vorstellen, dass ein Wurm durchpasst, aber vertikal durch ein Deckelloch ist bei mir noch nie einer raus. Klingt selbst für einen Wurm anstregend :lol: Ich würde mir kleinere Deckellöcher und dafür viel mehr davon wünschen.
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Und jede Wanne hat an der Seite auch ein paar Löcher, bei weitem kleiner sind als die im Deckel. Diese laufen nach innen trichterförmig zu und haben schätzungsweise einen Durchmesser von 0,5mm. Davon würde ich mir auch viel mehr wünschen - die scheinen bei dem winzigen Durchmesser völlig fluchunproblematisch zu sein.
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Wie gesagt, alle anderen Ritzen und Spalte gehören meiner Meinung nach weg.

Feuchtigkeit denke ich passt.
Als ich den Deckel wegnahm waren nur ganz wenige an der Oberfläche zu sehen und die waren ziemlich schnell im Boden verschwunden. Ich will da nicht groß drin rumwühlen, aber die liegen in Massen nah an der Öberfläche. Im Auffangbehälter waren ca. 15 Stück - einer ist im Auslassbecken beim Hahn ertrunken - der stank leicht. Der Hahn ist bei mir offen und es steht ein Litermaß drunter. Konstruktions(fehler)bedingt ist dort trotzdem immer ca. 2cm tiefer Wurmtee.
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Gruß
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Trulllla » Sa 4. Jan 2020, 18:09

Apropos, Eichenlaub enthält relativ viel Gerbsäure. Es könnte sein, dass die Würmer einen Bogen drum machen, oder siehst du schon, dass sie sich zersetzen?
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Wurmofant » So 5. Jan 2020, 17:52

Das Eichenlauf hab ich erst kürzlich oben als Schicht drüber, weil die Würmer die Hanfmatte schon so verwoben und zersetzt haben, dass man sie nicht mehr bewegen kann. Ich werde beobachten wie lange das Laub braucht. Die Gerbstoffe sind mir bekannt, ich werde die Tage mal den ph-Wert vom Wurmtee messen.
Übrigens, die Fensterdichtung funktioniert, es gibt nach nun drei Tagen noch keinen Fluchtwurm.
Wer ist eigentlich der Hersteller des Wurm Cafe, hat jemand Kontaktdaten für Verbesserungsvorschläge?

Apropos Überfüttern, die erste Ebene sollte man laut Anleitung mit einem ganzen Block Kokoserde (siehe https://wurmwelten.de/shop/wurmkiste-wurm-cafe.html) befüllen. Allein das füllte die Ebene schon zu einem Großteil. Dann nach und nach ein paar Küchenabfälle, die Hanfmatte und ein wenig
Laub - voll bis zur Markierung, innere Steghöhe. Ist schwer zu entscheiden, ob man da nun noch mehr draufpackt, weil es noch zusammensacken wird oder ob man eine neue Ebene beginnt.
:?: Wenn man eine neue Wanne einsetzt, soll die dann direkt auf diesen Stegen aufsetzen oder eher leicht auf dem Inhalt liegen.

Ich habe auch die Hoffnung, dass sich mit jeder neuen Ebene weniger bis gar keine Würmer mehr im untersten Auffangbecken verirren. Derzeit ist es so, dass ich etwa alle drei Tage unten reinschauen und das dreckige Dutzend nach oben befördere. Das wird mit zunehmendem Gewicht des Wurm Cafes (habe noch zwei extra Ebenen) sicher immer schwieriger. Um keinen verwesenden Stinkewurm im Wurmtee zu haben, muss der Wurmbademeister also ganz unten nachsehen. Die Wannenform verhindert leider nicht das Ertrinken.
Zuletzt geändert von Wurmofant am So 5. Jan 2020, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Pfiffikus » So 5. Jan 2020, 18:19

Hallo Wurmofant,

herzlich willkommen hier im Forum!
Wurmofant hat geschrieben:
Sa 4. Jan 2020, 14:56
Mir ist klar, dass meine Würmer atmen müssen. Ich nehme aber an, dass der Sauerstoffvorrat in der Kiste für ein paar Tage ausreicht, wenn ich alle paar Tage den Deckel aufmache.
Es mag sein, dass dieser Sauerstoff zum Überleben reicht. Aber zum Wohlfühlen? Und für die ganzen Abbauprozesse, die von Mikroben und von Würmern erledigt werden?


Wurmofant hat geschrieben:
Sa 4. Jan 2020, 14:56
Wie gesagt, alle anderen Ritzen und Spalte gehören meiner Meinung nach weg.
Im Gegenteil!
Wenn es um den Sauerstoff geht, solltest Du sogar den Deckel weg lassen, wie ich. Das garantiert optimale Sauerstoffversorgung und minimale Fäulnis.



Pfiffikus,
der Dir an dieser Stelle das Bleib-Hier-Elixier ans Herz legen würde, falls Du zu wenig Vertrauen zu Deinen Judels hast
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Wurmofant » Mo 6. Jan 2020, 22:16

Danke für die Idee, das Elixier werde ich anrühren und ausprobieren. Für den Moment bleibe ich aber erstmal beim Deckel, denn ich habe den Eindruck, dass es den Würmern gerade ganz gut geht. So ist es dunkler in der Kiste und die oberste Schicht bleibt feucht und wird gefressen. Habe eben sogar drei Kokons an der Oberfläche entdeckt.
Und ein paar viele Milben wuseln da auch rum - also zumindest denke ich, dass das rotbräunliche Milben sind (siehe Bild vom ersten Beitrag).
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Wuseline » Mo 6. Jan 2020, 23:54

Man darf den Sauerstoffverbrauch nicht unterschätzen, gerade im Sommer bei höheren Temperaturen kann es dann vorkommen, dass sie alle an den Luftlöchern hängen, oder auch ne große Wurmflucht, von mehreren hundert Würmer deswegen stattfindet.

Wenn ein paar Würmer außerhalb sind, ost da keine Wurmflucht. In der Kiste dürfen sie machen was sie wollen, ich hab anfangs keine Würmer vom unteren Becken nach oben transportiert, sie können ja allein auch wieder nach oben. Es ist durchaus normal, dass sich ein paar Erkundumhsfreudige mal auf den Weg nach draußen machen. Mal ist es hier niemand, mal 5 pro Woche, da mach ich mir keine Gedanken, ist ja prozentual sehr wenig.

Mit dem Futter würde ich auch aufpassen, es erscheint mir zuviel. Kokosblock ist OK, damit ist das Grünfutter gemeint, was du gibst. Ich hab anfangs alle drei Tage eine halbe Tasse gegeben. Es reihenweise nebeneinander hinein gelegt, um zungucken, wie schnell sie es fressen. Und ganz langsam gesteigert. Es dauert eine Weile bis sie wirklich mehr verwerten können.

Nimm das Substrat ohne Würmer in die Hand, wenn du es drückst und es bröselt auseinander ist es zu trocken, tropft aber Wasser aus der Hand ist es zu feucht.

Über das Laub kannst du auch kleine Spinnen mitgebracht haben. Vorsicht man kann auch andere Dinge einschleppen.
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Re: Wurm Cafe - Erste Erfahrung, Kritik und Fragen

Beitrag von Sophie0816 » Di 7. Jan 2020, 11:25

Hallo Wurmofant,
von diesen kleinen braunen Tierchen hab ich auch ganz viele. Sollen wohl braune Milben sein. Helfen beim Zersetzen. Krabbeln bei mir gerne alle nach oben zum Rand, wenn ich an der Farm zu schaffen habe.

Grüße Anja
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