Ernten des Humus / fertiger Humus?

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wurmneuling1991
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Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von wurmneuling1991 » Fr 13. Mär 2020, 23:07

Hallo ihr Lieben,

ich hab nun viele Threads zum Thema Ernten gelesen, aber irgendwie fehlt dann doch immer das, was grade auf den individuellen Fall zutrifft, deswegen hoff ich mir von euch ein paar Tipps einzuholen.

Folgendes und eigentlich immer dasselbe "Problem" bei mir (Hab ein 2-Kammer-Wandersystem):

Eine Hälfte wird in Anbetracht des vielen Papiers (ca. wie empfohlen 20-30% des Futters), das im Endeffekt doch eher unzersetzt verbleibt, nach gut 2 Monaten bereits voll, 2/3 sind dann bereits "Humus" bzw. erdig und eben zwischendurch noch das ganze Papier und kleine Stückchen an irgendwelchem unzersetztem Zeugs.

Bereits 2-3 Mal ausprobiert und es dann doch aufgegeben war: Volle Hälfte bssl durchmixt, in Ruhe gelassen und mit der zweiten Hälfte angefangen. Aber die Würmer fühlen sich nun mal ziemlich da wohl, wo sie waren und gehen nicht wirklich auf die andere Hälfte über. In der Zeit sammelt sich natürlich weiteres Futter, das ich mittlerweile in einem separaten wurmfreien "Vorkompost" sammle. Nur der füllt sich langsam auch schon ...

Bisher habe ich kein einziges Mal Licht im Tunnel erblickt hinsichtlich dessen, wann denn so ein Humus endlich fertig ist. Im Endeffekt hab ich das bisher einfach iwann gesiebt, gesiebtes in eine Hälfte und ungesiebtes in die andere... doch selbst dann tummeln sich bestimmt 70% meiner adulten würmer im gesiebten humus und das frischfutter gammelt oder trocknet. Also licht an und löffel für löffel "ernten" des gesiebten Zeugs.

Daher mal paar Fragen:

1. durchmischt ihr das Ganze mal? Oder lasst ihr die Würmer Schicht für Schicht arbeiten, so dass sich eine Art Gradient hinsichtlich der Humusreife bildet?

2. Wie oft erntet ihr ca.? Jede 3 Monate bei 50x30x30 cm war so mal mein Plan, aber ich glaub, bis ALLES sauber ist, reif usw und wurmfrei kann ich echt 100 Jahre warten und mir gute 5 weitere Wurmboxen anlegen.

3. Ich hab massig viele Würmer, aber irgendwie dauert das alles echt ewig ... ich würd aktuell geschätzt sagen, dass die täglich nur 1/10 dessen futtern, was täglich so anfällt (durchschnittlich max 1 Müslischale täglich inkl Papier). Bei meinem Vorkompost verbleiben daher täglich ca. 9/10 und so sammelt sich da langsam echt was an.

4. füttert ihr erst wieder, wenn alles zu Humus verarbeitet wird oder einfach in regelmäßigen Abständen unabhängig davon, wie weit das Futter zuvor ist? Es gibt ja Sachen, die ne halbe Ewigkeit brauchen, bis Würmer da dran gehen - das sammelt sich ja dann auch im Futterhaufen dh die gehen immer nur an das leckerste und der Rest wird eher nicht angerührt

Feuchtigkeit ok, pH ok, Würmer fit/aktiv/Clitellum top/Kokons vorhanden...

Ich hab denen letztens mal etwas Vorsprung gegeben, mein ganzes gesammeltes Futter weggeschmissen und 1 Woche nicht gefüttert, in der Zeit frisches gesammelt. Nun sind 3 Wochen um, die haben geschätzt grad die Tagesdosis von Tag 1 gegessen, ich hab aber bereits eine Menge von 20 Tagesfutterdosen angesammelt ... heut mal alles umgewälzt und eher das gefühl gehabt, die brauchen noch n weilchen.

Was könnte das Problem sein? Vllt denke ich selbst iwie falsch?
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von Wurmcolonia » Sa 14. Mär 2020, 11:29

Hallo wurmneuling,
wenn du eine Hälfte deiner Wurmfarm ernten möchtest, darfst du dort keinesfalls mehr Futter geben. Es würde sich sogar empfehlen, wenn möglich, Futter von dort auf die andere Seite verlegen. Und, wenn du dabei gleichzeitig einige Würmer verlegst, um so besser, die brauchst du dann später nicht mehr umzulegen.

Außerdem kannst du davon ausgehen, solange Würmer in ihrer Hälfte noch Futter finden, dafür reichen auch Pappreste aus, dass sie keinen Grund haben rüberzuwandern. Sie können diesbezüglich sehr genügsam sein.

Alle drei Monate Wurmhumus zu ernten ist illusorisch. Rechne eher mit sechs Monaten oder mehr. Du wirst auch nie eine Hälfte komplett wurmfrei kriegen. Da kannst du ewig warten. Einige Würmer wirst du immer umlegen müssen.

Schließlich habe ich den Eindruck, dass du wahrscheinlich zu viel fütterst. Stell die Fütterung einfach mal eine Weile ein, damit sie hinterher kommen mit dem Futtern. Wenn du deine kompletten Küchenabfälle füttern möchtest, brauchst du wahrscheinlich eine zweite (oder noch mehr) Kisten. Oft wird das Pensum, das sie schaffen, deutlich überschätzt. Wenn du wieder anfängst zu füttern, kannst du versuchen sie gezielt mit Leckerlis auf die andere Seite zu locken, Haferflocken, Mehl, braunes (süßes!) Obst (in einen braun gewordenen Apfel haben sich meine Dendros geradezu "reingebohrt" :D ) u.s.w.

LG Wurmcolonia
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von Pfiffikus » Sa 14. Mär 2020, 12:15

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Fr 13. Mär 2020, 23:07
Volle Hälfte bssl durchmixt, in Ruhe gelassen und mit der zweiten Hälfte angefangen. Aber die Würmer fühlen sich nun mal ziemlich da wohl, wo sie waren und gehen nicht wirklich auf die andere Hälfte über. In der Zeit sammelt sich natürlich weiteres Futter, das ich mittlerweile in einem separaten wurmfreien "Vorkompost" sammle. Nur der füllt sich langsam auch schon ...
Vergiss es!

Man wird es nie schaffen, alle Würmer und Wurmbabies aus einem Teil der Farm heraus zu locken. Einige werden immer bleiben.

Praktisch ist das auch nicht weiter schlimm. Wichtig ist, dass genügend Würmer in der Farm verbleiben. Die werden sich, wenn die Bedingungen dort passen, schnell wieder vermehren und mit voller Mannschaftsstärke auf der Matte stehen.

Es sollte auch kein Problem entstehen, wenn beim Düngen mit Wurmhumus einige Würmer verteilt werden. An den Wurzeln der lebenden Pflanzen werden Kompostwürmer kaum knabbern wollen. Also - was solls? Ernte den Humus und freue Dich darüber!

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Fr 13. Mär 2020, 23:07
aber ich glaub, bis ALLES sauber ist, reif usw und wurmfrei kann ich echt 100 Jahre warten
So ist es. Versuche es gar nicht erst!

wurmneuling1991 hat geschrieben:
Fr 13. Mär 2020, 23:07
In der Zeit sammelt sich natürlich weiteres Futter, das ich mittlerweile in einem separaten wurmfreien "Vorkompost" sammle. Nur der füllt sich langsam auch schon ...
Warum setzt Du nicht schon mal eine kleine Anzahl von Würmern in diesen "Vorkompost"?



Pfiffikus,
der meint, es kann nicht schaden, wenn die schon einmal die richtigen Mikroben über die neuen Speisereste verteilen
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von wurmneuling1991 » Sa 14. Mär 2020, 14:39

Danke für eure Antworten!

Dass mit zu viel füttern stimmte schon. Ich versuchte vieles schon aus, damit es iWie schneller geht, aber obwohl bei uns kaum was anfällt (wie gesagt ca 1 müslischale täglich inkl!!! Papier) hatte ich mir ja doch erhofft dass die Riesen Anzahl an Würmern doch hinterherkommen sollte. Deswegen hab ich auch vor 3-4 Wochen angefangen nach Nachfrage zu füttern (Häufchen in die Mitte, nach 2-3 Tagen sinkt das Häufchen und ich geb noch was dazu). Futter wird währenddessen vorkompostiert. Da möchte ich keine Würmer drin haben, da ich den täglich bei Zugabe des eingefrorenen und aufgetauten frischfutters gut vermische - da sterben mir die Würmer eh schnell ab :(

Ich schätze wenn ich das auf den Zustand des „alles zersetzt“ bringen möchte, dürfte ich tatsächlich mega lange warten.

Also schmeißt ihr doch einen Teil der Küchenabfälle weg?
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von Wurmcolonia » Sa 14. Mär 2020, 21:41

Bei mir fallen Küchenabfälle nicht immer im gleichen Umfang an. Je nachdem, habe ich durchaus mal zu viel und manchmal zu wenig. Wenn es zu wenig ist, gibt es im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt "Abfälle" zum Zufüttern, ist es zu viel und kann ich es nicht im Kühlschrank verwahren, muss ich es anderweitig entsorgen. Im Tiefkühlfach habe ich keine Kapazität dafür. Hast du einen Gefrierschrank oder -truhe und auch noch Platz übrig, kannst du potentielles Futter für später einfrieren. Aufgetautes Futter kann dann von den Würmern zudem besser verwertet werden.

Der Zustand "alles zersetzt" wurd durchaus in diesem Leben erreicht. Wir rechnen hier in Monaten und nicht in Jahren. Ich habe schon mehrfach Humus geerntet in dem so gut wie keine Futterreste mehr waren. Allerdings würden diese in der Natur auch nicht stören.

LG Wurmcolonia
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von Wurmtraum » So 15. Mär 2020, 06:55

Als meine erste große Wurmmanschaft ( ca. 1000 St.) bei mir eingezogen sind, waren die mit richtig viel Substrat geiefert worden. Ein Teil dieses Substrats konnte ich dann nach ca. 4 Monaten in meditativer Weise mit einem Esslöffel ernten.
Seit Mitte Oktober hatt sich noch nicht soviel Wurmhumus in meinen Türmen nachgebildet da der Futterumsatz wegen den kälteren Temparaturen nachgelassen hat.
Sobald es wieder wärmer wird und die Judels auf den Balkon dürfen wird sich der Futterverbrauch auch wieder erhöhen.
Was lernen wir wieder daraus? Unsere Judels brauchen Zeit und Geduld und wir sollten uns im Umgang mit ihnen auch entschleunigen.
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von Stadtfarmerin » So 15. Mär 2020, 12:40

Ich geb auch mal meinen Senf dazu. Meine Lombrico-Wurmfarm (3-Ebenen-Stapelsystem) hat letzte Woche ihren ersten Geburtstag hier bei mir gefeiert.

Nun, nach einem Jahr (!) ist die 2. Ebene fast voll. Dann kann ich die 3. Ebene aufsetzen, und erst wenn die voll ist, kann ich zum 1.x Wurmhumus ernten, nämlich aus der untersten Ebene, die dann leer wieder oben drauf gesetzt wird. Also ich rechne damit, dass das nochmal ein halbes Jahr gehen wird.

Ich hab mittlerweile meine Erwartungen an die Judels auf ein realistisches Maß runtergeschraubt, sowohl was die Futtermenge betrifft, die sie verwerten können, die Zeit, in der das tun können, als auch die Häufigkeit und Menge der Humusernte.

Wir sind ein Zweipersonenhaushalt und essen gerne und viel Obst und Gemüse. Da fällt schon einiges an potentiellem Wurfutter an. Wir könnten damit wahrscheinlich 5 Wurmfarmen versorgen. Zum Glück haben wir noch unsere beiden Meerschweinchen, und ich habe noch eine Mehlwurmzucht. So wird kaum was weggeschmissen.
Viele Grüße
Christina
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von wurmneuling1991 » So 15. Mär 2020, 22:34

Hallo Christina,

danke für deine Antwort!

Das macht natürlich wenig Hoffnung :( Im Grunde genommen heißt es doch die Kompostwürmer vermehren sich entsprechend dem Angebot, aber ich glaub viele Theorien passen dann doch nicht so ganz auf den Individualfall. Wir essen alle unterschiedliche Sachen...

Gestern hab ich jedenfalls meine Hälfte durchgesiebt, Rest inkl Würmer zurückgetan. War gut ein Eimer Humus aber doch ganz schön viel unzersetztes. Versuche dem ganzen jetzt mal etwas Vorsprung zu geben, allerdings haben wir keine Biotonne und die Entsorgung des Futters, das über ist, müsste über den Restmüll erfolgen ... das ist einfach viel zu schade :(
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von Worma » Mo 16. Mär 2020, 21:23

Hallo Wurmneuling,
ich kann deine Enttäuschung gut nachvollziehen, denn ich kenne den Frust bei der Erkenntnis, dass die Judels doch nicht das wegfressen, was man sich erhofft hatte. Meine schaffen etwa eine 5ooml Dose zweimal in der Woche plus Papierschnipsel. Da bei uns mindestens doppelt so viel anfällt, vergrabe ich jede Woche eine Schüssel von Gemüseabfällen irgendwo, wo ich denke, dass es dem Boden guttut. Manches im Vorgarten oder in einem größeren Blumenkasten (in dem inzwischen auch Judels leben :D) oder im Beet am Straßenrand... Denn Abfälle von Biogemüse sind zum Wegschmeißen einfach zu schade: Mit der Schaufel eine Kuhle ausheben, Abfälle rein, etwas Gartenerde drüberstrreuen, damit die Nachbarn nicht gleich die Karottenschalen leuchten sehen - und damit es besser feucht bleibt. (beet) Im Sommer ist es nach 3 Wochen schon deutlich zersetzt.

Für meine Judels hab ich ein Mehrebenensystem und hab nach 9 Monaten das erste Mal geerntet. Die zweite Ernte war dann nach noch größerem Abstand. Und trotzdem war die unterste, 15 Monate alte Schicht, weder Judelfrei noch Stückchenfrei. War aber für mich in Ordnung so. Und die Ernte mach ich nach wie vor, wie Wurmtraum so schön schreibt, meditativ mit dem Löffel bzw. Kinderschäufelchen.

Eine Ebene ergibt dann, wenn es aufgelockert ist, ca. 8 Liter Wurmhumus. Damit komm ich bei meinen Blumenkästen und -kübeln weit genug.
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Re: Ernten des Humus / fertiger Humus?

Beitrag von SuMiXaN » Do 19. Mär 2020, 15:49

Ich glaube in vielen Wurmkisten kann man deutlich mehr füttern als viele denken. Das Futter kann auch höher als 4cm oder so gehäuft werden. Wenn viel Futter gleichzeitig vor sich hinrottet, wird sich die Wurmpopulation anpassen. Man darf aber nicht spontan die Futtermenge verdreifachen, die Würmer brauchen Zeit um sich auf ein wachsendes Nahrungsangebot einzustellen. Darüber hinaus wird es mit steigender Futtermenge schwieriger eine gute Versorgung mit Sauerstoff zu erreichen und damit Fäulnis vorzubeugen. Dabei ist Strukturmaterial entscheidend, welches Hohlräume schafft sowie den Feuchtigkeitshaushalt reguliert. Je kleiner das System ist, desto schwieriger wird eine gute Balance und es bedarf mehr Kontrollen und Regulierungen (Futter anfeuchten, trockenes Material untermischen usw.). Man sollte auch darüber nachdenken ob sich die Sauerstoffzufuhr bei der Konstruktion noch verbessern lässt. Wenn eine Wurmkiste einmal läuft, bleiben die Würmer in der Regel ohnehin Zuhause, Luftungslöcher hin oder her.

Wenn meine Würmer ein größeres Futterangebot bekommen, dann bildet sich immer eine Fress-Schicht, eine Pionier-Schicht mit Würmern die das Futter vorbereiten und eine wurmlose Schicht. Ich mache mir um die Futtermenge nicht mehr allzuviele Gedanken und kontrolliere ab und zu ob sich irgendwo sehr matschige und riechende Stellen befinden die dann durchgemischt und mit trockenem Material reguliert werden. Das bedarf dann natürlich mehr Arbeit und Übung. Wenn alles nicht hilft und man das Futter in einer Wurmkiste oder Wanderkasten verwerten will, sollte man vllt. über weitere Kisten nachdenken.

Hoffe dieser Beitrag wird mit der nötigen Vorsicht gelesen (und umgesetzt) und ich bringe jetzt keine Kisten zum kippen!

SuMiXaN
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