Wie die Jungfrau zum Kinde

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Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Ichimoku » Fr 15. Mai 2020, 13:02

Unverhofft hat sich heute die Situation ergeben ein Tagebuch anzufangen.
Ich habe eine Kübelpflanze umgetopft, die Erde war durch den vielen Regen triefend nass, und ich fand etliche winzige Regenwürmer. Diese habe ich sofort "gerettet" …. und danach meine anderen Kübel vorsichtig durchwühlt, da ich diese erst vor einigen Wochen neu bepflanzt hatte.
Und tatsächlich auch dort fand ich einige winzige Würmchen und auch einige orange Kügelchen (Kokons?).
Aus den Kübeln habe ich noch einiges an Erde raus genommen, denn erstens scheint sie offensichtlich regenwurmgeeignet zu sein und zweitens hoffe ich, daß sich darin noch etliche Kokons befinden.
Es handelt sich übrigens um die billigste 08/15 Erde von einem großen Discounter.
So, nun habe ich aber noch keine Wurmfarm, aber viele Zimmergewächshäuser von denen ich jetzt 2 zu Farmen umfunktioniert habe.
Zeitungspapier, die Erde mit den Würmchen und darauf umgedrehte, Eierkartons die ich teilweise mit Gurckenraspeln, kleinen Tomatenstückchen und Haferflocken locker gefüllt habe.
So haben sie den Eierkarton als "Futterstationen" und die leeren als Rückzugsorte, Begegnungsstätten, Spiel- und Kletterplatz …. oder sie ignorieren ihn einfach.
Und ich bin nun extrem gespannt was sich daraus entwickelt und muss dringend eine Wurmfarm bestellen ;)
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Pfiffikus » Fr 15. Mai 2020, 16:36

Hallo Jungfrau,

Glückwunsch zu Deiner Entscheidung!

Ichimoku hat geschrieben:
Fr 15. Mai 2020, 13:02
etliche winzige Regenwürmer.
...
Zeitungspapier, die Erde mit den Würmchen und darauf umgedrehte, Eierkartons die ich teilweise mit Gurckenraspeln, kleinen Tomatenstückchen und Haferflocken locker gefüllt habe.
Beim ersten Mal lesen klingt das gigantisch!

Stell Dir einfach mal vor, alle kleinen Würmchen würden auf Deiner Hand liegen. Wie viel würden die auf die Waage bringen? Als erste Futterration würde ich ein Zehntel, höchstens ein Viertel dieses Wurmgewichtes empfehlen. Gerade nach einem solchen Umzug lässt der Appetit der Würmer erst mal nach.

Andernfalls kommt es zwangsläufig zu anderen Gästen als den Kompostwürmern, die Du kultivieren willst. Oder es kommt zu Fäulnis.

Wenn Du beobachtet hast, dass alles aufgefuttert wurde, darfst Du gerne nachlegen.


Pfiffikus,
der hofft, dass Du dies beachtet hast
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Ichimoku » Fr 15. Mai 2020, 17:22

Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 15. Mai 2020, 16:36
Hallo Jungfrau,

Glückwunsch zu Deiner Entscheidung!


Beim ersten Mal lesen klingt das gigantisch!

Stell Dir einfach mal vor, alle kleinen Würmchen würden auf Deiner Hand liegen. Wie viel würden die auf die Waage bringen? Als erste Futterration würde ich ein Zehntel, höchstens ein Viertel dieses Wurmgewichtes empfehlen. Gerade nach einem solchen Umzug lässt der Appetit der Würmer erst mal nach.

Andernfalls kommt es zwangsläufig zu anderen Gästen als den Kompostwürmern, die Du kultivieren willst. Oder es kommt zu Fäulnis.

Wenn Du beobachtet hast, dass alles aufgefuttert wurde, darfst Du gerne nachlegen.


Pfiffikus,
der hofft, dass Du dies beachtet hast
Danke Pfiffikus für deine sicherlich zutreffende Anmerkung.
Geschätzt wiegen alle, die ich gesehen habe, maximal 10 Gramm …. eher weniger.
Morgen werde ich mal eine Kontrollbesichtigung vornehmen und einen Teil des Futters entfernen.

Ichimoku,
die über jeden Ratschlag sehr dankbar ist
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Ichimoku » Mi 20. Mai 2020, 15:08

So, ich hatte mir nun ca 300 Würmer dazu gekauft, die ich auf 2 Boxen aufgeteilt habe.

Beide Boxen mit Kokoshumus und Papierschnipseln gefüllt. Eine Box bekam in die Mitte eine dünne Schicht Stroheinstreu. (Test wie das angenommen wird)
Die eine Box habe ich mit einer Hanfmatte abgedeckt, unter der sich schon nach 30 Min die Würmer versammelt hatten. Das hat mich echt erstaunt. Also direkt von DHL unter die Hanfmatte :)
Die andere Box habe ich mit Hanfeinstreu abgedeckt. ( Auch hier der Test, was beliebter ist Hanfmatte vs Hanfeinstreu).
Jetzt hoffe ich, dass sich alle gut einleben und ich in ein paar Monaten einige in den Garten auswildern kann.
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Wurmtraum » Mi 20. Mai 2020, 18:44

Für eine stadtliche Vermehrung und zum späteren "auswildern" wirst du sehr viel Geduld aufbringen müssen.
Die Tugend der Geduld wird einem durch die Würmlein recht bald gelehrt.
Es geht alles sehr langsam, nur bei der Vertilgung der Hanfmatten da geben die Judels so richtig Gas und verputzen die innerhalb kürzester Zeit.
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Ichimoku » Mi 20. Mai 2020, 19:08

Wurmtraum hat geschrieben:
Mi 20. Mai 2020, 18:44
Für eine stadtliche Vermehrung und zum späteren "auswildern" wirst du sehr viel Geduld aufbringen müssen.
Die Tugend der Geduld wird einem durch die Würmlein recht bald gelehrt.
Es geht alles sehr langsam, nur bei der Vertilgung der Hanfmatten da geben die Judels so richtig Gas und verputzen die innerhalb kürzester Zeit.
Das mit der Geduld habe ich hier schon oft gelesen. Das passt aber genau zu meinem neuen Gartenprojekt, da braucht man ja auch oft viel Geduld.
2 perfekte Hobbys um alles mal zu entschleunigen.
Mich würde echt mal interessieren, was das besondere an der Hanfmatte ist. Ich habe hier eine XXL Matte, die wird wohl eine Zeit ausreichen. Wie wohl das Hanfstreu angenommen wird? Es riecht auch richtig gut.
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Ichimoku » Mi 20. Mai 2020, 21:07

Einige Berichte von Pfiffikus über das Verfüttern von Algen bringen mich gerade auf eine Idee.
Da ich viel japanisch koche habe ich oft Algen übrig, die bisher in den Biomüll wanderten. Das werde ich mal den Würmern anbieten …. da fehlt zwar dann das unwiederstehliche Teicharoma, aber vielleicht mögen sie es ja trotzdem.
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Wurmtraum » Do 21. Mai 2020, 05:33

Wenn die gekauften Algen, welche du zum Verzehr verwendest, durch Salz haltbar gemacht wurden, wäre ich vorsichtig mit Verfüttern. Das Salz bekommt den Würmlein gar nicht.
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Wurmtraum » Do 21. Mai 2020, 05:34

Ich kann dir leider auch nicht sagen wie die Hanfmatte schmeckt oder welche Gemschmacksnote die eine oder andere Matte hat. Es gibt auch den Tread über Hanfmatten und Co.
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Re: Wie die Jungfrau zum Kinde

Beitrag von Ichimoku » Do 21. Mai 2020, 09:27

Wurmtraum hat geschrieben:
Do 21. Mai 2020, 05:33
Wenn die gekauften Algen, welche du zum Verzehr verwendest, durch Salz haltbar gemacht wurden, wäre ich vorsichtig mit Verfüttern. Das Salz bekommt den Würmlein gar nicht.
Die Algen sind nur getrocknet und werden lediglich verwendet um eine Brühe daraus zu kochen. In die Brühe kommen weder Salz noch irgendwelche Gewürze. Bzw alles was man in die Brühe gibt kommt eh erst hinein, nachdem man das Algenblatt herausgenommen hat. Nach dem Kochen sind sie ganz weich. Ich werde einfach mal ein kleines Stück anbieten, vielleicht ist es eine Möglichkeit um die Vielfalt der Fütterung zu erhöhen.
Heute Nacht (1. Nacht im neuen Zuhause) habe ich die Boxen mit dem Deckel verschlossen. Als ich ihn heute morgen abnahm, war sowohl unter der Hanfmatte als auch darüber ein lustiges Gewusel.
Und auch in der Box, die mit Hanfstreu abgedeckt ist, waren etliche Würmer auf dem Hanf obendrauf. Wie es unter dem Hanfstreu aussieht kann ich nicht sagen, weil ich es ja nicht hin und herschieben möchte.
Ich wünsche euch einen schönen Feiertag. LG Ichimoku
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