Newsletter

Monatliche Tips rund um folgende Themen:






Anmeldung



Start

Neueste Nachrichten

Willkommen auf der Startseite

Wurmtee stinkt - soll Komposttee so sein?

Diese Frage kommt direkt aus unserem Forum!

Frage: Ich habe gemerkt, dass der Wurmtee aus der untersten Schicht meiner Wurmfarm beim Abfüllen oft schlecht riecht. Kann ich den Wurmtee trotzdem anwenden?

Jasmin R. aus Schlanstedt

Antwort: Diese Frage kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Der Geruch verfliegt in der Erde schnell wieder, Sie können also auch Ihre Zimmerpflanzen damit gießen. Um zu erfahren warum das so ist, lesen Sie weiter:

Der Wurmtee (auch Komposttee genannt) entsteht, wenn die Kompostwürmer und Bakterien Ihren Biomüll verwerten. Er ist voller Nährstoffe und deshalb sehr als Dünger gefragt. Oft sind unsere Kunden aber verunsichert. Steht doch überall geschrieben, dass eine Wurmfarm geruchslos sein soll. Der Wurmtee in der untersten Schicht stinkt aber oft wenn man ihn ablässt.

Dieses Paradox hat mit den Bakterien im Kompostvorgang zu tun. Es sind immer aerobe (sauerstoffliebende) und anaerobe (sauerstoffhassende) Bakterien in einer Wurmfarm vorhanden. Die Kompostwürmer nutzen vor allem die aeroben Bakterien, kultivieren diese sogar. Durch die ständige Bewegung der Kompostwürmer in der Wurmfarm, ist immer genügend Sauerstoff im Substrat um diese aeroben Bakterien mit Sauerstoff zu versorgen.

Der Vorteil dieser Bakterien ist - unter anderem - ein höherer Nährwert des Wurmhumus bzw. Wurmtees und dass es nicht riecht. Stark vereinfacht ausgedrückt: Die aeroben Bakterien benutzen den Sauerstoff um die anaeroben zu zerstören.

In der untersten Schicht steht der Wurmtee aber still und wird nicht bewegt. Je nach Temperatur, können bereites wenige Stunden dazu führen, dass der Sauerstoff im Wurmtee verbraucht ist und die anaeroben Bakterien gewinnen. Also fängt es wieder zu stinken an. Aber keine Sorge, wie Sie wahrscheinlich bemerkt haben, ist dieser Geruch außerhalb der Wurmfarm nicht wahrnehmbar.

Wenn Sie nun diesen Wurmtee ablassen und damit Ihre Pflanzen gießen, verteilt sich die Flüssigkeit über die Erde und kommt so wieder mit Sauerstoff in Verbindung. Je nachdem wie langer der Wurmtee ohne Sauerstoff war, reaktivieren sich jetzt die aeroben Bakterien wieder. Aber selbst wenn das nicht passiert, ist der Wurmtee immer noch eine gute Quelle für Nährstoffe für Ihre Pflanzen.

PflanzensprüherAm besten mischen Sie frischen Wurmtee mit bis zu zehn teilen Teilen chlorfreiem Wasser (1:10). (Bei gechlortem Wasser dieses 30 Min. offen stehen lassen). Dieses Mischung am besten einmal richtig durchquirlen, um Sauerstof im Wasser zu lösen. Sofort damit Gießen oder den Tee filtern und auf die Blätter der Pflanzen sprühen.

Noch ein paar Tipps um den Umgang mit Wurmtee zu optimieren:

  • Schütteln Sie frischen Wurmtee in einer Flasche. Dadurch kommt guter Sauerstoff in die Mischung.
  • Lagern Sie Wurmtee nie in geschlossenen Glasflaschen. Anaerobe Bakterien können auch noch unter hohem Druck leben und zum Bersten der Glasflasche führen.
  • Überschüssiger Wurmtee kann problemos über die Toilette entsorgt werden

Haben Sie Fragen rund um diesen Artikel? Möchten Sie es genau wissen und uns auf den Zahn fühlen? Hier haben Sie die Gelegenheit!

Share

Aktualisiert (Dienstag, den 21. Mai 2013 um 00:23 Uhr)

 

Wildbienen schützen ist einfach

Wildbienen - auch Solitärbienen genannt, da sie nicht wie Honigbienen in Völkern leben - sind wichtige Insekten für die Natur und unsere Gärten. Sie bestäuben die Blühpflanzen in der Landschaft neben den Bienen und Hummeln. In Deutschland gibt es um die 500 Wildbienenarten davon sind 40% in ihren Bestand gefährdet. Ein großer Teil davon steht auf der Roten Liste.

WildbieneWie auch bei anderen Tierarten, liegt die Gefährdung vor allem in fehlenden Rückzugsmöglichkeiten und fehlendem Nahrungsangebot. Oft finden sie nicht mehr genügend Nisträume in der Natur. Wildbienen brauchen Niströhren und andere Hohlräume in dem sie ihre Eier ablegen können. Einige Arten graben ihre Röhren selbst in die Böschung oder in Sandhängen. Aber die meisten Arten bevorzugen schon vorhandene Hohlräume welche von Käfern geschaffen wurden, um da ihre Eier abzulegen. Reetdächer, Stängel, alte Bäume, Steilhänge, Lehmwände, Holzschuppen usw. waren ideale Orte, werden aber zunehmender selten, da sie schnell abgeholzt, bzw. abgerissen werden.

Wie die Honigbiene, sammelt die Solitärbiene und Blütenstaub und Pollen. Diesen bringt sie in die Brutröhren zu den abgelegten Eiern. Der Pollen dient später den schlüpfenden  Larven als Nahrung bis sie die Kammer verlassen.

An dieser Stelle ist es wichtig zu sagen, dass Wildbienen nicht stechen! Zwar haben sie einen Stachel, dieser kann aber nicht die menschliche Haut durchdringen. Auch versuchen die Wildbienen nicht Ihr Nest zu verteidigen. Wozu auch? Sie leben ja nicht in einem Volk.

Insektenhotel WagenradDen Wildbienen können wir helfen, indem wir ihnen Nisthilfen bauen und Bienenwiesen anlegen. Das ist sehr einfach und schon im sehr kleinen Stil sehr erfolgreich. Um ein Insektenhotel zu bauen kann man verschiedene Naturmaterialien verwenden: Trockene Pflanzenstängel, Lehmsteine, Bambusröhren, Hartholzblöcke, Stroh und Holzwolle in einer Blechdose oder zu Bündel gebunden und aufgehangen sind völlig ausreichend. Natürlich kann man auch seinen Garten mit eindrucksvollen Insektenhotels verzieren.

Aber auch der Verlust an einem breiten Angebot an Nahrungspflanzen macht fast allen Insekten zu schaffen. Landwirtschaftliche Monokulturen ohne Hecken und Brachliegenden Grünflächen bieten wenig Abwechslung und unregelmäßige Versorgung. Nicht jeder hat einen großen Garten, aber schon ein paar Blumentöpfe auf dem Balkon können Wildbienen und anderen nützlichen Insekten eine Nahrungsquelle sein. Wichtig ist, dass die Samenmischung darauf abgestimmt ist, das möglichst immer etwas blüht. Dazu gibt es spezielle Bienenwiesen Samenmischungen.

Übrigens: Insektenhotels lassen sich wunderbar mit Kindergärten und Schulklassen bauen. Der Gestaltung sind da keine Grenzen gesetzt. Je vielfältiger ein Insektenhotel gestaltet ist, umso besser: Die verschiedenen Arten von Wildbienen und anderen Insekten haben alle ihre eigenen Ansprüche.

Es macht großen Spaß sein eigenes Hotel zu bauen und wir helfen Ihnen gerne dabei! In unserem Forum finden Sie einige gute kostenlose Bauanleitungen für Insektenhotels mit vielen Bildern und Tipps.

Hartmut AhrensBei diesem Artikel hatten wir tatkräftige Unterstützung von Hartmut Ahrens unserem NABU Spezialisten. Hartmut bewirtschaftet eine kleinen landwirtschaftlichen Betrieb und ist seit 1979 ehrenamtlich im NABU Einbeck tätig. Hartmut baut einige unserer Insektenhotels für uns. Wir möchten uns an dieser Stelle sehr für Hartmuts Unterstützung und Beratung bedanken!

Share

Aktualisiert (Montag, den 22. April 2013 um 01:49 Uhr)

 

Besser Kompostieren mit schönen Hokkaido Kürbissen

Komposthaufen geht es am besten, wenn Sie gleichmäßig feucht sind. Die Bakterien und Kleinstlebewesen benötigen einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 50-70% um sich wohl zu fühlen. Zu viel Feuchtigkeit ist aber auch nicht gut, da durch das überschüssige Wasser der Sauerstoff aus dem Komposthaufen verdrängt wird. Sauerstoff ist wichtig für ein gutes Kompostergebnis!

Durch die Aktivität der Bakterien erwärmt sich der Komposthaufen und Feuchtigkeit geht verloren. Durch Regengüsse wird ein ungeschützter Komposthaufen unter Wasser gesetzt. Es ist also gar nicht so einfach die Feuchtigkeit konstant zu halten.

KompostplaneDabei gibt es zwei sehr gute Möglichkeiten dies zu vereinfachen. Kompostplanen und Kürbisse! Decken Sie den Komposthaufen einfach mit einer atmungsaktiven Plane ab. Diese speziellen Planen, ermöglichen den Austausch von CO2 und Sauerstoff, so dass Sie den Komposthaufen nicht "ersticken". Das Gewebe ist so gewebt, dass Wasser eindringen kann, aber starke Regenfälle daran abprallen. Im Sommer schützt die UV beständige Plane zudem vor dem Austrocknen des Materials.

Zusätzlich zu der Plane ist es bei traditionellen Komposthaufen möglich, Kürbisse einzusetzen. Kürbisse sind sogenannte Starkzehrer. Die Nährstoffhaltige Umgebung des noch unreifen Kompostes macht Ihnen nichts aus. Sie werden im April gepflanzt und gegen Ende September geerntet.

Pflanzen Sie einfach Kürbisse zwischen die Bretter oder an die Seiten des Komposthaufens. Die Blätter der Kürbispflanzen übernehmen dann die gleiche Funktion wie die Plane: Sie spenden dem Kompost Schatten im Sommer. Feuchtigkeit kondensiert an der Unterseite der Blätter und sorgt so zusätzlich für ein besseres Klima.

Hokkaido KürbisBei starkem Regen und schützen die großen Blätter davor das zu viel Wasser in den Komposthaufen eindringt. Im Schutze dieser Blätter finden auch viele nützliche Insekten wie Marienkäfer Ihr zu Hause. Dazu kommt, dass die Kürbisblätter den Komposthaufen weitflächig bewuchern, so dass dieser kaum noch zu sehen ist.

Und das Beste ist: Hokkaido Kürbisse sind essbar! Durch kochen können Sie in ein sehr schmackhaftes Gericht verwandelt werden. Pflanzen Sie jetzt Kürbisse auf Ihrem Komposthaufen und wir senden Ihnen im Herbst ein Rezept für eine leckere Kürbissuppe mit unserem Newsletter.

Share

Aktualisiert (Montag, den 01. April 2013 um 01:00 Uhr)

 

Tauwürmer hältern: Eine Wurmtonne selbst gebaut

Idealerweise möchte ein Angler immer einen frischen Vorrat an Tauwürmern (Lumbricus terrestris) haben, aber zu hohe oder zu niedrige Temperaturen machen den Versand der Würmer oft besonders dann schwierig wenn das Angeln gut ist. Darunter leidet dann auch die Qualität der Würmer in den Anglerläden…

Es ist allerdings sehr leicht, eine gute Wurmkiste (Auch Wurmtonne genannt) für Tauwürmer zu bauen um diese dann besser bevorraten zu können. Für eine einfache Wurmtonne benötigen Sie folgende Gegenstände:

  • 1 Maurerkübel / Flexi Tub / Regentonne)
  • Etwa 10 Liter Kies
  • Trockene Blätter und Moos.

Bei Bedarf:

  • 0,5cm Holzbohrer
  • Rollbrett mit einer Tragkraft bis zu 200Kg

Wurmkiste

Achtung: Der fertige Behälter wird eventuell sehr schwer sein. Es ist daher ratsam diesem bereits am zukünftigen Standort aufzubauen oder von Anfnag an Rollen einzuplanen. Um die Wurmtonne später bewegen zu können, gibt es sogenannte Rollenbretter, auf die man den Eimer stellen kann um ihn zu bewegen.

Zuerst bohrt man einige Löcher in den Boden des Behälters damit später Wasser ablaufen kann. Jetzt wird der Kies so verteilt, dass er den Boden bedeckt. Sollte die Wurmkiste später im Haus stehen, so dass das Wasser nicht ablaufen kann, sollte die Kiesschicht etwas dicker ausfallen und auf die Löcher verzichtet werden. Jetzt schütteln Sie den Behälter etwas um den Kies etwas zu glätten. Jetzt kann die Erde hinzugefügt werden.

Am besten geeignet ist spezielle Regenwurm Futtererde, die bereits mit Nährstoffen angereichert wurde und sehr luftig ist. Sollten Sie Gartenerde verwenden möchten, müssen Sie unbedingt mehr füttern. Erde aus dem eigenen Garten ist immer besser als die aus dem Baumarkt. Die Blumenerde aus dem Baumarkt ist oft zu salzig und würde den Würmern schaden.

Füllen Sie den Behälter jetzt zu 5/6 mit angefeuchteter Futtererde. Diese wird später viel zusammen sacken. Die optimale Feuchtigkiet liegt zwischen matschig und krümelig. Dann können Sie die Tauwürmer in die Erde setzten. Je frischer die Tauwürmer sind, desto eher fühlen sie sich in der neuen Kiste wohl.

WurmtonneNachdem sich die Würmer eingebuddelt haben, wird fast die gesamte Oberfläche des Behälters mit Laub oder frischem Moos zugedeckt. Dabei wird eine etwa Handteller große Stelle freigelassen. Diese Stelle wird als Futterstelle benutzt und sollte alle 6 Wochen verlegt werden.

Gefüttert wird mit Gurken, Möhren und Kartoffelschalen, welche unter die Blätter gelegt werden. Die Tauwürmer ziehen diese Schalen dann in die Tiefe um Sie dort zu fressen. (Dendros und andere Kompostwürmer tun dies nicht, sondern fressen die Schalen wo sie sich befinden).

Alle 2-3 Wochen sollte die Feuchtigkeit der Erde überprüft werden. Die Erde sollte feucht und kühl und nicht matschig sein. Ab und zu sollte die Schicht aus Blättern erneuert werden.

Der Standort der Wurmkiste ist am besten an einem kühlen Ort. Sonnenlicht sollte vermieden werden. Sollte die Wurmtonne im Freien stehen, ist ein Schutz gegen Wühlmäuse und Igel ratsam. Die Wurmkiste sollte so stehen, dass Regengüsse und tiefe Temperaturen vermieden werden. Sie kann auch einfach mit einem Brett abgedeckt werden, solange Luft an die Oberfläche kommt.

Lumbricus terrestris

Tauwürmer werden sich in einer solchen Wurmkiste nicht vermehren, daher können immer nur so viele Würmer entnommen werden, wie auch eingesetzt wurden. Anders ist dies bei Dendros (Eisenia hortensis) und Laubwürmern (Lumbricus rubellus), die sich in solchen Kisten auch vermehren. 

Geerntet wird einfach indem Sie etwas buddeln.

Die druckfertige Anleitung zum Bauen einer Regenwurm Hältertonne finden Sie hier: Viel Spaß beim Nachbauen! Alle Würmer und Zubehör sind bei uns zu erhalten!

Für weitere Tipps, tragen Sie sich für unseren Newsletter ein.

 

Share

Aktualisiert (Donnerstag, den 14. März 2013 um 21:00 Uhr)

 

Biologische Schädlingsbekämpfung durch Artenschutz

Artenschutz und biologisches bekämpfen von Schädlingen können Hand in Hand gehen. Je mehr nützliche Insekten Sie in Ihrem Garten haben, desto eher werden alle Schädlinge schon im Larvenstadium gefressen. Besonders Ohrwürmer, Florfliegen und Marienkäfer sind sehr hilfreich!

Es gilt jetzt zu handeln, um es diesen nützlichen Insekten so gemütlich wie möglich zu machen. Nach dem Aufstellen eines Insektenhotels (hier), können Sie dieses für den Rest des Jahres unbeaufsichtigt stehen lassen. Folgende hilfreiche Insekten finden in den unterschiedlichen Materialien unserer Insektenhotels Platz:Insektenhotel Wagenrad

  • Ohrwürmer (gegen Blutläuse)
  • Florfliegen (gegen Blattläuse)
  • Schlupfwespen (gegen Raupen, Käfer Fliegen und Blattwespenlarven)
  • Marienkäfer (gegen Blattläuse)
  • Gallmücken (gegen Spinnenmilben)

Die nützlichen Insekten suchen sich jetzt Plätze, um sich zu vermehren, bzw. ihre Eier abzulegen. Als Larve oder als ausgewachsene Insekten stürzen sich diese dann auf Schädlinge. So können besonders Blattläuse, Florfliegen und Käfer bekämpft werden.

Aber nicht nur ein Heim im Stile eines Insektenhotels ist wichtig. Es sollte auch ein reichhaltiges Angebot an Blüten und Pflanzen geben, um die Nützlinge anzulocken. Speziell dazu haben wir 2 Samenmischungen zusammenstellen lassen, die Schmetterlinge, bzw. Bienen und Hummeln anlocken. Beide Mischungen bekommen Sie so nur bei Wurmwelten. In der Schmetterlings Blumenmischung sind über 45 Arten von Blumen und Wildkräutern vertreten!

Marienkaefer_blattlausBei Wurmwelten schreiben wir Artenschutz ganz groß! In den kommenden Newslettern werden wir auf einzelne Tiere eingehen, die unseren Garten unterstützen können und wie man diese Tiere am besten anlockt. Vögel, Hummeln, Schmetterlinge und Igel werden dabei dieses Jahr im Vordergrund stehen.

Wir erhalten dabei tatkräftige Unterstützung von dem regionalen NABU Mitarbeiter, sowie anderen Experten. Bei Fragen zu diesem Beitrag können Sie uns kontaktieren oder Fragen im Kompost-Forum stellen. Wir freuen uns darauf von Ihnen zu hören!

Share

Aktualisiert (Montag, den 11. März 2013 um 01:32 Uhr)