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Der große englische Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie, Charles Darwin, studierte mit großer Sorgfalt und naturwissenschaftlicher Gründlichkeit Wesen und Verhalten der Regenwürmer und veröffentlichte seine Erkenntnisse 1881 in dem Buch "Die Bildung der Ackererde durch die Thätigkeit der Würmer". Er erkannte damit als erster den wahren Wert der Würmer für die Humusbildung, räumte mit z.T. recht abstrusen Vorstellungen der Vergangenheit auf, konnte aber dennoch nichts dazu beitragen, dass sein Wissen landwirtschaftliche Konsequenzen zeitigte.
Bereits Platon und Aristoteles wussten um die Bedeutung der Regenwürmer als Bodenverbesserer und Fruchtbarkeitsgaranten. Anzunehmen ist, dass in der langen Tradition der organischen Bodenpflege in China, die seit nahezu 6.000 Jahren deren Fruchtbarkeit ohne Kunstdünger unvermindert erhält, der Regenwurm und ein aktives Bodenleben die entscheidende Rolle spielen. Fruchtwechsel, natürliche Bodenbedeckung und Kompostzubereitung, alles Voraussetzungen für einen reichen Regenwurmbesatz im Boden, waren Gegenstand der ackerbautechnischen Schriften der Römer von Cato bis Vergil. Im 18. Jahrhundert kam dann die Meinung auf, dass "Regenwürmer gerne die Wurzeln an den Gewächsen zernagen, wenn sie sich daran hangen. Derowegen muß man sie in den Gärten so wenig als nur möglich leiden." Hierauf ist zurückzuführen, dass unverständlicherweise vielerorts noch heute Landwirte der Auffassung sind, dass Regenwürmer zu töten sind, wo man sie findet. Darwin bewies mit seinen Beobachtungen das Gegenteil.