Wurmpost Tipps

Hier finden Sie die gesammelten Wurmpost Tipps der letzten Jahre:

Haben Sie Besuch über die Weihnachts Feiertage? Etwas mehr Bioabfall als sonst sollte kein Problem für Ihre Würmer sein. Um sicherzugehen, empfehlen wir Ihnen eine Handvoll Mineral Mix unterzumischen um eine eventuelle Übersäuerung zu vermeiden.

Achtung: Tannennadeln sind nur in kleinen Mengen Wurmfarmtauglich!

Pilz Zeit: Speisepilze können Problemlos in der Wurmfarm verarbeitet werden. Wie bei allen neuen Abfällen, kann es etwas dauern bis die Kompostwürmer sie zersetzten, aber gerade Speisepilze sind da sehr problemlos. Der passende Beitrag auf dem Forum dazu ist hier.

Lagern Sie Ihren Wurmhumus etwas angefeuchtet in atmungsaktiven Säcken an einem kühlen und dunklem Ort. Alte Kartoffelsäcke oder gewebte Plastiksäcke sind am besten. Die Feuchtigkeit und der Sauerstoff sind nötig um die Mikroorganismen am Leben zu halten. Am besten wenden Sie die Säcke alle 3 Wochen einmal. So können Sie den Wurmhumus bis zu 3 Monate lagern, ohne einen großen Verlust an Mikroorganismen zu haben. Selbst nach den 3 Monaten hat der Wurmhumus noch seine Nährstoffe und kann als Dünger eingesetzt werden.

Ihre Wurmfarm muss nicht belüftet werden. Solange die Lüftungsschlitze frei sind, übernehmen die Kompostwürmer diese Aufgabe. Sollte die Farm wegen Überfütterung doch mal riechen, empfehlen wir das Problem zu entfernen, etwas zerrissene Kartonage in das Substrat der Wurmfarm zu stecken um diese zu belüften und ein bis zwei Handvoll des Mineral Mix hinzufügen um den pH Wert zu verbessern.

Steht Ihre Wurmfarm im Freien? Um Sie aktiver zu halten, empfehlen wir unsere Winterdecke aus Hanf (nicht immer auf Lager). Diese Decke hält Ihre Würmer wärmer, so dass Sie auch in der kalten jahreszeit mehr fressen.Im frühling wird die Hanfmatte dann an die Würmer verfüttert oder zum mulchen eingesetzt.

Kompostbeschleuniger: Suchen Sie nach preiswertem Kompostbeschleuniger? Unser Mineral Mix beschleunigen auch den Kompostvorgang in Ihrem Komposthaufen auf natürliche Weise. Lösen Sie einfach ein paar Handvoll Pellets in 8 Liter Wasser auf und gießen Sie dies anschließend über den Komposthaufen. Weiterer Vorteil: Sollten Sie Kompostwürmer in der Gegend haben, werden diese vom Mineral Mix angezogen.

Während der heißen Sommertage ist es wichtig, dass die Wurmkiste feucht genug bleibt. Stellen Sie Ihre Wurmfarm nicht direkt in die Sonne und gießen Sie die oberste Schicht ab und zu. Die Feuchtigkeit ist richtig, wenn beim zusammendrücken einer Handvoll Wurmhumus einige Tropfen entweichen. Vergessen Sie aber nicht, das überschüssige Wasser unten wieder abzulassen!

Wenn Sie Ihn den Urlaub fahren, geben Sie Ihren Kompostwürmern ordentlich etwas zu lesen! Weichen Sie 2-3 Ausgaben einer Tageszeitung (ohne Hochglanzdruck Beilage) in Wasser ein. Jetzt bedecken Sie die halbe Oberfläche Ihrer Wurmkiste damit. Höchstens die Hälfte der Oberfläche, damit weiterhin Luft in das Substrat dringen kann. Die andere Hälfte bedecken Sie mit einer dünnen Schicht aus frischen Abfällen und 1-2 Portionen Mineral Mix. Jetzt fressen die Kompostwürmer das Altpapier, sobald die frischen Abfälle verbraucht sind. Das klappt übrigens auch im Komposthaufen! Achten Sie darauf, dass der Wasserauffangbehälter frisch geleert ist, bevor Sie fahren. Sie können auch einen Eimer unter den Hahn stellen und diesen offen lassen, damit keine Würmer während Ihrer Abwesenheit im Wasserauffangbehälter ertrinken.

Sind Sie nicht sicher wie schnell Ihre Würmer tatsächlich arbeiten? Gerade am Anfang einer Wurmfarm kann es schwierig sein den Zersetzungsprozess einzuschätzen. Über jede Handvoll Futter müssen die Kompostwürmer einmal kriechen um die Bakterien zu verbreiten. Diese zersetzten dann das Futter und die Würmer kommen wieder und schlürfen die Bakterien auf. Das kann je nach Temperatur 3-8 Wochen dauern. Am besten füttern Sie eine Weile lang immer in kleinen Haufen, die Sie nebeneinander platzieren. So können Sie anhand der unterschiedlichen Zersetzungsgrade der Haufen sehr gut erkennen wie schnell es geht.

Hanfmatten sind die beste Verteidigung gegen Fruchtfliegen. Um bereits geschlüpfte Fruchtfliegen zu fangen hat sich folgendes Rezept in einem Glas bewährt: 1 Teil Balsamico Essig, 1 Teil Rotwein Essig und ein Spritzer Spüli.

Es ist Kürbis Zeit! Sie mögen Kürbis? Ihre Würmer auch! Kürbisse können problemlos in der Wurmkiste verarbeitet werden. Noch ein Tipp: Bewahren Sie die Samen der Kürbisse auf und pflanzen Sie im Frühling auf ihrem Komposthaufen ein; Kürbisse sind perfekt um dem Komposthaufen vor dem austrocknen zu beschützen.

Kartonage: Etwa 1/3 der Abfälle, die Sie in Ihrer Wurmkiste entsorgen, sollten aus Kartonage bestehen. Um an heißen oder kalten Tagen die Feuchtigkeit zu regulieren, kann man dies geschickt nutzen. So können Eierkartons und Toilettenpapierrollen gut dazu eingesetzt werden die Feuchtigkeit Ihrer Wurmfarm zu regulieren. Wenn die Wurmfarm zu nass scheint, vergraben Sie einfach zerknüllte Eierkarton im Substrat. Die Kartonage saugt sich mit Wasser voll und die Hohlräume sorgen für eine größere Oberfläche. Sollte das Substrat zu trocken sein (gerade in den ersten Wochen), ist der umgekehrte Fall nützlich: Man feuchtet die Kartonage gut an, bevor Sie in die Wurmkiste gelegt wird (Achtung nie mehr als die Hälfte der Oberfläche bedecken!). Die in Kartonage enthaltene Zellulose (Pflanzenfaser) schmeckt den Würmern sehr und verbessert die Struktur des entstehenden Wurmhumus.

Putzen Sie den Hahn Ihrer Wurmfarm regelmäßig um ein Lecken zu vermeiden. Hier sehen Sie wie es geht: Zum Video.

Tannenzweige: Äste von Nadelbäumen sind eine gute Dämmung um Wurmfarmen vor Frost zu schützen. Sie halten warm und lassen Luft durch. Tannennadeln sind allerdings nicht einfach zu kompostieren und sollten nur in kleinen Mengen in die Wurmkiste gegeben werden.

Fruchtfliegen ein Problem? Wickeln Sie Ihre Bioabfälle in Zeitung bevor Sie diese in die Wurmfarm legen. Das hält die Fruchtfliegen fern, ist praktisch und die Würmer lieben die Zeitung! Alternativ können Sie die Abfälle auch etwas eingraben. Die Fruchtfliegen werden sie dann meiden und können sich nicht vermehren. Ein Fruchtfliegen Lebens-Zyklus dauert 2 Wochen, danach sollte die Plage nachlassen. Eine ausführliche Anleitung gegen Fruchtfliegen finden Sie hier.

Halten Sie Ihre Wurmfarm feucht genug, das hilft gegen Fruchtfliegen. Die Faustregel ist: Das Substrat sollte nicht matschig, aber auch nicht krümelig sein. Gießen Sie einfach mal mit der Brause 500ml über die Oberfläche der ersten Schicht. Aber denken Sie daran, das Wasser 15Min später unten wieder abzulassen, damit es sich nicht staut.

Eine der häufigsten Fragen die wir gestellt bekommen: „Wie viele Kompostwürmer sollte ich in meinen Komposthaufen einsetzten, damit es schneller geht?“ Die Antwort ist: Mindestens 1000 Stück, wenn man von einem 1m³, bzw. 200L Thermokomposter ausgeht. Aber warum 1000? Das Ganze hat mit der Dichte der Würmer im Komposthaufen zu tun. Zuerst einmal sind 1000 Kompostwürmer nur etwa 2 Handvoll Würmer. Nicht ganz so viele, wie Sie vielleicht erwarten, und bei langem nicht genug um Ihren Komposthaufen umzusetzen. Dazu bedarf es vieler tausend der fleißigen Würmer. Also müssen sich die eingesetzten schnell vermehren. Nach langer Recherche und vielem Testen, sind wir dazu übergegangen eine Mischung aus jungen und alten Würmer zu versenden (und verschiedene Spezies, aber dazu in einem anderen Newsletter mehr). Die jungen Kompostwürmer passen sich besser an das Milieu in Ihrem Komposthaufen an, so dass weniger Würmer am Schock der neuen Umgebung eingehen. Die jungen Kompostwürmer sind dann innerhalb von ein paar Wochen geschlechtsfreif und vermehren sich weiter. Die alten Würmer gehen oft innerhalb der ersten 2 Monate ein, aber fangen vorher an Kokons abzulegen. Aus einem Kokon, kommen durchschnittlich 3 Baby Würmer, die gleich an die Verhältnisse im Ihrem Kompost angepasst sind. Natürlich müssen sich aber erst 2 Würmer treffen um diese Kokons befruchten, und das ist in einem so großen Komposthaufen gar nicht so einfach. Daher unsere Empfehlung, mindestens 1000, besser 2000 Stück als Startpopulation einzusetzen. So ist eine gewisse Mindestdichte an Würmer gegeben, damit diese sich schneller vermehren können. Diese Informationen basieren auf wissenschaftlichen Untersuchungen (nachzulesen z.B. bei "Biology and Ecology of Earthworms" von Clive A. Edwards). Bei Fragen stellen wir gerne weitere Links zur Verfügung!

Blumenerde: Entleeren Sie nicht Blumentopferde aus gekauften Blumen in die Wurmfarm ohne dies vorher zu testen. Diese  Erde wurde durch viele Mineralische Dünger und Zusätze oft sehr salzig und kann Ihren Würmern schaden. Testen Sie ein kleine Menge der Blumenerde in einer Ecke und beobachten Sie das Verhalten der Würmer in den folgenden Tagen. Wenn die Erde "normal" mit verarbeitet wird, können Sie nach und nach mehr Blumenerde geben.

Holzkohle: Ein Gramm Pflanzenkohle hat eine Oberfläche von ca. 400 m². Holzkohle ist ein wunderbarer Zusatz für alle Kompost und Erdmischungen. Die große Oberfläche der Kohle bietet Bakterien und Nährstoffen einen idealen Platz um sich festzusetzten. Sie können 10-20% Pflanzenkohle unter Ihre Erdmischungen heben um diese aufzulockern und zu bereichern. Wenn Sie Wurmhumus dazu mischen, werden sich die hilfreichen Bakterien in der Kohle festsetzen, um später mit den Wurzeln eine Symbiose einzugehen. So werden Nährstoffe erst gelagert und dann konstant zur Verfügung gestellt. Aber Vorsicht, Kohle ist nicht gleich Kohle! Benutzen Sie auf keinen Fall Grillkohle aus dem Supermarkt. Diese bringt Schwermetalle und andere Gifte mit in den Garten und sollte vermieden werden. Nur für den Einsatz im Garten zertifizierte Pflanzenkohle sollte auf Ihren Beeten benutzt werden.

Wenn Sie Ihre Kartoffelschalen kurz mit kochendem Wasser übergießen oder 30 Sekunden lang auf hoher Leistung in die Mikrowelle stellen, bevor sie diese in Ihre Wurmfarm tun, sprießen die Augen nicht mehr. Alternativ (und umweltfreundlicher) können Sie die sprießenden Pflanzen einfach kappen und wieder in die Wurmfarm legen. Die Kompostwürmer werden sie auffressen.

Thermokomposter: "Kann ich Kompostwürmer in einem Thermokomposter einsetzten? In dem kann es nämlich sehr heiß werden." Ihre Zweifel sind durchaus berechtigt. In einem Thermokomposter kann es tatsächlich sehr heiß werden (>60°C) und Kompostwürmer nehmen bei Temperaturen über 30C° Schaden. Trotzdem müssen Sie nicht auf die fleißigen Helfer verzichten, wenn Sie folgende Kriterien beachten:

  • Schnellkompostier Mittel dürfen nicht mehr Eingesetzt werden. Diese "verbrennen" sowieso zu viele Nährstoffe und werden besser durch die Tätigkeit von Kompostwürmern ersetzt.
  • Der Thermokomposter sollte nicht direkt in der Sonne stehen.
  • Es dürfen keine großen Mengen von Grasschnitt oder Pferdemist auf einmal im Komposter entsorgt werden.
  • Sie sollten darauf achten, dass der Komposter nicht austrocknet. Im Sommer können Sie den Inhalt ruhig mit einer Brause gießen.
  • Der Thermokomposter sollte nach unten Bodenkontakt haben, so dass die Kompostwürmer fliehen können, sollte es doch einmal zu warm werden. Keine Sorge, die Würmer kommen von alleine wieder, wenn sich der Komposter abgekühlt hat.
Wenn diese Dinge gegeben sind, ist der Einsatz von Kompostwürmern kein Problem und Sie werden sich über noch bessere Komposterde freuen!

Ihre Würmer brauchen Kalk um sich fortzupflanzen und Eierschalen zerfallen zu langsam. Investieren Sie ruhig ein paar Euro in guten Garten Kalk oder noch besser in Mineral Mix der auf Kompostwürmer abgestimmt ist.

Wenn Ihre Würmer im Winter nicht genug fressen, können Sie Ihre Bio-Abfälle auch in Plastiktüten einfrieren. Das hat zwei Vorteile: Sie sparen Strom, da ein voller Eisschrank weniger Strom verbraucht, als ein leerer und die Bioabfälle werden durch das frieren gut für die Würmer vorbereitet. Ein Tipp: Wenn Sie die Abfälle wieder auftauen, verteilen Sie diese etwas in der Wurmfarm um ein zusammenkleben zu vermeiden. Wintermäntel helfen übrigens um die Temperatur in der Wurmkiste zu heben. So wird auch der Umsatz in der Wurmkiste erhöht.

Unschädliche Mitbewohner, die hin und wieder in der Wurmkiste auftauchen können sind Asseln, Enchyträen (kleine weiße Verwandte der Kompostwürmer), Nematoden oder Ohrwürmer. Tausendfüßler sollte man hingegen aus der Kiste entfernen, da sie Fressfeinde der Regenwürmer sind.

Wussten Sie das eine Wurmfarm ein idealer Ort ist, um ein Avocado Kern zum sprießen zu bringen? Vergessen Sie aber nicht die junge Pflanze herauszunehmen!  Sonst wachsen diese in dem Bodengitter fest.

Kaffeesatz: Gratis Dünger aus dem eigenen Haushalt. Reich an Kalium, Stickstoff und Phosphat kurbelt er das Wachstum ihrer Pflanzen an und vermindert den Schädlingsbefall bei Rosen. Positiver Nebeneffekt: Er lockt Regenwürmer an. Auch in der Wurmfarm ist Kaffeesatz beliebt. Lassen Sie den Satz ruhig im Filter/Teebeutel, aber entfernen Sie eventuelle Metallteile. Aber Achtung: Bei großen Mengen, versauert das Substrat und es muss mehr Mineral Mix gefüttert werden.