Das klassische Beet im Garten hat noch immer Hochkonjunktur und wird von Hobbygärtnern jedes Jahr aufs Neue liebevoll gepflegt. Da wird Unkraut gejätet und fein säuberlich das Erdreich gepflügt und geharkt. Da werden erste Blumenzwiebeln im Frühjahr gesetzt und Gemüse gepflanzt, das dann später geerntet wird und im Kochtopf landet. Wer dazu einen Garten hat, kann sich glücklich schätzen. Doch was ist mit denjenigen, die gerne etwas Gärtnern würden, aber im Großstadtdschungel und der Enge der Städte keine Möglichkeiten dazu haben? Neuerdings tut sich für Hobbygärtner im kleinen Stil eine ganz andere Möglichkeit auf: Das Hochbeet. Es ist nicht nur einfach, überschaubar und sehr hübsch anzuschauen, sondern dank seiner Konstruktion auch noch sehr rückenschonend und äußerst pflegeleicht zugleich.
In der Höhe liegt die Kraft
Hochbeete schonen den Rücken
Die Kraft der Schönheit, mit unterschiedlichen Blumen, Sträuchern und Pflanzen in einem Hochbeet zu trumpfen und dabei noch in einem sehr überschaubaren Rahmen das Gardening selbst auf kleinstem Raum vollziehen und durchführen zu können: Das ist es, was die Hochbeete ausmacht. Zudem liegen sie quasi mehr oder weniger auf Augenhöhe. Das bedeutet in erster Linie, dass man ohne Weiteres ganz einfach im Stehen mal eben ein kleines Blumenparadies anrichten kann. Denn die Hochbeete sind so konzipiert, dass sie in einer sehr angenehmen Standposition eingerichtet und angebracht werden können. Im Beet selbst kann alles gepflanzt und gepflegt werden, was man gerne vor seiner Nase im Hochbeet haben möchte: Von Gemüsearten aller Art bis hin zum kleinen Treibhaus mit Sprösslingen, die liebevoll im Hochbeet mit Dach über dem Kopf vorgezogen werden können, oder auch den prachtvollen Blumen für den Sommer, den blühenden Stauden, die hochwachsen, Gräsern und anderen Arten. Rankpflanzen, die dann am Hochbeetrahmen selbst herunterhängend wachsen, werden sich über die gute Position dafür freuen. Die Vielfalt der Möglichkeiten, sich mit Hochbeeten als kleiner Gärtner zu beschäftigen und zu erfreuen, ist grenzenlos.
Das Grundmaterial und die Anfertigung
Das Außen- und Grundmaterial der Hochbeete kann unterschiedlich sein. Während die einen Hochbeete aus Holz bestehen, sind andere aus reinem Kunststoff konzipiert. Wichtig ist bei beiden Varianten, dass im Innenbereich das Hochbeet entweder mit einer luftdurchlässigen Folie ausgelegt wird oder eine Drainage angelegt wird, die aus unterschiedlichen Steinen und Erdreich besteht. Denn das Regenwasser sollte immer reibungslos abfließen können. Die Hochbeete selbst gibt es in unterschiedlichen Größen und sie lassen sich fast überall aufstellen: auf Dächern, Terrassen, Balkonen, in Vorgärten, im Garten selbst und Co. Der Untergrund sollte allerdings schon wasserfest sein. Das Hochbeet findet immer Platz und lässt sich als Komplettsortiment bestellen und mit wenigen Handgriffen nach Anleitung aufbauen. Auch aneinandergereiht als nahezu natürliche Grundstücksbegrenzung und als Sichtschutz und mehr wird es häufig gern genutzt. Somit erübrigt sich oftmals die Anbringung von nüchtern wirkenden Zaunelementen und Hochbeete sind im Gegenzug weitaus kostengünstiger. Doch das große Plus dieser kleinen Minigärten ist, dass selbst in dicht besiedelten Städten und dort, wo kaum noch Luft zum Atmen vorhanden zu sein scheint, das Hochbeet immer einen ganz besonderen Platz findet.
Wer sich heute auf der Suche nach einem neuen Rasenmäher befindet, wird vergleichsweise früh mit der Frage „Benzin- oder Elektro Rasenmäher?“ konfrontiert.
Leider kann jedoch keine allgemeingültige Aussage darüber getroffen werden, welcher Rasenmäher die beste Lösung darstellt. Vielmehr sollten vor dem Kauf immer der jeweilige Einsatzbereich und die jeweiligen persönlichen Vorlieben berücksichtigt werden.
Doch welche Faktoren sprechen eigentlich für einen elektrischen Rasenmäher bzw. für einen Rasenmäher auf der Basis von Benzin?
Der Benzin Rasenmäher und seine Vorteile
Die Vorteile des Benzin Rasenmähers liegen ganz klar in seiner Flexibilität. Immerhin gibt es hier kein Kabel, dass den Nutzer in seiner Bewegungsfreiheit einschränken würde. Wer dementsprechend ein besonders großes Grundstück – vielleicht sogar mit zahlreichen Büschen und anderen „Hindernissen“ – zu mähen hat, ist in der Regel gut beraten, auf den benzingetriebenen Rasenmäher zurückzugreifen.
Weiterhin sichert sich der Käufer mit einem Benzin Rasenmäher meist auch die stärkere Variante mit entsprechend mehr Power. Ein merklicher Unterschied zeigt sich hier vor allem immer wieder mit Hinblick auf das Mähen von nassem bzw. sehr hohem Gras.
Welche Vorteile bietet die elektrische Variante?
Der elektrische Rasenmäher erfreut sich seit einiger Zeit einer besonderen Beliebtheit. Kein Wunder! Immerhin überzeugt diese Variante vor allem mit Hinblick auf die Bereiche…:
• Umweltfreundlichkeit (Benzin Rasenmäher stoßen weitaus mehr Kohlendioxid aus als die elektrische Variante.)
• Betriebslautstärke (Die meisten Elektro-Rasenmäher sind deutlich leiser als die Modelle, die auf der Basis von Benzin arbeiten. Ausnahmen gibt es natürlich dennoch! Daher empfiehlt sich vor dem Kauf ein Blick auf das Datenblatt des jeweiligen Rasenmähers.)
• Wartungsintervalle (Wie auch viele andere technische Gerätschaften müssen auch Rasenmäher in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um über einen möglichst langen Zeitraum von ihnen profitieren zu können. Die Wartung von elektrischen Rasenmähern ist hier weitaus weniger aufwendig als die Arbeiten, die im Zusammenhang mit der Benzin-Variante ausgeführt werden müssen. Immerhin müssen hier weder Ölfilter noch Zündkerze und Co. gewechselt werden.)
Auch wichtig: der Preisvergleich zwischen den einzelnen Modellen
Bei der Suche nach einem neuen Rasenmäher spielt natürlich auch immer der Preis eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu Kategorien wie Lautstärke, Flexibilität und Co. kann hier jedoch kein eindeutiges Fazit gezogen werden. So gibt es sowohl auf Seiten der Elektro Rasenmäher als auch bei der Benzinvariante günstige und teure Artikel.
Mit Hinblick auf das jeweils zur Verfügung stehende Budget lohnt es sich daher, immer gezielt Preise und Leistungen miteinander zu vergleichen.
Während Pflanzenlampen schon lange nicht mehr aus dem professionellen Pflanzenanbau wegzudenken sind, ziehen sie nun auch langsam in den privaten Haushalt ein. Dabei reicht die Bandbreite von Pflanzenlampen für Stecklinge mit Gewächshaus bis zu Armaturen welche von der Sonne unabhängig machen.
Warum das so ist, und ob es sich für sie lohnen könnte, erfahren sie hier. Der Einzug der Pflanzenlampen im Privathaushalt hat mehrere Gründe
Pflanzenlampen haben ein gesundes Lichtspektrum, auch für den Menschen
Pflanzenlampen ermöglichen frische Kräuter das gesamte Jahr
Durch das verlängern des Gartenjahres sind Exoten und höhere Erträge realisierbar
Passende Lampen werden immer preiswerter
Leider gibt es auch viel Verwirrung um das Thema und noch viel mehr zu kaufen. Viele Informationen sind nicht gut erklärt und viele Produkte können nicht leisten was sie versprechen. Daher haben wir hier einen hoffentlich hilfreichen Leitfaden zusammengestellt.
Pflanzenwachstum mit der richtigen Lichtart unterstützen
Zum Wachsen brauchen Pflanzen nicht nur eine hochwertige Erde, Feuchtigkeit und Pflege, sondern auch Sonnenstrahlen. Wer sich ein wenig eingehender mit der Materie befasst, erkennt hierbei schnell: Licht ist nicht gleich Licht!
Im Laufe der Evolution haben sich Pflanzen nicht nur darauf spezialisiert, diese energiereichen Strahlen effektiv zu nutzen, sondern die Pflanzen haben sich auf die genaue Zusammensetzung und Dauer der Sonnenstrahlen eingespielt.
Während sich im Laufe der Jahreszeiten die Dauer und der Winkel der Sonnenstrahlen verändern, verändern sich auch die Lichtfarbe und deren Intensität. Viele Pflanzen nehmen dies als „Wecker“ um Ihren Stoffwechsel zu verändern. So wird bei vielen Pflanzenarten (allen voran Nutzpflanzen) der Übergang von der Wachstumsphase (vegetativ) zur Blühphase eingeläutet, wenn sich die Anzahl der Sonnenstunden verringert und der rote Anteil im Licht steigt.
Diese einprogrammierten Reaktionen auf Veränderungen kann man sich zunutze machen. Licht ist ein wichtiger Faktor, der immer spezifisch an die jeweiligen Gegebenheiten, die Pflanzenarten und den Entwicklungsstatus angepasst werden kann, wenn man ein optimales Ergebnis erzielen möchte. Wachstumsphase können verlängert, Ernten üppiger gestaltet oder das Anwurzeln vereinfacht werden.
Wer hier auf die passenden Details achtet, nutzt seine Möglichkeiten – unter anderem mit Hinblick auf eine reiche Ernte und guten Geschmack – noch besser. Zuerst jedoch wichtige Begriffe erklärt:
PAR und Lumen?
Par und Lumen gehören zu den Einheiten, mit denen Pflanzenliebhaber auf der Suche nach den passenden Lampen immer wieder konfrontiert werden.
Doch was hat es hiermit eigentlich auf sich? Grundsätzlich gilt: der PAR Wert gibt an, welche Menge an Strahlung für die Photosynthese genutzt werden kann. Er kann dementsprechend als aussagekräftiger als der Lumen-Wert angesehen werden.
Denn: es ist durchaus möglich, dass eine Lampe, die einen hohen Lumen-Wert ausweisen kann, über ein vergleichsweise „schlechtes“ Spektrum verfügt und somit die charakteristischen Vorgänge der Photosynthese nur wenig unterstützen kann. Dies kann bei preiswerten LEDs der Fall sein.
Daher gilt es, bei der Suche nach einer neuen Lampe für den Pflanzenbedarf unbedingt immer beide Werte, sowohl Lumen als auch PAR, zu berücksichtigen.
Doch welches Licht eignet sich eigentlich für welche Phase?
Welches Licht in der Anzuchtphase?
Während der Anzuchtphase haben Sie die Möglichkeit, den Grundstein für ein prächtiges Wachstum Ihrer Pflanzen zu legen. Neben einer Bewässerung und einem Standort, der spezifisch an die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen angepasst wurde, spielt natürlich auch die Art des Lichts eine wichtige Rolle.
Besonders in der Anzuchtphase kommt es auf das richtige Licht an
Wer hier auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich für einen Mix aus dem blauen bzw. dem roten Spektralbereich entschieden. Über die exakte Zusammensetzung entscheidet hierbei vor allem das Wachstumsziel. Oder anders: wer ein eher buschiges Wachstum der Pflanze gewährleisten möchte, sollte sich für den blauen Spektralbereich entscheiden. Das ist etwa bei Tomaten der Fall.
Steht vor allem eine beachtliche Höhe der Pflanzen im Fokus, sollte verstärkt auf den roten Spektralbereich gesetzt werden.
Welches Licht in der Wachstumsphase?
Im Zusammenhang mit den meisten Pflanzen ist es sinnvoll, mit dem Wechsel von Anzucht- zu Wachstumsphase einen Lichtwechsel vorzunehmen. Das bedeutet: je „älter“ eine Pflanze wird, umso höher sollte der Anteil an rotem Licht bzw. dem roten Spektralbereich gewählt werden.
Weiterhin spielt hierbei auch die Art des Leuchtmittels eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, für optimale Voraussetzungen zu sorgen.
Unabhängig von der jeweiligen Pflanzenart ist es hier sinnvoll, auf klassische Leuchtstoffröhren (CFL) zu setzen. Diese zeichnen sich nicht nur durch ihre Robustheit, sondern auch dadurch aus, dass sie – auch bei längerem Betrieb – nur wenig Wärme entwickeln. Sie lassen sich dementsprechend problemlos in der Nähe der Pflanzen installieren. Ein Abstand von wenigen Zentimetern genügt, um für eine ideale Beleuchtung zu sorgen.
Welches Licht in der Fruchtphase?
Mit Eintritt in die Frucht- bzw. Blütephase sollte der Anteil des roten Lichts abermals ein wenig erhöht werden. Eine Farbtemperatur zwischen 2.500 und 3.000 K gilt hier als idealer Richtwert um die Fruchtbildung der meisten europäischen Pflanzen anzuregen. Auf Basis der passenden Lichtzusammensetzung ist somit sichergestellt, dass die betreffenden Pflanzen sich optimal entwickeln können.
Welche Rolle spielt die Lichttemperatur für ein optimales Pflanzenwachstum?
Je nach Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe wirkt das Licht, das durch eine Lampe abgegeben wird, anders auf das menschliche Auge. Die entsprechenden Werte werden in Kelvin („K“) angegeben und zeigen an, ob das Licht eher „warm“ oder „kalt“ wirkt.
Das passende Licht entscheidet über den Ernteerfolg
Experten raten, die Lichttemperatur immer an die vorherrschende Wachstumsphase anzupassen. Zu Beginn, im Rahmen der Anzuchtphase, kann den Bedürfnissen der Pflanze am besten entgegengekommen werden, wenn dich die Lichtfarbe im mittleren Bereich bewegt. Ein Mix aus blauen und roten Spektren ist in der Regel ausreichend. Mit dem Wachstum der Pflanze steigt jedoch der Bedarf am roten Spektrum kontinuierlich an. Dieses eignet sich hervorragend dazu, die Pflanze in ihrer Blüte bzw. einem verstärkten (und gesunden) Wachstum zu unterstützen.
Was sind NDL, CFL, HPS und LED Leuchtmittel?
Wer sich auf der Suche nach der „perfekten Beleuchtung“ für seine Pflanzen befindet, wird vergleichsweise schnell mit der Frage „NDL, CFL, HDL und LED?“ konfrontiert. Eine „beste Lösung“ gibt es in diesem Zusammenhang jedoch nicht. Vielmehr ist die richtige Entscheidung von mehreren Faktoren abhängig. Anhand der folgenden Auflistung kann die Wahl der passenden Variante jedoch ein wenig vereinfacht werden.
NDL Lampen
Natrium Dampf Leuchtmittel (NDL), auch High Pressure Sodium Leuchtmittel (HPS) genannt, zeichnen sich durch eine vergleichsweise günstige Anschaffung und einen gelblichen/roten Bereich aus. Je nach Einsatzgebiet, rechnen sich die geringen Anschaffungskosten mit dem hohen Stromverbrauch gegenüber der moderneren LEDs.
NDL Lampen zeichnen sich vor allem durch ihr sattrotes Farbspektrum aus. Daher werden diese Modelle vor allem in der Zeit der Blütebildung eingesetzt. Viele Experten schwören auf diese Variante – vor allem deswegen, weil sie einen vergleichsweise hohen Ertrag verspricht.
MHL
Die Metall Halogen Leuchtmittel sind vom Aufbau den NDL Lampen sehr ähnlich, aber strahlen ein eher bläuliches Licht ab. So sind MHL Leuchtmittel nur in der vegetativen Phase geeignet. Dank Ihrer guten Lichtausbeute sind sie aber ein beliebtes Leuchtmittel in vielen Gewächshäusern.
LED Lampen sind in der Anschaffung ein wenig teurer, punkten jedoch mit vergleichsweise niedrigen Betriebskosten. Ihr Stromverbrauch ist niedrig und sie stellen damit eine effiziente Lösung dar. Das Farbspektrum lässt sich an die Bedürfnisse der Pflanzen anpassen.
Leuchtstoffröhren (CFL)
Leuchtstoffröhren bleiben kühl
Bei Leuchtstoffröhren (CFL) Lampen handelt es sich um eine tolle Alternative für die Wachstumsphase, wenn Pflanzen auf einer vergleichsweise kleinen Grundfläche angebaut werden sollen.
Diese Lampenart entwickelt wenig Abwärme und hat eine vergleichsweise lange Lebensdauer. Je nach Entfernung nimmt jedoch die Lichtintensität deutlich ab. Daher sollte die Lichtquelle immer in unmittelbarer Nähe zur Pflanze installiert werden.
Was lohnt sich?
Letztendlich kommt es immer auf das Ziel an: Möchten Sie nur die Pflänzchen am Fenster unterstützen? Dann genügt eine kleine CFL Lampe mit einem Gewächshaus, welches die Lampe halten kann.
Gewächshaus mit Pflanzenlampe für Stecklinge
So können sie empfindliche Pflanzen zuverlässig vorziehen. Achten sie auf die richtigen Leuchtstoffröhren, bzw. LEDs, dann bleiben sie unter 20€, bzw. unter 50€.
Möchten Sie das ganze Jahr lang frischen Basilikum, Schnittlauch, Dill und Pflücksalat usw., mit wenig Aufwand immer zur Verfügung haben?
Dann ist ein komplettes Versorgungssystem für unter 100€ zu haben. Mit diesem System lassen sich im Frühjahr auch größere Mengen an Pflanzen vorziehen.
Möchte man jedoch Starkzehrer wie Tomaten, Erdbeeren oder gar Ananas zur vollen Blüte und Fruchtbildung bringen und völlig unabhängig von der Sonne sein? Dann werden sie um eine größere Wattzahl und etwas mehr Know-How nicht herumkommen. Die Gavita Pro 600 Watt ist ein sehr verbreitetes Modell, welches in vielen Gewächshäusern, aber auch in manchen Wintergärten zu finden ist…
Wir hoffen wir konnten sie ein wenig „hinters Licht“ führen und Ihnen die Begriffe rund um das Thema Pflanzenlampen etwas näherbringen.
Bei den Huminsäuren handelt es sich um eine Untergruppe der Huminstoffe. Säuren dieser Art sind auf natürlicher Basis unter anderem in Braunkohle und in Torf enthalten.
Huminsäuren lassen sich jedoch auch wiederrum in weitere Untergruppen aufgliedern. Bei ihrer Entstehung spielt der Abbau von abgestorbenen Lebewesen eine wichtige Rolle. Vor allem mit Hinblick auf nährstoffreiche Humusböden handelt es sich bei den Huminsäuren um einen unersetzlichen Faktor. Denn: mit ihrer Hilfe ist es unter anderem möglich, basische Stickstoffverbindungen zu speichern.
Wie können Huminsäuren beim Gärtnern verwendet werden?
Auf der Basis eines Einsatzes von Huminsäuren haben Hobby- und Profigärtner die Möglichkeit, die Fruchtbarkeit ihrer Böden nachhaltig zu erhöhen. Dieser nützliche Effekt lässt sich unter anderem durch die besondere Eigenschaft der Säuren, die Wasserspeicherung, begründen und ihrer Rolle in der Bildung von Ton-Humus-Komplexen.
Huminsäure als Bodenkatalysator
Zudem sind diese speziellen Bestandteile dazu in der Lage, weitere wichtige Bestandteile, wie zum Beispiel Oxide, zu binden. Im Gegenzug geben die Huminsäuren dann wiederrum metallische Kationen wieder frei.
Genau dieser Austausch stellt dann sicher, dass die Pflanzen, die mit den Huminsäuren bzw. mit der entsprechenden Erde in Berührung kommen, besser wachsen können.
Wie entstehen Huminsäuren?
Bei Huminsäuren handelt es sich um besondere Verbindungen, die im Zuge der Verrottung entstehen. Fachleute sprechen hierbei vom Begriff der „Humifizierung“.
Huminsäuren bestehen zum Großteil aus abgebautem Lignin (holzige Teile der Pflanze) und Cellulose. Oft ist in diesem Zusammenhang auch eine Anlagerung von Kohlenhydraten und Proteinen gegeben. Huminsäuren sind zudem notwendig sich um bei der Entstehung der wichtigen Ton-Humus-Komplexe mit Calcium und Tonteilchen zu verbinden. Diese Komplexe bilden die Krümelstruktur des Bodens und erhöhen die Speicherfähigkeit von Wasser, Nährstoffen und Mikroorganismen und schützen gegen Auswaschen.
Wie kann Huminsäure im Terra Preta verwendet werden?
Die besonderen Vorzüge von Huminsäure lassen sich natürlich auch hervorragend im Terra Preta nutzen. Wer auf diese spezielle „Zutat“ setzt, hat unter anderem die Möglichkeit, das Wurzelwachstum seiner Pflanzen zu unterstützen und die Qualität des Bodens zu verbessern. Weiterhin kann mit Hilfe der Säuren beispielsweise die Wirksamkeit von eingesetzter Pflanzenkohle optimiert werden.
Wie viel Huminsäure verwendet werden sollte, ist von der Art der Bepflanzung abhängig. Blumen bzw. Zierpflanzen verfügen hier über einen anderen Anspruch als Kräuterbeete oder klassischer Rasen:
● Blumen und Zierpflanzen: 10-15g je Liter Blumenerde ● Gewächshaus: 100-150g je m² ● Gemüsebeete: 100-200g je m² ● Rasen: 100g je m² ● Kräuterbeete: 30-70g je m² ● Kompost: 10kg je m³ ● Obstbäume: 500-1500g je Pflanzloch ● Beerensträucher: 100-200g je m²
Wer eine Dachsanierung überlegt, muss genau überlegen, welchen Schritt er zunächst macht. Planung ist wichtig und vor allem sollte man immer strategisch klug voranschreiten, um das gewünschte Ziel zu erreichen. In vielfacher Hinsicht wählen viele Nutzer heute das Bitumendach, weil das Bitumen als Grundbaustoff erhebliche Vorteile gegenüber anderen Materialien genießt.
Welche Vorteile sind mit dem Bitumendach verbunden?
Grundsätzlich ist das Bitumendach keine neue Erfindung. Allerdings hat es erst in den letzten Jahren einen bestimmten positiven Trend vollzogen, wodurch man bei neuen Häusern öfters diese Bauform wählt. Einer der wichtigsten Vorteile liegt darin, dass es sich um ein langes anhaltendes Dach handelt. Man nutzt das Material wegen seiner Beständigkeit gegenüber Witterungseinflüssen.
Für die Fertigung von Dächern werden heute sehr unterschiedliche Bitumenformen verwendet. Gängig ist zum Beispiel das modifizierte Bitumendach. Es handelt sich um ein Mischprodukt, wobei dem Grundstoff unter anderem auch ein erheblicher Teil an Asphalt beigemischt wird. Dies hat den Vorteil, dass es auch sehr heißen Temperaturen Stand hält und bei großen Hitzewellen im Sommer nicht brüchig wird. Gerade in Zeiten des voranschreitenden Klimawandels ist dies eine Möglichkeit, sich den heißen Temperaturen zu erwehren. Aber auch bei sehr kalten Temperaturen bietet es seine Vorteile an. Vor allem die immer weiter voranschreitenden starken Temperaturschwankungen bieten sich als Vorteil an.
Vor allem im Vergleich zu den häufig anzutreffenden Membrandächern lassen sich auch Vorteile erkennen. Sie werden immer noch benutzt, haben aber gegenüber dem Bitumendach einige Nachteile. Vor allem wirken sie nicht so hitzebeständig wie das Bitumendach. Damit ist das Bitumendach im Begriff zu den wichtigsten Dachoptionen für Hausbauer zu werden. Aber nicht nur der private Anwendungsbereich ist im Steigen begriffen. Man sieht die Vorteile auch im Bezug der kommerziellen Nutzung wo das Bitumendach großflächige Anwendung findet.
Weitere Anwendungsfelder aus der Praxis
Der Grundstoff eignet sich nicht nur zur Sicherung des Dachausbaus. Vor allem im Tiefbau findet man ihn häufig im Bereich des Straßenbaus. Es gibt verschiedene Eigenschaften, die man daran knüpft. Dies liegt an den Eigenschaften, die es hat. Beim Straßenbau werden allerdings andere Zusatzstoffe beigemischt, damit der Schwerverkehr keine Spuren auf der Straße hinterlässt. Dann ist es ein beliebter Rohstoff für den Straßenbau.
Oft liest man, dass Küchenabfälle für die Wurmfarm zerkleinert werden sollen. In anderen Wurmkisten Anleitungen steht wiederum, dass Abfälle problemlos im Ganzen in der Wurmkiste entsorgt werden können. Manche empfehlen, frische Abfälle einzugraben, andere raten zum oberflächlichen Verteilen. Was stimmt denn nun?
Wurmkiste mit Kompostwürmern
Die Antwort hängt von zwei Faktoren ab: von der Temperatur und vom Alter der Wurmkiste. Deshalb werden diese Fragen so unterschiedlich beantwortet.
Gleich vorweg: In einer gut eingefahrenen Wurmkiste, die an einem warmen Ort mit etwa 15 bis 20 Grad Celsius steht und ausreichend besetzt ist, also ungefähr 10.000 Kompostwürmer enthält, ist es in der Regel nicht notwendig, Küchenabfälle zu zerkleinern. Trotzdem kann das Vorbereiten des Futters Vorteile haben. Der Grund dafür liegt bei den Kompostbakterien, die eng mit den Würmern zusammenarbeiten.
Typische Fütterungsfehler und wie du sie vermeidest
Ein häufiger Fehler ist das Überfüttern der Wurmkiste. Zu große Futtermengen führen dazu, dass die Abfälle nicht schnell genug umgesetzt werden. Die Folge sind Gerüche, Schimmel oder ein zu nasses Substrat. Besser ist es, kleinere Mengen zu füttern und erst dann nachzulegen, wenn das vorherige Futter größtenteils verarbeitet wurde.
Auch ein unausgewogenes Verhältnis von feuchten Küchenabfällen und trockenem Strukturmaterial sorgt oft für Probleme. Fehlt Karton oder Papier, wird das Substrat schnell matschig und sauerstoffarm. Achte darauf, regelmäßig Kartonage oder Eierkartons beizumischen, damit Luft in der Kiste bleibt und überschüssige Feuchtigkeit gebunden wird.
Ein weiterer Fehler ist das falsche Platzieren des Futters. Wird alles an einer Stelle tief vergraben, kann es dort zu Fäulnis kommen. Lege stattdessen kleine Haufen an oder arbeite das Futter nur leicht ein. So haben Bakterien und Würmer guten Zugang und der Abbau läuft gleichmäßiger.
Auch Geduld spielt eine wichtige Rolle. Neue Wurmkisten brauchen Zeit, bis sich ein stabiles Gleichgewicht aus Würmern, Bakterien und Mikroorganismen aufgebaut hat. In dieser Phase solltest du besonders vorsichtig füttern und die Reaktionen der Wurmkiste genau beobachten. So vermeidest du typische Startprobleme und sorgst langfristig für eine gesunde und geruchsfreie Wurmfarm.
Wurmfutter kleinschneiden oder pürieren?
Kompostwürmer besitzen keine Zähne. In ihrem schlauchartigen Magen befinden sich nur wenige Sandkörner, mit deren Hilfe das Futter mechanisch zerrieben wird. Um Nahrung aufnehmen zu können, sind sie daher auf Vorarbeit angewiesen. Diese übernehmen Millionen von Kompostbakterien, die sich auf das organische Material stürzen und es Schritt für Schritt zersetzen.
timmen die Bedingungen, vermehren sich die Kompostbakterien sehr schnell. Sie bauen das Kompostgut Zellwand für Zellwand ab. Genau deshalb wirkt Gemüse in der Wurmkiste oft lange frisch. Es wird kontinuierlich Schicht für Schicht abgetragen. Der Abfall scheint fast unberührt zu bleiben, bis er dann scheinbar über Nacht verschwindet.
Sobald die Bakterien ihre Arbeit getan haben, kommen die Würmer ins Spiel. Sie nehmen die entstandene Mischung aus Bakterien und zersetzten Nährstoffen auf. Im Magen wird alles mithilfe der Sandkörner weiter zerrieben. So entstehen stabile Ton Humus Komplexe, die für einen gesunden Boden besonders wertvoll sind.
Küchenabfälle pürieren: sinnvoll oder riskant?
Das Pürieren von Küchenabfällen hat den Vorteil, dass die gesamte Masse den Bakterien sofort zur Verfügung steht. So lässt sich eine Wurmkiste, in der akuter Futtermangel herrscht, schnell versorgen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten.
Pürierte Abfälle neigen dazu, zu fermentieren und unangenehme Gerüche zu entwickeln. Deshalb ist es wichtig, nach dem Pürieren etwa ein Drittel Kartonage mit zu füttern. Karton liefert Zellstoff und wichtigen Kohlenstoff für einen ausgeglichenen Kompostprozess.
Pürierte Abfälle sollten gut auf der Oberfläche verteilt oder leicht eingegraben werden, damit die Komposthelfer direkten Zugang haben. Diese Methode empfiehlt sich nur im Ausnahmefall, etwa bei Hunger. Für den normalen Betrieb lohnt sich der zusätzliche Energieaufwand nicht.
Wurmfutter einfrieren: wann es Sinn macht
Wurmfutter kann eingefroren werden, um dann schneller zur Verfügung zu stehen.
Grundsätzlich sollte der Energieaufwand zum Einfrieren von Küchenabfällen vermieden werden. Es gibt jedoch zwei Situationen, in denen diese Methode sinnvoll sein kann. Erstens, wenn die Würmer akut unter Futtermangel leiden. Zweitens, wenn sich Larven in den Abfällen befinden.
Wurden die Würmer längere Zeit nicht gefüttert, kann es vorkommen, dass sie auf Futtersuche gehen. Um schnell verfügbare Nahrung bereitzustellen, können zwei bis drei Handvoll Gemüseabfälle für etwa zwölf Stunden eingefroren werden. Nach dem Auftauen werden sie zusammen mit ein paar Mineral Mix Pellets in der Wurmkiste vergraben. Nach wenigen Tagen ist der Hunger gestillt.
Beim Einfrieren zerstört das gefrierende Wasser die Zellwände des Gemüses. Nach dem Auftauen können die Bakterien das Material besonders leicht verarbeiten. Achten Sie dabei auf die freigesetzte Feuchtigkeit, vor allem bei Wurmkiste aus Holz.
Kleine Futterhaufen als goldener Mittelweg
Wurmkiste Futter Haufen
Nach vielen Jahren Erfahrung hat sich ein Vorgehen bewährt: das Anlegen kleiner Futterhaufen. Werden diese nebeneinander platziert, lässt sich gut beobachten, wie lange die Umsetzung dauert. So bekommen Sie ein gutes Gefühl dafür, wie aktiv Ihre Wurmkiste ist.
Kleine Haufen sorgen für ausreichend Sauerstoff, ohne dass die Abfälle zu schnell austrocknen. Das erleichtert den Bakterien die Arbeit. Mineral Mix und Kartonage sollten weiterhin großflächig auf der Oberfläche verteilt werden, da sie Struktur geben und den pH Wert im entstehenden Wurmhumus regulieren.
Was gehört in die Wurmkiste?
Die Faustregel lautet: Alles Organische außer Fisch, Fleisch und Milchprodukten (dafür gibt es Bokashi Komposter). Zitrusfrüchte und Zwiebelgewächse sollten ebenfalls nur sehr sparsam oder gar nicht verfüttert werden.
Im Alltag tauchen dennoch viele Detailfragen auf, etwa zu Schalen, scharfen Lebensmitteln oder bestimmten Gemüsesorten. Da diese Themen oft differenziert betrachtet werden müssen, hilft eine strukturierte Übersicht dabei, die richtige Entscheidung zu treffen
Aber was verarbeiten die Kompostwürmer in der Wurmkiste eigentlich am besten?
Kompostwürmer fressen fast alles Organische
Im Laufe der 15+ Jahre, die wir Kundenfragen zu diesem Thema beantworten, gibt es immer mal wieder Fragen zu spezifischen Dingen: „Kann Kiwi mitsamt Schale in die Wurmkiste geworfen werden?“ „Wie viel Kürbisschalen ertragen meine Würmer bevor die Wurmkiste kippt?“ „Finden Würmer Chilis nicht zu scharf“ sind nur einige Beispiele.
Da die Antworten teils doch etwas genauer sein müssen, haben wir daher die interaktive Wurmfutter Tabelle ins Leben gerufen. Dort finden Sie nicht nur die Möglichkeit nach dem Futter Ihrer Wahl zu suchen, sondern Sie können auch eintragen, was Sie füttern möchten. Wir „beantworten“ dann regelmäßig, indem wir Ihre Futtermittel einordnen.
Zusammen mit unserem WhatsApp Service, sollte es dann immer möglich sein, Wurmfutter-Fragen beantwortet zu bekommen.
Kleine Hilfestellungen und Anleitungen wie diese liefern wir Ihnen auch gerne mit unseren Kompost Newsletter. Tragen Sie sich jetzt ein, um das eBook „Besser Kompostieren“ zu bekommen.
Wir werden oft gefragt, welche Fehler bei der Wurmkompostierung gemacht werden können. Basierend auf unserer persönlichen Erfahrung mit Wurmkisten, dem jahrelangen Austausch im Rahmen unseres Experten-Netzwerkes (Pro-Wurm.org) und den zahlreichen Konversationen per Telefon, E-Mail oder WhatsApp mit unserer Kundschaft haben wir 7 potenzielle Probleme beim Betrieb einer Wurmkiste identifiziert. Gut zu wissen: Die beschriebenen Probleme treten nicht oft auf. Dennoch wollen wir sie ansprechen, damit Sie selbst zum Experten werden und das Problem lösen können.
Vorneweg ein Hoch auf Wurmkiste und Kompostwurm: Sie sind eine unglaublich praktische Hilfe – sowohl im Haushalt als auch im Garten. Die rasche Verwertung organischer Abfälle durch Kompostwürmer funktioniert wunderbar, wenn diese ihre Arbeit in einer für sie optimalen Umgebung verrichten können. Stimmen die Parameter pH-Wert, Temperatur, Feuchtigkeit und Sauerstoffgehalt, sind die Kompostwürmer Weltmeister bei der Umwandlung von pflanzlichem Material in nährstoffreiche Komposterde (Wurmhumus), die Sie zur Düngung aller Ihrer Pflanzen verwenden können. Je ausbalancierter das System, umso besser. Daher gilt: Die Wurmkiste kann Experimente zwar vertragen, aber es fördert den Kompostprozess meist nicht.
Was kann also schiefgehen? …
1. Schimmelbildung, Fäulnis, schlechte Gerüche
Wenn sich trotz eifriger und vitaler Kompostwürmer Schimmel bildet oder die organischen Abfälle anfangen zu faulen und dadurch ein unangenehmer, säuerlicher Geruch entsteht, ist das ein Zeichen dafür, dass zu viel gefüttert wird. Das kann passieren, wenn eine Wurmkiste neu in Betrieb genommen wird und sich die Würmer noch akklimatisieren müssen, oder wenn mal besonders viele organische Abfälle im Haushalt anfallen und man nicht daran denkt, dass ein Zuviel auch die verfressensten Helferlein nicht bezwingen können.
Bezüglich der Futtermenge gilt folgende Faustregel: Ein Kompostwurm verdaut circa die Hälfte seines Eigengewichtes – rund 0,4 Gramm bringt er im ausgewachsenen Stadium auf die Waage. Junge Würmer fressen daher naturgemäß weniger. Deren Appetit steigert sich dann mit dem Lebensalter.
Allerdings hängt die „Fressleistung“ auch noch von der Temperatur in der Wurmkiste ab. Je kühler es ist, umso geringer ist auch der Appetit. Das Temperaturoptimum liegt zwischen 20 und 25 °C; unter 15 °C wird die Nahrungsaufnahme eingeschränkt.
So können Sie bei der Fütterung vorgehen: Beim Start einer Wurmkiste haben Sie 1000 Kompostwürmer; hierfür reichen 3 x pro Woche etwa 2 Handvoll pflanzliche Küchenabfälle. Erhöhen Sie diese Menge nach 3 Monaten auf 3 bis 4 Handvoll. Im Idealfall benötigen neu hinzugegebene Abfälle ca. 6 bis 8 Wochen, bis sie vollständig umgesetzt sind. Bleiben sie länger liegen oder bildet sich Schimmel, entfernen Sie diese und verringern die Menge um 1 Handvoll wöchentlich für 6 Wochen.
2. Wurmflucht
Die gefürchtete Wurmflucht tritt meistens aus einem einfach zu vermeidenden Grund auf: Die Kompostwürmer haben Hunger. Und da ist es nicht anders als bei uns Menschen … Sie machen sich auf die Suche nach verwertbarem Futter – und zwar mit Nachdruck und über die Grenzen der Kiste hinaus.
Wer in Haufen füttert, erkennt, was wie schnell kompostiert wird.
Hier gilt auch zu bedenken: Nicht alles, was in die Kiste geworfen wird, ist sofort verwertbar. Selbst ein weiches Salatblatt muss erst 2 bis 3 Tage welken und von Bakterien zersetzt werden, damit es für die Würmer konsumierbar ist. Achten Sie deshalb bitte darauf, dass ausreichend organische Abfälle in verschiedenen Rottestadien vorhanden sind. Wer ein Gefühl dafür bekommen möchte, welche Abfälle wie schnell verwertet werden, sollte kleine Haufen bilden, die mit Abstand zueinander platziert werden. So ist zu erkennen, wie viele Wochen vergehen, bis die jeweiligen Haufen ganz verschwunden sind.
3. Die richtige Futtermenge wird eingehalten, aber es läuft trotzdem nicht
Auch Würmer sind auf eine ausgewogene Ernährung angewiesen, um gesund und vital zu bleiben. Es ist also wichtig, auf die Zusammensetzung des Futters zu achten.
Am gesündesten und natürlichsten ist ein Mix aus …
Gemüseresten
Obstschalen
Zeitungspapier (kein Hochglanzpapier!)
Tee- und Kaffeesatz (in Maßen)
Wenn die Würmer die angebotene Nahrung gut verwerten und vertragen, entsteht mit der Zeit ein Gewöhnungseffekt. Es gibt durchaus Raum für Variationen, doch mit zu vielen spontanen Änderungen in der Speisenfolge kommen Kompostwürmer nicht gut klar. So macht beispielsweise eine Schwemme an Wassermelonenresten im Sommer, die von Kürbiskernen und -schalen im Herbst abgelöst wird und schließlich in eine monatelange Abwesenheit von Obst übergeht, den Würmern und den helfenden Kompostbakterien das Leben schwer. Neuartige Nahrung wird immer erst zögerlich verarbeitet werden. Zudem beeinflussen die vom organischen Material abhängigen Schwankungen im pH-Wert das gesamte Milieu in der Wurmkiste.
Kürbis wächst auf einem Komposthaufen zwar gut, aber in der Wurmkiste kann er Probleme machen.
Neben der Zusammensetzung spielt auch die Art der „Zubereitung“ eine Rolle. Um die Aufnahme zu erleichtern, ist es wichtig, das Futter etwas klein zu schneiden (vor allem, wenn es hart ist, wie Kohlestrünke oder Möhrenstücke). Außerdem mögen es die Kompostwürmer, wenn das Futter nass ist. Die Abfälle können auch in Zeitungspapier eingewickelt zugegeben werden. Das freut die Würmer und beugt außerdem massiven Fruchtfliegenbefall vor, zu dem wir später noch kommen werden.
4. Die Kompostwürmer vermehren sich nicht ausreichend
Mineral Futter für Kompostwürmer
Würmer benötigen für ihre Gesundheit bestimmte Mineralstoffe und Spurenelemente. Vor allem Calcium, Kalium und Phosphor sowie Eisen sind wichtig, um die Fortpflanzungsfähigkeit zu erhalten. Während sich Würmer in freier Wildbahn selbstständig holen, was sie brauchen, ist es bei einer Wurmkiste, die einen begrenzten Raum darstellt und keine Ausweichmöglichkeiten in mineralstoffreichen Naturboden bietet, unerlässlich, regelmäßig Mineral-Futter zuzugeben. Ein Mangel fällt meistens erst recht spät auf. Wenn schließlich die Wurmkiste streikt, dann sind es ganz typische Anzeichen, die auf ein Problem der Wurmkistenpopulation hinweisen und in aller Regel auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen sind.
Das Mineral-Futter enthält alles, was an Mineralstoffen und Spurenelementen benötigt wird, und ist mit pflanzlichem Protein angereichert, das die Würmer wieder fetter und aktiver werden lässt. Das wiederum erhöht die Leistungsfähigkeit und Fortpflanzungsbereitschaft.
5. Es bildet sich kein wohlriechender Wurmhumus
Die Bildung von wertvollem Wurmhumus mithilfe der Kompostwürmer ist ein aerober Prozess. Sowohl die beteiligten Bakterien als auch die Würmer benötigen hierfür ein ausreichend belüftetes Substrat. Fehlt Sauerstoff, zeigt sich dies an Fäulnisprozessen, die so weit gehen können, dass der komplette Inhalt der Wurmkiste ausgetauscht werden muss. Wenn Fäulnis nicht nur an vereinzelten Stellen, sondern großräumig auftritt, dann ist meistens Staunässe im Spiel. Zu viel Wasser drückt den Sauerstoff aus den Poren und der aerobe Verrottungsprozess kommt zum Erliegen. Mehr dazu im Artikel Wurmtee stinkt – soll Komposttee so sein?
Wurmhumus: Kompost aus Pferdemist
Achten Sie daher immer darauf, dass zusätzlich trockene Kartonage beigelegt wird (sie saugt überschüssige Feuchtigkeit auf und wird auch gefressen), und lassen Sie das Sickerwasser – den Wurmtee – regelmäßig ab, wenn dies möglich ist. Sollte die Wurmkiste aus Holz bestehen und keinen Bereich haben, in dem Sickerwasser aufgefangen wird, ist die Kontrolle der Feuchtigkeit etwas schwieriger, aber machbar. Die Gefahr der Staunässebildung ist einer der Gründe, warum wir die Wurmkiste aus Holz nur erfahrenen Kunden empfehlen.
6. Kompostwürmer sterben
Kompostwürmer sind in der Regel robust, aber ein Faktor kann ihnen schnell zum Verhängnis werden: sommerliche Hitze oder Eiseskälte. Das Temperaturoptimum der Kompostwürmer liegt zwischen 15 und 25 °C. Liegt die Temperatur kurzzeitig darüber oder darunter, stellt das noch kein Problem dar, langfristig führen Temperaturextreme jedoch zum Absterben der Wurmpopulation, wenn nicht gegengesteuert wird.
Ab Temperaturen über 30 °C fangen Würmer an, zu sterben. Der Rotteprozess läuft durch die höheren Temperaturen anders ab, was das Milieu im Substrat zusätzlich verändert und einen weiteren Stressfaktor für die Kompostwürmer darstellt. Vor allem Wurmkisten aus Kunststoff erwärmen sich sehr schnell, und wenn sie eine dunkle Farbe hat, umso mehr. Im Sommer sollte die Wurmkiste deshalb unbedingt durchgehend im Schatten aufgestellt sein und weitere Kühlungsmaßnahmen ergriffen werden.
Wasser sorgt für Abkühlung
Dazu gehört auch, den Feuchtigkeitsgehalt zu überprüfen. Im Idealfall liegt er zwischen 60 und 85 Prozent. Die Oberfläche trocknet gerade im Sommer gerne mal aus, aber gießen Sie nicht allzu viel! Die Krümelstruktur sollte noch erkennbar bleiben. Wenn Sie das Gefühl haben, zu viel Wasser hinzugefügt zu haben, dann öffnen Sie den Ablasshahn, falls vorhanden, und warten, bis nichts mehr nachtröpfelt. Mit einem Brauseaufsatz auf der Gießkanne können Sie besser dosieren. Eine Hanfmatte, die Sie über die Abfallschicht legen können, schützt sehr effektiv vor Austrocknung und hält das Substrat dadurch etwas kühler.
Auch bei Frost besteht die Gefahr, dass die Würmer sterben. Sowohl bei extremer Kälte als auch bei großer Hitze empfiehlt sich ein Standort im Haus. Sehr gut geeignet ist der Keller. Die Temperaturen sind dort gleichmäßiger und liegen in der Regel im optimalen Bereich für Kompostwürmer.
Unsere Wurmtruhe aus Fichtenholz aus zertifizierter nachhaltiger Waldwirtschaft (FSC®)
Das Material, aus dem die Wurmkiste besteht, spielt eine Rolle bei extremen Temperaturschwankungen. Holz hat im Gegensatz zu Kunststoff eine geringe Wärmeleitfähigkeit und bietet somit hervorragende Dämmeigenschaften – sowohl gegen Wärme als auch gegen Kälte. Wer also keine Möglichkeit hat, den Standort anderweitig zu optimieren, kann mit einer Wurmkiste aus Holz Abhilfe schaffen. Wie Sie außerdem einen Hitze- oder Kälteschock und das Absterben der Würmer bei ungewöhnlichen Außentemperaturen verhindern können, lesen Sie in unseren Artikeln Wurmkiste im Sommer und Wurmkiste im Winter. Dort finden Sie viele wertvolle Tipps, um Ihre Wurmkiste zu schützen.
7. Stagnierende Prozesse, komischer Geruch
Bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C haben Kompostwürmer den meisten Appetit
Und noch einmal geht es um die Temperatur. In der kalten Jahreszeit, wenn das Thermometer zwischen 0 und 10 °C anzeigt, werden die Kompostwürmer etwas träge. Sie reagieren beispielsweise viel langsamer, wenn Sie den Deckel anheben, und verschwinden nicht sofort in dunkle, geschützte Zonen. Sie fressen auch weniger, was daran zu erkennen ist, dass die übliche Menge länger liegenbleibt. Wenn dann weiterhin die gleiche Menge zugegeben wird, kann es passieren, dass Fäulnisprozesse einsetzen und ein komischer Geruch entsteht. Sie können das verhindern, indem Sie die Nahrungsmengen dementsprechend verringern.
Um den Kompostierungsprozess wieder anzukurbeln, können Sie die Kiste ins Haus verfrachten. Der Temperaturanstieg sollte jedoch nicht zu abrupt erfolgen. Ist das Substrat zu feucht und riecht leicht unangenehm, entfernen Sie diese Stellen. Graben Sie das Substrat dann zur Belüftung einmal vorsichtig komplett um und arbeiten dabei ein paar Stücke trockene Kartonage zur Feuchteregulierung unter. Füttern Sie danach normal weiter.
Fruchtfliegen – ein spezielles Problem zur Sommerzeit
Die sogenannte Achillessehne der Wurmkiste stellt die Anfälligkeit für einen Fruchtfliegenbefall dar. Die nervigen kleinen Fliegen (Drosophila melanogaster) kennt wohl nahezu jeder – vor allem im Sommer umschwirren sie gerne unser Obst. Während andere Fliegen der Wurmkiste fern bleiben – solange sie im Haus steht und kein tierisches Protein gefüttert wird –, kommen Fruchtfliegen quasi per Menschentaxi direkt in die Kiste, denn die Eier befinden sich meistens bereits in der Schale, wenn wir die Früchte kaufen, oder gelangen während der Lagerung im Haus dorthin.
Drosophila-Weibchen legen in ihrem ca. 8-wöchigen Leben bis zu 400 Eier, aus denen nach wenigen Stunden Larven schlüpfen. Nach 1 bis 2 Wochen hat sich aus einer Larve eine erwachsene Fruchtfliege entwickelt, die geschlechtsreif ist. Das verdeutlicht, wie schnell aus 2 bis 3 Individuen eine Plage werden kann.
Mit bloßem Auge lässt sich nicht erkennen, ob Eier vorhanden sind. Also gilt es, alles an präventiven Maßnahmen zu ergreifen, was geht. Hierzu erfahren Sie mehr in unserem Artikel über Fruchtfliegen und deren Bekämpfung.
Wird oft Obst gefüttert, kann auch Urgesteinsmehl eingesetzt werden. Ein regelmäßiges Bepudern der Substrat-Oberfläche behindert die Fruchtfliegen. Diese Maßnahme sollte aber maximal 8 Wochen und nur unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden: Messen Sie den pH-Wert in der Wurmkiste, denn zu viel Urgesteinsmehl kann diesen erhöhen. Mit alkalischen Werten kommen Kompostwürmer nicht gut klar. Wenn Sie normalerweise auch Kaffeesatz in der Wurmkiste kompostieren, wird das allerdings nicht so schnell passieren, da dieser den pH-Wert senkt. Wenn Sie das aber in der Regel nicht tun, sollten Sie Kaffeesatz nur sehr vorsichtig dosiert zugeben.
Probleme sind da, um gelöst zu werden
… Deshalb gilt: Nicht verzagen, Wurmwelten fragen! Sollte trotz all unserer aufgeführten und sehr effektiven Maßnahmen wider Erwarten das Milieu doch einmal gekippt sein, empfehlen wir Ihnen, die Wurmkiste mit einem Starterset zu retten. Wir helfen Ihnen dabei und geben individuell angepasste Tipps, zum Beispiel per E-Mail, Telefon oder WhatsApp-Support.
Unsere praktischen Erfahrungen, die wir mit möglichst vielen Wurmkompostierungsfans teilen und diskutieren, werden regelmäßig revidiert und ggf. angepasst. Wenn Sie Lust haben, diskutieren Sie mit, zum Beispiel in unserem Kompost-Forum oder unserer Facebook-Gruppe. Aktuelle Neuigkeiten teilen wir auch in unserem Kompost-Newsletter.
Jeder Angler kennt sie, die Boilies (vom Englischen „to boil“ = kochen). Boilies sind runde Angelköder für das Angeln von Karpfen und karpfenähnlichen Fischen in unseren heimischen Gewässern. Diese werden mit einem sogenannten Haar am Angelhaken befestigt. Zu kaufen gibt es diese Art der Köder in vielen verschiedenen Varianten, doch sie lassen sich auch einfach selber herstellen. Für alle passionierten Angler, die ihre Boilies einmal selber machen wollen, haben wir hier ein paar wichtige Hinweise und praktische Rezepte zusammengestellt.
Boilies setzen sich aus verschiedenen Grundzutaten zusammen. Welche Zutat man als Grundlage für seine Boilies wählt, bleibt dem Angler überlassen. Generell gilt, dass auf ein Pfund Mix fünf Eier kommen, die die Masse zusammenhalten. Dazu bildet die Grundlage für das Anlocken unter Wasser die sogenannten Flavour. Hier hängt die Dosierung von der jeweiligen Konzentration des Flavours ab. Im Winter sollten ölhaltige Flavour durch Flavour auf Alkoholbasis abgelöst werden. Als Material benötigen Sie neben den jeweiligen Zutaten auch ein Boilierollbrett.
Boilies haltbar machen
Boilies können ganz einfach selber hergestellt werden (Bild: Dreamstime)
Haltbar werden die Boilies am besten gemacht, indem man sie in Schraubdeckelgläsern mit leicht angedrehtem Deckel eine halbe Stunde bei 130° in den Ofen stellt. Werden die Gläser danach aus dem Ofen genommen (Achtung Finger schützen!), dreht man den Deckel zu und erhält so Boilies, die mindestens zwei Monate haltbar sind. Sollen die Boilies nur eine Woche lang haltbar sein, genügt es sie in eine Plastiktüte zu tun und etwas Reis darüber zu streuen. Der Reis wird entstehende Flüssigkeiten aufnehmen und so ein Schimmeln verhindern.
Möchte man etwas leichtere Boilies herstellen, so genannte Pop-Up-Boilies, gibt man am besten etwas Hefe oder Backpulver zur Mischung hinzu. Die Dosierung ist dabei abhängig von den restlichen Zutaten. Dazu kann man sie auch für einige Minuten in die Microwelle legen oder 20 Minuten bei 250° im Backofen backen.
Rezepte für gute Boilies
Für alle, Angler, die es jetzt in den Fingern juckt ein paar Boilies selber herzustellen, sind hier ein paar Rezepte:
Forelli-Boilies
750 gr. Forelli
250 gr. Grieß oder Sojakonzentrat
Frolic-Forelli-Boilies
2 kg Frolic,
250 gr. Forelli,
1,5 kg Grieß,
10 Eier und Mehl.
Einfache Forelli-Boilies:
300 g gemahlene Forelli
300 g Sojamehl
300 g Gries
2-3 Eier
Forelli-Boilies:
450 g gemahlene Forelli
300 g Grieß
100 g Maismehl
100 g Sojamehl
50 g Blutmehl
50 ml Öl
2 TL Salz
ca. 15 ml Flavour
Fischmehl-Boilies:
200gr. Fischmehl,
200 gr. Maismehl,
200 gr. Sojamehl und
400 gr. Grieß
Eier
Fisch-Boilies:
400 gr. gemahlenes Forelli
400 gr. Fischmehl
200 gr. Casein
100 gr. Hartweizengrieß
100 gr. Weizengluten
100 gr. Sojamehl
25 kleine Eier
ca. 15 ml Flavour
Ölsardinen-Boilies:
250g Haferflocken
1 Esslöffel Honig
1 Dose Sardinen
6 Esslöffel Semmelbrösel
Eier
Katzenfutter-Boilies:
400 gr. gemahlenes Katzenfutter
100 gr. Soyamehl
100 gr. Weizengries
7-8 Eier
Katzenfutter-Boilies:
500 gr. gem. Brekkies
100 gr. Grieß
100 gr. Weizenkeime
100 gr. Weizengluten
100 gr. Kartoffelmehl
100 gr. Blutmehl
20 kleine Eier
ca. 10 ml Flavour
Frolic-Boilies:
600 g Frolic fein mahlen
250 g Maismehl
150 g Hartweizengrieß
150 g Sojamehl
8 Eier
Brassenfutter-Boilies:
1 kg Brassenfutter;
100 gr. Zucker,
etwas Salz,
1 P. Buttervanille-Backaroma,
8-10 Eier
Karpfenpellet-Boilies:
400g gemahlene Karpfenpellets
200g Grieß
8-10 ml Flavour
200g Maismehl
200g Weizendunst oder Weizengluten
8-10 Eier
Ganzjahres-Mix:
1 kg Brekkies mit Fisch (Katzenfutter) mahlen
4 – 6 El. Speiseöl
10 – 12 Eier
evtl. ein paar Kappen Ambio
Frühjahrs-Mix:
300 g Puddingpulver (Vanille)
200 g Hartweizengrieß
200 g Sojamehl
100 g Pfanni halb und halb
100 g Erdnussmehl geröstet
100 g Casein
10 ml Süßstoff
20 ml Ambio
1 El. Sojaöl
12 Eier
Flavour (möglichst süß und cremig)
Sommer-Mix:
300 gr. Mehl
300 gr. Sojamehl
200 gr. Maismehl
100 gr. Casein
100 gr. Erdnussmehl
10 – 12 Eier
10 ml Sweetener
Flavour Wildkirsche (top secret)
und ein paar Kappen Ambio
Weihnachts-Boilies:
4 kg Paniermehl,
0,5 kg Haferflocken,
400 gr. Traubenzucker,
150 gr. Vanille,
1Päckchen Anis,
80 gr. Zimt,
4 Päckchen Lebkuchengewürz,
500 gr. Maismehl,
100 gr. Honig,
Eier und Salz.
Vogelfutter-Boilies:
100g Quiko Aufzuchtsfutter
200g Sojamehl
200g Weizendunst oder Weizengluten
8 ml Sweetner
300g Vogelfutter gemahlen
200g Grieß
10-12 ml Flavour
8-10 Eier
Würzige Boilies:
400 gr. Grieß
400 gr. Sojamehl
200 gr. Melasse
20 gr. Zimtpulver
je 10 gr. Curry-, Fenchel- und Anispulver
10 ml Bird Spice Flavour
Exotische Boilies:
350 g Grieß
100 g gemahlene Erdnüsse
100 g Kokosflocken
100 g Bananenmilch-Pulver
4 Tüten Vanillezucker
5 ml Öl
12 Eier
Mais-Boilies:
500 gr. gem. Röstmaispellets (Cormoran)
200 gr. Maisgrieß
300 gr. Maismehl
200 gr. Zucker
10-12 Eier
Erdnuss-Boilies:
400 gr. Erdnussmehl
200 gr. Natrium-Caseinat
100 gr. Soja-Extrakt
100 gr. Sojamehl
200 gr. Grieß
Süßmittel
Lockstoff
12 Eier
Erdnuss-Boilies:
400 gr. Erdnussmehl
200 gr. Maismehl
100 gr. Milchpulver
300 gr. Grieß
5-15 gr. Paprika, Zimt oder Knoblauch
Käse-Kartoffel-Boilies:
600 gr. gekochte Kartoffeln zerstoßen
600 gr. Grieß
200 gr. geriebener Parmesan
(oder Pudding-/ Götterspeisepulver)
Eier sind nicht unbedingt erforderlich
Garnelen-Boilies:
200 gr. Garnelenmehl
200 gr. Maismehl
200 gr. Sojamehl
400 gr. Grieß
5-15 gr. Paprika, Zimt oder Knoblauch
Billige Boilies:
500 gr. Hartweizengrieß
3 P. Vanillepuddingpulver
5-6 Eier
Billige Boilies:
Teig für Kartoffelklöße nach Vorschrift bereiten, etwas Aroma untermischen, Kartoffelklöße kochen und trocknen.
Marzipan-Boilies:
Von einem Marzipanbrot Schoko-Rinde entfernen, Marzipan zu Kugeln drehen
Wer ein Haustier besitzt, hat sich vermutlich schon des Öfteren gefragt, wie denn deren Hinterlassenschaften, vor allem Kot, entsorgt werden können. Die Vorgaben der Abfallentsorgungsbetriebe sind diesbezüglich eindeutig: Haustierkot gehört aus hygienischen Gründen gut verpackt in den Restabfall und keinesfalls in die Biotonne.
Küchenabfälle und Haustierkot – perfekte Mischung für die Kompostwürmer
Aber sind denn die Verdauungsprodukte von Hund und Katze nicht auch organische Abfälle? Schließlich werden Gülle oder Pferdemist sogar als landwirtschaftlicher Dünger genutzt … Ganz so einfach ist es in diesem Fall nicht. Warum das so ist und wie Sie Haustierkot trotzdem sicher kompostieren können, zum Beispiel mithilfe von Kompostwürmern in speziellen Tierkot-Wurmfarmen, erläutern wir in diesem Artikel.
Haustierkot und Zoonosen
Kot enthält (in der Regel gute) Mikroorganismen, die im Darm wohnen, bei der Nahrungsaufspaltung helfen und teilweise mit ausgeschieden werden. Wenn es sich jedoch um bakterielle/virale Krankheitserreger oder um Parasiten handelt, dann gilt Kot als infektiös. Über ihn können dann bei unzureichender Hygiene Krankheiten übertragen werden. In Abhängigkeit vom Erreger kann eine Übertragung von Mensch zu Mensch, Tier zu Tier, Mensch zu Tier sowie von Tier zu Mensch stattfinden. In den letzten beiden Fällen spricht man von Zoonosen.
Sie sind zwar selten, aber bei unseren liebsten Haustieren durchaus möglich. Zu nennen sind beispielsweise Giardien, Salmonellen, Toxoplasma gondii oder Würmer. Das verdeutlicht, dass Tierkot nicht ohne Weiteres in den ökologischen Kreislauf zurückgebracht werden kann. Auch Rückstände von Medikamenten können ein Problem darstellen.
Kompostierung von Haustierkot im privaten Garten
Als Haustierbesitzer haben wir den besten Überblick, wie es unseren Tieren geht, ob sie gesund sind oder gerade Probleme haben und womöglich Medikamente einnehmen müssen. In letzterem Fall sollte man die Verdauungsprodukte tatsächlich über die Restmülltonne entsorgen. Da wir eine potenzielle Infektion mit gefährlichen Erregern jedoch nicht immer auf Anhieb erkennen, lautet die erste Regel in Bezug auf die Kompostierung von Haustierkot im privaten Garten: Prinzipiell keine Entsorgung über den normalen (offenen) Gartenkompost, der später als Dünger für Nutzbeete verwendet werden soll, und keine Platzierung eines Komposters für Haustierkot in der Nähe von Gemüse- oder Obstanbauten. Natürlich werden Freigänger-Katzen oder Hunde, die in den Garten gelassen werden, auf diese Regel sch… Aber es macht einen Unterschied, ob es sich um eine gezielte Sammelstelle in hochkonzentrierter Form handelt oder nur ab und zu ein Häufchen hinterlassen wird. Katzen vergraben ihren Kot zudem sehr gründlich, sodass sich die Bodenlebewesen recht gut und schnell um dessen Entsorgung kümmern können.
Hinweis: Nach einer Entwurmungskur sollten Sie 3 Tage warten, bevor Sie den Tierkot wieder in den Komposter geben.
Tierkot-Wurmfarm
Wenn Sie Ihren Haustierkot zusammen mit anderen organischen Abfällen über einen speziell hierfür geeigneten Komposter entsorgen, werden Rotteprozesse im Inneren und Kompostwürmer dafür sorgen, dass dieser in wertvolle Nährstoffe umgewandelt und in die umliegenden Bereiche gebracht wird. Da der Komposter am unteren Teil, der vergraben wird, Öffnungen besitzt, können die Würmer hin- und herwandern und den Wurmhumus im Beet verteilen. Sie müssen ihn also nicht selbst entnehmen und ausbringen. Zwischen Zierstauden und in Blumenbeeten wäre zum Beispiel ein guter Platz für eine Tierkot-Wurmfarm.
Unsere Tierkot-Wurmfarm von Tumbleweed® (RELN-Gruppe) ist sehr komfortabel zu befüllen, leicht zu reinigen und hat einen Klappdeckel, der über eine Fußpedale betätigt werden kann. Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach: Man hebt ein Loch in der Größe des Sockels aus und platziert dort die Wurmfarm. Eventuell frei gebliebener Raum rund um den Sockel wird mit Gartenerde aufgefüllt, die leicht festgetreten wird. Das stabilisiert die Tierkot-Wurmfarm, denn sie ist recht hoch.
Danach werden 2000 Kompostwürmer zusammen mit etwas Startsubstrat und ein paar Handvoll Gemüseabfällen in die Tierkot-Wurmfarm gegeben. Nach einer Akklimatisierungsphase von ca. 3 bis 4 Tagen kann dann auch Haustierkot hinzugegeben werden. Bei Katzenkot ist die Katzenstreu zu entfernen. Da in der Regel noch Streu anhaftet, sollten Sie kompostierbares Katzenstreu verwenden.
Hinweis: Mischen Sie pflanzliche Küchenabfälle und Tierkot im Verhältnis 1:1 ein, damit die Kompostwürmer eine vielfältige Auswahl an Nahrung vorfinden.
Bis sich die ersten Ergebnisse in Form von gesundem Pflanzenwachstum im Beet zeigen, braucht es nun ein paar Wochen Geduld.
Der Einsatz einer Tierkot-Wurmfarm bringt viele Vorteile mit sich:
Sie müssen den Haustierkot nicht mehr in Plastiktüten und über den Restmüll entsorgen.
Sie tragen zur Kreislaufwirtschaft bei.
Sie sparen an Dünger für Ihre Blumen- und Staudenbeete.
Es ist kein Umsetzen oder Ausbringen nötig, die ganze Arbeit erledigen die Kompostwürmer.
Die Tierkot-Wurmfarm benötigt durch ihre hohe und schlanke Form wenig Platz.
Dank des besonderen Aufbaus wird unangenehmen Gerüchen vorgebeugt.
Mit einer Höhe von 115 cm und einem Durchmesser von 52 cm ist die Tierkot-Wurmfarm der rückenfreundlichste Komposter auf dem Markt.
Wichtig: Tierkot-Wurmfarm nach ein paar Monaten umsetzen
Alle paar Monate sollten Sie die Tierkot-Wurmfarm umsetzen, damit der umgebende Boden nicht zu stark mit Stickstoffen gesättigt wird. Der Anteil an Kompostwürmern, den Sie nicht mit umziehen, freut sich über eine Schicht Mulch.
Weitere Wurmkomposter bei Wurmwelten.de
Wenn Sie große Mengen an pflanzlichen Küchenabfällen haben, dann empfehlen wir Ihnen unsere anderen Wurmkisten, die es in vielen verschiedenen Ausführungen und sogar mit Starterset gibt.
Wir haben nicht nur jede Menge nützlicher Komposter und Kompostwürmer im Angebot, sondern auch Zubehör, praktische Gartenhelfer, Dünger, Erden, Nistkästen, Bücher und vieles andere mehr. Sie finden bei uns außerdem zahlreiche Anleitungen und nützliche Infos rund um das Kompostieren.
Gemüse, Obst sowie Heil- und Zierpflanzen im eigenen Garten selbst zu kultivieren ist etwas ganz Besonderes. Man kann den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen zusehen und weiß genau, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind. Doch das Wichtigste ist zuallererst die Auswahl des passenden Saatgutes und dabei gibt es einiges zu beachten. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengefasst.
1. Samenfeste Sorten wählen
Beim Kauf von Saatgut, insbesondere bei Nutzpflanzen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Sorten samenfest sind und es sich nicht um Hybridsorten handelt, welche in der Regel auf der Verpackung mit dem Zusatz „F1“ (erste Tochtergeneration) gekennzeichnet sind.
Hybridsorten entstehen im Labor und sind so gezüchtet, dass sie zwar im Garten angebaut werden können, aber nicht mehr vermehrungsfähig sind. Wer sich also beim Saatgutkauf für Hybridsorten entscheidet, zahlt nicht nur einen stolzen Preis, sondern muss jedes Mal aufs Neue Saatgut kaufen. Außerdem gehen durch die Hybridsorten immer mehr ursprüngliche Sorten verloren.
Samenfeste Sorten werden hingegen nicht künstlich verändert und entstehen ausschließlich durch natürliche Vermehrung. Die Bestäubung erfolgt über Insekten oder den Wind und diese Sorten weisen eine breite genetische Basis auf.Aus samenfestem Saatgut lassen sich immer wieder Samen gewinnen und neu aussähen und man erhält wieder die gleiche Pflanze mit den gleichen Eigenschaften.
2. Vom Aussterben bedrohte Pflanzen bewahren
Die Zeiten, in denen die Saatgutproduktion noch in den Händen von Bauern und Gärtnern war, sind längst vorbei. Heutzutage wird der Markt von einigen wenigen Großkonzernen dominiert, die immer mehr Hybridsorten produzieren. Dadurch sind im letzten Jahrhundert angeblich 75 % der landwirtschaftlichen Sortenvielfalt verloren gegangen.
Umso wichtiger ist es nun, die noch vorhandenen, alten Sorten zu bewahren. Wer seinen Garten mit verschiedenen standortangepassten und robusten Pflanzen bepflanzt, anstatt auf Monokulturen zu setzen, macht diesen auf ganz natürliche Art und Weise widerstandsfähig gegen verschiedene Umwelteinflüsse.
Als verantwortungsbewusster Hobbygärtner sollte man also seine Finger vom Angebot der Großkonzerne lassen und stattdessen sein Saatgut von kompetenten Pflanzenhändlern und Züchtern beziehen, die hochwertige samenfeste Sorten vertreiben und viel Wert auf die Bewahrung alter Sorten legen.
3. Auf Bio-Saatgut setzen
Wem Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und die eigene Gesundheit am Herzen liegen, sollte unbedingt auf Bio-Saatgut setzen. Bei der Bewirtschaftung des eigenen Gartens geht es nämlich nicht nur darum, selbst keine Kunstdünger und Pestizide zu verwenden, sondern auch um die Herkunft der verwendeten Samen.
Jene Sorten, die seit mehreren Generationen ausschließlich biologisch gezogen wurden, gedeihen auch ohne den Einsatz von Chemikalien ganz hervorragend und sind besonders robust, gesund und wohlschmeckend. Leider sind diese Voraussetzungen auch bei Samen mit Bio-Siegel nicht immer garantiert.
Um ein Biosiegel zu erhalten, muss nämlich lediglich die Mutterpflanze eine Saison lang unter biologischen Bedingungen angepflanzt worden sein. Dabei spielt es auch gar keine Rolle, woher die Samen stammen, und ob die Pflanzen im Gewächshaus oder im Freien gezogen wurden. Das Bio-Siegel ist auch kein Garant dafür, dass es sich um samenfeste Sorten handelt. Diese Informationen müssen gesondert eingeholt werden.
4. Saatgut von erfahrenen Züchtern kaufen
Wo Bio draufsteht, muss also nicht immer Bio drinnen sein. Der beste Weg, um an hochwertiges und natürliches Saatgut zu kommen, ist beim Züchter bzw. Händler seines Vertrauens zu kaufen. Es gibt auch heutzutage noch einige Züchter, die ihre Sorten seit Jahren rein biologisch anbauen und daher „echtes“ Bio-Saatgut erzeugen.
Neben der biologischen Herkunft sollte vor dem Kauf unbedingt zusätzlich kontrolliert werden, ob es sich auch wirklich um samenfeste und standortangepasste Sorten handelt. Nur wenn alle diese Kriterien erfüllt sind, kann von natürlichem und ursprünglichem Saatgut die Rede sein und das schmeckt man auch.
5. Sorten selbst vermehren
Das Schöne am eigenen Garten ist, dass man selbst Hand anlegen und verschiedene Kultur- und Nutzpflanzen anpflanzen kann. Noch größer ist das Glücksgefühl, wenn man mit den Samen der aktuellen Pflanzen im nächsten Jahr wieder neue Pflanzen gedeihen lassen kann. Dadurch weiß man nicht nur, woher das Saatgut kommt, sondern spart zudem eine Menge Geld.
Im eigenen Garten Samen zu ernten und im nächsten Jahr wiederzuverwenden, funktioniert aber wie gesagt nur bei samenfesten Sorten. Je nach Samensorte ist die Vermehrung mehr oder weniger kompliziert. Besonders unkompliziert ist zum Beispiel die Vermehrung von Tomaten, weil es sich dabei um sogenannte Selbstbefruchter handelt, die sich nicht gegenseitig befruchten. Relativ leicht lassen sich zum Beispiel auch Erbsen und Bohnen vermehren.
Bei Salat muss man hingegen etwas vorsichtiger sein, weil es leicht passieren kann, dass sich die verschiedenen Sorten kreuzen. Am besten pflanzt man also jedes Jahr nur eine bestimmte Sorte an. Etwas aufwändiger ist das Vermehren auch bei Gemüsearten, die erst im zweiten Jahr blühen, wie zum Beispiel Möhren, Kohl oder Rote Beete. Diese müssen dann ein Jahr im Keller überwintern.
Die Wahl des passenden Saatgutes ist also nicht nur für die eigene Gesundheit und die des Gartens von großer Bedeutung, sondern hat weitreichende Auswirkungen auf unsere Umwelt. Denn wer sich für biologische und samenfeste Sorten entscheidet, unterstützt den Erhalt der Pflanzenvielfalt und kann sogar vom Aussterben bedrohte Nutzpflanzen retten. Außerdem ist der Geschmack von natürlichem, selbst angebautem Gemüse einfach unvergleichlich.