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Boilies zum Selbermachen: Rezepte für einfache Boilies

Jeder Angler kennt sie, die Boilies (vom Englischen „to boil“ = kochen). Boilies sind runde Angelköder für das Angeln von Karpfen und karpfenähnlichen Fischen in unseren heimischen Gewässern. Diese werden mit einem sogenannten Haar am Angelhaken befestigt. Zu kaufen gibt es diese Art der Köder in vielen verschiedenen Varianten, doch sie lassen sich auch einfach selber herstellen. Für alle passionierten Angler, die ihre Boilies einmal selber machen wollen, haben wir hier ein paar wichtige Hinweise und praktische Rezepte zusammengestellt.


Boilies setzen sich aus verschiedenen Grundzutaten zusammen. Welche Zutat man als Grundlage für seine Boilies wählt, bleibt dem Angler überlassen. Generell gilt, dass auf ein Pfund Mix fünf Eier kommen, die die Masse zusammenhalten. Dazu bildet die Grundlage für das Anlocken unter Wasser die sogenannten Flavour. Hier hängt die Dosierung von der jeweiligen Konzentration des Flavours ab. Im Winter sollten ölhaltige Flavour durch Flavour auf Alkoholbasis abgelöst werden. Als Material benötigen Sie neben den jeweiligen Zutaten auch ein Boilierollbrett.


Boilies haltbar machen

Boilies können ganz einfach selber hergestellt werden (Bild: Dreamstime)

Haltbar werden die Boilies am besten gemacht, indem man sie in Schraubdeckelgläsern mit leicht angedrehtem Deckel eine halbe Stunde bei 130° in den Ofen stellt. Werden die Gläser danach aus dem Ofen genommen (Achtung Finger schützen!), dreht man den Deckel zu und erhält so Boilies, die mindestens zwei Monate haltbar sind. Sollen die Boilies nur eine Woche lang haltbar sein, genügt es sie in eine Plastiktüte zu tun und etwas Reis darüber zu streuen. Der Reis wird entstehende Flüssigkeiten aufnehmen und so ein Schimmeln verhindern.


Möchte man etwas leichtere Boilies herstellen, so genannte Pop-Up-Boilies, gibt man am besten etwas Hefe oder Backpulver zur Mischung hinzu. Die Dosierung ist dabei abhängig von den restlichen Zutaten. Dazu kann man sie auch für einige Minuten in die Microwelle legen oder 20 Minuten bei 250° im Backofen backen.

Rezepte für gute Boilies

Für alle, Angler, die es jetzt in den Fingern juckt ein paar Boilies selber herzustellen, sind hier ein paar Rezepte:

Forelli-Boilies

  • 750 gr. Forelli
  • 250 gr. Grieß oder Sojakonzentrat

Frolic-Forelli-Boilies

  • 2 kg Frolic,
  • 250 gr. Forelli,
  • 1,5 kg Grieß,
  • 10 Eier und Mehl.

Einfache Forelli-Boilies:

  • 300 g gemahlene Forelli
  • 300 g Sojamehl
  • 300 g Gries
  • 2-3 Eier

Forelli-Boilies:

  • 450 g gemahlene Forelli
  • 300 g Grieß
  • 100 g Maismehl
  • 100 g Sojamehl
  • 50 g Blutmehl
  • 50 ml Öl
  • 2 TL Salz
  • ca. 15 ml Flavour

Fischmehl-Boilies:

  • 200gr. Fischmehl,
  • 200 gr. Maismehl,
  • 200 gr. Sojamehl und
  • 400 gr. Grieß
  • Eier

Fisch-Boilies:

  • 400 gr. gemahlenes Forelli
  • 400 gr. Fischmehl
  • 200 gr. Casein
  • 100 gr. Hartweizengrieß
  • 100 gr. Weizengluten
  • 100 gr. Sojamehl
  • 25 kleine Eier
  • ca. 15 ml Flavour

Ölsardinen-Boilies:

  • 250g Haferflocken
  • 1 Esslöffel Honig
  • 1 Dose Sardinen
  • 6 Esslöffel Semmelbrösel
  • Eier

Katzenfutter-Boilies:

  • 400 gr. gemahlenes Katzenfutter
  • 100 gr. Soyamehl
  • 100 gr. Weizengries
  • 7-8 Eier

Katzenfutter-Boilies:

  • 500 gr. gem. Brekkies
  • 100 gr. Grieß
  • 100 gr. Weizenkeime
  • 100 gr. Weizengluten
  • 100 gr. Kartoffelmehl
  • 100 gr. Blutmehl
  • 20 kleine Eier
  • ca. 10 ml Flavour

Frolic-Boilies:

  • 600 g Frolic fein mahlen
  • 250 g Maismehl
  • 150 g Hartweizengrieß
  • 150 g Sojamehl
  • 8 Eier

Brassenfutter-Boilies:

  • 1 kg Brassenfutter;
  • 100 gr. Zucker,
  • etwas Salz,
  • 1 P. Buttervanille-Backaroma,
  • 8-10 Eier

Karpfenpellet-Boilies:

  • 400g gemahlene Karpfenpellets
  • 200g Grieß
  • 8-10 ml Flavour
  • 200g Maismehl
  • 200g Weizendunst oder Weizengluten
  • 8-10 Eier

Ganzjahres-Mix:

  • 1 kg Brekkies mit Fisch (Katzenfutter) mahlen
  • 4 – 6 El. Speiseöl
  • 10 – 12 Eier
  • evtl. ein paar Kappen Ambio

Frühjahrs-Mix:

  • 300 g Puddingpulver (Vanille)
  • 200 g Hartweizengrieß
  • 200 g Sojamehl
  • 100 g Pfanni halb und halb
  • 100 g Erdnussmehl geröstet
  • 100 g Casein
  • 10 ml Süßstoff
  • 20 ml Ambio
  • 1 El. Sojaöl
  • 12 Eier
  • Flavour (möglichst süß und cremig)

Sommer-Mix:

  • 300 gr. Mehl
  • 300 gr. Sojamehl
  • 200 gr. Maismehl
  • 100 gr. Casein
  • 100 gr. Erdnussmehl
  • 10 – 12 Eier
  • 10 ml Sweetener
  • Flavour Wildkirsche (top secret)
  • und ein paar Kappen Ambio

Weihnachts-Boilies:

  • 4 kg Paniermehl,
  • 0,5 kg Haferflocken,
  • 400 gr. Traubenzucker,
  • 150 gr. Vanille,
  • 1Päckchen Anis,
  • 80 gr. Zimt,
  • 4 Päckchen Lebkuchengewürz,
  • 500 gr. Maismehl,
  • 100 gr. Honig,
  • Eier und Salz.

Vogelfutter-Boilies:

  • 100g Quiko Aufzuchtsfutter
  • 200g Sojamehl
  • 200g Weizendunst oder Weizengluten
  • 8 ml Sweetner
  • 300g Vogelfutter gemahlen
  • 200g Grieß
  • 10-12 ml Flavour
  • 8-10 Eier

Würzige Boilies:

  • 400 gr. Grieß
  • 400 gr. Sojamehl
  • 200 gr. Melasse
  • 20 gr. Zimtpulver
  • je 10 gr. Curry-, Fenchel- und Anispulver
  • 10 ml Bird Spice Flavour

Exotische Boilies:

  • 350 g Grieß
  • 100 g gemahlene Erdnüsse
  • 100 g Kokosflocken
  • 100 g Bananenmilch-Pulver
  • 4 Tüten Vanillezucker
  • 5 ml Öl
  • 12 Eier

Mais-Boilies:

  • 500 gr. gem. Röstmaispellets (Cormoran)
  • 200 gr. Maisgrieß
  • 300 gr. Maismehl
  • 200 gr. Zucker
  • 10-12 Eier

Erdnuss-Boilies:

  • 400 gr. Erdnussmehl
  • 200 gr. Natrium-Caseinat
  • 100 gr. Soja-Extrakt
  • 100 gr. Sojamehl
  • 200 gr. Grieß
  • Süßmittel
  • Lockstoff
  • 12 Eier

Erdnuss-Boilies:

  • 400 gr. Erdnussmehl
  • 200 gr. Maismehl
  • 100 gr. Milchpulver
  • 300 gr. Grieß
  • 5-15 gr. Paprika, Zimt oder Knoblauch

Käse-Kartoffel-Boilies:

  • 600 gr. gekochte Kartoffeln zerstoßen
  • 600 gr. Grieß
  • 200 gr. geriebener Parmesan
  • (oder Pudding-/ Götterspeisepulver)
  • Eier sind nicht unbedingt erforderlich

Garnelen-Boilies:

  • 200 gr. Garnelenmehl
  • 200 gr. Maismehl
  • 200 gr. Sojamehl
  • 400 gr. Grieß
  • 5-15 gr. Paprika, Zimt oder Knoblauch

Billige Boilies:

  • 500 gr. Hartweizengrieß
  • 3 P. Vanillepuddingpulver
  • 5-6 Eier

Billige Boilies:

  • Teig für Kartoffelklöße nach Vorschrift bereiten, etwas Aroma untermischen, Kartoffelklöße kochen und trocknen.

Marzipan-Boilies:

  • Von einem Marzipanbrot Schoko-Rinde entfernen, Marzipan zu Kugeln drehen

Supermarkt-Boilies:

  • 500 g Maismehl
  • 500 g vollfettes Sojamehl
  • 500 g Weichweizengrieß
  • 1/2 Paket Kartoffelknödel (halb und halb)
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 125 g gemahlenes Sittichfutter
  • 60 g Kakaopulver ohne Zucker
  • 2 EL Zimt
  • 2 EL Lebkuchengewürz
  • 2-3 P. Vanillezucker
  • ca. 17 Eier

Einfache Supermarkt-Boilies:

  • 300 g Grieß
  • 300 g Sojamehl
  • 300 g Maismehl
  • 100 g Puddingpulver (Schoko oder Vanille)
  • 10 Eier

Einfache Boilies:

  • 6 dl Weizenmehl
  • 1 dl Sojamehl
  • 2 dl Maismehl
  • 1 dl Zucker
  • (insgesamt ca. 14 % Protein )
  • Eier
  • ca. 0,5 – 1 ml Geschmacksstoff/ Ei

Einfache Boilies:

  • 500 gr. Grieß
  • 300 gr. Sojamehl
  • 200 gr. Maismehl
  • Süßmittel
  • Lockstoff
  • 12 Eier

Hanf-Boilies:

  • 300 g gemahlener Hanf
  • 300 g Weizengrieß
  • 300 g Sojamehl
  • 1 EL Hanföl
  • 10 Eier

Hanf-Boilies:

  • 250 gr. Maismehl
  • 250 gr. Sojamehl
  • 100 gr. Hanfmehl
  • 100 gr. Milchpulver
  • 300 gr. Grieß
  • 5-15 gr. Paprika, Zimt oder Knoblauch

Milchpulver-Boilies:

  • 400 gr. Weizenmehl
  • 200 gr. fettes Sojamehl
  • 200 gr. Vitamealo/ Milchpulver
  • 200 gr. feines Maismehl
  • 3 ml Scopex
  • 1-2 ml Süßstoff

Süße Boilies:

  • 250 gr. Grieß
  • 100 gr. Zucker
  • 150 gr. Maismehl
  • 100 gr. Sojamehl
  • 5 P. Vanillezucker
  • etwas Pflanzenöl

Nuss-Kürbis-Boilies:

  • 200 g Nussmehl
  • 150 g Sojamehl
  • 300 g Weizengluten oder Weizendunst
  • 200 g Kürbiskernmehl
  • 150 g Maismehl
  • 8-12 ml Flavour
  • 8-10 Eier Mit etwas geriebener Muskatnuss)

Hunde-Vogelfutter-Boilies:

  • 400 gr. Grieß
  • 200 gr. Maismehl
  • 200 gr. Sojamehl
  • 200 gr. gemahlenes Frolic
  • 100 gr. gemahlenes Vogelfutter
  • Eier und Aromen

Vogelfutter-Boilies:

  • 300 gr. Casein
  • 150 gr. gemahlenes Vogelfutter
  • 150 gr. Grieß
  • 100 gr. Sojamehl
  • 50 gr. Lactalbumin
  • 50 gr. Weizengluten
  • Eier und Aroma

Vogelfutter-Boilies:

  • 400 gr. Grieß
  • 400 gr. Maismehl
  • 200 gr. Sojamehl
  • 200 gr. gemahlenes Vogelfutter
  • 200 gr. Anilac
  • 200 gr. Weizengluten
  • 100 gr. Milchpulver
  • Eier und Aroma

Mit freundlicher Genehmigung von:

Foto: Dreamstime

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Tierkot Wurmfarm für Hundekot
Wurmkisten

Die Tierkot-Wurmfarm als Grundlage für ein besseres Pflanzenwachstum

Haustierkot mithilfe einer Wurmfarm kompostieren

Wer ein Haustier besitzt, hat sich vermutlich schon des Öfteren gefragt, wie denn deren Hinterlassenschaften, vor allem Kot, entsorgt werden können. Die Vorgaben der Abfallentsorgungsbetriebe sind diesbezüglich eindeutig: Haustierkot gehört aus hygienischen Gründen gut verpackt in den Restabfall und keinesfalls in die Biotonne.

Tierkot Wurmfarm für Hundekot
Küchenabfälle und Haustierkot – perfekte Mischung für die Kompostwürmer

Aber sind denn die Verdauungsprodukte von Hund und Katze nicht auch organische Abfälle? Schließlich werden Gülle oder Pferdemist sogar als landwirtschaftlicher Dünger genutzt … Ganz so einfach ist es in diesem Fall nicht. Warum das so ist und wie Sie Haustierkot trotzdem sicher kompostieren können, zum Beispiel mithilfe von Kompostwürmern in speziellen Tierkot-Wurmfarmen, erläutern wir in diesem Artikel.

Haustierkot und Zoonosen

Kot enthält (in der Regel gute) Mikroorganismen, die im Darm wohnen, bei der Nahrungsaufspaltung helfen und teilweise mit ausgeschieden werden. Wenn es sich jedoch um bakterielle/virale Krankheitserreger oder um Parasiten handelt, dann gilt Kot als infektiös. Über ihn können dann bei unzureichender Hygiene Krankheiten übertragen werden. In Abhängigkeit vom Erreger kann eine Übertragung von Mensch zu Mensch, Tier zu Tier, Mensch zu Tier sowie von Tier zu Mensch stattfinden. In den letzten beiden Fällen spricht man von Zoonosen.

Sie sind zwar selten, aber bei unseren liebsten Haustieren durchaus möglich. Zu nennen sind beispielsweise Giardien, Salmonellen, Toxoplasma gondii oder Würmer. Das verdeutlicht, dass Tierkot nicht ohne Weiteres in den ökologischen Kreislauf zurückgebracht werden kann. Auch Rückstände von Medikamenten können ein Problem darstellen.

Kompostierung von Haustierkot im privaten Garten

Als Haustierbesitzer haben wir den besten Überblick, wie es unseren Tieren geht, ob sie gesund sind oder gerade Probleme haben und womöglich Medikamente einnehmen müssen. In letzterem Fall sollte man die Verdauungsprodukte tatsächlich über die Restmülltonne entsorgen. Da wir eine potenzielle Infektion mit gefährlichen Erregern jedoch nicht immer auf Anhieb erkennen, lautet die erste Regel in Bezug auf die Kompostierung von Haustierkot im privaten Garten: Prinzipiell keine Entsorgung über den normalen (offenen) Gartenkompost, der später als Dünger für Nutzbeete verwendet werden soll, und keine Platzierung eines Komposters für Haustierkot in der Nähe von Gemüse- oder Obstanbauten. Natürlich werden Freigänger-Katzen oder Hunde, die in den Garten gelassen werden, auf diese Regel sch… Aber es macht einen Unterschied, ob es sich um eine gezielte Sammelstelle in hochkonzentrierter Form handelt oder nur ab und zu ein Häufchen hinterlassen wird. Katzen vergraben ihren Kot zudem sehr gründlich, sodass sich die Bodenlebewesen recht gut und schnell um dessen Entsorgung kümmern können.

Hinweis: Nach einer Entwurmungskur sollten Sie 3 Tage warten, bevor Sie den Tierkot wieder in den Komposter geben.

Tierkot-Wurmfarm

Wenn Sie Ihren Haustierkot zusammen mit anderen organischen Abfällen über einen speziell hierfür geeigneten Komposter entsorgen, werden Rotteprozesse im Inneren und Kompostwürmer dafür sorgen, dass dieser in wertvolle Nährstoffe umgewandelt und in die umliegenden Bereiche gebracht wird. Da der Komposter am unteren Teil, der vergraben wird, Öffnungen besitzt, können die Würmer hin- und herwandern und den Wurmhumus im Beet verteilen. Sie müssen ihn also nicht selbst entnehmen und ausbringen. Zwischen Zierstauden und in Blumenbeeten wäre zum Beispiel ein guter Platz für eine Tierkot-Wurmfarm.

Unsere Tierkot-Wurmfarm von Tumbleweed® (RELN-Gruppe) ist sehr komfortabel zu befüllen, leicht zu reinigen und hat einen Klappdeckel, der über eine Fußpedale betätigt werden kann. Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach: Man hebt ein Loch in der Größe des Sockels aus und platziert dort die Wurmfarm. Eventuell frei gebliebener Raum rund um den Sockel wird mit Gartenerde aufgefüllt, die leicht festgetreten wird. Das stabilisiert die Tierkot-Wurmfarm, denn sie ist recht hoch.

Danach werden 2000 Kompostwürmer zusammen mit etwas Startsubstrat und ein paar Handvoll Gemüseabfällen in die Tierkot-Wurmfarm gegeben. Nach einer Akklimatisierungsphase von ca. 3 bis 4 Tagen kann dann auch Haustierkot hinzugegeben werden. Bei Katzenkot ist die Katzenstreu zu entfernen. Da in der Regel noch Streu anhaftet, sollten Sie kompostierbares Katzenstreu verwenden.

Hinweis: Mischen Sie pflanzliche Küchenabfälle und Tierkot im Verhältnis 1:1 ein, damit die Kompostwürmer eine vielfältige Auswahl an Nahrung vorfinden.

Bis sich die ersten Ergebnisse in Form von gesundem Pflanzenwachstum im Beet zeigen, braucht es nun ein paar Wochen Geduld.

Der Einsatz einer Tierkot-Wurmfarm bringt viele Vorteile mit sich:

  • Sie müssen den Haustierkot nicht mehr in Plastiktüten und über den Restmüll entsorgen.
  • Sie tragen zur Kreislaufwirtschaft bei.
  • Sie sparen an Dünger für Ihre Blumen- und Staudenbeete.
  • Es ist kein Umsetzen oder Ausbringen nötig, die ganze Arbeit erledigen die Kompostwürmer.
  • Die Tierkot-Wurmfarm benötigt durch ihre hohe und schlanke Form wenig Platz.
  • Dank des besonderen Aufbaus wird unangenehmen Gerüchen vorgebeugt.
  • Mit einer Höhe von 115 cm und einem Durchmesser von 52 cm ist die Tierkot-Wurmfarm der rückenfreundlichste Komposter auf dem Markt.

Wichtig: Tierkot-Wurmfarm nach ein paar Monaten umsetzen

Alle paar Monate sollten Sie die Tierkot-Wurmfarm umsetzen, damit der umgebende Boden nicht zu stark mit Stickstoffen gesättigt wird. Der Anteil an Kompostwürmern, den Sie nicht mit umziehen, freut sich über eine Schicht Mulch.

Weitere Wurmkomposter bei Wurmwelten.de

Wenn Sie große Mengen an pflanzlichen Küchenabfällen haben, dann empfehlen wir Ihnen unsere anderen Wurmkisten, die es in vielen verschiedenen Ausführungen und sogar mit Starterset gibt.

Wir haben nicht nur jede Menge nützlicher Komposter und Kompostwürmer im Angebot, sondern auch Zubehör, praktische Gartenhelfer, Dünger, Erden, Nistkästen, Bücher und vieles andere mehr. Sie finden bei uns außerdem zahlreiche Anleitungen und nützliche Infos rund um das Kompostieren.

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Produkte

Das passende Saatgut für den Garten auswählen: 5 Tipps

Gemüse, Obst sowie Heil- und Zierpflanzen im eigenen Garten selbst zu kultivieren ist etwas ganz Besonderes. Man kann den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen zusehen und weiß genau, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind. Doch das Wichtigste ist zuallererst die Auswahl des passenden Saatgutes und dabei gibt es einiges zu beachten. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

1. Samenfeste Sorten wählen

Beim Kauf von Saatgut, insbesondere bei Nutzpflanzen, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Sorten samenfest sind und es sich nicht um Hybridsorten handelt, welche in der Regel auf der Verpackung mit dem Zusatz „F1“ (erste Tochtergeneration) gekennzeichnet sind.

Hybridsorten entstehen im Labor und sind so gezüchtet, dass sie zwar im Garten angebaut werden können, aber nicht mehr vermehrungsfähig sind. Wer sich also beim Saatgutkauf für Hybridsorten entscheidet, zahlt nicht nur einen stolzen Preis, sondern muss jedes Mal aufs Neue Saatgut kaufen. Außerdem gehen durch die Hybridsorten immer mehr ursprüngliche Sorten verloren.

Samenfeste Sorten werden hingegen nicht künstlich verändert und entstehen ausschließlich durch natürliche Vermehrung. Die Bestäubung erfolgt über Insekten oder den Wind und diese Sorten weisen eine breite genetische Basis auf.Aus samenfestem Saatgut lassen sich immer wieder Samen gewinnen und neu aussähen und man erhält wieder die gleiche Pflanze mit den gleichen Eigenschaften.

2. Vom Aussterben bedrohte Pflanzen bewahren

Die Zeiten, in denen die Saatgutproduktion noch in den Händen von Bauern und Gärtnern war, sind längst vorbei. Heutzutage wird der Markt von einigen wenigen Großkonzernen dominiert, die immer mehr Hybridsorten produzieren. Dadurch sind im letzten Jahrhundert angeblich 75 % der landwirtschaftlichen Sortenvielfalt verloren gegangen.

Umso wichtiger ist es nun, die noch vorhandenen, alten Sorten zu bewahren. Wer seinen Garten mit verschiedenen standortangepassten und robusten Pflanzen bepflanzt, anstatt auf Monokulturen zu setzen, macht diesen auf ganz natürliche Art und Weise widerstandsfähig gegen verschiedene Umwelteinflüsse.

Als verantwortungsbewusster Hobbygärtner sollte man also seine Finger vom Angebot der Großkonzerne lassen und stattdessen sein Saatgut von kompetenten Pflanzenhändlern und Züchtern beziehen, die hochwertige samenfeste Sorten vertreiben und viel Wert auf die Bewahrung alter Sorten legen.

3. Auf Bio-Saatgut setzen

Wem Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit und die eigene Gesundheit am Herzen liegen, sollte unbedingt auf Bio-Saatgut setzen. Bei der Bewirtschaftung des eigenen Gartens geht es nämlich nicht nur darum, selbst keine Kunstdünger und Pestizide zu verwenden, sondern auch um die Herkunft der verwendeten Samen.

Jene Sorten, die seit mehreren Generationen ausschließlich biologisch gezogen wurden, gedeihen auch ohne den Einsatz von Chemikalien ganz hervorragend und sind besonders robust, gesund und wohlschmeckend. Leider sind diese Voraussetzungen auch bei Samen mit Bio-Siegel nicht immer garantiert.

Um ein Biosiegel zu erhalten, muss nämlich lediglich die Mutterpflanze eine Saison lang unter biologischen Bedingungen angepflanzt worden sein. Dabei spielt es auch gar keine Rolle, woher die Samen stammen, und ob die Pflanzen im Gewächshaus oder im Freien gezogen wurden. Das Bio-Siegel ist auch kein Garant dafür, dass es sich um samenfeste Sorten handelt. Diese Informationen müssen gesondert eingeholt werden.

4. Saatgut von erfahrenen Züchtern kaufen

Wo Bio draufsteht, muss also nicht immer Bio drinnen sein. Der beste Weg, um an hochwertiges und natürliches Saatgut zu kommen, ist beim Züchter bzw. Händler seines Vertrauens zu kaufen. Es gibt auch heutzutage noch einige Züchter, die ihre Sorten seit Jahren rein biologisch anbauen und daher „echtes“ Bio-Saatgut erzeugen.

Neben der biologischen Herkunft sollte vor dem Kauf unbedingt zusätzlich kontrolliert werden, ob es sich auch wirklich um samenfeste und standortangepasste Sorten handelt. Nur wenn alle diese Kriterien erfüllt sind, kann von natürlichem und ursprünglichem Saatgut die Rede sein und das schmeckt man auch.

5. Sorten selbst vermehren

Das Schöne am eigenen Garten ist, dass man selbst Hand anlegen und verschiedene Kultur- und Nutzpflanzen anpflanzen kann. Noch größer ist das Glücksgefühl, wenn man mit den Samen der aktuellen Pflanzen im nächsten Jahr wieder neue Pflanzen gedeihen lassen kann. Dadurch weiß man nicht nur, woher das Saatgut kommt, sondern spart zudem eine Menge Geld.

Im eigenen Garten Samen zu ernten und im nächsten Jahr wiederzuverwenden, funktioniert aber wie gesagt nur bei samenfesten Sorten. Je nach Samensorte ist die Vermehrung mehr oder weniger kompliziert. Besonders unkompliziert ist zum Beispiel die Vermehrung von Tomaten, weil es sich dabei um sogenannte Selbstbefruchter handelt, die sich nicht gegenseitig befruchten. Relativ leicht lassen sich zum Beispiel auch Erbsen und Bohnen vermehren.

Bei Salat muss man hingegen etwas vorsichtiger sein, weil es leicht passieren kann, dass sich die verschiedenen Sorten kreuzen. Am besten pflanzt man also jedes Jahr nur eine bestimmte Sorte an. Etwas aufwändiger ist das Vermehren auch bei Gemüsearten, die erst im zweiten Jahr blühen, wie zum Beispiel Möhren, Kohl oder Rote Beete. Diese müssen dann ein Jahr im Keller überwintern.

Die Wahl des passenden Saatgutes ist also nicht nur für die eigene Gesundheit und die des Gartens von großer Bedeutung, sondern hat weitreichende Auswirkungen auf unsere Umwelt. Denn wer sich für biologische und samenfeste Sorten entscheidet, unterstützt den Erhalt der Pflanzenvielfalt und kann sogar vom Aussterben bedrohte Nutzpflanzen retten. Außerdem ist der Geschmack von natürlichem, selbst angebautem Gemüse einfach unvergleichlich.

Bildnachweis: ID 120057236 © Picstudio | Dreamstime.com

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gartenlaub-kompostieren
Komposthaufen

Laub im Herbst sammeln

Grassschnitt
Haben Sie viel Grasschnitt im Sommer?
© Cebas1 | Dreamstime

Haben Sie viel Grasschnitt im Sommer? Dann sollten Sie jetzt Laub sammeln. Das Laub wird Ihnen später helfen.

Aus Laub kann man wunderbaren Laubkompost erzeugen (Hier geht es zur Anleitung wie man Laubkompost selber herstellt.) Oder man hebt es im Sommer unter den frischen Grasschnitt. Dann ist das gesammelte Laub nämlich Mangelware und wird dringend benötigt. Am besten wird des Laub beim umheben oder direkt nach dem Schnitt hinzugefügt. Der Kompoststab „Kompostmate“ eignet sich dazu übrigens hervorragend, denn er frisst sich regelrecht in den Komposthaufen.

Laub kompostieren oder trocknen?

Damit der Komposthaufen gut arbeiten kann, benötigt er ein bestimmtes Verhältnis von Kohlen (C) – zu Stickstoff (N) (C:N = 20:1 – 30:1). Was hat das mit Laub zu tun?

Im Sommer fallen große Mengen an Grasschnitt an. Damit sich diese Menge auf dem Komposthaufen nicht in einen Haufen stinkenden Matsch verwandelt, ist ein kohlenstoffhaltiges Material wie Laub Gold wert.

Grasschnitt ist eher Stickstoffhaltig, getrocknetes Laub ist eher Kohlenstoffhaltig. Das Verhältnis von einem Eimer Laub (Braun=Kohlenstoff) auf 2 Eimer Grasschnitt (Grün=Stickstoff), ergibt oft ein ideales C:N von 20:1 für den Komposthaufen.

Laubsäcke im Einsatz
ID 41006095
© Drew Calverley
| Dreamstime.com

Sammeln Sie also jetzt das Laub, und kompostieren Sie es im Laubsack oder trocknen Sie es für den Sommer im 0,8m³ großen Drahtgitter, welcher viel Luft reinlässt. So haben Sie nächstes Jahr trockenes Laub, welches Sie unter den Grasschnitt mischen können.

Aber Achtung: Vermeiden Sie Laub von Walnuss und Eichen. Deren Blätter sind so sauer, dass die Kompostierung unnötig lange dauert.

Wenn Sie dann noch die ein oder andere Handvoll reifen Kompost oder frischen Wurmhumus dazu mischen, bekommen Sie schnell wunderbare Komposterde.

Kompost verbessern

Um die Nährstoffe in der (Kompost-) Erde pflanzenverfügbarer zu machen, fügen Sie noch etwas Gartenkalk und Urgesteinsmehl für die Spurenelemente hinzu.

Sollten Sie auf Sandboden anbauen, kann noch Bentonit für die höhere Wasserspeicherfähigkeit dazu genommen werden. Noch mehr Komposthelfer sind hier zu finden…

Was machen Sie mit Ihrem Laub? Besuchen Sie unsere neue Facebook Gruppe „Kompost & Gartendünger und lassen Sie es uns wissen…

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Bokashi Komposter

Bokashi für Garten und Balkon

Effektive Mikroorganismen unterstützen das Immunsystem für Boden und Pflanzen. Sie schaffen ein positives Milieu für Wurzeln und z.B. Regenwürmer, verringern Schädlings- und Krankheitsbefall und wirken wachstumsfördernd. Dies wird in der „Bokashi Kompostierung“, welche aus Japan kommt, genutzt. Ihren eigenen Bokashi-Komposter können Sie hier erwerben.

Fertiger Bokashi stellt einen natürlichen Langzeitdünger dar, der außerdem den Boden auflockert und damit eine ausreichende Sauerstoffversorgung fördert. Das beste daran ist, dass man ihn selber mit einem Bokashi Eimer herstellen kann. Dazu bedarf es nur Ihrer Küchenabfälle und frischen effektiven Mikroorganismen in Form von Bokashi Flocken. Diese werden gemischt im Bokashi Eimer geschichtet, bis dieser voll ist. Bis oben hin gestopft, wird der spezielle Eimer dann 2 Wochen ruhen gelassen. Öffnet man den Eimer dann, wird das Kompostgut leicht aufgequollen und matschig sein. Dies ist das „fertige“ Bokashi.

Mit einem Bokashi Eimer kann man fertige Bokashi, sowie Reiniger für den Abfluss aus Küchenabfällen herstellen

Bokashi im Garten

Im Frühjahr wird der Boden für die bevorstehende Saison vorbereitet. Zwei Wochen vor der Aussaat bzw. der Bepflanzung werden pro m² 150 g fertiger Bokashi flach in den Boden eingearbeitet. Wenn sämtliches Beikraut aus der Erde entfernt wurde, können Aussaat und Bepflanzung erfolgen.

Wichtig: Soll eine bereits bestehende Bepflanzung mit Bokashi gedüngt werden, muss ein ausreichender Abstand zur jeweiligen Pflanze gewahrt werden. 20 bis 30 cm entfernt kann das Bokashi dem Boden zugeführt werden, näher jedoch nicht, da der pH-Wert des Bokashi sehr sauer ist und dem Wurzelwerk der Pflanzen schaden kann. „fertiger“ Bokashi hat immer noch einen pH wert um die 6 und muss erst komplett vererden bevor Jungpflanzen damit in Kontakt kommen sollten.

Bokashi-Erde und -Depots für Balkon- und Zimmerpflanzen

Auch bei Balkon- und Zimmerpflanzen sorgen die Effektiven Mikroorganismen für reiches Wachstum und Wiederstandsfähigkeit. Zwei Rezepte haben sich dabei bewährt:

Bokashi-Erde

Bokashi Erde sorgt für Wachstum und Wiederstandsfähigkeit

Zur Herstellung werden in einem Eimer 95% Blumenerde mit 5% Bokashi vermischt und mit Wasser befeuchtet. Abgedeckt mit Vlies oder Jute lässt man den Eimer für 2 bis 3 Wochen stehen. Anschließend kann die Bokashi-Erde sowohl zum Umtopfen von Topf- und Zimmerpflanzen als auch zum Pflanzen auf dem Balkon genutzt werden wie herkömmliche Erde.

Bokashi-Depot

Bokashi Eimer
Bokashi hilft, Küchenabfälle geruchlos zu kompostieren

Das Bokashi-Depot ist vor allem für jene hilfreich, die die Bepflanzung und Pflege auf dem Balkon oder in Räumen nicht von langer Hand planen und trotzdem Mittel und Starkzehrer anbauen möchten. Entsprechend ist hier keine Verwendung von Bokashi-Erde vorgesehen.

Man legt eine Tonscherbe über das Sickerloch des Pflanzgefäßes und füllt zunächst eine 1 bis 2 cm dicke Schicht Blumenerde ein. Darüber wird in derselben Dicke fertiger Bokashi gegeben, angedrückt und mit etwas Wasser angegossen. Erneut kommen 1 bis 2 cm Blumenerde darüber. Abschließend wird die Pflanze eingesetzt, der Topf bzw. Kasten mit Blumenerde aufgefüllt und mit Wasser gegossen.

Wichtig: Aufgrund des sauren pH-Wertes ist darauf zu achten, dass die Wurzeln beim Pflanzen nicht direkt das Bokashi berühren. (So misst man den PH-Wert der Erde)

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Effektive Mikroorganismen – natürliches Putzmittel

Bokashi-Sickerwasser als Reiniger nutzen

Effektive Mikroorganismen finden im Haushalt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Sie können anstelle chemischer Reinigungsmittel eingesetzt und mit anderen natürlichen Reinigern gemischt werden. Effektive Mikroorganismen nützen auf allen im Haushalt gängigen Oberflächen in Bad und Küche, wo sie geruchsneutralisierend und kalklösend wirken. Auch die Behandlung von Textilien und Möbeln ist mit Effektive Mikroorganismen-Produkten gut möglich. Neben Gerüchen werden hier vor allem auch chemische Restsubstanzen von den Effektive Mikroorganismen beseitigt. Ein Pluspunkt von Effektive Mikroorganismen als Putzmittel ist die gute Umweltverträglichkeit, denn aufgrund ihrer organischen Beschaffenheit sind sie leicht im Wasser abbaubar. Gewonnen werden kann das Substrat durch den Einsatz eines Bokashi-Eimers in der Küche. Bokashi-Sets finden Sie bei uns im Shop.

Effektive Mikroorganismen als Reinigungszusatz

Bereits im normalen Putz- und Wischwasser entfalten Effektive Mikroorganismen ihre große Wirkung. Dazu müssen fünf Liter Putzwasser nur 5 ml konzentrierten- Effektive Mikroorganismen Reiniger oder aktivierte Effektive Mikroorganismen hinzugefügt werden. Das Putzwasser lässt sich nach Zugabe der Effektive Mikroorganismen wie gewohnt anwenden, auch auf Möbeln.

Effektive Mikroorganismen gegen Schadstoffe in Textilien

Mit dem Bokashi Set einfach und schnell effektive Mikroorganismen als Reiniger gewinnen und dabei Küchenabfälle kompostieren

In der Produktion von Möbeln, Teppichen und Kleidung gehören Chemikalien zur Normalität. Häufig dünsten sie unangenehm aus und können außerdem gesundheitsschädigend wirken, vor allem auf Kinder oder Menschen mit schwachem Immunsystem. Eine mögliche Folge dessen können z.B. Ausschläge sein.

Teppiche:

Einfach 1 ml Effektive Mikroorganismen -Reiniger mit 100 ml Wasser mischen und einen neuen oder riechenden Teppich gut damit einsprühen. Nach ein paar Stunden kann man den Teppich absaugen oder abbürsten. Sprühstöße der Lösung in die Raumluft verbessern währenddessen direkt das Raumklima und schnell ist auch der Teppich geruchsfrei.

Kleidung:

Bevor neue Kleidung erstmalig getragen wird, sollte man sie unter Zugabe von 2 ml EM-Reiniger, das mit ins Waschmittelfach gegeben wird, bei maximal 40°C gewaschen werden. Höhere Temperaturen schaden den kleinen Helfern, sodass die Wirkung verloren ginge. Des Weiteren kann man durch die Verwendung von Effektive Mikroorganismen die Menge des übrigen Reinigungsmittels bis zur Hälfte eingesparen. Der Duft wird sich allerdings ändern.

Die Badreinigung

Gerade im Bad entstehen schnell unangenehme Gerüche durch Keime und Bakterien sowie auch Kalkablagerungen, wo viel Wasser fließt.

Gegen die Verstopfung und Geruchsentwicklung von Abflüssen zeigt eine Lösung aus Effektive Mikroorganismen -Reiniger oder Bokashi Sickerwasser / Abflusswasser (Mischverhältnis 1:200 bis 1:500) hohe Wirksamkeit. Bei normalen Verschmutzungen genügt das Einsprühen und Einwirken. Bei starken Verunreinigungen hingegen sollte die Lösung in den Abfluss gekippt und über Nacht wirken gelassen werden. 

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Wurmkisten aus Holz oder Plastik
Wurmkisten

Wurmkiste vs. Wurmfarm / Holz vs. Kunststoff: Ein Vergleich

Oft werden wir gefragt, warum wir Wurmkisten aus Holz (z.B. die Wurmtruhe) nur fortgeschrittenen Kunden empfehlen. Dabei ist die Wurmkiste aus Holz doch die ursprünglichste Form der Wurmkompostierung und wurde schon von den alten Römer genutzt. Warum hat dann erst die Entwicklung der Wurmfarm mit mehreren Schichten aus Kunststoff (z.B. Wurm Cafe) für eine größere Akzeptanz gesorgt hat.

Wurm Truhe Wurmkiste
Wurm Truhe Wurmkiste

Um das zu beantworten, muss man sich mit den Eigenheiten der Holzversion etwas genauer auseinandersetzten. Aber um es kurz zu fassen: Eine Wurmkiste aus Holz ist schwieriger zu betreiben als die moderne, mehrschichtige Wurmfarm.

Ein Wurmkomposter benötigt viel Sauerstoff um gut zu funktionieren. Es entsteht Sickerwasser (Wurmtee), welches sich nicht stauen darf und der fertige Wurmhumus muss leicht zu ernten sein.

Wurmkiste oder Wurmfarm?

Die Begriffe Wurmkiste und Wurmfarm werden oft durcheinandergebracht, aber in diesem Artikel steht Wurmkiste für einen Wurmkomposter aus Holz mit einem großem Raum und die Wurmfarm für ein mehrschichtiges System aus Kunststoff. Mehrschichtige Versionen aus Holz haben sich als unpraktisch erwiesen, da sich das Holz durch das Aufquellen stark verzieht und so keine Passform gegeben ist, aber dazu weiter unten mehr.

Zuletzt müssen wir die Kompostwürmer bedenken. Die Würmer arbeiten zusammen mit aeroben, also sauerstoffliebenden Bakterien. Diese benötigen viel Sauerstoff um zu leben, „bedanken“ sich aber indem Sie die Nährstoffe für die Kompostwürmer „vorkauen“ und später in sogenannten Ton-Humus-Komplexen festigen. Nicht zuletzt deswegen, sorgen die Kompostwürmer durch ihre ständiges auf und ab in einer Wurmfarm für einen steten Umsatz des Substrats. Es ist in ihrem eigenem Interesse das es nicht stinkt. Den Gestank entsteht durch Fäulnis oder Verrotten.

Die Wurmkompostierung ist eine kalte, aerobe Kompostierung. Aerob bedeutet, dass wir dazu sauerstoffliebende Bakterien bevorzugen, welche bei Temperaturen unterhalbe von 30°C ihr Werk verrichten. Das einige Nachteile (z.B. fehlt die Hygenisierung des Kompostes durch das erhitzen), aber auch viele wichtige Vorteile mit sich bringt. Der vielleicht Wichtigste: durch die kalte, aerobe Kompostierung werden viel mehr Nährstoffe im Substrat gebunden und diese planzenverfügbar gespeichert, als es etwa bei der Thermokompostierung (ab 60°C) geschieht. Zudem – und dass ist das wichtigste bei einer Wurmkiste, welche im Haus stehen soll – entsteht kein Geruch, solange genügend Sauerstoff im Spiel ist. Denn nur die Gärstoffe einer anaeroben Kompostierung stinken.

Verdichtung des Wurmhumus

Die meisten Wurmkisten aus Holz haben einen großen Raum, der mit den Abfällen befüllt wird. Das bedeutet, dass sich der fertige Wurmhumus bis zu 40 cm weit hochstapelt, während sich die Kiste füllt. Das Gewicht des nassen Wurmhumus‘, zusammen mit der Umwälzung der Kompostwürmer, wird das Substrat im unteren Bereich ziemlich schnell verdichten. So entsteht eine sauerstoffarme (anaerobe) Schicht. Wenn die Kompostierung gut voran geht, ist das kein Problem, aber wenn sich unkompostierte Reste darin befinden, muss man diese im Auge behalten, sonst entsteht Geruch durch Fäulniss.

Die runde Lombrico Wurmfarm mit 4 Arbeitsschichten

Mehrere, dünnere Schichten übereinanderzusetzen, wie das bei Wurmfarmen aus Kunststoff der Fall ist, lösen dieses Problem. Der Kompost stapelt sich nicht so hoch und durch die Schlitze zwischen den Schichten kommt zusätzlicher Sauerstoff ins System, welcher die aerobe Kompostierung voran treibt. Bei den meisten Wurmfarm Modellen ist es zudem so, dass sich die Arbeitsschichten nach unten verjüngen. So können diese bis zu einem Punkt nachrutschen, sobald das Substrat darunter zusammensackt. Das verhindert, dass die Würmer die Bewegungsmöglichkeit nach oben verlieren, und dass sich der fertige Wurmhumus zu sehr verdichtet.

Dies ist jedoch mit Holz kaum möglich. Werden die Holzkisten aufeinandergesetzt, verliert das Substrat der untersten Schicht Kontakt mit dem Substrat der darüber liegenden Schicht, sobald es in sich zusammensackt. So können die Würmer nicht dem frischen Abfall hinterher kriechen und die Kompostierung kommt ins Stocken.

Stege Wurm Cafe Wurmkiste
Die Stege im Wurm Cafe verhindern ein Verdichten des Wurmhumus. So wird der Kompost besser und die Ernte erleichtert.

Werden Holzschichten ineinander gesetzt, verzieht sich das Holz sobald es durch das aufgenommen Sickerwasser aufquillt. Im besten Fall wird es sehr schwierig die Schichten bei der Ernte voneinander zu lösen, im schlimmsten Fall entstehen Risse im Holz und Sickerwasser tritt aus. Zudem muss man wissen, dass eine 20 cm Wurmkisten Schicht aus Holz schnell 15 Kg wiegt, wenn sie sich mit Wasser vollgesogen hat.

Viele Wurmkisten durchtrennen den Raum mit einem Trenngitter, um die Ernte des Wurmhumus zu erleichtern und immer nur eine Seite zu befüllen. Das löst das Sauerstoff Problem, aber halbiert die Kapazität der Wurmkiste.

Staunässe in der Wurmkiste

Ein weiterer Faktor, der bei einer Wurmkiste aus Holz gut beobachtet werden muss, ist die Staunässe. Durch den Kompostprozess wird viel Wasser freigesetzt.

Wasserhahn Wurmfarm
Der Wasserhahn ermöglicht leichtes Ablassen des Wurmtees (Wurm Cafe Wasserhahn)

In einer Wurmfarm aus Kunststoff durchläuft das Wasser die Arbeitsschichten, um sich dann – angereichert mit Nährstoffen und hilfreichen Mikroorganismen – in der Wasserschicht zu sammeln. Von dort kann dieser wunderbare Dünger (Wurmtee) einfach über den Wasserhahn abgelassen werden.

Sie ahnen es bereits: In der Wurmkiste ist das nicht möglich. Wurmkisten aus Holz verlassen sich auf das Diffundieren der Feuchtigkeit nach außen. Diffundieren bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Wasser in das Holz eindringt und auf der Außenseite „verdampft“, also durch die trockenere Luft aufgenommen wird. Damit das gut funktioniert, muss ein Feuchtigkeitsgefälle zwischen dem Inhalt und der Luft außerhalb der Kiste gewährleistet sein. Weiterhin darf das Holz nicht mit Mitteln behandelt worden sein, welche die Poren verschließen. Also keine Lacke oder Farben.

Am besten funktioniert das Diffundieren in trockener Wohnungsluft und bei unbehandeltem Holz. Das funktioniert ohne Flecken zu hinterlassen und – wenn man die gegebenen Abfälle nicht zur Pampe schreddert – sehr gut. Wurmtee kann so aber nicht gewonnen werden.

Die Wurmkiste im Garten

Auch ein Gartenschuppen ist oft zu kalt.

Sollte die Kiste in der Natur stehen und von außen nass werden, passieren zwei Dinge: Zuerst wird die Flüssigkeit nicht mehr nach außen wandern, das hat Staunässe zur Folge. Das Wasser wird den Sauerstoff rausdrücken und es wird Geruch entstehen.

Zweitens wird das unbehandelte Holz verrotten. Solange die Innen-Feuchtigkeit wandert und auf der Aussenseite durch trockene Luft weggetragen wird, ist dieser Prozess sehr langsam. Aber bei ständiger Feuchtigkeit von innen und außen wird das Holz innerhalb weniger Monate genügend verotten, um undicht zu werden. Diese Kiste mit Öl zu behandeln, wie oft empfohlen wird, verlangsamt den Prozess, aber erschwert die Sauerstoff Zufuhr genau in den Regionen, in denen Sauerstoff am meisten benötigt wird.

Geübte Wurmfarmer/innen können diese Probleme umgehen, indem Sie die Feuchtigkeit innerhalb der Wurmkiste mit (trockener) Kartonage und ein wenig wühlen steuern. Aber das braucht etwas Geduld und ein wenig Erfahrung, damit man die Linie zwischen „Substrat Auflockern“ und „die Würmer bei der Arbeit stören“ nicht überschreitet.

Viele Wurm Truhen Besitzer behelfen sich auch indem sie zuerst das untere drittel der Wurmkiste komplett mit Kartonage füllen, und diese Schicht nach jeder Ernte erneuern.

Wurmkiste: Aber warum so teuer?

Beschläge zu Industriequalität

Jeder der sich mal eine spezielle Wurmkiste aus Holz, wie unsere Wurm Truhe mal genauer angeschaut hat, merkt: Das ist nicht einfach eine Holzkiste; jede Nut und Verbindung wurde so gewählt, dass beim Aufquellen genug Raum da ist, um dicht zu bleiben ohne das Holz zu sprengen.

Das Holz selber kommt von schnellwachsenden Fichten und bietet große Poren zum guten Diffundieren. (Das Holz wird übrigens nachhaltig angebaut, auch wenn sich ein FSC Siegel bei diesen Hölzern oft nicht rentiert.)

Die Beschläge sind Industriequalität und alles wird per Hand in Deutschland von einem Tischlermeister zusammengebaut. Also ja, die Wurmtruhe ist im Einkauf teurer als die Kunststoffversionen, welche zu hunderttausenden im Spritzguss Verfahren aus (recycelten) Kunststoff hergestellt werden.

Dieser Kunststoff ist allerdings sehr stabil und bei vielen Modellen wird inzwischen recycltes Plastik eingesetzt (Wurm Cafe, Worm Works, teilw. Lombrico). Ein Wurm Cafe hat eine Lebenserwartung von mindestens 10 Jahren.

Mein persönliches Wurm Cafe ist bereits 16 Jahre alt (Stand 2019) und ich kenne Vorgänger Modelle (Wurm Factory) vom gleichen Hersteller, welche seit über 25 Jahren in der australischen Sonne stehen und trotzdem gut in Schuss sind. In der gleichen Zeit, würde ich erwarten 3-4 Wurm Truhen zu „verbrauchen“.

Unsere Wurmtruhe wurde übrigens extra so gebaut, das man Sie mit einer Wurm Cafe Schicht bestückt werden kann. Das erleichtert die Ernte und verbessert die Sauerstoffversorgung.

Wenn wir Ihnen also die Wurmfarm „Wurm Cafe“ vor der Wurmkiste Wurm Truhe empfehlen, liegt das vor allem daran, dass diese einfacher in der Handhabung ist und wir wissen, dass diese länger halten wird. Wir möchten nämlich erreichen, dass Sie so lange wie möglich Freude am Kompostieren haben. Es gibt kaum etwas anderes, was mit so wenigen Handgriffen einen so großen Unterschied in Ihrer direkten Umwelt machen kann.

Bei Fragen zu Wurmkisten oder anderen Kompostern stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung! Sie können uns direkt eine email Schreiben, auf Facebook nachfragen , eine WhatsApp Schreiben oder im Kompost Forum nachlesen, ob ein andere Wurmfarmer bereits gefragt hat.

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Bokashi Komposter

Bokashi – der japanische Komposter

Auch andere Länder haben sich Gedanken gemacht, wie organische Küchenabfälle in Privathaushalten nachhaltig verwertet werden können. In Japan hat man ein System entwickelt, mit dem jegliches organische Material – auch Fleisch und Milchprodukte – mithilfe von speziellen Mikroorganismen in ein nährstoffreiches Substrat umgewandelt werden kann, das im Garten Verwendung findet: Bokashi.

Der Unterschied zur Wurmkompostierung ist, dass hier ausschließlich anaerobe Prozesse stattfinden. Die Umwandlung des organischen Materials erfolgt über Fermentation und nicht über eine klassische Kompostierung, die unter Sauerstoffzufuhr geschieht (aerob).

Aufbauende Mikroorganismen: nützliche Helfer bei der Fermentation

Bokasi-Eimer von plastia

Bei der gezielten Fermentation von Küchenabfällen im Bokashi-Eimer werden die sogenannten effektiven Mikroorganismen (EM) zu Hilfe genommen. EM sind eine Mischung aus verschiedenen natürlich vorkommenden Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien und gehören zu den aufbauenden Mikroorganismen. Das heißt, sie sorgen für ein gesundes Milieu (in Böden, Tieren, Pflanzen, Menschen und in der Umwelt) und verhindern die Bildung von Krankheits- und Fäulniserregern bzw. verdrängen diese. Gibt man sie zu organischen Küchenabfällen, beschleunigt das die Zersetzung der Zellwände.

Die Entwicklung der speziellen Mischungen an effektiven Mikroorganismen hat deren Entdecker Teruo Higa vorangetrieben, Professor für Gartenbau an der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Ryūkyū. Er forschte an Mikroorganismen, die für die Vergärung von Lebensmitteln eingesetzt werden, um beispielsweise Sauerkraut, Joghurt oder Bier zu erhalten, und entdeckte dabei das große Potenzial, das darüber hinaus in ihnen steckt. 1982 fand er bei einem Versuch zur Bodenfruchtbarkeit heraus, dass diese Mikroorganismen einen Einfluss auf das Pflanzenwachstum haben. In der Folge widmete er sich der genaueren Erforschung und entwickelte das System der Fermentation organischer Abfälle zur Düngerherstellung.

Wie werden die Küchenabfälle fermentiert?

Befüllung

Befüllung mit Essenresten und Bokashi-Flocken

Die Bokashi-Eimer sind sehr platzsparend und können direkt am Ort der Abfallentstehung – in der Küche – stehen und befüllt werden. Es hat sich bewährt, zwei Eimer zu haben, weil nach kompletter Befüllung eine Ruhezeit im Eimer von ca. 2 Wochen einkalkuliert werden muss. Die Befüllung ist denkbar einfach: Die Essensreste werden kleingeschnitten, möglichst gleichmäßig verteilt, zusammengepresst, mit Bokashi-Flocken überstreut und nochmals gut zusammengepresst, sodass keine Hohlräume mehr vorhanden sind. Den Deckel bis zur nächsten Befüllung schließen. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange, bis der Eimer voll ist. Wichtig ist, regelmäßig die entstehende Flüssigkeit zu entfernen.

Bokashi Flocken
Bokashi-Flocken

Bokashi-Flocken enthalten ein Nährsubstrat, zum Beispiel aus Kleie, das mit den effektiven Mikroorganismen versetzt wurde. Dank der Kleie können die EM bei richtiger Lagerung längere Zeit überleben, bis sie ihre Arbeit bei der Fermentation im Bokashi-Eimer verrichten.

Effektive Mikroorganismen gibt es auch als fertige Lösung zum Aufsprühen. Eine weitere Möglichkeit ist, sie selbst zu vermehren. Hierfür bieten wir einen sogenannten Mikrobrüter an.

Ruhezeit

Aufgefangenen Bokashi-Saft entnehmen und verdünnt als Flüssigdünger verwenden

Ist der Eimer vollständig gefüllt, stellen Sie ihn luftdicht verschlossen an einen Ort, der eine konstante Raumtemperatur aufweist. Die EM sind bei Temperaturen zwischen 9 und 25 °C aktiv, das Optimum liegt bei 20 °C. Temperaturschwankungen sind zu vermeiden, also besser an Standorten ohne Sonneneinstrahlung platzieren. Bei optimaler Temperatur ist die Fermentation des kompletten Eimerinhaltes nach rund zwei Wochen abgeschlossen. Ist die Temperatur niedriger, dauert es etwas länger. Auch während dieser Phase ist es wichtig, immer wieder den aufgefangenen Bokashi-Saft zu entnehmen (oder abzulassen, je nach Eimer-Design). Bokashi-Saft können Sie 1:100 mit Wasser verdünnen und als Flüssigdünger verwenden.

Design der Bokashi-Eimer

Es gibt verschiedene Designs unter den Bokashi-Eimern. Der bei uns erhältliche Eimer von plastia ist gut durchdacht und hat frühere Probleme ausgemerzt. Der zweigeteilte Eimer ist mit einem luftdicht schließenden Deckel ausgestattet, der dank des austauschbaren Dichtungsrings dafür sorgt, dass ein anaerobes Milieu entsteht. Für den Übergang zu dem Teil, in dem die entstehende Flüssigkeit aufgefangen wird, gibt es einen Separationseinsatz, auf den ein Filtergewebe aufgelegt wird. Um den Inhalt ausreichend zusammenpressen zu können und eine zusätzliche Luftbarriere zu bilden, wurde ein Pressteil entwickelt. Statt eines Ablasshahnes ist ein Auffanggefäß im unteren Teil integriert. Die Flüssigkeit wird über ein Ventil mit Dichtung und Feder per Drucktaste abgelassen.

Das fermentierte Substrat (Bokashi) hat einen sehr sauren pH-Wert (3 bis 4), der in einem weiteren Schritt (Vererdung) wieder angehoben werden muss, bevor es als Dünger wirken kann. Anders als beim Wurmhumus, der ebenso als hochwertiger Dünger gilt, muss Bokashi von den Bodenlebewesen weiter zersetzt werden, um die Nährstoffe in eine pflanzenverfügbare Form zu bringen. Das ist dank der Vorarbeit der EM spätestens nach sechs Wochen der Fall.

Die Weiterverarbeitung: Bokashi im Beet vererden

Wenn der Eimer nebst Inhalt eine zwei- bis dreiwöchige Ruhephase hinter sich hat, kann das fermentierte Material ausgebracht werden. Hierbei sind ein paar Dinge zu beachten:

  • Ist es ausreichend warm und der Boden dauerhaft frostfrei (also in der Regel nach den Eisheiligen), kann die Vererdung des Bokashi starten. Hierfür wird es in einem Beet vergraben, in dem eine offene Fläche verfügbar ist. Aufgrund des sauren pH-Wertes ist es wichtig, das Material nicht in die Reichweite von Pflanzenwurzeln zu bringen.
  • Da das Bokashi anschließend rundum mit Erde bedeckt werden soll, ist die Ausbringung in einer Tiefe von 10 bis maximal 30 cm ideal. Auf diese Weise können Bodenlebewesen von allen Seiten an das Material heran, um es schließlich vollständig zu zersetzen und in nährstoffreichen Humus zu verwandeln. Dieser Prozess dauert in Abhängigkeit von den Außentemperaturen zwischen 3 (Sommer) und 6 Wochen (Frühjahr).
  • Achten Sie auf ausreichend, aber nicht zu viel Feuchtigkeit.
  • Sie können Bokashi auch in einen Gartenkompost geben. Die dort aktiven Kompostwürmer und sonstigen Lebewesen vollenden die Zersetzung der organischen Abfälle. Allerdings kann ein Teil der Nährstoffe durch die höheren Temperaturen in einem Gartenkompost verlorengehen.
  • Im Winter sollte Bokashi in eine verschließbare Komposttonne gegeben und mit Erde oder Gartenkompost bedeckt werden, um ein Durchfrieren zu vermeiden. Eine andere Möglichkeit ist die Zwischenlagerung in fest verschlossenen Eimern in einem frostfreien, aber kühlen Raum, zum Beispiel einer Garage. Mikroorganismen gehen in eine Art Winterschlaf und werden im Frühjahr bei höheren Temperaturen wieder aktiv.

Den entleerten Eimer können Sie mit Wasser ausspülen, trocknen lassen und für die nächste Befüllung verwenden, wenn der andere Eimer in die Ruhephase geht.

Vorteile und Nachteile von Bokashi

Der größte Vorteil des Bokashi-Systems ist, dass auch Fleisch und Milchprodukte verwertet werden können. Zudem kann auf eine Biotonne und/oder das Anlegen eines Komposthaufens komplett verzichtet werden. Da Sie Küchenabfälle sofort in den Bokashi-Eimer geben, entfällt eine Sammlung unter aeroben Bedingungen, die Ungeziefer anlockt, zu einem Befall mit Maden neigt und unangenehme Gerüche entwickelt, vor allem bei tierischen Abfällen. Die Verwandlung in wertvollen Dünger geschieht schneller als bei einem Gartenkompost oder bei der Wurmkompostierung; setzt allerdings das Vorhandensein eines Gartens voraus, um den zweiten Schritt der Vererdung durchführen zu können. Sie sparen eine große Menge an Geld für Düngemittel, die Sie sonst kaufen müssten.

Fermentation, die immer ein saures Milieu entstehen lässt, hat den gleichen positiven Effekt wie die Vergärung von Lebensmitteln, etwa bei der Herstellung von Sauerkraut oder Kimchi: Aufgrund der niedrigen Temperaturen bleiben viele wertvolle Vitalstoffe, zum Beispiel Vitamine, Enzyme oder Antioxidantien, erhalten. Bei einem Gartenkompost dagegen können so hohe Temperaturen entstehen, dass diese hitzeempfindlichen Substanzen zerstört werden.

Was kann schiefgehen?

Die Anwendung des Fermentierungssystems Bokashi ist sehr einfach und deshalb kann hier relativ wenig schiefgehen. Im Folgenden erläutern wir zwei potenzielle Probleme und Fehlerquellen sowie deren Behebung.

Der Abfall stinkt und beginnt zu faulen

In diesem Fall läuft die Fermentation nicht richtig ab. Das kann zum Beispiel passieren, wenn das Material nicht ausreichend zusammengepresst oder der Deckel nicht richtig geschlossen wurde und Luft an das organische Material gelangt ist. Die effektiven Mikroorganismen arbeiten nur unter anaeroben Bedingungen optimal. Ein weiterer Grund könnte sein, dass zu wenig oder gar keine Bokashi-Flocken hinzugefügt wurden und infolgedessen zu wenig EM vorhanden sind.
Lösung: Solange sich noch kein grüner oder schwarzer Schimmel gebildet hat, können Sie das Material mit einer Portion Bokashi-Flocken durchmischen, gut verdichten und eine abschließende Schicht Bokashi-Flocken darüber geben. Achten Sie auf die luftdichte Abdeckung. Wenn das nicht funktioniert oder sich bereits Schimmel zeigt, vergraben Sie den kompletten Eimerinhalt im Gartenkompost. Die hohen Temperaturen werden dafür sorgen, dass die Schimmelsporen abgetötet werden. Wenn Sie keinen Gartenkompost haben, entsorgen Sie das Material im Restmüll. Achten Sie immer darauf, dass möglichst wenig Sauerstoff an den Inhalt Ihres Eimers gelangt.

Schädlicher farbiger Schimmel

Hinweis: Ein weißer Flaum stellt keinen Grund zur Sorge dar. Es handelt sich hierbei in der Regel um Kahm-Hefe, die positive Eigenschaften aufweist und bei Fermentationsprozessen häufig an der Oberfläche vorkommt. Schädlicher Schimmel dagegen breitet sich fleckenartig aus und wird mit der Zeit pelzig und farbig.

Bokashi-Saft dringt nach außen

Vor allem bei Modellen mit Ablasshahn kann es passieren, dass dieser leckt. Die Ursache ist meist, dass sich im Innern des Eimers so viel Druck aufgebaut hat (bei der Fermentation bilden sich während der Zersetzung der Zellwände Flüssigkeit und Gas), dass Flüssigkeit nach außen gedrückt wird.
Lösung: Regelmäßig Flüssigkeit ablassen.

Wenn Sie sich für Themen rund um die Verwertung organischer Abfälle interessieren, dann werden Sie bei Wurmwelten.de fündig. Dort gibt es jede Menge Informationen, Anleitungen und Produkte zu Bokashi, Wurmkompostierung, Gartenkompost etc. Mit unserem Newsletter bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

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Wurmfarm Urbalive Wurmkiste mit Kompostwürmern
Wurmkisten

Urbalive: Die stylische Wurmfarm / Wurmkiste

Die neue Urbalive Wurmfarm ermöglicht die leichte Kompostieren mit Kompostwürmern auf 2 Schichten und punktet vor allem durch Ihr Aussehen. Ein ausgewogenes Design und Funktionalität verschmelzen hier.

Die stylische Wurmfarm kommt in 4 Trendfarben daher. Grün (Apfel), Anthrazit (Grau), Hell (Eierschale) und Braun (Schoko). Da ist für jeden Balkon etwas dabei!

Wurmkiste Urbalive in Hellgrün
Wurmkiste Urbalive in Hellgrün

Der Ablasshahn ist in der Mitte an der Unterseite plaziert, so gibt es kein Element, welches von der Wurmfarm absteht.

Im Gegensatz zu unseren anderen Wurmfarmen hat die Urbalive 2 Arbeitsschichten und ein Netz, welches den fertigen Wurmhumus auffängt. Durch das Netz kann der Wurmtee vom Wurmhumus abtropfen und wird unten in der Auffangschicht mit dem Ablasshahn gesammelt und bequem an der Wurmfarmunterseite abgelassen werden.

Wurmhumus ist der beste Naturdünger

Geblieben sind die bewährten Vorteile der Plastik Wurmfarmen: Die Arbeitsschichten lassen viel Luft in das System, so dass der Kompostprozess schnell und einfach abläuft. Aufgrund der guten Durchlüchtung leben sich die Würmer (Im Starter Set sind natürlich wieder 1000 Kompostwürmer enthalten) schnell ein und setzen Ihren Bioabfall zuverlässig um.

Der Wurmtee (das Kompostsickerwasser), welcher durch den Hahn abgelassen werden kann, ist sofort als Dünger anwendbar.

Vor und Nachteile der Urbalive Wurmfarm

Bei der Die Urbalive Wurmfarm befindet sich der Ablasshahn unten in der Mitte, dadurch ist das Ablassen von Wurmtee sehr einfach.

Die hölzerne Beine sind sehr schick und durch längere ersetzbar. Das mitgelieferte Netz soll Würmer von der Flucht nach unten abhalten, ist aber recht schnell verstopft.

Im Gegensatz zum Wurm Cafe, der Lombrico oder der Worm Works , befinden sich allerdings nur 2 anstatt von 3 Arbeitschichten im Lieferumfang. Das reduziert den vorhandene Arbeitsraum auf ca. 80 L (Wurm Cafe = ca. 105 L).

Zudem senken finden Sie keine Rettungsinsel für nach unten geflohene Würmer, wie in der untersten Schicht des Wurm Cafes. Diese Funktion sollte durch einen Ziegelstein o.ä. nachgeahmt werden.

Inhalt des Urbalive Wurmfarm Set mit Kompostwürmern

Das Urbalive Wurmfarm Starter Set kommt mit allem was Sie für einen schnellen Start in die Wurmkompostierung benötigen:

Zubehör Urbalive Wurmfarm

Kompost aus der Kiste
Kompost aus der Kiste

Der perfekte Begleiter für jede Wurmkiste ist das Buch „Kompost aus der Kiste“ von Jasper Rimpau, dem Wurmkisten Experten.

Auf den 96 Seiten finden Sie zahlreiche Hintergrund Informationen zu Wurmkisten, Antworten auf häufige und seltene Fragen, Bau anleitungen, sowie ein paar Experimente für junge und ältere Wurm Forscher.

Wurmtee

Die lustigen Illustrationen tun ihr übriges um das Lesen spannend zu halten.

Bestellen Sie das Buch zur Wurmkiste „Kompost aus der Kiste“ gleich mit um Versandkosten zu sparen!

Bei Fragen zu Wurmkisten, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne!

Das Wurmwelten Team

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Wurmkisten Auswahl
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Wurmkisten Anleitungen / Handbücher

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Starter Set Anleitung

Starter Set

Das Rettungsset heisst jetzt Starter Set, aber der Inhalt bleibt gleich! Eine Wurmfarm gut zu starten, ist wie sie zu retten.

Hier geht es zur Anleitung!

Wurmkisten

Lombrico Wurmfarm
Lombrico Wurmfarm

Lombrico

Die Lombrico Wurmfarm ist benutzerfreundlich, leicht zu handhaben und lässt sich überall im Garten, Keller oder auf dem Balkon aufstellen. Dank der optionalen Rollen, kann sie leicht bewegt werden. Wie sie am besten zu nutzen ist, finden Sie in unserer Anleitung.

Wurmkiste Wurm Cafe
Wurmfarm Wurm Cafe

Wurm Cafe

Die wichtigsten Fragen zum Thema Wurmkiste in einem Dokument schnell erklärt und beschrieben. Hier geht es direkt zur Anleitung zum Wurm Cafe.

Wurm Truhe Wurmkiste
Wurm Truhe Wurmkiste

Wurm Truhe

Mit der Wurm Truhe haben Sie sich für ein umweltfreundliches Produkt aus einer nachhaltigen Herstellung entschieden. Die Wurm Truhe kann Ihnen jahrelange Dienste erweisen, wenn Sie sich an
diese einfache Anleitung halten.

Worm Works Wurmkiste für Kompostwürmer

Worm Works

Die vorliegende Anleitung beschreibt die grundlegenden Schritte und Maßnahmen für den Umgang mit dem Wurmkomposter Worm Works, so dass Sie mit ihm einen hervorragenden und äußerst nährstoffreichen Naturdünger für Ihre Pflanzen und Gärten herstellen können. Hier geht es zur Anleitung!

Urbalive

Bei der Urbalive Wurmfarm finden Sie die Anleitung zum starten der Wurmkiste hier.

Tierkotwurmfarm

RTEinzigartig in Deutschland! Dieses Produkt revolutioniert den Weg wie wir Tierkot entsorgen. Einfach Tierkot Komposter im Garten eingraben, Würmer zusetzten und kompostieren.

Die Tierkot Wurmfarm wird Ihren Tierkot mit der Kraft von Kompostwürmern schnell kompostieren. Dabei entsteht wunderbarer Humus bzw. Bio-Dünger für Ihren Boden. Eine komplette Lösung die einfach zu nutzen und effektiv ist.

Es wird durch ein Pedal geöffnet, sodass Sie nicht den Deckel berühren müssen. Eine Ernte der fertigen Erde ist nicht nötig; die Wurmfarm wird einfach umgesetzt. Hier geht es zur Anleitung!

Würmer

Eisenia Mix und Dendrobena

Unser Eisenia Mix

Anleitung: Wenn die Würmer in den Komposthaufen oder Misthaufen eingesetzt werden sollen, schütten Sie einfach den Inhalt des Beutels auf den Komposthaufen, ohne die Würmer zu verteilen. Setzten sie diese am besten so ein, dass noch ein paar Stunden Sonnenlicht auf den Komposthaufen fallen, damit sich die Würmer eingraben. Bitte verzichten Sie auf Kompostbeschleuniger und große Mengen an Rasenschnitt da die entstehenden Temperaturen (>25°C) den Würmern schaden. Bei Einsatz in einer Wurmfarm raten wir folgendes: Nehmen Sie den Deckel Ihrer Wurmfarm ab und platzieren darüber eine Lampe. Setzten Sie die Würmer komplett mit der Komposterde ein und lassen Sie diese Lampe 3 Tage lang an. Dies schreckt die wanderfreudigen Kompostwürmer davon ab die Umgebung zu untersuchen. Nach spätestens 3-4 Tagen sollten sich die Tiere vom Stress des (Wurmfarm) Transportes erholt haben, so dass Sie das Licht ausmachen können und den Deckel wieder auf die Wurmfarm legen können.

Fruchtfliegenfalle aus PLA

Fruchtfliegenfalle

Die Fruchtfliegenfalle passt auf fast jedes handelsübliche Glas. Gib etwas Apfel- oder Traubensaft mit einem Tropfen Spülmittel in ein Glas (nicht enthalten) und setze den Trichter auf die Öffnung. Die Fruchtfliegen werden durch den Trichter angelockt und ertrinken im Saft.

Die Falle sollte regelmäßig geleert werden und mit warmen Wasser und Spülmittel gesäubert werden. Das PLA ist nicht Geschirrspüler tauglich!

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