Jegliche biologisch abbaubaren Abfälle aus Küche und Garten wandern auf den Kompost. Im Alltag handelt es sich um eine simple Lösung, die bares Geld spart und mit großartigem Düngemittel überzeugt. Als günstige Alternative zu fertigen Produkten erweist sich der Kompost der Marke Eigenbau. Wir werfen einen Blick auf wichtige Tipps, mit denen auch wenig erfahrene Heimwerker die Konstruktion meistern.
Das Material
Um mit dem Bau des Komposts beginnen zu können, ist zunächst solides Holz notwendig. Für einen Behälter mit durchschnittlicher Größe werden 20 Bretter benötigt, die einen Meter lang, zehn Zentimeter breit und vier Zentimeter stark sind. Bereits bei der Wahl des Holzes ist es von Bedeutung, auf einige ausschlaggebende Faktoren Acht zu geben. So sollte ein Holz gewählt werden, welches robust und witterungsbeständig ist. Gut geeignet ist etwa Lärchenholz, welches nicht mehr nachträglich imprägniert werden muss. Zudem ist es notwendig, in etwas Maschendraht und ein paar Kanthölzer zu investieren.
Wenig erfahrene Heimwerker werden nun nicht alle notwendigen Werkzeuge bei der Hand haben. Ein Baumaschinenverleih kann Abhilfe schaffen, um dennoch handlungsfähig zu sein. Bei der Baumaschinenvermietung ist etwa eine Stichsäge erhältlich, die eine Bearbeitung der Bretter möglich macht. Ansonsten reichen Metermaß und Bleistift für die Konstruktion des Behälters aus. Das Baumaschinen Mieten bietet wiederum den Vorteil niedriger Kosten und entfallenden Aufbewahrung nach Verwendung. Sie können zum Beispiel Baumaschinen bei Boels mieten und sich direkt im Internet über das Angebot informieren.
Vier Schritte zum Erfolg
Es gibt viele verschiedene Arten von Komposthaufen
Nun sind es im Wesentlichen vier Schritte, die bis zum fertigen Komposter zu gehen sind. An erster Stelle steht das Zuschneiden der Bretter. An der Unterkante müssen 18 der 20 Bretter einen kleinen Ausschnitt erhalten, der 4 cm hoch und 2,5 cm breit ist. Dabei ist auf den Abstand zu den Außenkanten von jeweils 5 cm zu achten. Mit der Stichsäge ist es möglich, hier zu einem sauberen und geraden Schnitt anzusetzen, der natürlich vorgezeichnet sein sollte.
Im Anschluss ist bereits ein großer Teil der Holzarbeit geschafft. Für die Konstruktion werden die beiden nicht bearbeiteten Bretter in Längsrichtung auf dem Boden platziert. Die zwei nächsten Bretter folgen quer, die Ausschnitte sollten dabei einrasten. Nach diesem Prinzip ist es nun möglich, die Konstruktion nach oben zu führen, bis schließlich alle 20 Bretter verbaut sind.
In einem dritten Schritt folgt die Platzierung der Kanthölzer mit einer Stärke von 5 cm. Diese helfen dabei, dem Komposter noch mehr Halt zu verleihen. Während dies im Rohzustand noch unwichtig erscheint, macht es der von innen nach außen wirkende Druck des Inhalts schon bald notwendig, zu dieser Maßnahme zu greifen. Durch das Aussägen der Ausschnitte, in die weitere Hölzer eingefügt werden, ist insgesamt kein Verschrauben des Gestells mehr notwendig.
Der Maschendraht ist nun dazu geeignet, um den Inhalt des Komposts zu schützen. Damit die Kompostwürmer dort ihre Arbeit verrichten können, wird ein Eindringen von Wühlmäusen verhindert, die es besonders auf Abfälle aus der Küche abgesehen haben. Durch den Draht ist es für sie nicht mehr möglich, bis an den Inhalt des Komposts zu gelangen. Das Gitter kann mit ein paar einfachen Nägeln an den Seiten des Holzes fixiert werden.
Letzte Woche waren wir zwei Tage beim mdr zu Besuch und haben dort zusammen mit der sympatischen Moderatorin Henriette Fee Grützner, eine Wurmkiste aus Holz gebaut. Dabei folgten wir Schritt für Schritt der Anleitung aus dem Buch „Kompost aus der Kiste„.
Jasper zeigt worauf es bei dem Bau einer Wurmkiste besonders ankommt. Welche Würmer die richtigen sind und welche Probleme es zu vermeiden gilt. Danach haben wir das ganze mit Erde, Kompostwürmern, Küchenabfällen, Mineral Mix und Hanfmatte eingerichtet und schon ging das kompostieren los. (Hier gehts zu den Wurmkisten Starter Sets). Wie leicht das ist, und wie sehr das Spaß gemacht hat, könnt ihr dann sehen:
Wer die perfekte Basis für seine Pflanzen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Beet schaffen möchte, muss die entsprechende Blumenerde nicht immer kaufen, sondern kann diese ganz einfach selbst herstellen. Sie können aber auch die passende Blumenerde oder die einzelnen Bestandteile fertig bei uns im Shop bestellen.
Das „klassische“ Rezept gibt es jedoch nicht! Vielmehr bestehen mehrere Möglichkeiten, die „perfekte“ Blumenerde für die eigenen Ansprüche (bzw. die des Gartens und der Pflanzen) anzumischen.
Aussaaterde für Samen und Stecklinge
Junge Sämlinge und Stecklinge gedeihen am Besten in Aussaaterde. Neben der Konsistenz dieser Erdmischung ist es unerlässlich, dass diese über eine vergleichsweise feine Struktur verfügt und gleichzeitig nährstoffarm ist. So werden die jungen Wurzeln auf dem Weg nach mehr Nährstoffen sich stark ausbreiten. Starkes Wurzelwachstum hilft uns später, die Pflanzen besser mit Nährstoffen, Wasser und Co² zu versorgen.
Sterilisation der Erde
Viele Profigärtner raten in diesem Zusammenhang auch dazu, etwaige Krankheitserreger mit Hilfe einer Sterilisation abzutöten. Hierbei reicht es aus, die Erde über einen Zeitraum von 30 bis 45 Minuten im Backofen (ca. 150 °C) zu erhitzen. „Netter Nebeneffekt“: durch die hohen Temperaturen werden unter anderem auch Unkrautsamen abgetötet.
Beliebte Erdmischungen
Wer seine eigene Blumenerde herstellen möchte, kann auf verschiedene Mischverhältnisse bzw. Zutaten zurückgreifen. Für Garten Anfänger lohnt es sich meistens, eine Grunderde, sowie eine nährstoffarme Erde für Sämlinge und Kräuter. Diese Kombinationen sind besonders beliebt…:
Die Allround Erde (Blumenerde)
2 Teile Kompost, 5 Teile Gartenerde und 2 Teile Sand gemischt
Der Allrounder ist gut geeignet um die meisten Mittel- bis Starkzehrern eine längere Zeit mit Nährstoffen zu versorgen (Kompost). Die Gartenerde leiht die Struktur, während der Sand für einen guten Wasserabfluss sorgt.
Die Leichte Erde (Kräutererde)
1 Teil Kokosfasern, 1 Teil Gartenerde und 1 Teil Sand gemischt
Diese Mischung ist sehr „Mager“, das heißt es sind kaum Nährstoffe enthalten. Diese Erde eignet sich besonders, beim Einpflanzen von Pflanzen, welche kaum Nährstoffe vertragen. Wird noch etwas Kalk in Form von 0,5 Teilen Kalkschotter hinzugefügt, wird diese Mischung perfekt für mediterrane Kräuter (siehe unten).
Die Saure Erde (Azaleenerde)
2 Teile Kompost, 1 Teil Sand und 1 Teil Lauberde gemischt
Manche Pflanzen, allem voran Heid- und Moorpflanzen, mögen saure Böden. Aber auch die beliebten Azaleen und Rhododendren und fast alle Nadelhölzer bevorzugen einen Boden mit einem pH-Wert um die 4-5. (Mehr zum pH-Wert, weiter unten).
Gartenerde / Walderde
Gartenerde und/oder Walderde sind gerne verwendete Begriffe in Gartenrezepten, sorgen aber Aufgrund ihrer unklaren Definition immer wieder für Verwirrung. Hier also eine Hilfestellung: Garten und Walderde entstehen langsam und ohne großartigen Einsatz von Düngern. Zudem bringt sie einen hohen Anteil an Lehm, Ton oder Schluff mit. Diese Eigenschaften suchen wir für die neue Erde, wenn nach „Gartenerde“ gefragt wird.
Wird eine neue Erdmischung hergestellt, bringt die „Erde“ vor allem Minerale, Kohlenstoff und Ton mit, welche dem neuen Substrat Struktur geben um Pflanzen zu halten und Nährstoffe zu speichern.
Die Konsistenz der Erde
Pflanzen gedeihen besonders gut, wenn sie in einer vergleichsweise lockeren Erdmischung platziert werden. Das Substrat muss aber auch genügend feste Bestandteile haben, um der Pflanze genügend Halt zu geben. Anfängern empfehlen wir im Rahmen des Herstellungsprozesses keine Handschuhe zu tragen. Die Beschaffenheit und Lockerheit der Erde können so am besten erkannt werden. Auch kleinere Veränderungen können ertastet werden und es ist leichter die Beschaffenheit neuer Erden zu erkennen.
Aber Vorsicht! Nach dem Gärtnern werden die Hände natürlich gewaschen. Frischer Kompost, Mist, aber auch „normale“ Gartenerde enthalten Bakterien und Gerbsäuren, welche selbst die gesunde Haut auf Dauer verfärben und angreifen. Wird viel mit Erde gearbeitet, sind Handschuhe Pflicht.
Übrigens: Ob ein Maulwurf diese Erde zuerst nach oben befördert hat (Maulwurfserde), macht höchsten einen Unterschied in der Konsistenz, nicht im Nährstoffgehalt der Erde.
Die richtige Erde für die richtige Pflanze
Im Rahmen der Herstellung von Blumenerde und deren Nutzung ist es natürlich auch unerlässlich, auf die besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Pflanzen einzugehen. So brauchen prächtige Blumen, die auf dem Balkon stehen erfahrungsgemäß eine besonders nährstoffreiche Erde, also etwas mehr Kompost oder organischen Volldünger. Heimische Blumen und Kräuter jedoch bevorzugen meist magere Böden.
Wer sich unsicher darüber ist, welche Variante am besten zu den eigenen Pflanzen passt, kann durch eine kurze Google Suche (Pflanzennamen + „Nahrungsbedarf“) herausfinden, ob es sich um Schwach-, Mittel- oder Starkzehrer handelt. Je nachdem, gestalten Sie dann den Anteil bio-organischem Düngers (Kompost oder Mist), im neuen Substrat.
Bestimmte Kräutersorten haben besondere Anforderungen
Gerade dann, wenn Sie sich dazu entschließen, mediterrane Kräuter wie Basilikum, Majoran, Estragon usw. anzubauen, ist es wichtig, die selbst hergestellte Erde entsprechend an deren Bedürfnisse anzupassen. Denn: diese brauchen bei Weitem nicht so viele Nährstoffe, wie es im Allgemeinen vermutet wird! So braucht es auch für ein optimales Ergebnis keinen Dünger. (Mehr zum Anbau von Kräutern auf kleinem Raum)
Blumenerde für Kübelpflanzen
Sollten Sie sich dazu entschließen, die Blumenerde für Ihre Kübelpflanzen selbst herzustellen, ist es wichtig, ausschließlich auf der Basis von reifem Kompost zu arbeiten. Unreifer Kompost setzt Abbaustoffe frei, während er jungen oder besonders dafür anfälligen Pflanzen schnell schadet.
Hilfsstoffe für Erdmischungen
Sollen die Pflanzen länger in der Erde bleiben? Dann lohnt es sich Hilfsstoffe einzusetzen, welche es der Erde ermöglichen Nährstoffe abzugeben und zu speichern.
Hornspäne
Hornspäne bzw. Hornmehl sind ein natürlicher Dünger, welcher fast ausschließlich Stickstoff freisetzt. Das geschieht langsam und je nach Korngröße (also ob Hornspäne oder Hornmehl) über Wochen und Monate hinweg. Da Stickstoff der Nährstoff ist, welcher am meisten im Substrat benötigt wird, ist es oft viel einfacher der neuen Erde etwas Hornspäne beizumengen, als später mehr düngen zu müssen.
Wurmhumus
Wurmhumus, auch Regenwurmkot genannt, sind die Hinterlassenschaften der Regenwürmer. Dieser hochaktive Humus (wenn frisch) ist voller Mikroorganismen und Pilzen (Mykorrhiza, etc.), welche nur darauf warten, hilfreiche Symbiosen mit Pflanzenwurzeln einzugehen.
Dank der sogenannten Ton-Humus-Komplexe, sind im Wurmhumus Nährstoffe gespeichert, welche die Pflanzen besonders lange versorgen. Etwa 10% aktiver Wurmhumus reichen um diese Eigenschaften auf die gesamte neue Erde zu übertragen. Das spart Dünger und Wasser.
Pflanzenkohle (Terra Preta)
Pflanzenkohle welche hergestellt wurde ohne Schwermetalle zu produzieren (Biochar) , ist ein wertvoller Hilfsstoff im Gartenbereich. Neuen Aufschwung hat diese Technik durch die Entdeckung von ähnlichen Methoden bei Urvölkern im Amazonas (Terra Preta) bekommen.
Dazu wird das neue Substrat mit 5-10% aufgeladener Pflanzenkohle vermengt. Aufgeladen bedeutet, dass ich die Pflanzenkohle bereit vorher mit Nährstoffen, vor allem Stickstoff, „laden“ konnte. Dazu wird die Kohle meist mit Kompost oder ähnlichem gestreckt. Wurde man dieses „Aufladen“ weglassen, würde die Pflanzenkohle der neuen Erde zuerst Nährstoffe entziehen, um diese zu speichern, bevor sie den Pflanzen wieder zur Verfügung stehen.
Tonmehl (Bentonit)
Sollten Sie sich für einen besonders lehmarmen Kompost entschieden haben, ist es hilfreich, zusätzlich Tonmehl in Form von Bentonit hinzufügen um die Wasserspeicherfähigkeit der Erde zu erhöhen. Zusätzlich zur Wasserpeicherfähigkeit, sollte (für die meisten Pflanzen) ein Minimum an Tonmineralien in der Erde zu finden sein. Das stabilisiert den Boden und hilft beim Speichern von Nährstoffen.
Kalk (Aufkalken)
Damit Pflanzen Nährstoffe überhaupt richtig aufnehmen können, muss der pH-Wert der Erde stimmen (Wie bestimme ich den pH-Wert?). Für die meisten Pflanzen liegt der ideale pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5.
Während des Kompostprozesses versauert die Erde auf natürliche Weise. Ein Aufkalken des Komposthaufens, bzw. der reifen Komposterde mit 120 g/m² Algenkalk ist empfohlen um den Ph-Wert anzuheben, bevor diese mit eingemischt wird.
Wie bereits oben erwähnt, mögen manche Pflanzen sehr kalkhaltige oder saure Böden, in solchen Fällen kann auf die Kalkung des Kompostes ganz verzichtet werden, oder zusätzliches kalkhaltiges Gestein hinzugemischt werden. Die meisten Pflanzen bevorzugen jedoch einen neutralen Boden mit einem ph-Wert um 7.
Torf? Warum?
Immer noch ist Torf ein sehr weit verbreiteter Hilfsstoff bei Erden. Da der Torfabbau kaum nachhaltig möglich ist, werden wir hier nur Torffreie Erden vorstellen. Als Torfersatz eignen sich Holzfasern und Kokosfasern². Leider sind vor allem Kokosfasern in Form von Blöcken erhältlich und nur wenige Holzersatzstoffe. Wer’s genau wissen will, kann sich hier weiter über Torfersatz informieren.
Wenn es zu einem Regenfall gekommen ist, so sieht man auf dem Boden oft mehrere Wurmhäufchen. Doch was versteckt sich dahinter? Wie kann man diese Häufchen auf dem Rasen verhindern? Wer im Herbst auf den Rasen geht, der sieht, dass die Regenwürmer sehr aktiv waren. Problematisch ist aber die Tatsache, dass die Schuhe daran leiden. Wurmhäufchen treten nämlich besonders häufig auf lehmigen Böden auf.
Warum die Regenwürmer hochwandern, das kann bis heute nicht eindeutig erklärt werden. Man liest oft nur, dass diese Tiere unten in der Erde nicht genügend Sauerstoff bekommen. Daher müssen sie in die luftigen Bodenschichten ausweichen. Allerdings haben mehrere Untersuchungen gezeigt, dass die Regenwürmer selbst in Böden, die überflutet sind, längere Zeit überleben können. Dieses Verhalten kann man auch beobachten, wenn man den Boden in leichte Schwingungen versetzt.
Man vermutet bis heute, dass die Würmer einem natürlichen Fluchtinstinkt erleiden. Dieses Verhalten wird durch leichte Erdvibrationen ausgelöst.
Viele Würmer und gesunder Boden
Die gute Nachricht ist, dass man sich glücklich schätzen kann, wenn es viele Wurmhäufchen gibt. Zwar kann der erste Eindruck täuschen. Man kann auch denken, dass diese vielen Häufchen zu viele Probleme bringen.
Allerdings zeigen die vielen Regenwürmer, dass der Boden gesund ist und hervorragende Lebensbedingungen bietet. Davon profitiert natürlich ganz besonders der Hobbygärtner. Würmer haben im Garten nämlich eine ganz wichtige Funktion. Sie haben die Fähigkeit mit ihren Tunneln den Boden aufzulockern. Dem Gärtner bleibt somit einiges an Arbeit erspart. Weiterhin wird ein regenwurmreicher Boden jedes Jahr immer lockerer. Er liefert somit auch höhere Erträge.
Doch wie kann man die Wurmhäufchen reduzieren? Zu viele sollten es auch nicht sein
Wer sich an den vielen Häufchen stört, der sollte gegen das Wurmverhalten nicht angehen. Vielmehr sollte der Gärtner dafür sorgen, dass die Erde durchlässiger wird. Dies kann man beispielsweise durch das Aerifizieren erzielen. Dazu kann man eine breite Gabel verwenden. Allerdings ist dies sehr zeitaufwendig und vor allem anstrengend.
Besser ist es, wenn man den Rasen im Frühjahr vertikutiert. Danach kann man eine Schicht mit Bausand auftragen. Diese Schicht ist für den Rasen sehr gut. Wenn man dieses Vorgehen mithilfe einer Baumschule jedes Jahr wiederholt, so wird die obere Bodenschicht durchlässiger.
Haben Sie regelmäßig erhebliche Schäden an den Pflanzen im Garten, die eindeutig nicht von Schnecken kommen? Der Grund für diese Schäden können Wühlmäuse oder Maulwürfe sein. Sie zählen für viele Hobbygärtner zu den lästigsten Schädlingen überhaupt. Nicht nur, dass sie unschöne Erdhaufen auf dem Rasen hinterlassen und Stein- und Gehweg platten unterhöhlen, auch auf Beetpflanzen und junge Bäume haben es die Nager abgesehen. Durch Anfressen oder sogar Auffressen der Wurzeln und Knollen entziehen die Wühlmäuse den Pflanzen ihre Lebensgrundlage. Da überlget sich so mnach Gärtner, ob man da etwas tun kann.
Wühlmäuse sind eine Unterart der Wühler. Unter anderem gehören zu den Wühlmausen die Bisamratte, die Feldmaus, die Rötelmaus, die Schermaus und Lemminge. Meistens wiegen Wühlmause zwischen 80-200g und sind ca. 7-23 cm lang. Ausgenommen ist die Bisamratte, diese kann bis zu 2600g schwer werden. Die Farbe der Wühlmaus reicht von braungrau bis rotbraun, in einigen Fällen allerdings auch bis hin zu schwarz. Die Ohren der Wühlmause sind so winzig klein, dass sie sich im Fell verstecken und kaum sichtbar sind. Zudem haben sie einen dünn behaarten Schwanz auf dem die Ringelung sichtbar ist.
Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf, wodurch sie das ganze Jahr lang ihr Unwesen in den Gärten treiben können. Gerade frische und feuchte Böden, Gräben, Wiesen, vergraste Jungkulturen, Laub- und Mischwälder sind bei den Wühlmäusen sehr beliebt.
Maulwurf oder Wühlmaus?
Oft werden die Gänge der Maulwürfe mit denen der Wühlmaus verwechselt. Mit etwas Wissen und ein paar Tricks kann man den Unterschied aber schnell erkennen. Die Erdhaufen von Maulwurfshügeln sind viel höher als die der Wühlmäuse. Außerdem sind die Gänge der Wühlmaus meist mit Pflanzenresten vermischt. Bei einem anderen Test wird der Gang an mehreren Stellen auf gut 20 Zentimeter Länge geöffnet. Ein Markieren mit Hölzern ist zum Wiederauffinden der Stellen nützlich. Nach wenigen Stunden oder spätestens am nächsten Tag sind die Gänge – wenn eine Wühlmaus diese bewohnt – von innen her wieder unterwühlt und zugeschoben. Trifft dies nicht zu, dann lebt dort ein Maulwurf.
Wühlmäuse bekämpfen
Um die Wühlmäuse effektiv loszuwerden bzw. Schäden durch Wühlmäuse vorzubeugen, gibt es einige simple Tipps und Tricks.
Sie können handelsübliche Fallen aufstellen. Diese sollten Sie aber stets durch umgestülpte Eimer mit einem darauf liegenden Stein verdecken. So wird vermieden, dass sich andere Tiere verletzen. Kontrollieren Sie diese Fallen regelmäßig, egal ob es sich um Lebendfallen oder die andere Variante handelt.
Die Natur kanns regeln
Unterstützen Sie natürliche Feinde der Wühlmaus und locken Sie diese an. Dazu gehören unter anderem Wiesel, Fuchs, Marder, Katzen, Eulen und viele Greifvögel-Arten. So können Sitzstangen für Greifvögel angelegt werden, Einfluglöcher in Feldscheunen für Eulen geöffnet werden oder Steinhaufen als Unterschlupf für Wiesel gebaut werden.
Des Weiteren gibt es im Fachhandel spezielle Gittertöpfe oder Körbe, in denen die Knollen, Zwiebeln oder Bäume eingepflanzt werden können. Dadurch werden die Wühlmäuse von den Pflanzen und Bäumen ferngehalten.
Maulwürfe und Buttersäure
Außerdem können stark riechende Substanzen wie zum Beispiel Buttersäure auf einen Lappen geträufelt werden, welcher dann in die Gänge gelegt wird. Nehmen Sie unbedingt einen alten Lappen und tragen Sie Handschuhe, denn Buttersäure riecht wirklich stark! Buttersäure ist übrigens ein Naturprodukt, eine Fettsäure, welche abgebaut wird.
Auch eigens angesetzte Holunderjauche (zehn Liter Wasser auf ein Kilogramm Holunderblätter; bei Anwendung die Jauche im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen) ist zur Vergrämung nützlich und stets umweltverträglich.
Als dritte Alternative bieten sich die biologisch abbaubaren Maulfwurf Frei Kugeln an, welche noch einfacher einzusetzten sind, als die Buttersäure oder die Jauche. Leider haben die Kugel weniger Effekt gegen die Wühlmäsue, als gegen Maulwürfe.
Kaiserkrone gegen Maulwurf und Wühlmaus
Weit verbreitet als Wühlmaus-Schreck ist die Kaiserkrone. Sie ist nicht nur giftig, sondern besitzt eine ganz besondere Eigenschaft: Ihr Geruch erinnert an stinkende Zwiebeln. Ihr intensiver knoblauchartiger Geruch ist Maulwürfen und besonders Wühlmäusen ausgesprochen unangenehm.
Um Wühlmäuse effektiv von den betroffenen Pflanzen fern zu halten, empfiehlt es sich, sie in unmittelbarer Nähe zu pflanzen. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Vertreibung, ist immer die Größe der vorhandenen Wühlmaus, bzw. Maulwurf Population. Sind sehr viele Tiere in der Gegend, wird es schwer auszuweichen. Auch nicht betroffene, aber gefährdete Pflanzen sollten geschützt werden bevor die Wühlmäuse sie erst entdecken.
Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn verschiedene Methoden zur Vertreibung angewandt werden und diese so eingesetzt werden, dass den Haufenwerfern ein klarer „Ausgang“ zur Verfügung steht.
Wir wünschen viel Erfolg beim vergrämen, aber bitten folgendes zu Berücksichtigen: Besonders für den Maulwurf gilt, dass er ein Zeichen von guter Bodenquälität ist. Er fristt sehr gerne „Schädlinge“ wie Schnecken, Engerlinge und Schnakenlarven. Zudem besteht seine Nahrung zu 80% aus Regenwürmern, aber solange es eine gute Population Regenwürmer gibt, sollte dies kein Problem sein.
In jedem Fall steht er unter Naturschutz und darf weder gefangen noch verletzt werden.
Die Schulgarten Aktion ist im fünften Jahr und wieder können wir viele Saatgut Pakete spenden. Mindestens 130 Saatgut Starter Pakete warten auf Ihren Einsatz.
In den letzten Jahren haben sich eine beachtliche Menge an Schulen bei uns für ein Schulgarten Paket beworben, aber – dank unserer Sponsoren – sind es auch noch viel mehr Pakete geworden. Daher suchen wir noch Schulen die einen Schulgarten haben oder starten möchten!
Dafür benötigen wir Eure Hilfe! Bitte teilt diese Webseite oder den dazugehörenden Facebook post.
Auch dieses Jahr werden wir den Inhalt der Pakete etwas anpassen. Der genaue Inhlat ist noch nicht ganz sicher.
Im Schulgarten Paket sind normaleiweise enthalten:
Saatgut für 2-3 Beete / Dünger & Bodenhilfstoffe
Weiterhin hoffen wir, den Schulen mit dieser Liste Schulmaterial den Sachkunde oder Biologieunterricht etwas zu vereinfachen.
Wir möchten uns an dieser Stelle auch sehr herzlich einem unseren langen Partner: Natura Samen bedanken, welche diese Aktion großzügig unterstützt haben!
Häufige Fragen zu der Schulgarten Aktion beantworten wir hier oder auf unserer Facebook Seite.
Dass der Regenwurm für unser Erdreich enorm wichtig ist, wissen die meisten Hobbygärtner garantiert. Schließlich ist er es, der für einen lockeren und nahrhaften Humus für unsere Blumenbeete sorgt. Er ernährt sich hauptsächlich von Kohlenhydraten und Eiweißen abgestorbener Pflanzenteile. Er kann Bakterien, Algen, Pilze und Einzeller aufnehmen und weil er nun nicht unzersetzt fressen kann, bevorzugt er welke Blätter und er frisst zudem eine Menge an Erdreich.
Der mikrobielle Zersetzungsprozess der bei feuchtem Klima unterhalb der Erde in den Gängen der Regenwürmer herrscht, ist für unseren Boden Gold wert. Denn nicht nur, dass die fortwährend erneute Bildung von neuen kleinen Röhren und Gängen im Erdreich durch die Würmer dafür sorgt, das der Boden einer ständigen Auflockerung unterzogen wird und einer Verdichtung der Erdreiches vorgebeugt wird. Auch als Nahrungsquelle für andere Tiere ist er ebenso wichtig und eben auch, um unseren Boden auf ganz natürliche Weise so kostbar und nahrhaft für Pflanzen, Blumen und Bäume wie möglich zu gestalten.
Die eigene Regenwurmzucht aufbauen
Damit der Boden im Garten immer wieder wie von Geisterhand aufgelockert und mit Sauerstoff, Mineralien und Co. angereichert werden kann, ist die Idee sich eine eigene Regenwurm-Kolonie heran zu züchten gar kein abwegiger Gedanke und lässt sich leichter durchführen, als man zunächst einmal nehmen würden. Denn Regenwürmer züchten ist relativ einfach. Denn desto mehr Würmer wir dem Erdreich beifügen, umso lockere wird er Boden und eine Verdichtung und zu fest werden des Erdreiches kann nicht stattfinden, Dazu kommt, dass bei starken und anhaltenden Regengüssen der Boden nicht untergeht und sich mit stehendem Wasser füllen kann. Die Auflockerung durch die vielen Gänge und Röhren der Würmer sorgt auch gleichzeitig für einen guten Abfluss und ein Durchsickern des Regenwassers.
Der Regenwurm
Sie sind feucht, glitschig an ihrer Oberfläche und und wir sehen sie besonders oft, wenn es geregnet hat. Dann kriechen sie aus dem Erdreich nach oben, um nicht in ihren Gängen, die mit Wasser volllaufen zu ertrinken. Regenwürmer können zwar Helligkeitsunterschiede erkennen, doch sehen können sie nicht. Sie haben keine Augen, sondern Fotorezeptoren, die am vorderen Ende des Wurms sitzen. Dank dieser winzigen Organe können sie Lichtinformationen aufnehmen, mehr nicht. Hören können Regenwürmer nicht. Aber auch hierbei verfügen sie über Rezeptoren, die Druckwellen spürbar machen und das Auftreten des Fußes eines Menschen, oder einer viel befahrenen Straße und Co. nimmt der Wurm wahr. Übrigens: Es gibt sogar den Tag des Regenwurms, der alljährlich am 15. Februar des Jahres stattfindet.
Helfer im Gartenreich und in der Landwirtschaft
Dank der außerordentlichen Fähigkeit des Regenwurms, dass er sich ständig in Bewegung unterhalb der Erdoberfläche hält, tut er eigentlich nur Gutes für den Gärtner. Denn er lockert so auf dieser Weise ständig das Erdreich für uns auf. Dadurch bekommt der Boden Luft zum Atmen und kann sich nicht verdichten. Andererseits kann er bei Regenfall gut mit Feuchtigkeit und Regenwasser versorgt werden. Und in trockenen Monaten ist er von großer Bedeutung. Denn wenn es lange trocken war, verdichtet sich der Boden bekanntermaßen recht schnell und lässt dann bei Starkregen beispielsweise wiederum keinen einzigen Tropfen Wasser ins Erdreich und läuft auf der Oberfläche quasi einfach davon. Durch die Auflockerung des Bodens durch die Würmer aber kann auch bei starker Trockenheit Wasser bis tief zu den Wurzeln von Pflanzen und Bäumen gelangen. Auch das Zersetzen und Verdauen von Laubresten und Erdreich durch die Würmer erhält der Boden wichtige Nährstoffe, die er wiederum an Pflanzen, Blumen und Bäume abgibt. Somit tritt teils ein ganz ähnlicher Effekt ein, wie es beim klassischen Kompostieren der Fall ist.
So schließt sich der Kreislauf und somit ist der Regenwurm alles andere als unnütz, wie es ihm so oft nachgesagt wird. Er ist der Bauarbeiter im Erdreich und strebsamer Mitarbeiter des Gärtners, der immer arbeitet und nur selten zur Ruhe kommt. Er ist aber auch einer der ältesten Bewohner unseres Planeten und man nimmt sogar an, dass eine Vorfahren schon vor einer halben Milliarde Jahren aus dem Meer gekrochen sein könnten. Sobald die Bodenbildung der Erde begann, machte sich der Regenwurm so wie heute noch ans Werk. Egal ob bei heißen Temperaturen und Vulkanausbrüchen, oder auch allen anderen klimatischen Veränderungen. Der winzige und eigentlich zerbrechlich anzuschauende Wurm ist ungemein robust und widerstandsfähig. Auch in der Landwirtschaft schenkt man dem Wurm mittlerweile sehr viel Zusprache. Denn man geht davon aus, dass Regenwürmer an der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Erde pro Jahr etwa eine Arbeit im Wert von 250 Milliarden Euro leisten. Regenwürmer pflügen so Tonnenweise Erdreich um und mischen dabei mineralische und organische Substanzen ins Erdreich und reichern es dadurch mit diesen wichtigen Botenstoffen, um Pflanzen zu versorgen an.
Regenwürmer in der Wurmkiste
Ein besonderer Vertreter, der Kompostwurm (Eisenia) findet sich oft als Kompostierer in Wurmkisten wieder. Dort werden seinen Eigenschafter als Meister Komposter genutzt, um organische Abfälle zu Wurmhumus zu verarbeiten.
Müll produzieren wir Menschen viel zu viel, auch wenn es schon so einige Ansätze gibt, unnötige Abfälle zu vermeiden oder wenigstens wiederzuverwerten. Leider aber noch viel zu wenig und nicht konsequent genug. Natürlich ist das Vermeiden und Wiederverwerten zugegebenermaßen nicht immer so einfach möglich. Aber trotzdem kann man auch bereits jetzt schon einiges unternehmen, um unsere Umwelt zu entlasten. Wenn es um den Abfall geht, ist Mülltrennung schon lange ein Thema. Mit am besten lässt sich sicherlich dabei der organische Abfall trennen und auch wiederverwerten. Pflanzlicher Müll entsteht in den meisten Haushalten reichlich, da viel Obst, Gemüse aber auch Blumen und andere Pflanzen verwendet werden. Wer einen eigenen Garten hat, entnimmt die aufgezählten Dinge vielleicht auch schon daraus.
Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man zwei oder drei Komposthaufen nebeneinander aufstellen
Eine tolle und eigentlich einfache Art ist es, den durch Pflanzen entstandenen Abfall wiederzuverwenden, ihn also einfach zu kompostieren. Als Kompost bezeichnet man ein humusreiches Rotteprodukt, was aus organischen Abfällen besteht. Es handelt sich also um einen Teil des Nährstoffkreislaufs. Bodenlebewesen bauen organisches Material unter dem Einfluss von Luftsauerstoff ab. Bei diesem Vorgang werden neben Kohlendioxid zusätzlich noch wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt. Das sind dann zum Beispiel Ammoniumsalze, Nitrate, Phosphate, Kalium- und Magnesiumverbindungen. Diese Stoffe wirken wie ein Dünger. Ein Teil von diesen Zwischenprodukten, die bei diesem Abbau entstehen, wird dann noch zu Humus umgewandelt. Das Wort Kompost stammt vom lateinischen Wort „compositum“ ab und bedeutet „das Zusammengestellte“. Wir meinen mit Kompost die Stelle, wo der organische Abfall gesammelt wird, wie auch das dorthin getragene Material (Abfall) und auch das fertige Produkt, das durch die Verrottung entsteht.
Aus Küchenabfällen guten Dünger herstellen
Bokashi-Eimer eignen sich sehr gut, um ohne Komposthaufen zu kompostieren
Das Tolle bei diesem beschriebenen Vorgang ist, dass man mit dem Kompost einen guten Dünger herstellen kann, den man dann beispielsweise im eigenen Garten wiederverwendet. Fehlende Nähstoffe und Humus können so wieder zugeführt werden. Man kann kaum einfacher Abfälle selbst wiederverwenden. Die bekannteste Methode ist sicherlich, die Pflanzenabfälle in den Garten zu einer Kompoststelle zu bringen, um ihn dort kompostieren zu lassen. Für denjenigen, der keinen Kompost im Garten haben will oder kann, gibt es sogar noch eine andere schöne Möglichkeit. Man kann nämlich auch in einem sogenannten Bokashi-Eimer ganz einfach und geruchslos die Küchenabfälle sammeln. Dort werden sie sogar noch zusätzlich zu einem sehr nützlichen Dünger umgewandelt. Auf diese Art erhält man einen praktischen und einfach zu handhabenden Küchenkomposter.
Was sich alles zum Kompostieren eignet
Bedenken sollte man aber, dass nicht alle Abfälle aus der Küche sich auch für die Kompostierung zuhause und im eigenen Garten eignen. Der eigene Kompost ist also kein Ersatz für den Biomüll, aber man kann das ganze Jahr über die richtigen Abfälle kompostieren.
Was auf den Kompost darf:
• Gemüse- und Obstreste, aber nur roh und Zitrusfrüchte gar nicht • Alte (verwelkte) Blumen oder Kräuter. Die längeren Stile und dickeren Pflanzenteile sollten vorher nur klein geschnitten werden, dies beschleunigt die Kompostierung • Eierschalen • Rasenschnitt (besser schon leicht angetrocknet, damit keine Fäulnisgefahr entsteht) • Tee- und Kaffeesatz • Laub und Strauchschnitt (der Strauchschnitt sollte ebenfalls vorher klein geschnitten werden) • In kleinen Mengen Zeitungspapier und Pappe (aber kein farbiges Papier, Hochglanz-Materialien. Nur gut verrottbares Papier) • In kleineren Mengen den Mist von Haustieren (aber nicht die Zusätze wie beispielsweise Katzenstreu. Man muss chemische Bestandteile ausschließen können)
Was nicht auf den Kompost gehört:
• Gekochtes Essen, da vor allem Fleisch und andere proteinhaltige Lebensmittel, oder zubereitetes Essen. Diese Essensreste können Ratten und andere Tiere anlocken • Von einem Pilz befallene Pflanzenreste. Diese gehören besser in die Biotonne • Asche, denn sie kann schadstoffbelastet sein. Außerdem verrotten die größeren Asche-Klumpen sehr langsam • Zitrusfrüchte, da sie oft stark gespritzt sind. So könnten Pestizide in den Humus gelangen • Auch Schnittblumen (besonders die aus dem Supermarkt) enthalten auch oft Pestizide • Größere Äste, Zweige oder Wurzeln sowie gröbere Schnittabfälle, denn diese verrotten nur sehr langsam • Auch Nussschalen (zum Beispiel Walnüsse, Haselnüsse, aber auch Erdnuss-Schalen) verrotten zu langsam. Deswegen nur in kleinen Mengen dazu geben • Schwer verrottbares Laub ist zu vermeiden. Das kann beispielsweise Laub von Kastanien oder Walnussbäumen sein und auch von Eichen oder Platanen. Die Blätter vom Kirschlorbeer eignen sich ebenfalls nicht • Auf den Kompost gehört auch kein farbiges oder dickes Papier- und Papp-Abfälle
Die Vorteile des Kompostierens
Es ergeben sich einige Vorteile durch das eigene Verrotten bzw. Kompostieren von Küchen- und Gartenabfällen. Reste aus Küche und Garten werden einer sinnvollen Weiterverwendung unterzogen, wodurch wertvoller und nährstoffreicher Humus entsteht. Das bedeutet, dass man sich das Geld für extra Düngemittel sparen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Herstellung des eigenen Düngers kein Geld kostet. Auch benötigt man keine teuren Gartengeräte oder andere kostspieligen Baustoffe und der eigene Rasenschnitt, das Laub oder sonstige Pflanzenreste müssen nicht anderweitig und aufwendig entsorgt werden. Man kann sich also die Fahrten mit dem Auto zum nächsten Bauhof sparen.
Weitere Kompostarten
Wer sich eingehender mit dem Thema Kompostieren beschäftigen möchte, sollten sich einmal über Wurmkisten, und weitere Spezial Komposter informieren.
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Die Bezeichnung „Regenwurm“ gehört sicherlich zu den eher niedlichen Namen des Tierreichs.
Doch woher hat der Regenwurm eigentlich seinen Namen? Pünktlich zum Tag des Regenwurms, am 15.02.19, ist es an der Zeit, dieser Frage ein wenig auf den Grund zu gehen.
Zwei mögliche Ansätze zur Wortherkunft des Regenwurmes
Grundlegend kann der Name „Regenwurm“ sowohl auf naturwissenschaftlicher als auch auf sprachwissenschaftlicher Basis begründet werden.
Denn: wer sich mit der Wortherkunft der Bezeichnung befasst, erkennt schnell, dass sich hierin das Wort „rege“ verbirgt. Dieses wird im heutigen, modernen Sprachgebrauch zwar weniger verwendet, ist jedoch mit einer aktiven Bewegung bzw. einer Art der Rastlosigkeit verbunden. Genau dieses Verhalten trifft natürlich auch auf den Regenwurm zu, der sich in der Tat rege durch das Erdreich bewegt und somit den Boden in vielerlei Hinsicht aufwertet. Boden Auflockern mit Regenwürmern oder Kompostieren, ist ihr Spezialgebiet.
Eine zweite Theorie: der Regenwurm heißt Regenwurm, weil er vor allem bei Regen gesehen wird. Immerhin suchen sich die Tiere oft während bzw. nach einem Schauer den Weg an die Oberfläche. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie Angst haben zu ersticken (nicht zu ertrinken). Mehr dazu hier…
Was stimmt?
Zweifelsohne erscheinen beide Ansätze logisch. Laut aktuellem Stand der Wissenschaft ist jedoch der zuerst erklärte Ansatz auf Basis der Sprachwissenschaft als der wahrscheinlichere anzusehen.
Doch seien wir ehrlich: egal, ob die Bezeichnung von „rege“ oder „Regen“ herrührt – dieses besondere Tier hat (so oder so) seinen eigenen Ehrentag verdient!
Immer wieder werden wir gefragt, ob es denn möglich sei, Zitronen, Mandarinen und Orangen, bzw. deren Schalen auf dem Komposthaufen oder in der Wurmfarm zu kompostieren.
Dementsprechend ist es an der Zeit, dieser Thematik ein wenig genauer auf den Grund zu gehen. Die grundsätzlichen Bedenken, die viele Gärtner beim Kompostieren von Zitronen, Mandarinen und Orangen haben, sind berechtigt. Tatsächlich wirken die Terpene (das sind die Stoffe, welche den Zitrusfrüchten Ihren Geruch geben) antimikrobiell und erschweren so die Arbeit der Komposthelfer sehr.
Zitronenschalen in die Wurmkiste
Zudem wirkt der niedrige pH-Wert der Zitrusfrüchte auch dem Verrotten entgegen. Manche Komposthelfer, wie zum Beispiel der fleissige Kompostwurm (Eisenia), stören sich auch sehr an besagtem, niedrigen pH-Wert, da die enthaltene Säure Ihre Haut angreift. Da Kompostwürmer über die Haut atmen, ist dies äusserst problematisch.
Eine Wurmkiste bietet einfach zu wenig Platz, um Bereiche einzurichten, in denen die Kompostwürmer nicht arbeiten können.
Zitrone auf den Komposthaufen
Bevor Zitrusfrüchte verotten, fangen Sie an zu schimmeln. Dieser Prozess dauert recht lange (auch hier wieder weil die Mikroben nur langsam vorankommen) und entsprechend lange sind die Schalen im Komposthaufen oder der Wurmkiste zu finden. Ausschlaggebend dafür, ob hier jedoch Kompromisse möglich sind (oder nicht) ist unter anderem auch die Größe des Komposthaufens.
Sollten Sie beispielsweise einen vergleichsweise großen Komposthaufen (größer als 1m³, z.B. der Drahtgitter Komposter von Brista ) oder ein 3 Kammer System in Ihrem Garten beherbergen, ist es in der Regel kein Problem, ein paar Schalen in der Mitte des besagten Haufens zu vergraben. Sollten es ein paar Schalen mehr sein, zerkleinern Sie diese am besten mit einem Messer in fingerbreite Streifen. Das beschleunigt den Kompostprozess sehr.
Diese Verteilung an Orangenschalen ist meistens in Ordnung
Zitrusfrüchte in den Bokashi Komposter
Eine gute Kombination hingegen, ist die Verbindung aus Milchsäure Bakterien (effektive Mikroorganismen) und Schalen von Zitrusfrüchten, da hier der pH Wert ähnlich ist.
Beim japanischen Bokashi kompostieren wird zuerst unter mithilfe der Bokashi Bakterien das Kompostgut fermentiert, um es dann im Boden oder dem Komposthaufen zu vererden.
Auch hier müssen die Schalen der Zitrone o.ä. in kleine Streifen geschnitten werden und mit ordentlich Bokashi Flocken gemischt werden, aber dann ergibt sich eine wunderbare, leicht sauere, Bokashi Erde.
Pestizide auf Zitrusfrüchten?
Leider werden gerade auf Zitrusfrüchten immer wieder Rückstände von Pestiziden gefunden. Das gilt leider auch für Früchte aus dem Bio Anbau. Wer diese nicht im Komposthaufen haben möchte, verzichtet daher am Besten ganz auf Schalen von Zitrusfrüchten. Den anderen sei gesagt, dass eine gute Rotte in einem Komposthaufen auch viele Dinge neutraliseren kann und es zu einem Abbau der problematischen Stoffe kommt.
Zitronenschalen anders verwerten?
Wer keinen Komposthaufen in seinem Garten hat, muss die Schalen aber nicht zwangsläufig über den Hausmüll entsorgen. Stattdessen kann man Sie anders verwerten. Eine besonders originelle Idee: die Herstellung von Orangenreiniger!
Hierzu gehen Sie wir folgt vor:
Schneiden Sie die Schalen der entsprechenden Zitrusfrüchte klein. Je kleiner, desto intensiver das Konzentrat.
Legen Sie sie in ein Glas mit Deckel.
Schütten Sie so viel Essig in das besagte Glas bis alle Schalen ausreichend mit der Flüssigkeit bedeckt sind.
Nun ist es wichtig, die Mischung ausreichend lange ziehen zu lassen. Als Standardwert gilt hier eine Dauer von drei bis vier Wochen.
Danach gießen Sie den Essig einfach vorsichtig ab und vermischen Ihn mit ein wenig Spüli.
Das Ergebnis: ein natürlicher Reiniger, auf dessen Basis nicht nur effizient gearbeitet werden kann, sondern der zudem auch durch einen besonders ansprechenden Duft überzeugt.
Tipp: für ein besonders individuelles Ergebnis können natürlich auch Orangen- und Zitronenschalen gemischt werden.
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