Wurmkisten

Springschwänze in der Wurmkiste

springschwanz

Springschwänze, auch Collembolen genannt, sind winzige Insekten, die auf der ganzen Welt im Boden vorkommen. So werden Sie auch oft in der Wurmfarm gefunden.

Sie sind 1-3 mm groß und weiß, wobei Arten, die weiter oben leben, auch grau-weiß sein können.

Der Name kommt von ihrer Eigenschaft, sich mithilfe eine Sprunggabel in die Luft schnellen zu lassen. Springschwänze leben zwar im Boden und zerkauen Material zu Humus, richten aber keinen Schaden bei erwachsenen Pflanzen an (Keimlinge können unter starken Springschwanz-Befall etwas leiden).

Springschwänze sind ein normaler Teil des Kompostprozesses und gehören dazu. Manchmal treten sie allerdings in sehr großen Mengen auf und das kann einem Wurmkisten Besitzer helfen Probleme zu erkennen. Diese drei Ursachen sind die häufigsten:

  1. Die Wurmfarm ist ganz neu. Anfangs muss sich das Gleichgewicht zwischen allen Organismen erst finden. Größere Mengen an Springschwänzen oder Milben sind da ganz normal. Hier ist Geduld am besten.
  2. Es wird nur sehr einseitig gefüttert. Die Springschwänze lieben z.B. Obst und vermehren sich auf einmal rasant. Mit etwas Geduld, werden es von alleine weniger, oder man füttert ausgewogener.
  3. Es wurde schon länger kein Mineral Mix mehr gefüttert. Der Boden versauert langsam und das begünstigt die Vermehrung der Springschwänze. Wenn viel Obst gefüttert wird, gehen 1. und 2. oft Hand in Hand, da lohnt es sich, etwas feinen Gartenkalk zu kaufen und zusätzlich zum Mineral Mix 1 halbe Handvoll pro Monat über die Oberfläche der Substrates zu verteilen. Nach spätestens 3 Monaten sollte es reichen, nur den Mineral Mix zu geben.

Springschwänze entfernen

Springschwänze sind gut als Nahrung für junge Fische oder als Angelköder geeignet. Möchten Sie die Springschwänze entfernen, um sie Ihren Fischen zu füttern? Kein Problem:

Legen Sie eine Scheibe weißen Toast oder die Rinde einer Melone auf das Substrat. Am nächsten Tag können Sie beliebige Mengen an Springschwänzen abklopfen.

Gefiel Ihnen dieser Tipp? In unserem Newsletter geben wir Ihnen jahreszeitlich angepasste Kompost-Tipps rund um Wurmkisten, Bokashi-Eimer und andere Komposter. Tragen Sie sich jetzt ein, um das E-Book „BESSER KOMPOSTIEREN“ gratis zu erhalten.

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Kompost im Garten richtig verwenden

Kompostierung: In vier Schritten zum Gold des Gärtners

Kompost ist für die Gartenpflege und den Pflanzenschutz ein wesentlicher Faktor. Nicht umsonst wird Reifekompost auch als Gold des Gärtners umschrieben. So fördert guter Kompost ein stabiles Bodengefüge, verbessert die Fruchtbarkeit des Bodens, beugt Erosion vor und versorgt Pflanzen mit mehr Nährstoffen und Spurenelementen. Zudem macht er oftmals den Einsatz von Dünger überflüssig und stellt außerdem eine sinnvolle Verwertungsquelle für Garten- oder auch Küchenabfälle dar. Allerdings benötigt ein Komposthaufen auch eine ganze Menge Aufmerksamkeit, damit der Kompost letztendlich nicht zu einem ganz gewöhnlichen Abfallhaufen wird. Eine gezielte, schrittweise Vorgehensweise ist hier empfehlenswert.

Schritt 1 – So wird der Kompost richtig vorbereitet

Der optimale Standort für den Komposthaufen befindet sich im Halbschatten. Ein solches Umfeld beugt Austrocknung oder Fäulnis vor. Erfahrungsgemäß sind gerade Plätze im Schutz einer Hecke, hinter der Gartenlaube oder direkt unter einem belaubten Baum am besten für die Kompostierung geeignet. Da Kompost zur Zersetzung zudem Frischluft benötigt, muss der Platz auch immer von zumindest lauen Lüften erreicht werden können.

Kompost sollte grundsätzlich schichtweise angesetzt werden. Die erste Schicht besteht optimalerweise aus kleingeschnittenen Gartenabfällen wie gestückelte Zweige, Rasenschnitt oder ähnlichen Materialien und weist eine Höhe von rund 30 Zentimetern auf. Wer in einem Behälter kompostieren möchte, kann auf diese erste Lage einen so bezeichneten Kompoststarter streuen. Dies gilt aber nur für das Kompostieren in Behältern, deren Boden geschlossen ist.

Auf die erste Schicht bzw. auf den Kompoststarter kommt dann an eine etwa fünf bis zehn Zentimeter dicke Lage Gartenerde. Diese ist für die Impfung des Komposthaufens mit den benötigten Mikroorganismen verantwortlich und bildet quasi die Grundlage für einen funktionierenden Komposthaufen, auf der weitere Abfallschichten Platz finden.

Auf zwei Dinge sollten Hobby-Gärtner dabei ganz besonders achten. Ist es zu trocken, muss auch ein Komposthaufen regelmäßig gegossen werden. Außerdem ist es wichtig, dass gelegentlich kleingehäckseltes Astwerk in den Kompost kommt, da dieser die Kleinstlebewesen in einem Komposthaufen mit Sauerstoff versorgt.

Überblick: Was darf alles auf den Komposthaufen?

– Rasen-, Strauch- und Baumschnitt,
– Laub,
– Verwelkte Blumen,
– Rinde,
– Stroh und Streu,
– Sägemehl,
– Kaffeefiltertüten,
– Teebeutel,
– Abfälle von Gemüse und Obst,
– Eierschalen,
– Schalen ungespritzter Zitrusfrüchte.

Schritt 2 – Schließen des Komposthaufens bei rund 1,20 Metern

Im Grunde genommen lassen sich so viele Abfallschichten auf der Gartenerde auftürmen wie Platz vorhanden ist. Allerdings ist es ratsam, den Kompost bei einer Höhe von rund 1,20 Metern zu schließen. Wird ein geschlossener Behälter genutzt, richtet sich die Größe natürlich nach seinem Volumen. Ein geschlossener Komposthaufen sollte dabei immer mit Rasenschnitt oder ähnlichen Resten abgedeckt werden. Das verhindert die Übertragung von Pilzen und Fäulnisbakterien durch vom Kompostierungsprozess angezogenen Insekten auf Nutzpflanzen.

Einige setzen auch Gurken oder Kürbis im Verbund mit ein wenig Gartenerde auf die oberste Schicht des Komposthaufens. Der Grund dahinter: Kürbis und Gurken haben große Blätter, die den Kompost auf ganz natürliche Art und Weise abdecken. Der Komposthaufen bietet diesbezüglich den optimalen Platz, da die Blätter stetig mit vielen Nährstoffen versorgt werden.

Schritt 3 – Jetzt wird der Komposthaufen umgesetzt

In der Regel schrumpft der Komposthaufen binnen weniger Wochen auf ungefähr ein Drittel seines ursprünglichen Volumens zusammen. Das stellt dann genau den richtigen Zeitpunkt dar, um den Kompost gezielt umzusetzen. Die Faustregel besagt hier, dass Kompost etwa alle drei Monate regelmäßig umgesetzt werden sollte. Wer das kompostierte Material nicht mühsam mit Spaten oder Schaufel umsetzen möchte, kann hier zusätzlich auf Transportwagen oder Schubkarren für den Garten zurückgreifen. Gerade KAISER+KRAFT bietet diesbezüglich optimale Lösungen an Schubkarren. Im Hinblick auf die Qualität und Funktionalität eines solchen Transportgerätes müssen dabei keinerlei Kompromisse eingegangen werden. Denn KAISER+KRAFT setzt hier ausschließlich auf Markenprodukte und auf funktionelle Vielfalt.

So können Gärtner und Gartenfreunde auf Schubkarren bzw. Transportwagen mit unterschiedlich großen Ladeflächen respektive Kippmulden, mit einer Drehschemel-Lenkung zum Ziehen oder mit entsprechenden Handgriffen zum Schieben, mit einem, zwei oder sogar vier Rädern sowie mit Seitenwänden in unterschiedlicher Ausführung zurückgreifen. Die Schubkarren und Transportwagen erleichtern aber nicht nur erheblich das Umsetzen von Kompost, sondern stellen zugleich auch eine wertvolle Hilfe beim späteren Ausbringen des Materials dar.

Durch das Umsetzen wird der Kompost richtig durchgemischt, wobei die äußeren zu inneren Schichten werden und umgekehrt. Die gesamte Funktionalität des Komposthaufens lässt sich dadurch verbessern. So wird sowohl die Durchmischung als auch die Durchlüftung verbessert, was im Endeffekt den gesamten Kompostierungsprozess beschleunigt und optimiert.

Wichtig ist dabei, dass Feuchtigkeitsgehalt und Mischungsverhältnis stimmen. Denn wenn der Kompost zum Beispiel zu feucht ist, bildet sich schnell Fäulnis. Ist der Feuchtigkeitsgehalt zu hoch, sollte grobes, trockenes Material in den Komposthaufen eingearbeitet werden. Bei einem zu trockenen Kompost kommt demgegenüber eben die Gießkanne zum Einsatz.

Schritt 4 – Die Verwendung des reifen Komposts

Nach etwa einem Dreivierteljahr ist die Kompostierung in der Regel abgeschlossen. Dies lässt sich leicht an der Konsistenz feststellen. Fertiger Kompost verfügt grundsätzlich über eine krümelige Struktur und verbreitet den Geruch von Walderde. Empfehlenswert ist es dabei immer, die gesamte Kompostmasse mit Hilfe eines Wurfgitters noch einmal zu sieben. Siebe dieser Art können direkt über eine Schubkarre oder eine Kippkarre gestellt werden.

Als Spezialist für Transportgeräte- und wagen bietet KAISER+KRAFT eine reichhaltige Auswahl an Transportkarren, die ein Fassungsvermögen zwischen 55 Litern bis 300 Litern aufweisen. Je nach Tragkraft und Größe des Komposthaufens steht also grundsätzlich die passende Auffang- bzw. Transportlösung zur Verfügung. Mit der Schaufel wird dann der Kompost aufgenommen und durch das Wurfgitter mit seinem Drahtgeflecht geworfen.

Zu grobe Reste können dann direkt wieder für einen neuen Komposthaufen genutzt werden. Den feinen und krümeligen Kompost können Gärtner und Gartenliebhaber dann zeitnah im Garten einsetzen oder zum Beispiel auch noch eine Zeit lang lagern. Aber aufgepasst: Wird der Kompost zu lange gelagert, verliert er deutlich an Substanz und kann eigentlich nur noch zum Mulchen verwendet werden.

Genauso wie Dünger kommt Kompost stets bedarfsgerecht zum Einsatz. Daher wird Kompost immer im Spätwinter und Frühjahr ausgebracht und nicht etwa im Herbst. Der Kompost kann dabei bequem eben mittels einer Schubkarre, einer Kippkarre oder etwa auch eines Muldenwagens zum jeweiligen Einsatzort befördert werden.

Den Reifekompost einsetzten

Reifekompost hat viele Einsatzmöglichkeiten, vor allem in diesen Bereichen:

– Rasendüngung.
– Verbesserung des Bodens und Düngung im Gemüsegarten.
– Verbesserung von Pflanzflächen.
– Pflanzlochbehandlung.
– Düngung von Obstgehölzen und Gehölzpflanzungen.
– Düngung von Staudenbeeten.
– Erdmischungen für Balkonkästen und Pflanzgefäße (Kompostanteil etwa 30 Prozent).

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Wurmkiste
Wurmkisten

Wurmkisten-Zubehör, das die meisten Wurmfarmer nicht kennen

Wurmkiste „Wurm Cafe“ mit Starter-Set

Für eine erfolgreiche Wurmkompostierung gibt es ein paar nützliche Tools, die Sie immer anwenden können – egal wie Ihre Wurmkiste aufgebaut ist. Einige davon werden mit der Wurmkiste mitgeliefert, sofern Sie mit Starter-Set gekauft wird. Jegliches Wurmkisten-Zubehör gibt es jedoch auch einzeln zu kaufen und es kann sehr hilfreich sein, um potenzielle Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen fünf Zubehörartikel vor und erläutern, warum wir sie für sinnvoll halten.

Die Hanfmatte – mehr Komfort für die Kompostwürmer

Hanfmatte
Hanfmatte

Streng genommen ist die Hanfmatte, die über die Nahrungsschicht gelegt wird, nicht zwingend nötig. Sie tun Ihren Kompostwürmern damit jedoch etwas sehr Gutes, denn darunter ist es dunkel und feucht, aber trotzdem ausreichend luftig.

Wurmkiste mit Kompostwuermern

Außerdem wird die Temperatur stabil gehalten. Die Hanfmatte sorgt für perfekte Bedingungen, damit die Würmer ordentlich fressen und sich fortpflanzen. Bei Letzterem nutzen diese gerne die Hanffasern, um ihre neu gebildeten Wurmkokons abzustreifen. All das funktioniert auch ohne die Matte, aber Sie werden schnell merken, dass es sich auf den Kompostierprozess positiv auswirkt.

Gut zu wissen: Zeitungspapier oder eine Kokosmatte eignen sich nicht so gut wie eine unbehandelte Matte aus natürlichen Hanffasern. Zeitungspapier ist luftundurchlässig, sobald es feucht wird. Infolgedessen kann das Milieu im Substrat kippen, was Sie an einer unangenehmen Geruchsentwicklung unter der Zeitung bemerken. Kokosmatten sind oft mit Herbiziden behandelt, um eine lange Lagerfähigkeit zu garantieren. Diese Herbizide schaden auch den Kompostwürmern.

Mineral-Futter – Nahrungsergänzungsmittel für Kompostwürmer

Mineral Futter für Kompostwürmer
Mineral-Futter für Kompostwürmer

Die Zugabe von Mineral-Futter ist für den langfristig erfolgreichen Betrieb einer Wurmkiste immer notwendig. Die gezielt für den Bedarf der Kompostwürmer zusammengestellte Mischung hilft, Probleme zu vermeiden. Einige der von den Kompostwürmern dringend benötigten Nährstoffe sind in unseren organischen Küchenabfällen nicht in ausreichender Menge enthalten. Sie sind jedoch entscheidend für die Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit der Tiere. In der freien Natur können sich Kompostwürmer im Boden frei bewegen und dorthin wandern, wo sie das Benötigte finden. In einer Wurmkiste, in der eine hohe Populationsdichte auf begrenztem Raum herrscht, müssen essenzielle Nährstoffe zugesetzt werden, sonst stockt die Fortpflanzung. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogartikel, in dem es darum geht, warum die Wurmkiste streiken kann.

Gut zu wissen: Eine Handvoll Mineral-Futter pro Woche reicht aus, um die Kompostwürmer optimal zu versorgen. Das sind überschaubare jährliche Kosten, die dazu beitragen, anderweitige Folgekosten zu vermeiden. Die Mischung wirkt sich im Übrigen auch positiv auf den pH-Wert und die Qualität des Wurmhumus aus. Das hat den Effekt, dass die Nährstoffe besser von den Pflanzen aufgenommen werden können.

Diabas Urgesteinsmehl – aber bitte mit Bedacht einsetzen

Urgesteinsmehl
Urgesteinsmehl Diabas

Bei Urgesteinsmehl handelt es sich um fein vermahlenen Diabas, einem basaltischen Urgestein, das reich an Mineralien und Spurenelementen ist. In der Regel wird es als Dünger im Garten und auf dem Komposthaufen verwendet. Die Meinungen darüber, ob Urgesteinsmehl in eine Wurmkiste gehört, gehen ein wenig auseinander. Fakt ist, dass es wertvolle Mineralstoffe – vor allem Calcium und Magnesium – liefert (die allerdings auch im Mineral-Futter enthalten sind) und zudem den entstehenden Wurmhumus aufwertet. Wer also gerade kein Mineral-Futter zur Hand hat, kann Diabas verwenden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Urgesteinsmehl Gerüche bindet, die entstehen können, wenn das Milieu im Wurmkistensubstrat aus dem Gleichgewicht geraten ist. In diesem Fall kann Diabas auf faulende Stellen gegeben werden.

Wichtig! Niemals die Würmer selbst mit Urgesteinsmehl einstäuben. Sie haben eine sehr empfindliche Haut, die von einer Schleimschicht überzogen und dadurch gut geschützt ist. Urgesteinsmehl in trockenem Zustand kann diese Schicht zerstören und deren Funktion (z. B. Sauerstoffaufnahme) beeinträchtigen, indem es Feuchtigkeit entzieht.

pH-Teststreifen – klein, aber wichtig

Teststreifen mit Farbskala zur pH-Wert-Bestimmung

Der ideale pH-Wert in der Wurmkiste liegt zwischen 6,5 und 7,0 (neutral). Weicht er stark und langfristig von diesem Optimum ab, kann es für die Kompostwürmer ungemütlich werden, was sie zur Flucht aus dem Nahrungsbereich antreibt. Wenn es Abweichungen gibt, handelt es sich in der Regel um eine Übersäuerung. Der pH-Wert hängt meist mit dem gegebenen Futter zusammen und gibt Aufschluss über die chemischen Zustände in der Wurmkiste. Wird z. B. eine Zeit lang mehr Obst als Gemüse gefüttert, verschiebt sich der pH-Wert Richtung sauer, wird also niedriger. Zeigen sich bei der Wurmkompostierung Probleme, ist die Messung des pH-Wertes mit Teststreifen die erste Maßnahme, die vorgenommen werden sollte, um die Ursache zu finden.

Gemessen wird der Wurmtee (das Sickerwasser der Wurmfarm) und/oder der fertige Wurmhumus. Für die Messung mit einem Teststreifen können Sie unsere Anleitung verwenden. Bevor Sie konkrete Maßnahmen ergreifen, um den pH-Wert zu beeinflussen, sollten Sie eine Verlaufsmessung durchführen und beobachten, ob der Wert schwankt oder konstant in einem ungünstigen Bereich liegt. Es ist prinzipiell hilfreich, Parameter wie pH-Wert, Feuchte oder Temperatur (siehe unten) regelmäßig zu erfassen und eine Art Wurmkisten-Protokoll zu führen. Auf diese Weise erkennen Sie schneller, wenn etwas nicht stimmt.

Gut zu wissen: Aussagekräftiger wird es, wenn Sie verschiedene Stellen in der Wurmkiste beproben und messen. So bekommen Sie ein gutes Gefühl dafür, welche Bereiche Problemzonen sein könnten. Eine Maßnahme zur Beeinflussung eines zu niedrigen pH-Wertes ist zunächst die Nahrungsumstellung: weniger Obst, mehr Gemüse und regelmäßige Gaben von Mineral-Futter. Hilft das noch nicht, kann vorsichtig etwas Algenkalk oder Urgesteinsmehl zugegeben werden.

Thermometer – für Wurmkiste und Kompost

Thermometer für den Kompost

Wie beim pH-Wert gibt es auch in Bezug auf die Temperatur des Lebensraums von Kompostwürmern ein Optimum. Es liegt zwischen 15 und 25 °C. Wenn Ihre Wurmkiste nicht in gleichmäßig temperierten Räumen steht, kann die regelmäßige Kontrolle der Temperatur mithilfe des humorvoll gestalteten Thermometers von VermiTek sehr hilfreich sein, um Probleme zu vermeiden. Es hat sowohl eine Celsius- als auch eine Fahrenheit-Skala. Ähnlich wie bei einem Fleischthermometer besitzt das Thermometer aus Edelstahl eine 20 cm lange Sonde. Beim Messen sollten Sie es also vorsichtig ins Substrat einführen, um keine Würmer zu verletzen.

Gut zu wissen: Um den optimalen Temperaturbereich zu halten, gibt es sommers wie winters viele Möglichkeiten.

Mit unserem Zubehör, vielen nützlichen Tipps und weiteren Anleitungen, die auf unserer Website wurmwelten.de zu finden sind, macht die Wurmkompostierung gleich noch viel mehr Spaß. Wenn Sie noch mehr über uns und die Welt des Kompostierens erfahren möchten, können Sie sich über Facebook, YouTube oder Twitter mit uns verbinden oder sich für unseren Newsletter anmelden.

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Gartenkalender
Produkte

Gartenkalender Wurmwelten

Dürfen wir Vorstellen: Der Gartenkalender von Wurmwelten.de! Wir sind überzeugt, dass Ihnen unser Gartenkalender dabei helfen wird, mehr Freude und Ernte aus Ihrem Garten zu holen, ohne dass es sich wie mehr Arbeit anfühlt.

Wurmwelten GartenkalenderUnser Gartenkalender ist ein tolles Tool für alle Gärtner und Gartenbegeisterten, welche zusätzlich auf Ihren Komposthaufen oder Wurmkiste achten möchten.

Der Gartenkalender steckt voller saisonbezogener Tipps rund um das nachhaltige Gärtnern, gesprenkelt mit speziellen Terminen und Tipps für Nützlinge, Kräuter, Bäume, uvm.

So wissen Sie, ab wann man nicht mehr Düngen sollte, oder wann der beste Zeitpunkt ist, verschiedene Obst und Gemüse Sorten zu Ernten.

Gartenkalender voller Tipps

Die Tipps unterteilen sich in die Kategorien Gemüse/Kräuter, Obst, Blumen, Rasen/Bäume, Nützlinge, Geräte und sind der Übersicht halber farbig markiert. Zusätzliche Tipps rund um das Kompostieren und Erinnerungen für ihre Wurmkiste, machen den Kalender zu etwas besonderem. Dazwischen ist Platz für eingehändigte Notizen.

Da wir die Wochentage weggelassen haben, ist der Gartenkalender jahrelang tauglich. Je nach Jahreszeit, bieten sich andere Arbeiten an. So wird z.B. im Winter daran erinnert die Werkzeuge zu reinigen, im Hochsommer sollte die Wurmkiste reingestellt werden.

Wurmkiste Wurm Cafe
Wurmkiste „Wurm Cafe“

Gartenkalender Download oder Druck:

Immer Umweltfreundlich

Wir senden Ihnen auch gerne eine Druckversion. Unsere Druckversion ist auf hochwertigem, recyceltem Papier gedruckt, welches mit dem Blauen Engel ausgezeichnet wurde. Die verwendete Druckfarbe ist aus Soja. Und schön ist er ja auch.

Gegen eine Schutzgebühr von 1,45€ bzw. 4,99€ sind die Din A4 und Din A3 Gartenkalender im Shop erhältlich. Im Bestreben CO² Neutral zu sein, ist es unser Gartenkalender natürlich auch!

Gartenkalender Laub

Lieber als Download zum selber ausdrucken oder auf Facebook teilen? Hier geht es zum Download der Kalender Datei als JPG und PDF.

Gartenkalender Wurmwelten „Sommer“ JPG (3.4 MB) (Druckversion)
Gartenkalender Wurmwelten „Winter“ JPG (3.5 MB) (Druckversion)

Gartenkalender Wurmwelten „Sommer“ PDF (20.8 MB) (Druckversion)
Gartenkalender Wurmwelten „Winter“ PDF (21.2 MB) (Druckversion)

und vergesst nicht, euch für den Newsletter einzutragen, um über weitere Garten Goodies auf dem laufenden gehalten zu werden…

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Euer Wurmwelten.de Team / Euer Jasper Rimpau

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Spanische Nacktschnecke
Naturgarten

Schneckenbekämpfung im Garten

Natürliche Schneckenbekämpfung In feuchten Sommern können Nacktschnecken jeden Gartenbesitzer schier zur Verzweiflung bringen. Es gibt etliche Wege und Möglichkeiten, gegen die „Störenfriede“ vorzugehen, doch der Erfolg ist nicht garantiert. Am besten kombiniert man mehrere Methoden miteinander, um sich nachhaltig der Nacktschnecken in seinem Garten entledigen zu können, oder sie zumindest so zu reduzieren, dass ein miteinander möglich ist.

Nacktschnecken im Überfluss zeigen, dass das natürliche Gleichgewicht im Ökosystem Garten gestört ist. Um langfristig eine Lösung zu finden, empfiehlt es sich, die Gegebenheiten des eigenen Gartens zu verstehen und auf diese positiv einzuwirken, anstatt kurzlebige Mittel einzusetzten.  Lustige Fachliteratur (Schneckenalarm vom Sofie Meyers) hilft sehr, langfristig die richtigen Weichen zu stellen.

Schnecken absammeln

Bierfalle für Schnecken
Bierfalle für Schnecken

Möchte man der Plage Herr werden, gibt es hier ein paar erprobte Tipps. Allen Vorraus und am schnellsten gilt das Absammeln der Schnecken. Nach Einbruch der Dämmerung und wenn der Tau gefallen ist, bewehrt Man / Frau / Divers sich am besten mit einer Taschenlampe, Eimer und Grillzange um der immensen Heerscharen mächtig zu werden. Sammelpunkte, an denen Leckerbissen wie frischer Salat oder mit Bier gefüllte Sammelfallen stehen, machen es noch leichter, eine große Menge an Schnecken zu finden.

Die gesammelten Schnecken werden sehr gern von Enten, Igeln, oder anderen natürlichen Feinden (siehe unten) gefressen.

Schneckenbekämpfung mit Barrieren

Schneckenzaun doppelfalz
Schneckenzaun doppelfalz

Schnecken lieben und brauchen Feuchtigkeit, daher sollte man von Nacktschnecken befallene Pflanzen nur wenig mulchen und den Boden offen halten, damit die oberste Erdschicht abtrocknen kann. Man kann zusätzlich um die Pflanze herum einen Ring aus Sägemehl, Urgesteinsmehl oder Kalk streuen. Kalk verätzt die Sohle der Nacktschnecken, raue Oberflächen werden ohnehin gemieden. Ein Nachteil: bei Regen ist diese Methode nur bedingt wirksam.

Ein weiterer Schritt sind die sogenannten Schneckenzäune. Diese können in der Regel von den Tieren nicht überklettert werden. Die entsprechenden Modelle werden im Fachhandel angeboten. Doch Vorsicht! Schneckenzaun ist nicht gleich Schneckenzaun!

So werden die verschiedenen Modelle auf der Basis unterschiedlicher Materialien, nämlich…:

• Metall
• Kunststoff
• Holz

oder sogar als Elektrozaun angeboten. Die Zäune sind in der Regel circa zehn Zentimeter hoch und stellen für die Schnecken ein nicht zu unterschätzendes Hindernis dar. Wichtig ist, trotz des geringen Eigengewichts der Schnecken, dass der Zaun stabil steht und am besten circa 10 bis 15cm im Boden eingegraben wird. Hierbei handelt es sich um eine vergleichsweise tierfreundliche Variante, da die Schnecken durch die Barriere nicht verletzt werden. Dies gilt übrigens auch für den erwähnten Elektrozaun, der auf der Basis von Niedrigstrom arbeitet und die Tiere lediglich erschreckt. Eine doppelte Falz im Rahmen verhindert zuverlässig, dass die Tiere an die jungen Pflanzen kommen, hat aber seinen Preis.

Schnecken mit Schneckenkupferband in Zaum halten

Schneckenband im EinsatzWer keine Lust auf den etwas aufwendigen Bau eines Zaunes hat, kann alternativ auch auf das selbstklebende Schneckenkupferband setzen. Auch hierbei werden die Schnecken nicht getötet, sondern (im Idealfall) lediglich davon abgehalten, ihre „Schneise der Fress-Zerstörung“ fortzusetzen.

Hobby- und Profigärtner, die dieses Verfahren anwenden, setzen auf die chemische Reaktion des Kupfers auf die Schleimhaut der Störenfried. Diese Reaktion löst keine nachhaltigen Schäden aus, ist aber unangenehm für die Schnecke und hält sie davon ab, die Absperrung zu überwinden.

Diese Methode erweist sich jedoch nur als effektiv, wenn das Band die zu schützende Fläche vollständig umringt. Der sitzt des Kupferbands muss während der „Schneckenzeit“ immer mal wieder kontrolliert werden. Aufgrund der Selbstklebefunktion ist das Kupferband vor allem zur Anwendung an Blumentöpfen o. ä. geeignet.

Schneckenbekämpfung mit Gift

Ein beliebtes Schnecken-Abwehrmittel ist Schneckenkorn. Ihnen bleibt die größte Plage erspart, wenn Sie schon im März oder April die ersten Generationen dezimieren. Da es zu dieser Zeit auch noch nicht viel frisches Grün gibt, wird das Korn auch bereitwilliger gefressen. Am häufigsten wird in diesem Zusammenhang der Wirkstoff Eisen-III-Phosphat (enthalten in Ferramol Schneckenkorn von Neudorff und Natria Schneckenkorn Biomol von Bayer Garten) zur Schneckenbekämpfung eingesetzt.

Eisen-III-Phosphat ist für die Umwelt unschädlich, wenn richtig angewandt, weil es in geringeren Konzentrationen auch natürlicherweise im Boden vorkommt. Es besitzt sogar die Zulassung für den ökologischen Landbau. Das Präparat führt zu Zellveränderungen im Darm der Schnecken und ist sehr regenfest. Die Tiere hören daraufhin auf zu fressen und sterben.

Wichtig ist dabei, ausreichend und frühzeitig nachzustreuen, denn Eisen-III-Phosphat wirkt erst in relativ hohen Dosen. Eine ausgewachsene Schnecke muss mindestens 20 Körner fressen damit eine Wirkung eintritt.
Regelmäßiges Einsammeln der Tiere ist -gerade bei starkem Befall- sinnvoll, aber mühsam. Um sich hierbei das Procedere zu vereinfachen, kann man Rhabarber-Blätter auslegen und regelmäßig deren Unterseite kontrollieren. Dasselbe funktioniert ebenfalls mit Brettern oder flachen Steinen. Bei all dem Ärger über die Tiere sollte man jedoch nicht vergessen, dass Schnecken der „Gesundheitsdient“ im Garten sind. Sie fressen auch verwesende Pflanzenteile und tote Tiere. Dadurch unterstützen sie auch die Humusbildung.

Schneckenbekämpfung mit Artgenossen

TigerschnegelEine weitere, natürliche Alternative: Tigerschnegel. Die Tigerschnegel fressen die Gelege anderer Nacktschnecken und sorgen somit dafür, dass diese sich nicht vermehren können. Weiterhin fressen Tigerschnegel auch andere Nacktschnecken auf. Die Tigerschnegel sind zudem naturgemäß nachtaktiv und sorgen nach und nach für einen nacktschneckenfreien Garten.

Besonders beeindruckend ist die Größe der Tigerschnegel, die leicht eine Länge zwischen 15 und 20cm erreichen können. Auch die Farbgebung kommt bei den „kleinen großen Schnecken“ durchaus harmonisch daher. Die Flecken bzw. Streifen erinnern hier wirklich an einen Tiger. Wer diese Helfer zur Schneckenbekämpfung im Garten einsetzen möchte, sollte in jedem Fall dafür sorgen, dass sie sich wohl fühlen. Hierbei hilft nicht nur die passende Umgebung, sondern auch ein entsprechendes Nahrungsangebot. Tigerschnegel lieben beispielsweise einen Mix aus Pilzen und abgestorbenen Pflanzenteilen. die natürlichen Feinde der Schnecken wie zum Beispiel Tigerschnegel im Garten zu unterstützen bzw. einzusetzen. Diese fühlen sich in einer naturnahen Umgebung wohl, vertreiben andere Nacktschnecken und fressen deren Gelege. Ein weiterer Vorteil: die hauptsächlich nachtaktiven Tigerschnegel knabbern im Gegensatz zu ihren gefräßigen Artgenossen kaum Pflanzen an.

Doch nochmal: auch wenn sich sicherlich kein Gärtner über allzu viele Schnecken in seinem Garten freut, bleibt festzuhalten, dass zumindest die meisten GEHÄUSEschnecken unschädlich sind und sich ohnehin fast nur von totem Pflanzenmaterial ernähren.

Schneckenbekämpfung mit natürlichen Feinden

Spanische Nacktschnecke
Spanische Nacktschnecke – Bild: Rüdiger-Knappe/pixelio.de

Macht man es dem Igel mit einem dauerhaften Reissighaufen im Garten gemütlich, wird dieser viele Schnecken fressen. Ein Naturgarten ist immer auf der Such nach dem passenden Gleichgewicht und jeder Frassfeind der Schnecke sollte willkommen sein. Aber Achtung: gegen die orangen-braune spanische Nacktschnecke – eine eingeschleppte Art – helfen nur sehr wenige heimische Tiere, wie der Tigerschnegel.

Natürliche Feinde der Schnecken

AmphibienFrösche, Kröten, Blindschleichen, Eidechsen, Lurche, Salamander, Ringelnattern
SäugetiereIgel, Maulwürfe, Spitzmäuse
VögelAmseln, Drosseln, Elstern, Fischreiher, Möwen, Saatkrähen, Spechtmeisen, Stare, Würger
InsektenGlühwürmchen, Laufkäfer, Leuchtkäfer, Marschfliegen sowie deren Larven, Aaskäfer, Goldlaufkäfer, Halbflügler, Hundertfüßer, Kurzflügelkäfer, Weberknechte, Weichkäfer

Eine sehr ausführliche Liste der Feinde ist hier zu finden.

Schneckenbekämpfung im Herbst: Gelege absammeln

schneckengelege
ID 107070063 © Saengdao Srisupha | Dreamstime.com

Im Herbst können sich Gartenbesitzer schon auf das nächste Jahr vorbereiten. Schnecken sorgen im Spätsommer und Herbst für ihren Nachwuchs und jede Schnecke legt bis zu 400 Eier. Die Gelege zu finden und zu entfernen ist daher eine effektives Mittel den kommende Frühling leichter zu gestakten.

Für die Eiablage bevorzugen Schnecken immer die gleichen, dunklen und feuchten Orte: Im Komposthaufen, unter Blumentöpfen, unter der Regentonne, in Ritzen und Spalten im Gartenboden, in Erdlöchern oder unter unter lockeren Steinen. Die milchig-weißen Eier sind leicht zu identifizieren und ein Leckerbissen für Fische und Vögel. Kontrollieren Sie die gleiche Stelle ein paar Tage später wieder: Schnecken kehren gern an ihre Lieblingsstelle zurück um mehrmals Eier abzulegen.

Wir hoffen dass eine Kombination dieser Schneckenmittel genügend Ihrer Blumen und Nutzpflanzen übrig lässt, so dass Sie weiterhin Freude am Garten haben. Unser Newsletter informatiert Sie über neue Erkenntnisse auf dem Gebiet.

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Whatsapp Support
Über uns, Produkte

WhatsApp Support & Fragestunde

Support per WhatsApp! Kompostfragen gratis.

whatsappbusinesslogo

Wir bieten den Kundensupport via WhatsApp an. Dabei benutzen wir das kostenlos von WhatsApp zur Verfügung gestellte Tool „WhatsApp“, eine für Kleinunternehmen optimierte Version des bekannten WhatsApp Messengers. Bisher ist dieses Tool kostenlos und blendet keine Werbung ein, aber das kann sich jederzeit ändern. Dann überlegen wir das nochmal.

Ganz wichtig: Bei WhatsApp Business werden nicht automatisch alle unsere Kunden „eingelesen“! Die Teilnahme ist freiwillig, und muss von Ihnen gestartet werden.

Ein (Wurmkisten) Bild sagt tausend Worte…

Der Vorteil von WhatsApp liegt auf der Hand: Einfach Bilder und Links zum Beantworten von Fragen, Sprach Nachrichten und Internetlinks hin und her senden, ist sehr leicht. Wir können viel mit Textblöcken und automatischen Antworten erledigen und auf individuelle Fragen in einer ruhigen Minute antworten. Das sollte unseren Service an Euch noch verbessern.

Wie funktioniert das? Schickt Eure Anfrage per WhatsApp an: +49 1786944457

Gebt uns etwas Zeit zu antworten. Am wahrscheinlichsten wird es zwischen 13-17 Uhr sein.

Datenschutz Bedenken?

Wurmkiste befüllen
Die Wurmkiste wird befüllt

Wichtig: Die Kommunikation geschieht wie von WhatsApp gewohnt; Wir können Eure Nummer sehen und Ihr unsere. Zwischen Euch und uns wird alles ausgetauscht, was auch zwischen „privaten“ Kontakten ausgetauscht wird.

Natürlich können wir Eurer Adressbuch nicht sehen oder irgendwie auf Eurer Handy zugreifen. Das sollte klar sein, aber wir wollen das nochmal betonen! Die Datenschutz Einstellungen von Whatsapp findet ihr hier. Unsere Datenschutzhinweise hier.

Wir sind gespannt, ob es uns noch erreichbarer macht!

Euer Wurmwelten.de Team

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Rasen auflockern
Kompostwürmer

Tag des Regenwurms: Der Held des Bodens

Kleiner Wurm mit großer Kraft: der Regenwurm

Am 15. Februar feiern wir den Tag des Regenwurms. Er wurde 2005 von Naturschützern zu Ehren dieses kleinen Tieres, das doch eine große Aufgabe für unsere Böden hat, eingeführt. Aber warum brauchen wir überhaupt einen Tag, an dem wir an Regenwürmer denken? Was machen die kleinen Tiere überhaupt? Werden sie vielleicht, gerade von Nicht-Gärtnern, vollkommen zu Unrecht als Störenfriede angesehen? Schauen wir uns die Würmer doch einmal genauer an…

Fakten über Regenwürmer

Sie sehen klein und unscheinbar aus, sind taub, stumm und haben keinen geformten Körper – trotzdem gehören Regenwürmer zu den stärksten Tieren der Welt. Jedenfalls wenn man ihre Größe mit ihrer Kraft in den direkten Vergleich setzt.

Grundlegend kann der Name „Regenwurm“ sowohl auf naturwissenschaftlicher als auch auf sprachwissenschaftlicher Basis begründet werden.

Denn: wer sich mit der Wortherkunft der Bezeichnung befasst, erkennt schnell, dass sich hierin das Wort „rege“ verbirgt. Dieses wird im heutigen, modernen Sprachgebrauch zwar weniger verwendet, ist jedoch mit einer aktiven Bewegung bzw. einer Art der Rastlosigkeit verbunden. Genau dieses Verhalten trifft natürlich auch auf den Regenwurm zu, der sich in der Tat rege durch das Erdreich bewegt und somit den Boden in vielerlei Hinsicht aufwertet. Boden Auflockern oder Kompostieren ist ihr Spezialgebiet.

Eine zweite Theorie: der Regenwurm heißt Regenwurm, weil er vor allem bei Regen gesehen wird. Immerhin suchen sich die Tiere oft während bzw. nach einem Schauer den Weg an die Oberfläche. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie Angst haben zu ersticken (nicht zu ertrinken).

Ein Fakt am Rande: Regenschauer enden für die Würmer oft tödlich. Trotz des bedeckten Himmels, erliegen die Würmer einem Sonnenbrand, wenn Sie länger an der Oberfläche sind. Da hilft es auch nicht in einer Pfütze Zuflucht zu suchen. Solche Würmer legt man am besten auf den Erdboden und beschützt Sie von oben mit einem Blatt.

Was stimmt?

Zweifelsohne erscheinen beide Ansätze logisch. Laut aktuellem Stand der Wissenschaft ist jedoch der zuerst erklärte Ansatz auf Basis der Sprachwissenschaft als der wahrscheinlichere anzusehen.

Doch seien wir ehrlich: egal, ob die Bezeichnung von „rege“ oder „Regen“ herrührt – dieses besondere Tier hat (so oder so) seinen eigenen Ehrentag verdient!

Es gibt einiges zu wissen über den Regenwurm: Regenwurm ist nicht gleich Regenwurm! Immerhin existieren weltweit circa 3.700 Regenwurmarten. 47 davon laut des letzten Senckenberg Berichtes in Deutschland. (2 Arten sind leider bereits auf der Roten Liste).

Vor allem für Gartenbesitzer sind diese wahren Erdmeister von großer Bedeutung. Immerhin sehen sie – vor allem in den Augen von Kindern – nicht nur interessant aus, sondern sorgen auch für die Entstehung von Krümeln und Humus (die sogenannten Ton-Humus-Komplexe). So wird der Boden lockerer und nährreicher.

Im Komposthaufen sorgt der Kompostwurm (meist die Unterart Eisenia) für das schnelle Zer- und Umsetzen des Kompostmaterials in gute Komposterde. Das Umsetzten des Komposthaufens wird dem Besitzer dabei manchmal sogar komplett abgenommen.

Jeder Gärtner weiss, in einem Garten, der viele Regenwürmer beheimatet, blüht es im Allgemeinen immer ein wenig mehr. Die unglaublich nützliche Arbeit, die der kleine Regenwurm in unseren Gärten leistet, wird oft unterschätzt. Hier lohnt sich ein Blick aufs Detail: der Wurm gräbt um, kompostiert Laub und düngt die Erde.

Dendros
Dendros

In seiner wichtigen Grabearbeit schichtet er die Erde um und bringt Nährstoffe, die wichtig für Pflanzen sind, an die Oberfläche. In einem Quadratmeter gesundem Boden leben ungefähr 100 Würmer und dies ist auch wichtig, da die Tiere die Erde durch ihr ständiges Umgraben auflockern. Eine aufgelockerte Erde kann Wasser bei Regenfall besser absorbieren und den Pflanzen die Nährstoffe zur Verfügung stellen. Auch die Wurzeln von Pflanzen können in einem lockeren Boden besser wachsen und gedeihen. Kurz: Würmer machen unsere Gartenarbeit um einiges leichter.

Der “rege” Wurm hört niemals auf zu fressen. Täglich können die kleinen Tiere die Hälfte ihres Gewichtes zu sich nehmen. Das ist aber nicht so einfach, da der Regenwurm ein zahnloses Tier ist. Er zieht dafür, vor allem nachts, Blätter in seinen Untergrundgang und klebt sie an seinem Hautschleim fest. Pilze und Bakterien zerkleinern sie dann für den Wurm, bis er den Rest fressen kann. In seinem Darm tun ganz besondere Bakterien dann das Ihrige, um die Mineralien und Nährstoffe zusammen mit Ton, zu sogenannten Ton-Humus-Komplexen zu verbinden. Diese Ton-Humus-Komplexe speichern Nährstoffe auf eine pflanzenverfügbare Art, welche ein Auswaschen durch Wasser verhindert. Gleichzeitig sorgt die krümelige Struktur dieser Komplexe dafür, dass Regen besonders gut gespeichert werden kann. ( Mehr zu Ton-Humus-Komplexen)

Regenwürmer in der Landwirtschaft

Auch in der Landwirtschaft erlebt der Regenwurm (in diesem Fall der „Tauwurm“ Lumbricus terrestris) eine Renaissance. Um den organischen Anteil im Ackerboden zu erhöhen, ist die Arbeit der Erdwürmer unerlässlich. Diese werden vor allem durch die zunehmende Verdichtung der Scholle vertrieben. Daher erfährt die pfluglose Bodenbearbeitung, das Pflanzen einer Zwischenfrucht und die Verwendung von breiteren Reifen wieder zunehmende Beliebtheit.

Lustige Fakten zum Regenwurm
Wurm InfoDer Regenwurm ist alles andere als langweilig! Wussten Sie, dass…:
• trotz aller Forschungsarbeit immer noch nicht geklärt ist, weswegen Regenwürmer ihre Röhren überhaupt verlassen?
• Sogar Charles Darwin von den Regenwürmern begeistert war?
• Ein Regenwurm fünf Herzen und 7 Gehirne hat?
• Im alten Ägypten auf die Ausfuhr von Regenwürmern die Todesstrafe stand?
• Wurmkisten bereits im alten Rom benutzt wurden?
• Regenwürmer Zwitter sind? Es braucht aber fast immer 2 von ihnen zur Fortpflanzung.
• Regenwürmer sogar bis zu 15 Jahre alt werden können?

Das Regenwurm Schularchiv

In Zusammenarbeit mit der Interessensgemeinschaft Pro-Wurm.org haben wir ein Schularchiv für Regenwurm- und Bodenexperimente eingerichtet. Sie finden dort Arbeitsblätter und eindrucksvolle Versuche. Das Schularchiv finden Sie hier.

Würmer als nützliches „Haustier“?!

Natürlich ist jeder schon einmal Regenwürmern begegnet. Draußen, vor allem in Gärten, auf der Straße oder eben im Komposthaufen. Doch es mag schon ein wenig ungewöhnlich erscheinen, dass sich Städter neuerdings Würmer als „Haustiere“ halten. Wer die Vorteile von Kompost nutzen möchte, braucht keinen eigenen Garten mehr. Wie bereits erwähnt, sind vor allem Kompostwürmer wichtig für unser Ökosystem, da sie unsere biologischen Abfälle für uns abbauen können.

Wurmkiste "Wurm Truhe"
Wurmkiste „Wurm Truhe„

Sogenannte „Wurmkisten“ nutzen die effektive Umsetzung der Würmer von Abfall zu Dünger und werden mittlerweile in vielen verschiedenen Versionen und Größen angeboten. Mit der Hilfe der kleinen Würmer lässt sich nicht nur Abfall organisch abbauen, sondern auch wertvoller Dünger herstellen, der für die eigenen Pflanzen in der Wohnung verwendet werden kann. Gärtner sind sich einig: Der entstehende Wurmhumus ist der beste Dünger, den die Natur kennt.

Zudem handelt es sich bei den Würmern um pflegeleichte Haustiere. Man kann sie bis zu vier Wochen ohne Nahrung „fasten“ lassen, ihre Komposterde muss nur ab und zu neu angefeuchtet werden und der Kompostprozess funktioniert ganz ohne schlechten Geruch. Denn es gilt die Regel: sondert die Wurmkiste unangenehme Gerüche ab, hat der Mensch einen Fehler gemacht.

Wichtig ist, dass alle Abfälle locker liegen, sodass Sauerstoff an die Mischung kommen kann. Ansonsten kann es zu Fäulnis und damit zu schlechtem Geruch kommen. Allgemein ist es empfehlenswert, sich vor der Anschaffung genau über die Wurmkiste zu informieren. Hierbei handelt es sich um eine tolle Alternative zur klassischen Kompostierung.

Wie viele Organismen auf unserer Erde sind Regenwürmer also ein wichtiger Teil unseres Ökosystems und als solcher unentbehrlich. Obwohl sie eher unscheinbar wirken, haben sie große Aufgaben zu erfüllen und helfen unseren Gärten allein durch ihre Anwesenheit.

Ein Tag des Regenwurms ist also deshalb wichtig, um uns vor Augen zu führen, wie unersetzlich der Wurm im gesunden Garten ist. Er ist kein Störenfried in unseren Komposthaufen oder Obstplantagen. Im Gegenteil! Denken wir also am 15. Februar an unseren kleinen, starken Helfer, die uns die Garten – und Kompostarbeit um einiges erleichtern.

Pro-WurmDieser Artikel entstand mit Unterstützung von Pro-Wurm.org, einer Interessensvereinigung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Informationen über Regenwürmer zu verbreiten.

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Benjeshecke
Naturgarten

Die Benjeshecke: Lebensraum für alle

In den 1980er Jahren, beschrieb Hermann Benjes diese von Menschenhand erschaffene Hecke, die bis heute viele Landschaften mit ihrem auffälligen Dasein prägt. Die Hecke aus Abfallhölzern und Gestrüpp, wurde schließlich nach Hermann Benjes benannt, obwohl er sie nicht erfunden, sondern nur beschrieben hat.Den Ursprung der Benjeshecke findet man nämlich in der langen Geschichte der Landwirtschaft. Alles was als Schnittgut anfiel, wurde von den Bauern als Grenzmarkierung verwendet, Indem die Abfälle zwischen Acker-und Weideland gelagert wurden. Nach einiger Zeit sackte das Schnittgut in sich zusammen und wurde langsam zu einer Hecke, der Benjeshecke.Viele Gartenbesitzer wissen, dass auf einem Grundstück viel Holz anfallen kann. Dieses muss nicht zwangsläufig entsorgt werden. Denn: Totholz kann sehr nützlich sein. Es kann zu einem Unterschlupf für viele verschiedene Tierarten werden und ihnen dabei helfen, beispielsweise den Winter und die niedrigen Temperaturen besser zu überstehen.
In einer Benjeshecke fühlen sich unter anderem (übrigens auch im Sommer) Igel, Mäuse, Spinnen und Insekten besonders wohl. In diesem Zusammenhang lohnt es sich besonders, auf dickes Holz zu setzen. Dickes Totholz bedeutet mehr Nahrung für die unterschlupfsuchenden Lebewesen – vor allem dann, wenn die Hecke einen Großteil des Tages von der Sonne beschienen wird.
Fest steht: Wer eine zusätzliche „Tierunterkunft“ in seinem Garten platzieren möchte, sollte nicht nur auf den Faktor „Ordnung“ achten, sondern sich fragen: Was gefällt meinen tierischen Gästen besonders gut?
Ein Totholzhaufen bietet in diesem Zusammenhang viele Vorteile. Er dient als Unterschlupf und als Futterquelle und liefert unter anderem auch Material zum Nisten. Und wer möchte, kann ihn in seinem Garten natürlich auch dekorativ in Szene setzen.

Totholz als Lebensraum

Lebensraum Totholz
Das ideale Buch zum Thema: „Lebensraum Totholz“ von Werner David
Was eigentlich nur Totholz ist, wurde nach einer gewissen Zeit zu einer wahren Lebensoase. Zum Beispiel hatten dadurch Igel und Frösche einen hervorragenden Unterschlupf für sich entdeckt. Vögel begannen darin ihre Nester zu bauen. Vor allem das Rotkehlchen und der Zaunkönig finden dort ihren Platz zum Nisten. Viele weitere Tiere fanden in der Hecke einen wahren Lebensraum. Darunter auch etliche Nutztiere, die gut für den Garten sind, wurden auf ihrer Suche nach einem Winterquartier fündig.Durch Wind und Wetter und natürlich der starken Betriebsamkeit, lagern sich aus dem Umland immer weitere Samen an. Die Hecke beginnt dadurch eine Art Blanko-Lebensraum zu werden, der nach und nach von Pflanzen und Tieren besiedelt wird. Woran man bereits nach wenigen Jahren erkennen kann, wie gründlich die Hecke schützt. Die Artenvielfalt wird sich merklich erhöhen.Sie schützt außerdem das Land, dass an solchen Hecken anliegt. Das Land wird einerseits von fliegendem Saatgut geschützt, das in der Hecke abgefangen wird und nicht als Unkraut auf dem Acker seinen Platz findet und andererseits schützt es so vor dem starken Wind, der ebenfalls Saatgut mit sich trägt. Auch im kleinen Format kann eine Benjeshecke einen positiven Eindruck  als  aktiver Beitrag zum Tier-und Umweltschutz vermitteln. Die Hecke bietet wertvollen Rückzugsraum und stärkt so die Artenvielfalt. Jede dieser Hecken ist auf ihre ganz eigene Art und Weise attraktiv. Mit sogenanntem Totholz lässt sich in Gärten, wo kein Platz für Hecken ist, ein ähnlicher Effekt erzeugen, indem man Totholz am Grundstücksrand aufhäuft.

Aufschichten eines Walls

Benjeshecke
Benjeshecke ©M. Radke
Eine Benjeshecke kann in jedem Garten oder Stück Land angehäuft werden. Im Prinzip würde es schon reichen, wenn Sie jegliches Schnittgut immer weiter aufhäufen, um einen Totholzhaufen oder eine Benjeshecke anzulegen. Schnittholz von Nadelbäumen sollte man eher sparsam einsetzen, um zu verhindern, dass der Gartenboden zu sauer wird.Tipp: Wenn man einen solchen Wall aufhäufen möchte, kann man zu Beginn Pfähle in zwei Reihen einschlagen, die als Begrenzung und als Stützung sowie für eine bessere Form sorgen. Der Abstand zwischen jeden Pfahl sollte etwa 2 Meter betragen. Der Abstand in der Breite ist abhängig von ihrer gewünschten Breite, sollte aber in etwa 1 Meter betragen, die zweite Reihe kann ruhig etwas breiter sein. Nun haben Sie einen Platz wo Sie alle Schnittreste entsorgen und aufhäufen können. Abgesehen von Schnittgut lässt sich auch Erde und Laub dort wunderbar entsorgen. Die nächste Schicht kann folgen, sobald die Hecke schon etwas eingesackt ist.Selbstverständlich müssen Sie Ihren Totholzhaufen bzw. Ihre Benjeshecke im Garten nicht „einfach nur so“ platzieren. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Konstruktionen auf harmonische Weise einzubauen. Totholzhaufen können unter anderem als: • Abgrenzung unterschiedlicher Gartenbereiche oder an der Grundstücksgrenze • Dekoelement • Highlight einer Themenecke auf dem eigenen Grundstück genutzt werden. Der gestalterischen Fantasie sind hier so gut wie keine Grenzen gesetzt. Je größer und abwechslungsreicher die Gestaltung der Hecke ist, desto mehr „Gäste“ wird sie vermutlich anlocken. Besonders vorteilhaft ist, dass das Anlegen eines Totholzhaufens so gut wie kein Geld kostet.

Wildgehölze als Starthilfe

Wenn sich von Ihnen erwünschte heimische Pflanzen nicht von alleine ansiedeln können, weil evtl. die Samen in ihrer Umgebung nicht vorhanden und deshalb nicht von Vögeln oder Wind herangetragen werden können, sollte nachgeholfen werden.Pflanzen Sie in unregelmäßigen Abständen ein heimisches Gehölz in den Wall ein, dann dauert es auch nicht mehr lange bis die Hecke von sich aus beginnt zu blühen und zu wachsen.Durch eingepflanzte Hölzer gewinnt die Hecke zusätzlich an Stabilität und Festigkeit. Man kann förmlich und in aller Ruhe beobachten, wie die Hecke aus Holzabfällen wieder Eins mit der Natur und der Landschaft wird. Mehr zu dem spannenden Thema „Lebensraum Totholz“ finden Sie im gleichnamigen Buch von Werner David.

Kann man eine Benjeshecke auch im Schatten aufstellen?

Wie bereits erwähnt, zeigt ein Totholzhaufen seine Vorzüge vor allem dann, wenn er in der Sonne steht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es nicht grundsätzlich möglich wäre, ihn auch im Schatten aufzubauen. Hierbei erweist es sich als besonders praktisch, dass eine Benjeshecke mit den unterschiedlichsten Pflanzen bestückt werden kann. Wer sich für einen eher schattigen Platz entschieden hat, sollte beispielsweise auf Buschwindröschen, Vergissmeinnicht, Waldfrauen Farn und/ oder den Roten Fingerhut setzen.Fanden Sie diesen Artikel interessant? In unserem Natur-Garten-Newsletter senden wir Ihnen solche Gartenartikel regelmäßig zu.
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Tomatenernte
Produkte

Tomaten anbauen, düngen, pflegen und ernten

Keine Frage: Tomaten aus dem heimischen Garten schmecken doch immer noch am besten, oder? Ein Vorteil für Gartenneulinge: das Anbauen der Paradeiser bringt in der Regel keine großen Probleme mit sich. Zudem gedeihen die Tomaten sowohl auf dem Balkon als auch im Garten selbst.

Wer sich ein wenig mit diesem besonderen Gemüse befasst, erkennt auch schnell, dass es DIE Tomate überhaupt nicht gibt. Vielmehr existieren viele Tomatenarten, die sich unter anderem mit Hinblick auf die Größe und den Geschmack deutlich unterscheiden.

Einige Tomatensorten in der Übersicht

TomatenernteUnter anderem haben Sie die Wahl zwischen besonders resistent Arten, wie beispielsweise „Vitella“ oder „Celsior“ und charakteristischen Geschmacksrichtungen, die Ihnen unter anderem die „Orangino“ bietet. Für den schnellen Genuss zwischendurch hingegen, eignen sich kleinere Sorten, wie die „Sweet Million“. Arten wie die „Red Robin“ hingegen passen super zu begrenzten Platzverhältnissen, zum Beispiel auf dem Balkon.

Das Anpflanzen der Tomatenpflanze

Tomaten lieben die Sonne! Dennoch ist es auch wichtig, für einen Standort zu sorgen, der vor unbequemen Wetterverhältnissen geschützt ist. Gleichzeitig brauchen die verschiedenen Pflanzen zum Wachsen viele Nährstoffe, die sie naturgemäß über den Boden aufnehmen.

Wer seine Tomaten in den Garten setzen möchte, sollte dies nicht vor Ende Mai tun. Ansonsten laufen sie Gefahr, Frostschäden davonzutragen.
Weiterhin gilt…:

  • Bieten Sie Ihren Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen. Im Idealfall lassen Sie zwischen den verschiedenen Pflanzpunkten circa einen Meter Platz.
  • Gießen Sie Ihre Tomaten regelmäßig und nutzen Sie hierzu nach Möglichkeit besonders kalkarmes Wasser.
  • Untersuchen Sie die Blätter der Pflanzen immer auch auf Braunfäule. Diese entsteht, wenn nicht „von unten“, sondern direkt auf die Blätter gegossen wird. Unterschätzen Sie hierbei auch nicht die Auswirkungen eines Sommerregens.

Es empfiehlt sich zudem, gerade bei Tomaten und ihren vergleichsweise hohen Nährstoffansprüchen, mit Dünger zu arbeiten. Einschlägige Produkte finden Sie im Handel. Suchen Sie auch nach dem Wort „Paradeiser“.

Ab einer gewissen Höhe ranken sich die Pflanzen dann immer weniger stabil nach oben. Um hier einen optimalen Wuchs zu gewährleisten, greifen Sie zu einer Rankhilfe. Ansonsten knickt die Pflanze schnell zur Seite ab.

Weitere Tipps für den Tomatenanbau

1. Ernten Sie Ihre Tomatenpflanzen erst, wenn die Tomaten wirklich rot sind. Ansonsten müssen Sie sie nachreifen lassen.
2. Greifen Sie schon vergleichsweise früh zu Rankhilfen.
3. Nutzen Sie unter anderem auch Kompost, um einen nährstoffreichen Boden zu gewährleisten.

Und probieren Sie immer wieder alte Sorten aus! Sie werden überrascht sein, wie lecker diese sind.

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Wurmwanderkasten Bauen
Wurmkisten

Wurmwanderkasten bauen

Der Wurmwanderkastens – machen Sie sich die Arbeit der Regenwürmer zunutze!

Nicht nur Gartenprofis wissen: Regenwürmer sind unglaublich nützliche Tiere. Einer ihrer Vorteile ist es, dass sie nicht nur die Bodenstruktur merklich verbessern, sondern auch dabei helfen, den Boden im Allgemeinen fruchtbar zu halten. Dabei handelt es sich bei ihnen noch um vergleichsweise „genügsame Zeitgenossen“. Sie leben zusammen mit anderen Kleinstlebewesen und stellen -quasi ganz nebenbei- auch noch den nährstoffreichen Regenwurm-Humus her. Die passenden Würmer für Ihren Garten finden Sie hier.

Regenwürmer im Garten

Regenwürmer charakterisieren sich unter anderem durch die Tatsache, dass sie…:

  • den Boden belüften

    Dendros
    Kompostwürmer: Dendros, jung & adult
  • den Pflanzen die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen erleichtern
  • an der Bildung der Ton-Humus-Komplexe beteiligt sind.

Zudem wandeln sie die Abfälle aus dem Garten in wichtige Nährstoffe um. Kurz: eine gesunde Anzahl an Regenwürmern in Ihrem Garten hilft Ihnen dabei, Ihre Pflanzen gesünder wachsen zu lassen. Ganz besonders geübt im Verarbeiten von Kompostmaterial sind die „Kompostwürmer„, eine Gruppe Regenwürmer die sich vor Millionen von Jahren darauf spezialister haben organisches Material schnell umzusetzten. Um auf plötzlich anfallende Mengen, (z.b. Laub im Herbst) reagieren zu können, haben die Kompostwürmer Arten rund um den Wurm „Eisenia fetida“ die schnellesten Vermehrungsraten aller Regenwürmer.

Das Kompostieren im Wurmwanderkasten

Schon seit längerer Zeit ist der Wurmwanderkasten eine willkommene Alternative zum klassischen Kompostkasten geworden. Sein Vorteil liegt unter anderem in der Tatsache, dass er in der Regel vergleichsweise wenig Platz braucht und damit auch in einer kleineren Ecke des Grundstücks aufgestellt oder eingegraben werden kann. Zudem müssen Sie nicht fürchten, dass der Kasten einen starken Eigengeruch ausstrahlt. Im Gegenteil! Er bietet sogar Schutz vor ungebetenen Gästen wie Ratten und Co.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei eingegrabenen Wurmwanderkästen; sie werden durch das Erdreich isoliert, so dass die wichtigsten Komposthelfer im Sommer nicht austrocknen und im Winter länger aktive sind. Zudem können die Dimensionen des Wurmwanderkastens frei gewählt werden, so dass es möglich ist, beliebige Mengen an Gartenabfällen zu kompostieren.

Je nachdem, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben, empfiehlt sich entweder ein Wurmbaukasten mit drei oder zwei Kammern. Sorgen Sie jedoch immer für einen halbschattigen Standplatz!

Wurmwanderkasten bauen

Ihr eigener Wurmwanderkasten ist mit wenigen Schritten angelegt:Wurmwanderkasten Kompost

  1. Heben Sie ein Loch mit einer Tiefe von circa 60 bis 70cm aus.
  2. Begradigen Sie den Boden und legen Sie ihn mit Lochziegeln aus. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Löcher senkrecht stehen. damit Wasser und kleine Lebewesen in den Boden kommen.
  3. Legen Sie die äußeren Lochziegel genau in die Waage, so dass keine Zwischenräume entstehen können.
  4. Jetzt ist es an der Zeit, die Holzumrandung für den Wurmwanderkasten zu bauen und diese in Kastenform in die Erde einzulassen.
  5. Mauern Sie anschließen die Trennwände mit Lochziegeln. Am einfachsten gelingt das, wenn Sie hier mit einer Mischung aus drei Teilen Sand, einem Teil Zement und ein wenig Wasser arbeiten. Wichtig ist es in jedem Falle, dass die Löcher hier nun horizontal liegen. Immerhin sollen Ihre Würmer sich auch zwischen den Abtrennungen hin und her bewegen können.
  6. Decken Sie den Kasten von oben her ab. Dies schützt zusätzlich vor Fressfeinden und einer Austrocknung des Wurmwanderkastens.
  7. Nachdem Ihr Kasten nun steht, steht einem effektiven Kompostieren nichts mehr im Wege. Hierzu füllen Sie eine Schicht aus circa zehn Zentimetern organischer Abfälle in eine der Kammern und überstreuen alles mit ein wenig Gesteinsmehl.
  8. Jetzt lassen Sie die Kompostwürmer „einziehen“ und füttern sie weiter mit organischen Abfällen. (Tipp: vor allem Kaffeesatz und etwas Kartonage werden von den Tieren als besonders lecker empfunden!) Achten Sie jedoch immer darauf, dass krankes Laub o.ä. nicht in den Kompost bzw. in Ihren Wurmwanderkasten gehören!

Wenn eine Kammer nun komplett voll ist, können Sie mit dem Betrieb der zweiten starten. Das Faszinierende: hat sich der Inhalt einer Kammer in Humus verwandelt, ziehen die Würmer über die Löcher um und widmen sich der Umwandlung der anderen Kammer. Als Richtwert für die Dauer der Umwandlung einer Kammer gilt hier eine Zeitspanne von circa sechs bis zehn Monaten. Danach kann der nährstoffreiche Wurmkompost geerntet und im Garten an den betreffenden Stellen verteilt und eingearbeitet werden. (Wie ernte ich den Wurmhumus?)

Wurmwanderkasten – die Anordnung der Ziegel entscheiden

Der Bau eines Wurmbaukastens, wie er hier beschrieben wurde, garantiert Ihnen maximale Kontrolle über die Tätigkeit Ihrer Würmer. Sie füllen die verschiedenen Kammern, egal, für wie viele Sie sich entscheiden, nacheinander mit den organischen Abfällen, können quasi dabei zusehen, wie die Kompostwürmer das Material in den nährstoffreichen Humus verwandeln und füllen dann, wenn Sie den besagten Humus „geerntet“ haben, einfach eine neue Schicht an organischem Material in den nächsten Boxbereich ein. Die Würmer werden dann von der neuen Nahrung angezogen und suchen sich ihren Weg durch die Löcher in den Ziegeln, die wie kleine Törchen wirken.

Eine Alternative zu dieser Methode stellt eine andere Bauweise dar. In deren Zusammenhang arbeiten Sie die Ziegel ausschließlich quer auf dem Boden liegend ein. Diese Entscheidung bietet den Würmern nicht nur mehr Platz, sondern auch die Möglichkeit, dort zu „arbeiten“, wo sie es gerade möchten.

Nachteile des Wurmwanderkastens

Dank des einfachen Designs ist der Wurmwanderkasten, sehr stabil und kaum anfällig für Probleme. Dank der konstanten Temperatur läuft die Kompostierung der Gartenabfälle gleichmäßig. Spätetens beid er Ernte kommt dann leider ein Problem. Das Ernten des fertigen Wurmhumus ist augfrund seiner unterirdischen Lage, recht schwer. Um das zu erleichtern, empfehlen wir eine Gartenkelle, einen Eimer und Knieschützer.

Alternative zur Wurmkiste

Wurmkiste "Wurm Cafe"
Wurmkiste „Wurm Cafe“

Für welche Version des Wurmwanderkastens Sie sich schlussendlich entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Komplett auf die untenliegenden Ziegel sollten Sie dennoch nie verzichte. Die durch sie entstehenden Löcher bieten den Tieren unter anderem einen wichtigen Schutz vor Maulwürfen und Ratten, sowie die Möglichkeit vor Frost nach unten zu flüchten.

Suchen Sie eine kleinere Möglichkeit Ihre Abfälle zu kompostieren, empfehlen wir das Wurm Cafe, welches auch Kompostwürmer verwendet oder einen Bokashi Eimer, der sogar Fisch und Fleischreste geruchslos verarbeiten kann. Ihren individuell passenden Komposter finden Sie bei uns im Shop.

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