Wurmkisten Anleitung im TV
Wurmkisten

Wurmkisten Bauanleitung im TV

Wurmkiste Wurm Truhe

Letzte Woche waren wir zwei Tage beim mdr zu Besuch und haben dort zusammen mit der sympatischen Moderatorin Henriette Fee Grützner, eine Wurmkiste aus Holz gebaut. Dabei folgten wir Schritt für Schritt der Anleitung aus dem Buch „Kompost aus der Kiste„.

Jasper zeigt worauf es bei dem Bau einer Wurmkiste besonders ankommt. Welche Würmer die richtigen sind und welche Probleme es zu vermeiden gilt. Danach haben wir das ganze mit Erde, Kompostwürmern, Küchenabfällen, Mineral Mix und Hanfmatte eingerichtet und schon ging das kompostieren los. (Hier gehts zu den Wurmkisten Starter Sets). Wie leicht das ist, und wie sehr das Spaß gemacht hat, könnt ihr dann sehen:

Kompost aus der Kiste

Das Buch „Kompost aus der Kiste„, welches wir auch im mdr Beitrag zeigen, gibt es vom Autor Jasper Rimpau handsigniert im Online Shop..

Sendedaten „Einfach Genial“ Wurmkisten Ausgabe

Dienstag 30.4.
19.50 Uhr Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin

Dienstag
06.25 Uhr Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin

Donnerstag Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin
16.30 Uhr

Samstag,
13.05 Uhr Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin

Sonntag
07.35 Uhr Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin

Montag
05.25 Uhr Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin
11.35 Uhr Einfach genial Das MDR-Erfindermagazin

Mediathek Link

+MDR Mediathek: www.mdr.de/mediathek
www.youtube.com/einfachgenial

Wir wünschen Euch viel Spaß beim zuschauen! Schickt uns doch eine Nachricht auf Facebook !

Euer Jasper Rimpau & Wurmwelten.de Team

Pressemitteilung

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Wurmhumus Kompost aus Pferdemist
Naturgarten

Blumenerde selber machen – 3 einfache Rezepte

Wer die perfekte Basis für seine Pflanzen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Beet schaffen möchte, muss die entsprechende Blumenerde nicht immer kaufen, sondern kann diese ganz einfach selbst herstellen. Sie können aber auch die passende Blumenerde oder die einzelnen Bestandteile fertig bei uns im Shop bestellen.

Das „klassische“ Rezept gibt es jedoch nicht! Vielmehr bestehen mehrere Möglichkeiten, die „perfekte“ Blumenerde für die eigenen Ansprüche (bzw. die des Gartens und der Pflanzen) anzumischen.

Aussaaterde für Samen und Stecklinge

Junge Sämlinge und Stecklinge gedeihen am Besten in Aussaaterde. Neben der Konsistenz dieser Erdmischung ist es unerlässlich, dass diese über eine vergleichsweise feine Struktur verfügt und gleichzeitig nährstoffarm ist. So werden die jungen Wurzeln auf dem Weg nach mehr Nährstoffen sich stark ausbreiten. Starkes Wurzelwachstum hilft uns später, die Pflanzen besser mit Nährstoffen, Wasser und Co² zu versorgen.

Sterilisation der Erde

Viele Profigärtner raten in diesem Zusammenhang auch dazu, etwaige Krankheitserreger mit Hilfe einer Sterilisation abzutöten. Hierbei reicht es aus, die Erde über einen Zeitraum von 30 bis 45 Minuten im Backofen (ca. 150 °C) zu erhitzen. „Netter Nebeneffekt“: durch die hohen Temperaturen werden unter anderem auch Unkrautsamen abgetötet.

Beliebte Erdmischungen

Garten Quadratmeter

Wer seine eigene Blumenerde herstellen möchte, kann auf verschiedene Mischverhältnisse bzw. Zutaten zurückgreifen. Für Garten Anfänger lohnt es sich meistens, eine Grunderde, sowie eine nährstoffarme Erde für Sämlinge und Kräuter. Diese Kombinationen sind besonders beliebt…:

Die Allround Erde (Blumenerde)

2 Teile Kompost, 5 Teile Gartenerde und 2 Teile Sand gemischt

Der Allrounder ist gut geeignet um die meisten Mittel- bis Starkzehrern eine längere Zeit mit Nährstoffen zu versorgen (Kompost). Die Gartenerde leiht die Struktur, während der Sand für einen guten Wasserabfluss sorgt.

Die Leichte Erde (Kräutererde)

1 Teil Kokosfasern, 1 Teil Gartenerde und 1 Teil Sand gemischt

Diese Mischung ist sehr „Mager“, das heißt es sind kaum Nährstoffe enthalten. Diese Erde eignet sich besonders, beim Einpflanzen von Pflanzen, welche kaum Nährstoffe vertragen. Wird noch etwas Kalk in Form von 0,5 Teilen Kalkschotter hinzugefügt, wird diese Mischung perfekt für mediterrane Kräuter (siehe unten).

Die Saure Erde (Azaleenerde)

2 Teile Kompost, 1 Teil Sand und 1 Teil Lauberde gemischt

Manche Pflanzen, allem voran Heid- und Moorpflanzen, mögen saure Böden. Aber auch die beliebten Azaleen und Rhododendren und fast alle Nadelhölzer bevorzugen einen Boden mit einem pH-Wert um die 4-5. (Mehr zum pH-Wert, weiter unten).

Gartenerde / Walderde

Gartenerde und/oder Walderde sind gerne verwendete Begriffe in Gartenrezepten, sorgen aber Aufgrund ihrer unklaren Definition immer wieder für Verwirrung. Hier also eine Hilfestellung: Garten und Walderde entstehen langsam und ohne großartigen Einsatz von Düngern. Zudem bringt sie einen hohen Anteil an Lehm, Ton oder Schluff mit. Diese Eigenschaften suchen wir für die neue Erde, wenn nach „Gartenerde“ gefragt wird.

Wird eine neue Erdmischung hergestellt, bringt die „Erde“ vor allem Minerale, Kohlenstoff und Ton mit, welche dem neuen Substrat Struktur geben um Pflanzen zu halten und Nährstoffe zu speichern.

Die Konsistenz der Erde

Pflanzen gedeihen besonders gut, wenn sie in einer vergleichsweise lockeren Erdmischung platziert werden. Das Substrat muss aber auch genügend feste Bestandteile haben, um der Pflanze genügend Halt zu geben. Anfängern empfehlen wir im Rahmen des Herstellungsprozesses keine Handschuhe zu tragen. Die Beschaffenheit und Lockerheit der Erde können so am besten erkannt werden. Auch kleinere Veränderungen können ertastet werden und es ist leichter die Beschaffenheit neuer Erden zu erkennen.

Aber Vorsicht! Nach dem Gärtnern werden die Hände natürlich gewaschen. Frischer Kompost, Mist, aber auch „normale“ Gartenerde enthalten Bakterien und Gerbsäuren, welche selbst die gesunde Haut auf Dauer verfärben und angreifen. Wird viel mit Erde gearbeitet, sind Handschuhe Pflicht.

Übrigens: Ob ein Maulwurf diese Erde zuerst nach oben befördert hat (Maulwurfserde), macht höchsten einen Unterschied in der Konsistenz, nicht im Nährstoffgehalt der Erde.

Maulwurf

Die richtige Erde für die richtige Pflanze

Im Rahmen der Herstellung von Blumenerde und deren Nutzung ist es natürlich auch unerlässlich, auf die besonderen Bedürfnisse der verschiedenen Pflanzen einzugehen. So brauchen prächtige Blumen, die auf dem Balkon stehen erfahrungsgemäß eine besonders nährstoffreiche Erde, also etwas mehr Kompost oder organischen Volldünger. Heimische Blumen und Kräuter jedoch bevorzugen meist magere Böden.

Wer sich unsicher darüber ist, welche Variante am besten zu den eigenen Pflanzen passt, kann durch eine kurze Google Suche (Pflanzennamen + „Nahrungsbedarf“) herausfinden, ob es sich um Schwach-, Mittel- oder Starkzehrer handelt. Je nachdem, gestalten Sie dann den Anteil bio-organischem Düngers (Kompost oder Mist), im neuen Substrat.

Bestimmte Kräutersorten haben besondere Anforderungen

Gerade dann, wenn Sie sich dazu entschließen, mediterrane Kräuter wie Basilikum, Majoran, Estragon usw. anzubauen, ist es wichtig, die selbst hergestellte Erde entsprechend an deren Bedürfnisse anzupassen. Denn: diese brauchen bei Weitem nicht so viele Nährstoffe, wie es im Allgemeinen vermutet wird! So braucht es auch für ein optimales Ergebnis keinen Dünger. (Mehr zum Anbau von Kräutern auf kleinem Raum)

Blumenerde für Kübelpflanzen

Blumenkübel

Sollten Sie sich dazu entschließen, die Blumenerde für Ihre Kübelpflanzen selbst herzustellen, ist es wichtig, ausschließlich auf der Basis von reifem Kompost zu arbeiten. Unreifer Kompost setzt Abbaustoffe frei, während er jungen oder besonders dafür anfälligen Pflanzen schnell schadet.

Hilfsstoffe für Erdmischungen

Sollen die Pflanzen länger in der Erde bleiben? Dann lohnt es sich Hilfsstoffe einzusetzen, welche es der Erde ermöglichen Nährstoffe abzugeben und zu speichern.

Hornspäne

Hornspäne bzw. Hornmehl sind ein natürlicher Dünger, welcher fast ausschließlich Stickstoff freisetzt. Das geschieht langsam und je nach Korngröße (also ob Hornspäne oder Hornmehl) über Wochen und Monate hinweg. Da Stickstoff der Nährstoff ist, welcher am meisten im Substrat benötigt wird, ist es oft viel einfacher der neuen Erde etwas Hornspäne beizumengen, als später mehr düngen zu müssen.

Wurmhumus

Wurmhumus

Wurmhumus, auch Regenwurmkot genannt, sind die Hinterlassenschaften der Regenwürmer. Dieser hochaktive Humus (wenn frisch) ist voller Mikroorganismen und Pilzen (Mykorrhiza, etc.), welche nur darauf warten, hilfreiche Symbiosen mit Pflanzenwurzeln einzugehen.

Dank der sogenannten Ton-Humus-Komplexe, sind im Wurmhumus Nährstoffe gespeichert, welche die Pflanzen besonders lange versorgen. Etwa 10% aktiver Wurmhumus reichen um diese Eigenschaften auf die gesamte neue Erde zu übertragen. Das spart Dünger und Wasser.

Pflanzenkohle (Terra Preta)

Pflanzenkohle welche hergestellt wurde ohne Schwermetalle zu produzieren (Biochar) , ist ein wertvoller Hilfsstoff im Gartenbereich. Neuen Aufschwung hat diese Technik durch die Entdeckung von ähnlichen Methoden bei Urvölkern im Amazonas (Terra Preta) bekommen.

Dazu wird das neue Substrat mit 5-10% aufgeladener Pflanzenkohle vermengt. Aufgeladen bedeutet, dass ich die Pflanzenkohle bereit vorher mit Nährstoffen, vor allem Stickstoff, „laden“ konnte. Dazu wird die Kohle meist mit Kompost oder ähnlichem gestreckt. Wurde man dieses „Aufladen“ weglassen, würde die Pflanzenkohle der neuen Erde zuerst Nährstoffe entziehen, um diese zu speichern, bevor sie den Pflanzen wieder zur Verfügung stehen.

Tonmehl (Bentonit)

Sollten Sie sich für einen besonders lehmarmen Kompost entschieden haben, ist es hilfreich, zusätzlich Tonmehl in Form von Bentonit hinzufügen um die Wasserspeicherfähigkeit der Erde zu erhöhen. Zusätzlich zur Wasserpeicherfähigkeit, sollte (für die meisten Pflanzen) ein Minimum an Tonmineralien in der Erde zu finden sein. Das stabilisiert den Boden und hilft beim Speichern von Nährstoffen.

Kalk (Aufkalken)

Damit Pflanzen Nährstoffe überhaupt richtig aufnehmen können, muss der pH-Wert der Erde stimmen (Wie bestimme ich den pH-Wert?). Für die meisten Pflanzen liegt der ideale pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5.

Während des Kompostprozesses versauert die Erde auf natürliche Weise. Ein Aufkalken des Komposthaufens, bzw. der reifen Komposterde mit
120 g/m² Algenkalk ist empfohlen um den Ph-Wert anzuheben, bevor diese mit eingemischt wird.

Wie bereits oben erwähnt, mögen manche Pflanzen sehr kalkhaltige oder saure Böden, in solchen Fällen kann auf die Kalkung des Kompostes ganz verzichtet werden, oder zusätzliches kalkhaltiges Gestein hinzugemischt werden. Die meisten Pflanzen bevorzugen jedoch einen neutralen Boden mit einem ph-Wert um 7.

Torf? Warum?

Immer noch ist Torf ein sehr weit verbreiteter Hilfsstoff bei Erden. Da der Torfabbau kaum nachhaltig möglich ist, werden wir hier nur Torffreie Erden vorstellen. Als Torfersatz eignen sich Holzfasern und Kokosfasern². Leider sind vor allem Kokosfasern in Form von Blöcken erhältlich und nur wenige Holzersatzstoffe. Wer’s genau wissen will, kann sich hier weiter über Torfersatz informieren.

Half diese Anleitung? Fehlt Ihnen ein Zuschlagsstoff? Im Kompost Shop haben wir alle geläufigen Kompost und Erdhilfsstoffe auf Lager…

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Eisenia Würmer in Hand
Naturgarten

Wurmhäufchen bekämpfen

Wenn es zu einem Regenfall gekommen ist, so sieht man auf dem Boden oft mehrere Wurmhäufchen. Doch was versteckt sich dahinter? Wie kann man diese Häufchen auf dem Rasen verhindern? Wer im Herbst auf den Rasen geht, der sieht, dass die Regenwürmer sehr aktiv waren. Problematisch ist aber die Tatsache, dass die Schuhe daran leiden. Wurmhäufchen treten nämlich besonders häufig auf lehmigen Böden auf.

Warum die Regenwürmer hochwandern, das kann bis heute nicht eindeutig erklärt werden. Man liest oft nur, dass diese Tiere unten in der Erde nicht genügend Sauerstoff bekommen. Daher müssen sie in die luftigen Bodenschichten ausweichen. Allerdings haben mehrere Untersuchungen gezeigt, dass die Regenwürmer selbst in Böden, die überflutet sind, längere Zeit überleben können. Dieses Verhalten kann man auch beobachten, wenn man den Boden in leichte Schwingungen versetzt.

Man vermutet bis heute, dass die Würmer einem natürlichen Fluchtinstinkt erleiden. Dieses Verhalten wird durch leichte Erdvibrationen ausgelöst.

Viele Würmer und gesunder Boden

Die gute Nachricht ist, dass man sich glücklich schätzen kann, wenn es viele Wurmhäufchen gibt. Zwar kann der erste Eindruck täuschen. Man kann auch denken, dass diese vielen Häufchen zu viele Probleme bringen.

Allerdings zeigen die vielen Regenwürmer, dass der Boden gesund ist und hervorragende Lebensbedingungen bietet. Davon profitiert natürlich ganz besonders der Hobbygärtner. Würmer haben im Garten nämlich eine ganz wichtige Funktion. Sie haben die Fähigkeit mit ihren Tunneln den Boden aufzulockern. Dem Gärtner bleibt somit einiges an Arbeit erspart.
Weiterhin wird ein regenwurmreicher Boden jedes Jahr immer lockerer. Er liefert somit auch höhere Erträge.

Doch wie kann man die Wurmhäufchen reduzieren? Zu viele sollten es auch nicht sein

Wer sich an den vielen Häufchen stört, der sollte gegen das Wurmverhalten nicht angehen. Vielmehr sollte der Gärtner dafür sorgen, dass die Erde durchlässiger wird. Dies kann man beispielsweise durch das Aerifizieren erzielen. Dazu kann man eine breite Gabel verwenden. Allerdings ist dies sehr zeitaufwendig und vor allem anstrengend.

Besser ist es, wenn man den Rasen im Frühjahr vertikutiert. Danach kann man eine Schicht mit Bausand auftragen. Diese Schicht ist für den Rasen sehr gut. Wenn man dieses Vorgehen mithilfe einer Baumschule jedes Jahr wiederholt, so wird die obere Bodenschicht durchlässiger.

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Steinboden
Produkte

Der Natur zuliebe – schonende und professionelle Reinigungen von Steinböden und Co.

Kaum steht der Herbst vor der Türe, da fegen Laub, Schmutz und jede Menge Dreck und Unrat durch die Luft und vor allem über Böden und Dächer im Außenbereich. Hinzu kommen dann auch noch dauerhafte Feuchtigkeit und Nässe und schon bildet sich auf Terrassen, Wegen und Steinböden jeglicher Art Moose und Flechten, die sich mit einem gründen Film auf diese Böden breit machen.

Steinböden sind grundsätzlich wunderschöne anzusehende Böden, doch wehe, wenn sie sich dadurch und durch andere Umwelteinflüsse verfärben. Dann heißt es Ärmel hochkrempeln und loslegen, um die Flächen professionell zu reinigen. Aber Vorsicht! Wer hier mit starken und für Umwelt und Tierwelt schädlichen Chemikalien daran macht, muss sich nicht wundern, wenn ringsum die Natur die Flügel hängen lässt. Denn besonders für Tiere und Pflanzen sind diese Reinigungsmittel für Steinböden nicht selten hoch giftig und tödlich. Sanfte Reiniger sind hierbei immer die bessere und auch gesündere Alternative zum Reinigen der Steinböden – auch den Würmern zuliebe ist dies eine sinnvolle Maßnahme.

Regelmäßige Reinigung

Wichtig ist, dass man dem Grundsatz folgt, desto öfter und regelmäßiger man reinigt, umso einfacher und leichter wird es am Ende. So gelingt eine gute Terrassenreinigung beispielsweise sehr leicht und spielerisch, ohne mit starkem Geschütz aufzufahren. Denn dies muss nicht immer zwangsläufig angewendet werden, um zu reinigen. Leichte Reinigungsmittel, die leicht wasserlöslich und dementsprechend auch ohne Weiteres abbaubar sind, können gleiche Effekte erzielen. Auch Reinigungen mit Essigessenzen sind manchmal hilfreicher und effektiver als so manch andere Reiniger. Wichtig ist grundsätzlich, dass man regelmäßig reinigt und die Abstände der Reinigungen so gut es geht einhält. Vor dem Herbst sollte man auf jeden Fall loslegen und mindesten einmal eine Reinigung mit einem leichten Reinigungsmittel, welches umweltverträglich und auf natürlichem Weg abbaubar ist im Vorfeld erledigen. Dann sind weitere Säuberungsmaßnahmen nur noch halb so schlimm und intensiv.

Insekten und Kleintiere im Garten schützen

Besonders viele Insekten tummeln sich im Garten. Und zwar eine ziemlich große Anzahl an unterschiedlichen Tieren. Denn mittlerweile sind sich Experten und Naturschützer sicher, dass insbesondere Kleingärten und Vorgärten, die mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen und Blumen oder Sträuchern bestückt sind, die mit letzten Zufluchtsorte und wichtige und unverzichtbare Nahrungsquellen für Insekten und Kleintiere sind. Allein durch die enorme Vielfalt an verschiedenen Blütenstauden und Sträuchern, die in diesen Gärten gepflanzt werden, finden Insekten und Kleintiere wichtige Zufluchtsorte und Nahrungsquellen. Igel, Regenwürmer, Käfer, Falter, Asseln, Mücken, Bienen, Wespen, Hornissen, Hummeln und viele mehr tummeln sich in diesen kleinen, noch völlig intakten Oasen und Lebensräumen.

Starke Reinigungsmittel und Chemikalien sein hier immer fehl am Platz und würden wichtige und lebensrettende Lebensräume für viele Tiere für immer zerstören. Der Schutz dieser Tiere ist zudem wichtig, das viele von ihnen wiederum die Nahrung für weitere Tiere wie für viele Vogelarten, wie Meisen, Spatzen, Amseln, Drosseln, Finken, Stare, Elstern, Krähen und Raben, Spechte, Falken und sogar auch Bussarde und Eichelhäher und Habicht darstellen. Denn in der Kette dieser Kleintiere, wenn man diese bis zum Ende durchdenkt, kann man schnell feststellen, wie wichtig jeder einzelne Regenwurm und jede einzelne Mücke sein kann. Und Regenwürmer sind für den Garten generell unverzichtbar, um das Erdreich aufzulockern und die Luftdurchlässigkeit im Mutterboden zu zulassen. Nur so schließt sich ein ganz intakter Lebensraum und Kreis mit uns für viele Tierarten auf ganz natürliche Weise.

Regenwürmer benötigen gesundes Erdreich

Bei Reinigungen von Steinböden und Terrassen im Außenbereich kommt es immer wieder dazu, dass das Reinigungswasser nebst Chemikalien ungesichert ins Erdreich absickern kann. Die Folgen sind schwerwiegend für alle Lebewesen, die sich ihren Lebensraum im Erdreich suchen. Regenwürmer leben unterhalb der oberflächigen Erdschicht und graben sich kleine Röhren, die einige Zentimeter tief ins Erdreich reichen. Sie leben und schlafen oder überwintern sogar in diesen Röhren und suchen Schutz vor Frost und Kälte. Sickert das Reinigungswasser nach dem Reinigen mit Chemikalien der Steinböden ins Erdreich ab, kommen sie ungehindert in Kontakt mit diesen Mitteln und sterben in der Regel. Regenwürmer sind Grundnahrungsmittel für viele Vögel und schon wird diese Nahrungskette unterbrochen, nur weil unbedacht gehandelt wurde. Besser sind umweltfreundliche Reinigungsmittel, die absolut unbedenklich für Natur und Umwelt sind und dementsprechend auch für die gesamte Tierwelt drumherum.

Mit Hochdruck

Die einfachste und sicherste Methode Steinböden zu reinigen und dabei der Natur absolut keinen Schaden zuzufügen, ist mit einem Hochdruckreiniger und reinem Wasser zu arbeiten. Denn unter hohem Druck lassen sich Steinplatten generelle mit Wasser gut reinigen und vom Schutz beseitigen. Doch hier sollte man schon etwas vorsichtig arbeiten und vorgehen, da die Stärke und der Druck des Wassers dabei auf keinen Fall unterschätzt werden sollte. Schädigungen können schnell entstehen, wenn man die vorgeschriebenen und empfohlenen Abstände beim Reinigen nicht einhält.

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Maulwurf
Naturgarten

Maulwürfe und Wühlmäuse vertreiben

Haben Sie regelmäßig erhebliche Schäden an den Pflanzen im Garten, die eindeutig nicht von Schnecken kommen? Der Grund für diese Schäden können Wühlmäuse oder Maulwürfe sein. Sie zählen für viele Hobbygärtner zu den lästigsten Schädlingen überhaupt. Nicht nur, dass sie unschöne Erdhaufen auf dem Rasen hinterlassen und Stein- und Gehweg platten unterhöhlen, auch auf Beetpflanzen und junge Bäume haben es die Nager abgesehen. Durch Anfressen oder sogar Auffressen der Wurzeln und Knollen entziehen die Wühlmäuse den Pflanzen ihre Lebensgrundlage. Da überlget sich so mnach Gärtner, ob man da etwas tun kann.

Wühlmäuse

Wühlmaus erkennen und vertreiben
ID 110028180 © Claffra | Dreamstime.com

Wühlmäuse sind eine Unterart der Wühler. Unter anderem gehören zu den Wühlmausen die Bisamratte, die Feldmaus, die Rötelmaus, die Schermaus und Lemminge. Meistens wiegen Wühlmause zwischen 80-200g und sind ca. 7-23 cm lang. Ausgenommen ist die Bisamratte, diese kann bis zu 2600g schwer werden. Die Farbe der Wühlmaus reicht von braungrau bis rotbraun, in einigen Fällen allerdings auch bis hin zu schwarz. Die Ohren der Wühlmause sind so winzig klein, dass sie sich im Fell verstecken und kaum sichtbar sind. Zudem haben sie einen dünn behaarten Schwanz auf dem die Ringelung sichtbar ist.

Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf, wodurch sie das ganze Jahr lang ihr Unwesen in den Gärten treiben können. Gerade frische und feuchte Böden, Gräben, Wiesen, vergraste Jungkulturen, Laub- und Mischwälder sind bei den Wühlmäusen sehr beliebt.

Maulwurf oder Wühlmaus?

MaulwurfOft werden die Gänge der Maulwürfe mit denen der Wühlmaus verwechselt. Mit etwas Wissen und ein paar Tricks kann man den Unterschied aber schnell erkennen. Die Erdhaufen von Maulwurfshügeln sind viel höher als die der Wühlmäuse. Außerdem sind die Gänge der Wühlmaus meist mit Pflanzenresten vermischt. Bei einem anderen Test wird der Gang an mehreren Stellen auf gut 20 Zentimeter Länge geöffnet. Ein Markieren mit Hölzern ist zum Wiederauffinden der Stellen nützlich. Nach wenigen Stunden oder spätestens am nächsten Tag sind die Gänge – wenn eine Wühlmaus diese bewohnt – von innen her wieder unterwühlt und zugeschoben. Trifft dies nicht zu, dann lebt dort ein Maulwurf.

Wühlmäuse bekämpfen

Um die Wühlmäuse effektiv loszuwerden bzw. Schäden durch Wühlmäuse vorzubeugen, gibt es einige simple Tipps und Tricks.

LebendfalleSie können handelsübliche Fallen aufstellen. Diese sollten Sie aber stets durch umgestülpte Eimer mit einem darauf liegenden Stein verdecken. So wird vermieden, dass sich andere Tiere verletzen. Kontrollieren Sie diese Fallen regelmäßig, egal ob es sich um Lebendfallen oder die andere Variante handelt.

Die Natur kanns regeln

Unterstützen Sie natürliche Feinde der Wühlmaus und locken Sie diese an. Dazu gehören unter anderem Wiesel, Fuchs, Marder, Katzen, Eulen und viele Greifvögel-Arten. So können Sitzstangen für Greifvögel angelegt werden, Einfluglöcher in Feldscheunen für Eulen geöffnet werden oder Steinhaufen als Unterschlupf für Wiesel gebaut werden.

Des Weiteren gibt es im Fachhandel spezielle Gittertöpfe oder Körbe, in denen die Knollen, Zwiebeln oder Bäume eingepflanzt werden können. Dadurch werden die Wühlmäuse von den Pflanzen und Bäumen ferngehalten.

Maulwürfe und Buttersäure

Außerdem können stark riechende Substanzen wie zum Beispiel Buttersäure auf einen Lappen geträufelt werden, welcher dann in die Gänge gelegt wird. Nehmen Sie unbedingt einen alten Lappen und tragen Sie Handschuhe, denn Buttersäure riecht wirklich stark! Buttersäure ist übrigens ein Naturprodukt, eine Fettsäure, welche abgebaut wird.

Auch eigens angesetzte Holunderjauche (zehn Liter Wasser auf ein Kilogramm Holunderblätter; bei Anwendung die Jauche im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen) ist zur Vergrämung nützlich und stets umweltverträglich.

Als dritte Alternative bieten sich die biologisch abbaubaren Maulfwurf Frei Kugeln an, welche noch einfacher einzusetzten sind, als die Buttersäure oder die Jauche. Leider haben die Kugel weniger Effekt gegen die Wühlmäsue, als gegen Maulwürfe.

Kaiserkrone gegen Maulwurf und Wühlmaus

KaiserkroneWeit verbreitet als Wühlmaus-Schreck ist die Kaiserkrone. Sie ist nicht nur giftig, sondern besitzt eine ganz besondere Eigenschaft: Ihr Geruch erinnert an stinkende Zwiebeln. Ihr intensiver knoblauchartiger Geruch ist Maulwürfen und besonders Wühlmäusen ausgesprochen unangenehm.

Um Wühlmäuse effektiv von den betroffenen Pflanzen fern zu halten, empfiehlt es sich, sie in unmittelbarer Nähe zu pflanzen. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer Vertreibung, ist immer die Größe der vorhandenen Wühlmaus, bzw. Maulwurf Population. Sind sehr viele Tiere in der Gegend, wird es schwer auszuweichen. Auch nicht betroffene, aber gefährdete Pflanzen sollten geschützt werden bevor die Wühlmäuse sie erst entdecken.

Das beste Ergebnis wird erzielt, wenn verschiedene Methoden zur Vertreibung angewandt werden und diese so eingesetzt werden, dass den Haufenwerfern ein klarer „Ausgang“ zur Verfügung steht.

Wir wünschen viel Erfolg beim vergrämen, aber bitten folgendes zu Berücksichtigen: Besonders für den Maulwurf gilt, dass er ein Zeichen von guter Bodenquälität ist. Er fristt sehr gerne „Schädlinge“ wie Schnecken, Engerlinge und Schnakenlarven. Zudem besteht seine Nahrung zu 80% aus Regenwürmern, aber solange es eine gute Population Regenwürmer gibt, sollte dies kein Problem sein.

In jedem Fall steht er unter Naturschutz und darf weder gefangen noch verletzt werden.

Maulwurf Flyer des NABU (PDF 89 Kb)

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Schullabor
Lehrkraft Archiv

Schulgarten Aktion 2019

Schulgarten Paket
Schulgarten Paket (2015)

Die Schulgarten Aktion ist im fünften Jahr und wieder können wir viele Saatgut Pakete spenden. Mindestens 130 Saatgut Starter Pakete warten auf Ihren Einsatz.

In den letzten Jahren haben sich eine beachtliche Menge an Schulen bei uns für ein Schulgarten Paket beworben, aber – dank unserer Sponsoren – sind es auch noch viel mehr Pakete geworden. Daher suchen wir noch Schulen die einen Schulgarten haben oder starten möchten!

Dafür benötigen wir Eure Hilfe! Bitte teilt diese Webseite oder den dazugehörenden Facebook post.

Schulen können sich mit diesem Formular bewerben: Bewerbung für ein Schulgarten Paket (PDF). Bitte beachtet, dass die Anmeldung unbedingt schriftlich erfolgen muss.

Auch dieses Jahr werden wir den Inhalt der Pakete etwas anpassen. Der genaue Inhlat ist noch nicht ganz sicher.

Im Schulgarten Paket sind normaleiweise enthalten:

Saatgut für 2-3 Beete / Dünger & Bodenhilfstoffe

Weiterhin hoffen wir, den Schulen mit dieser Liste Schulmaterial den Sachkunde oder Biologieunterricht etwas zu vereinfachen.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch sehr herzlich einem unseren langen Partner: Natura Samen bedanken, welche diese Aktion großzügig unterstützt haben!

Häufige Fragen zu der Schulgarten Aktion beantworten wir hier oder auf unserer Facebook Seite.

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Kompost Material
Produkte

Natürliche Ressourcen optimal nutzen

Der biologische Landanbau liegt voll im Trend und Nahrungsmittel, welche mit dem Zertifikat der biologischen Landwirtshaft angebaut werden, werden von Konsumenten gerne gekauft. Die Natur bietet aber noch vieles mehr und Sie selbst können aktiv daran teilhaben. Wenn man sich die natürlichen Aspekte unserer Natur einmal näher ansieht, dann fällt auch auf, dass man eigentlich mitten in einem Paradies sitzt. Wenn Sie eine alte Tomate sehen dann wird vermutlich ihr erster Gedanke sein, dass man sie nicht mehr benutzen kann. Doch einer der schönsten Aspekte der Natur ist, dass man all die Dinge dennoch verwerten kann. Man braucht sie nur in einem Kartons zu sammeln und dann zu kompostieren. So erhält man die besten Grundlagen für eine biologische Landwirtschaft.

Die Kompostierung wird ohnedies in biologischen Landwirtschaften gemacht. Wenn Sie aber den lokalen Händlern nicht vertrauen, könnten Sie sich für die eigene Kompostierung interessieren. Voraussetzung wäre lediglich ein kleiner Garten, wo Sie selbst Gemüse anbauen könnten. Hier können dann Reste von Gemüse oder auch Abfälle und unerwünschte Extras in fruchtbaren Boden verwandelt werden. Dies würde den Vorteil haben, dass die Produktivität von Gärten und Landschaften erhöht werden würde. Wir reden die ganze Zeit von Kompost und Bio, wissen aber gar nicht, was es überhaupt ist. Daher werden wir Ihnen im Anschluss zunächst noch einige Grundlagen erklären.

Was bedeutet Kompost und Bio?

Grundsätzlich handelt es sich bei Kompost um ein zersetztes organisches Material, das entsteht, wenn Bakterien im Boden Müll zersetzt werden. Dies ist dann eine Form von biologisch abbaubarem Müll, wodurch ein mineralstoffreiches Produkt entsteht. Es dient in der Landwirtschaft bzw. auch bei Ihnen im Garten als Grundlage für den Anbau von Gemüse und ist weiters noch eine ideale Garten- oder Landschaftsgestaltung. Reifer Kompost oder Wurmhumus sind die perfekte Ergänzung der Natur und kann zu jeder Jahreszeit in den Boden aufgenommen werden, ohne befürchten zu müssen, dass Pflanzen verbrannt oder Wasser verschmutzt werden.

Welche Vorteile kann es Ihnen bieten?

Sie werden sich natürlich fragen, welche Vorteile Sie sich persönlich davon erwarten können. Immerhin macht es ja auch viel Arbeit, einen Komposthaufen anzulegen und das Gemüse zu sammeln. Grundsätzlich kostet es nichts und der zweite Vorteil ist der Nährwert, welcher in die Erde abgesondert wird. Sollten Sie einen Kompost

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Naturgarten

So wichtig sind die Regenwürmer für unseren Boden

Dass der Regenwurm für unser Erdreich enorm wichtig ist, wissen die meisten Hobbygärtner garantiert. Schließlich ist er es, der für einen lockeren und nahrhaften Humus für unsere Blumenbeete sorgt. Er ernährt sich hauptsächlich von Kohlenhydraten und Eiweißen abgestorbener Pflanzenteile. Er kann Bakterien, Algen, Pilze und Einzeller aufnehmen und weil er nun nicht unzersetzt fressen kann, bevorzugt er welke Blätter und er frisst zudem eine Menge an Erdreich.

Der mikrobielle Zersetzungsprozess der bei feuchtem Klima unterhalb der Erde in den Gängen der Regenwürmer herrscht, ist für unseren Boden Gold wert. Denn nicht nur, dass die fortwährend erneute Bildung von neuen kleinen Röhren und Gängen im Erdreich durch die Würmer dafür sorgt, das der Boden einer ständigen Auflockerung unterzogen wird und einer Verdichtung der Erdreiches vorgebeugt wird. Auch als Nahrungsquelle für andere Tiere ist er ebenso wichtig und eben auch, um unseren Boden auf ganz natürliche Weise so kostbar und nahrhaft für Pflanzen, Blumen und Bäume wie möglich zu gestalten.

Die eigene Regenwurmzucht aufbauen

Damit der Boden im Garten immer wieder wie von Geisterhand aufgelockert und mit Sauerstoff, Mineralien und Co. angereichert werden kann, ist die Idee sich eine eigene Regenwurm-Kolonie heran zu züchten gar kein abwegiger Gedanke und lässt sich leichter durchführen, als man zunächst einmal nehmen würden. Denn Regenwürmer züchten ist relativ einfach. Denn desto mehr Würmer wir dem Erdreich beifügen, umso lockere wird er Boden und eine Verdichtung und zu fest werden des Erdreiches kann nicht stattfinden, Dazu kommt, dass bei starken und anhaltenden Regengüssen der Boden nicht untergeht und sich mit stehendem Wasser füllen kann. Die Auflockerung durch die vielen Gänge und Röhren der Würmer sorgt auch gleichzeitig für einen guten Abfluss und ein Durchsickern des Regenwassers.

Der Regenwurm

Sie sind feucht, glitschig an ihrer Oberfläche und und wir sehen sie besonders oft, wenn es geregnet hat. Dann kriechen sie aus dem Erdreich nach oben, um nicht in ihren Gängen, die mit Wasser volllaufen zu ertrinken. Regenwürmer können zwar Helligkeitsunterschiede erkennen, doch sehen können sie nicht. Sie haben keine Augen, sondern Fotorezeptoren, die am vorderen Ende des Wurms sitzen. Dank dieser winzigen Organe können sie Lichtinformationen aufnehmen, mehr nicht. Hören können Regenwürmer nicht. Aber auch hierbei verfügen sie über Rezeptoren, die Druckwellen spürbar machen und das Auftreten des Fußes eines Menschen, oder einer viel befahrenen Straße und Co. nimmt der Wurm wahr. Übrigens: Es gibt sogar den Tag des Regenwurms, der alljährlich am 15. Februar des Jahres stattfindet.

Helfer im Gartenreich und in der Landwirtschaft

Dank der außerordentlichen Fähigkeit des Regenwurms, dass er sich ständig in Bewegung unterhalb der Erdoberfläche hält, tut er eigentlich nur Gutes für den Gärtner. Denn er lockert so auf dieser Weise ständig das Erdreich für uns auf. Dadurch bekommt der Boden Luft zum Atmen und kann sich nicht verdichten. Andererseits kann er bei Regenfall gut mit Feuchtigkeit und Regenwasser versorgt werden. Und in trockenen Monaten ist er von großer Bedeutung. Denn wenn es lange trocken war, verdichtet sich der Boden bekanntermaßen recht schnell und lässt dann bei Starkregen beispielsweise wiederum keinen einzigen Tropfen Wasser ins Erdreich und läuft auf der Oberfläche quasi einfach davon. Durch die Auflockerung des Bodens durch die Würmer aber kann auch bei starker Trockenheit Wasser bis tief zu den Wurzeln von Pflanzen und Bäumen gelangen. Auch das Zersetzen und Verdauen von Laubresten und Erdreich durch die Würmer erhält der Boden wichtige Nährstoffe, die er wiederum an Pflanzen, Blumen und Bäume abgibt. Somit tritt teils ein ganz ähnlicher Effekt ein, wie es beim klassischen Kompostieren der Fall ist.

So schließt sich der Kreislauf und somit ist der Regenwurm alles andere als unnütz, wie es ihm so oft nachgesagt wird. Er ist der Bauarbeiter im Erdreich und strebsamer Mitarbeiter des Gärtners, der immer arbeitet und nur selten zur Ruhe kommt. Er ist aber auch einer der ältesten Bewohner unseres Planeten und man nimmt sogar an, dass eine Vorfahren schon vor einer halben Milliarde Jahren aus dem Meer gekrochen sein könnten. Sobald die Bodenbildung der Erde begann, machte sich der Regenwurm so wie heute noch ans Werk. Egal ob bei heißen Temperaturen und Vulkanausbrüchen, oder auch allen anderen klimatischen Veränderungen. Der winzige und eigentlich zerbrechlich anzuschauende Wurm ist ungemein robust und widerstandsfähig. Auch in der Landwirtschaft schenkt man dem Wurm mittlerweile sehr viel Zusprache. Denn man geht davon aus, dass Regenwürmer an der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Erde pro Jahr etwa eine Arbeit im Wert von 250 Milliarden Euro leisten. Regenwürmer pflügen so Tonnenweise Erdreich um und mischen dabei mineralische und organische Substanzen ins Erdreich und reichern es dadurch mit diesen wichtigen Botenstoffen, um Pflanzen zu versorgen an.

Regenwürmer in der Wurmkiste

Ein besonderer Vertreter, der Kompostwurm (Eisenia) findet sich oft als Kompostierer in Wurmkisten wieder. Dort werden seinen Eigenschafter als Meister Komposter genutzt, um organische Abfälle zu Wurmhumus zu verarbeiten.

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Komposter
Komposthaufen

Küchenabfälle durch das Kompostieren wiederverwenden

Müll produzieren wir Menschen viel zu viel, auch wenn es schon so einige Ansätze gibt, unnötige Abfälle zu vermeiden oder wenigstens wiederzuverwerten. Leider aber noch viel zu wenig und nicht konsequent genug. Natürlich ist das Vermeiden und Wiederverwerten zugegebenermaßen nicht immer so einfach möglich. Aber trotzdem kann man auch bereits jetzt schon einiges unternehmen, um unsere Umwelt zu entlasten. Wenn es um den Abfall geht, ist Mülltrennung schon lange ein Thema. Mit am besten lässt sich sicherlich dabei der organische Abfall trennen und auch wiederverwerten. Pflanzlicher Müll entsteht in den meisten Haushalten reichlich, da viel Obst, Gemüse aber auch Blumen und andere Pflanzen verwendet werden. Wer einen eigenen Garten hat, entnimmt die aufgezählten Dinge vielleicht auch schon daraus.

3-Kammer-Kompost
Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man zwei oder drei Komposthaufen nebeneinander aufstellen

Eine tolle und eigentlich einfache Art ist es, den durch Pflanzen entstandenen Abfall wiederzuverwenden, ihn also einfach zu kompostieren. Als Kompost bezeichnet man ein humusreiches Rotteprodukt, was aus organischen Abfällen besteht. Es handelt sich also um einen Teil des Nährstoffkreislaufs. Bodenlebewesen bauen organisches Material unter dem Einfluss von Luftsauerstoff ab. Bei diesem Vorgang werden neben Kohlendioxid zusätzlich noch wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt. Das sind dann zum Beispiel Ammoniumsalze, Nitrate, Phosphate, Kalium- und Magnesiumverbindungen. Diese Stoffe wirken wie ein Dünger. Ein Teil von diesen Zwischenprodukten, die bei diesem Abbau entstehen, wird dann noch zu Humus umgewandelt. Das Wort Kompost stammt vom lateinischen Wort „compositum“ ab und bedeutet „das Zusammengestellte“. Wir meinen mit Kompost die Stelle, wo der organische Abfall gesammelt wird, wie auch das dorthin getragene Material (Abfall) und auch das fertige Produkt, das durch die Verrottung entsteht.

Aus Küchenabfällen guten Dünger herstellen

Bokashi-Eimer eignen sich sehr gut, um ohne Komposthaufen zu kompostieren

Das Tolle bei diesem beschriebenen Vorgang ist, dass man mit dem Kompost einen guten Dünger herstellen kann, den man dann beispielsweise im eigenen Garten wiederverwendet. Fehlende Nähstoffe und Humus können so wieder zugeführt werden. Man kann kaum einfacher Abfälle selbst wiederverwenden. Die bekannteste Methode ist sicherlich, die Pflanzenabfälle in den Garten zu einer Kompoststelle zu bringen, um ihn dort kompostieren zu lassen. Für denjenigen, der keinen Kompost im Garten haben will oder kann, gibt es sogar noch eine andere schöne Möglichkeit. Man kann nämlich auch in einem sogenannten Bokashi-Eimer ganz einfach und geruchslos die Küchenabfälle sammeln. Dort werden sie sogar noch zusätzlich zu einem sehr nützlichen Dünger umgewandelt. Auf diese Art erhält man einen praktischen und einfach zu handhabenden Küchenkomposter.

Was sich alles zum Kompostieren eignet

Bedenken sollte man aber, dass nicht alle Abfälle aus der Küche sich auch für die Kompostierung zuhause und im eigenen Garten eignen. Der eigene Kompost ist also kein Ersatz für den Biomüll, aber man kann das ganze Jahr über die richtigen Abfälle kompostieren.

Was auf den Kompost darf:

• Gemüse- und Obstreste, aber nur roh und Zitrusfrüchte gar nicht
• Alte (verwelkte) Blumen oder Kräuter. Die längeren Stile und dickeren Pflanzenteile sollten vorher nur klein geschnitten werden, dies beschleunigt die Kompostierung
• Eierschalen
• Rasenschnitt (besser schon leicht angetrocknet, damit keine Fäulnisgefahr entsteht)
• Tee- und Kaffeesatz
• Laub und Strauchschnitt (der Strauchschnitt sollte ebenfalls vorher klein geschnitten werden)
• In kleinen Mengen Zeitungspapier und Pappe (aber kein farbiges Papier, Hochglanz-Materialien. Nur gut verrottbares Papier)
• In kleineren Mengen den Mist von Haustieren (aber nicht die Zusätze wie beispielsweise Katzenstreu. Man muss chemische Bestandteile ausschließen können)

Was nicht auf den Kompost gehört:

• Gekochtes Essen, da vor allem Fleisch und andere proteinhaltige Lebensmittel, oder zubereitetes Essen. Diese Essensreste können Ratten und andere Tiere anlocken
• Von einem Pilz befallene Pflanzenreste. Diese gehören besser in die Biotonne
• Asche, denn sie kann schadstoffbelastet sein. Außerdem verrotten die größeren Asche-Klumpen sehr langsam
• Zitrusfrüchte, da sie oft stark gespritzt sind. So könnten Pestizide in den Humus gelangen
• Auch Schnittblumen (besonders die aus dem Supermarkt) enthalten auch oft Pestizide
• Größere Äste, Zweige oder Wurzeln sowie gröbere Schnittabfälle, denn diese verrotten nur sehr langsam
• Auch Nussschalen (zum Beispiel Walnüsse, Haselnüsse, aber auch Erdnuss-Schalen) verrotten zu langsam. Deswegen nur in kleinen Mengen dazu geben
• Schwer verrottbares Laub ist zu vermeiden. Das kann beispielsweise Laub von Kastanien oder Walnussbäumen sein und auch von Eichen oder Platanen. Die Blätter vom Kirschlorbeer eignen sich ebenfalls nicht
• Auf den Kompost gehört auch kein farbiges oder dickes Papier- und Papp-Abfälle

Die Vorteile des Kompostierens

Es ergeben sich einige Vorteile durch das eigene Verrotten bzw. Kompostieren von Küchen- und Gartenabfällen. Reste aus Küche und Garten werden einer sinnvollen Weiterverwendung unterzogen, wodurch wertvoller und nährstoffreicher Humus entsteht. Das bedeutet, dass man sich das Geld für extra Düngemittel sparen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Herstellung des eigenen Düngers kein Geld kostet. Auch benötigt man keine teuren Gartengeräte oder andere kostspieligen Baustoffe und der eigene Rasenschnitt, das Laub oder sonstige Pflanzenreste müssen nicht anderweitig und aufwendig entsorgt werden. Man kann sich also die Fahrten mit dem Auto zum nächsten Bauhof sparen.

Weitere Kompostarten

Wer sich eingehender mit dem Thema Kompostieren beschäftigen möchte, sollten sich einmal über Wurmkisten, und weitere Spezial Komposter informieren.

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Holzwurm
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Holzwurmbefall erkennen

Bei dem umgangssprachlich als Holzwurm bezeichneten Schädling handelt es sich eigentlich um die Larven des in ganz Europa verbreiteten Gemeinen bzw. Gewöhnlichen Nagekäfers (Anobium punctatum), welcher hauptsächlich aufgrund ihrer schädigenden Aktivität im Inneren von Holz auch Holzwurm genannt wird. Er gehört zu den Nagekäfern (Ptinidae), welche in ausgewachsenem Zustand ca. 2,5 -5 mm lang werden. Tatsächlich sind sowohl Käfer als auch Larven eher selten in der freien Natur anzufinden. Wenn sie sich frei vorkommend ansiedeln, dann jedoch zumeist in trockenem Nadelholz oder Laubholz, bevorzugt auch unter Efeu.
Die Holzwurm-Larven befallen kein frisches, sondern verbautes Holz, was ihr erhöhtes Auftreten in Möbelstücken erklärt. Die Eier werden in natürlichen Holzspalten oder Rissen abgelegt, woraus schließlich die schädlichen Larven schlüpfen, welche sich durch das Frühholz fressen, wohingegen das Spätholz verschont wird. Nach der Metamorphose verpuppt sich die Larve, aus diesem Kokon schlüpft schließlich ein Käfer. Da dieser seine Eier bevorzugt wieder in das Holz legt, in dem er selbst als Larve aufwuchs, entsteht somit ein Kreislauf, welcher den Befall stetig vorantreibt.

Holzwurm – Einen Befall erkennen

Im befallenen Holz erkennt man etwa einen Millimeter lange, runde Bohrlöcher. Bereits optisch ist der Befall somit leicht zu erkennen, da die typischen Spuren in Form von etwa einen Millimeter langen, runden Löchern und Fraßspuren im Holz hinterlassen werden. Die Spuren an sich sind jedoch kein Nachweis für einen aktiven Befall, da diese optischen Spuren auch nach erfolgreicher Bekämpfung oder natürlichem Aussterben – was jedoch selten passiert – verbleiben.
Einen aktiven Befall erkennt man unter anderem an herausquellendem Holzmehl, dieses wird beim Fressen des Holzes seitens der Larven an die Holzoberfläche transportiert. Um dies eindeutig zu erkennen, empfiehlt es sich schwarzes oder dunkles Papier bzw. Pappe unter eine vermeintlich betroffene Stelle zu legen. Bei aktivem Befall ist nach wenigen Tagen Holzmehl auf dieser Unterlage sichtbar. Jedoch ist es unbedingt nötig, hierbei einige Tage abzuwarten, da die Larven gelegentlich eine Fraßpause von mehreren Tagen einlegen können. Je höher die Menge der Löcher und des Bohrmehls, desto weiter ist die Zerstörung im Holzinneren vermutlich bereits fortgeschritten.

Holzwurm als Schädling

Besonders bei Möbeln, Kunstobjekten und Gebrauchsgegenständen aus Holz, aber auch bei Musikinstrumenten zählt er zu den häufigsten Schädlingen.

Seine optimalen Lebensbedingungen werden vor allem in kühlen und feuchten Räumen erfüllt, weshalb sein Vorkommen in alten landwirtschaftlich genutzten Gebäuden und Kellerbereichen besonders wahrscheinlich ist.

Aber auch Einrichtungsgegenstände in Kirchen wie Kirchenbänke, Altare oder alte Holzfiguren sind häufig vom Befall betroffen sind. Bei entsprechender Luftfeuchtigkeit und mäßigen Temperaturen befällt er auch Dachkonstruktionen, wie Dachstühle und Balken oder auch Stallungen. Wie stark das Holz befallen wird hängt neben Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt in Luft und Holz – optimale Bedingungen findet er in Holz mit mehr als 10% Feuchtigkeit – auch vom Eiweißgehalt des Holzes ab.

Zu den besonders häufig befallenen Holzarten gehören sämtliche Nadelhölzer, Möbel aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche aber auch Eiche sind deshalb besonders anfällig; Weichhölzer sind weniger betroffen. Das Alter des Holzes spielt hierbei keine Rolle, die neue Gartenbank wird ebenso gerne besiedelt wie der Jahrhunderte alte Altar. Die einzige Bedingung, die den Befall negativ begünstigt, ist die Verarbeitung des Holzes, frisches und naturfeuchtes Holz ist nahezu nie betroffen.

Holzwurm bekämpfen und vorbeugende Maßnahmen

Grundsätzlich gilt bei Holzwurmbefall: Vorbeugung ist die beste Maßnahme. Verwendetes Bauholz sollte stets gut durchgetrocknet sein. Des Weiteren sollte Holz, welches zur späteren Verarbeitung geplant ist, niemals im Freien auf dem Erdboden gelagert werden, da dies beste Voraussetzungen für einen späteren Befall begünstigt.

Legen Sie stattdessen für die Lagerung Pfähle oder Balken unter das zu trocknende Holz, damit Sie direkten Bodenkontakt vermeiden. So kann auch ein eventueller Pilzbefall vermieden werden. Lagern Sie Holz generell an zugigen und sonnigen Stellen, diese sollten optimalerweise überdacht sein, um das Holz auch vor Nässe von oben – sprich Regen – zu schützen.
Diese Bedingungen können Sie natürlich nur kontrollieren, wenn Sie das Holz selbst lagern und verarbeiten möchten, bei gekauften Einrichtungsgegenständen aus Holz lässt sich dies schlecht überprüfen.
Holz, welches für den Außenbereich verwendet werden soll, sollte stets lasiert werden. Eine Lasur schützt das Holz zwar nicht im eigentlichen Sinne vor Holzwurmbefall, wirkt jedoch wasserabweisend und verhindert eine Zerstörung des Holzmaterials durch Sonnenlicht, was den das Eindringen in das Holzinnere erschwert.

Im Innenbereich sollten Sie Risikobereiche wie Dachstuhl oder Keller regelmäßig auf einen Befall und die Raumfeuchte kontrollieren, damit ein beginnender Befall durch die Schädlinge so früh wie möglich bekämpft werden kann.

Holzwurm bekämpfen

Je früher ein Befall erkannt und bekämpft wird, desto höher sind Ihre Erfolgschancen. Grundsätzlich ist eine Bekämpfung mit Hausmitteln und biologischen Mitteln zu empfehlen, da es für Mensch, Tier und auch für das betroffene Holz am schonendsten ist.

Die erste Maßnahme bei Befall sollte deshalb sein, den befallenen Gegenstand längere Zeit in einen möglichst beheizten und trockenen Raum zu stellen. In dieser Umgebung trocknet das Holz vollständig durch, woraufhin die Holzwürmer absterben, da ihre Lebensbedingungen nicht mehr erfüllt werden, sobald die Holzfeuchte dauerhaft unter zehn Prozent sinkt. Bei dieser Vorgehensweise ist jedoch Geduld angesagt.

Handelt es sich bei dem befallenen Gegenstand um kleinere Objekte, bietet sich eine Bekämpfung der Schädlinge im eigenen Backofen an. Hierfür sollte der Ofen auf 60 Grad Celsius eingestellt werden, anschließend sollte das betroffene Holz für mindestens eine Stunde in den laufenden Ofen gelegt werden. Der Effekt ist der gleiche wie oben beschrieben.

Saunabesitzer können betroffene Gegenstände auch einfach für einige Stunden in die angeschaltete Saune stellen, da bereits Temperaturen ab 55 Grad Celsius ausreichend sind, um die Schädlinge absterben zu lassen. Jedoch sollten Sie hierbei unbedingt beachten, dass mit dieser Variante kein zu feuchtes Holz behandelt werden darf, da es durch Erhitzen und daraus resultierenden Trocknung zu Rissen im Holz kommen kann.

Grundsätzlich können sämtliche befallenen Holzstücke im Sommer auch einfach längere Zeit im Freien in die Sonne gestellt werden. Jedoch gilt hierbei zu beachten, dass das Holz keinesfalls einen Regenschauer abbekommen darf. Es empfiehlt sich zudem, die Möbel hierfür mit schwarzer bzw. möglichst dunkler Folie zu Umwickeln, da die benötigte Temperatur so einfacher und schneller erreicht wird.

Tatsächlich wirkt eine genau entgegengesetzte Behandlung ebenso gut: Kälte. Befallene Gegenstände können in die Kühltruhe oder ¬– bei größeren Möbelstücken – im Winter (bei mind. -10 Grad) hinausgestellt werden. Auch dies tötet die Holzwürmer ab.

Besonders zu empfehlen ist der Einsatz von Borsalz. Dieses Salz wird aus trockenen Salzseen in den USA gewonnen und als Mittel gegen Pilz- und Insektenbefall in Holz verwendet.

Borsalz dient nicht nur der Bekämpfung bei Befall, sondern wirkt bereits präventiv, da damit behandelte Hölzer zukünftig von Schädlingen und Pilzen gemieden werden. Da das Salz jedoch nicht weit ins Holzinnere eindringt, dauert es einige Zeit, bis die vollständige Wirkung einsetzt – diese erfolgt erst wenn das Insekt hiermit in Berührung kommt, dies kann einige Lebenszyklen dauern. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Borsalz vorbeugend einzusetzen.

Als Hausmittel gilt auch die Verwendung von Eicheln, diese sollten um die Bohrlöcher im Holz verteilt werden. Die Larven des Holzwurms werden vom Geruch der Eicheln angelockt und verlassen das Holz, um sich stattdessen in die Eicheln einzubohren und dort mit ihrem schädigenden Verhalten fortzufahren. Jedoch kann nicht garantiert werden, dass mit dieser Variante alle Larven entfernt werden, von daher ist die Methode eher als Hausmittel bei einem früh erkannten Befall zu empfehlen. Sobald die Larven tief in das Holzinnere eingedrungen sind und sich bereits in großer Zahl vermehrt haben, ist das Risiko von weiterem Restbefall zu hoch.

Als weiteres Hausmittel gilt der Einsatz von Zwiebeln. Hierfür reiben Sie das Holz mit der Schnittfläche einer halben Zwiebel ein, Holzwürmer meiden dies. Jedoch hilft diese Variante nur bei schwachem Befall.
Auch Essigessenz kann wirksam, jedoch aufwendig sein. Hierfür muss mithilfe einer Spritze Essigessenz manuell in jede Fraßöffnung gespritzt werden. Wird dies akkurat durchgeführt, sind die Erfolgschancen jedoch sehr gut.

Diese Methoden eignen sich grundsätzlich nur für einzelne Möbelstücke oder Holzteile. Sind jedoch ganze Gebäudeteile wie ein Fußboden aus Holzdielen oder der Dachstuhl betroffen, sollten Sie einen Experten mit der Bekämpfung beauftragen, dieser wird voraussichtlich eine chemische Bekämpfung einsetzen müssen. Hierbei werden betroffene Räume oder Gebäudeteile meist mittels Begasung und chemischen Mitteln behandelt.

Weiterführende Informationen:

http://www.fachwerkfreunde.de/component/k2/365-gemeiner-nagekaefer
http://www.ungeziefer-ratgeber.info/holzwurm-bekaempfen/
https://www.plantura.garden/gartentipps/pflanzenschutz/holzwuermer-erkennen-vorbeugen-bekaempfen

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