Bäume im Garten werden am besten zwischen November und Anfang Februar gefällt. In dieser Zeit enthält das Holz am wenigsten Wasser. Bei Laubbäume tragen in dieser Zeit kaum Blätter, was den Zugang erleichtert (Wie Sie das Laub kompostieren). Vom 1. März bis zum 30. September ist das Fällen von Bäumen sogar zum Schutz von nistenden Vögeln verboten. Ist der Baum erstmal gefällt, bleibt aber ein lästiges Problem: Der Baumstumpf.

© Petr Cihak
| Dreamstime.com
Für die Entfernung eines Baumstumpfes wird in der Regel schweres Gerät, wie ein Bagger oder eine Stubbenfräse, benötigt. Kleinere Wurzeln lassen sich normalerweise noch mit der Hand entfernen. Doch welche Optionen stehen Ihnen zur Verfügung, wenn Sie nicht auf schweres Gerät zurückgreifen können oder die Wurzel schlicht zu groß für die Entfernung mit der Hand ist?
Im Leben (eines Baumes) kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man sich (vom Baum) verabschieden muss. Vor allem Fichten können schnell zum Problem werden, da sie zwar immer weiter in die Höhe wachsen, aber nicht sonderlich standfest sind. Bei Sturm besteht dann schnell Einsturzgefahr. Wenn Sie Ihr Hausdach nun vor Schäden bewahren wollen, sollten Sie rechtzeitig Hand anlegen um Schäden vorzubeugen bzw. zuvorzukommen.
Der Baum bzw. in unserem Beispiel die Fichte, ist relativ schnell gefällt und beseitigt, doch das eigentliche Problem ergibt sich erst nach dem Fällen des Baumes – der Baumstumpf. Hier können in erster Linie große Bäume mit ihren umfangreichen Wurzelsystemen schnell zur zeit intensiven Aufgabe werden, in deren Zusammenhang nur „schweres Gerät“, wie eine Stubbenfräse, weiterhelfen kann. Es gibt aber auch weniger aggressive, dafür langwierigere, Wege, die den Baumstumpf ebenfalls problemlos entfernen können.
Baumstumpf ausgraben
„Ausgraben?“ fragen Sie sich jetzt bestimmt, „Dass ist doch ein kraftintensiver Akt, der noch dazu einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann!“ Wir zeigen Ihnen Mittel und Wege, wie sie die Aufgabe des Ausgrabens möglichst kraftsparend erledigen können. Hier sind es vor allem Bäume mit schwachem und flachem Wurzelwerk wie Fichten, Lebensbaum und Scheinzypressen, die sich sogar mit der Hand ausgraben lassen. Dabei ist zu beachten, dass sie maximal über einen Stammdurchmesser von etwa 30 Zentimetern verfügen, anderenfalls könnte es zu schwer werden.
Beim Ausgraben von Hand ist allerdings eine gewisse körperliche Fitness Grundvoraussetzung. Auch die richtige Technik ist wichtig. Wenn Sie den Baumstumpf von Hand entfernen möchten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie vom Stamm ein mindestens 1,50 Meter langes Stück stehen lassen. Das Wurzelwerk können Sie daraufhin mit einem Spaten ringsherum ausgraben und freilegen. Ein scharfer Spaten erleichtert die Arbeit dabei sehr. Der Vorteil eines scharfen Geräts liegt auf der Hand: beim Ausgraben werden die dünneren Wurzeln direkt durchstochen, sodass Sie sich um sie nicht weiter kümmern müssen. Die dickeren Wurzeln hingegen, erfordern die Anwendung einer scharfen Axt. Hilfreich ist, wenn Sie aus jeder stärkeren Wurzel ein gut spatenbreites Stück herausnehmen, damit diese Sie nicht beim weiteren Graben behindert. Zum Schluss sollten Sie den Baumstamm samt Wurzelballen aus dem Boden heben können.
Ausbrennen von Baumstümpfen

© Sikth
| Dreamstime.com
Eine überaus radikale (und weniger ratsame) Variante der Entfernung von Baumstümpfen, die leider dennoch oft empfohlen wird, ist das Ausbrennen von Baumstümpfen. Beim Ausbrennen werden große und tiefe Löchern senkrecht oder leicht schräg von außen nach innen in den Baumstumpf gebohrt. In die Löcher wird ein Gemisch aus Salpeter (Natriumnitrat) und Petroleum, welches zu einer zähen Paste verrührt wird, gefüllt. Die zähflüssige Paste wird nach dem Einfüllen in die Bohrschächte entzündet. Der so entstehende Schwelbrand sorgt dafür, dass der Baumstumpf von innen verbrennt.
Wie Erfahrungen aus der Praxis zeigen, ist diese Variante überaus unzuverlässig und funktioniert nur unzureichend. Übrig bleiben stets verkohlte Reste, die durch den Holzkohlebelag extrem schlecht verrotten. Aber nicht nur die unzureichenden Praxiserfahrungen sprechen gegen eine Anwendung dieser Methode, sondern auch zahlreiche Umwelt- und Klimaschutz Bedenken. Bei der Anwendung entsteht besonders viel Rauch und durch das Petroleum besteht die Gefahr, dass, bei falscher Vorgehensweise, Ihr kompletter Boden verseucht wird. Alternativen mit Diesel oder Brennpaste führen zu ähnlichen Ergebnissen und sind deshalb im selben Maße gefährlich und umweltschädlich. Das Ausbrennen von Baumstümpfen wird deshalb nicht mehr empfohlen.
Mit Kompost gegen Baumstümpfe

Günstiger und vor allem auch bequemer ist es, die Arbeit einfach der Zeit zu überlassen. Unter normalen Bedingungen dauert die natürliche Zersetzung allerdings acht bis zehn Jahre,… wie lässt sich diese also beschleunigen?
Eine Möglichkeit besteht darin, dass Sie den Vorgang unterstützen, indem Sie den Stumpf ansägen. Nehmen Sie hierfür eine Kettensäge und beginnen Sie, den Baumstumpf schachbrettartig bis zum Boden einzusägen. Sie können auch einen Holzbohrer benutzen und mit Abstand tiefe Löcher in den Stumpf hineinbohren. Die so entstandenen Löcher bzw. Schlitze füllen Sie dann mit halb verrottetem Kompost, den Sie idealerweise bereits vorher mit etwas organischem Volldünger, Hornspänemehl oder „Kompostbeschleuniger“ gemischt haben. Zum Schluss häufen Sie den unreifen Kompost auf dem gesamten Baumstumpf.
Die zahlreichen Pilzsporen und sonstigen Mikroorganismen, die im Kompost enthalten sind, beginnen sofort mit der Zersetzung des (noch) frischen Holzes. Der Holzkörper enthält allerdings nur sehr wenige Nährstoffe, weshalb Sie die nützlichen, mikroskopischen Helfer einmal pro Jahr – am Besten im Frühjahr – mit ein paar Handvoll organischem Volldünger unterstützen müssen, damit diese mit ihrer Arbeit fortfahren können. Hornmehl und unreifer Kompost sind da die natürlichste Wahl. Wenn Sie darauf achten, dass der Kompost stets feucht bleibt, beschleunigen Sie den Vorgang noch einmal.
Die Löcher können alternativ auch mit Kalkstickstoff, einem mineralischen Stickstoffdünger, aufgefüllt werden. Dieser versorgt die Mikroorganismen ebenfalls mit dem Stickstoff. Dieser ist unter anderem auch in dem bekannten Präparat „Wurzel-Ex“ als Wirkstoff enthalten. Ein normaler Kalkstickstoff-Dünger ist allerdings wesentlich preiswerter und erzielt dieselbe Wirkung. Sind die Bedingungen gut, ist der Baumstumpf bereits nach einem Jahr so sehr zersetzt, dass Sie diesen mit der stumpfen Seite einer Axt zerschlagen können.
Kommt keine der oben beschriebenen Methoden infrage, ist nicht alles verloren. Werden Sie einfach gestalterisch tätig. Mit einer schönen Kletterpflanze, die den Stumpf berankt oder als Ständer für ein Futterhäuschen setzen Sie bewusst Akzente im heimischen Garten und verschönern diesen.





Zuerst sieben wir das Kompostgut mithilfe eines
Wenn Sie mehr als 10 Eimer (ca. 100 Liter Kompost/Wurm Gemisch) bringen möchten, melden Sie sich bitte an (





Viele Gärtner kennen Kaffeesatz als Dünger für Rosen und Tomaten. Aber auch für Gurken, Zucchini, Kürbisse, sowie für Beerensträucher mit Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren ist das braune Pulver geeignet. Enthalten sind nicht nur wichtige Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und etwa 2% Stickstoff ¹, sondern ihm wird auch noch eine pH senkenden Eigenschaft zugesagt.
Achtung! Kaffeesatz sollte nicht direkt für junge Pflanzen eingesetzt werden! Er kann leicht antibiotisch wirken und so junge Pflanzen schwächen.
Die dunkelbraunen Reste sind eine gute Stickstoffquelle für den Rottevorgang im Komposthaufen und geben der Komposterde eine feine Struktur. Zudem ist das Kohlenstoff/Stickstoff (C:N) Verhältnis der meisten Kaffeereste mit 20:1 optimal für die Rotte(4).
In einem 10 Liter Eimer werden 0,2 Teile Kalk, 0,5 Teile Zucker, 3 Teile Kaffeesatz, 3 Teile Mist und 3 Teile reifer Kompost zusammengemischt. Manche verteilen noch ein Paket frische Hefe drüber. Diese Kompostbeschleuniger Mischung wird nun zwischen das Laub gebracht. Dazu mischt man sie mit Regenwasser und gießt. Der Kalk neutralisiert die Gerbsäure der Blätter, während die Mikroorganismen im Kompost von dem Zucker, Kaffeesatz und Mist leben und die Rotte antreiben.
Das braune Pulver kann auch gut in der Küche benutz werden. Ein Glas gefüllt mit dem getrockneten Resten, absorbiert schlechte Gerüche im Kühlschrank. Den Inhalt alle paar Wochen austauschen. Einfach mal ausprobieren!
Gerade auf Gartenwegen, wo der Einsatz von Streusalz problematisch ist, ist Kaffeesatz ein sehr gute Alternative. Aber die Füße abwischen, bevor Sie wieder das Haus betreten!


Schön, dass Sie sich in unseren Newsletter eingetragen haben!




Der Regenwurm ist alles andere als langweilig! Wussten Sie, dass…:
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Pro-Wurm.org. Für weitere Informationen über Regenwürmer oder das Kompostieren mit Würmern (Wurmkisten), tragen Sie sich für unseren Newsletter, die „






Das eBook „Tauwürmer Fangen & Hältern“ ist bereits per email auf dem Weg zu Ihnen!