Produkte

Voll im (Garten-) Trend: der Hochteich

Wer seinen Garten bzw. sein Grundstück auf besondere Art aufwerten möchte, entscheidet sich für einen Hochteich. Dieser sieht nicht nur gut aus, sondern bietet -auch im Vergleich zum klassischen Modell- viele Vorteile. Doch was sollten Hobby-Handwerker und -Gärtner hierbei eigentlich beachten? Was braucht es, um einen Hochteich zu bauen?

Wann ist ein Hochteich sinnvoll?

Ein Hochteich ist für viele zu einer ansprechenden Alternative zum klassischen Teich geworden. Besonders dann, wenn Sie auf Ihrem Grundstück über einen vergleichsweise steinigen Boden verfügen oder sich Ihr Garten an einem Hang befindet, handelt es sich bei einem Hochteich um das Mittel der Wahl.
Die Vorteile dieser Teichart in der Übersicht

Bei einem Hochteich profitiert der Besitzer unter anderem von…:

  • vielseitigen, individuellen Gestaltungsmöglichkeiten
  • der Chance, das Teichleben noch besser beobachten zu können
  • einer erhöhten Sicherheit, da das Risiko, dass Kinder in den Teich fallen, deutlich geringer als beim Standardmodell ausfällt.

Ein weiterer Vorteil: ein Hochteich lässt sich vergleichsweise einfach selbst bauen.

Die Anleitung zum Bau eines Hochteichs

1. Zuerst gilt es, das Fundament für die Mauer um den Teich anzulegen und hochzuziehen.
2. Am besten nutzen Sie Mutterboden als Fugenfüller. Dies verleiht dem Hochteich eine besondere, natürliche Optik.
3. Kontrollieren Sie anschließend die Stabilität des Rahmenkonstrukts, bevor Sie fortfahren.
4. Legen Sie den Innenbereich des Hochteichs mit Erde aus und formen Sie eine Mulde.
5. Verlegen Sie das Teichvlies und die -folie.
6. Jetzt kann auch schon das Wasser eingefüllt werden.
7. Gegebenenfalls ist es jetzt nötig, überstehende Folie zu kürzen. Vollziehen Sie diesen Schritt jedoch erst, wenn der Teich komplett befüllt wurde und sich die tatsächlichen Maße absehen lassen.
8. Den oberen Rand der Folie verdecken Sie am besten einfach mit Steinen.

Fertig! Wie Sie den Teich danach umpflanzen und inwieweit Sie die Mauer für weitere Dekoideen, wie Rank- oder Kletterpflanzen und Co., nutzen, bleibt selbstverständlich Ihnen überlassen. Sinnvoll ist es in jedem Fall, besonders im Zusammenhang mit der Neuanlage eines Hochteichs zunächst weniger Pflanzen einzusetzen, um einen weitestgehend freien Blick auf das Gewässer zu erreichen. Hier entscheiden jedoch -wie immer- der persönliche Geschmack und die Voraussetzungen und Platzverhältnisse vor Ort.

Read More
Produkte

Gartenzäune bauen und pflegen

Kaum ein anderes Gartenaccessoire steht so sehr für friedliche Kleingartenidylle wie der Gartenzaun. Dieser sollte selbstverständlich nicht nur dem Besitzer gefallen, sondern noch dazu zum Gesamtbild des Grundstücks passen.

Besonders beliebt ist hier nach wie vor der klassische Holzzaun. Wer möchte, kann sich diesen übrigens weitestgehend problemlos selbst bauen. Es gibt jedoch noch weitere Varianten, die dabei helfen können, das eigene Grundstück von der Straße oder dem Bereich des Nachbarn abzugrenzen.

Wichtig! – Bevor es losgeht…

Ja, der Entschluss, der eigenen Fantasie mit Hinblick auf den passenden Gartenzaun freien Lauf zu lassen, kann -je nach Gemeinde- durchaus problematisch werden. Gegebenenfalls gilt es, bestimmte Voraussetzungen mit Hinblick auf die erlaubte Zaunhöhe und die allgemeine Beschaffenheit einzuhalten. Der richtige Ansprechpartner ist hier immer die zuständige Gemeindeverwaltung.

Im Idealfall machen Sie sich hierbei im Vorfeld Gedanken über…:

  • die Länge des Zauns
  • das Material
  • die Farbe
  • die Höhe

und klären dann ab, ob die Idee umgesetzt werden kann.

Ein Klassiker: der Holzzaun

Holzzäune kommen im Alltag (oder besser gesagt: im Garten) in den unterschiedlichsten Variationen, beispielsweise als Jägerzaun, daher. Doch egal, für welches Design Sie sich entscheiden: Holz braucht Pflege. Ein verlässlicher Holzschutz sorgt dafür, dass das Material von äußeren Faktoren nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird und über einen langen Zeitraum hinweg gepflegt aussieht. Auch mit Hinblick auf die Witterungsbeständigkeit spielt der Holzschutz eine tragende Rolle.

Wann und wie oft der Schutz aufgetragen werden sollte, entnehmen Sie immer den Angaben der jeweiligen Hersteller. Hier gibt es teilweise deutliche Unterschiede.

Besonders stabil: der Zaun aus Metall

Für Sie steht eine lange Haltbarkeit im Fokus? Dann ist ein Metallzaun die passende Wahl! Dieser sollte auch mit Hinblick auf individuelle Gestaltungsmöglichkeiten nicht unterschätzt werden. Hier finden beispielsweise weitere Elemente wie kleinere Blumenkübel oder ähnliche Accessoires ihren Platz.

Ein schneller Aufbau: der Maschendrahtzaun

Wer nicht viel Zeit (und Geld) in die Umzäunung seines Grundstücks investieren möchte, entscheidet sich für einen Maschendrahtzaun. Der Nachteil: dieses Modell bietet absolut keinen Sichtschutz, sondern dient allein oder optischen Abgrenzung des eigenen Grundstücks.

Daher entscheiden sich viele Grundstücksbesitzer dazu, den Zaun durch das Anpflanzen von Efeu und Co. zu ergänzen. Mit der Zeit entsteht damit ein natürlicher Sichtschutz, der jedoch selbstverständlich auch gepflegt werden muss.

Read More
Produkte

Was macht einen guten Häcksler aus?

Viele Gartenbesitzer haben ihn in der Garage oder im Schuppen stehen: den Häcksler. Bei genauer Hinsicht fällt jedoch auf, dass es das klassische Modell hier überhaupt nicht gibt. Vielmehr unterscheiden sich die verschiedenen Produkte unter anderem nicht nur mit Hinblick auf den Preis, sondern auch im Zusammenhang mit der Funktionsweise.

Wichtig ist es damit unter anderem, dass der Häcksler selbst zum Anspruch des Nutzers passt. Um sich hier für das passende Modell entscheiden zu können, spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Welche Vorteile bringt ein Häcksler eigentlich mit sich?

© Graham Corney | Dreamstime.com

Wer seine Sträucher oder Bäume zurückschneiden -und einen hohen Nutzerkomfort genießen- möchte, greift zum Häcksler. Je nachdem, wie groß der eigene Garten ist bzw. wie viele Pflanzen hier beschnitten werden müssen, kann vergleichsweise viel Grünschnitt anfallen. Um diesen dann zu zerkleinern und besser entsorgen zu können, ist der Häcksler das Mittel der Wahl.

Die Suche nach dem passenden Modell

Das Sortiment der Häcksler lässt sich in Messer- und Walzenhäcksler einteilen. Wie der Name schon sagt, arbeitet der Messerhäcksler auf der Basis von Messern. Vor allem dann, wenn Sie das Ergebnis zum Mulchen nutzen möchten, sind diese Modelle vorteilhaft. Besonders gut arbeitet der Messerhäcksler mit eher weichen bis mittelharten Materialien, wie Gras und Busch-Grünschnitt. Diese Modelle sind in der Regel übrigens meist günstiger und leichter als die Walzenhäcksler. Dafür sind sie meist lauter und bieten keinen klassischen Einzug. Das bedeutet, dass Sie selbst das Häckselgut einschieben müssen.
Walzenhäcksler nutzen einen Quetschvorgang, um den Grünschnitt zu zerkleinern.

Falls Sie das Ergebnis also im Zusammenhang mit einem Komposthaufen verwenden möchten, sollten Sie sich für diese Modelle entscheiden. Die Geräte bearbeiten auch mittelharte bis harte Materialien, wie Holz, in der Regel problemlos und charakterisieren sich zudem durch einen vergleichsweise niedrigen Geräuschpegel.

Auch die Tatsache jedoch, dass diese Modelle meist weniger schnell verstopfen und der hohe Stabilitätsfaktor müssen jedoch bezahlt werden. Die Geräte erweisen sich als deutlich teurer als die Messerhäcksler.

Generell gilt: um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sollten Messerhäcksler nicht mit zu harten und Walzenhäcksler nicht mit zu weichen Materialien „gefüttert“ werden.

Benzin oder Elektro Häcksler?

Sowohl Messer- als auch Walzenmodelle werden mit Benzin- oder Elektromotor angeboten. Die höhere Flexibilität bietet hier der Benzinmotor, da es hier bekanntermaßen für die Inbetriebnahme keine Steckdose braucht.

Read More
Produkte

Rasentraktor – ideal für größere Grundstücke

Wer über ein großes Grundstück verfügt, weiß, dass das Mähen hier eher zu den unliebsamen Aufgaben gehört. Die Alternative zum klassischen Rasenmäher stellt hier für viele ein Rasentraktor dar. Doch was sollte eigentlich beim Kauf beachtet werden? Immerhin sind die Modelle nicht billig. Umso wichtiger also, dass Sie sich von Vornherein für das richtige Modell entscheiden.

Wichtig: ein Rasentraktor ist kein Aufsitzmäher! Auch wenn die Bauweise für Laien weitestgehend gleich wirken mag: der wesentliche Unterschied zwischen Rasentraktoren und Aufsitzmähern ist die Tatsache, dass der Rasentraktor dem Nutzer in der Regel viel mehr Power bietet.

Zudem sind diese Modelle teurer als die Aufsitzmäher, warten dafür jedoch auch mit einigen Vorteilen auf. So sind die Geräte vielseitig einsetzbar und können sogar zum Verteilen von Streusalz genutzt werden. Wer den Bereich vor seinem Grundstück im Winter vom Schnee befreien möchte, kann also -nach einem kleinen Umbau- ebenfalls zum Rasentraktor kaufen.

Was kostet ein Rasentraktor?

Ein Rasentraktor kann das Budget belasten, zahlt sich jedoch vor allem auf lange Sicht aus. Die günstigsten Modelle starten ab circa 1.300 Euro. Wer sich für die „High End“-Klasse entscheidet, zahlt leicht 6.000 Euro. Auf www.rasentraktor.biz finden Sie einen gute Überblick.

Hinzu kommen die Kosten für weitere Accessoires, die im Zusammenhang mit dem Räumen von Schnee (falls gewünscht), zu Buche schlagen. Die Zusatzgerätschaften kosten -wenn hier alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden- leicht über 1.000 Euro.

Rasentraktor – ja oder nein?

Generell zu behaupten, dass die Anschaffung eines Rasentraktors sinnvoll sei, ist falsch. Vielmehr spielen hierbei individuelle Faktoren, wie beispielsweise…:

  • die Größe des jeweiligen Grundstücks
  • besondere Charakteristika, wie eine Hanglage
  • „Hindernisse“, wie Bäume und Sträucher, die mit dem Rasentraktor umfahren werden müssen
  • das Fitnesslevel des Gärtners (vor allem im Alter kann ein Rasentraktor die Pflege des eigenen Grundstücks erleichtern) eine große Rolle.

Wirklich wirtschaftlich ist ein Rasentraktor jedoch vor allem bei großen Grundstücken. Hier lässt sich oft eine Zeitersparnis von circa 50 Prozent im Vergleich zum Standardrasenmäher erreichen.

Generell gilt, dass es natürlich auch ein wenig Übung braucht, um mit den verschiedenen Modellen gut umgehen zu können. Mit etwas Erfahrung, der passenden Technik und einer an die Gegebenheiten angepassten Leistung handelt es sich bei dieser Art des Rasenmähens jedoch um eine willkommene Alternative für große Flächen und Anlagen.

Read More
Produkte

So bauen Sie Ihren Carport selbst

Ein Carport auf dem eigenen Grundstück ist überaus praktisch. Er sieht nicht nur gut aus, sondern bietet die Möglichkeit, Fahrzeuge und Co. unterzustellen und damit vor ungemütlichen Witterungsbedingungen zu schützen. Damit handelt es sich bei diesem „Accessoire“ um ein Konstrukt, das durchaus dazu beitragen kann, den Werterhalt eines Autos zu unterstützen.

Wer von einem Carport profitieren möchte, kann ein Carport leicht selbst zusammenstellen. Im Vorfeld gilt es jedoch, nicht nur die richtigen Materialien zu besorgen, sondern auch, noch weitreichendere Überlegungen anzustellen.

Wo soll der Carport stehen?

Im ersten Schritt gilt es natürlich, den perfekten Standort für den Carport ausfindig zu machen. Achten Sie hier immer darauf, dass zur Wetterseite hin ein Schutz, durch das Dach bzw. eine Wand, aufrechterhalten wird. Sofern die Platzverhältnisse ausreichen, ist es auch möglich, den Carport direkt an das Haus zu bauen.

Weiterhin gilt es, auch im Zusammenhang mit dem Standort, zu klären, wie groß der Carport sein soll. Sollen hierin vielleicht sogar zwei Fahrzeuge Platz finden? Sollen weitere Gerätschaften untergebracht werden? Vielleicht möchten Sie den Carport auch das ein oder andere Mal als überdachte Partylocation nutzen?

Achtung! In einigen Orten ist es wichtig, sich vor dem Bau eines Carports eine Baugenehmigung zu holen. Ansprechpartner hierfür ist das jeweilige Bauamt.

Das brauchen Sie für den Carport-Bau

Ein klassischer Carport besteht in der Regel hauptsächlich aus Holz. Im Bereich des Dachs können Sie sich alternativ auch für die Verwendung von Kunststoff oder Wellblech entscheiden.
Mit Hinblick auf die Optik sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Carports mit Flachdach sind hier ebenso beliebt wie Modelle mit Sattel- oder Pultdach. Achten Sie jedoch immer darauf, dass das Regenwasser jederzeit ungehindert abfließen kann.
Ihre „Einkaufsliste“ zum Bau Ihres Carports sollte weiterhin wie folgt aussehen…:
Sechs stabile Pfosten aus Holz

  • Querbalken
  • Stützstreben
  • Beton
  • Pfostenträger
  • Dachabdeckung
  • Hammer und Bohrer
  • Eine Säge
  • Spaten
  • Schaufel
  • Schraubenzieher und Schrauben
  • Arbeitshandschuhe
  • Bolzen
  • Winkel

Achtung: je nach Größe und Form des Carports müssen die Materialien selbstverständlich angepasst werden.
Ein wenig einfacher ist es natürlich, wenn Sie auf einen fertigen Carport Bausatz zurückgreifen. Hier können Sie sich nicht nur sicher sein, dass alle Materialien vorhanden sind, sondern werden auch mit einer passenden Anleitung bedacht.

Read More
Produkte

Wichtige Infos zur Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung gehört nicht zur Riege der so genannten „Pflichtversicherungen“, ist jedoch schon jetzt für viele Menschen zu einem unverzichtbaren „Must Have“ geworden. Vor allem dann, wenn Sie planen, ein Haus zu finanzieren, kann die Bank eine derartige Versicherung sogar als Grundvoraussetzung zur Kreditvergabe stellen.

Was deckt eine Gebäudeversicherung eigentlich ab?

Generell gilt natürlich, dass die Anzahl bzw. die Art der Schäden, die im Zuge einer Gebäudeversicherung abgedeckt werden, von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen abhängig ist.
Die meisten Anbieter offerieren jedoch eine Absicherung mit Hinblick auf Schäden, die infolge von…:

  • Bränden
  • Hagel
  • Blitzeinschlägen
  • Wasserrohrbrüchen
  • Explosionen
    und Sturm hervorgerufen werden. Weiterhin gibt es die Möglichkeit zusätzlicher Versicherungsfälle, wie beispielsweise Überschwemmungen oder Lawinen. Ob dieser Zusatz notwendig ist, entscheidet im Wesentlichen die Wohnlage.

Wer verschiedene Anbieter miteinander vergleicht, bemerkt schnell, dass die Versicherungssumme in vielen Fällen über kein Limit nach oben verfügt. Vielmehr können ganze Gebäude, jedoch auch „nur“ Einzelelemente, wie Rohrleistungen oder Elektrikanlagen ersetzt werden.

Ein weiterer Punkt der mit Hinblick auf das passende Versicherungsmodell berücksichtigt werden sollte, ist die Frage danach, ob lediglich das Haupthaus oder auch andere Gebäude, wie Garage oder Schuppen, mitversichert sind. Ermäßigungen mit Hinblick auf den Versicherungsbeitrag werden oft im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen gewährt.

Was kostet eine Gebäudeversicherung?

© Viktoria Gavrilina | Dreamstime.com

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Vielmehr ist die Höhe des Versicherungsbeitrags unter anderem von dem Gesamtwert des Gebäudes und dessen Größe, dem jeweiligen Standort, dem Alter der Immobilie und etwaigen Extras wie Schwimmbad oder Sauna abhängig.

Hierbei handelt es sich also durchaus um ein breitgefächertes Feld, in dessen Zusammenhang einzelne Anbieter unbedingt miteinander verglichen werden sollten. Da hilft ein Gebäudeverischerung Test auf www.gv-vergleich.de weiter.

Informieren Sie sich in jedem Fall unter anderem auch über die Art der Schäden, die im Zuge der Versicherung abgedeckt werden und bringen Sie in Erfahrung, ob ein Limit mit Hinblick auf die maximal erstattbare Summe vorliegt. Interessant ist es auch, ob Schäden, die im Zusammenhang mit Einbrüchen hervorgerufen werden, von der jeweiligen Versicherung abgedeckt sind.

Übrigens: eine Gebäudeversicherung ersetzt noch keine Hausratversicherung, sondern soll diese -im Idealfall-lediglich ergänzen. Mit Letzterer werden nicht nur Einrichtungsgegenstände, sondern unter anderem auch Elektroartikel und Bargeldbestände im Haus abgesichert.

Read More
Wurmwanderkasten Bauen
Wurmkisten

Wurmwanderkasten bauen

Der Wurmwanderkastens – machen Sie sich die Arbeit der Regenwürmer zunutze!

Nicht nur Gartenprofis wissen: Regenwürmer sind unglaublich nützliche Tiere. Einer ihrer Vorteile ist es, dass sie nicht nur die Bodenstruktur merklich verbessern, sondern auch dabei helfen, den Boden im Allgemeinen fruchtbar zu halten. Dabei handelt es sich bei ihnen noch um vergleichsweise „genügsame Zeitgenossen“. Sie leben zusammen mit anderen Kleinstlebewesen und stellen -quasi ganz nebenbei- auch noch den nährstoffreichen Regenwurm-Humus her. Die passenden Würmer für Ihren Garten finden Sie hier.

Regenwürmer im Garten

Regenwürmer charakterisieren sich unter anderem durch die Tatsache, dass sie…:

  • den Boden belüften
    Dendros
    Kompostwürmer: Dendros, jung & adult
  • den Pflanzen die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen erleichtern
  • an der Bildung der Ton-Humus-Komplexe beteiligt sind.

Zudem wandeln sie die Abfälle aus dem Garten in wichtige Nährstoffe um. Kurz: eine gesunde Anzahl an Regenwürmern in Ihrem Garten hilft Ihnen dabei, Ihre Pflanzen gesünder wachsen zu lassen. Ganz besonders geübt im Verarbeiten von Kompostmaterial sind die „Kompostwürmer„, eine Gruppe Regenwürmer die sich vor Millionen von Jahren darauf spezialister haben organisches Material schnell umzusetzten. Um auf plötzlich anfallende Mengen, (z.b. Laub im Herbst) reagieren zu können, haben die Kompostwürmer Arten rund um den Wurm „Eisenia fetida“ die schnellesten Vermehrungsraten aller Regenwürmer.

Das Kompostieren im Wurmwanderkasten

Schon seit längerer Zeit ist der Wurmwanderkasten eine willkommene Alternative zum klassischen Kompostkasten geworden. Sein Vorteil liegt unter anderem in der Tatsache, dass er in der Regel vergleichsweise wenig Platz braucht und damit auch in einer kleineren Ecke des Grundstücks aufgestellt oder eingegraben werden kann. Zudem müssen Sie nicht fürchten, dass der Kasten einen starken Eigengeruch ausstrahlt. Im Gegenteil! Er bietet sogar Schutz vor ungebetenen Gästen wie Ratten und Co.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei eingegrabenen Wurmwanderkästen; sie werden durch das Erdreich isoliert, so dass die wichtigsten Komposthelfer im Sommer nicht austrocknen und im Winter länger aktive sind. Zudem können die Dimensionen des Wurmwanderkastens frei gewählt werden, so dass es möglich ist, beliebige Mengen an Gartenabfällen zu kompostieren.

Je nachdem, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben, empfiehlt sich entweder ein Wurmbaukasten mit drei oder zwei Kammern. Sorgen Sie jedoch immer für einen halbschattigen Standplatz!

Wurmwanderkasten bauen

Ihr eigener Wurmwanderkasten ist mit wenigen Schritten angelegt:Wurmwanderkasten Kompost

  1. Heben Sie ein Loch mit einer Tiefe von circa 60 bis 70cm aus.
  2. Begradigen Sie den Boden und legen Sie ihn mit Lochziegeln aus. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Löcher senkrecht stehen. damit Wasser und kleine Lebewesen in den Boden kommen.
  3. Legen Sie die äußeren Lochziegel genau in die Waage, so dass keine Zwischenräume entstehen können.
  4. Jetzt ist es an der Zeit, die Holzumrandung für den Wurmwanderkasten zu bauen und diese in Kastenform in die Erde einzulassen.
  5. Mauern Sie anschließen die Trennwände mit Lochziegeln. Am einfachsten gelingt das, wenn Sie hier mit einer Mischung aus drei Teilen Sand, einem Teil Zement und ein wenig Wasser arbeiten. Wichtig ist es in jedem Falle, dass die Löcher hier nun horizontal liegen. Immerhin sollen Ihre Würmer sich auch zwischen den Abtrennungen hin und her bewegen können.
  6. Decken Sie den Kasten von oben her ab. Dies schützt zusätzlich vor Fressfeinden und einer Austrocknung des Wurmwanderkastens.
  7. Nachdem Ihr Kasten nun steht, steht einem effektiven Kompostieren nichts mehr im Wege. Hierzu füllen Sie eine Schicht aus circa zehn Zentimetern organischer Abfälle in eine der Kammern und überstreuen alles mit ein wenig Gesteinsmehl.
  8. Jetzt lassen Sie die Kompostwürmer „einziehen“ und füttern sie weiter mit organischen Abfällen. (Tipp: vor allem Kaffeesatz und etwas Kartonage werden von den Tieren als besonders lecker empfunden!) Achten Sie jedoch immer darauf, dass krankes Laub o.ä. nicht in den Kompost bzw. in Ihren Wurmwanderkasten gehören!

Wenn eine Kammer nun komplett voll ist, können Sie mit dem Betrieb der zweiten starten. Das Faszinierende: hat sich der Inhalt einer Kammer in Humus verwandelt, ziehen die Würmer über die Löcher um und widmen sich der Umwandlung der anderen Kammer. Als Richtwert für die Dauer der Umwandlung einer Kammer gilt hier eine Zeitspanne von circa sechs bis zehn Monaten. Danach kann der nährstoffreiche Wurmkompost geerntet und im Garten an den betreffenden Stellen verteilt und eingearbeitet werden. (Wie ernte ich den Wurmhumus?)

Wurmwanderkasten – die Anordnung der Ziegel entscheiden

Der Bau eines Wurmbaukastens, wie er hier beschrieben wurde, garantiert Ihnen maximale Kontrolle über die Tätigkeit Ihrer Würmer. Sie füllen die verschiedenen Kammern, egal, für wie viele Sie sich entscheiden, nacheinander mit den organischen Abfällen, können quasi dabei zusehen, wie die Kompostwürmer das Material in den nährstoffreichen Humus verwandeln und füllen dann, wenn Sie den besagten Humus „geerntet“ haben, einfach eine neue Schicht an organischem Material in den nächsten Boxbereich ein. Die Würmer werden dann von der neuen Nahrung angezogen und suchen sich ihren Weg durch die Löcher in den Ziegeln, die wie kleine Törchen wirken.

Eine Alternative zu dieser Methode stellt eine andere Bauweise dar. In deren Zusammenhang arbeiten Sie die Ziegel ausschließlich quer auf dem Boden liegend ein. Diese Entscheidung bietet den Würmern nicht nur mehr Platz, sondern auch die Möglichkeit, dort zu „arbeiten“, wo sie es gerade möchten.

Nachteile des Wurmwanderkastens

Dank des einfachen Designs ist der Wurmwanderkasten, sehr stabil und kaum anfällig für Probleme. Dank der konstanten Temperatur läuft die Kompostierung der Gartenabfälle gleichmäßig. Spätetens beid er Ernte kommt dann leider ein Problem. Das Ernten des fertigen Wurmhumus ist augfrund seiner unterirdischen Lage, recht schwer. Um das zu erleichtern, empfehlen wir eine Gartenkelle, einen Eimer und Knieschützer.

Alternative zur Wurmkiste

Wurmkiste "Wurm Cafe"
Wurmkiste „Wurm Cafe“

Für welche Version des Wurmwanderkastens Sie sich schlussendlich entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Komplett auf die untenliegenden Ziegel sollten Sie dennoch nie verzichte. Die durch sie entstehenden Löcher bieten den Tieren unter anderem einen wichtigen Schutz vor Maulwürfen und Ratten, sowie die Möglichkeit vor Frost nach unten zu flüchten.

Suchen Sie eine kleinere Möglichkeit Ihre Abfälle zu kompostieren, empfehlen wir das Wurm Cafe, welches auch Kompostwürmer verwendet oder einen Bokashi Eimer, der sogar Fisch und Fleischreste geruchslos verarbeiten kann. Ihren individuell passenden Komposter finden Sie bei uns im Shop.

Read More
Allgemein

Hagebutten im eigenen Garten

Hagebutten im eigenen Garten – optisch und kulinarisch ein Genuss!

Hagebutte
© Uwe Kunze – Pixelio

Keine Frage: die Hagebutte hat viele Fans! Wer sie nicht „nur“ aus dem Glas genießen, sondern auch im eigenen Garten anbauen möchte, sollte einige Punkte beachten. Vor allem gilt: Hagebutte ist nicht gleich Hagebutte! Hier sind bei den verschiedenen Arten unter anderem Unterschiede mit Hinblick auf die Anzahl der ausgebildeten Früchte zu verzeichnen.

Welche Hagebuttensorte ist die „beste“?

Gartenbesitzer, die Wert auf eine besonders reiche Ernte legen, sollten sich beispielsweise für die Richard Strauss-Hagebutte oder die Wilhelm-Hagebutte entscheiden. Für den Fall, dass Ihr Garten nicht sonderlich groß ist, bietet sich unter anderem auch das Anpflanzen der „Snow Star“-Hagebutte an.

Mit Hinblick auf das Einpflanzen verfügen Sie -bei allen Arten- über drei Möglichkeiten.
1. Sie entscheiden sich für den Kauf eines Setzlings im Fachhandel.
2. Sie nutzen einen Wurzelausläufer eines bestehenden Strauchs.
3. Sie sähen aus. (klarer Nachteil: eine vergleichsweise lange Keimzeit. Daher greifen nur wenige Gärtner auf diese Variante zurück.)
Ideal auch für Garteneinsteiger

Nach dem Einpflanzen stellt die Hagebutte in der Regel keine großen Ansprüche. Über eine besonders reiche Ernte dürften Sie sich freuen, wenn Sie sich für einen sonnigen Standort auf/ in einem kalkhaltigen Boden entscheiden.

Bitte beachten Sie auch das vergleichsweise starke Wachstum der Hagebutte und halten Sie einen ausreichenden Pflanzabstand (zwischen 1,50m und 2,00m) ein. Viele Gartenbesitzer zeigen sich auch von der Höhe der Sträucher überrascht. 2,50m sind hier keine Seltenheit. Zur Unterstützung kann hier beispielsweise mit einem Spalier gearbeitet werden.

Alles Wichtige zum Einpflanzen der Hagebutte

Der ideale Pflanzzeitpunkt für die Hagebutte ist der Herbst. Wichtig ist, dass Sie den Boden vor dem Einsetzen auflockern und im Idealfall mit der Zugabe von Kompost oder Wurmhumus arbeiten. Somit schaffen Sie die perfekte Basis für ein schnelles, gesundes Wachstum. Nach dem Einsetzen ist es wichtig, dass Sie den Strauch großzügig bewässern.

Einen wichtigen Punkt stellt auch das Zurückschneiden dar. Haben Sie den Strauch eingesetzt, lassen Sie lediglich ein paar der Knospen stehen. Mit der passenden Schnittvariante haben Sie die Möglichkeit, die letztendliche Form des Strauchs zu bestimmen. Am besten ist es hier, wenn die oberen Knospen nach außen zeigen.

Interessieren Sie sich auch für die heilsame Wirkung von Hagebutten?

Read More
Teelichtheizung für das Gewächshaus
Naturgarten

Gewächshäuser heizen? Die Teelichtheizung vorgestellt

Ein Gewächshaus gehört für viele Hobbygärtner auf dem eigenen Grundstück schon längst zum Standard. Damit hier die „reiche Ernte“ auch im Winter (und bei nächtlichen Minusgraden) nicht ausbleibt, ist eine verlässliche Heizung ein ausschlaggebender Faktor und eine Teelichtheizung kann man sogar leicht selbst bauen.

Nutzen Sie Ihr Gewächshaus – auch in der kalten Jahreszeit!

Leider bleibt das Gewächshaus vieler gartenaffiner Menschen in der Zeit zwischen November und Januar immer noch viel zu häufig ungenutzt. Dabei ist es so einfach, auch in der kalten Jahreszeit das frische, eigene (!) Gemüse und Obst zu genießen.
Mittlerweile werden mehrere verschiedene Heizungsvarianten angeboten. Doch wie unterscheiden sich die einzelnen Funktionsweisen eigentlich voneinander und welche ist die umweltfreundlichste?

So beheizen Sie Ihr Gewächshaus im Winter: Die elektrische Variante

Gewächshaus und Pferd
Thomas Max Müller / Pixelio.de

Die elektrische Gewächshausheizung gehört wohl zu den praktischsten Lösungen in diesem Bereich. Sie braucht weder Sauerstoff, noch entwickelt sie Abgase. Letzten Endes profitieren Ihre Pflanzen damit nicht „nur“ von der entstehenden Wärme, sondern auch von der Tatsache, dass sie nicht durch die Nebenprodukte einer Verbrennung in Mitleidenschaft gezogen werden. Bedenken Sie bei Ihrer Kalkulation jedoch immer auch, dass die Stromkosten durch den Betrieb der elektrischen Gewächshausheizung steigen können. Die Umweltverträglichkeit hängt natürlich fast zu 100% damit zusammen, wie der Strom produziert wurde. War es ein Solarmodul auf dem Dach oder ein Braunkohle Kraftwerk?

Die Gasheizung

Wer keine Lust auf Kabel im Gewächshaus hat, kann sich auch für die Nutzung einer Gasheizung entscheiden. Diese Heizungsart eignet sich für mittelgroße Gewächshäuser mit einer Fläche von circa 25 bis 30 Quadratmetern. Der Betrieb der Gasheizung im Gewächshaus ist günstiger als der der elektrischen Form, erfordert jedoch ein regelmäßiges Kontrollieren der Flaschen mit Hinblick auf ein notwendiges Auswechseln.

Die Petroliumheizung

Diese Art der Heizung ist eher für das Realisieren der richtigen Temperatur im kleinen Gewächshaus geeignet. Die Leistung ist hier deutlich niedriger als bei den anderen vorhergehenden Modellen. Als vorteilhaft wird von vielen Gärtnern hier jedoch die vergleichsweise lange Brenndauer empfunden. Gegen Petroleum selbst spricht natürlich die Endlichkeit der Ressource, wobei viele Modelle auch mit Bio-Lampenöl betrieben werden können.

DIY: Die Teelichtheizung

Teelichtheizung für das GewächshausWer nicht nur gärtnern, sondern etwas handwerkschaftliches Geschick hat, kann auch die Nutzung einer Teelichtheizung in Betracht ziehen. Ein Teelichtofen ist eine gute Möglichkeit um die Temperatur in einem Gewächshaus zu um ein paar Grad zu heben, ohne zu tief in die Tasche greifen zu müssen. Es sind nur wenige alltägliche Materialien nötig, und die meisten können sogar recycelt werden. Der Bau einer solcher Teelichtheizung ist ein einfaches und spaßiges Projekt.

Benötigte Materialien:

  • Teelicht Heizung Material ListeEin Tonuntersetzer ca. Ø 24cm
  • 2 Blumentöpfe mit unterschiedlicher Größe (ca. Ø 24 und Ø 16cm)
  • 3x Muttern M10
  • 6 Unterlegscheiben Karosseriescheiben M10
  • Eine 3cm lange Verbindungsmutter M10
  • Eine 10er Gewindestange

Benötigte Werkzeuge:

  • Eine Bohrmaschine mit 10er Bohrer
  • Eine Metallsäge
  • Schraubenschüssel für M10
  • Eventuell 250ml Gips zum Ausfüllen des Bodens

Und etwas handwerkschaftliches Geschick.

Teelichtheizung Anleitung

Zunächst markieren sie die Mitte des Tonuntersetzers. Das funktioniert am einfachsten in dem sie einen der Blumentöpfe mittig auf den Tonuntersetzer stellen und das Loch am Boden des Blumentopfes zum Markieren verwenden. An der markierten Stelle bohren sie nun ein Loch mit der Bohrmaschine.

Als nächstes nehmen sie die Gewindestange zur Hand und sägen sie mit der Metallsäge ein 20cm langes Stück zu.

Drehen sie nun den Tonuntersetzer auf den Kopf und stecken sie die Stange durch das gebohrte Loch. Stecken sie von oben eine Unterlegscheibe über die Gewindestange auf den Tonuntersetzer und fixieren sie diese mit einer Mutter. Lassen sie dabei aber 2-3cm der Stange unten herausstehen, damit sie dort auch eine Unterlegscheibe und eine Mutter drauf schrauben können.

Teelichtheizung Muttern
Teelichtheizung für das Gewächshaus: Muttern

Dann schrauben sie von oben eine Mutter auf die Gewindestange und dort kommt eine Unterlegscheibe drauf.

Hier schieben sie nun den ersten kleineren Tontopf drauf, gefolgt von einer Unterlegscheibe, der Verbindungsmutter, einer normalen Mutter und einer weiteren Unterlegscheibe. Diese Reihenfolge sorgt für einen guten Abstand zwischen den Tontöpfen. Das verlangsamt die Abgabe der Wärme.

Jetzt kommt der größere Tontopf drauf oben auf. Fixieren sie diesen noch mit einer letzten Unterlegscheibe und Mutter.

Um der Heizung einen noch sicheren Stand zu geben, ist es sinnvoll die untere Schale mit Gips oder Zement auszugießen. Vergessen sie nicht, zum Schluss alle erreichbaren Schrauben noch einmal fest zu ziehen.

Optional können sie oben auf die Gewindestange, wie in unserem Beispiel, eine Hutmutter anstelle einer normalen Mutter schrauben, um dem Teelichtofen etwas „Glamour“ zu verleihen 😉

Wählen Sie Brennmittel aus nachhaltigen Quellen (Rapsöl) und recycelte Tontöpfe um Ihre Heizung so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

Aus Sicherheitsgründen sollte die Teelichter besser nicht unbeaufsichtigt abgebrannt werden. Es sollte sich nichts brennbares innerhalb eines 5 m Radius befinden. Teelichtheizung für das GewächshausBeim Umgang mit offenen Flammen oder unbeaufsichtigten Geräten ist immer die Bedienungsanleitung genauesten zu befolgen und alle brennbaren Materialen zu entfernen. Wir empfehlen eine Feuerlöscher bereit zu halten. Die Teelichtofenheizung wird sehr heiß, bitte fassen Sie sie nicht direkt an, nachdem die Teelichter ein paar Minuten an waren. Wir können keine Haftung für Fehler übernehmen!

Viel Spaß beim Basteln und bleibt sicher!

Read More
Baumstumpf entfernen
Naturgarten

Baumstümpfe mit Kompost und Co. entfernen

Bäume im Garten werden am besten zwischen November und Anfang Februar gefällt. In dieser Zeit enthält das Holz am wenigsten Wasser. Bei Laubbäume tragen in dieser Zeit kaum Blätter, was den Zugang erleichtert (Wie Sie das Laub kompostieren). Vom 1. März bis zum 30. September ist das Fällen von Bäumen sogar zum Schutz von nistenden Vögeln verboten. Ist der Baum erstmal gefällt, bleibt aber ein lästiges Problem: Der Baumstumpf.

Baumstumpf ausgraben
Baumstumpf ausgraben: Kein leichte Arbeit ID 30306352
 © Petr Cihak
 | Dreamstime.com

Für die Entfernung eines Baumstumpfes wird in der Regel schweres Gerät, wie ein Bagger oder eine Stubbenfräse, benötigt. Kleinere Wurzeln lassen sich normalerweise noch mit der Hand entfernen. Doch welche Optionen stehen Ihnen zur Verfügung, wenn Sie nicht auf schweres Gerät zurückgreifen können oder die Wurzel schlicht zu groß für die Entfernung mit der Hand ist?

Im Leben (eines Baumes) kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man sich (vom Baum) verabschieden muss. Vor allem Fichten können schnell zum Problem werden, da sie zwar immer weiter in die Höhe wachsen, aber nicht sonderlich standfest sind. Bei Sturm besteht dann schnell Einsturzgefahr. Wenn Sie Ihr Hausdach nun vor Schäden bewahren wollen, sollten Sie rechtzeitig Hand anlegen um Schäden vorzubeugen bzw. zuvorzukommen.

Der Baum bzw. in unserem Beispiel die Fichte, ist relativ schnell gefällt und beseitigt, doch das eigentliche Problem ergibt sich erst nach dem Fällen des Baumes – der Baumstumpf. Hier können in erster Linie große Bäume mit ihren umfangreichen Wurzelsystemen schnell zur zeit intensiven Aufgabe werden, in deren Zusammenhang nur „schweres Gerät“, wie eine Stubbenfräse, weiterhelfen kann. Es gibt aber auch weniger aggressive, dafür langwierigere, Wege, die den Baumstumpf ebenfalls problemlos entfernen können.

Baumstumpf ausgraben

„Ausgraben?“ fragen Sie sich jetzt bestimmt, „Dass ist doch ein kraftintensiver Akt, der noch dazu einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann!“ Wir zeigen Ihnen Mittel und Wege, wie sie die Aufgabe des Ausgrabens möglichst kraftsparend erledigen können. Hier sind es vor allem Bäume mit schwachem und flachem Wurzelwerk wie Fichten, Lebensbaum und Scheinzypressen, die sich sogar mit der Hand ausgraben lassen. Dabei ist zu beachten, dass sie maximal über einen Stammdurchmesser von etwa 30 Zentimetern verfügen, anderenfalls könnte es zu schwer werden.

Beim Ausgraben von Hand ist allerdings eine gewisse körperliche Fitness Grundvoraussetzung. Auch die richtige Technik ist wichtig. Wenn Sie den Baumstumpf von Hand entfernen möchten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie vom Stamm ein mindestens 1,50 Meter langes Stück stehen lassen. Das Wurzelwerk können Sie daraufhin mit einem Spaten ringsherum ausgraben und freilegen. Ein scharfer Spaten erleichtert die Arbeit dabei sehr. Der Vorteil eines scharfen Geräts liegt auf der Hand: beim Ausgraben werden die dünneren Wurzeln direkt durchstochen, sodass Sie sich um sie nicht weiter kümmern müssen. Die dickeren Wurzeln hingegen, erfordern die Anwendung einer scharfen Axt. Hilfreich ist, wenn Sie aus jeder stärkeren Wurzel ein gut spatenbreites Stück herausnehmen, damit diese Sie nicht beim weiteren Graben behindert. Zum Schluss sollten Sie den Baumstamm samt Wurzelballen aus dem Boden heben können.

Ausbrennen von Baumstümpfen

Baumstumpf verbrennen
Alter ausgebrannter Baumstumpf ID 42744803
 © Sikth
 | Dreamstime.com

Eine überaus radikale (und weniger ratsame) Variante der Entfernung von Baumstümpfen, die leider dennoch oft empfohlen wird, ist das Ausbrennen von Baumstümpfen. Beim Ausbrennen werden große und tiefe Löchern senkrecht oder leicht schräg von außen nach innen in den Baumstumpf gebohrt. In die Löcher wird ein Gemisch aus Salpeter (Natriumnitrat) und Petroleum, welches zu einer zähen Paste verrührt wird, gefüllt. Die zähflüssige Paste wird nach dem Einfüllen in die Bohrschächte entzündet. Der so entstehende Schwelbrand sorgt dafür, dass der Baumstumpf von innen verbrennt.

Wie Erfahrungen aus der Praxis zeigen, ist diese Variante überaus unzuverlässig und funktioniert nur unzureichend. Übrig bleiben stets verkohlte Reste, die durch den Holzkohlebelag extrem schlecht verrotten. Aber nicht nur die unzureichenden Praxiserfahrungen sprechen gegen eine Anwendung dieser Methode, sondern auch zahlreiche Umwelt- und Klimaschutz Bedenken. Bei der Anwendung entsteht besonders viel Rauch und durch das Petroleum besteht die Gefahr, dass, bei falscher Vorgehensweise, Ihr kompletter Boden verseucht wird. Alternativen mit Diesel oder Brennpaste führen zu ähnlichen Ergebnissen und sind deshalb im selben Maße gefährlich und umweltschädlich. Das Ausbrennen von Baumstümpfen wird deshalb nicht mehr empfohlen.

Mit Kompost gegen Baumstümpfe

Baumstumpf entfernen
Möglichst viele, große Löcher

Günstiger und vor allem auch bequemer ist es, die Arbeit einfach der Zeit zu überlassen. Unter normalen Bedingungen dauert die natürliche Zersetzung allerdings acht bis zehn Jahre,… wie lässt sich diese also beschleunigen?

Eine Möglichkeit besteht darin, dass Sie den Vorgang unterstützen, indem Sie den Stumpf ansägen. Nehmen Sie hierfür eine Kettensäge und beginnen Sie, den Baumstumpf schachbrettartig bis zum Boden einzusägen. Sie können auch einen Holzbohrer benutzen und mit Abstand tiefe Löcher in den Stumpf hineinbohren. Die so entstandenen Löcher bzw. Schlitze füllen Sie dann mit halb verrottetem Kompost, den Sie idealerweise bereits vorher mit etwas organischem Volldünger, Hornspänemehl oder „Kompostbeschleuniger“ gemischt haben. Zum Schluss häufen Sie den unreifen Kompost auf dem gesamten Baumstumpf.

Die zahlreichen Pilzsporen und sonstigen Mikroorganismen, die im Kompost enthalten sind, beginnen sofort mit der Zersetzung des (noch) frischen Holzes. Der Holzkörper enthält allerdings nur sehr wenige Nährstoffe, weshalb Sie die nützlichen, mikroskopischen Helfer einmal pro Jahr – am Besten im Frühjahr – mit ein paar Handvoll organischem Volldünger unterstützen müssen, damit diese mit ihrer Arbeit fortfahren können. Hornmehl und unreifer Kompost sind da die natürlichste Wahl. Wenn Sie darauf achten, dass der Kompost stets feucht bleibt, beschleunigen Sie den Vorgang noch einmal.

Die Löcher können alternativ auch mit Kalkstickstoff, einem mineralischen Stickstoffdünger, aufgefüllt werden. Dieser versorgt die Mikroorganismen ebenfalls mit dem Stickstoff. Dieser ist unter anderem auch in dem bekannten Präparat „Wurzel-Ex“ als Wirkstoff enthalten. Ein normaler Kalkstickstoff-Dünger ist allerdings wesentlich preiswerter und erzielt dieselbe Wirkung. Sind die Bedingungen gut, ist der Baumstumpf bereits nach einem Jahr so sehr zersetzt, dass Sie diesen mit der stumpfen Seite einer Axt zerschlagen können.

Kommt keine der oben beschriebenen Methoden infrage, ist nicht alles verloren. Werden Sie einfach gestalterisch tätig. Mit einer schönen Kletterpflanze, die den Stumpf berankt oder als Ständer für ein Futterhäuschen setzen Sie bewusst Akzente im heimischen Garten und verschönern diesen.

Read More