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Mehr Natürlichkeit im eigenen Garten – altes Wissen gezielt nutzen

Die Gartenarbeit hat eine lange Tradition und ist ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Kultur. Über Generationen hinweg haben Gärtner und Gärtnerinnen Wissen und Techniken weitergegeben, um ihre Ernte zu verbessern und die Umwelt zu schützen. In der heutigen Welt mit ihrer modernen Technologie und chemischen Substanzen scheint altes Wissen jedoch oft vergessen zu werden. Doch die Wichtigkeit von altem Wissen in der Gartenarbeit darf keinesfalls unterschätzt werden.

Die Früherkennung von Schädlingen

Eine der wichtigsten Techniken, die in der traditionellen Gartenarbeit angewandt wurden, ist die Früherkennung von Schädlingen. Im Vergleich zu modernen Methoden, wie Pestiziden, kann die Früherkennung von Schädlingen den Schaden begrenzen und die Gesundheit der Pflanzen bewahren.

Durch die Beobachtung des Gartens und seiner Bewohner können Gärtnerinnen und Gärtner frühzeitig Schädlingsbefall erkennen und diesen korrekt bekämpfen, um den Schaden zu minimieren. Das kann beispielsweise durch das Entfernen von betroffenen Pflanzenteilen oder durch die Platzierung von Insektenfallen und -abwehrmitteln erfolgen.

Die chemiefreie Gartenarbeit

Durch den Einsatz von altem Wissen in der Gartenarbeit kann auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet werden. Chemikalien belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit des Menschen. Mit dem Wissen unserer Vorfahren können wir die Natur nutzen, um unseren Garten gesund und nachhaltig zu halten.

Ein weiterer Vorteil der chemiefreien Gartenarbeit ist, dass das natürliche Gleichgewicht im Garten erhalten bleibt. Der Einsatz von Chemikalien kann das Gleichgewicht stören und langfristig zu einem noch größeren Schädlingsbefall führen. Eine Methode, wie heute mit einfachen Mitteln der Gebrauch von Chemie vermieden wird, ist die Nutzung von eigenem Kompost. Mit einer Wurmkiste kann solcher sogar auf kleinem Raum selbst gewonnen werden.

Gewächshaus
Uschi Dreiucker / pixelio.de

Altes Wissen neu im Gewächshaus anwenden

Eine Möglichkeit, altes Wissen in die moderne Gartenarbeit zu integrieren, ist der Austausch mit anderen Gärtnern und Gärtnerinnen. In Gemeinschaftsgärten oder Gartenvereinen können Erfahrungen und Tipps ausgetauscht werden. Auch das Internet bietet zahlreiche Foren und Gruppen, in denen sich Menschen über ihre Erfahrungen in der Gartenarbeit austauschen können. Die Gewächshäuser, wie sie bei de.hallsgreenhouses.com zu finden sind, eignen sich ideal, um alte Techniken und fast schon Vergessenes wieder aufleben zu lassen. Die Gewächshäuser stellen einen für sich geschlossenen Ort dar, der ideal ist, um langsam zu lernen, zu experimentieren und zu entdecken. Das, was im kleinen Raum erlernt wird, lässt sich schnell auf den gesamten Garten erweitern.

Alte Sorten – robust in einer modernen Welt

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verwendung von alten Pflanzensorten. Viele moderne Sorten sind auf Ertrag und Aussehen gezüchtet und haben oft an Geschmack und Nährstoffgehalt verloren. Alte Sorten hingegen sind oft widerstandsfähiger und haben ein besseres Aroma. Durch die Verwendung von alten Sorten können wir nicht nur unsere Ernte verbessern, sondern auch dazu beitragen, die Vielfalt der Pflanzenwelt zu bewahren.

Ein kurzes Fazit

Altes Wissen in der Gartenarbeit ist von unschätzbarem Wert. Die Früherkennung von Schädlingen, die natürliche Schädlingsbekämpfung und die Vermeidung von Chemikalien sind nur einige Beispiele für die vielen Techniken, die uns unsere Vorfahren hinterlassen haben. Durch die Anwendung dieses Wissens können wir unsere Gärten gesund und nachhaltig gestalten und einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten. Es ist an der Zeit, das alte Wissen neu zu entdecken und in die moderne Gartenarbeit zu integrieren.

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Wurmkisten

Kundenprojekte: der Wurmwanderkasten im Garten

Immer wieder erreichen uns E-Mails von Kunden, die gute Ideen in die Tat umgesetzt haben. So auch in diesem Fall:

Wurmwanderkasten mit geschlossenem Deckel

Manche Gärtner möchten mehr als Lebensmittelabfälle in der Wurmfarm zu verarbeiten. Einen Wurmwanderkasten im Garten zu haben, kann eine wunderschöne Sache sein: es lassen sich Küchen- und Gartenabfälle zu wertvollem Wurmhumus verarbeiten. Die fleißigen kleinen Helfer setzen im Garten so einiges um und können sich dabei optimal vermehren. Im Gegensatz zur Wurmkiste steht es den Würmern frei im Wanderkasten zu bleiben, oder sich im Winter in die Warme Erde zurück zu ziehen.

Wurmwanderkasten im Garten eines Kunden gefüllt mir Gaartenabfällen

Haben Sie Lust bekommen, sich auch einen Wurmwanderkasten im Garten zuzulegen? Dann haben wir hier die passende Anleitung für Sie!

Sie können die Größe des Wanderkastens ganz bequem an die Größe Ihres Gartens anpassen. Dort können Sie dann nach belieben die Küchen- und Gartenabfälle entsorgen.

Der Wurmwanderkasten im heimischen Garten

Kompostwürmer mit Äpfeln im Wurmwanderkasten

Bestückt wird der Wurmwanderkasten wie auch die Wurmkiste mit speziellen Kompostwürmern, den Eisenia foetida. Diese spezielle Wurmart hat sich auf das verspeisen von organischem Abfall spezialisiert. Es werden aber auch Würmer aus dem Boden ihren Weg in den Wanderkasten finden, da es dort so gute Bedingungen gibt und sie dort vor Fressfeinden geschützt sind.

Äpfel im Wurmwanderkasten

Der Wurmwanderkasten wird mit Steinen ausgekleidet, die ein durchschlüpfen der Würmer erlaubt, Fressfeinde wie Mäuse, Ratten oder Maulwürfe aber abhält. Dazu kommt, dass man in einem Wurmwanderkasten mehr einseitiges Futter, also zum Beispiel auch große Mengen an Obst einsetzen kann, ohne dass der Kasten „kippt“.

Ernte des Wurmhumus aus dem Wanderkasten

Ernte des Wurmhumus aus dem Wurmwanderkasten

Zudem kann man bei einem Wurmwanderkasten in der gleichen Zeit, die eine Wurmkiste benötigt, um Humus zu produzieren, ebenfalls Wurmhumus produzieren und entnehmen. Unser Kunde kann bei seinem Wanderkasten bis zu 6 Schubkarren im Jahr an Wurmhumus „ernten“. Dies hängt aber auch immer mit der Größe zusammen, den der Wurmwanderkasten aufweisst. Kleinere Kästen können nicht so viel produzieren, die Größe des Wanderkastens hängt aber auch immer mit der Größe des Gartens zusammen.

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Naturgarten

Nisthilfen sicher & sinnvoll einfach selber bauen

Bienen sind nützliche Helfer in der Natur. Leider finden unsere Bienen jedoch nur noch selten eine richtige Nistgelegenheit. Das ist sehr schade, aber hier kann mit einer Nisthilfe Abhilfe geschaffen werden.

Honigbiene

Viele käufliche Nisthilfen sind für die Bedürfnisse der nützlichen Bienen jedoch ungeeignet und werden kaum besiedelt. Daher bietet es sich an, eine Nisthilfe selber zu bauen und so einen ganz eigenen Beitrag für das Überleben von Wildbienen zu leisten. (Wildbienen schützen ist einfach)

Wie baue ich am besten eine Nisthilfe?

Bambus Bienenhotel mit zwei bewohnten Röhren – ID 173899939 © Linda Lombardo | Dreamstime.com

Am besten schaut Ihr Euch nach getrocknetem Bambus ohne Mark um. Dieses bietet sich am besten als Material für eine Nisthilfe an. Lehm und Bambusstangen oder Nisthülsen reichen aus. Es sollte in jedem Baumarkt zu finden sein.

Ihr könnt dies mit einer Metallsäge bearbeiten, wenn Ihr es vorher in einen Schraubstock spannt. So ist es für eine Bearbeitung am besten fixiert. Aber bitte seid vorsichtig, wenn ihr mit der Säge umgeht. Wir haften nicht für unsachgemäßen Gebrauch!

Mit beiden Händen direkt hinter dem Knotenpunkt jeweils absägen und am Schleifstein entgraten. Das ist wichtig, damit sich die Tiere beim krabbeln in die Öffnungen nicht verletzen. Das Bündeln wird dann mit Draht und einer Heißklebepistole fixiert. Dann einfach das Bambusbündel in das Nisthilfengestell hineinlegen. So kann jedes Kind mit Stolz behaupten, einen eigenen Beitrag geleistet zu haben. 

Wir empfehlen das Bambus zu benutzen, da es für die Bienen den passenden Durchmesser hat und weil das Absägen und Kleben deutlich schneller geht als Löcher zu bohren. Wenn ihr fertig seid, müsst ihr die Nisthilfe nur noch an einem geeigneten Ort anbringen. Möchtet Ihr möglichst viele Wildbienen Arten gleichzeitig unterstützen, dann sollten unterschiedliche Durchmesser in die Bienennisthilfe einbohrt sein.

Aufstellung der Nisthilfen

Am besten aufgestellt ist die Nisthilfe etwa auf Kniehöhe. Die Insekten Nisthilfe am besten an einem sonnigen, aber vor Wind und Regen geschützten Ort aufstellen. Der Standort sollte in der Nähe von Blüten und Kräutern sein, so dass es die Nützlinge nicht weit haben. Wenn ihr die Möglichkeit habt, legt am besten einen kleinen Bereich in eurem Garten an, wo ihr Wildkräuter sät oder den Garten einfach so wachsen lassen könnt. Haben wir Ihnen Lust auf mehr gemacht? Dann schauen Sie sich unsere Samenbomben und Mini-Gärten an.

Fledermäuse helfen gegen Mücken? Schwalben helfen im Garten mit? Hier gehts weiter…

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Naturgarten

Ein Hummelhaus im Garten aufzustellen ist leicht und benötigt etwas Geduld

Hummelhäuser bieten einen besonderen Platz für Hummeln im Naturgarten. Doch es braucht einiges, damit die kleinen Wonneproppen da auch einziehen. Vor allem Geduld, es kann ein paar Jahre dauern, bis das erste Mal eine Hummel einzieht. Danach bekommt das Hummelhaus meistens regelmäßig Besuch. Hier sind einige Tipps, wie Sie den Hummeln helfen können, das Hummelhaus als neue Residenz zu beziehen:

Aufstellungsort des Hummelhauses

Das Hummelhaus sollte an einem ganztägig schattigen Ort aufgestellt werden, da die Hummel ihr Nest aus Wachs baut und dieses sonst im Sommer in der Sonne schmelzen könnte. Am besten aufgestellt ist das Hummelhaus in einer Ecke des Gartens, die neben dauerhaftem Schatten auch viele Trachtpflanzen beherbergt damit die Hummel Nahrung in der Nähe haben. Dazu sollte dieser Teil auch nicht gemäht werden. Ein „wildes“ Stückchen Garten wäre also ideal.

Damit Ameisen das Nest nicht plündern, sollte beim Aufstellen unbedingt an eine Ameisensperre gedacht werden. Dies geht am besten mit Wasser. Später sollte kontrolliert werden, dass keine Äste an das Hummelhaus heranwachsen und so Brücken für Ameisen bilden. Die Ameisensperre kann ein einfacher Untersetzer sein, der um den Pfeiler, auf dem das Hummelhaus steht, gesetzt wird. Diesen dann einfach mit Wasser füllen, so das Ameisen dort nicht entlang können. Das Nest wird im Inneren mit zerkleinertem Laub und Moos ausgepolstert. Danach kann die Hummelkönigin auch schon einziehen. 

Hacks, um das Hummelhaus beliebter zu machen

Hummeln ziehen bevorzugt in alte Mäuselöcher ein, da dies Grabarbeit spart. So können viele Hummelarten den Geruch von Mäusen erkennen und nutzen ihn als Wegweiser für neue Bauten. Das können wir nutzen, um die Hummelhäuser noch einladener zu machen: füllen Sie die Brutkammer zu einem Drittel mit nach Mäusen riechendem Einstreu. Den bekommen Sie in jeder Tierhandlung gratis wenn Sie erklären warum Sie ihn haben wollen.

Der zweite Trick ist noch einfacher: Malen Sie den Eingang des Hummelhauses einfach blau an. Hummeln können diese Farbe besonders gut wahrnehmen. So finden Sie den Eingang noch leichter und bewohnen das Hummelhaus schneller. 

Hummelhaus mit blauem Eingang

Hummeln im heimischen Garten sind nicht nur schön anzusehen, sondern bringen noch einige Vorteile mit sich. Zudem ist es nicht schwer, die „plüschigen Bestäuber“ von der Attraktivität des eigenen Grundstücks zu überzeugen.

Weshalb sind Hummeln im Garten von Vorteil?

Hummeln sind wahre Profis, wenn es um das Bestäuben von einzelnen Blütenblättern geht. Hiervon profitieren unter anderem verschiedene Gemüsesorten, wie zum Beispiel Tomaten, Zucchini und Gurken.

Gerade im Zusammenhang mit Gärten mit Beeten sind Hummeln dementsprechend gerngesehene Gäste. Noch dazu versprüht es selbstverständlich ein ganz besonderes Flair, wenn die putzigen Insekten regelmäßig auf dem Grundstück vorbeischauen oder sich hier sogar ansiedeln.

In welcher Umgebung fühlen sich Hummeln so richtig wohl?

Damit Hummeln sich im heimischen Garten richtig wohlfühlen, ist die Errichtung eines Nistplatzes und das Pflanzen hummelfreundlicher Blumen enorm wichtig. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang Wildblumen, wie zum Beispiel Löwenzahn und Beerenbüsche. Wichtig ist, dass bei der Ansiedlung zwischen der aktiven und der passiven Variante unterschieden werden muss. Letztere ist für Anfänger besonders gut geeignet. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied?

Die passive Ansiedlung

Bei der passiven Ansiedlung wird der Nistplatz auf dem Boden im Garten oder am Haus eingerichtet. Der Monat Februar eignet sich hervorragend, um hier aktiv zu werden, da dann die Hummelköniginnen aus ihrem Winterschlaf erwachen und sich aktiv aus Nestsuche begeben. Da die Hummelkönigin zu Fuß sucht, sollte sich der Eingang des Nestes in Erdnähe befinden. Zum Auspolstern des Nestes eignen sich unter anderem weiche Materialien, wie zum Beispiel Polsterwolle.

Die aktive Ansiedlung

Bei der aktiven Ansiedlung wird ebenfalls ein Nest auf den Boden positioniert. Anschließend ist es an der Zeit, sich auf die Suche nach einer Hummelkönigin im Garten zu machen und sie am Nest abzusetzen. Hierbei gilt es, einige Regeln zu beachten. Denn: nicht jede Königin ist auch auf der aktiven Suche nach einem Nest! Hummelköniginnen, die am Boden immer hin und her fliegen, eignen sich nicht zur Ansiedlung. Ein krabbelndes Tier sucht eher nach einem Nistplatz.

Dieses sollte möglichst sachte und ohne Stress für das Tier zum zukünftigen Nest gebracht werden. Am einfachsten gelingt dies mit einem Kescher. Dieser wird über der Hummel platziert, bevor das Netz nach oben gezogen wird. Die meisten Tiere fliegen dann automatisch nach oben.

Achtung! Manche Hummelfreunde fangen die Königin mit den Händen ein. Hier entsteht jedoch meist – für beide Seiten – unnötiger Stress.

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Löwenzahn Unkraut
Bokashi Komposter

Rasenpflege mit Effektiven Mikroorganismen ist leicht

Gerade dann, wenn sich auf einem Rasen schon Moos gebildet hat, ist es wichtig, mit Hilfe der entsprechenden Pflegemaßnahmen möglichst rasch entgegenzuwirken. Viele Hobby- und Profigärtner vertrauen in diesem Zusammenhang auf den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen. Je nach Ausmaß des Problems und abhängig von der jeweiligen Gesamtsituation bieten sich unterschiedliche Vorgehensweisen an.

Bodenaufbereitung
Bodenaufbereitung

Die folgenden Abschnitte zeigen auf, wie es unter der Nutzung von Effektiven Mikroorganismen eventuell möglich sein kann, den Zustand des Rasens zu optimieren.

Fall Nr. 1: Moos

Wenn sich Moos im Rasen breitgemacht hat, erweist sich dies als besonders ärgerlich. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich das Problem oft beheben lässt. Die folgenden Schritte können weiterhelfen:

  1. Boden auflockern, Moss durch Vertikutieren entfernen und die Fläche mit Hilfe von EM aktivieren. Je nach Ausgangssituation kann parallel dazu auch mit organischem Dünger gearbeitet werden. Auf diese Weise ist es oft möglich, den Aufbau von Humus zu unterstützen.
  2. Auch der pH-Wert spielt bei der Entstehung von Moos eine Rolle. Dieser sollte sich im Idealfall auf einem neutralen Niveau einpendeln, so dass die Pflanzen (bzw. der Rasen im Speziellen) die Nährstoffe aufnehmen kann.
  3. Sollte ein Nährstoffmangel im Boden vorliegen, was oft im Zusammenhang mit einem intensiven Moosbefall vorkommt, sollte mit dem oben genannten Dünger entgegengewirkt werden.

Fall Nr. 2: Klee

Auch Klee kann aufzeigen, dass dem Rasen Nährstoffe fehlen. Sollte der Kleebefall noch nicht allzu stark ausgebreitet sein, hilft es meist, den besagten Klee zu entfernen und die Fläche anschließend zu düngen. Auf diese Weise kann der Nährstoffmangel oft ausgeglichen werden.

Rasen kompostieren
Grasschnitt

Handelt es sich nicht nur um einen einfachen Nährstoffmangel, sondern bewegt sich der pH Wert im niedrigen Bereich und/ oder ist der Boden verdichtet, kommt der Klee mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder. In diesem Fall ist es wichtig, den Ursachen auf den Grund zu gehen und (meist) im ersten Schritt den pH Wert zu regulieren.

Beim Entfernen von Klee handelt es sich in gewisser Weise um eine Art „Fleißarbeit“. Denn: wer in regelmäßigen Abständen vertikutiert, beobachtet oft, dass die Pflanzen meist weniger stark nachwachsen.

Auch eine weitere Alternative, das Abdecken der Kleenester mit einer lichtundurchlässigen Folie und das vorherige Ausbringen von Bokashi erfreut sich mittlerweile einer großen Beliebtheit.  Nach einigen Wochen geht der Klee ein. In der „Nacharbeit“ muss die betreffende Fläche geharkt und so belüftet werden.

Fall Nr. 3: Pilzkrankheiten und Co.

Um Pilzkrankheiten und Co. vorzubeugen, kann es helfen, den Boden mit Effektiven Mikroorganismen „robuster“ zu machen. Auf diese Weise – und unter dem regelmäßigen Einsatz der Effektiven Mikroorganismen – kann vielen Befällen, unter anderem auch mit Schimmel, vorgebeugt werden.

Tigerschnegel
Tigerschnegel auf Moos

Übrigens: wie effektiv sich Effektive Mikroorganismen in den einzelnen Fällen nutzen lässt, ist im Wesentlichen auch von der Außentemperatur abhängig. Bei mehr als 10°C steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das „Projekt EM“ erfolgreich verlaufen wird. Ist es kälter, kann es sein, dass die Organismen nicht oder weniger intensiv anschlagen.

Zusatztipp: Sollten bestimmte Bereiche des Rasens besonders stark befallen sein, sollten sie am besten zweimal in der Woche mit Effektiven Mikroorganismen behandelt werden.

Fazit

Der Einsatz von Effektiven Mikroorganismen wird von vielen Hobby- und Profigärtnern nicht nur „zwischendurch“, sondern auch oft bei akuten Problemen, wie zum Beispiel Moos, Klee oder Pilzkrankheiten, geschätzt. Unter dem regelmäßigen Einsatz von Effektiven Mikroorganismen lässt sich der Bodenhaushalt manchmal auf unkomplizierte Weise wieder ins Lot bringen.

Das Hauptproblem liegt zuvor oft in einem vorherrschenden Nährstoffmangel. Dieser sorgt dafür, dass Boden und Pflanzen angreifbarer werden. Damit Effektiven Mikroorganismen sowohl zwischendurch als auch „im Notfall“ helfen können, ist es wichtig, auf die richtige Dosierung zu setzen. Als „Faustregel“ gilt: je sichtbarer das Problem ist, desto höher sollte in der Regel auch die Dosierung sein.

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zitrusfrüchte auf dem Kompost
Wurmkisten

Wie Sie Ihre Wurmkiste retten können

Nicht jeder Anfang ist leicht und manchmal klappt die Einrichtung oder der Betrieb der Wurmkiste nicht ganz reibungslos. Aber seien Sie unbesorgt: 1. Sie sind nicht der/die erste, bei dem es nicht sofort geklappt hat und 2. Wir beraten andere im Umgang mit Wurmkisten seit 15+ Jahren, zusammen bekommen wir das hin!

Diese Schritte helfen der Wurmkiste wieder zu kompostieren.

  1. Problem identifizieren
  2. Neue Heimat schaffen
  3. Hilfe einsetzen

1. Problem identifizieren:

Warum streikte die Wurmfarm?

Dieser Schritt führt zu der meisten Unsicherheit. Was ist, wenn man das Problem nicht findet? Ist dann der neue Ansatz einer Wurmkiste auch zum Scheitern verurteilt?

Erfahrungsgemäß ist das nur in den wenigsten Fällen so. Die häufigsten Probleme in einer Wurmkiste sind zu wenig Futter, zu viel Futter, zu wenig Feuchtigkeit und zu wenig Mineral Mix und falsches Futter. Diese „Fehler“ macht man meist nur einmal. Es gibt seltene Störfaktoren, welche immer wieder für Probleme sorgen können, aber dazu mehr weiter unten.

Wurmkisten Auswahl
Egal welches Wurmkisten Modell sie haben, die Tipp gelten für alle.

In fast allen Fällen geht es um eins der leicht vermeidbaren Themen: Es wurde zu viel oder zu wenig gefüttert, es wurde das Falsche gefüttert, es war zu trocken, es wurde versucht die Wurmfarm ausbruchsicher zu gestalten oder der Mineral Mix wurde nicht mehr eingesetzt.

Erst danach kommen „exotische“ Vorfälle, wie die Wurmkiste, die nicht recht laufen wollte weil direkt daneben ein Trockner läuft.

Läuft Ihre Wurmkiste noch oder haben Sie alles entsorgt? Sollte die Wurmkiste noch laufen und nicht stinken, entsorgen Sie sich den Inhalt nicht! Vielmehr räumen Sie Ihn zur Seite. Später kommt das als das neue zu Hause der „Rettungswürmer“ dazu.

PH Wert im Auge behalten

pH Wert Messen
pH Wert Messen

Eine Wurmkiste, welche kippt, versauert oft relativ schnell. Normalerweise sollte eine wöchentliche Gabe an Mineralfutter genügend Kalk beinhalten, um dem entgegenzuwirken, aber sollte viel Obst oder ähnliches gefüttert werden, kann es zu einem sinken des pH Wertes führen. Um das zu verhindern, kann man das Futter der Würmer dementsprechend anpassen oder den pH Wert regelmäßig messen. Am besten macht man dies mit einem pH-Teststreifen. Dann hat man die Möglichkeit mit etwas Algenkalk gezielt dagegen anzugehen.

Zu viel von einem Futter gegeben?

Zu viel Gefüttert scheint leicht zu vermeiden, beinhaltet aber auch zu viel von einer Sache gegeben zu haben. Kürbishaut im Herbst oder viel Obst im Sommer sind die Klassiker.

Gedanklich hilft es manchmal die Abfälle in zwei Kategorien aufzuteilen: Abfälle, welche Sie regelmäßig geben. Diese sollten mindestens zu 40-50% aus Kartonage bestehen. Das könnte z.B. alle Eierkartons, Klopapierrollen und zerissenen Versandkartons sein, sowie die bei Ihnen üblichen Gemüseabfälle. Essen Sie regelmäßig Kartoffeln und Gurken? Dann wären Kartoffel und Gurkenschalen die „regelmäßigen“ Abfälle. (Hier eine „Vollständige“ Wurmfutterliste.)

In die zweite Kategorien fallen Abfälle welche variieren. Das kann einmalig (Schalen von 2 Kiwis) sein, oder saisonal (4 Wochen lang Spargelhaut).

Auf die Abfälle der zweiten Kategorie muss etwas geachtet werden, das diese der Wurmkiste „unbekannt“ sind: Will sagen: Die Bakteriensuppe hat sich noch nicht auf dieses Gemüse spezialisiert diese Art von Abfall zu zersetzten. (Würde der Spargel regelmäßig gegessen werden, würde er schneller zersetzt werden.). Sind diese Abfälle extrem in Menge (z.B. Schalen von 3 Kürbissen gleichzeitig) oder in Art (Sauerkraut) können Sie Probleme in Form von Geruch oder Schimmel verursachen, weil die Würmer sie zuerst vermeiden werden.

2. Neue Heimat schaffen

gepresste Kokoserde
Nicht jede gepresste Kokoserde ist salzfrei

Um Ihren Kompostwürmern unter die Arme zu greifen schaffen wir zuerst mehr „Wurmbett“. Dazu verwenden Sie am besten einen 7L Block neutraler und salzfreier Kokosfaser und weichen diesen auf.

Alternativ sind 7-10L Graberde aus dem Gartenhandel geeignet. Dieses neue Substrat wird jetzt mit ein wenig des alten Substrats und einer Handvoll Mineralfutter vermischt. (Alternativ zum Mineralfutter geht auch eine Mischung aus Kalk, Melasse, etwas Mehl, Sand und Gries). Das verteilt die nötigen Rottebakterien und liefert Ihnen schnelles Futter. Am besten steht die Wurmfarm jetzt bei 20C°, zumindest für 48 Stunden.

Temperaturen in der Wurmkiste

Solange die Temperatur zwischen 15 und 18 C° liegt, fressen die Würmer und fühlen sich wohl. Sinkt sie auf 15 – 10 Grad, werden sie langsamer. Der Biorhythmus, sowie die Vermehrungsrate der wichtigen Bakterien nimmt hier ab. Zwischen 10 und 0 C° ziehen sich die Kompostwürmer in Gemeinschaftsnestern zurück und kringeln sich ein und gehen in die Winterstarre.

Eingedrehter Regenwurm
Eingedrehter Regenwurm

Tägliche Temperaturschwankungen um ein paar Grad sind sie gewohnt. Ein starkes auf und ab der Temperatur, etwa durch starke Sonneneinstrahlung im Sommer, ist allerdings ein möglicher Störfaktor.

Oberhalb von 28°C bedarf der Inhalt der Wurmkiste besonderer Aufmerksamkeit. Es sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Wurmkiste im Inneren nicht sehr viel heißer wird, (direkte Sonneneinstrahlung) und dass der Inhalt wirklich nass wie ein Schwamm ist.

3. Hilfe einsetzten

Damit die Wurmkiste wieder Kompost verarbeiten kann, müssen jetzt neue Helfer eingesetzt werden. In Deutschland gibt es 39+ Sorten von Regenwürmern, davon sind nur 3-4 für die Wurmfarm geeignet. Im Shop finden Sie unsere Eisenia Kompostwurm Mischung, in welcher die effektivsten Arten enthalten sind. Im Wurmkisten Starter Set sind Kompostwümer und alle hier erwähnten Zubehöre auch gleich enthalten.

Wählen Sie bitte nur Kompostwürmer aus, um Ihre Wurmkiste zu bestücken. Andere Würmer wie z.B. der Tauwurm, fühlen Sich dort nicht wohl genug, um sich zu vermehren. Kompostwürmer erkennen Sie meistens an dem roten Körper zusammen mit einer deutlichen gelblichen Streifung im hinteren Drittel. Sie sind im Komposthaufen oder unter Laubhaufen zu finden.

juveniler Kompostwurm Eisenia freigestellt
juveniler Kompostwurm Eisenia freigestellt

Nehmen Sie mindesten 500 Würmer, besser 1000 Stück, um die Kiste neu zu starten. Das ist eine optimale Menge, um die zukünftige Vermehrung zu gewährleisten. Es werden nämlich etwa 10 % davon die ersten Tage nicht schaffen. Nach den ersten Tagen – in denen sich Würmer vor allem unter der Hanfmatte verkriechen sollen – sollte die Dichte an Würmern hoch genug sein, dass diese sich optimal vermehren.

Dabei ist es wichtig, nicht nur die Kompostwürmer, sondern auch ihre Helfershelfer und Rottebakterien mit einzusetzen. Nehmen Sie also 1-2 Handvoll der Erde mit, aus der die Würmer kamen, bzw. schütten Sie den gesamten mitgelieferten Wurmhumus in die Wurmkiste.

Jetzt versorgen Sie die Würmer noch mit ein paar Handvoll frischer Abfälle. Lassen Sie 48 Stunden lang den Deckel ab und positionieren Sie die Wurmkiste unter eine Lampe. Danach sollten sich alle Würmer an das neue Zuhause gewöhnt haben, so dass die Kiste nun an Ihren letztendlichen Standort gebracht werden kann.

Ausbruchsichere Wurmkisten

Ein Wort der Warnung: Wurmkisten sind nicht dazu gedacht um Würmer einzusperren. Das ist sowieso kaum möglich und jeder Versuch eine Wurmkiste wurmdicht zu gestalten, wird nur zu Sauerstoffmangel führen und in einer daraus resultierenden Wurmflucht enden.

Gut gemeinte Versuche mit Netzen und Vlies die Würmern von der Wanderschaft in den Auffangbehälter abzuhalten funktioniert nur so lange wie diese regelmäßig entdreckt werden. Durch die ständige Bewegung in der Wurmkiste setzt sich nämlich alles schnell zu und dann kann kein Luftaustausch mehr stattfinden. Das ist ein großes Problem!

Ein nasses Vlies voller Wasser lässt viel weniger Sauerstoff durch, als ein Haufen Humus voller Würmer, wo der Sauerstoff noch bis in 30 cm Tiefer vordringt. Das ist sehr wichtig, denn Sauerstoff ist nicht nur wichtig für die Würmer, sondern besonders für die aeroben (luftliebenden) Bakterien, welche den Kompost so effektiv verarbeiten. Diese Bakterien sorgen auch dafür das kein Gestank entsteht. Moderne Wurmfarmen sind extra so gebaut, dass viele Schlitze und Löcher vorhanden sind. So ist ein guter Luftaustausch begünstigt.

Wurmkiste Luftlöcher
Wurmkiste Wurm Cafe Luftlöcher

Eine Wurmkiste oder moderne Wurmfarm (link) ist dazu entwickelt worden, Kompostwürmern eine möglichst ideale Wohnung zu schaffen. Die meisten (leider nicht alle) Hersteller modernen Wurmfarmen haben viel Forschungszeit investiert. z.B. produziert die Firma Reln das Wurm Cafe bereits in dritter Verbesserung (zuerst Wurm factory dann Can-o-Worms, aktuell Wurm Cafe) bereits seit den neunziger Jahren.

Es lohnt sich also, an dem durchdachten Design festzuhalten.

Um akute Wurmflucht zu verhindern – besonders an den Tagen direkt nach der Lieferung – nimmt man den Deckel der Wurmfarm ab und positioniert eine Lampe über der Wurmkiste. In ganz extremen Fällen kann man die Wurmkiste in die Badewanne stellen. Das ermöglicht zusätzlich den Abwasserhahn offen zu lassen, sollte die Wurmfarm zu feucht sein.

Störfaktoren für Würmer

In seltenen Fällen gibt es Störfaktoren, welche die Würmer nicht zur Ruhe kommen lassen, die nicht so leicht zu erkennen sind. Daher fragen wir bei Support Anfragen fast immer nach einem Bild, auf dem der Standort der Wurfarm zu erkennen ist.

Starke, oder sehr regelmäßige Vibrationen stören die Würmer. Ein Wohnwagen ist nicht für eine Wurmkiste geeignet. Steht die Wurmkiste neben einer Waschmaschine, welche 3x mal die Woche läuft, ist das kein Problem. Läuft sie 3x am Tag ist das etwas anderes.

Starke Gerüche, besonders Alkohol, Benzin, Lösungsmittel oder Ammoniak stören die Würmer auch. Allzu schlechte und stickige Luft im Keller, kann Ihre Bewegungen verlangsamen und den Kompostvorgang beeinflussen. Aerobes Kompostieren verbraucht Sauerstoff.

Weiterführende Tipps zum Betrieb einer Wurmkiste

Wurmkiste Futter Haufen
Wurmkiste Futter Haufen

Was vielen Kunden hilft, um die Rhythmen der Wurmfarm besser zu erkennen: bilden Sie aus jeder Futtergabe kleine Häufchen. Platzieren Sie die Häufchen so nebeneinander, dass Sie nach 4-6 Wochen genau sehen können, welche Häufchen langsam verschwinden und was zuerst verschwindet.

Das gibt ihnen ein gutes Gefühl dafür welche Nahrung den Würmern wirklich zu Verfügung steht und welche Abfälle etwas länger benötigen. Denn nicht alles, was man in die Wurmkiste wirft, steht den Würmern auch gleich zur Verfügung. (Macht es Sinn, Wurmfutter vorzubereiten?).

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Bei allen diesen Dingen muss man sich eines besonders vor Augen halten: Die Wurmkiste ist ein ganzes Biotop voller Helfer und Helfershelfer. Manchmal schwanken Populationen einzelner Lebewesen, manchmal ist ein Parameter wie die Temperatur, oder der Luftdruck nicht ideal. Aber fast immer gleicht sich das von alleine aus. Solange es also nicht stinkt und kein Wurm die Wurmkiste verläßt, ist Geduld oft der beste Weg.

Wir wünschen viel Erfolg bei dem Betrieb der Wurmkiste!

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Glühwürmchen Nachts im Garten
Naturgarten

Einfache Gartengestaltung für Glühwürmchen

Für viele Menschen stellt der Gedanke an im Garten umherfliegende Glühwürmchen den Inbegriff von Romantik dar. Die gute Nachricht: das Ansiedeln von Glühwürmchen im Garten ist keineswegs Zufall! Im Gegenteil! Vielmehr haben Sie die Möglichkeit, ganz nebenbei dafür zu sorgen, dass sich die kleinen, leuchtenden Tiere auf Ihrem Grundstück besonders wohl fühlen.

Glühwürmchen auf Blatt
Glühwürmchen auf Blatt

Im Folgenden verraten wir Ihnen fünf besonders hilfreiche Tipps, die Ihnen dabei helfen, die beliebten Tiere zu regelmäßigen Besuchern zu machen.

Tipp 1: Glühwürmchen fühlen sich im Dunkeln wohl

… was nicht daran liegt, dass sie ihr eigenes Glühen so wunderschön finden würden, sondern mit der Tatsache zu begründen ist, dass die Tiere im Dunkeln auf Nahrungssuche gehen und sich auch im Dunkeln nur fortpflanzen. Demgegenüber steht eventuell Ihr Anspruch eines beleuchteten Gartens. Ein Kompromiss? Beleuchten Sie nur einen Teil Ihres Gartens und verzichten Sie im anderen Bereich auf eine künstliche Beleuchtung. So geben Sie den Glühwürmchen den Rückzugsort, den sie zum Nahrung sammeln und fortpflanzen brauchen.

Tipp 2: Verzichten Sie auf Schneckenkorn!

Wieso? Auch wenn es sich ein wenig abenteuerlich anhören mag, so stimmt es doch: Glühwürmchenlarven fressen Schnecken. Jedoch stehen hier nicht alle Schneckenarten auf dem Speiseplan! Vielmehr sind es vor allem die kleinen Nackt- und Gehäuseschnecken, die den Leuchtkäfern als nährstoffreiche Nahrungsquelle dienen. Entfernen Sie diese aus ihrem Garten, tummeln sich hier tendenziell auch weniger Glühwürmchen.

Tipp 3: Düngen Sie Ihren Rasen nicht!

Generell gilt es, mit dem Ziel „Glühwürmchenbesiedlung“ auf Chemie im Garten zu verzichten. Viel sinnvoller ist es stattdessen, einen Teil der Wiese in Ihrem Garten unberührt zu lassen und hier beispielsweise „nur“ Wildblumen zu pflanzen. Diese sehen nicht nur gut aus und locken nicht nur Glückwürmchen, sondern auch viele andere nützliche Tiere, wie beispielsweise Bienen, an.

Glühwürmchen Nachts im Garten
Glühwürmchen im Garten

Tipp 4: Bieten Sie den Glühwürmchen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten!

Tagsüber werden Sie die Glühwürmchen vergleichsweise selten bzw. gar nicht zu Gesicht bekommen. Die Tiere verkriechen sich solange es hell ist, dort, wo es für sie am gemütlichsten erscheint: in Ritzen (beispielsweise von Mauern) und unter Steinen. Und genau diese Rückzugsmöglichkeiten sollten Sie auch bieten. Bitte beachten Sie auch immer, dass das Aufscheuchen der Tiere, sollten sie sich einmal hier niedergelassen haben, Stress für die Tiere bedeutet. Daher ist es selbstverständlich, dass unter besagten Platten und in den Ritzen nicht von menschlicher Hand „nach dem Rechten“ geschaut werden sollte.

Tipp 5: Vorsicht bei der Gartenpflege!

Keine Frage: die meisten Hobby- (und Profi-) Gärtner lieben es, ihren Garten zu pflegen. Besondere Vorsicht ist in diesem Zusammenhang jedoch auch mit Hinblick auf die „kleinen Bewohner“, eben auch die Glühwürmchen, geboten. Diese halten sich nicht nur unter den, sondern auch im direkten Bereich der Steine, auf und lieben es unter anderem auch, sich unter Sträuchern und Co. zu verstecken. Dementsprechend gilt es hier, gerade im Zusammenhang mit Tätigkeiten mit der Motorsäge besonders vorsichtig zu sein, um die Tiere nicht aufzuschrecken, zu verjagen oder gar zu töten.

Grundlegendes zum Glühwürmchenbesuch

Glühwürmchen suchen sich „ihren“ Garten nicht aus, weil er sie optisch beeindruckt, sondern entscheiden sich für den Ort, der ihnen optimale Voraussetzungen mit Hinblick auf…:

  • Fortpflanzung
  • Rückzugsmöglichkeiten
  • Nahrung

bietet. Wer sich hier über die kleinen, faszinierenden Tiere informiert, kann seinen Garten -unabhängig von der letztendlichen Größe- zu einem kleinen, leuchtenden Paradies werden lassen.

Ein weiterer Vorteil: wer seinen Garten entsprechend „glühwürmchenfreundlich“ gestaltet und somit binnen kurzer Zeit einige Exemplare anlockt, hat einen natürlichen Schneckenfeind für sich gewonnen. Gerade die Larven der Glühwürmchen fressen die Schädlinge erfahrungsgemäß mit Vorliebe. Mit einer Besiedlung durch Glühwürmchen profitieren Sie nicht nur im Zusammenhang mit einer ansprechenden Gartenoptik bei Nacht, sondern genießen auch die Vorteile einer natürlichen Schneckenbekämpfung.

Achtung! Glühwürmchen bitte NICHT einfangen!

Sie haben bei einem Spaziergang im Wald Glühwürmchen entdeckt und möchten diese in Ihren eigenen Garten umsiedeln? Dann ist es wichtig, die oben genannten Punkte zu beachten und unbedingt von einem Einfangen abzusehen! Abgesehen davon, dass es sich als schwieriges Unternehmen herausstellen kann, die Tiere überhaupt fangen zu können, schadet es auch deren natürlichem Bestand. Wer Glühwürmchen „in freier Wildbahn“ sieht, entdeckt sie meist während der Suche nach einem Partner. Ein Einfangen stört dieses natürliche Procedere.

Quellen:

https://www.native-plants.de/garten-tipps/nuetzlinge-im-garten/das-gluehwuermchen-leuchtkaefer

http://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/fraenkisch-crumbach/erleuchtendes-zum-gluehwuermchen_18819967.htm

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Ameise
Naturgarten

Ameisen im Haus? Hilfreiche Tipps und Tricks

Haben Sie die Ameisen bereits im Haus oder in der Wohnung, gilt es zunächst Folgendes herauszufinden:

  • Um welche Ameisenart (Wikipedia) handelt es sich?
  • Auf welche Nahrung haben sie es abgesehen?
  • Wie kommen die Ameisen ins Gebäude und wo ist ihr Nest?
Ameisen in der Wohnung

Natürlich können Sie professionelle Hilfe von einem Schädlingsbekämpfer in Anspruch nehmen oder ein natürliches Ameisenmittel anwenden. In der Regel können Sie aber mit unseren 10 Tipps die Plage ganz einfach selbst in den Griff bekommen!

  1. Ameisen umsiedeln: Solange sich das Nest noch außerhalb des Gebäudes befinden, kann das Ameisenvolk komplett umgesiedelt werden. Einfach einen Blumentopf mit Erde oder Holzwolle befüllt umgekehrt auf das Nest stellen. Sind die Ameisen umgezogen, den Topf z.B. mit Hilfe eines Spatens aufnehmen und an einen anderen Ort bringen.
  2. Ameisennest überschwemmen: Befindet sich das Nest in einem Kübel oder Blumenkasten, können Sie diesen wiederholt unter Wasser setzen, bis sich das Ameisenvolk freiwillig einen neuen Platz sucht.
  3. Ameisen umlenken: Viele Ameisenarten mögen keine Kreide. Deshalb wird ein Kreidestrich vor dem Eingang, durch den die Ameisen ins Haus wollen, zur unüberwindbaren Barriere. Den Kreidestrich sollten Sie regelmäßig auffrischen.
  4. Zugänge versperren: Ameisen dringen meistens durch irgendwelche Ritzen und Spalten ins Haus ein. Daher sollten Sie diese mit Lehm, Silikon oder Leim abdichten. Eine Alternative dazu sind klebende Barrieren.
  5. Wermutskraut: Rühren Sie 300g frisches oder 30g getrocknetes Wermutskraut in zehn Liter Wasser an und lassen Sie die Brühe 14 Tage lang gären. Die Mischung schütten Sie dann in den Ameisenbau.
  6. Ätherische Öle: Indem Sie Farnkraut, Thymian, Wacholderblätter, Kerbel, Zitronenkraut, Lavendelöl oder Lavendelblüten wiederholt auf der Ameisenstraße auslegen, stören Sie den Orientierungssinn der Ameisen. So werden sie auf Dauer vertrieben.
  7. Hausmittel: Ameisen werden auch durch intensive Gerüche abgeschreckt, z.B. von Zitronenschalen, Zimtpulver oder Essig vor den Zugängen vertrieben und verwirren die Arbeiter.
  8. Hirschhornsalz: Mit Zucker vermischt dient es als Köder. Dieser setzt giftiges Ammoniak frei, das die Ameisen nach dem Verzehr tötet.
  9. Köderfallen: Die Ameisen nehmen das darin enthaltene Gift auf und tragen es in ihren Bau, wodurch die gesamte Population bekämpft wird.
  10. Vorbeugen ist besser als Nachsorgen: Achten Sie darauf, dass keine Futterreste im Napf Ihres Haustieres übrig bleiben, denn Ameisen werden davon stark angelockt. Lebensmittel sollten trocken, sauber und dicht gelagert werden. Auch der Biomüll sollte dicht verschlossen werden und regelmäßig entsorgt werden.

Sollten alle Maßnahmen wirkungslos bleiben, probieren Sie ein Biozid auf natürlicher Basis aus. Aber halten Sie sich genau an die Anleitung und schliessen Sie das verbleibende Ameisenmittel ab. Dies gilt natürlcih ganz besonder wenn Kinder oder Haustiere im Haus sein könnten.

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Pferdemist Entsorgen
Pferdemist Entsorgen

Wie kompostiert man Pferdemist im IBC schnell?

Wenn Pferdemist in rauen Mengen anfällt, kommt schnell der Gedanke an das Kompostieren von Pferdemist. Soll Geruch vermieden werden und gleichzeitig die Menge an Mist verringert werden, liegt das Kompostieren nah. Kann die Komposterde auf dem eigenen Flächen ausgebracht werden, ist das Kompostieren die optimalste Lösung um Wege und Kosten gering zu halten.

IBC Container
Der im Artikel besprochene IBC sollte kein Gittergerüst mehr haben

Jetzt ist aber nicht Kompostieren gleich Kompostieren. Grundsätzlich muss zuerst unterschieden werden ob man mit der Hilfe von Sauerstoff (aerob) oder unter Ausschluss dessen (anaerob) kompostiert.

Es gibt gute Argumente für beide Varianten und je nach Methode unterscheidet sich der Aufwand und die eingesetzten Hilfsmittel. Genaueres haben wir in folgender Tabelle zusammengefasst. Generell kann man sagen: möchte man den Pferdemist als Dünger nutzen, hat Platz und bewirtschaftet weniger als 15 Pferde, lohnt sich die aerobe Kompostierung sehr. Mehr zu der aeroben Kompostierung von Pferdemist.

Handelt es jedoch um eine große Menge Mist (>15 Grosspferde) und soll der Mist nur etwas im Volumen reduziert werden bevor er abgefahren wird, ist die anaerobe Kompostierung oft die Methode der Wahl. Meistens geschieht dies in sogenannten Festmieten, bei denen der Pferdemist in einem Flachsilo gelagert und mechanisch verdichtet wird. In diesem Artikel geht es aber um eine alternative Version:

Pferdemist im IBC kompostieren

Leicht zu erkennen und oft leicht zu bekommen: der „Intermediate Bulk Container“ kurz, IBC. Dieser Gitterkontainer bietet ein Fassungsvermögen von 1000 Litern. Das reicht für den Mist eines Großpferdes mit Einstreu für ca. 30 Tage, bei einem Mistaufkommen von ca. 10m³/Jahr. Dies kann je nach Einstreu sehr variieren.

Wird der IBC mit Flex oder Stichsäge oben herum aufgeschnitten (Unbedingt Sicherheitskleidung mit Handschuhen und Brille tragen!), lässt er sich gut befüllen. Der ausgeschnittene Teil kann wieder als Deckel eingesetzt werden, bringt aber nur etwas wenn er so platziert wird, dass er an 2 Stellen übersteht, damit das Regenwasser nicht in den IBC läuft.

Über den Abflusshahn kann das Sickerwasser abgelassen werden. Das ist starker Dünger mit teilweise ungefestigten Nährstoffen. Daher sollte dieses Sickerwasser unbedingt über die Kanalisation entsorgt werden. Einzige Ausnahme: das Kompostwasser wird mit 20 Teilen Wasser vermischt (also 0,5l Kompostwasser auf einen 10L Eimer Wasser). Dann ist es ein guter Dünger für Starkzehrer wie Rosen und Tomaten. Er eignet sich nicht für Kräuter.

Während der aeroben Kompostierung übernehmen spezielle Bakterien welche unter sehr schwierigeren Umständen existieren können. Die Mikroorganismen und Bakterien vermehren sich rasant und es wird heiss. Dabei schrumpft das Volumen innerhalb von einigen Tagen um 10-20%, je nach Strohanteil.

Pferdemist dampft

Ist genügend Mist/Dämmung vorhanden, erhitzt sich der Pferdemist immer mehr. Ab 60 Grad übernehmen die thermophilen Bakterien, welche den Stickstoff rasant umsetzten können. Der Misthaufen dampft und kann bis zu 80 Grad Heiss werden. Das Volumen des Pferdehaufen kann sich in diese Phase der Rotte um 30% verkleinern.

Ist der Sauerstoff im IBC aufgebraucht, nach 12-24 Stunden, ziehen sich die aeroben Bakterien zurück und die Temperatur fällt recht schnell auf 25-30 Grad (Frühling bis Herbst Außentemperaturen vorrausgesetzt). Jetzt fängt das Fermentieren des Pferdemistes an.

Kompost Temperatur und Reifekurve
Kompost Temperatur und Reifekurve

Jetzt ist auch eine Möglichkeit die Qualität des Humus, sowie die Volumenreduktion zu erhöhen, indem der unreife Kompost jetzt im IBC umgegraben und ggfs. mit frischem Pferdemist wieder aufgefüllt werden kann. Das sollte die Heiss Rotte noch einmal starten um das Volumen noch einmal zu reduzieren. Setzten Sie keine Kompostwürmer in den IBC, sie würden nicht lange leben!

Nach 3-6 Wochen haben sie unreifen Kompost. Dieser kann jetzt als Festmist an andere Stelle fest gestapelt gelagert werden oder abgeholt werden. In diesem Zustand ist der Kompost noch sehr scharf und für die meisten Pflanzen nicht geeignet (Sie erfahren es genau mit dem Kressetest).

Nachteil vom Kompostieren im IBC

Jetzt kommt leider der größte Nachteil des IBC zu tragen: ihn zu leeren ist sehr anstrengend. Wer keinen Zugang zu einem Gabelstapler hat, kann sich eine Plattform mit Paletten neben dem IBC aufbauen, um diesen leichter zu entleeren. Alternativ kann man den IBC vorne aufschneiden und auf eine Plane auskippen. Um den IBC danach noch einmal zu verwenden müssen die Schnitte so gesetzt werden, dass die entstehende Klappe später mit einem Zurrgurt wieder geschlossen werden kann.

Der zweite Nachteil ergibt sich aus der Art der Kompostierung: Anaerobe Kompostierung bzw. Fermentation können starke Gerüche entwickeln. Etwas was besonders beim Umladen zu tragen kommt.

Das Kompostieren von Pferdemist im IBC ist also durchaus möglich, auch wenn es sehr umständlich und geruchsintensiv ist

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