Fahnpflanze
Allgemein

Pflanzen, Gewächshaus und Wintergarten: Auf engstem Raum alles unter einem Hut bringen

Wer einen Garten vor der Türe hat und diesen selbst gestalten darf, kann sich glücklich schätzen. Denn besonders in den vergangenen Jahren hat sich durch die klimatischen Veränderungen das Outdoorfeeling und Gardening verstärkt. Wir halten uns gern und ausgiebig im Garten auf und tun alles, damit wir uns dort aufhalten und wohl fühlen. Da werden Blumenbeete angelegt, kleine Teiche für Seerosen und Goldfische ausgehoben, oder große Schwimm- und Naturteiche. Aber auch schönste Wasserläufe mit Terrassen und Brücken, Gemüsebeete, Gewächshäuser und Co. gestaltet.

Die Vielfalt der Möglichkeiten ist besonders in diesem Bereich größer denn je. Und selbst wenn der Garten noch so klein ist, die Platzmöglichkeiten für fantasievolle Gestaltungen nicht wirklich großzügig angelegt werden können, so sind dieser für viele keine Grenzen gesetzt und echte Hobbygärtner krempeln dann erst recht die Ärmel hoch und legen los. Möglich ist alles, denn es bedarf nur der richtigen Planung und cleveren und effektiven Lösungen.

Der Wintergarten als Wohlfühl-Oase

Auch dieser kann als erweiterter Wohnraum dienen und dennoch gleichzeitig ein kleines, tropisches Paradies darstellen. Denn wer die Möglichkeiten hat, aus seiner Terrasse einen Wintergarten zu zaubern, der es in sich haben wird, sollte nicht zögern. Am besten gleich beginnen und planen. Denn mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich dieser herrliche, zusätzliche Raum im Grünen schnell auf die Beine stellen. Sobald man alles Materialien zusammengetragen hat, kann man loslegen. Und auch hier lohnt es sich selbst bei nur geringem Platzangebot einen Wintergarten aufzubauen. Denn zum Einen kann man sich hier selbst in den Wintermonaten gut aufhalten, wenn die Sonne draußen scheint und den Raum aufwärmt. Zum Anderen kann man den Wintergarten mit tropischen Pflanzen bestücken und auch mit ungewöhnlichen Sträuchern und Gemüsepflanzen.

Wer dann auch noch dafür sorgt, dass die Pflanzen auch in den dunklen Jahreszeiten, wie Herbst und Winter dennoch genügend Licht durch bestimmte Beleuchtungssysteme, wie diverse Growlampen sorgt, der kann das ganze Jahr auf verschiedene Gemüsesorten zurückgreifen und zudem sich auch täglich an der Schönheit der blühenden Orchideen und Co. erfreuen.

Tipp: Man sollte die Möglichkeit nutzen, sich die Grow Lampen im Test anzuschauen und sich dann erst für die Passende entscheiden. Denn hier gibt es viele verschiedene Größen und auch Stärken der jeweiligen Lampensysteme.

Gewächshaus und Garten

Wer nicht viel Platz im Garten hat, muss nicht zwangsläufig auf den Aufbau eines Gewächshauses verzichten. Denn diese gibt es schon in kleinsten Ausführungen und Macharten. So kann selbst das begehbare Gewächshaus dennoch nicht viel Platz einnehmen müssen. Die schmalen Bauweisen der unterschiedlichen Häuser können angelehnt an Hauswänden beispielsweise wunderbare Raumwunder für das Anpflanzen und Pflegen von Gemüsen aller Art darstellen. Vor allem für ranken Gemüsesorten wie Kirschtomaten beispielsweise. Aber auch die kleineren Pendants zu den begehbaren Häusern lassen sich auf engstem Raum aufbauen und auch unter ihnen wächst und gedeiht so einiges prächtig. Wintergarten auf der Terrasse und nebenan das Gewächshaus. Diese Variante ist ebenfalls möglich und kann sich durchaus als kleines, grünes Paradies darstellen.

Ein kleiner Teich gefällig?

Wer nur auf geringstem Raum seine kleine grüne Oase gestalten möchte, kann und muss nicht auf einen Teich verzichten. Denn eine halbierte Regentonne tut es hier durchaus auch. Man nehme eine solche Standardtonne, schneidet sie mittig durch, lässt sie an der gedachten Stelle im Garten für den Teich ein, füllt sie zuerst mit Kieselsteinen, dann Sand auf dem Boden in drei Schichten, füllt sie mit Wasser und begrünt sie anschließend mit Wasserpflanzen, wie verschiedenen Gräsern und Teichrosen, fertig! Wer dann auch noch einige Goldfische einsetzt, hat eine kleine Teichoase erschaffen, die sich Jahr für Jahr verändern und selbst begrünen wird.

Tipp: Die Fische können bei zu geringer Teichtiefe nicht draußen überwintern. Daher sollten bestimmte Bereiche des Teiches auf jeden Fall tief genug sein, wenn man dies vor hat.

Blumen und Gemüse

Eine kleine Rasenfläche in der Mitte, auf der man dann seinen Liegestuhl aufbauen kann, dazu die Terrasse, die als Wintergarten überdacht ist und am Ende dann an der Hauswand entlang das Gewächshaus. Viel Platz ist hierfür nicht notwendig. Einzig und allein die richtige und durchdachte Planung. Denn besonders dann, wenn man eben wenig Platz zur freien Gestaltung zur Verfügung hat, muss man umso genauer und minimalistischer denken und handeln. Blumen und Gemüse finden sich dabei immer wieder und lassen sich eigentlich überall mit einbringen. Das Gute an einem sehr überschaubaren Platzrefugium ist, dass man relativ schnell mit der Pflege des Gartens fertig ist. Während dies in einem großen Garten schnell einmal in ärgerliche und ungewollte Arbeit, inkl. Lärmbelästigung der Nachbarn, ausarten kann, die man stets gerne vor sich herschiebt. Besonders in der kalten Jahreszeit.

Read More
Mineral Futter für Kompostwürmer
Produkte

Das neue Mineral Futter für Wurmkisten (ehemals Mineral Mix & Wurmfutter)

Wurmkiste im Urlaub mit Zeitung
Fast volle Wurmkiste

Bevor wir erklären, wie dass das neue Mineral Futter für Wurmkisten entstand und warum es den bisherigen Mineral Mix und das Wurmfutter ersetzt, sollten wir erklären warum Mineral Futter überhaupt in Ihrer Wurmkiste nötig ist.

Es wird oft empfohlen eine Wurmkiste mit 1000 Kompostwürmern zu starten. Wenn diese Wurmkiste oder Wurmfarm dann mehrere Monate in einer warmen Küche steht und regelmäßig gefüttert wird, vermehren sich die Würmer rasant. Steht die Wurmfarm optimal, können pro Woche über 2 Kg Küchenabfälle und Kartonage zu Wurmhumus verarbeitet werden. Dabei kommen dann bis zu 15,000 Kompostwürmern in allen Größen zum Einsatz.

Die hohe Dichte an Kompostwürmern in einer Wurmkiste bedarf aber auch ein mehr an Spurenelementen, z.B.: Kies und Kalk als im durchschnittlichen Küchenabfall enthalten sind. Um eine optimale Vermehrung der Kompostwürmer zu gewährleisten, ist ein Zufüttern von Mineralien und Protein nötig, sonst droht auf Dauer ein Streik in der Wurmkiste. Um dies zu verhindern haben wir im Jahr 2006 das Wurmfutter für den schnelleren Start einer Wurmkiste, sowie den Mineral Mix für das langfristige Wohlergehen der Würmer in der Wurmkiste entwickelt.

Es gilt die Kompostwürmer optimal zu versorgen, den Kompostvorgang zu beschleunigen und die beim Kompostvorgang entstehenden Säuren zu neutralisieren. Im Laufe der Jahre hat sich unser Mineral Mix oft verändert. Immer wieder haben wir langfristige Versuche, den neuesten Forschungsstand und Kundenfeedback in unseren Mischungen berücksichtigt.

Jetzt kommt mit dem Mineral Futter eine komplette Neu- Entwicklung: Mineral Mix und Wurmfutter in einem: Das Mineral Futter als Mehl.

Kompostwurm Futter speziell für Wurmkiste

Wir waren im Jahr 2006 die ersten, die ein Zusatzfutter speziell für den Einsatz in der Wurmkiste hergestellt haben. (Nicht zu verwechseln mit dem Wurm-Wachs-Pulver für fette Würmer. Dies kann nicht dauerhaft gefüttert werden.)

  • 2006 Mineral Mix und Wurmfutter mithilfe Uni Göttingen erstmals entwickelt
  • 2008 von Papier auf Drucktüten gewechselt, weil der Energieverbrauch niedriger ist
  • 2011 Steinmehl Anteil erhöht und zu regionaler Melasse gewechselt
  • 2016 fast ausschließlich aus regionaler Herstellung
  • 2022 Mineral Mix und Wurmfutter werden zu „Mineral Futter“ & Neue Verpackung & völlig GVO frei

Mineral Futter für Kompostwürmer

Das Mineral Futter liefert pflanzliches Protein durch die Getreidearten Roggen und Triticale (Getreide mit denen unsere Familie schon länger zu tun hat). Das Protein unterstützt das Wachstum der Würmer, ohne für schlechten Geruch zu sorgen.

Wurm Kokons
Wurmkokons

Rohasche und Steinmehl liefern wichtige Spurenelemente für die Fortpflanzung der Würmer, sowie Kleinstteile, welche bei der Verdauung helfen. Kalk hilft den pH-Wert des entstehenden Humus zu stabilisieren und ist nötig bei der Bildung von Wurmkokons. Gleichzeitig wird der Nährwert des entstehenden Wurmhumus erhöht.

Melasse und Traubenzucker unterstützen den Kompostvorgang und die Bakterien der Kompostwürmer. So wird der Kompostvorgang beschleunigt.

Kompostwurm Mineral Futter als Mehl

Neu ist, das wir es mithilfe einer Futtermühle mit viel Erfahrung, geschafft haben die aktiven Zutaten des Wurmfutters so zu mischen, dass wir die Vorteile beider Mischungen erstmals in einer Mischung anbieten können: Das Mineral Futter, der neue Mineral Mix für die Wurmkiste. Dabei ist der Preis für eine Jahresversorgung fast gleich geblieben!

Bisher waren der Mineral Mix und das Wurmfutter pelletiert. Dieser Vorgang ist recht energieintensiv und sollte der besseren Dosierung und dem zusätzlichen Entfeuchten der Mischung dienen. Die letzte Jahre haben gezeigt, dass viele Kunden den „Vorteil“ der Pelletierung gar nicht als solchen wahrnehmen. Daher lassen wir seit Februar ’22 das Pelletieren weg.

Mit diesem Wechsel konnten wir auch endlich einen weiteren Traum wahr machen: Einer noch nachhaltigeren Verpackung:

Das neue Mineral Futter ist ab nun in einem wiederverschließbarem Standbodenbeutel aus beschichteter Kartonage ohne Aluminium erhältlich. Das spart viel Energie, ist wiederverwendbar und ist leicht zu entsorgen.

Harz Weser Werke
Harz Weser Werke

Abgefüllt wird Ihr Mineral Futter übrigens von den Mitarbeitern des Hilfswerks „Harz Weser Werke“. Mit dem Kauf unterstützen Sie eine soziale Einrichtung mit langer Tradition im Herz des Harzvorlandes.

Wir hoffen Ihnen etwas Einblick in die Geschichte des Mineral Mix / Mineral Futters gegeben zu haben. Wir arbeiten weiter daran es immer nachhaltiger und besser zu machen! Wir sind gespannt, was die Zukunft bringen wird.

Dieser Text wurde definitiv nicht durch einen KI erstellt. Wie fanden Sie diesen Beitrag? Kommentieren Sie unten. Wir empfehlen Ihnen auch unseren Newsletter in dem es einmal im Monat um Wurmfarmen und Kompostwürmer geht.

Read More
Allgemein

Welcher Pflanzenkübel ist wofür geeignet?

Pflanzenkübel tragen sowohl im Außen als auch im Innenbereich zu der Gemütlichkeit bei und sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag verraten, worum es sich bei einem Pflanzenkübel überhaupt handelt, aus welchen Materialien diese bestehen und wofür diese geeignet sind. 

Was ist ein Pflanzenkübel?

Pflanzenkübel sind Gefäße, in die Pflanzen eingesetzt werden können. Diese werden hierzulande unter anderem auch als Blumenkübel oder Pflanzentöpfe angeboten. Diese unterscheiden sich von einem herkömmlichen Blumentopf vor allem durch ihre Größe, da in einen Pflanzenkübel mehrere Pflanzen eingesetzt werden können. Dadurch eignen sich Pflanzenkübel zum Beispiel auch ganz hervorragend zum Anlegen von einem Hochbeet

Unterschiedliche Ausführungen und Materialien

Die erhältlichen Pflanzenkübel sind in vielen verschiedenen Farben und Ausführungen erhältlich. Somit finden Sie nicht nur hohe Pflanzkübel in diversen Materialien, sondern diese sind auch in einer kompakteren Ausführung erhältlich. 

Im Folgenden möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Materialien, aus denen Pflanzenkübel gefertigt werden, ein wenig genauer vorstellen. 

Kunststoff

Die erhältlichen Kübel aus Kunststoff sind äußerst beliebt, da diese sowohl in Innen- als auch in Außenbereichen eine gute Figur machen. Darüber hinaus sind diese nicht nur unempfindlich gegen Feuchtigkeit, sondern auch vor Frost und UV-Strahlung bestens geschützt. Pflanzenkübel aus Kunststoff sind einfach zu pflegen und halten das Gewicht einer Füllung mit Leichtigkeit aus.  

Fiberglas

Pflanzenkübel aus Fiberglas werden aus einem mit Glasfasern verstärkten Kunststoff gefertigt, wodurch diese äußerst robust und pflegeleicht sind. Zudem zeichnen sich Pflanzenkübel aus Fiberglas durch ihre Wetterbeständigkeit aus. 

Polyrattan

Die erhältlichen Pflanzenkübel aus Polyrattan bestehen aus einem Kunststoffgeflecht aus Polyethylen und erinnert optisch an natürliches Rattan. Allerdings zeichnet sich Polyrattan durch eine höhere Belastbarkeit und Langlebigkeit aus. Denn das Material ist wetterbeständig und verblasst nicht im Sonnenlicht. 

Holz

Pflanzenkübel aus Holz sind relativ schwer, fügen sich aufgrund der natürlichen Optik allerdings hervorragend in jeden Garten ein. Zudem sind die Pflanzen in einem Kübel aus Holz perfekt geschützt und können durch die Beschaffenheit des Holzes besser atmen. Zwar sind Kübel aus Holz ebenfalls sehr langlebig, zumindest sofern diese vor der Witterung geschützt und regelmäßig imprägniert werden. Denn andernfalls verrottet Holz sehr schnell, wenn dieses mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt. 

Terrakotta

Terrakottakübel bestehen aus Terrakotta, einer Mischung aus rotem und gelblichem Ton, wodurch diese Kübel ihre Farbe bekommen. Terrakottakübel sind nicht nur langlebig und witterungsbeständig, sondern auch atmungsaktiv, lassen sich allerdings aufgrund ihres Gewichts nur schwer transportieren. Und sofern Wasser in das Innere gelangt, können sich im schlimmsten Fall Risse bilden, wodurch der Kübel in der Folge platzen kann.  

Zink

Kübel aus Zink besitzen eine verzinkte, rostfreie Oberfläche aus Metall, wodurch Zinkkübel sämtlichen Wetterbedingungen trotzen. Darüber hinaus machen diese auch optisch eine Menge her, ganz gleich, ob im Innen- oder Außenbereich. Und aufgrund der Tatsache, dass Zinkkübel äußerst leicht sind, können diese einfach transportiert werden. 

Roststahl

Roststahl wird häufig auch als Cortenstahl bezeichnet. Dabei handelt es sich im Prinzip lediglich um ein Stahlblech mit einem Rosteffekt, bei dem eine darunterliegende Schutzsicht verhindert, dass der Stahl zu rosten beginnt. Zwar werden Pflanzenkübel aus Roststahl zumeist im Außenbereich verwendet, doch diese machen auch im Innenbereich eine gute Figur. 

Edelstahl

Pflanzenkübel aus Edelstahl zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Stabilität und Wetterbeständigkeit aus. Allerdings sollte zum Bepflanzen ein Einsatz verwendet werden, da es andernfalls passieren kann, dass Metallionen in die Erde übergehen und den Pflanzen in der Folge schaden. 

Wasserhyazinthe

Bei der Wasserhyazinthe handelt es sich um eine südamerikanische Pflanze, die getrocknet zur Herstellung von Pflanzenkübeln verwendet wird. Zu diesem Zweck werden die getrockneten Pflanzen zunächst gemangelt und anschließend zusammengeflochten. 

Beton

Betonkübel werden zumeist im öffentlichen Raum verwendet und diese bestehen aus einem Verbund aus Zement, Sand, Kies und Wasser. Der Nachteil dieser Kübel ist das enorme Gewicht des Betons, was es fast unmöglich macht, diese zu transportieren. Dafür sind Kübel aus Beton witterungsbeständig und benötigen nur wenig Pflege. 

Read More
Naturgarten

Mit Ollas Beete einfach und sicher bewässern

Sie sind der neue Trend, der in keinem Garten fehlen darf: die Ollas (gesprochen: Ojas). Diese porösen Tongefäße dienen der einfachen Bewässerung von Beeten und sparen sehr viel Wasser und Arbeit. Doch neu ist das System nicht.

Die Ollas bewässern die Umgebung automatisch

Ein altes System neu entdeckt

Die Bewässerung von Beeten im Garten kann mit Schlauch und Gießkanne zu einer täglichen Qual werden. Immer hin und her schleppen und dann kann doch nur von oben gewässert werden. Da bleiben die Wurzeln trocken und bilden sich nicht richtig aus. Ein neue entdecktes Bewässerungssystem kann dabei Abhilfe schaffen. Mit Ollas kann wasser- und kraftsparend gegärtnert werden.

Olla, das ist spanisch (gesprochen: Oja) und bedeutet etwa soviel wie „Töpfe“. Die Tongefäße werden im Garten eingesetzt und dienen der Bewässerung von Beeten. In vielen anderen Ländern gehört die Olla seit Jahrtausenden zur Gartenkultur dazu. Sie kann in allen Bodenarten eingesetzt werden.

Einfaches bewässern ohne viel Arbeit

Olla im Boden

Ollas sind Tongefäße, die bei niedrigen Temperaturen gebrannt werden. Dadurch bleibt der Ton porös und lässt Wasser kontrolliert entweichen. Damit dienen sie der einfachen Bewässerung von Beeten, denn sie müssen nicht täglich wieder aufgefüllt werden.

Die Ollas werden mit Abstand zu den Pflanzen in Hochbeeten oder Gemüsebeeten eingegraben und mit Wasser befüllt. In der Regel reichen 2 Ollas um eine Ganzes Hochbeet zu wässern. Ein Deckel oder Korken sorgt dafür, dass sich keine kleinen Insekten wie etwa Mücken in die Olla zurückziehen.

Wasser sparen, Zeit sparen

Der Vorteil von Ollas ist, dass diese nicht einfach unkontrolliert Wasser an ihre Umgebung abgeben. Wenn der Boden eine gewisse Feuchtigkeit erreicht hat, wird kein Wasser weiter an die Umgebung abgegeben.

Nun gibt die Olla über mehrere Tage das Wasser ab. Dies hat den Vorteil, dass die Bewässerung von oben wegfällt. Somit entstehen weniger Blattfäule und andere Krankheiten. Die Pflanze wird widerstandsfähiger und die Wurzeln wachsen durch die unterirdische Bewässerung tiefer in der den Boden. Das Bodenlebenprofitiert von einer feuchten Umgebung und gibt so besser Nährstoffe ab.

Olla mit Korken
Olla mit Korken

Nach 3 – 5 Tagen muss die Olla wieder neu mit Wasser befüllt werden. So kann den ganzen Sommer über wassersparend gegärtnert werden. Im Herbst werden die Tongefäße ausgegraben, abgespült und über den Winter eingelagert, da sie nicht winterfest sind.

Ollas richtig einsetzten

Damit Sie das beste aus Ihrer Olla rausholen, graben Sie gleich mit den Pflanzen im Frühling ein. Nachdem Sie die Olla bis zu Hals eingeraben haben, schütten Sie die Seiten gut mir Erde zu. Beginnen Sie die Olla zu füllen sobald es keinen Frost mehr geben wird. Das führt dazu, dass die Wurzeln der naheliegenden Pflanzen um die Olla wachsen. So können die Pflanzen mehr Wasser über die Olla aufnehmen, als wenn Sie erst kurz vor der Hitze im Sommer eingegraben werden.

Setzten Sie immer den Deckel, bzw. den Korken ein. Das vermeidet:

  • Wasserverlust durch verdampfen
  • Ertrinken von nützlichen Insekten
  • Das Mücken Ihre Larven im Wasser ablegen

Sobald der erste Frost kommt, sollten Sie die Olla ausgraben, grob abbürsten und frostfrei lagern. Sollte Sie im Beet bleiben, besteht große Gefahr, dass sich das frierende Wasser in den Wänden ausdehnt und die Olla zerstört.

Gefiel Ihnen dieser Tipp? In unserem Newsletter geben wir Ihnen jahreszeitlich angepasste Kompost-Tipps rund um Wurmkisten, Bokashi-Eimer und andere Komposter. Tragen Sie sich jetzt ein, um das E-Book „BESSER KOMPOSTIEREN“ gratis zu erhalten.

Read More
Produkte

Die besten Geschenkideen für Gartenfreunde, Wurmkistenbesitzer, Reiter und kleine Entdecker

Die besten nachhaltigen Geschenkideen für Naturfreunde

Ob für Gärtnerinnen, Wurmkistenbesitzer, Reiter oder kleine Naturentdecker – hier finden Sie Geschenkideen, die Freude machen, sinnvoll sind und lange im Gedächtnis bleiben. Alle Empfehlungen wurden mit Blick auf Nachhaltigkeit, Qualität und echten Nutzen zusammengestellt.

Ideal für Weihnachten, Geburtstage oder einfach als kleine Überraschung zwischendurch.

Jetzt Geschenkideen entdecken
Weihnachts Wurm

Sie suchen noch ein besonderes Geschenk für jemanden, der Natur liebt, gerne gärtnert oder sich für Tiere begeistert? Dann haben wir genau die richtigen Ideen – nachhaltig, sinnvoll und mit echtem Mehrwert.

Für Gärtnerinnen und Gärtner, die schon alles haben

Flaschengarten – „Nichts tun, immer grün“
Ein Pflanzen-Ökosystem, das sich selbst versorgt. Perfekt für Menschen, die Natur lieben, aber wenig Zeit haben. Staunen garantiert.

Faltbare Schubkarre

Faltbare Schubkarre
Extrem leicht, platzsparend und überraschend robust – ideal für kleine Gärten, Balkone oder Hobbygärtner, die clever verstauen möchten.

Tierkot-Wurmfarm
Für alle, die nachhaltig denken: Kompostiert nicht nur Küchenabfälle, sondern sogar Tierkot – sauber, geruchsfrei und unglaublich praktisch.

Jetzt Geschenke für Gärtner entdecken

Für Wurmkistenbesitzer und solche, die es werden wollen:

Starter Set für die Wurmkiste
Damit der Start gelingt: alles drin, was Würmer brauchen, um schnell loszulegen. Bringt die Wurmkiste zuverlässig in Schwung.

Premium-Modell inkl. Spende nach Afrika
Ein Wurmkiste mit doppelter Wirkung: Sie unterstützt nicht nur die nachhaltige Kompostierung hier vor Ort, sondern finanziert gleichzeitig eine Spende für eine Ziege in Afrika, welche den Menschen vor Ort beim Aufbau eigener Landwirtschaft unterstützt.

Nachfüllset & Hanfmatte
Hanfmatte und Mineral Futter für 2 Jahre. Die Hanfmatte beschleunigt die Kompostierung und das Mineral Futter optimiert die vermehrung der Würmer – ein kleines Geschenk mit großer Wirkung.

Das Wurmkisten-Buch, handsigniert
Persönlicher geht’s kaum: fundiertes Wissen und praktische Tipps, direkt vom Autor Jasper Rimpau handsigniert.

Jetzt Geschenkideen für Wurmkistenfans ansehen

Für Reiterinnen und Reiter:

MiKoWa – die Mist-Kompost-Wanne
Weniger Pferdemist! Kleineres Mistvolumen, weniger Abholung, mehr wertvoller Humus: ein Geschenk, das Zeit, Geld und Nerven spart – und den Hof nachhaltig verbessert.

MiKoWa Pferdemist Komposter mit Pferd auf Wiese
MiKoWa Pferdemist Komposter

Pferdemist verwerten – das eBook
Sofort lesen, sofort wissen, wie’s geht: kompakt, verständlich und ideal für alle, die Mist sinnvoll nutzen möchten. PDF download.

Gutschein für 6000 Kompostwürmer
Für alle, die ihren Misthaufen in eine natürliche Kompostieranlage verwandeln wollen. Ein Geschenk mit Aha-Effekt.

Jetzt nachhaltige Geschenke für Reiter entdecken

Für Kinder, Lehrkräfte und neugierige Entdecker

Ameisenkolonie, Wurmfarm und Insektenhotel

Wurmtruhe mit Schaufenster
Würmer bei der Arbeit beobachten – spannender und lehrreicher geht es nicht. Ein ideales Geschenk für Naturforscher jeden Alters.

Ameisenkolonie für Anfänger
Ein komplettes Set mit Königin und Arbeitern. Kinder entdecken spielerisch die faszinierende Welt eines echten Ameisenstaates.

Insektenhotel Bastelset
Gemeinsam bauen, im Frühjahr aufstellen und beobachten, wer einzieht. Ein schönes Naturprojekt für Familien und Schulen.

Jetzt Geschenke für kleine Naturforscher finden

Fanden Sie diesen Artikel interessant? In unserem Natur-Garten-Newsletter senden wir Ihnen solche Gartenartikel regelmäßig zu.

Read More
Wurmhumus in Säcken gelagert
Wurmhumus, Allgemein

5 Tipps für richtiges Düngen – darauf kommt es an


Pflanzen sind für ihr Wachstum auf Pflanzennährstoffe angewiesen und aus diesem Grund sollte kein Hobbygärtner auf regelmäßiges Düngen verzichten. Wie bei anderen Gartenaufgaben ist es jedoch wichtig, richtig vorzugehen und man sollte daher wissen, worauf es beim Düngen ankommt. Aus diesem Grund haben wir in diesem Artikel 5 Tipps für richtiges Düngen zusammengetragen. Wenn Sie sich daran halten, dürfte eigentlich nichts schiefgehen!

Beim Düngen spielt auch die Pflanzenart eine Rolle

Wie richtig gedüngt wird, hängt auch von der jeweiligen Pflanze ab und wenn Sie beispielsweise eine Thuja düngen möchten, sollten Sie anders vorgehen, als wenn Sie portugiesischer Kirschlorbeer düngen. Informieren Sie sich daher vor dem Düngen, was es bezüglich der jeweiligen Pflanze zu beachten gilt, denn auf diese Weise erzielen Sie das beste Ergebnis.

Mangelerscheinungen können wichtige Hinweise liefern

Phosphor Mangel
Phosphor Mangel. Die Blätter färben sich rot.

Es gibt einige Indikatoren, die auf Mangelerscheinungen hinweisen können und viele Probleme lassen sich mit Düngemittel angehen. Was für Dünger sich letztendlich anbietet, hängt auch davon ab, was den Pflanzen fehlt. Hellgrüne bis gelbliche Verfärbungen bei jungen Blättern können beispielsweise ein Zeichen für Eisenmangel sein und natürliche Eisendünger sind in solchen Fällen eine gute Lösung.

Kompostdünger eignen sich wunderbar zur Grunddüngung

Düngemittel gibt es viele, aber zumindest auf Kompostdünger sollten Sie auf keinen Fall verzichten. Kompostdünger enthalten viele organisch gebundene Mineralien und infolgedessen sind sie äußerst flexibel, weswegen sie sich für fast alle Gartenpflanzen eignen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Düngemitteln müssen Sie Kompostdünger nicht einmal extra kaufen, sondern Sie können ihn sogar selber mit Kompostwürmern herstellen. Kompostwürmer sind in der Lage, große Mengen an organischem Material schnell zu verarbeiten und hochwertigen Dünger herzustellen.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Natürlich sollten Sie möglichst auf hochwertige Düngemittel zurückgreifen, aber der Dünger allein ist nicht alles, sondern es kommt auch auf den richtigen Zeitpunkt an. Grundsätzlich ist die beste Düngezeit von Ende März bis Ende August, denn zu dieser Zeit befinden sich die Pflanzen in der Wachstumsphase und sind infolgedessen auf Nährstoffe angewiesen. Sollten Sie erst danach düngen, können sich die Pflanzen nicht rechtzeitig auf den Winter vorbereiten und werden wahrscheinlich frostempfindlich. Im Frühjahr sollten Sie hingegen darauf achten, dass die Pflanzen genügend Stickstoff bekommen und im Spätsommer brauchen sie Kalium. Der richtige Zeitpunkt ist also ausschlaggebend für den Erfolg beim Düngen.

Korrekte Lagerung ist auch bei Düngemitteln wichtig

Viele Hobbygärtner fragen sich, ob Düngemittel gesundheitsschädlich sind, aber das trifft höchstens auf minderwertige Dünger zu und selbst dann ist nicht von einem nennenswerten Risiko auszugehen, denn in Deutschland verkaufte Dünger dürfen keine negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt haben. Das heißt jedoch nicht, dass Düngemittel keine Risiken mit sich bringen und korrektes Lagern ist ein Muss. Einige Dünger zersetzen sich bei Feuer und bilden aufgrund von enthaltenem Chlor sowie Stickoxiden giftigen Rauch. Daher ist es wichtig, Düngemittel nicht in der Nähe von Brennstoffen oder Wärmequellen aufzubewahren. Zudem sollten Dünger selbstverständlich nicht oral aufgenommen werden. Abgesehen davon gibt es jedoch keine größeren Risiken.

Read More
Wurmkisten Mitbewohner
Wurmkisten

Die häufigsten Mitbewohner einer Wurmkiste und Ihre Funktion

Zusätzlich zu den hier bereits ausführlich besprochenen Kompostwürmern und Ihrer vielen Vorteile, leben noch viele anderen Tierarten in der Wurmkiste. Die meisten davon sind erwünscht (Enchytraen, Milben, Springschwänze, etc.) andere sind unerwünscht (Fruchtfliegen / Trauermücken) und weitere können als Indikator für die Gesundheit der Wurmkiste genutzt (Enchytraen, Ameisen) werden.

Springschwänze

Springschwanz

Springschwänze sind ein wichtiger Teil der „Destruenten Familie“, als der Organismen, welche das Kompostmaterial verkleinern und teilweise fressen. Sie sind 1-3 mm groß meistens weiß, bis grau-weiß.

Die kleinen Tiere leben in fast allen Böden weltweit und zerkauen Kompostmaterial zu Humus. Damit schaden sie erwachsenen Pflanzen nicht und sind auch kein Problem in der Wurmkiste.

Sollte man dennoch die Menge an Springschwänzen reduzieren wollen, oder Springschwänze als Futtertiere ernten möchten, finden Sie hier eine Anleitung.

Ameisen

Einige Wurmfarmer haben vielleicht schon Ihre Bekanntschaft gemacht: Ameisen in der Wurmkiste. Ob nun vereinzelt oder gar in Nestern sind diese kleinen Krabbeltiere gelegentlich anzutreffen und meist keine gern gesehenen Besucher.

Wie kommen Ameisen in die Wurmkiste und wie wird man sie los?

Ameise
Ameise

Zum einen sind Ameisen eine wichtige Indikatorspezies für eine zu hohe und lang andauernde Trockenheit in der Wurmkiste. Ist es trocken, fühlen sich Ameisen wohl.

Die Kompostwürmer mögen es etwas feuchter, also mischen Sie die Wurmkiste einmal durch und befeuchten Sie das Substrat mit einer Sprühflasche wenn es krümelig wirkt. Das Substrat ist am besten zwischen krümelig und matschig.

Zum anderen werden Ameisen von (viel) süßem Obst in der Wurmkiste angelockt; denn Apfel, Pfirsich und Co. sind für sie wahre Leckerbissen.

Wurmkisten Bein
So kommt keine Ameise mehr in die Wurmkiste

Obwohl es sehr vereinzelte Berichte gibt in denen die Ameisen Wurm Kokons wegtragen, stellen sie für die Kompostwürmer (Eisenia) keine Gefahr dar. Das Hauptproblem ist, das beide Arten das gleiche Futter mögen, so dass die Ameisen Futterkonkurrenten für die Kompostwürmer darstellen.

Um Ameisen zu vermeiden stellen Sie die Wurmfarm in Dosen mit Wasser. Möchten Sie Ameisen bekämpfen, welche mit der Wurmkiste von draussen ins Haus kommen (im Winter etwa), empfehlen wir diese Köder mit natürlichem Wirkstoff.

Assel

Kellerassel

Einheimische Asseln werden zwischen 0,3 und 1 cm groß. Ihr Körper ist vom Rücken bis zum Bauch abgeplattet und besteht aus mehreren Körpergliedern, die wie ein Kettengerüst wirken. Bei Gefahr können sie sich zu einer Kugel zusammenrollen.

Asseln kommen nur dann in der Wurmkiste vor, wenn sie entweder bewusst eingeführt wurden oder wenn sie aus Versehen über Laub und Gartenabfall in die Kiste gelangen. Die kleinen Krebstiere atmen mit Kiemen, die sie beständig feucht halten müssen, daher verlassen sie die Wurmkiste innerhalb einer Wohnung nicht.

Da Asseln mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen auch frische und zähe Pflanzenabfälle gut zerstückeln und verdauen können, sind sie für die Humusbildung hoch bedeutsam. Ihr Auftreten stellt somit kein Problem dar und kann ignoriert werden.

Milben / Raubmilben

Milben in einer Wurmfarm
Milben in einer Wurmfarm

(Horn)Milben gehören zu den häufigsten Mitbewohnern einer Wurmfarm. Größe, Färbung und Beweglichkeit können sich bei den unterschiedlichen Arten stark voneinander unterscheiden.

Sie gehören zusammen mit den Weberknechten, den echten Spinnen, den Skorpionen und einigen anderen Gruppen zur Gruppe der Spinnentiere. Daher haben sie einen zweigeteilten Körper und acht Beine. Besonders schnelle Arten der Milben sind sogenannte Raubmilben, welche sich teilweise von anderen Milben, z.B. den Spinnmilben ernähren.

Die Larven der Milben haben dagegen 6 Beine, das kann manchmal etwas zur Verwirrung führen. In der obersten Bodenschicht tragen Milben zusammen mit Springschwänzen, Asseln und Regenwürmern entscheidend zum Abbau von organischem Material bei. Auch zerfallender Holzmulm wird von einer Unmenge von Milben besiedelt. Ein Kubikdezimeter Boden kann zwischen 100 und 10.000 Milben beherbergen. Neben den Springschwänzen gehören Hornmilben und Raubmilben daher zu den individuen reichsten Bewohnern in der Wurmkiste. Horn und Raubmilben sind nicht mit den Pflanzenschädlingen Wurzelmilben zu verwechseln!

Flüchtlige Milben vertrocknen in der trockenen Luft unserer Wohnungen in kürzester Zeit. Man kann diese Winzlinge also ganz entspannt beobachten. Sollte es aufgrund von einseitigem Futter zu Situationen kommen, in denen sich die Milben sehr stark vermehren, kann man die Population reduzieren, indem man eine Scheibe Toastbrot über Nacht in die Wurmkiste legt. Am nächsten Tag wird diese dann zusammen mit den draufsitzenden Milben entsorgt. Starke Schwankungen in der Bevölkerung sind zum Beispiel direkt nach dem Starten der Wurmkiste völlig normal.


Hornmilben (auch bekannt als Raubmilben) und Wurzelmilben sind zwei verschiedene Arten von Milben, die in unterschiedlichen Umgebungen vorkommen und unterschiedliche Auswirkungen auf Pflanzen haben.

Hornmilben vs. Wurzelmilben

Hornmilben (Raubmilben):

  • Hornmilben gehören zu den Raubmilben und sind Nützlinge im Gartenbau.
  • Diese Milbenarten ernähren sich von anderen schädlichen Milben, Insekten oder deren Larven, die Pflanzen schädigen können.
  • Hornmilben können dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht im Garten aufrechtzuerhalten, indem sie Schädlinge natürlicherweise kontrollieren.
  • Sie sind für Pflanzen in der Regel nicht schädlich.

Wurzelmilben:

  • Wurzelmilben hingegen sind Schädlinge, die sich auf den Wurzeln von Pflanzen festsetzen.
  • Sie können Pflanzen schwächen, indem sie sich von den Nährstoffen in den Wurzeln ernähren oder Krankheiten übertragen.
  • Wurzelmilben können zu Gelbfärbung, Welken und einem allgemeinen Rückgang der Pflanzengesundheit führen.
  • Einige Arten von Wurzelmilben können schwerwiegende Schäden an Pflanzen verursachen und erfordern Maßnahmen zur Bekämpfung.

Insgesamt sind Hornmilben nützliche Organismen, die helfen können, den Befall schädlicher Insekten oder Milben zu kontrollieren. Wurzelmilben hingegen sind Schädlinge, die direkt die Wurzeln von Pflanzen angreifen und ernsthafte Schäden verursachen können. Bei der Pflege von Pflanzen ist es wichtig, zwischen Nützlingen und Schädlingen zu unterscheiden, um angemessene Maßnahmen zur Erhaltung der Pflanzengesundheit zu ergreifen.

Enchytraen

Enchytraen

Enchytraen sind sehr kleine Würmchen mit einer Körperlänge von 0,5 – 3 cm. Sie sind weiß bis hellgelb gefärbt und wesentlich dünner als Kompostwürmer, sodass sie sich deutlich von diesen unterscheiden. Auch sie ernähren sich von abgestorbener Materie, bevorzugen jedoch ein eher saures Milieu. Enchytraen sind zu schwach um sich selbst Gänge im Boden zu Bohren.

Wenn sich in Ihrer Wurmkiste wirklich sehr viele Enchytraen einfinden, ist das Substrat zu sauer. Hier können Sie Abhilfe schaffen, indem Sie Kalk oder Mineralmischungen (Mineral Futter) zugeben.

Enchytraen werden übrigens oft als Futtertiere für die Aquaristik und Terraristik gezüchtet. Dies ist auch in einer Wurmkiste möglich, wenn spezielles Futter eingesetzt wird.

Trauerfliegen

Trauerfliegen gehören zur Gattung der Mücken. Sie werden bis zu 7 mm groß und sind dunkel gefärbt mit einem schlanken Körper. Ihre Flügel sind charakteristisch dunkel, deren die Mittelader sich glockenförmig aufteilt. In eine Wurmfarm kommen sie meist über Blumenerde und können sich von dort aus in der ganzen Wohnung ausbreiten. In der Wurmfarm erfüllen sie keine sinnvolle Funktion.

Am einfachsten wird man die Plagegeister mit Neemöl oder Nematoden wieder los. Auch Gelbtafeln können helfen, bei einem akuten Befall die Plage einzudämmen. Bitte vermeiden Sie Erde aus unbekannter Quelle (Baumarkt, Gärtnereien) in die Wurmkiste zu geben.

Fruchtfliegen

Fruchtfliege

Die kleinen Fliegen können schnell mal zur Plage werden. Sie können schon mal vorkommen (auch in einer Wurmfarm), sind aber leicht zu beseitigen. Fruchtfliegen kommen bereits in der Schale von Obst in die Wurmfarm und sind somit schwer zu vermeiden.

Es gibt aber ein paar Möglichkeiten das Risiko einer Invasion sehr zu reduzieren. Die beste Waffe im Kampf gegen die Fruchtfliegen ist die Hanfmatte, der Gelbstecker und die Fruchtfliegen Falle (mehr dazu in diesem Beitrag).

Hundertfüßer/Tausendfüßer

Äußerst selten kommen im Kompost auch Hundertfüßer vor, die zu der Familie der Tausendfüßer gehören. Sie haben jedoch längere Fühler und Beine als die Tausendfüßer und können zudem sehr schnell rennen, womit sie sich ebenfalls von den langsamen Tausendfüßer unterscheidet.

Hundertfüßer leben räuberisch und schnappen sich hin und wieder auch mal einen jungen Regenwurm. Dies stellt jedoch keine ernsthafte Gefahr für die gesamte Wurmbevölkerung dar und gehört in der Natur zum Lebenskreis dazu.

Ohrenkeifer

Ohrenkeifer Forficula auricularia
Ohrenkeifer Forficula auricularia

Ohrwürmer (Dermaptera) sind eine Ordnung der Insekten und gehören zu den Fluginsekten (Pterygota). Ohrwürmer bevorzugen warme Gebiete und Habitate. Sie ernähren sich von Pflanzenteilen und Bestandsabfall, einige Arten sind jedoch auch Räuber und jagen kleinere Insekten. Die Zangen werden, je nach Art, bei der Jagd auf kleine Insekten, zur Flügelentfaltung und zur Verteidigung genutzt, nicht zum Kneifen in Ohren, wie der Name Ohrkneifer suggerieren könnte.

In der Wurmkiste sind sie selten zu finden und gelten höchsten als Futterkonkurrenten. Ein Entfernen ist nicht nötig.

Kompost aus der Kiste
Kompost aus der Kiste

Möchten Sie noch mehr über Wurmkisten erfahren? Dann lesen Sie das Buch „Kompost aus der Kiste“ von Jasper Rimpau, welches bereits in der zweiten Auflage im Ulmer Verlag erschienen ist. Wer jahreszeitlich passende Information per email bevorzugt., trägt sich hie rin den Wurmpost Newsletter ein.

Bildnachweise: Wurmwelten.de, Werner David, Wikimedia
Read More
Kompost Material
Komposthaufen

Lebensraum nicht nur für Regenwürmer: Kompost selbst herstellen

Regenwürmer fühlen sich in einem feuchten und lockeren Erdreich wohl. Das gilt nicht nur für reguläre Erde und im Handel erhältliche Blumenerde, sondern auch für den Kompost: Hier sind besonders viele Nährstoffe vorhanden, über die sich Würmer und viele andere Tiere, die im Garten zu finden sind, freuen. Grundsätzlich ist es ganz einfach, Kompost selbst herzustellen: Mit diesen Tipps gelingt es spielend.

Kompost im Garten benötigt den richtigen Ort

Zugegeben: Kompost ist bei Regenwürmern zwar beliebt, für Menschen aber nicht unbedingt eine appetitliche Angelegenheit. Immerhin landen dort zahlreiche Komponenten aus dem Haushalt und dem Garten, die dort absichtlich gemeinsam verrotten sollen. Das bringt naturgemäß mit der Zeit einen strengen Geruch mit sich. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, dass sich der Kompost möglichst weit von Terrasse oder Haustür entfernt befindet, um die Geruchsbelästigung in Grenzen zu halten. Da Kompost eine bestimmte Kerntemperatur benötigt, sollten Sie ihn an einer geschützten Stelle anlegen: Wind kann die Temperatur verringern und so den Kompostiereffekt verlangsamen.

Kompost Material

Karton, Pflanzenabfälle und Co.: Was darf alles auf den Kompost?

Wenn es darum geht, was alles auf den Kompost gehört, um diesen möglichst effizient zu gestalten, raten Gartenexperten dazu, eine möglichst ausgewogene Mischung aus grünen und braunen Elementen zuzuführen. „Grünes“ sind Pflanzenbestandteile, die dem Kompost Stickstoff liefern.

Dazu gehören beispielsweise biologische Küchenabfälle, Grasschnitt, Schnittblumen und Kaffeesatz beziehungsweise Teebeutel. Bei „Braunem“ handelt es sich um Bestandteile, die einen hohen Anteil an Fasern enthalten, so etwa Papier, Eierschalen oder Sägemehl. Aber auch Materialien wie Blähton können auf den Kompost gegeben werden: Die nachhaltigen und umweltfreundlichen Tonkugeln dienen nicht nur im Blumentopf, sondern auch auf dem Komposthaufen als Drainage und sorgen für eine optimale Wasserversorgung.

Essensreste und Tierkot: Was gehört auf keinen Fall auf den Kompost?

Vieles, was im Haushalt und Garten anfällt, kann bedenkenlos auf dem Kompost landen und diesen durch Nährstoffe bereichern. Es gibt aber auch Dinge, die auf jeden Fall in den Hausmüll gehören und nicht kompostiert werden sollten. Fleisch, gekochte Speisen, Milchprodukte, kranke Pflanzen oder auch Tierkot haben auf dem Kompost nichts zu suchen. (Tierkot können Sie in der Tierkot Wurmfarm kompostieren). Ein Grund dafür liegt unter anderem darin, dass durch die Gerüche Wildtiere angelockt werden, die sich an den Kochabfällen bedienen.

komposthaufen

Den Kompostiervorgang aktivieren: So einfach geht es!

Haben Sie Ihren Kompost mit einer ausgewogenen Mischung aus Grünem und Braunem an einer geeigneten Stelle angelegt, müssen Sie nur noch den Kompostierungsprozess in Gang bringen. Hierzu benötigen Sie etwas fertigen Kompost aus dem Gartenfachhandel und eine kleine Menge Kompostbeschleuniger. Dadurch siedeln sich die erforderlichen Bakterien an, die wiederum den Verfall der einzelnen Bestandteile beschleunigen.

Anschließend ist es wichtig, den Kompost immer angemessen feucht zu halten. Übernimmt der Regen diese Aufgabe nicht ausreichend, sollten Sie den Kompost regelmäßig gießen und danach umgraben. Hierbei sollte der gesamte Kompost einmal umgeschichtet werden, damit eine optimale Sauerstoffzufuhr für die Bakterien gewährleistet werden kann. Besonders, wenn Sie viele größere Bestandteile auf den Kompost gegeben haben, ist dies unverzichtbar. Innerhalb von etwa sechs Wochen kann es so gelingen, Kompost selbst herzustellen. Wünschen Sie einen feineren Kompost, ist es aber ratsam, diesem noch mehr Zeit zu geben.

Read More
Allgemein

Was ein Whirlpool kostet

Die Frage nach den Kosten eines Whirlpools ist allein mit dem Kaufpreis nicht beantwortet. Schon dieser variiert je nach Hersteller, Qualität, Ausstattung, Design und Technik. Hinzu kommen die laufenden Unterhaltskosten für Strom, Wasser und Instandhaltung. Soll der Whirpool nicht im Haus, sondern im Garten entstehen, entstehen überdies Baukosten für das Ausheben einer Baugrube, den Abtransport des Aushubs und das Verlegen von Wasser- und Abwasserleitungen. Eine günstige Alternative hierzu ist ein mobiler Außenwhirlpool, der sich an jedem beliebigen ebenen Platz im Garten nutzen lässt. Doch auch das Badezimmer lässt sich durch einen platzsparenden Indoor-Whirlpool in eine Wellness-Oase verwandeln. Kurzum, die Kosten für einen Whirlpool ergeben sich aus verschiedenen Aspekten.

Darauf ist beim Kauf zu achten

Ein Whirlpool bietet nicht nur die Möglichkeit, sich auf luxuriöse und wohltuende Weise zu entspannen. Er steigert auch den Wert einer Immobilie. Wer einen eigenen Swimmingpool im Garten hat, kann dies bestätigen. Darum sollte bei der Anschaffung eines Whirlpools nicht am falschen Ende gespart werden: an der Qualität. Hochwertige Whirlpools zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

Whirlpool im Garten – Pezibear auf Pixabay

Markenqualität

Whirlpools von Markenherstellern sind zwar teurer als Billigprodukte, dafür erhält der Käufer aber ein langlebiges Produkt mit guter Ausstattung. Obendrein gibt es einen Kundendienst, der Probleme behebt, sowie eine Ersatzteilversorgung, die noch Jahre über Produktionsende hinaus weiterbesteht.

Gute Isolierung

Dieser Punkt ist vor allem bei Außen-Whirlpools wichtig. Je besser ein Modell isoliert ist, desto geringer fallen die Stromkosten zur Erwärmung des Wassers aus.

Leistungsfähige Heizung

Wer eine zu schwache Heizung anschafft, muss lange auf die Wohlfühltemperatur im Whirlpool warten. Möglicherweise wird diese Temperatur im Freien erst gar nicht erreicht. Darum ist beim Kauf auf eine leistungsfähige Heizung zu achten.

Viele Düsen

Je hochwertiger ein Whirlpool ist, desto mehr Massagedüsen besitzt er. Käufer sollten darauf achten, dass die Düsen verstellbar sind. Um die Massagewirkung zu erhöhen, sollten neben Luftdüsen auch Wasserstrahldüsen vorhanden sein.

Kräftige Pumpe

Je mehr Massagedüsen ein Whirlpool hat, desto kräftiger muss die Pumpe ausgelegt sein. Gute Pumpen sind nicht nur stark, sondern überzeugen auch mit einem niedrigen Geräuschpegel.

Diese Kosten sind einzuplanen

Die reinen Anschaffungskosten eines Whirlpools reichen von rund 500 Euro für aufblasbare Modelle bis zu 30.000 Euro und mehr für Fünf-Personen-Swim-Spas. Hier sind dem individuellen Geschmack keine Grenzen gesetzt. Hinzu kommen die Stromkosten. Der Whirlpool-Anbieter VivaAqua hat hierzu eine Musterrechnung angestellt, die von einer zweimaligen Poolnutzung pro Woche über 50 Wochen im Jahr ausgeht. Für diese 100 Nutzungen von je einer Stunde werden jeweils 3 kW zugrunde gelegt. Somit ergeben sich 300 kWh. Bei rund 32 Cent pro kWh ergeben sich 96 Euro pro Jahr an Nutzungskosten. Diese Musterrechnung weist zudem rund 300 Euro für Beheizung, 36 Euro für Schlauchreinigung und 150 Euro für Reinigungszyklen aus. Insgesamt belaufen sich die Kosten somit auf 582 Euro im Jahr. Nicht zu vergessen sind die Kosten für den zwei bis dreimal im Jahr vorzunehmenden Wasserwechsel.

So lassen sich die Kosten begrenzen

Gute Planung ist alles. Das beginnt schon bei der Auswahl der passenden Whirlpool-Größe. Wie schon erwähnt, helfen auch gute Isolierung und Materialqualität beim Begrenzen der laufenden Kosten eines Whirlpools. Weitere Spareffekte lassen sich mit sinnvollem Zubehör wie zum Beispiel eine Thermoabdeckung erreichen. Diese hilft nicht nur beim Stromsparen, sondern schützt das Wasser zugleich vor hineinfallenden Verunreinigungen. Gartenexperten empfehlen überdies eine Überdachung zum Schutz vor Wind oder gar einen gewächshausähnlichen Überbau. Lohnenswert ist zudem die Überlegung, ob der Whirlpool tatsächlich im Winter genutzt werden soll. Eine ganzjährige Nutzung ist zwar möglich, aber stromintensiv.

Fazit

Wer bei der Anschaffung eines Whirlpools von vornherein die Kosten im Blick hat, der spart nicht nur bares Geld, sondern verschafft sich zugleich einen Zugewinn an Wellness und Gesundheit. Gerade aus gesundheitlicher Sicht spricht vieles für einen Whirlpool. Er fördert die Durchblutung von Haut und Gewebe, lindert Muskel- und Gelenkbeschwerden, entschlackt den Körper, mindert den Stress, entspannt und fördert einen guten Schlaf.

Read More
Kühe oder Würmer?
Kompostwürmer

Hat der Bauer mehr Kühe oder Regenwürmer?

Ein guter Ackerboden hat mehr als 200 Tauwürmer pro m³. Das entspricht mehr Biomasse als es möglich ist, Kühe auf der Weide zu halten. Dementsprechend ist der Anteil der Arbeit der Würmer auch sehr hoch.

Das glauben Sie nicht? Dann achten Sie bei der nächsten Gartenarbeit mal darauf, wie viele Würmer sich in einem kleinen Stückchen Garten tummeln können. Sie werden erstaunt sein, wie viele Sie dort finden werden. 

Würmer leben in jedem Stück unseres Bodens. Einige davon sind gesellige Kompostwürmer, die sich vermehrt in unseren Komposthaufen und deren Erde finden (lesen Sie dazu auch: Was können Kompostwürmer für Ihren Komposthaufen tun?) und andere sind eher einzelgängerische Tau- oder auch Regenwürmer. 

Hat der Bauer mehr Kühe oder Würmer?

Geht es um den Vergleich der Anzahl, so ist die Sache relativ einfach: der Bauer hat zahlenmäßig klar mehr Regenwürmer in den Böden seiner Felder und Wälder als Kühe im Stall. Und wie sieht es beim Gewichtsvergleich aus? Ein Regenwurm wiegt ja nur wenige Milligramm, kann da die pure Masse der Würmer das Gewicht der Kühe auf der Weide schlagen? Die Antwort ist simpel: ja, sie kann!

Kühe oder Würmer?
Gibt es in der Masse mehr Würmer oder mehr Kühe auf der Weide?

Oberirdisch leben vom Gras eines Hektars Weide (100m x 100m) im Schnitt zwei Kühe mit einem Lebendgewicht von  zusammen circa 1.000 kg. Unterirdisch ernährt dieses Stück Land die doppelte Biomasse an Regenwürmern. Das bedeutet, dass auf 1.000 kg Kuh die Masse von 2.000 kg Würmern kommt! Schwer vorzustellen, doch es ist tatsächlich so. Damit sind die kleinen Helden des Bodens in jedem Fall nicht nur in der Überzahl. 

Durch die Hilfe der Regenwürmer wird der Boden belüftet und das Gras für die Kühe kann optimal wachsen. 

Probieren Sie sich diese Tatsache beim nächsten Spaziergang mal vorzustellen, wenn Sie an einer Kuhweide vorbeikommen!

Gefiel Ihnen dieser Tipp? In unserem Newsletter geben wir Ihnen jahreszeitlich angepasste Kompost-Tipps rund um Wurmkisten, Bokashi-Eimer und andere Komposter. Tragen Sie sich jetzt ein, um das E-Book „BESSER KOMPOSTIEREN“ gratis zu erhalten.

Read More