Die Grunddüngung mit Wurmhumus

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Im Garten übernimmt der Boden die Funktion eines Nährstoffspeichers. Diese Nährstoffe werden über die Wurzeln aufgenommen und versorgen die Pflanzen mit allem, was sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Damit Pflanzen nicht kümmerlich wachsen, blasse Blätter entwickeln oder im Nutzgarten nur geringe Erträge liefern, muss dieser Nährstoffvorrat regelmäßig durch gezielte Düngung ergänzt werden.

Beim Düngen unterscheidet man grundsätzlich zwischen Grunddüngung und Kopfdüngung, je nachdem, zu welchem Zeitpunkt der Dünger ausgebracht wird. Zusätzlich wird zwischen organischen Düngern unterschieden, deren Nährstoffe langsam freigesetzt werden, und mineralischen Düngern, deren Nährstoffe sofort verfügbar sind. Zu den organischen Düngern zählen unter anderem Kompost und Wurmhumus, während mineralische Dünger sehr schnell wirken, aber auch schneller ausgewaschen werden können.

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Tomate – Andreas-Hermsdorf/pixelio.de

Die meisten Gärten benötigen jedes Frühjahr eine Grunddüngung, um die Basis für die kommende Gartensaison zu schaffen. Diese erfolgt bereits vor der Aussaat oder dem Pflanzen neuer Kulturen. In der Regel wird dabei ein organischer Volldünger eingesetzt, der seine Nährstoffe langsam und gleichmäßig abgibt, zum Beispiel Mist oder Kompost.

Die spätere Kopfdüngung wird dann gezielt an die Bedürfnisse einzelner Pflanzenarten angepasst und in kürzeren Abständen verabreicht. So erhalten Starkzehrer wie Tomaten eine andere Nährstoffversorgung als Schwachzehrer wie Erbsen.

Für die Grunddüngung reicht häufig ein reiner Stickstofflieferant wie Hornspäne aus, da viele Gartenböden bereits ausreichend Kalium und Phosphor enthalten. Wer es genauer wissen möchte, kann mithilfe einer Bodenanalyse oder eines Gartenpasses den tatsächlichen Nährstoffbedarf ermitteln.

Warum Wurmhumus?

Die Grunddüngung ist auch der perfekte Zeitpunkt, um den Boden nachhaltig zu beleben. Nach dem Winter ist der Boden oft verdichtet und durch Frost wieder aufgelockert. Genau jetzt können die besonderen Eigenschaften von Wurmhumus optimal wirken.

Wurmhumus entsteht, wenn Regenwürmer organisches Material aufnehmen und wieder ausscheiden. Dieser sogenannte Wurmhumus enthält nicht nur pflanzenverfügbare Nährstoffe, sondern auch eine enorme Vielfalt an Mikroorganismen. Die Nährstoffe sind in stabilen Ton-Humus-Komplexen gebunden und stehen den Pflanzen langfristig zur Verfügung.

Warum Wurmhumus ideal für die Grunddüngung ist

Wurmhumus

Die Grunddüngung ist auch der perfekte Zeitpunkt, um den Boden nachhaltig zu beleben. Nach dem Winter ist der Boden oft verdichtet und durch Frost wieder aufgelockert. Genau jetzt können die besonderen Eigenschaften von Wurmhumus optimal wirken.

Wurmhumus entsteht, wenn Regenwürmer organisches Material aufnehmen und wieder ausscheiden. Dieser sogenannte Wurmhumus enthält nicht nur pflanzenverfügbare Nährstoffe, sondern auch eine enorme Vielfalt an Mikroorganismen. Die Nährstoffe sind in stabilen Ton Humus Komplexen gebunden und stehen den Pflanzen langfristig zur Verfügung.

Bereits etwa 200 Gramm Wurmhumus pro Quadratmeter reichen für die Grunddüngung der meisten Gemüsekulturen aus. Besonders wertvoll ist jedoch der hohe Gehalt an Enzymen und Mikroorganismen. Sie verbessern die Bodenstruktur, erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit und sorgen für eine gute Durchlüftung.

Die in Wurmhumus enthaltenen Mikroorganismen setzen Nährstoffe langsam frei und machen sie bedarfsgerecht pflanzenverfügbar. Dadurch wird eine Überdüngung vermieden und die Auswaschung von Nährstoffen reduziert. Gleichzeitig entsteht ein natürlicher Langzeiteffekt, der Pflanzen über Wochen hinweg versorgt.

Ein weiterer Vorteil liegt in der erhöhten Widerstandskraft der Pflanzen gegenüber Schädlingen. Die Mikroorganismen im Wurmhumus setzen Kieselsäure frei, die Pflanzen für den Aufbau stabiler Zellwände benötigen. Kräftige Zellstrukturen erschweren es Blattläusen und anderen Schädlingen, Pflanzengewebe zu durchdringen.

Sobald sich die Mikroorganismen im Boden etabliert haben und ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, vermehren sie sich weiter und aktivieren das gesamte Bodenleben. Dabei werden nicht nur vorhandene Nährstoffe besser genutzt, sondern auch organische Pflanzenreste in stabile Humusverbindungen überführt. Gleichzeitig können Schadstoffe abgebaut und krankheitserregende Keime verdrängt werden.

Aus diesem Grund wird Wurmhumus auch in vielen Bio Betrieben und Versuchsbetrieben eingesetzt, um ausgelaugte Böden langfristig zu regenerieren.

Anwendung von Wurmhumus im Beet, Hochbeet und Topf

Wurmhumus lässt sich sehr vielseitig einsetzen und eignet sich sowohl für den Gartenboden als auch für Hochbeete und Pflanzgefäße. Im klassischen Gemüsebeet wird der Wurmhumus im Frühjahr gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt und anschließend leicht in die obere Bodenschicht eingearbeitet. So gelangen die enthaltenen Mikroorganismen direkt in den aktiven Wurzelbereich.

Im Hochbeet empfiehlt es sich, Wurmhumus vor der Pflanzung in die oberste Erdschicht einzuarbeiten. Besonders in den ersten Jahren, wenn das Hochbeet noch stark zusammensackt, sorgt Wurmhumus für eine stabile Bodenstruktur und eine gleichmäßige Nährstoffversorgung.

Auch im Topf und Balkonkasten ist Wurmhumus gut einsetzbar. Hier reicht es meist aus, etwa zehn bis zwanzig Prozent Wurmhumus unter die vorhandene Erde zu mischen. Alternativ kann er während der Saison als dünne Schicht auf die Erdoberfläche gegeben und vorsichtig eingegossen werden. Auf diese Weise profitieren Topfpflanzen langfristig von einer verbesserten Bodenbiologie.

Wurmhumus im Vergleich zu anderen Düngern

Im Vergleich zu klassischem Kompost enthält Wurmhumus eine deutlich höhere Konzentration an aktiven Mikroorganismen. Während Kompost in erster Linie organische Substanz liefert, bringt Wurmhumus zusätzlich Enzyme und Bodenlebewesen ein, die den Nährstoffkreislauf aktiv unterstützen.

Mineralische Dünger liefern Nährstoffe sehr schnell, wirken jedoch meist nur kurzfristig und können bei falscher Dosierung Pflanzen und Boden belasten. Zudem besteht die Gefahr, dass überschüssige Nährstoffe ausgewaschen werden.

Wurmhumus hingegen verbindet beide Welten. Er liefert Nährstoffe in moderater Menge, verbessert dauerhaft die Bodenstruktur und stärkt das Bodenleben. Dadurch werden auch vorhandene Nährstoffe im Boden besser genutzt. Besonders für naturnahes Gärtnern und langfristig gesunde Böden ist Wurmhumus daher eine sehr ausgewogene Lösung.

Saisonaler Düngeplan für nachhaltige Gartenerfolge

Ein einfacher Düngeplan hilft dabei, das volle Potenzial von Wurmhumus auszuschöpfen. Im zeitigen Frühjahr bildet die Grunddüngung mit Wurmhumus die Basis für die gesamte Saison. Sie versorgt den Boden mit organischer Substanz und aktiviert das Bodenleben.

Während der Hauptwachstumsphase im späten Frühjahr und Sommer kann bei Bedarf eine gezielte Kopfdüngung erfolgen. Hier eignet sich Wurmhumus ebenfalls sehr gut, entweder als dünne Nachstreuung oder in Form von Wurmtee. Besonders Starkzehrer profitieren von dieser zusätzlichen Versorgung.

Im Herbst wird auf starke Düngergaben verzichtet. Stattdessen kann eine dünne Schicht Wurmhumus helfen, den Boden zu regenerieren und die Nährstoffe für das kommende Frühjahr zu speichern. So startet der Garten im nächsten Jahr mit einem lebendigen und gut versorgten Boden.

Durch diese Kombination aus Grunddüngung, bedarfsgerechter Kopfdüngung und bodenschonender Pflege entsteht ein nachhaltiger Nährstoffkreislauf, der Pflanzen stärkt, Erträge verbessert und den Garten langfristig gesünder macht.

Das Wurmhumus Experiment

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Unser Tipp: Dünge eine Beet Hälfte mit Wurmhumus und die andere mit einem herkömmlichen Dünger. Anfangs wächst die konventionell gedüngte Fläche oft schneller. Nach wenigen Wochen zeigen sich jedoch deutlich kräftigere Pflanzen, größere Wurzeln und eine höhere Widerstandskraft auf der mit Wurmhumus versorgten Seite.

Zu guter Letzt vergleichen Sie den Geschmack und die Lagerfähigkeit des Gemüses/Obstes nach der Ernte. Wenn Sie dann noch erinnern, dass sie bei Ihren frischen Wurmhumus bei Wurmwelten.de bestellt haben, werden wir gute Freunde für die kommenden Jahre.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim pflanzen Ihrer Schützlinge!

Jasper Rimpau, Inhaber


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Wurmmann

Über den Autor

Jasper hat Wurmwelten.de im Jahr 2006 gegründet. Nach einer Ausbildung im Kompostieren und einem Buch über Wurmkisten, widmet er sich in letzer Zeit neben dem Versandhandel, der Forschung über Regenwürmer und Komposttee.


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