Ein Hummelhaus im Garten aufzustellen ist leicht und benötigt etwas Geduld

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Hummelhäuser bieten einen besonderen Platz für Hummeln im Naturgarten. Doch es braucht einiges, damit die kleinen Wonneproppen da auch einziehen. Vor allem Geduld, es kann ein paar Jahre dauern, bis das erste Mal eine Hummel einzieht. Danach bekommt das Hummelhaus meistens regelmäßig Besuch. Hier sind einige Tipps, wie Sie den Hummeln helfen können, das Hummelhaus als neue Residenz zu beziehen:

Aufstellungsort des Hummelhauses

Das Hummelhaus sollte an einem ganztägig schattigen Ort aufgestellt werden, da die Hummel ihr Nest aus Wachs baut und dieses sonst im Sommer in der Sonne schmelzen könnte. Am besten aufgestellt ist das Hummelhaus in einer Ecke des Gartens, die neben dauerhaftem Schatten auch viele Trachtpflanzen beherbergt damit die Hummel Nahrung in der Nähe haben. Dazu sollte dieser Teil auch nicht gemäht werden. Ein „wildes“ Stückchen Garten wäre also ideal.

Damit Ameisen das Nest nicht plündern, sollte beim Aufstellen unbedingt an eine Ameisensperre gedacht werden. Dies geht am besten mit Wasser. Später sollte kontrolliert werden, dass keine Äste an das Hummelhaus heranwachsen und so Brücken für Ameisen bilden. Die Ameisensperre kann ein einfacher Untersetzer sein, der um den Pfeiler, auf dem das Hummelhaus steht, gesetzt wird. Diesen dann einfach mit Wasser füllen, so das Ameisen dort nicht entlang können. Das Nest wird im Inneren mit zerkleinertem Laub und Moos ausgepolstert. Danach kann die Hummelkönigin auch schon einziehen. 

Hacks, um das Hummelhaus beliebter zu machen

Hummeln ziehen bevorzugt in alte Mäuselöcher ein, da dies Grabarbeit spart. So können viele Hummelarten den Geruch von Mäusen erkennen und nutzen ihn als Wegweiser für neue Bauten. Das können wir nutzen, um die Hummelhäuser noch einladener zu machen: füllen Sie die Brutkammer zu einem Drittel mit nach Mäusen riechendem Einstreu. Den bekommen Sie in jeder Tierhandlung gratis wenn Sie erklären warum Sie ihn haben wollen.

Der zweite Trick ist noch einfacher: Malen Sie den Eingang des Hummelhauses einfach blau an. Hummeln können diese Farbe besonders gut wahrnehmen. So finden Sie den Eingang noch leichter und bewohnen das Hummelhaus schneller. 

Hummelhaus mit blauem Eingang

Hummeln im heimischen Garten sind nicht nur schön anzusehen, sondern bringen noch einige Vorteile mit sich. Zudem ist es nicht schwer, die „plüschigen Bestäuber“ von der Attraktivität des eigenen Grundstücks zu überzeugen.

Weshalb sind Hummeln im Garten von Vorteil?

Hummeln sind wahre Profis, wenn es um das Bestäuben von einzelnen Blütenblättern geht. Hiervon profitieren unter anderem verschiedene Gemüsesorten, wie zum Beispiel Tomaten, Zucchini und Gurken.

Gerade im Zusammenhang mit Gärten mit Beeten sind Hummeln dementsprechend gerngesehene Gäste. Noch dazu versprüht es selbstverständlich ein ganz besonderes Flair, wenn die putzigen Insekten regelmäßig auf dem Grundstück vorbeischauen oder sich hier sogar ansiedeln.

In welcher Umgebung fühlen sich Hummeln so richtig wohl?

Damit Hummeln sich im heimischen Garten richtig wohlfühlen, ist die Errichtung eines Nistplatzes und das Pflanzen hummelfreundlicher Blumen enorm wichtig. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang Wildblumen, wie zum Beispiel Löwenzahn und Beerenbüsche. Wichtig ist, dass bei der Ansiedlung zwischen der aktiven und der passiven Variante unterschieden werden muss. Letztere ist für Anfänger besonders gut geeignet. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied?

Die passive Ansiedlung

Bei der passiven Ansiedlung wird der Nistplatz auf dem Boden im Garten oder am Haus eingerichtet. Der Monat Februar eignet sich hervorragend, um hier aktiv zu werden, da dann die Hummelköniginnen aus ihrem Winterschlaf erwachen und sich aktiv aus Nestsuche begeben. Da die Hummelkönigin zu Fuß sucht, sollte sich der Eingang des Nestes in Erdnähe befinden. Zum Auspolstern des Nestes eignen sich unter anderem weiche Materialien, wie zum Beispiel Polsterwolle.

Die aktive Ansiedlung

Bei der aktiven Ansiedlung wird ebenfalls ein Nest auf den Boden positioniert. Anschließend ist es an der Zeit, sich auf die Suche nach einer Hummelkönigin im Garten zu machen und sie am Nest abzusetzen. Hierbei gilt es, einige Regeln zu beachten. Denn: nicht jede Königin ist auch auf der aktiven Suche nach einem Nest! Hummelköniginnen, die am Boden immer hin und her fliegen, eignen sich nicht zur Ansiedlung. Ein krabbelndes Tier sucht eher nach einem Nistplatz.

Dieses sollte möglichst sachte und ohne Stress für das Tier zum zukünftigen Nest gebracht werden. Am einfachsten gelingt dies mit einem Kescher. Dieser wird über der Hummel platziert, bevor das Netz nach oben gezogen wird. Die meisten Tiere fliegen dann automatisch nach oben.

Achtung! Manche Hummelfreunde fangen die Königin mit den Händen ein. Hier entsteht jedoch meist – für beide Seiten – unnötiger Stress.

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Nadine

Über den Autor

Nadine ist seit 2019 bei Wurmwelten tätig. Seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit den Themen Kompostwürmer und Kompostierung. Ihre Lieblingswurmfarm ist die WormWorks, da diese auch für kleine Singlehaushalte genutzt werden kann. Damit kann jeder kompostieren!


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