Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » Do 28. Dez 2017, 22:28

Hallo Andreas,

das war ja nur die "Top Ten". Gefüttert wird, was gerade da ist. Wird mehr Zellstoff benötigt, gibts mehr Papier und Trockenzeug wie Heu, getrocknete Wildblumenwiese aus dem Sommer und auch Hobelspäne von Laub-, oder Obsthölzern.

Mal eine Frage zu deinen Kisten. Wie hoch sind die? Fetida und Andrei halten sich in den oberen 20cm der Humusschicht auf (in freier Natur). Da reicht eine flache Kiste von ~20cm. Hortensis geht tiefer. Da darf die Kiste schon 30-40cm haben (an Tiefe).

Jute, Baumwolle, Hanfmatten... hatte ich auch schon getestet. Hängen geblieben bin ich bei der Tageszeitung :D

Falls man sich nimma liest, nen guten Rutsch und so, Dirk

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Superwurm » Fr 29. Dez 2017, 02:19

Hallo Dirk
Das ist eine 65 Liter IKEA Samla klarschicht Box.
Im Bodenteil gelocht und steht in einer baugleichen,
Zu Flüssigkeit Aufnahme. Den passenden Deckel hatte ich nur anfangs drauf wegen Flüchtlingen so zwei Tage dann war Ruhe mit Wander. Waren auch nur ein paar verwirrte . Ja flacher wäre schon besser gewesen aber ich hatte die noch rumstehen .Ich denke die sind so 57×39×42 /65li. Die gibt es auch flacher und die passen genau in einander. Was zu lesen bekommen meine auch ist zwar nicht immer Aktuell aber denen scheint's egal zu sein😁.Jedenfalls hab ich noch keinen Wurm mit Lesebrille 🤓gefunden .Gefüttert wird auch alles ich denke da kommt's ganz auf den zersetzungs Grad an.Aber meinst du nicht auch das die Gefahr einer Überhitzung geringer ist je flacher das Substratist?
Viel Spaß noch mit deinen Würmer Rutscht gut rüber🍾🎆
Mann liest sich bestimmt noch öfter
Gruß Andreas

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » Fr 29. Dez 2017, 12:48

Servus Andreas,

hab dich gerade im "Vorstellungs-Fred" gelesen ;) Ich bin 1 Jahr älter als Du :p und so wie Du Angler.

Die Hortensis hatte ich als erstes angeschafft (gesponsert von Gärtnerei Pötschke, hier nochmals danke), da die Mistwürmer zum fischen nicht tauglich sind. Dann kamen die Fetida (danke an den Spender Chris) und kurz danach die Andrei (aus eigener Tasche finanziert *fg*).

Du hast da also ein Zwei-Kammer-System? Auf einer Seite wird gefüttert, auf der anderen Seite ist leere?

Mit der Überhitzung hast Du sicher Recht. Schichtet man das Futter nur in einer Ecke, wird es da sicherlich zu warm. Ich selbst fütter auf ~50% der Fläche. Mal rechts, mal links. Pro Fütterung gibt es ~300g Frischfutter, geschnitten in ca. 1cm breite Streifen. Jetzt im Winter frieren wir ein (da es zu wenig Abfälle gibt), im Sommer wird direkt vom Schneidebrett aus gefüttert.

Zu Anfangszeiten hatte ich die Temperatur noch mit einem Laser Thermometer gemessen. Die ist aber nie über 28°C raus gegangen (bei einer Umgebungstemperatur von ~24°C).

Euch auch nen guten Rutsch... wobei, mit rutschen sieht es eher schlecht aus, zu warm ;) Dirk

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Superwurm » Fr 29. Dez 2017, 23:16

Hallo Dirk
Zwei Kammern ?! Also der Wurmbehälter steht in einem
gleichen Behälter der die Flüssigkeit aufnehmen sollte falls welche anfällt. Futter gebe ich über die ganze Fläche
kreisend verteilt. Äh Angel 😁ist schon länger her . Ich bin Kleingärtner. Die Würmer habe ich gerettet 😁damit Sie meine Kompostwürmer unterstützen,trotzdem finde ich 🐟🐟 immer noch lecker😏. Kannst du mir Tipps geben wo ich Hortensis , Fetida und Andrei bekommen kann.Also bei Wurmwelt gibt es nur Mix so wie das aussieht. Gelesen habe ich auch das die Dendro Venta nicht so die Fresser sind und weniger Reproduktiv.
Jo das wird wohl ein kalter Sommer dieser Winter 😁
Gruss Andreas

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » Fr 29. Dez 2017, 23:40

Nabend Andreas,

für den Bau einer Wurmfarm (Tutorial) wurde ich u.a. von der Gärtnerei Pötschke mit Würmern versorgt. Dort gibt es ausschließlich Hortensis.

Fetida war ebenfalls ein "Geschenk" eines Users von einem anderen Board (Kollege Chris, ein Thread tiefer).

Andrei hab ich von einem Kollegen aus Osnabrück. Wo man die Arten separat kaufen könnte, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nächstes Frühjahr starte ich eventuell einen Zuchtversuch mit Tauwürmern. Ich muss nur noch meinen Vermieter überzeugen. Das Material zur Umsetzung wäre vorhanden. Ich wage es aber zu bezweifeln, das ich 400cm tiefe Löcher in den Garten bohren darf. Man wird sehen ^^

Und nu Feuerchen machen. Meine Farmen haben keine Asche mehr. Und da wir hier seit dem 01.03.17 kein öffentliches Feuer mehr machen dürfen, verbrenne ich halt Nachts, was ich benötige. Und warum Asche? Asche speichert Stickstoff. Also nicht das schlechteste für Humus.

So steuer ich auch die Zusammensetzung des Humuses.

Füttert man nur Kaffeesatz und Papier, bekommt man sicher keine ausgewogene "Erde". Durch gezieltes füttern kann man die Spurenelemente und den Anteil an Elementen steuern.

Füttert man viele Brennnesseln, gibts entsprechend hohe N Werte. Gibt es viel Beinwell, erhöht sich der P Wert. So kann man, je nach Bedarf, seinen Persönlichen Humus herstellen. Man muss sich nur die Nährwerte für die Pflanzen aus dem Netz raus suchen. Feldsalat ist z.B. auch ein super P Spender.

Grüßlichkeiten, Dirk

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » So 31. Dez 2017, 19:56

Hai,

der Grill braucht noch ne Weile, Gäste sind noch keine da... schreibsel ich nen bissel ;)

Die Populationen steigen stetig. Anhand der Futterverwertung merkt man doch, das die Mitbewohner Zahlenmäßig zunehmen. Haben wir anfangs ca. 500g die Woche verfüttert, liegen wir inzwischen bei 300g alle zwei Tage. Gefüttert wird abwechslungsreich und gefrostetet Zeug.

Futter, welches eingefroren war, wird doch wesentlich schneller aufgenommen, als Gemüseabfälle direkt vom Schneidebrett. Wir haben zudem festgestellt, das z.B. Salatblätter/ Kohlrabiblätter u.ä., die in Streifen geschnitten sind (1cm), ebenfalls schneller aufgenommen werden.

Heute gabs: Maronen (gerieben), getrocknete Brennesseln, Hagebutten, irgendwelche blauen Beeren, Endivien und Feldsalat, Pilze, Bananen, Äpfel, Weintrauben, Knolau, Petersilie, Pellkartoffelnschalen, Stroh, getrockneten Klee und aufgetaute Erdbeeren, die für die Marmelade nicht mehr tauglich waren.

Auf Zusätze wie Kalk usw. wurde heute mal verzichtet... Zeit ist knapp ;)

Guten Rutsch allen, Dirk

*Hinterherwerf* Kartoffelschalen sind roh bei unseren Helfer nicht gerne gesehen, auch nicht getrocknet. Kurz aufkochen lassen und die Sache sieht ganz anders aus. Das Kochwasser kann man zum düngen verwenden oder in die Farm kippen ;)

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » So 31. Dez 2017, 20:26

Ach ja, falls es erforderlich ist, wird Feuchtigkeit in Form von Brennessel-, oder Beinwelljauche reguliert. Somit wird der Wurmhumus noch gehaltvoller.

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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » Di 2. Jan 2018, 15:50

Ein frohes und gesundes neues Jahr allen,

so langsam füllt sich die Starterkiste und es ist an der Zeit, die nächste Ebene zu bestücken.

Etage voll.jpg
Von Ebene zur Ebene sind es ca. 2-3cm. Das sollten die kleenen schaffen. Sehe ich in den nächsten 7 Tagen keine Würmchen dort, muss die Füllhöhe in der Starterkiste wohl erhöht werden. Ich bin aber zuversichtlich das die Judels den Weg zum neuen Futter auch so "überbrücken" können.

Am Rand der neuen Etage wird Erde angehäuft. Die Wanderer müssen sich ja bei einem Umzug irgendwo "festhalten" können. In der Mitte des Behälters ist das nicht nötig. Die Würmchen können nicht aus dem Stehgreif nach oben wandern, es bedarf es da schon eine Hilfe, wie z.B. einer Seitenwand ;)

Etage 2 besatz.jpg

Zu der Erde am Rand kommt noch die eine oder andere Hand voll Humus aus der unteren Kiste. Je mehr Material in der nächsten Etage vorhanden ist, um so größer ist die Chance, das die Würmchen auch dort bleiben und andere hoch locken. Auf die Pappschnipsel kpommt eine Lage Zeitungspapier und darauf ein paar Hände voll Gartenerde.

Ein bissele Futter verteilt, Zusatzstoffe gestreut und... feddich...

Futter Etage 2.jpg
Mit dem Aufsetzen der nächsten Ebene entfällt auch das füttern in der Starterkiste. Der Start ist ja nu Geschichte und die Farmen laufen so langsam aber sicher :)

Hasta Luego, Rumble
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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » So 7. Jan 2018, 15:49

Moin und so (wave)

Ein Blick in die Hortensis Farm. Die Population wächst unaufhörlich. Es sind jede Menge Jungwürmer zu sehen. Nur verschwinden die recht fix, wenn man die Abdeckung herunter nimmt.

Horti mix.jpg
Bei den Keimlingen dürfte es sich um Salatgurken handeln. Nach dem Shooting wurden die in Bodennähe abgeklipst. Die geben mir zu viele Proteine.

Horti mix2.jpg
Bei den Faserstoffen im Bild handelt es sich im Heu, welches die Gäule nicht gescheit gekaut hatten. Meine Omi sagte schon immer... Jung, kau das Essen gut durch solange du gesunde Zähne hast. Bei den größeren Stücken dürfte es sich im Stroh handeln, da die Pferde nicht auf der Weide stehen. Die Pferdeäpfel sind ja wirklich sehr schnell dem Erdboden gleich gemacht, bis aber alles umgesetzt wurde, dauert es doch seine Zeit.

Gruß Rumble, demnächst dann mal die Fetida
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Re: Eurokisten und Würmer? Aber Ja!

Beitrag von Rumbleteazer » Do 11. Jan 2018, 20:23

/OT On Was ich inzwischen festgestellt habe: die Farmen eignen sich auch hervorragend als Vorzuchtgewächshäuser. Sämtliche Pflanzen, egal ob Obstgehölz, Unkraut oder Gemüse wie Gurken, Tomaten oder Chilis, keimen darin hervorragend aus. Selbst Maronen, die schwer zum keimen zu bewegen sind, kommen in der Farm zum austreiben, very cool!

An Chilis hatte ich u.a. die Lemon Drop und die Lila Luzi getestet. Einmal kamen die Samen in die Farmen, zum anderen mal in Töpfchen mit Anzuchterde. Wo ging die Keimung wohl schneller vonstatten?

Richtig ;)

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