Frage zum WurmWachsPulver

Wie züchtet man Angelwürmer? Wie bekommt man fette Dendros? hier findet Ihr die Antworten...
Micha61
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Re: Frage zum WurmWachsPulver

Beitrag von Micha61 » Mi 6. Mai 2015, 07:17

Hallo Jasper,
Wurmmann hat geschrieben: Fütter mal 2 Wochen etwas anderes und dann wieder etwas WWP.
bin schon seit ner Woche dabei. Gibt nur noch Gemüsebrei.

LG Micha

Pfiffikus
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Re: Frage zum WurmWachsPulver

Beitrag von Pfiffikus » Mi 6. Mai 2015, 14:07

Hallo Wurmmann,
Wurmmann hat geschrieben:Achte mal darauf das Du die nihct mit zu viel Protein vergiftest (also die großen).
jetzt muss ich schon wieder lesen, dass Protein angeblich giftig sei! (wall)

Es gibt zwar sicherlich auch giftige Proteine, doch um die geht es hier wohl nicht. Im Normalfall ist Protein genießbar, erst recht für Würmer. Und es ist einer der hochwertigsten Nahrungsbestandteile. Frag mal in der Muckibude Deines Vertrauens nach der Giftigkeit von Protein und beobachte die Gesichtszüge Deiner Mitmenschen!
Proteine sind für die Ernährung von Tieren überlebenswichtig. Einige Aminosäuren sind für Tiere Essentiell. Das heißt, diese Proteinbausteine kann der Körper nicht selber herstellen, sondern muss sie mit der Nahrung aufnehmen. Andernfalls drohen Mangelerscheinungen.
Von Gift gibt es bis dahin keine Spur.


Wie kommt eine solche Legende in Umlauf? Da habe ich meine Vermutungen. Möglicherweise kann es so passiert sein: Fette und Kohlehydrate enthalten keinen Stickstoff. Beim Abbau dieser Stoffe wird demnach kein Ammoniak entstehen.
Proteine können die Tiere ins eigene Gewebe einlagern, zum Beispiel beim Wachstum oder bei der Produktion von Keimzellen. Immerhin sind Würmer eine proteinreiche Nahrung für höhere Tiere. Auch bei dieser Einlagerung ins körpereigene Gewebe ist noch kein Gift im Spiel.


Die Aminosäuren, die aber nicht für diese Zwecke gebraucht werden, landen im Energiestoffwechsel. Sie werden verbrannt und die Energie sofort verbraucht oder in Form von Fettreserven eingelagert. Bei diesem Vorgang bleiben Stickstoffmoleküle übrig, die zu Ammoniak werden. (Wir scheiden dieses Ammoniak in Form von Harnstoff aus. Ob Würmer Harnstoff bilden, entzieht sich meiner Kenntnis.) Wassertiere wie zum Beispiel Fische, scheiden das Ammoniak über die Kiemen aus. Mutmaßlich scheiden Ringelwürmer Ammoniak über die Haut aus. Ammoniak ist giftig, insbesondere bei hohen pH-Werten. Und wenn im Substrat zu viel Ammoniak enthalten ist, kann die Dosis giftig werden. Gute Durchlüftung von lockerem Substrat sollte dieses Gas nschädlich abführen.

Wenn Würmer vergiftet werden, so liegt eher eine Ammoniakvergiftung als eine Proteinvergiftung vor.
Aber dann war es das bitterböse Protein!


Pfiffikus,
der an dieser Stelle nicht auf die Nitrifikatiion von Ammoniak eingehen will

Micha61
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Re: Frage zum WurmWachsPulver

Beitrag von Micha61 » Do 7. Mai 2015, 08:05

Hallo Pfiffikus,

danke (gut)
Pfiffikus hat geschrieben:Gute Durchlüftung von lockerem Substrat sollte dieses Gas nschädlich abführen.
dies habe ich, alle 2 Tage vorsichtig gemacht.

Was mich nur wundert, gestorben waren nur große Würmer ( geteilt bzw. Abgeschnürt, blasse Färbung ),
die kleinen dagegen, haben ordentlich an Länge zugelegt, waren mobil und nicht ein Verlust.


LG Micha

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Re: Frage zum WurmWachsPulver

Beitrag von Micha61 » Mo 11. Mai 2015, 06:52

Hallo,

in der Anleitung zum Umgang mit dem WWP steht geschrieben, man soll nach 8 Wochen, das Substrat entsorgen.
Warum eigentlich ?


LG Micha

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Re: Frage zum WurmWachsPulver

Beitrag von Wurmmann » Sa 11. Jul 2015, 05:11

Leider bin ich kein Chemiker (hätte ich bestimmt gerne gemacht) aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: Füttere Dendros mit einem zu hohen Anteil an Protein und sie werden nach 8 wochen knubbelig und sterben. Das nennt man in der Wurmzüchter Community Proteinvergifting (übrigens auch im englischen). Wie das wirklch zu stande kommt kann ich nciht sagen, ausser das Pfiffikus recht hat. Ammoniak ist nicht das problem...

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