Anfängerfrage Kalk und Urgesteinsmehl für kuschelige Wurmfarm

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
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hagazustra
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Anfängerfrage Kalk und Urgesteinsmehl für kuschelige Wurmfarm

Beitrag von hagazustra » So 14. Jan 2018, 18:08

Hallo Gemeinschaft,

ich habe hier vorab ein wenig mitgelesen und habe seit wenigen Tagen meine eigene Wurmfarm (mit Dendrodigensbumens).

Momentan sammeln wir nachts 15-20 Individuen (von 500) wieder ein und ich lese gespannt über Wurmflucht am Anfang. Unsere Würmer haben ein bisschen Karton und Spezialerde, dazu minimale Willkommensgeschenke (ein Blatt Borretsch, ein winziges Stück Gurke in minimalistischen Dosen). Die Spezialerde sollte eigentlich laut hersteller am Anfang für 2 Wochen ausreichen.

Ich überlege nun hin und her, was ich im Haus habe, um unseren Fressmonstern ein schöneres Heim zu bieten...immerhin sagen 20 pro Nacht: "Nieder mit dem Führer!" Diese sammle ich ein 50% davon noch lebend...ich habs sie aus der Not erstmal in Badewanne umgesiedelt... ein völlig neues Gefühl, morgens in Dusche erstmal kontrollieren,. ob da noch jemand ist...ich bin erstaunt, wie die klettern können! (mh, vielleicht muss das einfach so sein?)

Ich besitze in der Garage einen verbannten Sack Gartenkalk, den ich nirgends anwenden möchte...
Dazu besitze ich Reste Urgesteinsmehl mit EM (die EM dürften nach einem Jaht töter als tot sein)
Ich habe eine Flasche Brottrunk
und... für die Vögel: Muschelkalk

Könnte irgendetwas davon vielleicht helfen, meinen neuen Mitbewohnern ein zu Hause Gefühl zu geben?

Oder ist das einfach normal, dass ein paar % einfach flüchten wollen, einfach WEIL?
hagazustra
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Re: Anfängerfrage Kalk und Urgesteinsmehl für kuschelige Wurmfarm

Beitrag von hagazustra » Di 16. Jan 2018, 19:29

Danke Rumbleteazer,

zwischenzeitlich sind ein paar Tage ins Land gegangen. Ich habe nochmal überlegt, wie die Tierchen im Garten gerne leben würden und hab eine Schicht Karton-Stückchen als Blätterersatz oben dazu gegeben. Seitdem halten sich die Ausreißer in sehr kleiner Zahl. Entweder sie waren transportgeschädigt, oder das war das fehlende Wohlfühldingsda.


Gibts Du das Urgesteinsmehl einfach so drüber? Ich hab da Angst, dass es vielleicht nix für die Haut der Fressmonster ist... mit Wasser verdünnen und sprühen?

Ich hab (nicht schimpfen :D ) als Anfänger natürlich eher das Designmodell... schon nach etwas Lesen lerne ich, da ist vielleicht Optimierungspotential.
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Peter_86
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Re: Anfängerfrage Kalk und Urgesteinsmehl für kuschelige Wurmfarm

Beitrag von Peter_86 » Di 16. Jan 2018, 20:16

Hallo hagazustra,
so eine Wurmfarm habe ich ja noch nie gesehen. Wie heißt dieses Modell und wie viele Liter Substrat passen dort maximal hinein? Wie viel Substrat ist jetzt schon drin?

Zitat von hagazustra:
„Gibts Du das Urgesteinsmehl einfach so drüber?“
Ich mache es bei Urgesteinsmehl so: Entweder streue ich kleine Mengen (1/2 - 1 Handvoll) Urgesteinsmehl über die Oberfläche. Oder ich mische Urgesteinsmehl vorher mit anderem Futter, z. B. mit Gemüseresten und/oder Kaffeesatz.

Wurmflucht in einer frisch gestarteten Wurmfarm kann daran liegen, dass sich in der Farm noch nicht so viele gute Mikroorganismen befinden. Vieles, was man in eine frische Wurmfarm einbringt, wie Kokosfaser-Substrat und Pappe/Papier, ist fast steril.
Bei einer relativ frisch gestarteten Wurmfarm kann es helfen, ein paar Handvoll Komposterde unterzumischen. Komposterde enthält viele nützliche Mikroorganismen, die für eine schnellere Zersetzung des Futters sorgen und ein wurmfreundliches Milieu in der Farm schaffen.
Die ganze Masse des oberflächlichen Humus ist durch die Körper der Regenwürmer hindurchgegangen. Man kann bezweifeln, dass es noch viele andere Tiere gibt, welche eine so bedeutende Rolle in der Geschichte der Erde gespielt haben. (Charles Darwin)
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