Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Kompostwürmer für den Garten oder als Futtertier? Fragen zu den Spezies: Eisenia foetida, Dendrobaena veneta oder doch ein Regenwurm (Lumbricus terrestris) ? Dann bist Du hier richtig!
Erfan
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Erfan » Do 13. Jul 2017, 12:35

Hi Rüdiger,
bist ein guter Beobachter.

Waschbären haben wir zum Glück noch nicht, aber in der Nähe treiben sie sich schon rum.
Die Steine dienen im Moment weniger der Beschwerung, sondern sind Überbleibsel vom Bau der Wurmkiste und lagen immer dem Rasenmäher im Weg. Allerdings haben sie ihren Zweck erfüllt denn ich habe gerade abgeknickte Sonnenblumen und Stauden beseitigt und umgeschmissene Kübel wieder aufgestellt. Es war eben in den letzten beiden Tagen extrem windig.

Zu den Schnecken habe ich ein besonderes Verhältnis, da mir diese vor 18 Jahren den Krieg erklärt haben. Seitdem kaufe ich immer größere Mengen an Schneckenkorn, wenn dieses im Angebot ist. Da ich es regelmäßig anwende, habe ich auch dieses Problemchen oftmals im Griff, nur manchmal greifen sie halt ohne jegliche Rücksichtname an. Manche Leute bezeichnen solches Verhalten ja als Tierquälerei, aber solche "Haustierchen" brauche ich halt nicht.

Übrigens habe ich letztens ein Video gesehen in dem ein Gartenprofi behauptet, dieses Problem hätten sie auch einige Jahre gehabt aber durch den ständigen Aufbau einer Humusschicht würde es jetzt keine Nacktschnecken mehr im Garten geben. Wenn ich den Beitrag auffinden, stelle ich ihn mal hier ein.

bis bald und LG, Peter

P.S.: und Schneckeneier in der Wurmkiste sollen ja ein kleiner Leckerbissen für die Würmer oder die anderen kleinen Monster sein
mexman
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von mexman » Do 13. Jul 2017, 16:19

@Peter:
>und Schneckeneier in der Wurmkiste sollen ja ein kleiner Leckerbissen für die Würmer oder die anderen kleinen Monster sein<
Das wäre schön..... glaube ich aber nicht, denn in meinen Wurmkisten finde ich immer wieder - wenn auch in starker Unterzahl - Nacktschnecken in jugendlichem oder erwachsenem Alter, die ja nur dann aufwachsen, wenn die Eier nicht gefressen wurden! Muss aber mit dem Feuchtigkeitshaushalt zu tun haben, denn in der Freilandkultur, die i.A. trockener ist, habe ich keine. Und gehäuseschnecken habe ich nur im Garten, nicht in der Kiste...
Gruss
Michael
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Wurmfried » Do 13. Jul 2017, 17:49

Hallo,
bin zwar etwas gefrustet, weil ein längerer Beitrag von mir in den Tiefen des Internets verschwunden ist, hätte wohl 2x
auf absenden... Außerdem sieht mein Text (die Absätze) in der Vorschau immer anders aus, als er dann hier erscheint.
Dann bin ich etwas unsicher, weil das Thema hier ja eigentlich ein anderes ist.
Zum Thema Schnecken: Die haben mich auch schon ziemlich genervt! Ich habe seit 2 Jahren viel Zeit und durch konsequentes Absammeln habe ich kaum noch welche im Gemüsegarten. Komposthaufen, Aussen-Wurmfarmen und Komposter stehen etwas weiter weg vom Gemüse. Die Komposthaufen sind mit Gewebefolie abgedeckt, unter den Hecken habe ich ebenfalls schmale Streifen Gewebefolie (gibt`s bei Wurmwelten, breitere Folien bei unserer Raiffeisen-Genossenschaft). Schwer kompostierbares wie Kirschlorbeer, aber auch samende Un- Beikräuter liegen ebenfalls weit weg vom Gemüse, da wird dann abgesammelt.
Vor zwei Jahren hatte ich kurzzeitig eine Schneckenplage im Gewächshaus durch Schneckeneier im Kompost. Die kleinen weissen Kügelchen sieht man ja kaum. Da ich anfangs auch etwas Kompost in meine Wurmkisten getan habe, hatte ich teilweise auch darin Schnecken (Teelöffel und verschraubbares Glas mit dem Essigwasserrest). Seit ich Gartenerde in die Kisten gebe, keine Schnecken mehr.
Das gerade Wurmhumus Schnecken fernhalten soll, habe ich auch mehrfach gelesen.
Tigerschnegel sollen Eier der spanischen Nacktschnecke fressen, aber die fressen auch ab und zu einen Regenwurm, keine Ahnung wie viele. Diese "Tiger" sind bei mir bis zu 20 cm lang. Da sie selten an Gemüse gehen, lasse ich die machen.
Tigerschnegel 003.JPG
Regenwürmer fressen leider keine Schneckeneier.
Gruß, Wurmfried
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Wurmfried » Do 13. Jul 2017, 19:28

Bezüglich Schnecken ist mir noch was eingefallen. Habe neulich ein You Tube - Video gesehen, da hat eine Frau mit getrockneter Pfefferminze Versuche mit Kartoffeln oder Tomaten gemacht. Sie konnte die Schnecken anscheinend ganz
gut damit fernhalten, mit frischer Minze klappte es nicht. Habe Minze getrocknet und werde es mal bei meinen Estrich-
mattenkomposten probieren, da wächst Kürbis drauf, wobei da eh`nur noch vereinzelt mal eine "Spanierin" anzutreffen ist.

Schneckenkorn würde ich nicht so dicht beim Gemüse auslegen, weil es ja Schnecken anzieht und tote Schnecken ziehen
wiederum Artgenossen an, die Biester kannibalisieren.

Gruß Wurmfried
Erfan
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Erfan » Fr 14. Jul 2017, 16:22

Hallo allerseits,

danke erstmal für eure Beiträge. Zu den Schnecken können wir ja bei Bedarf einen neuen Beitrag erstellen. Dieses Thema ist bestimmt auch für andere "Mitleser" interessant und die Erfahrungen der anderen sind bestimmt auch interessant.
Mit der Minze werde ich es auch mal versuchen, wir haben ja einen großen Busch davon.
Ansonsten klappt es eigentlich mit der Kiste. Futterangebot (1 x in der Woche) klappt und tote Würmer oder Wurmflucht scheint es auch nicht zu geben. Frisches Gras gebe ich im Moment nur ganz wenig zu - höchstens 2 cm -, wenn es nicht gleich weggefuttert wird, entsteht so etwas hartes wie eine Betonplatte. Dann entsteht so etwas wie Luftknappheit und diese Situation möchte ich umgehen.
Übrigens ist mir das mit den verschwundenen Beiträgen beim letzten Mal auch passiert.
Da sitzt du eine 1/2 Stunde vor dem PC, fasst dich möglichst kurz und dann war alles "für die Katz" und du machst alles nochmal.
Das ist frustrierend !!!

bis bald und LG, Peter
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Rüdiger » Fr 14. Jul 2017, 20:27

Ich speichere ja im den Beitrag in der Zwischenablage bevor ich absende, da habe ich im Fehlerfall noch die Kopie.

Bei der Schneckenbekämpfung kann man einen ganzen Reigen an Maßnahmen erproben. Da gibt es ja Elektrozäune und spezielle Farbe auf denen Schnecken nicht haften können.

Die Kompostfläche kann abgedeckt werden. Die Dunkelheit und Feuchtigkeit auf der Oberfläche hilft den Kompostprozess zu beschleunigen. Ich verwende da alte Jutesäcke, die halten eine Saison durch und werden dann überschüttet auch Wellpappe ist ein guter und billiger Behelf.
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Maeglingreat » So 18. Mär 2018, 22:26

Hallo zusammen!

1. Was füttert Ihr? (Schwerpunktmäßig)
Gurkenschalen, Klopapierrollen, Apfelreste, Karottenschalen, Kaffeepulver, Eierschalen

2. Sammelt Ihr die Abfälle über einen gewissen Zeitraum oder gebt Ihr alles frisch zu?
so wie es anfällt, die Eierschalen werden gesammelt, gemahlen und gestreut

3. Verarbeitet Ihr das Futter in irgendeiner Form? (Pürrieren, klein schneiden, kompostieren, Heißrotte, vorkauen etc.)
nicht mehr

4. Mischt Ihr Zeitungen und Kartons unter das Futter oder gebt ihr sie extra zu?
Klopapierrollen am Stück

5. Wie oft füttert Ihr? (Täglich, wöchentlich)
Immer mal wieder, 1-3 mal/Woche

6. Welche Mengen füttert Ihr?
wiege ich schon lange nicht mehr

7. Füttert Ihr Mineralmix (oder ähnliches) gleichzeitig mit dem normalen Futter oder getrennt?
ab und zu eine Hand voll wird aber häufig vergessen

8. Wie bringt Ihr das Futter auf? (Dünne, flächendeckende Schicht; streifenweise, wechselnde Orte, Mund-zu-Mund-Fütterung etc.)
einigermaßen verteilt reinwerfen

9. Sonstige Besonderheiten?
glaube nicht

Grüße aus dem Schwarzwald,
Benni
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Nin0602 » Sa 23. Mär 2019, 10:48

Hallo,
Wie sieht es mit Kräuter aus? Z. B. Salbei, Basilikum, Schnittlauch, Petersilie etc? Dürfen die auch rein oder eher nicht?
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Re: Fütterungsverhalten der Wurmbesitzer

Beitrag von Wurmcolonia » Sa 23. Mär 2019, 12:37

In einer eingelaufenen Wurmfarm kann man (beinahe) alles in kleinen Mengen ausprobieren, ob sie es mögen. Wenn sie es nach zwei bis drei Wochen nicht angerührt haben bzw. ganz offensichtlich einen großen Bogen darum machen, nimmt man es einfach wieder raus. Mehr, als dass sie das Futter nicht anrühren, kann kaum passieren. Außerdem sind die Vorlieben unserer kleinen Freunde durchaus verschieden. Und, es kommt immer auch noch darauf an, welches Futterangebot noch zur Verfügung steht, da sie zunächst ihr "judelverfügbares" Lieblingsfutter verspreisen. "Judelverfügbar" heißt, dass es soweit von den Mitbewohnern der Farm vorgearbeitet ist, dass die Judels es (ohne kauen zu müssen) verdrücken können. Diese "Vorbereitung" kann je nach Konsistenz des Futters auch mehr als zwei bis drei Wochen dauern.

Was sie definitiv nicht mögen ist Salziges und Saures und Alkohol bekommt ihnen nicht (es gab mal einen Fall hier im Forum, da haben sie Gegorenes bekommen und haben regelrecht verrückt gespielt). Es kann sein, dass Futter geruchsintensiv ist, wie z.B. Kohl. Wenn der Geruch dich stört, nimmst du es ihnen wieder weg. Wenn man immer nur eine wirklich kleine Menge gibt, wenn man sich unsicher ist, kann eigentlich nicht viel schief gehen.

Bei einer noch nicht eingelaufenen Wurmfarm (so etwa in den ersten 6 Monaten) würde ich keine Experimente machen. Als Neuling mit der ersten Wurmfarm ist es gut, erst einmal ein Gefühl für die Wurmfarm und ihre Bewohner zu entwickeln.

Die von Jasper herausgegebene Futterliste ist eine sehr gute Orientierungshilfe für die Fütterung
Wurmmann hat geschrieben:
Fr 2. Nov 2018, 09:01
Hier die Gewünschte Liste:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... -HJY#gid=0
Kompostwürmer, die kleinen Meister des Recyclings.
Otto, der Kompostwurm, erzählt von seinem Leben in der Wurmkiste auf https://wurmcolonia.blogspot.de
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