Regenwürmer züchten / Dendrobena

Gibt es Probleme in der Wurmfarm? Möchtest Du Deine Can-o-Worms verbessern oder Dein Wurm Cafe säubern? Hier gibt es Tips und Fragen auf häufige Antworten!
claus
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von claus »

Es war so wie du gesagt hast, die Würmchen haben sich alle schnell verkrochen.

Allerdings war der komplette Kokosblock irgendwie doch zuviel, sie haben ja noch ihre Erde mitgebracht und außerdem noch Futtererde. Kann ich den restlichen aufgelösten Kokosblock jetzt einfach aufheben für später bzw. brauche ich den überhaupt noch?

Woran kann ich denn sehen, ob es in der Wurmfarm nass genug ist? Genügt es dann einfach unter der Hanfmatte zu sprühen oder muss ich das Substrat richtig gießen? Füttern würde ich dann in drei Tagen und wann gibt es den ersten Mineralmix? Die Hanfmatte musste ich ja rund zuschneiden, was mache ich mit den Verschnittresten/Streifen, kann ich die später einfach mit ins Substrat mischen?
claus
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von claus »

Okay Fausttest wieder was gelernt. Sollte die Hanfmatte auch von oben feucht sein oder nur von unten? Stand derzeit ist oben trocken, unten feucht und darunter wimmeln die Würmchen. Ich hab gestern dann auch etwas Löwenzahn reingetan, zwei drei Blättchen und Stiele. Sie werden offensichtlich gefressen. Muss ich die Reste demnächst entfernen oder machen das die Würmer alles?
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TheFool
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von TheFool »

Na, wird doch ;)
Also die “Nassfraktion” wird sagen von oben sprühen, ich bin von der anderen Partei (wave)
Ich denke wichtig ist, dass es unter der Matte feucht genug ist. Solltest Du Dich gerade in einer trockenen Hitzeperiode befinden (örtlich betrachtet), könntest Du auch proaktiv von oben was zugeben…
Ich habe schon “ewig” nicht mehr gesprüht (in meiner Holzkiste), aber wenn ich Raubtierfütterungszeit habe (aufgetaute Kollektion) kommt jedesmal Nässe rein (trotz Streckung mit Gesteinsmehl, Pappe und MM Pellets)… es scheint ausreichend zu sein, zumindest hat mein Feuchtigkeitsmesser gestern weit ausgeschlagen…
Hinsichtlich Deiner Beigabe: Beobachten… ich sehe keinen Grund es zu entfernen…
Ich habe kürzlich einen Tomatenrispenzweig (oder wie man es nennt) reingeworfen… der wird etwas brauchen aber sie arbeiten ihn fleißig unter… Sollte er bei der „Ernte“ noch vorhanden sein, kann ich ihn immer noch entfernen, bis dahin können sie ihn gerne als Kletterbaum benutzen :D

Um „Mistverständnisse“ zu vermeiden: wenn ich von Ernte spreche, meine ich den Humus, nicht die Würmer (wave)
Wurmige Grüße
Klaus
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von Wurmcolonia »

Wenn du den aufgelösten Kokosblock irgendwie komplett trocken bekommst, z.B. mit Hilfe eines Siebs, dürftest du diese Kokoserde aufheben können. Dann kannst du sie nach der nächsten Ernte von Wurmhumus als frisches Substrat verwenden. Falls hier im Forum jemand anderer Meinung ist, bitte melden.

Die Ecken bzw. Verschnittreste der Hanfmatte kannst du ihnen einfach in die Farm legen. Sie werden sie liebend gern genauso wie den Rest der Matte verdrücken.

Was die Futtererde angeht, weiß ich nicht was da drin ist. Auf der der Verpackung sollte es dazu aber Angaben geben. Damit du sie nicht doppelt und dreifach mit den gleichen Nährstoffen versorgst. Das wäre ja vollkommen unnötig.
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von Pfiffikus »

Wurmofant hat geschrieben: Di 18. Mai 2021, 22:29 ich habe mit dem vermeintlich sauberen Wasser aus einem Luftentfeuchter ettliche Pflanzen gekillt - ich vermute, dass das kondensierte Wasser an den Kühllamellen Aluminium oder Kupfer gelöst hat. Besser nicht zum Gießen oder Wurmfarm-Befeuchten hernehmen.
Bääääh! Dieses Wasser würde ich grundsätzlich weg kippen!

Durch die Lamellen eines Luftentfeuchters geht die komplette Raumluft mehrmals täglich durch, einschließlich Mikropartikel. Diese bleiben an den feuchten Lamellen des Entfeuchters kleben.
  • Staubkörner
  • Textilfasern, auch Naturfasern
  • Haare
  • Hautschuppen
  • Kacke von Hausstaubmilben
  • Kondensat aus der Küche (was auf den Schänken einen Fettfilm erzeugt
  • Pollen
  • ...
Ein Teil von dem Zeug wird direkt ins Abwasser eingespült und damit entsorgt.

Der andere Teil verfestigt sich an den Lamellen, gammelt da drin vor sich hin, schimmelt ... Es ist ja immer schön feucht da drin.
Auch an diesem gemischten Biofilm sammelt sich Kondenswasser. Genau das macht dieses Wasser vom Entfeuchter so eklig.


Pfiffikus,
der deshalb immer konsequent den Filter darin reinigt
claus
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von claus »

Also es sollte ja nicht in die Wurmfarm sondern in das Glas für den PH Test. Da meinte jemand das es destilliertes Wasser ersetzen könnte. Da ich das eine (Wasser aus dem Trockner) täglich habe und das andere nie, wäre es zu überdenken.
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von Wurmofant »

Stimme zu, aber man muss schon zwischen ekelig und giftig unterscheiden. Ein Mensch atmet ja täglich auch ein paar tausend Liter der gleichen Luft ein. Popel sind eklig, Wurmhumus ist eklig, gammelige Gemüsereste sind ekelig ;) Das ist dem Wurm wurscht, im Gegenteil. Der Punkt ist, dass ich vermute, dass sich Stoffe vom Entfeuchter lösen, die für Pflanzen aus eklig --> eklig & giftig machen. Wissenschaftlich bewiesen habe ich das nicht, nur durch ettliche eingegangene Pflanzen in Erfahrung gebracht. Seit ich Trinkwasser gieße, gehts den Pflanzen wieder gut. Mir reicht diese Erkenntnis und Geld für eine Wasseranalyse wollte ich nicht ausgeben, obwohl es echt interessant wäre zu wissen, was es genau ist.
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von claus »

Wenn ihr merkt das es zu trocken ist, wässert ihr mit Regenwasser oder mit abgestandenem Leitungswasser? Habe hier beides schon gelesen.

Wie ist das mit den Erdnussschalen, muss man die irgendwie zerkleinern oder können die ganz rein?
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von Wurmofant »

Geht beides, auch frisches Leitungswasser - Würmer brauchen ja Kalk.
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Re: Regenwürmer züchten / Dendrobena

Beitrag von Pfiffikus »

Hallo Claus,
claus hat geschrieben: Sa 29. Mai 2021, 22:05 Wie ist das mit den Erdnussschalen, muss man die irgendwie zerkleinern oder können die ganz rein?
Das kommt auf den Verwendungszweck an.

Willst Du die Würmer damit füttern, sind sie im Prinzip ungeeignet.

Willst Du die Schalen als Strukturmaterial nutzen, sollten die Schalen natürlich ganz bleiben.

Du solltest aber wissen, dass sich Nussschalen nur sehr langsam zersetzen. Wenn Du mit Deiner Wurmfarm vor allem Wurmerde für Töpfe und Garten produzieren möchtest, wirst Du die ganzen Schalen noch längere Zeit vorfinden. Wenn es Dich nicht stört, können die Schalen ihren Rotteprozess im Garten vollenden. Oder Du zerkleinerst die Schalen vorher. Dann kommen sie zwar auch im Garten an, werden aber kaum bemerkt.


Pfiffikus,
der hofft, hiermit nicht zu viel Verwirrung gestiftet zu haben
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