mysteriöse Wurmfluchten

Gibt es Probleme in der Wurmfarm? Möchtest Du Deine Can-o-Worms verbessern oder Dein Wurm Cafe säubern? Hier gibt es Tips und Fragen auf häufige Antworten!
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GHenri
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mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von GHenri » Di 22. Okt 2013, 23:49

Halli Hallo!

Unsere Wurmkiste, Marke Eigenbau, hat ein gutes halbes Jahr nun vernünftig funktioniert. Doch seit rund zwei Wochen finden sich Morgens häufiger (nicht immer!) einige tote Würmlein vor der Kiste. Da ich leider nicht schlau werde aus dieser speziellen Art der Wurmflucht wollte ich mal die ExpertInnenmeinung erhorchen.

Die Umstände:

Zwischen drei und acht Uhr Morgens schaffen es 1 bis 9 Würmer aus der Kiste, kriechen rund 30 cm bis 2 Meter von der Kiste weg und sterben dann. Passiert an 4 von 7 Tagen ohne erkennbares Muster.

Zudem sind die Würmer seit einigen Tagen stoßweise unter dem Deckel unterwegs - auch das nicht immer, sondern nur immer mal wieder!

Die Wurmkiste:

Selbstgebaut aus ungefärbtem und lebensmittelechtem Hartplastik, Luftlöcher an Seiten und am Deckel, funktionierendes Abflusssystem. Die Kiste steht in der Küche in einer vor Zugluft geschützten Ecke und dunkel.

Das Kistenklima:

kein Schimmel und gute Gammelrate mit viel Mikrogetier drumherum, riecht leicht erdig. Die Temperatur liegt konstant bei 18-20 Grad, der gestern gemessene PH-Wert lag so bei 6. Da wir nur Demeter-Bio zuhause essen, kommen auch nur die Reste in die Kiste.


Mir stellt sich nun die Frage: Was passiert da denn? Kann es sein, dass sie zu wenig Platz haben? Und wenn ja, warum sind sie dann nur manchmal "unterwegs"?

Für Eure wurmfachlichen Ideen wäre ich sehr dankbar!
Viele Grüße aus Berlin,

Ghenri!
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von Wurmmann » So 27. Okt 2013, 00:36

Hallo Ghenri,
ich habe eine schlechte und 2 gute Nachrichten für Dich. Die schlechte zuerst. Auf die Lösung musst Du noch ein paar Tage warten. Die guten Nachrichten sind: Genau dieses Problem werde ich im kommenden Newsletter besprechen. Die Lösung ist einfach, nicht sehr teuer oder kostenlos und funktioniert in fast allen Fällen.

Wenn Du mir ein paar gute Fotos Deines Problemes und Deiner Würmer schickst und ich Sie im Newsletter verwende, schenke ich Dir die Lösung früher und gratis! :?:

Dann kannst Du Sie Anwenden und auch dokumentieren. :P

VG,
Jasper
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von derdaniel1972 » So 27. Okt 2013, 16:03

Wurmmann hat geschrieben:...Genau dieses Problem werde ich im kommenden Newsletter besprechen...
:o Na nun sind wir aber alle gespannt wie ein Flitzebogen und warten auf den neuen Newsletter!!!

Gruß Daniel
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von skessa » Mi 30. Okt 2013, 09:33

Sind die Würmer irgendwie programmiert genau das genau jetzt zu tun um den newsletter zu bewerben? :)=
Heute morgen hab ich zum ersten mal ausgebüchste tote Würmer um die Kiste gefunden!

Wobei die Umstände bei mir vielleicht ein wenig anders sind... meine Wurmfarm riecht plötzlich etwas nach Kohl (obwohl ich keinen gefüttert hab) und ich muss dazusagen dass die Kiste vor drei Wochen wegen Nachtfrostgefahr vom Balkon ins Haus umgestellt wurde und seit dem drinnen stand (unbeheizter Raum, aber vermutlich trotzdem etwas wärmer als vorher auf dem Balkon). Ausserdem hab ich seit ca 2 Wochen wieder ne Hanfmatte drauf, was ich vorher lange nicht hatte. Und die Arbeitsschicht ist fast voll.

Ich hab die Kiste jetzt wieder rausgestellt, da ist es auf jeden Fall heller, und hat z. Zt. so 8-10 Grad (auch nachts), ich hoffe sie beruhigen sich wieder... (und wenn nicht liegen sie wenigstens nicht im Zimmer rum, und bessere Überlebenschancen haben sie wohl auch. Alternativ freuen sich die Amseln. :| ) und werd heut abend wenn ich hoffentlich noch bei Helligkeit heimkomm mal pH messen, umgraben, neue Schicht aufsetzten... und dann hoffen dass der Rest drinnenbleibt.

Aber hat noch jemand Tips von wegen dem Kohlgeruch? Irgendwas worauf ich besonders achten sollte?
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von derdaniel1972 » So 3. Nov 2013, 14:27

Meine Dendros in der großen Kiste zeigen auch seit ein paar Tagen starke Wandertendenzen... (irre)

@skessa: Viel Pappe und frische Luft sollten helfen...

@wurmmann: Wann kommt denn der "heilige" Newsletter?

Gruß Daniel
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von Wurmmann » So 3. Nov 2013, 21:17

Wann kommt denn der "heilige" Newsletter?
In ein paar Stunden kommt er raus. Hier schon mal einen exklusiven Blick auf den Leitartikel:

http://www.wurmwelten.de/wurmfarmen/48- ... reikt.html
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von derdaniel1972 » So 3. Nov 2013, 21:25

Vielen Dank für den Link!!!

Und wie immer seeeeehr informativ! Werde mir wohl dein Buch mal alsbald zulegen müssen ;)

Gruß Daniel
ES LEBE DER WURM!!! :P Meine Zuchten: Wurmeimer Wurmboxen Tauwurmkiste
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aarrgh

Beitrag von skessa » Mo 4. Nov 2013, 10:40

Ich hab im Sommer angefangen meine Wurmkiste mit verbrauchter "Blumenerde" betsehend aus Kokoblock und Kuhmistkompost aus dem Baumarkt aufzulockern - jetzt les ich im artikel dass man das auf keinen Fall tun soll! Kann es sein dass meine Würmer deshalb seit ca. ner Woche sichtliche Probleme haben? (Siehe auch meinen Problemthread im RELN-Unterforum) :(

Falls das sein kann, was tun? Ich krieg die "Blumenerde" ja jetzt nimmer raus... :?
Muss ich versuchen eine Paralellfarm Marke Eigenbau zusammenzubasteln und die Würmer da rein evakuieren? Oder kann man "falsche Bakterien" auch irgendwie im laufenden Betrieb kontern? :|
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von derdaniel1972 » Mo 4. Nov 2013, 14:22

An der Blumenerde liegt es mit Sicherheit nun mittlerweile nicht mehr. Beim Aufsetzen einer Kiste ist Blumenerde zumeist nicht geeignet weil Dünger ect. darin eingebracht wird. Das bekommt den Würmern nicht und sie verenden dann meistens. Deine momentanen Probleme sind mit Sicherheit auf Fäulnis zurückzuführen - daher wahrscheinlich auch der Kohlgeruch. Alles weitere dann wieder im RELN-Tread....
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Re: mysteriöse Wurmfluchten

Beitrag von Wurmmann » Mo 4. Nov 2013, 17:03

Oder kann man "falsche Bakterien" auch irgendwie im laufenden Betrieb kontern?
Das ist meist der beste Weg, wenn die Wurmfarm nicht völlig abgeschrieben ist. Die "guten" Bakterien (in diesem Fall die luftliebenden Rottebakterien) und die "bösen" (also die Fäulnisbakterien welche in Luftarmut gedeihen) sind sowieso immer vorhanden. Unsere Aufgabe ist es, beim Füttern darauf zu achten, dass das Substrat aerob (also Sauerstoffreich) ist und genügend Nahrung zur Verfügung hat.

Kohlgeruch klingt nach einer Fäulnis. Ich würde den Teil weitläufig entfernen (sollten dort Würmer sein, diese vielleicht retten) und etwas Kartionage unterheben um die Luftzufuhr zu erhöhen. Und dann natürlich Mineral Mix füttern um zu sehen ob es an den Spurenelementen lag...
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