Hörnchens Wurmfarm

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Wurmcolonia
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Re: Hörnchens Wurmfarm

Beitrag von Wurmcolonia » Sa 21. Apr 2018, 15:57

Hallo Nicky,

wenn Du Deine Judels nach Draußen stellst musst Du nicht nur darauf achten, dass sie nicht in der Sonne stehen. Auch wenn es im späteren Frühling oder im Sommer wärmer wird, kann es für die Judels Draußen zu warm werden. Sie vertragen maximal 30°C, manchmal wird auch eine geringere Temperatur genannt. Ich will meine Hand dafür nicht ins Feuer legen, was richtig ist, lieber etwas kühler halten. Wobei Du ja in der Nähe von Gummersbach wohnst. Da wird es nicht so schnell so heiß wie hier in Köln (hot) .

Der letzte Sommer war ja nicht so furchtbar heiß, bzw. die Hitzeperioden waren kürzer als im vorletzten Jahr. Damals habe ich meinen Judels eine Art Klimaanlage eingebaut, d.h. alte Marmeladengläser (ganz wichtig mit dicht sitzendem Deckel, sonst nehmen die Judels ein Bad im Wasser, was ich tatsächlich erlebt habe. Ein Wurm hat sich unter dem nicht ganz fest sitzenden Deckel ins Glas gequetscht und plantschte morgens quietschfidel im Wasser herum. Ich habe dann das Wasser abgeschüttet, den Wurm aus dem Glas geholt und in die Kiste gesetzt. Er hat sich dann ruckzuck eingegraben (Kompostwürmer können unter Wasser atmen, jedenfalls so lange, wie das Wasser ausreichend Sauerstoff hat.). Leider habe ich kein Foto, bzw. Vieo, davon, aber andere Fotos).

20160828_091550.jpg
Unter einem angehobenen Glas haben es sich die Judels gemütlich gemacht.

20160710_144931.jpg
Über der der Oberfläche schmiegen sie sich gern an das kühle Glas.

Wenn Deine Judels draußen stehen, würde ich die Farm auch mit einem Fliegengitter o.ä. sichern, damit sich keine Fliegen, Mücken oder anderes Gedöns, was in der Farm nichts zu suchen hat, es darin gemütlich macht oder sogar seine Eier darin ablegt. Die wirst Du dann nämlich nur noch schwer los.

Wurmige Grüße
Claudia
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Re: Hörnchens Wurmfarm

Beitrag von Chaoshoernchen » Sa 21. Apr 2018, 18:52

Hallo Claudia,

das ist kein Problem. Ich leb hier auf dem Land und hab direkt am Haus angeschlossen eine alte Scheune deren Erdgeschoss aus Steinen gemauert ist. Da ist es immer schön kühl drin. Wir überlegen gerade, dass die Judels in Doppeltür dieser Scheune, die wir eh nur als Rumpelkammer nutzen, gut aufgehoben sind.

Falls wir doch mal durch müssen, was nur alle sechs bis acht Wochen mal der Fall ist, falls überhaupt, dann sind die Judels schnell beiseite geschoben. Bis wir das aber angehen wird mein Mann erstmal noch ein Thermometer aufhängen und ich schau mal täglich nach den Temperaturen. Nicht, dass es eher zu kühl wird. :)

Danke für den Tipp mit den Fliegen. :)

Und die Klimaanlage für die Judels ist genial, die merk ich mir!
Liebe Grüße
Nicky

P.s.: Ich nutze keine DIY Wurmfarm sondern eine (can), kann das aber im Profil nicht einstellen. Daher dieser Kompromiss. Und immerhin hab ich sie ja selbst aufgebaut. ;)
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Re: Hörnchens Wurmfarm

Beitrag von Chaoshoernchen » Di 15. Mai 2018, 07:52

Guten Morgen,

ich update mal wieder (Oder sollte ich einen Fred im Tagebuchbereich erstellen? Ich war ja so "clever" das hier zu machen... :roll: )

Vor etwas über einer Woche hab ich Fakten geschaffen. Im Garten, auf der Stelle wo die Lombrico hin sollte, war doch zu viel Sonne. Und die Zwischentür zur Scheune war zu schmal. Also hab ich sie kurzerhand in die Küche gerollt, unters Fenster gestellt, einen Strauß künstlicher Blumen auf den Deckel gepackt und siehe da: Der Gatte hats erst am TAg drauf bemerkt. Weil ich ihn bat im Flur den Drehschrank auf seine alte Stelle zu stellen... 8-)

In den letzten Tagen im Flur hatte ich bemerkt, dass eine kleine Flucht in den Auffangbehälter eingesetzt hatte. Ehe ich die Judels in die Küche karrte hab ich also die Würmer zwei Ebenen nach oben verfrachtet. Gestern gabs dann die erste Kontrolle vom Auffangbehälter. Und siehe da: Sechs oder sieben Stück. Nichts im Vergleich zu den geschätzten 30 Stück von vor ca. einer Woche.
Ich habe das Gefühl, der neue Standort tut der ganzen Sache gut. Und ich habe auch einen Verdacht, warum. Jeden Tag, wenn der Gatte heim kommt und seine Jacke in den Flur hängt, folgt ihm nämlich der sich freuende Hund. Ich argwöhne, dass das doch etwas viel Unruhe und Erschütterung war. In der Küche ist zwar mehr Leben, aber hier wedelt keiner in direkter Nähe zur Lombrico enthusiastisch durch die Gegend. Könnte das sein?

Der Gatte hat sich endlich auch überwunden die Judels zu füttern. Das wollte er die ganze Zeit nicht, weil: "Vielleicht mach ich da was falsch?"
Ähm, das sind Würmer. Kompostwürmer... Ich hab ihm die Liste in die Hand gedrückt und ihm gesagt: "Frag mich wenn du unsicher bist". Gut wars. Vor zwei Tagen hat er das erste Mal tapfer die kaum noch existente Hanfmatte angehoben und "auf 2 Uhr, damit du gucken kannst ob sie es fressen!" eine handvoll zerdrückten Salat reingegeben.

Da kommen wir übrigens zu einer Frage, die ich hätte: Wann kommt eigentlich die nächste Hanfmatte drauf? Die jetzige hängt in Fetzen, deckt die Judels aber noch teilweise ab. Ich kann sie aber kaum noch anheben sondern verschiebe das nur noch wenn ich Futter rein gebe. Und schieb es dann so gut es geht wieder drüber...
Liebe Grüße
Nicky

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Re: Hörnchens Wurmfarm

Beitrag von Chaoshoernchen » Di 15. Mai 2018, 22:18

Huhuu Dirk,

nein, er ist kein Angler. ;)
Er ist die Sorte Mensch, die diese dicken fetten Schnacken nach draußen schafft wenn ich mit dem Buch hinterher wetze weil ich die so gruselig finde. :D
Aber dafür hat er auch kein Problem Getier aller Art anzupacken und ist laut eigener Aussage froh eine Frau zu haben die mal beherzt so einen Wurm hochhebt und von A nach B transportiert ohne direkt mit Ihhhhhh-Rufen die Flucht zu ergreifen. (Ich argwöhne manchmal, er hat da so seine Erfahrung. :lol: )

Die Judels haben für ihn jetzt mehr den Platz von nützlichen Arbeitshaustieren eingenommen, da will ers dann auf jeden Fall richtig machen und den Tieren nicht gedankenlos schaden. Und wegen sowas lieb ich ihn. :)

Danke für deine Ausführungen! Ich dachte, die Judels sind da unten hier und da in größeren Mengen anzutreffen weil der Hund (Australian Shepherd) volle Möhre dagegen wedelt.
Kann ich mir das Kontrollieren der Ablaufwanne denn weitestgehend sparen? Die haben ja eine Rettungsinsel und feucht ist es da unten auf jeden Fall auch.
Bis jetzt hab ich so alle 14 Tage mal reingeschaut und bei der Gelegenheit alles nach oben verfrachtet was sich da unten häuslich eingerichtet hatte.

Das mit der Hanfmatte mach ich sobald sie die nächste Futterration haben. Danke für den Tipp. :)
Liebe Grüße
Nicky

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Re: Hörnchens Wurmfarm

Beitrag von Chaoshoernchen » Mi 16. Mai 2018, 21:52

Hey Dirk,

ich habe bereits mit zwei Ebenen angefangen. :D

Von den Nachbarn wollte ich ein oder zwei Liter Kompost als Starter und der Nachbar brachte mir einen halben Eimer. Das reichte für die unterste Ebene (wobei die inzwischen viel schöner nach Humus aussieht als vorher, war ja auch auf dem Kokossubstrat der Jungs) sowie für zwei Fingerdick in der zweiten Ebene. Das hat mir dabei geholfen eine Wurmflucht fast komplett zu verhindern. Raus geflüchtet sind mir insgesamt vier oder fünf.

In beiden Ebenen ist reges Leben. Ich brauche allerdings meinen Gatterich, um mir die Ebenen hochzuheben. Bislang hab ich das einmal alle 7 - 10 Tage gemacht... Dann verkürze ich den Intervall vielleicht besser? Wobei... Leichen gabs insgesamt ca. 6 und da sind schon drei Fluchtwürmer mit eingerechnet.

Und ja, hier gehts harmonisch zu. *hust* Immer wenn ich nämlich rumbrülle lachen mein Mann und mein älterer Sohn und tätscheln mich auf den Kopf. Sehr harmonisch! :P

Nee, im Ernst. Wir lachen dabei. ;)

Tagebuch eröffne ich die Tage. *hahaha*

Dann lass ich auch ne Runde springen. Flüssigbrot und tote Kuh? Geht klar. :P

Und Gruß an deine Frau. Ich hab den Jungs einfach einen Namen verpasst und häng jetzt römische Ziffern dran. :lol:
Liebe Grüße
Nicky

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