Meine erste kleine Wurmfarm :)

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HoneyHive
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Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von HoneyHive » Mo 4. Jun 2018, 23:30

Hallo Liebe Kollegen,

ich habe seit knapp zwei Wochen eine Wurmfarm.

Bild

Sorry wegen dem verdrehten Bild :?

Aktuell steh der kleine auf meinem Balkon - allerdings im Schatten, damit Sie nicht kochen. Ich habe heute um 14 Uhr mal kurz gemessen, da waren es 26° in der mittleren Station, 24° in der oberen und 20° unten. Soweit mir bekannt, mögen Dendro's ja Temperaturen um die 25°, richtig?

Da ich nicht ganz so informiert bin, habe ich auch noch ein paar Fragen.

Bild

So sieht aktuell meine unterste Station aus. Ein bisschen Erde auf dem Filtermaterial und kein Tropfen Wurmtee (darunter).

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Die Mittlere Kiste hat momentan folgende Schichten von UNTEN nach OBEN

Drei größere Kartonfetzen, da der Verkäufer meinte, einfach zerknüllen und reinschmeißen...
Wurmhumus ca 2cm gemischt mit kleinen Kartonfizelchen welche ich durch den Aktenvernichter gejagt hatte.
Auf den Wurmhumus 5 gemahlene Eierschalen und "Spezial Wurmfutter". Eine handvoll Walderde noch drüber.
Ein bisschen Kartoffelschalen und Gräser. Eine Bananenschale und Zwiebelschalen.

Bild

Die obere Kiste ist noch relativ neu. In 2 Wochen kann ja nicht soo viel passieren.
Die untere Schicht wieder Karton geschreddert und darüber Kartoffelbrei (reine Kartoffeln, keine Zusätze).
Ein bisschen Wurmfutter und Erde aus einem alten Blumenkasten
Darüber Kaffeesatz und Blätter von Schnittblumen.

Als nächstes habe ich allerdings schon wieder:
Kleingeschnittene Salatreste, die Schnittblumen kleingemacht und Kaffebeutel + Kaffeesatz. Mittwoch dann Karottenschalen. Eierschalen stehen auch schon wieder bereit.
Ich habe das Gefühl, dass es dann den kleinen doch schon sehr zu viel wird.
Sollte man Walderde immer mal wieder zugeben?
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*Ces*
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von *Ces* » Di 5. Jun 2018, 07:04

Hallo Honey,

erstmal willkommen im Forum.

Ich würde erstmal aufhören mit Füttern. Es dauert eine Weile, bis sich die Population eingerichtet hat.

Wenn du von dem Futter nix mehr siehst, was jetzt drin ist, dann kannst du wieder was dazugeben. Am besten immer auf einem Haufen, da sieht man gut, wenn es weg ist.

Warum hast du zwei aktive Schichten? Normalerweise fängt man mit einer an und wenn die voll ist, dann kommt die nächste Schicht rauf. Die Judels gehen immer dahin wo das Futter ist.

Würde also überlegen ob du die zusammenlegst oder eine Schicht entsorgst. Und Erde brauchst du keine mehr dazu machen, da diese ja mit der Zeit entsteht in Form von Wurmhumus.

Mit wieviel Würmer. Hast du angefangen?

Gruß Ces
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von Rumbleteazer » Di 5. Jun 2018, 17:24

Moin HH und (willkommen) ,

ich hab da mal eine Frage. Mit den gekauften Farmen kenne ich mich nicht aus. Ebenso wenig mit der Anleitung eben dieser. Warum hast Du in allen Ebenen Würmer gesetzt?

Viel Spaß mit den Judels, Dirk
Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.... die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.

Man schimpft mich Dirk, aber auf Olli höre ich auch ;)
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von HoneyHive » Mi 6. Jun 2018, 00:50

Hallo Ihr beiden und Danke für die Begrüßung :)

Zuerst zu Rumble, ich hatte die Würmer nur in die mittlere Ebene eingesetzt und die erste Woche auch so betrieben. Verteilt haben Sie sich erst so ... 3 Tage nachdem ich in die oberste Erde etwas reingetan habe. Untertags sind oben auch nur so 10 Stück, alle anderen unten.
PS: Ich würde mir die Farm auch nicht nocheinmal kaufen, da die Qualität einfach nur schlecht ist. Hatte schon mehrmals Judels außerhalb, obwohl ich nicht weiss, wo Sie rausgekommen sein können. DIY wäre auf jedenfall besser gewesen.

So, Ces. Ich habe mal nicht weitergefüttert. Heute bin ich noch nicht dazu gekommen die obere Ebene mit der mittleren zusammenzuführen.
Die obere Ebene habe ich erst gestartet, als die untere "voll" war. Die Judels haben die Möglichkeit zwischen den zwei Ebenen zu wandern, auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht. Ich hatte einfach zu schnell, zu viel gefüttert denke ich. Habe ja noch keine Erfahrung, wie schnell sich das Zeug zersetzt usw.
Angefangen habe ich mit 500g Dendrobena. Gefühlt sind auch schon ein paar kleine mit dabei.
Kann es so passieren, dass alle Judels nach oben gehen, obwohl die untere Ebene noch nicht komplett Wurmhumus ist?

Zum heutigen Anblick: Im untersten Ebene war ein bisschen mehr Erde und in der obersten hat sich mittlerweile leichter Schimmel gebildet. Ich habe mir heute auch Gedanken gemacht, ob es in irgendeiner Art und Weise Sinn machen würde, wenn man die Kiste täglich wiegt. Vielleicht hat damit schon jemand Erfahrung gemacht?
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von Rumbleteazer » Mi 6. Jun 2018, 17:46

Moin HH (hassu dich schon vorgestellt? viewtopic.php?f=6&t=4 :)= ),

hajo, so eine Farm aus Eurokisten hat schon so gewisse "Vorteile" gegenüber käuflich erhältlichen ;) Es gibt z.B. wesentlich weniger Flüchter. In der Zeit, wo ich die Farmen habe, ist EINER ausgebüxt. Zudem sind die wesentlich stabiler als dieses Wabberkunststoffdinger. Alternativ könnte man Hartholz nehmen aber auch das verzieht sich im laufe der Zeit.

Das einzig wahre sind halt Lebensmittelechte Euro-Stapelkästen. Die halten ewig und 3 Stunden.

Schimmel nicht entsorgen, das ist das Lieblingsfutter der Babys (ok, die anderen fressen das auch :lol: ) Mistwürmer halten sich in bis zu 20cm Tiefe auf. Gibt es so "tief" nix mehr zu futtern, ziehen die nach oben.

Noch ein Grund: es ist ein Gewitter im Anmarsch. Die Judels spüren das, und kommen nach oben, um nicht in ihren Röhren zu ersaufen.

Noch ein Grund: das Substrat ist zu warm (ü +28°C) dann ziehen sich die Würmlies in den rdboden zurück. Ist das nicht möglich versuchen sie es knapp unter der Erdoberfläche. Auf eben dieser würden sie innerhalb kürzester Zeit vertrocknen.

Taktkonform, Dirk
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von HoneyHive » Do 7. Jun 2018, 22:05

Ups, ich stelle mich gleich vor ;)
Habe heute die Ebenen vereint. Die Obere ist nun komplett herunten und die Mittlere dafür richtig voll. Mir kamen leider gleich ein paar Fruchtfliegen entgegen, ich hoffe die sind nicht arg schlimm?
Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass die "Gräser" keine so gute Idee waren. Es fühlt sich zwar an, als dass sich die Würmlis darin wohl fühlen, das Zeug aber nie verrottet :S
Kannst du mir einen Link zu solchen Boxen (am besten Amazon) schicken? In meinem Bauhaus in der nähe habe ich leider keine Lebensmittelechten EU-Boxen gefunden.
Momentan habe ich leider nur den Keller, die Küche oder den Balkon zur Auswahl. Soweit ich gesehen habe, sind die EU-Boxen oben offen, oder?
Vielen Dank für deine Hilfreichen Informationen :)
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von Rumbleteazer » Do 7. Jun 2018, 22:40

HoneyHive hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 22:05

Kannst du mir einen Link zu solchen Boxen (am besten Amazon) schicken? In meinem Bauhaus in der nähe habe ich leider keine Lebensmittelechten EU-Boxen gefunden.
Momentan habe ich leider nur den Keller, die Küche oder den Balkon zur Auswahl. Soweit ich gesehen habe, sind die EU-Boxen oben offen, oder?
Vielen Dank für deine Hilfreichen Informationen :)
Sei gegrüßt HH,

Eurokisten und Co bekommst Du günstig bei Auer (Gockel fragen, erster Link).

Die von dir genannten Lokations sind ideal. Vor allem der Keller ;)

Und ja, die Kisten sind offen. >Es kommt ja immer wieder eine neue Ebene oben drauf, die die Öffnung schließt.

Taktkonform, Dirk

p.s.: Fruchtfliegen sind ein ständiger Begleiter. Man kann sie bekämpfen, muss man aber nicht.
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von HoneyHive » Fr 8. Jun 2018, 02:42

Uiui - musste gerade eine Nachtschicht einlegen...
20 Würmlis auf dem Filtermaterial und nochmal 10 in der untersten Ebene (zum Glück noch kein Wurmtee!).

Bild

Auch habe ich vier Stück mal wieder abseits der Kiste einsammeln müssen. Sicherheitshalber mal kurz mit Tesa zugeklebt (oben sind noch Löcher für Sauerstoff offen! :))

Muss mich mal darum kümmern, so kann das nicht weitergehen. Was ich da für einen Schrott gekauft habe (wall)
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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von Rumbleteazer » Fr 8. Jun 2018, 15:03

Bei einsetzen der Dämmerung ein schaches Licht einschalten. Das zwingt die Würmer unter die Oberfläche. Ein Dauerzustand ist das aber nicht.
Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.... die Hummel weiß das nicht und fliegt einfach.

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Re: Meine erste kleine Wurmfarm :)

Beitrag von HoneyHive » So 24. Jun 2018, 02:26

Guten Morgen, Nacht, was auch immer :)

Ein kleines Update:
Das Problem mit den Fruchtfliegen ist mittlerweile eine Plage. Ich muss die lieben leider (ich versuche es so kurz wie möglich, da es doch etwas frisch ist draußen), auf den Balkon stellen.

Durch das nicht mehr nachfüttern ist das ganze Zeug ziemlich zusammengefallen, hätte ich nicht gedacht, aber ist ja logisch. Habe dann, nachdem kaum noch etwas da war, Karottenschalen und übrige Karotten kleingeschnitten und gefüttert. Leider scheint dies mit der Hitze eine zu hohe Feuchtigkeit zu entwickeln.

Nachdem nun ca. zwei Wochen kein einziges Würmle geflüchtet ist, dachte ich es sei gut. Allerdings war heute Nacht die große Flucht angesagt. Ca. 30 Würmer außerhalb und die ganzen Wände nach obenhin voll mit flüchtenden.

Soll man die bereits geflüchteten Würmer zurücksetzen bzw. in welchen Zuständen darf man die noch zurücksetzen? Ist es wirklcih so, wenn einer Krank / am sterben oder gar tot ist, die anderen mit in den tot zieht?

Mittlerweile habe ich die Schrottkiste, und das meine ich wortwörtlich, mit lebensmittelverträglicher Folie eingeschnürt, sodass ich nur noch den Deckel öffnen kann. Luftzufuhr ist vorhanden, aber dort flüchten die kleinen dann kaum noch raus.

Werde mich demnächst nach einer neuen Kiste mit Deckel umsehen, bzw. einer die ich so Dicht machen kann, dass wenigstens die Großen Würmle nicht mehr rauskommen.
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