Geschreddertes Papier - wie viel verträgt eine größere Farm?

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bigsur
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Geschreddertes Papier - wie viel verträgt eine größere Farm?

Beitrag von bigsur » Mo 29. Apr 2019, 06:56

Es ist ja so, dass man gerne Papier (zerkleinert) in die Wurmfarm einbringen darf/soll. Auch gibt es einen Thread zum Thema Kohlenstoff/Stickstoff - Verhältnis:
https://www.wurmwelten.de/forum/viewtop ... c&start=10

Für mich ist es aber zu aufwändig, auf ein passendes Mischungsverhältnis zu achten. Habe nun einen Shredder voll zerkleinertem Papier und mich interessiert, ob es für die Kiste (Hungry Bin, 5-7000 Würmer) ein Problem ist, wenn ich auf einen Schlag relativ viel Papier einbringe. Bei Eierschalen habe ich gelesen, dass es unkritisch ist, weil die überschüssige Menge nach und nach "verwertet" wird.

Trifft das auch auf Papier zu, oder erzeuge ich ein zu großes Ungleichgewicht?
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Re: Geschreddertes Papier - wie viel verträgt eine größere Farm?

Beitrag von Pfiffikus » Mo 29. Apr 2019, 09:18

Bei mir wandert das geschredderte Papier auch in die Wurmfarm. Aber immer nur eine kleine Schicht. Der Rest wartet noch in einem Müllsack neben der Farm auf seine Verwendung.

Wird es zu viel, schadet es nach meiner Beobachtung nicht den Würmern, doch dann finde ich auch nach längerer Zeit noch graue Batzen im Substrat, die schwer abgebaut werden.


Pfiffikus,
der dabei keine Berechnungen zum C-N-Verhältnis anstellt
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Re: Geschreddertes Papier - wie viel verträgt eine größere Farm?

Beitrag von Trulllla » Mo 29. Apr 2019, 16:50

Ich unterschreibe bei Pfiffikus. :)
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Re: Geschreddertes Papier - wie viel verträgt eine größere Farm?

Beitrag von Wurmcolonia » Mo 29. Apr 2019, 17:09

Meine erste Wurmkiste habe ich vor drei Jahren sogar einzig mit in Streifen gerissenen, angefeuchtetem und locker geknülltem Zeitungspapier gestartet. Das hatte ich vor dem Start in verschiedenen Anleitungen gelesen. Auch von Wurmwelten habe ich später gehört, dass das von Anfängern gerne so praktiziert wird. Als die Würmer geliefert wurden, kamen sie im Gewebesack mit ihrem heimischen Substrat vom Wurmhändler. Ich brauchte sie nur noch mit ihrem Substrat vorsichtig auf das feuchte Zeitungspapier schütten und habe sie zusätzlich mit (anderem) Futter versorgt. Sie haben sich gleich zwischen dem Zeitungspapier verkrochen und angefangen das Papier in Wurmhumus zu verwandeln. Nach dem Start der Kiste haben sie erst einmal eine ganze Weile keine Zeitung o.ä. mehr bekommen.

Später bei der Wurmhumusernte habe ich den geernteten Humus durch feuchte Kokoserde gemischt mit Zeitung und Wellpappeschnipseln ersetzt. Zeitung hat mir zu wenig Volumen und fällt zu schnell zusammen. Außerdem kann sie, wie Pfiffikus bereits geschrieben hat, zu dickeren Knubbeln verkleben.

Um einen schön krümeligen Wurmhumus zu bekommen, gehen Experten davon aus, dass der Zellstoffanteil am Futter bei ca. 30 % liegen sollte. Der Wurmhumus wird sonst lehmig und wenn er austrocknet kann er hart wie Beton werden.
Wenn du dich beim Futter in etwa an der 30 %-Regel für Zellstoff orientierst, dürftest du auch im Interersse der Gesundheit deiner Würmer auf der sicheren Seite sein. :D
Kompostwürmer, die kleinen Meister des Recyclings.
Otto, der Kompostwurm, erzählt von seinem Leben in der Wurmkiste auf https://wurmcolonia.blogspot.de
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