Wurmkiste aus Eurokisten

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xKnut
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Wurmkiste aus Eurokisten

Beitrag von xKnut » Do 2. Mai 2019, 09:30

Hallo zusammen,

ich habe hier schon einiges gelesen und bin gerade dabei meine erste Wurmkiste zu planen. Wir kochen jeden Tag frisch, fast ausschließlich Bio und ich finde es schade das so viel davon in der Biotonne landet. Wahrscheinlich werde ich später eine größere Kiste oder eine weitere benötigen, aber erst einmal muss die erste laufen.

Als Basis habe ich zwei 60x40er Eurokisten mit einer Höhe von 20cm geplant. Löcher rein, Drainage aus Blähton, Unkrautfließ drüber und dann das Substrat. Drunter steht eine flache 8cm Eurobox mit Hahn.

Oft sehe ich das hier Eierkartons und/oder Zeitungspapier verwendet wird. Ich steh nicht so auf Druckerschwärze, daher dachte ich eher an Kokosfaser ggf. vermischt mit Erde? Wie hoch bzw. wie viel Substrat benötigen die Würmer zu eingewöhnen und leben? Dachte so 1-2kg Würmer.

Bei uns fällt auch viel Kaffeepulver an, kann man grob sagen wie viel Urgesteinsmehl ich zum ausgleich verwenden sollte? Dann hab ich gesehen, dass es da auch verschiedene Sorten gibt, ich hätte was auf Zeolithbasis da.

Gartenkalk ist ebenfalls vorhanden und unbedrucktes Papier/Pappe sollte ich auch ausreichend auftreiben können. Nur die Hanfmatte zum Abdecken, brauch man die wirklich oder reicht der Plastikdeckel?

Danke & Viele Grüße
Knut
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Re: Wurmkiste aus Eurokisten

Beitrag von SuMiXaN » Do 2. Mai 2019, 10:32

Hallo und Willkommen xKnut,

Ich kann dir leider nicht alle deine Fragen beantworten weil mir dafür die Erfahrung fehlt aber ich glaube ein bisschen kann ich dir weiterhelfen.
Du möchtest ja eine Arbeitsebene für die Würmer und eine Wurmtee-Ebene, sollen da später noch weitere Arbeitsebenen auf die Erste obenauf? Es ist leichter den Wurmhumus für den Garten zu ernten, wenn man mehrere Arbeitsebenen hat. Die meisten Würmer wandern dann nach oben zum neuen Futtern und zurück bleibt der schöne gereifte Humus. 3-4 Arbeitsebenen scheinen sich bei den Meisten durchgesetzt zu haben um den Würmer genug Zeit zu geben einen reifen Wurmhumus zu produzieren und nach oben zu wandern. Bitte denk daran das deine Würmer eine Belüftung brauchen. Man kann z.B große Luftlöcher in den Deckel machen und diese mit einem Fliegengitter abkleben. Theoretisch können ganz junge Würmer entkommen, aber die älteren bleiben dadurch in der Wurmkiste. Ich habe bei mir den Eindruck, dass in der Kiste geborene Würmer ihr Schicksal in der Kiste gut akzeptieren sofern nicht irgendetwas aus dem Ruder läuft.

Mit unterschiedlichen Urgesteinen kenn ich mich leider nicht aus, ka. ob es da wichtige Unterschiede für die Würmer gibt. Zum Kaffeesatz mische ich immer eine Prise Gartenkalk um ein versauern der Farm zu verhindern.
Die Hanfmatte ist nicht notwendig, hat aber ein paar Vorteile welche andere Abdeckungen nur zum Teil leisten können. Wenn man nur den Deckel hat, wird die Feuchtigkeit zum Deckel aufsteigen und sich dort sammeln. Dabei trocknet das Futter an der Oberfläche aus und wird langsamer verwertet. Hanfmatten sind im allgemeinen unbehandelt im Gegensatz zu den meisten Kokosmatten. (letztere sind oft günstiger)
Die feuchten/nassen Hanfmatten lassen im Gegensatz zu einer Zeitungsschicht genug Sauerstoff an das Futter um Fäulnis vorzubeugen.
Es geht Problemlos ohne Hanfmatte oder eine andere Abdeckung, sie hat allerdings Vorteile. Wenn die Wurmkiste gut läuft und man größere Mengen füttern kann, deckt das obere Futter später das untere ab und hält es feuchter. Man kann auch eine Schicht aus Pappschnipseln über das Futter streuen.

Startpopulation & Substrat: 500-1000 Würmer sollten reichen. Mit 1000 Würmern geht es halt schneller eine ordentliche Wurmdichte und damit einen entsprechenden Futterumsatz zu erreichen. Ist denke ich im wesentlichen eine Geld und Geduldfrage. Die Würmer benötigen ca. 10cm Substrathöhe + Futter um sich wohl zu fühlen. Das Substrat kann aus Kokoserde, eigenem Kompost, Graberde, Laubwalderde und ähnlichem bestehen. Wichtig ist keine Blumenerde zu nehmen sowie alle anderen Erdarten die künstlich mit Dünger angereichert oder zu Sauer sind (Erde aus Nadelwäldern ).

Für den Fall das du ernsthaft darüber nachdenkst 2 Kisten zu versorgen kann ich dir nur dazu raten. Neben dem höheren Umsatz an Futter hat es den unschlagbaren Vorteil das man immer auf eine gute Wurmpopulation zurückgreifen kann, falls in der anderen Kiste mal irgendetwas gewaltig schief gelaufen ist. Natürlich kannst du mit einer starten und diese aufteilen wenn du den Eindruck hast das deine erste nach 3-6 Monaten gut eingelaufen ist. Die Druckerschwärze ist für die Würmer übrigens unbedenlich, ich selbst nutze aber hauptsächlich alte Kartons und Eierkartons von denen ich möglichst viele Aufkleberreste, Packetband etc. entferne.

Ich hoffe ich konnte dir schonmal ein bisschen weiterhelfen
SuMiXaN
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Re: Wurmkiste aus Eurokisten

Beitrag von xKnut » Fr 3. Mai 2019, 13:09

Hallo

Danke für die Antworten. Genau, es sind zwei Kisten übereinander und drunter die Auffangbox. Allerdings bin ich mir noch unschlüssig wie viele Löcher im Boden ich brauche und welchen Durchmesser diese haben sollten. Nur über den Deckel Luft zuführen, könnte etwas wenig sein.

Gruß
Knut
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Re: Wurmkiste aus Eurokisten

Beitrag von Wurmpiercer » So 5. Mai 2019, 16:24

Hallo xKnut,

ich habe meine Farm auch aus Eurokisten gebaut. In einem Thread habe ich Bilder gezeigt: viewtopic.php?t=1581.
Die Löcher sind 8mm im Durchmesser und haben einen Abstand von 30-35 mm.
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