Mehlwurm-Zucht

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LeckerInsekt
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von LeckerInsekt » Mo 11. Nov 2019, 21:51

Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 10. Mai 2019, 17:24
Um Mehlwürmer billig ernähren zu können, eignen sich Haferflocken und Kleie. Mehl könnte man auch nehmen, doch das wäre teurer und ist staubiger, als Kleie und Flocken.
1. Seit wann bitte, ist Mehl teurer als Weizenkleie?

2. Dann hast du folgendes in einem deiner Beiträge geschrieben:
Käufliche, kommerziell gezüchtete Würmer haben ganz sicher ihr ganzes Leben immer nur billige Abfälle wie Kleie usw. zu fressen bekommen. Selbst fütterst du sie aber auch mit Kleie, oder? :roll:

3. Dabei erzielte ich etwa eine Erfolgsquote von 53%, das heißt aus 53 Puppen entwickelten sich um die 53 Käfer.
Da stimmt an deiner Rechnung etwas nicht!!!
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Mo 11. Nov 2019, 23:26

Hallo LeckerInsekt,

schön, dass Du zu uns gefunden hast, sei uns willkommen hier im Forum. Freuen wir uns auf spannende Diskussionen zu den Mehlwürmern!

LeckerInsekt hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 21:51
1. Seit wann bitte, ist Mehl teurer als Weizenkleie?
Mit dem Einkaufen habe ich es nicht so. Nicht umsonst habe ich geheiratet. Ja, ich hätte wohl zuvor mal Preise vergleichen können.

LeckerInsekt hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 21:51
2. Dann hast du folgendes in einem deiner Beiträge geschrieben:
Käufliche, kommerziell gezüchtete Würmer haben ganz sicher ihr ganzes Leben immer nur billige Abfälle wie Kleie usw. zu fressen bekommen. Selbst fütterst du sie aber auch mit Kleie, oder? :roll:
Die Kleie sind zwar Abfälle aus der Produktion von Weizenmehl, doch an diesem Weizen kann nicht viel Anstößiges drin sein. Deshalb habe ich keine Probleme damit, Kleie zu verfüttern.
Ich selbst praktiziere aber noch andere Dinge. Neben den Kleien bekommen einige Kohorten auch andere Nahrungsergänzungen. Wenn sich hier im Keller zum Beispiel Zitterspinnen, Fliegen, Mücken oder anderes Getier einfindet, so dienen diese als Proteinquellen für eine meiner Kohorten. Warum nicht? Auch diverse Kräuter und Unkräuter aus dem Garten dienen dazu, die Mehlis mit Feuchtigkeit und Vitaminen zu versorgen. Welche Proteinquellen die kommerziellen Züchter nutzen, weiß ich ja nicht.
Doch eins ist Fakt: Diejenigen Kohorten, die ich für den eigenen Verzehr auserwählt habe, werden garantiert keine Spinnen oder Unkräuter fressen dürfen, sondern nur Kleie, Möhre, Gurke, Löwenzahn oder Brennnessel.

LeckerInsekt hat geschrieben:
Mo 11. Nov 2019, 21:51
3. Dabei erzielte ich etwa eine Erfolgsquote von 53%, das heißt aus 53 Puppen entwickelten sich um die 53 Käfer.
Da stimmt an deiner Rechnung etwas nicht!!!
Wohl wahr.
Habe keine Ahnung, wer mich damals abgelenkt hatte. Jedenfalls hätte da eine 100 hin gehört.




Pfiffikus,
der es eine gute Quote nennt, wenn Du auf 13 Seiten nur diese drei Kleinigkeiten gefunden hast
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Trulllla » Di 12. Nov 2019, 14:06

@Leckerinsekt,
Willkommen im Forum! Stell dich doch mal vor: http://wurmwelten.de/forum/viewtopic.php?f=6&t=4

@Pfiffikus,
gute Quote! :D
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Mi 13. Nov 2019, 00:58

Die Dame hat Spaß. Und einen guten Geschmack.


Pfiffikus,
der gerade dran denkt, dass bald wieder Weihnacht sein wird
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Mi 13. Nov 2019, 10:19

Hallo Christina,
Stadtfarmerin hat geschrieben:
So 10. Nov 2019, 15:53
Bin gespannt ob die Mehlwürmer die Chili und Eibe fressen, und wie sie das Zeug wegstecken.
gestern habe ich mal genau hingesehen.
Eibe_6415.jpeg

Es ist zu erkennen, dass ein Teil des Kotpulvers grün gefärbt ist. Mit anderen Worten haben die Mehlis an der Eibe gefressen und diese auch wieder ausgeschieden. Das ist schon mal ein Fortschritt.
Ob Mehlwürmer diese Kost langfristig vertragen können und ob man solche Würmer dann an andere Tiere verfüttern kann, weiß ich jetzt noch nicht, aber es wird sich noch herausstellen.


Pfiffikus,
der keinen toten Mehlwurm darin entdeckt hat
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » So 24. Nov 2019, 01:23

Die Verkoster dieses Eibenzweiges finde ich auch heute noch quicklebendig vor, was mich erstaunt. Sie fressen nichts anderes, als Eibe!
Eibe_6436.jpeg





Passend zur Jahreszeit habe ich noch einen weiteren Fressversuch angesetzt. Hier verwende ich frische Hagebutten als Futter, das es zu testen gilt. In der Küche könnten ja bei der Verarbeitung von diesen Früchten zu Saft, Marmelade oder alkoholischen Getränken diverse Reste anfallen. Vor allem die Kerne dürften zur menschlichen Ernährung nahezu unbrauchbar sein. Aus diesem Grunde interessiert mich, was meine Mehlis damit anfangen können.

Aus dem Wald habe ich einige frisch gepflückte Hagebutten mitgebracht.
Hage_6419.jpeg

Um den Mehlwürmern den Zugriff zu erleichtern, wurden sie alle mit einem kleinen Schnitt angeschnitten.
Hage_6420.jpeg

Hier sehen wir die Testmannschaft, die selbstverständlich auch abgewogen worden ist.
Hage_6421.jpeg
Hage_6422.jpeg

Zuerst wird festzustellen sein, ob die Tiere das Fruchtfleisch fressen und verwerten. Davon gehe ich inzwischen aus. Im Laufe des Versuches will ich aber auch wissen, ob sie auch die Kerne fressen können - erstmal ohne Hilfe und gegebenenfalls gequetscht.


Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass sich die Ergebnisse auch auf rohe oder gekochte Marmeladenrückstände übertragen lassen
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Di 26. Nov 2019, 23:11

Auch das Leben eines Mehlkäfers währt nicht ewig. Leider hatte ich in der letzten Woche ca. 200 Todesfälle zu beklagen. Ist ja auch kein Wunder, weil die Tiere zwischen Mai und Juli zu Käfern geworden sind.


Pfiffikus,
der hofft, dass die 980 verbliebenen Tiere noch fleißig Eier legen, bevor die kommende Generation antreten wird
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Pfiffikus » Mi 27. Nov 2019, 21:16

Heute war die Stunde der Wahrheit. Die spannendste Versuchsschale von allen wurde genauer inspiziert.

Styropor_6467.jpeg

Von dem einen Mehlwurm ist ja nur noch ein kleines Hinterteil zu sehen! Und der Rest? Da musste ich den Styroporblock doch gleich mal umdrehen.

Styropor_6468.jpeg

Die Mehlis haben doch tatsächlich durchgehende Löcher in das Styropor gefressen, in die sie sich zurück ziehen können. Das hatte ich bisher noch nicht bemerkt.

Zwei der Versuchstiere sind während des Versuchszeitraumes verstorben, für Mehlwürmer ganz sicher keine außergewöhnliche Mortalität.

Aber die spannendste Frage ist ja immer noch offen. Aus diesem Grunde wurden alle Versuchsteilnehmer separiert. Die Tiere aus dem Inneren des Styroporblockes wurden mit sanftem Druck und Klopfen veranlasst, diesen mal kurz zu verlassen, um sich für dieses nachstehende Foto zu versammeln.

Styropor_6469.jpeg

Welch ein Erfolg! Die Mehlwürmer haben während der reichlich drei Wochen 0,44 Gramm zugenommen. Es wurde offenbar Styropor, das sie ausschließlich zu fressen bekamen, in körpereigene Stoffe umgewandelt!
Das gezeigte Youtube-Video ist demnach kein Fake.

Leider habe ich keine Möglichkeit, nachzuprüfen, ob sich in den Mehlwürmern irgendwelche Zusätze wie zum Beispiel Flammschutzmittel angesammelt haben.


Pfiffikus,
der die Testteilehmer anschließend wieder in ihre gewohnte Schachtel zurück setzte, um den Versuch fortzusetzen
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von meeee » Mo 2. Dez 2019, 09:41

Ein Freund von mir züchtet schon länger für seine Reptilien im relativ großen Stil Mehlwürmer - und hat daher schon viel probiert, wie an die Kerlchen möglichst schnell proper bekommt - mehlwurmmast könnte man sagen.
Und siehe da - Bullenkraftfutter wirkt wohl wahre wunder. Inwiefern das von den Inhaltsstoffen her den eigenen Ansprüchen entspricht, muss jeder selbst wissen.
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Re: Mehlwurm-Zucht

Beitrag von Sophie0816 » Mo 2. Dez 2019, 11:37

Mir kam die Frage in den Sinn, wie und ob sich eine Zucht über einen langen Zeitraum, auf den Genpool auswirkt und evtl. auf Dauer zu Mißbildungen usw. führt.
Ob man auch immer mal wieder neue Mehlwürmer von außen zuführen muss, um das genetische Material mehr zu mischen.
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