2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

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Gao
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Gao » So 24. Nov 2019, 17:44

Hübsches Bild :)
Wünschte ich hätte auch was um so scharfe Bilder hinzukriegen.. (cry)
Sophie0816
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » So 24. Nov 2019, 18:37

Ja, Gao. Voll schade. Deine Fassbilder von heute sind unscharf, wenn man vergrößert. :(
Ich mach das viel über gute Stützpunkte der Arme oder auflegen des Handys am Rand. Bei dem Glas z.B. kann ich das Handy einfach oben drauflegen. Da wackelt fast gar nichts mehr. Und Blitz muss an sein.
Legst du deine Arme auf deinem Fass ab oder kannst du sie von innen gegen den Rand drücken zum stabilisieren?
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Gao
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Gao » So 24. Nov 2019, 20:16

Mein 30 Euro billig Handy kommt einfach ned mit den Lichtverhältnissen und so klar. :lol:
Da is Hopfen und Malz verloren.
Die 2 die ich geposted hab waren die besten unter dutzenden..
Werd die Tage mal schauen ob ich ne brauchbare Digicam auftreiben kann.
Hab von der Materie leider überhaupt keine Ahnung :oops:
Ne Rotlichtlampe eigentlich für ne Fotokammer hab ich schon besorgt.
Dann sollten sie auch ned so schnell flüchten.
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » Di 26. Nov 2019, 19:26

Nach 9 Wochen:

Heute nach der Kontrolle mache ich mir etwas Sorgen. Es waren 2-3 tote Würmer in der Hanfmatte. Das erinnert mich an meinen ersten Fehlversuch. Da sind sie auch immer wieder auf der Hanfmatte vertrocknet, obwohl doch die Feuchte direkt unter ihnen war. Ein Zeichen, dass was nicht stimmt?
Ich wollte mal den ph-Wert messen. Bin heut nicht zu gekommen.
Ich vermute, das ich nicht darum herum komme, zusätzlich Gartenkalk oder Urgesteinsmehl hinzuzufügen.

@Stadtfarmerin
Falls du hier mitliest. Du hattest doch auch erst vor kurzem mit zusätzlich Urgesteinsmehl begonnen, mit Erfolg? Und hast du auch Gartenkalk genutzt?

Ich würde erstmal nur eines kaufen wollen. Für so ne kleine Farm tu ich mich auch schwer mit so großen Mengen. Vielleicht frag ich vorher in der Nachbarschaft. Mal sehen.

Enchyträen sah ich heute nur wenige. Vor zwei Tagen hab ich sie noch mehr in der Unterseite der Hanfmatte gesehen. Nach der Futterpause von zwei Wochen, ist immer noch gut was zu sehen. Vorallem an den Rote Beeteschalen haben sie schon seit mehr als 4-5 Wochen zu tun.

20191126_180933[1].jpg
20191126_181140[1].jpg
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Wurmcolonia » Mi 27. Nov 2019, 12:34

Sophie0816 hat geschrieben:
Di 26. Nov 2019, 19:26
...
Ich wollte mal den ph-Wert messen. Bin heut nicht zu gekommen.
Ich vermute, das ich nicht darum herum komme, zusätzlich Gartenkalk oder Urgesteinsmehl hinzuzufügen.

@Stadtfarmerin
Falls du hier mitliest. Du hattest doch auch erst vor kurzem mit zusätzlich Urgesteinsmehl begonnen, mit Erfolg? Und hast du auch Gartenkalk genutzt?

Ich würde erstmal nur eines kaufen wollen. Für so ne kleine Farm tu ich mich auch schwer mit so großen Mengen. Vielleicht frag ich vorher in der Nachbarschaft. Mal sehen.

Enchyträen sah ich heute nur wenige. Vor zwei Tagen hab ich sie noch mehr in der Unterseite der Hanfmatte gesehen. ...
Hallo Sophie0816,

wenn du deine Judels durch Urgesteinsmehl mit Mineralien versorgst und die zusätzliche Gabe von Gartenkalk vermeiden möchtest, muss du auf den Anteil von Calcium im Urgesteinsmehl achten. Ich gebe meinen Judels Diabas Urgesteinsmehl, das lt. Angabe auf der Verpackung nur 9 % Calcium enthält. Das allein wäre nicht ausreichend wenn es nicht noch eine weitere gute Calciumquelle gibt. Sie brauchen den Calcium um Saures fressen zu können und können ihn sogar speichern. Deshalb bekommen meine Judels zusätzlich Gartenkalk.

Du erwähnst Enchyträen. Wenn du damit keine Probleme hast und es dich nicht stört wenn sie sich vermehren (vielleicht kennst du ja sogar jemanden der ein Aquarium hat und sie dir gerne als Futter für seine Fische abnimmt) dann würde ich dir Mineralmix-Pellets von Wurmwelten empfehlen. Dort sind alle wichtigen Mineralien, ausreichend Calcium und weitere wichtige Nährstoffe, die die Judels brauchen, enthalten. Die Pellets dürften günstiger als Ur-Mehl, Kalk und Sand (statt Sand kannst du auch gemahlene Eierschalen füttern, da ich nur Schalen von gekochten Eiern gebe, fallen davon bei mir nicht genug an, wobei Eierschalen nicht als Calciumquelle dienen, da sie sich wenn überhaupt viel zu langsam auflösen) zusammen kosten und man kommt auch wirklich lange damit aus.

Ich bin vor geraumer Zeit nur auf Ur-Mehl plus Kalk plus Sand (für die Verdauung, sie lieben ihn) umgestiegen, weil die Enchyträen den Dendros die Mineralmix-Pellets weggefuttert haben, wohl wegen des darin enthaltenen Getreides, so dass die Dendros immer dünner wurden etc.

LG Wurmcolonia
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Wurmcolonia » Mi 27. Nov 2019, 12:55

[/quote]
Du darfst sie nennen wie du magst. :)
Noch minimalistischer sind wahrscheinlich die paar Würmer in dem Glas. 8-)
Wurmtraum hat geschrieben:
Fr 22. Nov 2019, 07:33
Meine Arbeitskollegin möchte auch so ein Mini-Projekt mit ihrer kleinen Tochter starten.
Ich habe ihr von deiner tollen Eimerzucht berichtet und das es auch zum starten mit minimalem Aufwand möglich ist.
Zum Erfahrungen sammeln, ohne viel Aufwand und Investition find ich es auch richtig gut. Ob es auf Langzeit funktioniert, wird sich erst noch zeigen.
[/quote]

Da ich zwei Wurmkisten habe, die unterschiedlich groß sind und auch bereits einen kurzen Versuch mit einem ganz kleinen System gemacht habe, kann ich berichten, dass es um so schwieriger ist ein System im Gleichgewicht zu halten je kleiner es ist. In einem kleinen System haben kleine Veränderungen bereit große Auswirkungen, insbesondere wenn man Fehler macht. In einem größeren System werden zumindest kleine Fehler besser weggesteckt.

Beispiel: wenn man ungeeignetes Futter gibt, können die Judels in einem kleinem System diesem kaum ausweichen. In einem größeren System lassen sie es einfach liegen und, wenn der Fehler nicht zu groß ist und es ausreichend "Mitbewohner" im System gibt, kümmern sich letztere um das Futter und die Judels bekommen kein Problem damit. Ich würde daher einem Anfänger nicht zu einem Mini-System raten, da die Gefahr des Misserfolgs einfach zu groß ist. Meine 30 x 40 cm Eurobox war schon deutlich schwieriger richtig ans Laufen zu bringen als die Box mit ca. 55 x 30 cm. Zu der 30 x 40 cm Box würde ich einem Anfänger gerade noch raten. Man muss auch keine Euroboxen nehmen sondern kann auch auf ähnlich große Behältnisse zurückgreifen. Die Wurmzucht soll schließlich Spaß machen und nicht in Stress ausarten.

LG Wurmcolonia
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » Mi 27. Nov 2019, 16:05

Wurmcolonia hat geschrieben:
Mi 27. Nov 2019, 12:34
...dann würde ich dir Mineralmix-Pellets von Wurmwelten empfehlen.
Hey Wurmcolonia, ich gebe von Anfang an den Mineralmix von Wurmwelten dazu.

Der ph-Wert-Test von eben hat gezeigt, dass auch alles okay ist. Ich habe nur die Oberfläche geprüft. Liegt bei knapp unter 7.
Und heute, ein Tag nach der regulären Kontrolle, waren auch sehr viele Würmer unter Matte, an der Oberfläche. Scheint also klimatisch wieder zu passen. Warum es plötzlich so viele Enchyträen gibt... keine Ahnung. Ich lasse mal ne Weile das Obst weg und geb nur noch Gemüse dazu.
Wurmcolonia hat geschrieben:
Mi 27. Nov 2019, 12:55
...kann ich berichten, dass es um so schwieriger ist ein System im Gleichgewicht zu halten je kleiner es ist.
Deine Erläuterungen kann ich gut nachvollziehen.
Daneben möchte ich meine erste Erfahrung mit dem Wurmeimer, der schief ging, trotzdem nicht missen. Ich habe dabei viel gelernt.
Ich hätte mich natürlich auch gefreut, wenns gut gegangen wäre. ;)

Die 15-20 gerettete Würmer im Glas, vom ersten gescheiterten Versuch, erleben derzeit schon ihre 7 Woche und es scheint ihnen sehr gut zu gehen. Artgerecht ist das natürlich nicht. Und sobald ich mal über eine Woche keine Dunkmücken mehr in der Küche oder wo sehe, können sie auch langsam umsiedeln.

Würmer im Glas Start.jpg
20191127_152702[1].jpg
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » Mo 2. Dez 2019, 16:51

Nun hat es sich geklärt, warum die Enchyträen sich kurzzeitig so vermehrt hatten.
Es lag doch am eingebrachten fertigem Wurmhumus aus der Auffangebene.

Der bestand ja überwiegend aus Kokossubstrat und nichts anderem.
Ich hatte nur die Oberfläche der Wurmfarm ph-technisch gemessen. 2 Wochen nach Einbringung. Da war es wahrscheinlich schon untergemischt.
Gestern hab ich die erste Wurmhumusernte nochmal direkt gemessen und es zeigte sich ein Wert zwischen 5,6- 5,9, also leicht sauer, wie ich es mir schon gedacht hatte.

Mit diesem Wurmhumus läuft gerade ein Kresse-Test.

Kressetest 1.2.jpg
Kressetest 1.3.jpg
(beet)
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Gao » Mo 2. Dez 2019, 17:25

Scheint der Kresse zu gefallen :)
Gibt auch ne hübsche Deko ab.
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » Mi 4. Dez 2019, 14:15

Hach, sieht doch wirklich hübsch aus. Der Anblick hat mir den Morgen versüßt und das Mittag veredelt. :P

Kressetest 1.4.jpg

Die Visite gestern war sehr spannend für mich, da nun endlich, zum ersten Mal, eine neue Ebene aufgesetzt wurde. Das war 2 Wochen in Vorbereitung.

Nach 8 Wochen hab ich in der 1. Arbeitsebene das Futter und auch den Mineralmix eingestellt und angefangen in einem neuen Eimer Abfälle zu legen. Einige kleine Stücke Klorolle,darauf 24 g Gemüsereste und ein paar Krümmel Wurmhumus aus der 1 Ebenen zum impfen mit Mikroorganismen.

8. Woche6.jpg

Der Eimer stand dann einzeln für sich.

Nach der 9. Woche, sah die 1. Arbeitsebene immer noch nicht so verwertet aus, dass ich da keinen Eimer drauf setzen wollte. Deshalb die zweite Woche ohne Futter und Mineralien.
Nach längerem Überlegen, wie ich mit der 2. Arbeitsebene fortfahren sollte, entschied ich mich, eine Hälfte mit den gleichen Startmaterialien zu füllen, wie schon in der 1. Ebene und die andere Seite nur mit Futter so zu belassen. Die Idee dahinter, einerseits Rückzugsmöglichkeiten zu haben und andererseits einen verlockenden Übergang von der 1. zur 2. Ebene zu schaffen.

9. Woche.jpg
9. Woche2.jpg
9. Woche3.jpg
9. Woche6.jpg

Alles schön nass gesprüht. Vliesabdeckung drüber und eine weitere Woche so für sich stehen gelassen. Da musste nachts jedoch die Lampe wieder her, wegen großem Erkundungsdrang.

9. Woche7.jpg

Nach 6 Tagen die erste Nacht ohne Licht, führte zu 9 Toten auf dem Küchenboden.
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