2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

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Pfiffikus
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Pfiffikus » Fr 10. Jan 2020, 18:08

Wuseline hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 11:37
Ich hab gelesen, dass zwischen den Etagen nur max 1 cm Luft sein darf, bei mehr Abstand könnten sie nicht von Etage zu Etage kletter .
Das halte ich für falsch. Wenn die wollen, können insbesondere Dendrobena, auch aus viel höheren Gefäßen heraus kriechen.


Pfiffikus,
bei dem die Würmer ausschließlich die Wände nutzen können, um in höhere Etagen zu gelangen
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Sophie0816
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » Fr 10. Jan 2020, 18:52

Pfiffikus hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 18:08
Wuseline hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 11:37
Ich hab gelesen, dass zwischen den Etagen nur max 1 cm Luft sein darf, bei mehr Abstand könnten sie nicht von Etage zu Etage kletter .
Das halte ich für falsch. Wenn die wollen, können insbesondere Dendrobena, auch aus viel höheren Gefäßen heraus kriechen.
Hallo Pfiffikus,
unsere Systeme sind glaube ich nicht vergleichbar. Deine Kisten liegen aufeinander auf. Deshalb können deine Würmer einfach an der Wand hochklettern und gelangen so zur Kiste darüber.
Meine Würmer, keine Dendrobena, klettern auch die Wand hoch, aber landen dann am Eimerrand, wo es nur noch außen wieder runter geht und nicht nach oben (außer an den kleinen Holzstücken, wo die Eimer aufliegen).

Insofern ist diese Information, von 1cm Abstand schon interessant für mich, da die Würmer in meinem System tatsächlich einen Luftabstand überwinden müssen.


Stand der Dinge.
Die 1. Arbeitsebene riecht nach 3 Tagen offen stehen, immer noch hintergründig beizend, scharf. Hab nun doch alles mal gelockert und keine Stelle gefunden, die diesen Geruch direkt ausströmte. Kann es sein, dass das von der Nussschalenschicht ganz unten kommen kann, die tatsächlich ziemlich luftabgeschlossen ist? Hab nur darüber gelockert.

Nach zwei Tagen sind auch schon wieder ca. 7-8 Würmer in der Auffangebene und sie halten sich tatsächlich vorwiegend im Moos auf und ziehen dieses der Erde vor. Da war nur ein Wurm drin, weißlich, schlapp. Der machts nicht mehr lang.

20200110_182019[1].jpg

Auf was ich aufmerksam geworden bin. Es sah so aus, als habe der obere Wurm weiße Teile/Kügelchen in seinem Körper. Könnt ihr das auf dem Foto sehen? Besser gings nicht zu fotografieren. Ist das normal?

20200110_182032[1].jpg
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Wurmtraum » Sa 11. Jan 2020, 18:01

Das mit den weißlichen Teilen im Wurmkörper ist mir auch aufgefallen.
Erst dachte ich das es die Kalkteilchen sein könnten die durchschimmern.
Da die Würmlein eber die Nahrung aufsaugen scheinen mir die Kalkpartikel doch zu groß.
Vielleicht sind es die Organe bzw. Innereien die durch die zarte Haut schimmern.
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Stadtfarmerin » Di 14. Jan 2020, 22:20

Gibt es nicht eine Sorte Kompostwürmer die so eine gefleckte Zeichnung auf dem Rücken haben?
Viele Grüße
Christina
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Wuseline » Mi 15. Jan 2020, 01:10

Die Würmer können Fett anlagern, ist es vielleicht das?
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » Di 21. Jan 2020, 14:21

Interessant Eure Vermutungen zu den Flecken und es zeigt sich, wir haben irgendwie alle keine Ahnung. :)

Heute sind die Raubmilben Hypoaspis eingetroffen und auf allen Ebenen verteilt worden, unter der Hanfmatte und über der Hanfmatte, sowie in alle Topfpflanzen drinnen und auf dem Balkon.
Und den großen Rest hab ich in die Büsche vorm Haus gestreut.

20200121_124846.jpg
20200121_124857.jpg
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » Sa 25. Jan 2020, 17:05

Ich hab gerade den zeitlichen Überblick verloren. Ich glaube, es ist die 17. Woche. 4 Monate sind rum und eigentlich wäre es Zeit für die 3. Ebene.

Das spar ich mir. Weils immer noch nicht rund läuft, Ebene 1 und 2 getrennt stehen, da Ebene 1 immer noch müffelt.

Mit der Ebene 2 bin ich irgendwie auch nicht zufrieden. Nix von Waldgeruch. Wurmgeruch, ja. :)

Ich hab mir auch noch mal den Blog-Artikel von Wurmwelten durchgelesen, zu den 7 häufigsten Fehlern und ich denke, ich habs mit Punkt 3, zuviele neue Dinge füttern, übertrieben in dem sehr kleinen System.

Naja. Egal. Abwarten und dem ganzen Zeit lassen.

Vor einigen Tagen habe ich es zumindestens mal geschafft, die gesamte 1. Arbeitsebene durchzugraben, auch die unterste Schicht Nussschalen und Pappe unterzuheben. Die Nussschalen waren gefüllt mit Wurmhumus und auch einzelnen Eiern. Ich denke es war gut, da mal Luft ranzulassen. Würmer hab ich nur sehr wenige gesehen, teils mit Abschnürungen. Dann noch etwas Steinmehl an der Oberfläche eingearbeitet.
Das Ganze werde ich nach einer Woche nochmal machen.

20200122_165113.jpg

Bei dem 2. Moostest in der Auffangebene beobachte ich, dass sich Würmer im Moos aufhalten und es gab keine weiteren Toten. Das ist Moos von einem Baumstumpf. Scheint bisher gut zu gehen.

20200112_181513.jpg

In der Komposterde halten sie sich mittlerweile auch auf.

20200114_174544.jpg
20200114_174529.jpg

Gesund wirken sie trotzdem nicht, die ich da unten sah.
Als Vergleich hatte ich im Keller, in dem Eimer wo der Indoorkompost steht einen Wurm gesehen, der war sehr fit. Schöne rosarote Färbung, kräftig, nicht so durchsichtig wie die in der Wurmfarm. Da wusste ich erstmal wieder, wie eigentlich gesunde Würmer aussehen. Leider kein Foto.
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Wuseline » So 26. Jan 2020, 06:21

Wieso belässt du die Wurmbox nicht als ein System ( Ebene 1 und 2 ) ? So können die Würmer die Mikroben besser verteilen, ich denke auch dass größere Systeme stabiler laufen. Fütterst du Mineralmix und Wurmfutter? Das Wurmfutter soll vorwiegend die Mikroben ernähren, um sich besser zu vermehren, die ja eine wichtige Vorarbeit leisten und schätze ich mal das Ganze System stabil halten. Man kann die Mikroben auch unterstützen, indem man etwas Zuckerrohrmelasse ( enthält mehr Mineralien als Zuckerrübe) dem Sprühwasser hinzu gibt, nur minimal, sonst könnte man eine Heißrotte fördern. Die Würmer verteilen die Mikroben.
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Sophie0816 » So 26. Jan 2020, 11:53

Wuseline hat geschrieben:
So 26. Jan 2020, 06:21
Wieso belässt du die Wurmbox nicht als ein System ( Ebene 1 und 2 ) ?
Weil, der Gestank in 1 sehr zugenommen hat, wenn ichs wieder übereinander stellte.

Wuseline hat geschrieben:
So 26. Jan 2020, 06:21
Fütterst du Mineralmix und Wurmfutter?
Mineralmix, ja.

Wuseline hat geschrieben:
So 26. Jan 2020, 06:21
Das Wurmfutter soll vorwiegend die Mikroben ernähren, um sich besser zu vermehren
Denkst du es riecht nicht nach Walderde, weil nicht die richtigen Mikroben da sind?
Hmmm... gestartet habe ich mit Wurmfutter. Und mittlerweile sind da auch Mikroben durch Moos, Grünzeug und EM drin und auch von den anderen Ebenen. Also eigentlich müsste da ziemlich viel los sein.
Ich frag mich, ob die große Mehrheit an Enchyträen für den anderen Geruch zuständig sind, da ich gelesen habe, dass sie evtl keine Ton-Humus-Komplexe bei der Zersetzung herstellen, sondern Moderhumus.
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Re: 2. Versuch eine Wurmfarm mit 10l Eimern

Beitrag von Wuseline » So 26. Jan 2020, 18:51

Hm, wenn du es übereinander stellst, stimmt vielleicht die Belüftung nicht.

Ja die Mikroben sind sehr wichtig, um das Gleichgewicht in der Wurmbox zu halten, sie leisten auch die Vorarbeit der Würmer. Die Würmer können nur die Bakterien, die vorhanden sind verteilen, aber sonst zum Klima nicht so viel Beitragen.

Wenn du eine Mehrheit von Enchyträen hast, dann ist was nicht ausgewogen, gibt ja mehrere Faktoren, auch ph, Feuchtigkeit, Mineralien usw.

EM hat zwar Mikroben, aber nicht unbedingt alle Sorten, die notwendig sind für gute Erde, Moos befindet sich auf der Erde. Ich würde eher mit gut gerotteten Kompost arbeiten, um das Klima zu stabilisieren, den Kompost vorher mit etwas Wasser und Zuckerrohrmelasse vermengen, plus Gesteinsmehl, Gartenkalk und ein paar Tage stehen lassen, bei Raumtemperatur, das lässt die Bakterien aktiver werden, so dass sie sich auch vermehren. Ich habe so etwas ähnliches gemacht, zum ansetzen meiner Wurmbox. Das hat sich gut bewährt, Vorkompost nannten wir das, hab davon hier im Forum gelesen und konnte so Probleme gut vorbeugen. Ich würde dann diesen vorbereiteten Kompost in alle Ebenen untermengen.
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